Hallo Anne-Mette,
auch von mir großes Lob und Dank.
Ich war einfach gerne die ganze Kindergarten- und Schulzeit meiner Tochter der Häuptling der Elternbeiräte. Nach 2 Jahren im Oberstufengymnasium war sie 18 und die Eltern hatten in diesem Gremium augedient. Erstes Fazit: meine "zweite Schulzeit" war viel besser als die erste (bin wegen extremen Leistungen von der Schule geflogen), da ich lernte, wie Lehrer/innen "ticken" und vielleicht auch dafür sorgte, dass meine Tochter eine gute Schulzeit hatte.
Danach wurde ich in der alten Tante SPD wieder aktiv, der ich seit 49 Jahren angehöre, und für 5 Jahre Ortsvorsteher. Zweites Fazit: Politik macht mir nicht wirklich Spass, da zu viel geredet und zu wenig gemacht wird. Vor allem sind da noch die Lokalmatadore und -dorinnen, die vor 30 Jahren schon alles gemacht haben und es eh nix wird.
Von 2015 bis 2020 war da noch eine sehr große Familie aus Afghanistan, um die ich mich ein wenig gekümmert habe. Drittes Fazit: sehr bereichernd und sehr ernüchternd.
Da ich trotz fortgeschrittenen Alters wieder beruflich ziemlich aktiv bin (da gibt es Firmen, die bezahlen dafür, dass ich ihnen erzähle, was und wie ich es im Beruf gemacht habe

), ist Ehrenamt erstmal perdu. Doch, da gibt es noch Eines: Stadtführer an den Wochenenden. Aber dafür bekomme ich ja auch eine Aufwandsentschädigung oder wie gestern von 6 Gästen € 17,00 Trinkgeld!
Was brauche ich überhaupt nicht? "Ehrungen" durch irgendwelche wichtigen Politiker, Orden, Kreuze und Lobeshymnen. Die dürfen sie sich gerne gegenseitig um den Hals hängen oder ans Revers stecken und erzählen.
Schönen Restsonntag.
rika