Helgas Thesen
Helgas Thesen - # 5

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ExUserIn-2026-04-08
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Re: Helgas Thesen

Post 61 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

!EmmiMarie! hat geschrieben: Mo 27. Sep 2021, 18:20 aber, hier geht es um Hobbys die man erlernen kann und natürlich mache ich dann Fortschritte,
die in "Fleisch und Blut" übergehen, habe ich dafür schon gute Anlagen, geht es auch schneller.

Mein Sein ist zum Teil die Gesamtheit aller meiner Erfahrungen, zum anderen Teil ist es nativ so.
Nur weil ich mich mit mir als Frau beschäftige werde ich aber nicht weiblicher..
mein Sein ist weiblich, was sollte sich also bei der Beschäftigung mit meiner Person daran ändern?
Ich kann nicht üben eine Frau zu sein, ich kann es nicht werden wollen, ich bin eine.
Hallo Emmie,

ich würde das Wort "Hobby" nicht so sehr auf die Goldwaage legen. Bekannt ist, dass die intensive Beschäftigung mit einem Thema die Vernetzung des Gehirns beeinflusst, sie z.B. eine Untersuchung an Lodoner Taxifahrern, die die Hirnareale für die Orientierung stärken. Da ich mich intensiv mit dem Thema "Trans" beschäftige, gehe ich davon aus, dass das Konsequenzen für das Gehirn und damit auch bez. der Selbstwahrnehmung hat.

Ob und an welcher Stelle eine Verortung des eigenen Geschlechtsbewusstseins existiert, weiß ich nicht und halte ich auch für Spekulation. Ich gehe aber von einer materiellen Bindung im Bereich der Nervenzellen aus. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass das Bewusstsein für das eigene Geschlecht (weitgehend?) unabhängig von der Wahrnehmung des eigenen Geschlechts ist. Anders gesagt, kann ich meine Wahrnehmung des eigenen Geschlechts durch die beschäftigung verändern, aber nicht das Grundgefühl dafür. Ich beobachte an mir, dass durch die beschäftigung mit dem Thema Weiblichkeit, sich meine Sicht auf Weiblichkeit, und damit auch mein Verhalten, verändert, ohne dass sich das Grundgefühl , für meine Weiblichkeit tangiert wird. Ich würde sogar so weit gehen, dass sich dieses Grundgefühl durch die Beschäftigung damit gestärt wird.

Kurz gesagt, ich sehe meine Weiblichkeit nicht als Produkt der Beschäftigung damit, sondern als Ursache. Aber es gibt eine Rückkopplung auf mein Grundgefühl, wenn ich mich damit beschäftige.
Viele Grüße
Vicky

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Christel_Inter
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Re: Helgas Thesen

Post 62 im Thema

Beitrag von Christel_Inter »

Vicky_Rose hat geschrieben: Di 28. Sep 2021, 11:02 Bekannt ist, dass die intensive Beschäftigung mit einem Thema die Vernetzung des Gehirns beeinflusst, sie z.B. eine Untersuchung an Londoner Taxifahrern, die die Hirnareale für die Orientierung stärken. Da ich mich intensiv mit dem Thema "Trans" beschäftige, gehe ich davon aus, dass das Konsequenzen für das Gehirn und damit auch bez. der Selbstwahrnehmung hat.
uih uih, - welch ein gefährliches Fahrwasser, aber genau das richtige. So wie es jetzt Stand des Wissens der Fachleute zu sein scheint, lebt unser Gehirn vom beständigen "Lernen" - aber nicht verschultes Lernen, sondern angeeignetes neues "Wissen", das sich mit dem bereits vorhandenen "Wissen" möglichst vielfältig verknüpft. - Doch das hat nach aktuellem Stand der Forschung eher nur am Rand etwas mit dem Gender zu tun.
Das was wir im Deutschen so vieldeutig mit "Geschlecht" beschreiben und bei dem sich unsere Gesellschaft nur extrem schwer von dem Dualen hin zu einer Vielgleisigkeit bewegen kann, das läuft auf einer genetischen Grundlage, die sich hoffentlich beim Wachsen des jungen Menschen entwickeln kann - oder leider durch Zwangformen in (zer-)störende Bahnen gepresst wird. (ich bin Eisenbahnfan: Werden die Gleise zu eng oder zu weit verschraubt, oder gar ohne Spielraum verschweißt, kommt es zu schrecklichen Entgleisungen. - alles schon passiert.) Als Ergebnis wird sich ein Mensch entwickeln der FREI ist und der darum nicht zwingend Pur-Frau oder Pur-Mann ist. - Wer aber wollte überhaupt beschreiben, anhand welcher Kriterien ein:e Pur-Frau/Pur-Mann zu erkennen sind? Allein die Human-Reproduktion fällt da schon ab der Geburt aus. Allein das Vorhandensein von primär sichtbaren Geschlechtsteilen sagt GAR NICHTS aus. - - Das Fatale beginnt darum ja schon bei dem Informationsdrang "Wird es ein Junge oder ein Mädchen?" und setzt sich fort bei der lange geübten Manifestierung des Geschlechts... Damit wurden/werden beim Neugeborenen mehr Weichen gestellt, als allen Beteiligten bewusst sein mochte/möchte. - - Und bis zum Alter von etwa 8/9 Jahren prägen diese in Taten und Worten umgesetzten Erwartungen den Menschen - teilweise bis ins hohe Alter.
Hobby, Beruf, soz.Bindung oder Verantwortung,... alles wird zu gerne mit dem dualen Geschlechterschema in Verbindung gebracht, verbalisiert oder sogar verschriftlicht. (die sich widersprechenden und schrecklichen Bücher der 1960er und 70er Jahre erwähne ich hier nur als Solche). Es gibt keine wirklich erkennbaren Auswirkungen des (über das Duale hinausgehend) "biologischen" Geschlechts. Es gibt Begabungen und Talente. Und diese werden gefördert oder bedrückt oder sie verkümmern.
Die inzwischen von einigen Seiten wahrgenommene "Schwemme" in der Gender-"Szene" müsste vielleicht auch endlich mal hinterfragt werden. Wie viel Pression herrschte bis vor einiger Zeit, dass es der sich mehr und öffnenden Ventile bedurfte, endlich sein ICH nach Vorne zu stellen.
Was ängstigt die widerständige Scheinmehrheit, diese Befreiung einfach zu akzeptieren?
+~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~+
In Sachen Hobby ein Beispiel, bei dem erkennbar wird, dass die Frage des Geschlechts nichts mit dem Hobby zu tun hat, sondern mit denen, die Ausschluss-Kriterien suchen und pflegen.
Briefmarken-sammeln - Philatelie - kaum zu glauben, ein Hoheitsgebiet der "Männer" - Es musste erst zur Gründung eines eigenen Verbandes kommen, der sich gezielt an "FRauen" richtete, dass die Männer kapierten, wie benebelt sie davon waren, dass so etwas Schweres wie Brfiefmarken nur von Männern bewältigt werden könnte. - und dann stellte sich heraus: die Frauen entwickelten ähnliche schräge Spielregeln, wie die Männer - und heute... das Hobby ist beinahe aus dem Bewusstsein der Gesellschaft verschwunden... aber das hat ja wohl ganz andere Gründe...
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Re: Helgas Thesen

Post 63 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Ich weiß nicht, ob ich richtig verstanden wurde. Mir geht es ja darum, den Unterschied deutlich zu machen, den ich zwischen Geschlecht als "intrinsische Eigenschaft" und den Folgen, die sich mit der Beschäftigung dieser Eigenschaft auf das Gehirn einstellen. Im übrigen ist bekannt, dass das Gehirn flexibel und veränderbar ist. Aber gilt dies für das gesamte Gehirn ? Sind die Bereiche des s.g. "Eidechsengehirns" auch flexibel oder ist das nicht im Sinne eines Notfallprogramms stabil ?
Christel_Inter hat geschrieben: Di 28. Sep 2021, 12:06 Das was wir im Deutschen so vieldeutig mit "Geschlecht" beschreiben ... läuft auf einer genetischen Grundlage
Das ist meines Wissens ein Satz, der bisher weder bestätigt, noch widerlegt ist. Viele leben in der Überzeugung, dass es genetisch bedingt ist, aber gibt es hierfür Hinweise und Belege ? Das würde mich sehr interessieren. Denkbar wäre auch eine Art "Programmierung" in frühen Jahren, die unveränderlich ist ?

Geschlecht hat mMn eine biologische und eine kulturelle Komponente. Kleidung, Habitus sind vermutlich kulturell bedingt. Wir eifern unserem Wunschgeschlecht nach. Auch unser Verhalten wird in weiten Bereichen kulturell geprägt. Die biologische Komponenten, und darunter verstehe ich nicht nur die klassischen Geschlechtsmerkmale, sind unveränderlich in der Grundstruktur. Beschäftigen wir uns intensiv mit dem Thema, wird das Auswirkungen auf die kulturelle Repräsentanz, aber auch für die Selbstwahrnehmung haben. Davon zu unterscheiden ist das Selbstverständnis, dass durchaus in uns verankert sein kann. Ich sehe aber noch nicht zwingend, dass es so sein muss, auch wenn diese Verankerung extrem stabil ist. So stabil, dass manche Menschen sich Prozeduren unterziehen, die sogar tödlich sein können (z.B. Lili Elbe). Diese Stabilität deutet auf Genetik hin, ist aber aus meiner Sicht nicht sicher.

Frage an Helga: Sind wir schon zu sehr OT ?
Viele Grüße
Vicky

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Re: Helgas Thesen

Post 64 im Thema

Beitrag von Christel_Inter »

Vicky_Rose hat geschrieben: Di 28. Sep 2021, 16:04 Christel_Inter hat geschrieben: ↑Di 28. Sep 2021, 12:06
Das was wir im Deutschen so vieldeutig mit "Geschlecht" beschreiben ... läuft auf einer genetischen Grundlage

Das ist meines Wissens ein Satz, der bisher weder bestätigt, noch widerlegt ist.
Chromosomen bedeuten WAS? - egal, wie Du es sprachlich umschreibst, es bleibt eine genetische Funktion... oder wie benennen wir den Werdegang. Genetik heißt doch nicht, gesellschaftliche Beeinflussung oder Erziehung - Die biologisch-anatomische Geschlechtsmerkmale entwickeln sich auch nicht durch gesellschaftliche oder psycho-soziale Einflussnahmen. - ODER?! - also doch genetische Abfolgen, deren Komplexität wir tatsächlich noch immer nicht (vollständig) kennen oder begriffen haben.
Christel grüßt
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Re: Helgas Thesen

Post 65 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Christel_Inter hat geschrieben: Di 28. Sep 2021, 16:47 Die biologisch-anatomische Geschlechtsmerkmale entwickeln sich auch nicht durch gesellschaftliche oder psycho-soziale Einflussnahmen
Logisch. Das habe ich nicht bezweifelt. Aber es sind Hormone, die die Prozesse im Körper steuern. Die basieren wiederum auf Genetik. Aber durch äußere Einwirkungen können sich hormonell gesteuerte Prozesse im Körper anders als im genetischen Code verankert, entwickeln. Das ist nicht Genetik. Das würde bedeuten, dass nicht durch die Erbanlagen der Eltern zwingend auf das Geschlechtsverständnis des Kindes geschlossen werden kann. Zumindest nicht, bis das Gegenteil bewiesen ist.

Nur weil wir etwas als offensichtlich betrachten, ist es auch wahr. Es ist ja noch nicht einmal sicher, dass das sich das Geschlechtsempfinden pränatal entwickelt. Wir wissen es einfach nicht und deshalb ist die Behauptung, es sei genetisch bestimmt, nicht gerechtfertigt. Als Hypothese ist sie akzeptabel, aber nicht als Fakt.

Im Übrigen ging es mir um einen ganz anderen Punkt.
Viele Grüße
Vicky

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Lavendellöwin
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Re: Helgas Thesen

Post 66 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Vicky_Rose hat geschrieben: Di 28. Sep 2021, 11:02 Ich beobachte an mir, dass durch die Beschäftigung mit dem Thema Weiblichkeit, sich meine Sicht auf Weiblichkeit, und damit auch mein Verhalten, verändert, ohne dass sich das Grundgefühl , für meine Weiblichkeit tangiert wird. Ich würde sogar so weit gehen, dass sich dieses Grundgefühl durch die Beschäftigung damit gestärkt wird.
Mhm...okay...

beobachtest du bei dir eher eine (lineare) Entwicklung oder eine Basis die durch Beschäftigung mit Weiblichkeit
positive Kurven hat..ich frage das deshalb, weil es so klingt als wärst du ohne Beschäftigung mit Weiblichkeit
weniger weiblich..?

Und das fällt mir schwer nachzuvollziehen...sicher, ich habe manche Tage wo mein fluid-männlicher Teil mehr spürbar ist,
aber die Weiblichkeit wird nicht weniger. Also ändert eher mein fluid-männlicher Teil für kurze Zeit etwas..
oder sind es Hormonschwankungen die ich da wahr nehme?
Es sollten keine sein, da Testo ja kaum noch vorhanden ist. Oder sind Wesensschwankungen, ich nenne es jetzt mal so,
doch nicht an die Hormone gebunden, greife ich auf soziale Muster zurück?

Grade bemerke ich mehr wie Jungs mich anschauen, wie sie mich mustern, Birgit sagte grade vor ein paar Tagen
"hast du das Interesse der 2 bemerkt?" ja habe ich, also habe ich meine Wahrnehmung bestätigt bekommen.
Ich weiss aber noch nicht mal was sich geändert hat, ich habe keine leise Ahnung.
Ich nehm das aber sehr positiv...

(he)

ich drifte ab...
Vicky_Rose hat geschrieben: Di 28. Sep 2021, 16:04 Ich sehe aber noch nicht zwingend, dass es so sein muss, auch wenn diese Verankerung extrem stabil ist. So stabil, dass manche Menschen sich Prozeduren unterziehen, die sogar tödlich sein können (z.B. Lili Elbe).
doch...ich habe mal gesagt ich würde dafür sterben-dazu stehe ich noch immer...auch offtopic
Vicky_Rose hat geschrieben: Di 28. Sep 2021, 11:02 Ich kann mir aber gut vorstellen, dass das Bewusstsein für das eigene Geschlecht (weitgehend?) unabhängig von der Wahrnehmung des eigenen Geschlechts ist.
oh...ich glaube sogar das das tatsächliche Sein aus dem unbewussten Bereich kommt und dann ins Bewusstsein tritt.
Ja, oder auch, das mir in diesem Leben eine Aufgabe gegeben wurde, damit ich etwas verstehe...
vielleicht war ich im letzten Leben nicht gut zu Männern und sollte die Schwierigkeiten die sie haben verstehen.
Ich kann es aber nicht und will es nicht-wahrscheinlich hat das Karma deshalb nochmal so eine Runde für mich
beim nächsten mal geplant.

puh, ich merke ich kann mich nicht an das Thema halten, weil ich mich heute mit meiner Thera über Wicca und Feminismus
unterhalten habe..ich habe grade noch ein bisschen Gefühlsarbeit und wollte ja eine Pause im Forum machen..
bei mir bitte nicht böse..

Alles Liebe Marie (flo)
Zuletzt geändert von Lavendellöwin am Di 28. Sep 2021, 19:55, insgesamt 1-mal geändert.
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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Re: Helgas Thesen

Post 67 im Thema

Beitrag von Wally »

Vicky_Rose hat geschrieben: Di 28. Sep 2021, 16:58
Es ist ja noch nicht einmal sicher, dass das sich das Geschlechtsempfinden pränatal entwickelt. Wir wissen es einfach nicht und deshalb ist die Behauptung, es sei genetisch bestimmt, nicht gerechtfertigt. Als Hypothese ist sie akzeptabel, aber nicht als Fakt.
Ich bezweifle sogar, dass es ein primäres, unmittelbares Geschlechtsempfinden (im Sinne geschlechtlicher Identität) überhaupt gibt - ob nun prä- oder postnatal. M. E. gibt es lediglich geschlechtlich unterschiedliche Emotionen und Motivationen (auch die nicht grundsätzlich unterschiedlich, sondern nur in der statistischen Ausprägung). Da aber gesellschaftliche Gender-Rollen auf diese unterschiedliche Emotionalität zugeschnitten sind, gerät man damit in Konflikt, wenn man da individuell ganz oder teilweise "andersrum gepolt" ist. Man fühlt sich dann in der aufgrund des Körpers zugewiesenen Rolle einfach permanent unwohl, teils unausgefüllt, teils überfordert, es geht einem vieles irgendwie "gegen den Strich". Aber erst wenn man bei einem allfälligen Rollenwechsel merkt, dass es einem in der anderen Genderrolle besser geht, wird einem auch rational bewußt, dass man geschlechtlich wohl "anders" ist.

Ein unmittelbares, primäres Gefühl oder Wissen, weiblich zu sein, habe ich mit meinen 72 Jahren nie in mir finden können, ebenso wenig wie ein Gefühl, psychisch männlich zu sein. Ich wüßte bis heute nicht, wie sich das anfühlen sollte... Ich merke aber sehr deutlich, dass es mir im Ergebnis rundherum besser geht, wenn ich in der weiblichen Rolle lebe; das liegt mir einfach besser, da fühle ich mich entschieden wohler. Meine nach Jahrzehnten endlich gefundene Geschlechtsidentität beruht einzig auf dieser indirekten Erfahrung - eben deshalb hat es ja auch mein halbes Leben gedauert, bis ich sie endlich fand.
Herzliche Grüße
Wally
Helga
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Re: Helgas Thesen

Post 68 im Thema

Beitrag von Helga »

Vicky_Rose hat geschrieben: Di 28. Sep 2021, 16:04 Frage an Helga: Sind wir schon zu sehr OT ?
Wieso OT? - Genau eine solche Diskussion hatte ich mir erhofft.
Wally hat geschrieben: Di 28. Sep 2021, 18:30 Ich bezweifle sogar, dass es ein primäres, unmittelbares Geschlechtsempfinden (im Sinne geschlechtlicher Identität) überhaupt gibt - ob nun prä- oder postnatal. M. E. gibt es lediglich geschlechtlich unterschiedliche Emotionen und Motivationen (auch die nicht grundsätzlich unterschiedlich, sondern nur in der statistischen Ausprägung). Da aber gesellschaftliche Gender-Rollen auf diese unterschiedliche Emotionalität zugeschnitten sind, gerät man damit in Konflikt, wenn man da individuell ganz oder teilweise "andersrum gepolt" ist. Man fühlt sich dann in der aufgrund des Körpers zugewiesenen Rolle einfach permanent unwohl, teils unausgefüllt, teils überfordert, es geht einem vieles irgendwie "gegen den Strich"
Hallo Wally,
Da bin ich zu 99% bei dir, aber widerspricht das nicht irgendwie deiner Aussage aus dem früheren Post:
Wally hat geschrieben: Di 21. Sep 2021, 23:36 Wo sich der ganze, menschliche Körper über Jahrmillionen so deutlich geschlechtlich differenziert hat, muß man davon ausgehen, dass sich erst recht auch die menschliche Psyche geschlechtlich unterschiedlich entwickelt hat: die ist schließlich - als Hirnfunktion - genauso ein Produkt der Evolution wie der Körper mit seinen sekundären Geschlechtsmerkmalen. Das feministische Dogma von der naturgemäß gleichen (und angeblich ausschließlich soziokulturell differenzierten) Psyche bei Männern und Frauen ist vor dem Hintergrund unserer Evolution eine grotesk unwahrscheinliche Annahme.

Das gesamte Transgender-Pänomen kann m. E. überhaupt nur auf obiger Grundlage erklärt werden: als individuelle Diskrepanz zwischen geschlechtsspezifischer Ausdifferenzierung des Gehirns und dem sonstigen, körperlich-geschlechtlichen Phänotyp. Die an uns Transsexuellen regelmäßig beobachtbare, absolute Stabilität und Therapieresistenz unserer psychischen Besonderheit kann man nicht mit sozialer Normierung erklären: denn was man jemandem anerziehen kann, sollte man auch wieder aberziehen oder wegtherapieren können. Und in aller Regel werden Transgender ja eben NICHT zu ebensolchen erzogen, sondern entwickeln sich ganz von sich aus und GEGEN alle nur denkbaren, geschlechtlichen Normierungsversuche dazu.
Ich finde bereits den Begriff "Geschlechtsempfinden" schwierig. Unter Empfindung verstehe ich eigentlich ein akutes Signal auf einen inneren oder äußeren Reiz oder Zustand. Ich kann Hunger, Durst, Wärme, Kälte, Angst oder Freude empfinden. Kann ich männlich, weiblich oder nb empfinden? Ich kann sicherlich typisch männliche oder typisch weibliche Gefühle haben. Ein Geschlecht habe ich aber nur, wenn ich wirklich darüber nachdenke.

Liebe Grüße
Helga
Was bin ich?- Zunächst einmal bin ich ein Mensch!
Meistens bin ich ein Mann.
Wenn mir danach ist bin ich eine Frau.
Ich muss mich nicht festlegen.
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Re: Helgas Thesen

Post 69 im Thema

Beitrag von Nico »

Helga hat geschrieben: Di 28. Sep 2021, 23:12 Ein Geschlecht habe ich aber nur, wenn ich wirklich darüber nachdenke.
Mir geht es anders, je mehr ich über mein Geschlecht nachdenke, desto mehr spüre, dass dort nichts ist woran ich mein Geschlecht festmachen kann. Wallys Aussage zum nicht vorhandenen unmittelbaren Geschlechtsempfinden kann ich also zustimmen.

Mein Geschlecht spüre ich eher durch Kleinigkeiten: Ein neuer Herrenhaarschnitt oder neue Schuhe, die mir aus dem inneren ein breites Lächeln hervorrufen. Das Gefühl wieder Luft zu bekommen, nachdem ich mir zugestanden habe mich nicht mehr wie "typisch Frau" zu kleiden. Ich kann in Gedanken meine Zukunft als Mann ausmahlen, mit mir in der Rolle Frau hat es nie funktioniert. Gelegentliches Unwohlsein, wenn ich mir zu weiblich auf Fotos vorkomme.

Ich kann nicht klar sagen, dass Frau sein komplett falsch ist. Es gibt genug Situationen, wo ich okay damit bin. Fragen wie: Was bin ich und wie soll ich damit umgehen? Kann ich noch nicht beantworten und hat auch nichts mit diesem Thema zu tun.
Wollte trotzdem einen Einblick geben, wie ich mein Geschlecht wahrnehme.

Uhu
LG Nico
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Re: Helgas Thesen

Post 70 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Moin,
Helga hat geschrieben: Di 28. Sep 2021, 23:12 Ich finde bereits den Begriff "Geschlechtsempfinden" schwierig.
Manche Menschen nennen es "Identität". Das finde ich noch schwieriger. Ich meine das "Grundgefühl", dass wir ein Geschlecht haben. Aber was sind "typisch männliche oder weibliche Gefühle ?" Du sagst selbst, das ist für Dich bedeutsam, wenn Du darüber nachdenkst. Und ich glaube, die Frage gewinnt um so mehr an Bedeutung, je mehr man darüber nachdenkt, weil man so Strukturen im Gehirn prägt. Für mich ist diese Fage ja fast übermächtig.
Wally hat geschrieben: Di 28. Sep 2021, 18:30 Ich bezweifle sogar, dass es ein primäres, unmittelbares Geschlechtsempfinden (im Sinne geschlechtlicher Identität) überhaupt gibt - ob nun prä- oder postnatal. M. E. gibt es lediglich geschlechtlich unterschiedliche Emotionen und Motivationen (auch die nicht grundsätzlich unterschiedlich, sondern nur in der statistischen Ausprägung). Da aber gesellschaftliche Gender-Rollen auf diese unterschiedliche Emotionalität zugeschnitten sind, gerät man damit in Konflikt, wenn man da individuell ganz oder teilweise "andersrum gepolt" ist. Man fühlt sich dann in der aufgrund des Körpers zugewiesenen Rolle einfach permanent unwohl, teils unausgefüllt, teils überfordert, es geht einem vieles irgendwie "gegen den Strich". Aber erst wenn man bei einem allfälligen Rollenwechsel merkt, dass es einem in der anderen Genderrolle besser geht, wird einem auch rational bewußt, dass man geschlechtlich wohl "anders" ist.
Ich sehe darin einen Widerspruch. Einerseits vermutest Du kein unmittelmares Geschlechtsempfinden, andererseits geht es Dir nach einem Rollenwechsel besser. Woher kommt denn das bessere Gefühl, wenn nicht aus einem inneren Grundgefühl ? Wieso hast Du einen Konflikt, wenn Dir eine (unpassende) Rolle zugewiesen wird ?
!EmmiMarie! hat geschrieben: Di 28. Sep 2021, 18:20 beobachtest du bei dir eher eine (lineare) Entwicklung oder eine Basis die durch Beschäftigung mit Weiblichkeit
positive Kurven hat..ich frage das deshalb, weil es so klingt als wärst du ohne Beschäftigung mit Weiblichkeit
weniger weiblich..?
Es gibt definitiv eine Entwicklung, die aber mMn mehr mit äußeren Einflüssen und dem Umgang damit verbunden sein dürfte. Sie ist aber definitiv nicht linear, sondern schubweise. Hier einige Beobachtungen:

- Beginn der bewussten Wahrnehmung in der frühen Pubertät in den 70ern. Damals ging es um Kleidung und erste sexuelle Erfahrungen damit. Im Rückblick scheine ich zu dieser Zeit bereits das Gefühl gehabt zu haben, nicht ganz richtig zu sein. Aber ich habe versucht, die Anforderungen an mich auch gegen meinen inneren Widerstand zu erfüllen. Sexuelle Motive sind beim Dressen im Vordergrund.

- Mit der Zeit kommen Aspekte der Identifikation mit Weiblichkeit ins Spiel. Es gab aber praktisch keine Informationsmöglichkeit. Das Thema gab es praktisch nicht im Fernsehen, Radio oder Zeitung. Ich war auf mich alleine gestellt. Gefühle der Perversion sind an der Tagesordnung.

- Kontakte mit Mädchen und Frauen führen zu einer vorübergehenden Abminderung des Bedürfnisses, Weiblichkeit in irgendeiner Form zu leben. Es kommt aber immer wieder durch. In Krisenstiationen scheint das Bedürfnis stärker zu sein.

- Ein Durchbruch kam mit dem Internet und dem Vorläufer, dem Deutschen Forschungsnetz. Jetzt begann die eigentliche Auseinandersetzung mit dem Thema. Sexuelle Aspekte treten immer mehr in den Hintergrund. Mir scheint heute die sexuelle Motivation als eine Art Ventil zu sein, um die eigene innere Krisenhaftigkeit zu bewältigen.

- Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt dann eine immer deutlicher werdende Weiblichkeit im Alltag. Es bildet sich eine eigene weibliche Sicht auf Sexualität heraus. Meine Persönlichkeit ist in vielen Bereichen typisch männlich, in anderen Bereichen typisch weiblich (im Sinne der allgemeinen Sichtweise). Ich kann für mich kein eindeutiges Geschlecht in Anspruch nehmen, aber ich kann auch keines ausschließen.

Wie Du schon schreibst, sind es Rückgriffe auf soziale Muster, die aber eine positive Wirkung zeigen. Damit dürften sie eine Basis im Unbewussten haben, da ich bewusstes Handeln und innere Werte in Einklang bringe. Ich könnte mir vorstellen, dass es solche inneren Prozesse sind, die zu einer positiven Ausstrahlung führen können. Du beschreibst ja ähnliches.
!EmmiMarie! hat geschrieben: Di 28. Sep 2021, 18:20 ich habe mal gesagt ich würde dafür sterben-dazu stehe ich noch immer...
Genau das meine ich, wenn ich eine starke, innere Bedürftigkeit wahrnehme. Ich weiß nicht, ob ich dafür sterben würde, aber unter "Entzug" bin ich in einer psychischen Ausnahmesituation, die nur begrenzt kontrollierbar ist. Ich fühle mich extrem unwohl und die Reize, die real und imaginär auf mich einwirken, kann ich nicht mehr richtig verarbeiten. Ich brauche eine Ausgewogenheit zwischen männlich und weiblich, um solche Situationen sicher zu vermeiden. Woher kommt das ?
Viele Grüße
Vicky

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Re: Helgas Thesen

Post 71 im Thema

Beitrag von scheue_Sarah »

Sein Hirn, ihr Hirn...

ticken Männer und Frauen denn nun anders? Von Natur aus, oder angelernt?
Auch die hier haben keine eindeutigen Antworten:
https://www.spektrum.de/news/gibt-es-ge ... rn/1374600

Ich denke mein Bewusstsein liegt irgendwo in der Mitte und kann sich nicht entscheiden (arg)

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Sarah
"Don't dream it, be it!"
aus der Rocky Horror Picture Show

"Es braucht einen echten Mann, um sich mit seiner weiblichen Seite wohlzufühlen..."
Backstreet Boy AJ McLean aus Solidarität zu Harry Styles' Foto im Kleid auf der Vogue
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Re: Helgas Thesen

Post 72 im Thema

Beitrag von Christel_Inter »

scheue_Sarah hat geschrieben: Mi 29. Sep 2021, 08:46 Sein Hirn, ihr Hirn...

ticken Männer und Frauen denn nun anders? Von Natur aus, oder angelernt?
...das ist am Ende eine Frage des persönlichen Standortes... - denn es gibt kein Gehirn, das wie das eines anderen tickt. selbst die vermeindlich wahrgenommenen Gemeinsamkeit von "dir und mir" werden schon beim Versuch der gegenseitigen Definition mehr und mehr Abweichungen zeigen... und die Versuche das männliche und das weibliche Gehirn vorzustellen sind bislang immer wieder still und heimlich n der Abteilung "vergiss es" gelandet. Selbst der scheinbare Gewichtsunterschied der Gehirnmasse scheint nicht wirklich für irgendwas zu taugen - er ist eben nur dem Schädel entsprechend und was besagt das? - genauso viel wie die Schuhgröße 45 Für Frau Müller und die Schuhgröße 8 für Herrn Meyer - also pur nix!
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Re: Helgas Thesen

Post 73 im Thema

Beitrag von Wally »

Vicky_Rose hat geschrieben: Mi 29. Sep 2021, 07:16
Wally hat geschrieben: Di 28. Sep 2021, 18:30 Ich bezweifle sogar, dass es ein primäres, unmittelbares Geschlechtsempfinden (im Sinne geschlechtlicher Identität) überhaupt gibt - ob nun prä- oder postnatal. M. E. gibt es lediglich geschlechtlich unterschiedliche Emotionen und Motivationen (auch die nicht grundsätzlich unterschiedlich, sondern nur in der statistischen Ausprägung). Da aber gesellschaftliche Gender-Rollen auf diese unterschiedliche Emotionalität zugeschnitten sind, gerät man damit in Konflikt, wenn man da individuell ganz oder teilweise "andersrum gepolt" ist. Man fühlt sich dann in der aufgrund des Körpers zugewiesenen Rolle einfach permanent unwohl, teils unausgefüllt, teils überfordert, es geht einem vieles irgendwie "gegen den Strich". Aber erst wenn man bei einem allfälligen Rollenwechsel merkt, dass es einem in der anderen Genderrolle besser geht, wird einem auch rational bewußt, dass man geschlechtlich wohl "anders" ist.
Ich sehe darin einen Widerspruch. Einerseits vermutest Du kein unmittelmares Geschlechtsempfinden, andererseits geht es Dir nach einem Rollenwechsel besser. Woher kommt denn das bessere Gefühl, wenn nicht aus einem inneren Grundgefühl ? Wieso hast Du einen Konflikt, wenn Dir eine (unpassende) Rolle zugewiesen wird ?
Eben nicht ein spezifisches (Grund-)Gefühl, sondern die Summe aller Emotionen und Motivationen, die einen im Alltag so umtreiben: sozusagen das "Gefühlskostüm".

Ich will's mal in Analogie zu unseren sekundären, körperlichen Geschlechtsmerkmalen erklären: im Alltag unterscheiden wir Männer und Frauen ja auch nicht an Schniedel oder Mumu, sondern an Körpergröße, Art der Bewegung, Stimme, Behaarung, Fettverteilung, Körperproportionen, Adamsapfel usw. - also durchweg NICHT an qualitativen, absoluten Geschlechtsmerkmalen, sondern an relativen Parametern, die sich zwischen den Geschlechtern nur in der statistischen Ausprägung unterscheiden. Kein einziger dieser Parameter taugt für sich alleine dazu, das Geschlecht eines Individuums zu verifizieren; aber in der Summe ziehen war allein daraus unsere im Alltag doch erstaunlich sichere Geschlechtserkennung.

So ähnlich sehe ich das mit unserem angeborenen "Gefühlskostüm": das besteht auch aus hundert oder tausend Gefühlsregungen und Antrieben, die sich zwischen Männern und Frauen - wenn überhaupt - nur quantitativ, statistisch unterscheiden, mit weiten Überschneidungen. Keine einzige dieser Emotionen ist so sehr geschlechtsspezifisch, dass wir allein daran das "psychische Geschlecht" festmachen könnten; aber in der Summe ergeben sie dann eben doch ein geschlechtlich sehr spezifisches, unterschiedliches "Gefühlskostüm", obwohl es ein einzelnes, klar und eindeutig als männlich oder weiblich identifizierbares Gefühl m.E. gar nicht gibt. Wenn ich berichte, dass es mir in der weiblichen Rolle besser geht, dann meine ich damit eben nicht irgendein spezifisches "Identitätsgefühl", sondern die Summe aller meiner Gefühle, die für mich in der weiblichen Rolle deutlich positiver ausfällt als in der männlichen. Es geht mir da einfach rundherum besser: auch weitab von Aspekten, die wir gemeinhin mit Geschlecht und Sexualität in Verbindung bringen.
Herzliche Grüße
Wally
scheue_Sarah
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Re: Helgas Thesen

Post 74 im Thema

Beitrag von scheue_Sarah »

Da stolpere ich doch gerade über einen Beitrag in MaiLab:

https://www.youtube.com/watch?v=YwwHAVk0SQ8

Ihr kennt sie von Quarks, das ist kein hohles Gelaber wie in vielen anderen YouTube Kanälen.
Worum geht's? Ach ja... doch 2 Gehirne? Oder nicht?

Nehmt euch die 10 Minuten, ich fand es sehr interessant.
Sarah
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Re: Helgas Thesen

Post 75 im Thema

Beitrag von Nicole Fritz »

scheue_Sarah hat geschrieben: Mi 29. Sep 2021, 14:04 Nehmt euch die 10 Minuten, ich fand es sehr interessant.
Zunächst einmal fehlt zu diesem Video der erste Teil - nämlich das streng binäre Denkmuster, das der Betrachtung zugrunde liegt:
https://youtu.be/xt2Bgkqk71I

Was habe ich jetzt wohl für ein Gehirn? Man könnte das jetzt untersuchen. Aber ich denke, das können wir uns sparen. Es ist wohl ein Mosaik- oder Misch-Gehirn. Und Damit haben wir die biologisch-wissenschaftliche Erklärung für meine Behauptung dass das, was die Seele oder Persönlichkeit eines Menschen ausmacht, kein Geschlecht besitzt.

Kommen wir zum Thema trans. Hier ist es nun ein Gemisch aus biologischen hormonellen und gesellschaftlichen Aspekten, die bestimmen in wie weit wir uns im binären Mann-Frau-Schema unserer Gesellschaft wieder finden. Und da dürften nur wenige fast vollständig in das Schma passen. Wenn ich aber als Kind meine Rolle annehme, werden sich auch die biologischen und hormonellen Zustände entsprechend einstellen und das Gehirn wird sich dazu passend formen. Mache ich das nicht, geht es entweder stark zum anderen Geschlecht hinüber, oder es bleibt - wie bei mir - irgendwo dazwischen hängen.

LG Nicole
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