Wie hart kann einen das Schicksal treffen?
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Jasmine
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Wie hart kann einen das Schicksal treffen?
Ich lernte vor ca. drei Jahren ganz zufällig einen etwa 20 Jahre älteren Mann kennen. Er machte Urlaub in unserer Gegend. Meine Menalee und ich entwickelten eine Freundschaft zu ihm, die etwas besonderes ist. Ab dem Zeitpunkt machte er jedes Jahr in unserer Gegend Urlaub. Mal ganz abgesehen das er mich sofort akzeptierte, lernten wir auch seine Schwester und Ex-Frau kennen. So ruhige und angenehme Menschen mit dem Herz am richtigen Fleck trifft man selten. Gemeinsame Spaziergänge in seinem Urlaub und tolle Gespräche prägten bisher unsere Freundschaft. Letztes Jahr kurz vor seinem Urlaub kam er ins Krankenhaus mit starken Nierenversagen. Nach einigen Untersuchungen stand die Diagnose fest: Krebs, und der hat schon gestreut. Nach einer kurzen Abgeschlagenheit kam dann ein ungeheurer Wille den er bis heute nicht verloren hat. Er weiß, das er sterben muß aber er läßt sich nicht unterkriegen. Ende letzten Jahres nahm er die unglaubliche Anstrengung auf sich und besuchte uns mit zwei Begleitungen. Klar musste er viel liegen und Schmerzmittel nehmen, aber er genoß die herrliche Landschaft bei uns und nahm die positiven Eindrücke mit. Aber es war eine ungeheure Anstrengung die ihn unendlich viel Kraft kostete. Dann folgte Chemo und so weiter und es ging ihm mal besser und mal schlechter. Vor zwei Tagen erzählte er mir noch, das er sich einen Elektrowagen gekauft hat und zu ein paar Untersuchungen ins Krankenhaus muß. Heute morgen wurde er geröntgt und dann kam die niederschmetternde Diagnose: Der Krebs hat in weiten Teilen die Knochen befallen und es sieht nicht gut aus. Als er mir am Telefon mitteilte: das sein Leben zu Ende geht war ihm schon im Herbst klar. Weiter sagte er, das es ein schönes Leben war, er hat geliebt, geweint und gelacht. Nun geht es langsam aber sicher zu Ende. Er akzeptiert das. Er wäre gerne noch lange bei uns geblieben. Aber er will noch jeden Moment geniessen. Wo nimmt dieser Mann die Stärke und Kraft her? Nachdem wir das Gespräch beendet hatten, brachen bei mir alle Dämme. Die Tränen nehmen kein Ende.
Traurige Grüße Jasmine
Traurige Grüße Jasmine
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Patricia
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Re: Wie hart kann einen das Schicksal treffen?
Liebe Jasmine,
ich sitze gerade hier und habe Tränen in den Augen. Es ist so traurig. Ich weiß nicht woher er die Stärke nimmt. Eventuell ist es einfach ein Mensch der generell positiv durch das Leben gegangen ist, ich weiß es nicht. Ich kann nicht viel dazu schreiben, außer dass ich Dir und deinen Bekannten und deiner Frau in dieser Zeit viel Kraft wünsche.
Liebe Grüße
Patricia
ich sitze gerade hier und habe Tränen in den Augen. Es ist so traurig. Ich weiß nicht woher er die Stärke nimmt. Eventuell ist es einfach ein Mensch der generell positiv durch das Leben gegangen ist, ich weiß es nicht. Ich kann nicht viel dazu schreiben, außer dass ich Dir und deinen Bekannten und deiner Frau in dieser Zeit viel Kraft wünsche.
Liebe Grüße
Patricia
Lebe dein Leben, denn du hast nur das eine!!!
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ExuserIn-2022-05-22
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Re: Wie hart kann einen das Schicksal treffen?
Ich kann nachvollziehen wie hart euch das trifft. Ähnliches ist mir mit einem guten Kumpel ( 43 ) vor 12 Jahren passiert. Er rief mich an um ihn wegen Beschwerden ins Krankenhaus zu fahren. Dort stellte sich heraus Tumor in der Speiseröhre. Drei Monate nach Behandlungen war ich auf seiner Beerdigung. Ich denke heute noch öfters an diese Geschichte und habe auch Fotos von Treffen mit ihm auf dem PC. Das war sehr schmerzhaft. Er wollte auch nicht am Ende Besuch . Durch einen Zufall kam ich aber trotzdem dazu und das war sehr unangenehm für alle. Das krasse war dann die Trauerfeier. Er hatte sich dazu Bolero gewünscht und eine anonyme Bestattung. Es war unglaublich denn da stand dann auch noch ein großes Foto von ihm und dazu die Musik..... Das Leben ist nicht gerecht. Mit meinen Eltern war es ähnlich. Ich glaube es reicht. Aber mit der Zeit gewinnt man Abstand , verdrängt es. Manchmal aber bricht es wieder auf. Aber es schärft bei einem selbst den Blick für das wesentliche im Leben und es macht auch härter , die Haut wird dicker.
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Céline
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Re: Wie hart kann einen das Schicksal treffen?
Ich finde keine Worte Jasmine.... Ich bin einfach dankbar das es solche Menschen gibt die Dein und unser aller Leben bereichern. Ich wünsche ihm von Herzen viel Kraft und alles Gute.
Fühle Dich von mir einfach gedrückt.
Alles Gute
Céline
Fühle Dich von mir einfach gedrückt.
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Zuletzt geändert von Céline am Mi 10. Mär 2021, 21:43, insgesamt 1-mal geändert.
"Sprache und Worte können mich nicht verletzten...nur der Mensch und seine Absicht dahinter"
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Annette
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Re: Wie hart kann einen das Schicksal treffen?
Guten Abend Jasmine,
ich habe gerade die Geschichte deines Freundes gelesen, und auch ich finde das sehr traurig und ergreifend. Und solche Geschichten hört man ja zuhauf, doch meistens gehen sie an einem vorbei, da es einen ja nicht direkt betrifft. Irgendjemand kennt einen, der jemanden kennt, und so weiter. Weit entfernt sind Leid und Trauer, allenfalls eine kurze, persönliche Schlagzeile im hauseigenen Kopfkino. Doch gänzlich anders verhält sich dies, wenn man plötzlich selbst auf die eine oder andere Weise davon betroffen wird. Ich finde, deine Stellungnahme zu deiner Erfahrung ist sehr einfühlsam geschrieben, ich kann deine Emotionen gut nachvollziehen. Und obwohl dies der natürliche Werdegang allen Lebens ist, möchte ich doch einmal kurz inne halten um dem Schicksal deines Freundes zu gedenken. Ich wünsche ihm alles Gute.
Einst bin ich dabei gewesen, wie ein Freund seine Tochter zu Grabe getragen hat, eine Menge Zeit ist inzwischen vergangen, und doch kommen nun die Erinnerungen wieder hoch.
Danke, liebe Jasmine dass du deine Gedanken mit uns teilst...
mit nachdenklichen Grüßen,
Annette
ich habe gerade die Geschichte deines Freundes gelesen, und auch ich finde das sehr traurig und ergreifend. Und solche Geschichten hört man ja zuhauf, doch meistens gehen sie an einem vorbei, da es einen ja nicht direkt betrifft. Irgendjemand kennt einen, der jemanden kennt, und so weiter. Weit entfernt sind Leid und Trauer, allenfalls eine kurze, persönliche Schlagzeile im hauseigenen Kopfkino. Doch gänzlich anders verhält sich dies, wenn man plötzlich selbst auf die eine oder andere Weise davon betroffen wird. Ich finde, deine Stellungnahme zu deiner Erfahrung ist sehr einfühlsam geschrieben, ich kann deine Emotionen gut nachvollziehen. Und obwohl dies der natürliche Werdegang allen Lebens ist, möchte ich doch einmal kurz inne halten um dem Schicksal deines Freundes zu gedenken. Ich wünsche ihm alles Gute.
Einst bin ich dabei gewesen, wie ein Freund seine Tochter zu Grabe getragen hat, eine Menge Zeit ist inzwischen vergangen, und doch kommen nun die Erinnerungen wieder hoch.
Danke, liebe Jasmine dass du deine Gedanken mit uns teilst...
mit nachdenklichen Grüßen,
Annette
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Jasmine
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Re: Wie hart kann einen das Schicksal treffen?
Mich hat diese Sache auch in der letzten Nacht beschäftigt. Vor allem wie kann ich ihm am Besten zur Seite stehen. Das Frühstück verlief bei uns ein wenig bedrückt, der Tee und das Brötchen wollte nicht so schmecken wie sonst. Beim Schminken legte ich ein ganz einfaches Tages-Makeup auf und bei der Kleidung wählte ich ein schwarzes Kleid, schwarze Strumpfhose und schwarze Pumps. Für bunte Farben fehlte mir einfach die Lust. Immer muß ich daran denken, das dieser tolle Mensch auf einem Weg ist der für uns und ihn einfach zu früh kommt. Mir bleibt nur mit ihm über Skype oder Whatsapp zu reden. Ich hoffe ihm hilfreich zur Seite zu stehen, damit er nie das Gefühl hat alleine zu sein. Er weiß, das er mich Tag und Nacht anrufen kann. Ich hoffe, das meine Menalee und ich stark genug sind um ihm begleitend zur Seite zu stehen. Ich bin gerade jetzt auch froh hier im Forum zu sein und es hilft mir meine Gedanken und Empfindungen zu schreiben.
Liebe Grüße Jasmine
Liebe Grüße Jasmine
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Magdalena
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Re: Wie hart kann einen das Schicksal treffen?
Hallo liebe Jasmine,
die Situation, welche du gerade durchlebst, ist keine leicht Situation. Und so brutal es klingen mag, es gehört irgendwie zum Leben dazu. Und wir wären schlechte Menschen, wenn wir da unsern Gefühlen und Tränen nicht ihren Raum geben. Gut ist es dann nicht alleine zu sein. Geteiltes Leid ist halbes Leid. Ein abgedroschener Satz, der aber so viel Wahrheit in sich trägt. So habe auch ich mich in meinem Leben schon von vielen mir ans Herz gewachsenen Menschen für immer verabschieden müssen. Ja, die Liste ist inzwischen lang geworden. Eine mir lieber Mensch war auch hier im Forum aktiv. Und noch immer stehe ich mit der Partnerin in Kontakt. Ich glaube, es hat uns beiden geholfen auch belangloses für andere miteinander auszutauschen. Den Schmerz in uns zuzulassen.
Eine andere mir sehr nahe gehende Begebenheit war fast so ähnlich wie bei Dir liebe Jasmin. Nur doch etwas anders. Viele Jahre fuhr ich auch mit meinen Eltern nach Tirol in den Urlaub . Und aus Gastgebern wurden Freunde. Regelmäßig telefonierten wir und zu festlichen Anlässen schrieben wir uns Briefe und Karten. Eines Tages konnten meine Eltern die weite Reise nicht mehr auf sich nehmen. Auch unser Freunde waren gesundheitlich nicht mehr in der Lage Gäste aufzunehmen. Doch die Verbindung riss nie ab.
Ich lernte eine Freundin kennen in Oberbayern. Sie lud mich ein, sie zu besuchen. Was ich dankend annahm. War es so auch mal für einen kurzen Besuch bei meinen Tiroler Freunden nicht mehr weit. so kündigte ich meinen bevorstehenden Besuch an. Und ich spürte die Freude am Telefon, als ich mich anmeldete. Noch aber waren einige Tage dazwischen. Was sich in diesen Tagen ereignet hatte, erfuhr ich später tragisch.
An einem Montag fuhr ich also von meiner Freundin aus nach Tirol. Die Wiedersehensfreude begleitete mich. Dann stand ich vor dem Haus in dem ich mit meinen Eltern eine schöne Zeit verlebte. Eigentlich war ich gewohnt gleich in das Haus zu gehen. Doch dieses Mal klingelte ich an. War es eine Vorahnung, ich kann dafür keine Antwort finden. Der Mann des Hauses öffnete mir und bat mich hinein. Der Schock, die Frau mit der ich noch vor meiner Abreise nach Bayern telefonierte lebt nicht mehr. Eine weile blieb ich in dem Haus in dem ich mich auskannte wie bei mir zu Hause. Ich versuchte erst die Wahrheit in mich aufzunehmen und zu verarbeiten. Dem Mann der auch meine Freund ist, jetzt muss schreiben war, den er ist inzwischen auch verstorben, wollte ich Trost und meine Anteilnahme aussprechen. Dann bat auf dem Friedhof Abschied nehmen zu dürfen. Ein für mich schwerer Gang! Dan fuhr ich zurück zu meiner Freundin.
Und meiner Freundin bin ich dankbar. Ich berichtete ihr von meinem Besuch. Nun etwas, was nicht zusammen zupassen scheint. Am nächsten Tag besuchte ich mit meiner Freundin ausgelassen das Oktoberfest in München. Doch eigentlich habe ich die Lebensfreude der Verstorbenen weitergetragen. In meinem Herzen habe ich die Frau mit München genommen. Sie ist nicht vergessen und ein wichtiger Teil meines Lebens.
Jasmine ich verstehe, dass Du Dich für dunkle Farben entschieden hast. Ich nahm die Farben an, welche mir die Verstorbene mit ihre Heimat und ihrem Lebendgefühl mitgegeben hat. So war und ist sie bei mir. Sie hat mir die Liebe zu den Alpen und ihren Bewohnern mitgegeben. Etwas , was unbezahlbar ist , weil es vom Herzen ins Herz gegangen ist. Da ist Trauer neben Freude. beider zugleich und getrennt. Tränen und Lachen! Gefühle!
Ja, ich bin auf das Oktoberfest gegangen, auch mit Schmerzen im Herzen. Ja, weil diese starke Frau , so wie ich sie kenne, es nicht gewollt hätte, auf das Leben zu verzichten Sie war so lebenslustig und voller Zuversicht.
Mit nachdenklichen Grüßen Magdalena
die Situation, welche du gerade durchlebst, ist keine leicht Situation. Und so brutal es klingen mag, es gehört irgendwie zum Leben dazu. Und wir wären schlechte Menschen, wenn wir da unsern Gefühlen und Tränen nicht ihren Raum geben. Gut ist es dann nicht alleine zu sein. Geteiltes Leid ist halbes Leid. Ein abgedroschener Satz, der aber so viel Wahrheit in sich trägt. So habe auch ich mich in meinem Leben schon von vielen mir ans Herz gewachsenen Menschen für immer verabschieden müssen. Ja, die Liste ist inzwischen lang geworden. Eine mir lieber Mensch war auch hier im Forum aktiv. Und noch immer stehe ich mit der Partnerin in Kontakt. Ich glaube, es hat uns beiden geholfen auch belangloses für andere miteinander auszutauschen. Den Schmerz in uns zuzulassen.
Eine andere mir sehr nahe gehende Begebenheit war fast so ähnlich wie bei Dir liebe Jasmin. Nur doch etwas anders. Viele Jahre fuhr ich auch mit meinen Eltern nach Tirol in den Urlaub . Und aus Gastgebern wurden Freunde. Regelmäßig telefonierten wir und zu festlichen Anlässen schrieben wir uns Briefe und Karten. Eines Tages konnten meine Eltern die weite Reise nicht mehr auf sich nehmen. Auch unser Freunde waren gesundheitlich nicht mehr in der Lage Gäste aufzunehmen. Doch die Verbindung riss nie ab.
Ich lernte eine Freundin kennen in Oberbayern. Sie lud mich ein, sie zu besuchen. Was ich dankend annahm. War es so auch mal für einen kurzen Besuch bei meinen Tiroler Freunden nicht mehr weit. so kündigte ich meinen bevorstehenden Besuch an. Und ich spürte die Freude am Telefon, als ich mich anmeldete. Noch aber waren einige Tage dazwischen. Was sich in diesen Tagen ereignet hatte, erfuhr ich später tragisch.
An einem Montag fuhr ich also von meiner Freundin aus nach Tirol. Die Wiedersehensfreude begleitete mich. Dann stand ich vor dem Haus in dem ich mit meinen Eltern eine schöne Zeit verlebte. Eigentlich war ich gewohnt gleich in das Haus zu gehen. Doch dieses Mal klingelte ich an. War es eine Vorahnung, ich kann dafür keine Antwort finden. Der Mann des Hauses öffnete mir und bat mich hinein. Der Schock, die Frau mit der ich noch vor meiner Abreise nach Bayern telefonierte lebt nicht mehr. Eine weile blieb ich in dem Haus in dem ich mich auskannte wie bei mir zu Hause. Ich versuchte erst die Wahrheit in mich aufzunehmen und zu verarbeiten. Dem Mann der auch meine Freund ist, jetzt muss schreiben war, den er ist inzwischen auch verstorben, wollte ich Trost und meine Anteilnahme aussprechen. Dann bat auf dem Friedhof Abschied nehmen zu dürfen. Ein für mich schwerer Gang! Dan fuhr ich zurück zu meiner Freundin.
Und meiner Freundin bin ich dankbar. Ich berichtete ihr von meinem Besuch. Nun etwas, was nicht zusammen zupassen scheint. Am nächsten Tag besuchte ich mit meiner Freundin ausgelassen das Oktoberfest in München. Doch eigentlich habe ich die Lebensfreude der Verstorbenen weitergetragen. In meinem Herzen habe ich die Frau mit München genommen. Sie ist nicht vergessen und ein wichtiger Teil meines Lebens.
Jasmine ich verstehe, dass Du Dich für dunkle Farben entschieden hast. Ich nahm die Farben an, welche mir die Verstorbene mit ihre Heimat und ihrem Lebendgefühl mitgegeben hat. So war und ist sie bei mir. Sie hat mir die Liebe zu den Alpen und ihren Bewohnern mitgegeben. Etwas , was unbezahlbar ist , weil es vom Herzen ins Herz gegangen ist. Da ist Trauer neben Freude. beider zugleich und getrennt. Tränen und Lachen! Gefühle!
Ja, ich bin auf das Oktoberfest gegangen, auch mit Schmerzen im Herzen. Ja, weil diese starke Frau , so wie ich sie kenne, es nicht gewollt hätte, auf das Leben zu verzichten Sie war so lebenslustig und voller Zuversicht.
Mit nachdenklichen Grüßen Magdalena
Lebe jeden Tag.
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Wally
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Re: Wie hart kann einen das Schicksal treffen?
Hallo,
Dieser Thread erinnert mich an einen Schulkameraden (jahrelang mein Tischnachbar im Gymnasium), der voriges Jahr verstorben ist. Er litt fast zeitlebens - seit Ende seines Ökonomie-Studiums - an einer bipolaren Störung mit sehr langen (viele Jahre) manisch/depressiven Phasen. In seinen manischen Phasen war er beruflich (er exportierte Luxusautos nach Fernost) so erfolgreich, dass er finanziell schon nach wenigen Jahren für den Rest seines Lebens ausgesorgt hatte. Aber er kam nicht dazu, die Früchte seiner Arbeit zu genießen: in der darauf folgenden, depressiven Phase stürzte er mit Alkoholismus und mehreren Suizidversuchen so sehr ab, dass er die letzten zwanzig Jahre entmündigt unter Fremdbetreuung leben mußte, beständig unter harten Psychopharmaka.
Mit immenser Willensanstrengung und Disziplin schaffte er schließlich nach zwanzig Jahren, was aus so einer Situation nur sehr wenigen Menschen gelingt: er strampelte sich in jahrelangem, juristischem Kampf aus der gerichtlich angeordneten Fremdbetreuung wieder frei und übernahm erfolgreich wieder selbst die Verantwortung für sein Leben. Er genoss die wiedergewonnene Freiheit, kümmerte sich konsequent um seine körperliche wie seelische Gesundheit, pflegte alte Freundschaften wieder neu, sammelte Oldtimer-Autos, wollte jetzt wenigstens noch in Würde alt werden und seinen Wohlstand genießen, nachdem schon all seine "besten Jahre" so jämmerlich den Bach runter gegangen waren.
Nicht mal ein Jahr nach der erfolgreichen Gerichtsverhandlung dann der Tiefschlag: bei einer ärztlichen Untersuchung wurde bei ihm Nierenkrebs diagnostiziert - ein bekanntes, gefürchtetes Risiko nach vielen Jahren Lithium-Therapie. In weit fortgeschrittenem Stadium, inoperabel... Wenige Monate später war er tot.
Mit manchen Menschen geht das Schicksal verdammt ungerecht um. Obwohl mein Leben als Transsexueller weiß Gott nicht einfach war, hatte ich da doch im Vergleich großes Glück.
Herzliche Grüße
Wally
Dieser Thread erinnert mich an einen Schulkameraden (jahrelang mein Tischnachbar im Gymnasium), der voriges Jahr verstorben ist. Er litt fast zeitlebens - seit Ende seines Ökonomie-Studiums - an einer bipolaren Störung mit sehr langen (viele Jahre) manisch/depressiven Phasen. In seinen manischen Phasen war er beruflich (er exportierte Luxusautos nach Fernost) so erfolgreich, dass er finanziell schon nach wenigen Jahren für den Rest seines Lebens ausgesorgt hatte. Aber er kam nicht dazu, die Früchte seiner Arbeit zu genießen: in der darauf folgenden, depressiven Phase stürzte er mit Alkoholismus und mehreren Suizidversuchen so sehr ab, dass er die letzten zwanzig Jahre entmündigt unter Fremdbetreuung leben mußte, beständig unter harten Psychopharmaka.
Mit immenser Willensanstrengung und Disziplin schaffte er schließlich nach zwanzig Jahren, was aus so einer Situation nur sehr wenigen Menschen gelingt: er strampelte sich in jahrelangem, juristischem Kampf aus der gerichtlich angeordneten Fremdbetreuung wieder frei und übernahm erfolgreich wieder selbst die Verantwortung für sein Leben. Er genoss die wiedergewonnene Freiheit, kümmerte sich konsequent um seine körperliche wie seelische Gesundheit, pflegte alte Freundschaften wieder neu, sammelte Oldtimer-Autos, wollte jetzt wenigstens noch in Würde alt werden und seinen Wohlstand genießen, nachdem schon all seine "besten Jahre" so jämmerlich den Bach runter gegangen waren.
Nicht mal ein Jahr nach der erfolgreichen Gerichtsverhandlung dann der Tiefschlag: bei einer ärztlichen Untersuchung wurde bei ihm Nierenkrebs diagnostiziert - ein bekanntes, gefürchtetes Risiko nach vielen Jahren Lithium-Therapie. In weit fortgeschrittenem Stadium, inoperabel... Wenige Monate später war er tot.
Mit manchen Menschen geht das Schicksal verdammt ungerecht um. Obwohl mein Leben als Transsexueller weiß Gott nicht einfach war, hatte ich da doch im Vergleich großes Glück.
Herzliche Grüße
Wally
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Wally
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Jasmine
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Re: Wie hart kann einen das Schicksal treffen?
Heute nachmittag habe ich kurz mit meinem Freund telefoniert und versuchte so ruhig und normal am Telefon zu klingen wie früher. Unser Gespräch bestand für mich hauptsächlich aus zuhören. Ich wunderte mich wie ruhig und gefasst er war. Auch redeten wir darüber, das er keinen Urlaub hier mehr verbringen kann und wie sehr er es sich gewünscht hätte. Er ist so froh uns kennengelernt zu haben und mit uns so schöne Ausflüge unternommen zu haben. Wie gerne hätte ich ihn in den Arm genommen. Er bedauerte nur noch via Skype und Whatsapp unsere Gesellschaft zu geniessen. Wie schön waren die Tage im letzten Sommer als wir zusammen in der Natur saßen, unser Picknick auf einer Holzbank mit Tisch unter einem großen Baum. Wie oft saßen wir zusammen auf einer Bank, blickten über die schönen Regentalauen und genossen einfach nur die Natur und den Regen der vor uns floß. Er erzählte mir noch von einem Medikament das die Ärzte ausprobieren wollen. Es ist für mich unfassbar diesen Freund zu haben, der in der schlimmsten Situation ruhig und gefasst bleibt. Aber wir sprachen auch über die Momente, wenn er z.B. nachts wach wird, allein in seinem Bett liegt und was ihn dann bewegt. Er ist für mich ein ganz besonderer Mensch und Freund.
Liebe Grüße Jasmine
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heike65
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Re: Wie hart kann einen das Schicksal treffen?
Ja, ein sehr schwerer Weg, und durchaus nicht selten das die Person so reagiert. Ich denke ab einem gewissen Alter und einem schönen Leben akzeptiert man das einfach, jedes Leben endet halt irgendwann. Mein Rat wäre: Wenn dir diese Person so sehr am Herzen liegt, dann begleite sie doch auf ihrem letzten Weg, zieh zu ihr und pflege und begleite sie solang es ohne Krankenhaus verantwortbar ist , Pflegedienste können körperlich helfen, psychisch nur wenn es sich um Ausnahmetalente handelt , insofern ist Zuspruch von Freunden extrem wichtig.
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Jasmine
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Re: Wie hart kann einen das Schicksal treffen?
Er ist gut versorgt, durch seine Ex-Frau die rund um die Uhr bei ihm ist und durch seine Kinder und seine Schwester. Ich und meine Menalee wären gerne bei ihm, aber er sagte: so wie es jetzt ist, reicht es ihm. Er weiß das wir im Herzen bei ihm sind.
Liebe Grüße Jasmine
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Jasmine
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Re: Wie hart kann einen das Schicksal treffen?
Danke liebe Heike. Diesen Weg mitzuerleben ist nicht einfach, aber wir schaffen das! Vorhin telefonierte ich mit ihm, er ist immer noch positv. Er weiß zwar das ihm die Ärzte nicht mehr helfen können außer mit starken Schmerzmitteln, aber er ist immer noch so lieb und nett am Telefon.
Liebe Grüße Jasmine
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Jasmine
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Re: Wie hart kann einen das Schicksal treffen?
Leider ist mein sehr guter Freund gestorben. Der Krebs hat ihn zwar besiegt, aber ich glaube seine Seele ist nun frei. Er war so stark und hat sein Schicksal angenommen. In Telefonaten zeigte er immer die gewohnte Stärke. Vielmehr half er uns im Vorfeld mit dem bevorstehenden Tod fertig zu werden. Mit ihm ist ein ganz wunderbarer Mensch von uns gegangen der unser Leben mit seiner Fröhlichkeit und Lebenseinstellung bereicherte. Sein Wesen, sein Lächeln werden wir immer in unserem Herz tragen.
Trauernde Grüße Jasmine
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Annette
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Re: Wie hart kann einen das Schicksal treffen?
Liebe Jasmine,
auch wenn ich deinen Freund niemals gekannt hatte, doch aufgrund der Art und Weise wie du eure Beziehung zu ihm beschrieben hast stimmt mich deine letzte Nachricht doch sehr traurig. Wo immer er jetzt ist, möge er in Frieden ruhen. Und auch dir und deiner Menalee wünsche ich in diesen schweren Tagen alles Gute...
mein Mitgefühl gehört euch,
Annette
auch wenn ich deinen Freund niemals gekannt hatte, doch aufgrund der Art und Weise wie du eure Beziehung zu ihm beschrieben hast stimmt mich deine letzte Nachricht doch sehr traurig. Wo immer er jetzt ist, möge er in Frieden ruhen. Und auch dir und deiner Menalee wünsche ich in diesen schweren Tagen alles Gute...
mein Mitgefühl gehört euch,
Annette