Die queere Community gedenkt der Opfer transfeindlicher Gewalt
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Anne-Mette
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Die queere Community gedenkt der Opfer transfeindlicher Gewalt

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Beitrag von Anne-Mette »

Anne-Mette
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Re: Die queere Community gedenkt der Opfer transfeindlicher Gewalt

Post 2 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Diva
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Re: Die queere Community gedenkt der Opfer transfeindlicher Gewalt

Post 3 im Thema

Beitrag von Diva »

Zurecht steht heute das Gedenken an die Ermordeten im Mittelpunkt.
Nach meiner Auffassung sind jedoch auch diejenigen ermordet worden, die
durch Suizid aus dem Leben geschieden (sind), weil sie durch fehlende Akzeptanz und erhebliche Mängel im Gesundheitssystem keinen anderen Ausweg gesehen haben
Quelle: https://vielfalt-frankfurt.de/2021/11/1 ... er-gewalt/

Mag ihr Tod auch durch eigene Hand herbeigeführt worden sein, so sind die Gründe oftmals im Außen.
Niemand legt sich freiwillig eine Schlinge um den Hals, setzt sich eine tödliche Injektion oder anderes.
Niemand tötet sich selbst, um tot zu sein.
Es geht um das Beenden eines dauerhaften Zustands, der unerträglich geworden ist. Beides kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Therapeutische Arbeit kann darin resultieren, dass das Ziel "Ich will nicht mehr leben" in "Ich will so nicht mehr leben" transformiert wird. Letzteres führt bald in eine Sackgasse, wenn die Kräfte erschöpft sind, wenn niemand da ist, der unterstützt, wenn keine positiven Erfahrungen gesammelt werden können. Kein durchschnittlich resilienter, unerleuchteter mitteleuropäischer Mensch kann lange in vollständiger Isolation und Ausgrenzung überleben, nur weil er sich "schöne Gedanken" macht. Gedanken steuern Gefühle, aber sie verbessern kein Umfeld, schaffen keine positiven Kontakte, keine Hilfe bei Problemen und bewältigen keine traumatische Vergangenheit.

Es ist offenbar unmöglich, Zahlen über suizidierte Trans*personen des vergangenen Jahres zu finden, um sie zu den Ermordeten addieren zu können.
In Deutschland findet alle 5 Minuten ein Suizidversuch statt, der alle 58 Minuten gelingt. Insgesamt starben in 2019 weitaus mehr Menschen durch Suizid als durch Mord, Drogen, Verkehrsunfälle zusammen. Die Statistik ist nicht nur unaktuell, sondern auch undifferenziert. Beispielsweise ist unklar, ob assistierte Suizide überhaupt enthalten sind und falls ja wieviele. Deshalb ist der Anteil an Trans*personen nicht zu erwarten. Die stiefmütterlich gepflegten Zahlen sind hier zu finden: https://www.suizidpraevention.de/inform ... zide-2019/

Ich werde jedenfalls auch für jene, die durch ihre Familie, den nahesten Umkreis, dem sie einst vertrauten, durch Chefs und Kollegen, Hater, Mobber und andere in den Tod getrieben wurden, eine Kerze anzünden. Während die Täter bestätigt, unterstützt, applaudiert und befördert werden, haben deren Opfer hoffentlich endlich Frieden gefunden.
Nicht die Aggressoren haben gewonnen, sondern diejenigen, welche endlich ohne Hass, Angst und Schmerz sein dürfen, was ihnen im Leben versagt wurde.
geraldine
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Re: Die queere Community gedenkt der Opfer transfeindlicher Gewalt

Post 4 im Thema

Beitrag von geraldine »

Ach...
geahnt hab ich es irgenwie.
Mich erschüttert diese Aussage!!!
Irgendwie geht mir das "Verständnis" für unsere "Art" der Gesellschaft mächtig abhanden.

L G Geraldine
Jasmine
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Re: Die queere Community gedenkt der Opfer transfeindlicher Gewalt

Post 5 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Vielleicht auch ein kleines Zeichen.
https://www.queer.de/bild-des-tages.php?einzel=3598

https://www.rtl.de/cms/formel-1-in-kata ... 68872.html
Zitat: Lewis Hamilton ist ein Mann der klaren Botschaften. Der Formel-1-Weltmeister setzt sich seit längerem für Menschenrechte und Nachhaltigkeit ein. Auch vor Kritik gegenüber totalitären Staaten, in denen die Königsklasse fährt, schreckt er nicht zurück — für so etwas braucht man Mut. Den bewies der Brite nun beim Training vor dem Rennen in Katar.
weiteres Zitat: Hamilton setzte zum 1. Training auf dem Katar-Kurs ein Helm in Regenbogenfarben auf. Auf der Rückseite ist die Aufschrift "Wir stehen zusammen" zu lesen. Ein deutliches Zeichen für die Rechte homosexueller Menschen und der LBGTQ-Community.
(super)
Beim umhersurfen stolperte ich über diesen Artikel. Formel 1 interessiert mich eigentlich nicht. Aber dieses Statement an solch einem Tag in Katar finde ich mutig. Da Hamilton auch noch den besten Startplatz errang finde ich die Bilder bemerkenswert. https://www.motorsport-total.com/formel ... a-21112012

Liebe Grüße Jasmine
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