Körpersprache und Gestik
Körpersprache und Gestik - # 3

Lebensplanung, Standorte
Blossom
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Re: Körpersprache und Gestik

Post 31 im Thema

Beitrag von Blossom »

Aria hat geschrieben: So 30. Mai 2021, 20:09 Interessant. Wo hast du die Erfahrungen gemacht?
Darüber gab es diverse Studien ... die alten Studienbücher müsste ich raussuchen. Natürlich liegt meine Studentenzeit nun schon eine Weile zurück und ganz sicher verändert sich Verhalten, ebenso wie sich Kulturen vermischen ... Aber grundsätzlich habe ich selbst diese Erfahrung auch schon machen können. Es geht dabei in der Regel um den Abstand einer Armlänge, der von nordischen Probanden instinktiv durchgeführt wurde, sobald der Südländer ihn verringerte.

Dazu gibt es u,a, hier einen interessanten Artikel: https://arbeitsblaetter.stangl-taller.a ... tanz.shtml
Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
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Valerie Bellegarde
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Re: Körpersprache und Gestik

Post 32 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Nora_7 hat geschrieben: So 30. Mai 2021, 17:11 Ist Körpersprache also genetisch und Gestik kulturell? Die Körpersprache sollte dann auch abhängig von den m/w-Anteilen sein - oder?

LG Nora-7
Danke, Nora, für diese Zusammenfassung
Man könnte den Sachverhalt möglicherweise schon auf diese Kurzformel reduzieren. Allerdings muß ich zugeben, dass mir empirische Studien zur Thematik nicht bekannt sind, das Ganze ist ja ein sehr weites Feld, das sowohl mit Biologie und Genetik als auch mit Soziologie und Ethnologie zu tun hat, und es wäre nett, wenn jemand unter euch in der Lage wäre, uns hier mit weiteren Details weiterzuhelfen, vielleicht gibt es dazu auch bereits Studien.

Den zweiten Satz in deiner Frage, liebe Nora, fand ich sehr spannend, beantworten kann ich sie jedoch nicht. ich bezweifle allerdings (das ist meine private Meinung), ob wir durch unsere genetischen m/w-Anteile tatsächlich so determiniert in unserem Verhalten sind, wie du schreibst, oder ob es überhaupt einen linearen ursächlichen Zusammenhang gibt. Aber auch hier gilt: Wer Studien dazu kennt, sollte sich bitte melden.

Was ich mit meinem ursprünglichen Beitrag (Ausgangsstatement) eigentlich bezweckt habe, war lediglich darauf hinzuweisen wir relevant das Thema für jeden von uns ist, und vor allem: Wie einfach es für jeden von uns ist, persönliche Verhaltensmuster und Verhaltens-Stile zu entwickeln, die dem entsprechen, was in unserer Gesellschaft als "weiblich" oder "männlich" definiert ist. Ganz einfach weil es unser Alltagsleben leichter macht.

Lieben Gruß, Valerie
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Re: Körpersprache und Gestik

Post 33 im Thema

Beitrag von Nora_7 »

Haha. Es ist ist wirklich schwierig. Wir wissen, dass Kinder sich in Bezug auf Sprache und Verhalten viel von den Eltern abgucken. Da Kinder sehr früh wissen, dass es Männer und Frauen gibt (ohne den Unterschied erklären zu können), wird ihr Verhalten durch die entsprechenden Elternteile geprägt. Und Kinder sind sehr gute Beobachter! Niemand erkennt "trans" so schnell wie Kinder!

Die Biologie erklärt die unterschiedlichen Gangweisen von Männern und Frauen (Körperschwerpunkt). Es gibt aber auch Frauentypen, z.B. Butch, die eine deutlich männliche Motorik zeigen. Aber keine Ahnung, ob antrainiert oder mental determiniert. Und sehr schlanke Männer haben nach meinen Beobachtungen die Beine beim Laufen auch enger zusammen als "Kleiderschränke" oder "Kugeln". Ob engere Armhaltung natürlich oder angelernt ist, weiß ich nicht, bei mir sicher aus Beobachtungen und Hinweisen bei professionellem Bewegungstraining entstanden und für gut befunden. Im anderen Fall: Mein Oberkörper ist noch groß genug zum Anlehnen (smili) .

Ich glaube nicht, dass diese Frauenbilder aus der Mottenkiste sind. Natürlich findet man besonders bei älteren Frauen (z.B. nachmittags im Kurhaus-Cafe'), extrem klischeehaftes Auftreten, allerdings auch bei den entsprechenden Männern (heller Anzug, Krawatte, immer Jacket an). Das sieht sehr nach archaischer Erziehung aus. Aber trotz Sneakern und selbsbewußtem bis burschikosem Auftreten wissen die meisten - jüngeren - Frauen, wie sie ihre gewünschte Wirkung entfalten. Allerdings gibt es bei beiden biologischen Geschlechtern genügend Beispiele, wie sich Personen jeglichen Attraktivitätskriterien entziehen. Dabei meine ich nicht Aussehen, sondern vor allem Körpersprache.

Aber dann gibt es noch die zunehmende Verbietkultur. ich würde als Mann statt breitbeinig zu sitzen auch die Beine übereinanderschlagen - angewickelt ist halt noch gewöhnungsbedürfig für die Beobachter :o . Aber: Wird sofort angeprangert, da es in anderen Kulturkreisen eine Beleidung ist, mit der Fußspitze auf jemanden zu zeigen. Aber die Fußspitze immer nach unten abzuwinkeln wie es Frauen beigebracht wird (haha), ist schon auf Dauer anstrengend.

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Re: Körpersprache und Gestik

Post 34 im Thema

Beitrag von Yvette.85C »

Ich habe da kürzlich was gesehen, bei "Bilder aus Südtirol", Samstag 9:35 auf 3sat (Produktion ORF) und habe mir folgendes notiert:

Augenbrauen

4/21 Corona Psychologe aus Bozen

durch die Maske werden die Augen und Augenbrauen noch wichtiger
- Augenbrauen oben: unwiderstehlich
- Augenbrauen unten: bricht jedes Gespräch ab
- eine einzelne Augenbraue hochziehen: fährt jeder Partner darauf ab

zu viel gesoffen
- Augenbrauen sind oben, aber nicht kontrollierbar
- die Augen matt
=> nix geht mehr

ist bei den Tieren genauso, wobei sie das ganze Kopffell aufstellen können

Fazit: die Aufmerksamkeit oder Ablehnung ist unwiderstehlich
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Re: Körpersprache und Gestik...und schonungslos ehrlich..

Post 35 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Huhu..

in der Hinsicht habe ich heute das wohl seltsamste, ich weiss nicht *Kompliment* bekommen,
was ich jeeee bekommen habe...

aus Zufall bin ich mit einer Mitpatientin aus einer anderen Gruppe in der Klinik ins Gespräch gekommen,
die früher in einem Szeneclub bedient hat..

nun, sie meinte "du bist nicht so affektiert wie die die ich in der Szene kennengelernt habe, schmeisst die Haare
nicht so nach hinten.." meine Zwischenfrage "wie ordnest du mich denn ein?" Sie "ich war mir nicht ganz sicher,
deine Stimme ist fast zu hoch, so wie meine zu tief ist und du bist nicht zwischendrin", das sagte sie weil
ich Bedenken geäussert hatte..."du bist einfach eine männliche Frau und nicht so eine Tunte"...

ähm, Check, okay...das war eine Ansage...

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Zuletzt geändert von Lavendellöwin am Mo 31. Mai 2021, 19:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Körpersprache und Gestik

Post 36 im Thema

Beitrag von Aria »

Blossom hat geschrieben: So 30. Mai 2021, 20:31 Darüber gab es diverse Studien ...
Wie gesagt, ich habe solche Beobachtungen nicht gemacht. Und wenn waren die sehr individuell und nicht von Nationen abhängig. Was ich aber sagen kann, dass es bei Südländern eine viel stärkere Bindung zur Familie gibt. Mich erstaunt immer wieder, wie unterschiedlich dieser Bezug gelebt wird. Das ist natürlich nicht allgemein gültig aber doch schon deutlicher festzumachen als die Körperdistanz.

Aber das hat jetzt auch nicht mehr viel mit dem eigentlichen Thema zu tun....
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Re: Körpersprache und Gestik

Post 37 im Thema

Beitrag von Nora_7 »

Yvette.85C hat geschrieben: Mo 31. Mai 2021, 15:00 Augenbrauen

4/21 Corona Psychologe aus Bozen

durch die Maske werden die Augen und Augenbrauen noch wichtiger
- Augenbrauen oben: unwiderstehlich
- Augenbrauen unten: bricht jedes Gespräch ab
- eine einzelne Augenbraue hochziehen: fährt jeder Partner darauf ab
Also, das letzte, was ich tun würde, wäre mich mit Maske länger zu unterhalten und über die Augenbrauen mehr über mein Gegenüber zu erfahren. Wird verschoben, bis ich das ganze Gesicht sehen kann. Irgendwelche Maskenfetischisten versuchen immer wieder einzureden, dass Mimikerkennung mit Maske kein Problem sei. Nein Danke, damit fange ich nicht an.

Nora_7
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Re: Körpersprache und Gestik

Post 38 im Thema

Beitrag von Lucky70 »

Ich möchte den Gedanken Lorelai74 etwas weiterspinnen. Könnte es nicht so sein, dass wir - ich meine jetzt die Teilzeitfrauen, nicht die Transgender - nicht irgendwie einem Idealbild von Frauen anhängen und dieses erreichen wollen? Vielleicht ist dann dieses Idealbild auch von den Frauen übernommen worden - sei es um Männer zu gefallen, sei es weil sie das als weiblich und erstrebenswert erachten - aber in der Summe ein gesellschaftlich/kulturelle Prägung und keine biologisch / genetische Anlage ist? Damit wäre das alles irgendwie antrainiert und angeeignet - und abhängig vom aktuellen Rollenbild. Dass sich ja immer Änderungen unterworfen ist - wie hier schon richtig beobachtet wurde.

Nur ein Gedanke.

Lucy
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Re: Körpersprache und Gestik

Post 39 im Thema

Beitrag von Blossom »

Aria hat geschrieben: Mo 31. Mai 2021, 18:49 Was ich aber sagen kann, dass es bei Südländern eine viel stärkere Bindung zur Familie gibt.
Dem stimme ich sofort zu, wobei sich das in einigen Ländern gerade verändert - was der Wirtschaft geschuldet ist, sprich Wegzug infolge Arbeit.
Je besser das soziale Versucherungsgefüge, desto lockerer wird die Familienbindung. Aber damit kommen wir vom eigentlichen Thema ab.
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Re: Körpersprache und Gestik

Post 40 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Lucky70 hat geschrieben: Mo 31. Mai 2021, 20:23 ... Könnte es nicht so sein, dass wir - ich meine jetzt die Teilzeitfrauen, nicht die Transgender - nicht irgendwie einem Idealbild von Frauen anhängen und dieses erreichen wollen? Vielleicht ist dann dieses Idealbild auch von den Frauen übernommen worden - sei es um Männer zu gefallen, sei es weil sie das als weiblich und erstrebenswert erachten - aber in der Summe ein gesellschaftlich/kulturelle Prägung und keine biologisch / genetische Anlage ist? Damit wäre das alles irgendwie antrainiert und angeeignet - und abhängig vom aktuellen Rollenbild. Dass sich ja immer Änderungen unterworfen ist - wie hier schon richtig beobachtet wurde.

Nur ein Gedanke.

Lucy
Gefällt mir gut, dein Gedanke, liebe Lucy. Ich denke, das ist genau meine Motivation, weshalb ich crossdressing ausübe. Und ja, natürlich orientiere ich mich dann an weiblichen Idealbildern. Die ich natürlich irgendwann mal gelernt habe, also kann man sagen, meine Vorbilder seien kulturell oder gesellschaftlich geprägt. Dabei ist es mir aber völlig gleich, ob manche mir manche vorwerfen, meine Ideale stammten aus einer anderen Zeit oder aus der Mottenkiste, und Frauen seien heutzutage anders, klüger, emanzipierter. Ich will nämlich eine "weibliche" Frau sein, gerade als crossdresser.

Im Englischen gibt es den Begriff des "female impersonator". Genau das mache ich, ich schlüpfe (auf Zeit) in eine weibliche Person hinein, ich personifiziere diese Frau Das gelingt mir umso mehr, je besser ich die weibliche Körpersprache und Gestik beherrsche. Jetzt sind wir wieder beim Thema.

Ich bin seit mehreren Jahren aktiv in diesem Forum und habe hier nicht wenige Menschen getroffen, die unglücklich mit ihrer Situation sind, oft nur deswegen, weil sie sich nicht richtig trauen, offen zu dem zu stehen, was nun einmal Realität ist, und unsere Motivation, Frauenkleider anzuziehen, ist nun einmal Realität. Stattdessen bleiben sie irgendwo in diesem Zwiespalt hängen und stoßen auf Ablehnung. Mir ging es anfangs ähnlich, bis ich draufkam, ja, ich bin so wie ich bin und das ist auch gut so.

Nichts anderes war der Grund, warum ich mich mit weiblicher Motorik, Mimik, Gestik und Körpersprache beschäftigt habe, und das Thema finde ich nach wie vor faszinierend, Dabei geht es mir primär nicht darum, das Phänomen vom Grund her zu verstehen, also kein "woher es kommt" und "warum es das überhaupt gibt", sondern ganz einfach darum aufzuzeigen und zu beschreiben, was es alles gibt. Also nicht das Warum und Woher, sondern primär das WAS. Ich mache hier keine Lebenshilfe, aber ich habe an mir selbst gemerkt: Wenn ich en femme gestylt bin und so gekleidet, dann sollte ich mich auch wie eine solche bewegen und verhalten können. Andersfalls klappt's nicht so ganz mit der Akzeptanz da draußen.

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Re: Körpersprache und Gestik

Post 41 im Thema

Beitrag von Nora_7 »

Valerie Bellegarde hat geschrieben: Mo 31. Mai 2021, 22:46 Nichts anderes war der Grund, warum ich mich mit weiblicher Motorik, Mimik, Gestik und Körpersprache beschäftigt habe, und das Thema finde ich nach wie vor faszinierend, Dabei geht es mir primär nicht darum, das Phänomen vom Grund her zu verstehen, also kein "woher es kommt" und "warum es das überhaupt gibt", sondern ganz einfach darum aufzuzeigen und zu beschreiben, was es alles gibt. Also nicht das Warum und Woher, sondern primär das WAS. Ich mache hier keine Lebenshilfe, aber ich habe an mir selbst gemerkt: Wenn ich en femme gestylt bin und so gekleidet, dann sollte ich mich auch wie eine solche bewegen und verhalten können. Andersfalls klappt's nicht so ganz mit der Akzeptanz da draußen.
Passt!

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Re: Körpersprache und Gestik

Post 42 im Thema

Beitrag von Engelchen »

Was mir persönlich aufgefallen ist in meiner Entwicklung:
Ich gehe mit mehr Stolz - gehe aufrecht. (he)
Mein Gang hat sich definitiv verändert (super)
Auch lächel ich die Leute an - ich bekomme so oft ein Lächeln zurück und keine Ablehnung. (dr)
Das macht soviel aus und man wird deutlich mehr angenommen.
Lisa
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Re: Körpersprache und Gestik

Post 43 im Thema

Beitrag von Lorelai74 »

Hi Valerie,

du wählst eine Form, die für die Weiblichkeit ausdrückt. Das ist okay. Was ich schwierig finde ist die Gleichsetzung: mein Verständnis und Ausdruck von Weiblichkeit ist weiblich, zumindest kommt das bei mir so an.

Und dass stimmt für mich nicht.
Es gibt genauso viele Ausdrucksformen von Weiblich wie es Frauen gibt.
Ich beschäftige mich auch mit Gang und Gestik und merke wie sich Unterbewusst Gang und Gestik verändert wenn Ich ein Kleid anziehe und Heels, als Wenn ich Jeans und ne Bluse /Hemd anziehe. Spannend ist das auch CIS Frauen ähnliche Erfahrungen haben. Kleider machen Leute.

Aber ich würde nie sagen: "So ist weibliches Verhalten". Dadurch normiere ich mein Verhalten für andere, die dann vielleicht versuchen sich an meine oder eine allgemeine Norm versuchen anzugleichen und daran leiden.
Ich kann sagen: In heels und Kleid fühle ich mich sinnlicher, spielerischer, zarter aber auch verletzlicher.

Aber bitte nicht: das muss so oder so sein. Lasst bitte den Versuch eine Weiblichkeit zu normieren.

VLG
Lori

@Lucy: ja, so ist es. Frauen richten sich nach Normen und wir richten uns nach Normen. Normen entstehen aus dem was häufig vorkommt. Was wir häufig sehen. Sehen wir schlanke Frauen verschiebt sich die Norm dahin. Fernsehen und Illustrierte haben in den letzten 100 Jahren Die westlichen, Ja Hollywood und Fashionindustrienormen sehr stark in der Welt verbreitet.
Männlich / Weiblich: das sind doch bürgerliche Kategorien.
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Re: Körpersprache und Gestik

Post 44 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Valerie Bellegarde hat geschrieben: Mo 31. Mai 2021, 22:46 und Frauen seien heutzutage anders, klüger
Hallo Valerie,

hmm Frauen waren schon immer klug-nur leider haben sie sich oft in ein Rollenbild pressen lassen,
das für mich nicht unbedingt der wahren Natur entspricht...und ja es wird langsam emanzipierter,
aber leider sind wir noch lange nicht da wo wir sein sollten und die Herren der Schöpfung sollten
einsehen, das wir wir und nicht irgendwelche Idealbilder sind, die nur nett auszusehen haben.

Ich bin völlig bei Lori wenn Lori das schreibt
Lorelai74 hat geschrieben: Di 1. Jun 2021, 08:15 Und dass stimmt für mich nicht.
Es gibt genauso viele Ausdrucksformen von Weiblich wie es Frauen gibt.
Ich beschäftige mich auch mit Gang und Gestik und merke wie sich Unterbewusst Gang und Gestik verändert wenn Ich ein Kleid anziehe und Heels, als Wenn ich Jeans und ne Bluse /Hemd anziehe. Spannend ist das auch CIS Frauen ähnliche Erfahrungen haben. Kleider machen Leute.

Aber ich würde nie sagen: "So ist weibliches Verhalten". Dadurch normiere ich mein Verhalten für andere, die dann vielleicht versuchen sich an meine oder eine allgemeine Norm versuchen anzugleichen und daran leiden.
Ich kann sagen: In heels und Kleid fühle ich mich sinnlicher, spielerischer, zarter aber auch verletzlicher.

Aber bitte nicht: das muss so oder so sein. Lasst bitte den Versuch eine Weiblichkeit zu normieren.
Und ich gehe nicht den Weg den ich gehe um wieder einem RollenIdealBild zu entsprechen, sondern mir
und damit kommt meine Umwelt und ich sehr gut klar..

Das bestätigt auch wenn ich mit ungewaschenen Haaren und Wollmütze als "Madame" angesprochen werde,
so war es gestern beim Frühstück und ich habe mich in dem Moment nicht sonderlich weiblich gefühlt.
Was ich für mich herrausgefunden habe ist, das so wie ich bin, das echte Ich von mir ist-nichts antrainiertes
oder nachgeahmtes-sorry...

und du darfst gerne du sein...

Alles Liebe Marie (flo)
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Re: Körpersprache und Gestik

Post 45 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Engelchen hat geschrieben: Di 1. Jun 2021, 06:21 Was mir persönlich aufgefallen ist in meiner Entwicklung:
Ich gehe mit mehr Stolz - gehe aufrecht. (he)
Mein Gang hat sich definitiv verändert (super)
Auch lächel ich die Leute an - ich bekomme so oft ein Lächeln zurück und keine Ablehnung. (dr)
Das macht soviel aus und man wird deutlich mehr angenommen.
Lisa
Hey Lisa, du hast das schön ausgedrückt. Genau diesen Zusammenhang sehe ich auch. Es gibt von der Außenwelt (manche sagen "aus der Gesellschaft")) ganz deutlich so etwas wie eine positive Rückkoppelung zu uns, wenn es uns gelingt, zu dem zu stehen, was wir sind und was wir tun.

Du bist mit dir im reinen, du bist positiv gestimmt, es gelingt dir zu lächeln... und du kriegst ein Lächeln zurück. (super) Das Leben kann ganz unkompliziert sein.

ganz lieben Gruß,
Valerie
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