Reihe Forum Bioethik (Online-Veranstaltung) am 23. Februar 2022
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Anne-Mette
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Reihe Forum Bioethik (Online„Veranstaltung) am 23. Februar 2022

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Namen der Mitglieder des Deutschen Ethikrates möchte ich Sie hiermit herzlich einladen zur nächsten öffentlichen Abendveranstaltung des Deutschen Ethikrates aus der Reihe Forum Bioethik (Online-Veranstaltung) am 23. Februar 2022, 18:00 Uhr — 20:30 Uhr, zum Thema "Wissens-Wert? Zum Verantwortlichen Umgang mit nichtinvasiven Pränataltests (NIPT)".

Bitte beachten Sie die Informationen zum Thema, zum Programm, zur Publikumsbeteiligung und zum Livestream im beigefügten Flyer oder unter www.ethikrat.org/forum-bioethik/wissens ... tests-nipt.

Die Veranstaltung wird online unter www.ethikrat.org/live übertragen und ist frei zugänglich. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Für Hörgeschädigte stehen Untertitel und eine Übertragung in Gebärdensprache zur Verfügung. Teilnehmende sind herzlich eingeladen, während der Veranstaltung das Online-Fragemodul zu nutzen, um sich in die Diskussion einzubringen, oder auf Twitter unter #NIPT mitzudiskutieren.

Mit freundlichen Grüßen

Ulrike Florian
Deutscher Ethikrat
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mittwoch, 23. Februar 2022, 18:00 Uhr — 20:30 Uhr

Thema

Nichtinvasive Pränataltests (NIPT), die anhand einer Blutprobe der Schwangeren vorgenommen werden, ermöglichen die vorgeburtliche Erkennung verschiedener genetischer Veränderungen des Embryos, zum Beispiel der Trisomien 13, 18 und 21. Sie werden bereits seit 2012 als selbst zu zahlende individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) in Deutschland angeboten. Im Sommer 2021 beschloss der Gemeinsame Bundesausschuss, dass die Kosten für diese Tests ab Frühjahr 2022 in begründeten Einzelfällen (bei Schwangerschaften mit besonderen Risiken) von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet werden.

Während einige diesen Schritt begrüßen, weil sie sich von der Erweiterung der pränataldiagnostischen Möglichkeiten eine Stärkung der reproduktiven Autonomie erhoffen, betrachten andere diese Entwicklung mit Sorge und befürchten, die nichtinvasive Pränataldiagnostik könne zur Routineanwendung werden sowie zu vermehrten Belastungen für werdende Eltern und zu mehr Schwangerschaftsabbrüchen führen.

Schon 2013 formulierte der Deutsche Ethikrat im Rahmen seiner Stellungnahme "Die Zukunft der genetischen Diagnostik — von der Forschung in die klinische Anwendung" Empfehlungen für die Durchführung genetischer Frühdiagnostik. Aufgrund der aktuellen Entwicklung und angesichts der Tatsache, dass NIPT bereits vielfach angeboten und genutzt werden, greift der Ethikrat das Thema im Rahmen einer Online-Veranstaltung erneut auf und möchte die Diskussion gemeinsam mit Sachverständigen und Betroffenen vertiefen.

Dabei stehen folgende Leitfragen im Mittelpunkt:

Welche Argumente sprechen für und welche gegen einen Einsatz nichtinvasiver Pränataldiagnostik?
Was sollte diagnostiziert werden dürfen? Was auf keinen Fall?
Wie sollten angemessene Beratungsangebote gestaltet werden?
Welchen Einfluss hätte es auf Menschen mit Behinderungen und Menschen, die sich bewusst für ein behindertes Kind entscheiden, wenn NIPTs routinemäßig zur Anwendung gelangten?
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