TAGESSPIEGEL: Wie die „Gruppe Ulbricht" in Berlin die Macht übernahm
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Anne-Mette
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TAGESSPIEGEL: Wie die "Gruppe Ulbricht“ in Berlin die Macht übernahm

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

beim Lesen des Artikels https://www.tagesspiegel.de/berlin/von- ... ket-newtab
musste ich an ein Buch denken, das ich vor langer Zeit gelesen habe: "Die Revolution entlässt ihre Kinder" von Wolfgang Leonhard (der in dem Artikel des Tagesspiegel auch erwähnt wwird).

Gruß
Anne-Mette
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Re: TAGESSPIEGEL: Wie die "Gruppe Ulbricht“ in Berlin die Macht übernahm

Post 2 im Thema

Beitrag von Jenina »

Anne-Mette,

sei mir nicht böse, aber dieser Artikel ist leider übelste Propaganda, beim Tagesspiegel als Springerblatt ja auch nicht anders denkbar.

So schwarz-weiss wie hier geschrieben war die Geschichte eben nicht. Leider gibt es nicht mehr sehr viele Zeitzeugen, die aus eigener Anschauung berichten können wie es wirklich war. Man muss natürlich auch andere Sichtweisen zulassen...

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Anne-Mette
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Re: TAGESSPIEGEL: Wie die "Gruppe Ulbricht“ in Berlin die Macht übernahm

Post 3 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

Tagesspiegel und Springer? Das wäre mir neu.

Ich habe nicht nur den Artikel gelesen, sondern auch das Buch von Leonhard.
Sicherlich ist das nur eine Sicht; aber es wird Wahres dran sein, wenn ich mir einige Ereignisse der Geschichte "im Rückspiegel" anschaue.

Der politische Organisationsvorsprung in der "Sowjetischen Besatzungszone" lässt sich nicht bestreiten, denke ich - und die daraus folgenden Zusamenhänge auch nicht.

Gruß
Anne-Mette
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Re: TAGESSPIEGEL: Wie die "Gruppe Ulbricht“ in Berlin die Macht übernahm

Post 4 im Thema

Beitrag von Jenina »

Stimmt- ist kein Springerblatt, hatte das verwechselt. Doch am prekären Inhalt ändert das nichts.

Das Buch von Wolfgang Leonhard ist schon nicht schlecht und zeigt, wie sehr man sich auseinander leben kann und dann zum Antikommunisten mutiert - schade, aber auch irgendwie menschlich verständlich. Es gab genug Opfer des Stalinismus. Man muss aber immer die historische Situation betrachten. Schließlich gab es genug Feinde und man war vorsichtig, leider manchmal zu vorsichtig. Aber die Bedrohung war real, wie die "Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit" (https://de.wikipedia.org/wiki/Kampfgrup ... chlichkeit. Diese Seite kommt eben nicht vor und das macht eben das billige und tendenziöse dieses Artikels aus.

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Re: TAGESSPIEGEL: Wie die "Gruppe Ulbricht“ in Berlin die Macht übernahm

Post 5 im Thema

Beitrag von gabydwt »

Die "DDR" war ein Unrechtsstaat!
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Re: TAGESSPIEGEL: Wie die "Gruppe Ulbricht“ in Berlin die Macht übernahm

Post 6 im Thema

Beitrag von Jenina »

gabydwt hat geschrieben: Sa 9. Mai 2020, 16:42 Die "DDR" war ein Unrechtsstaat!
Ich liebe diese differenzierte Sichtweise. Ich glaube wir schließen diesen Thread lieber.

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Re: TAGESSPIEGEL: Wie die "Gruppe Ulbricht“ in Berlin die Macht übernahm

Post 7 im Thema

Beitrag von gabydwt »

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Re: TAGESSPIEGEL: Wie die "Gruppe Ulbricht“ in Berlin die Macht übernahm

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Beitrag von gabydwt »

Marlene K.
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Re: TAGESSPIEGEL: Wie die "Gruppe Ulbricht“ in Berlin die Macht übernahm

Post 9 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Ich denke, bei Äußerungen hier sollten wir das persönliche Leben vor 1989 nicht außer Berücksichtigung lassen. Ich, selber in Aachen als Kind eines aus der DDR geflohenen Schlesiers, kenne viele Lebensläufe in der DDR, die zeigen, dass Menschen ihre Nische gefunden haben und persönlich kein Unrecht erfahren haben.
Ich kenne einige Menschen in Ost wie West, die Brüche in ihrer eigenen Wahrnehmung nicht sehen können, aber sehr klar und scharf die Brüche bei Menschen mit anderen Erfahrungen als den eigenen benennen. Egal ob mir ein Mensch aus der DDR mangelnden Antifaschismus vorwirft oder ein gelernter BRD Mensch zu wenig Verachtung für das Unrecht in der sowjetisch besetzten Zone, ich finde beides gleich schwierig ohne die Kenntnis, wie mein Gegenüber gelebt hat. Keiner von uns hat sich unabhängig von der jeweiligen Gesellschaft entwickelt und irgendwo zufällig das Licht der Welt erblickt zu haben macht uns nicht zu besseren oder klügeren Menschen.
In Bezug darauf hat mich eine Veröffentlichung der Hans Körber Stiftung https://www.koerber-stiftung.de/ueber-uns aus dem Jahr 1998, Dreizehn Deutsche Geschichten, wieder Mal aus der Landeszentrale für politische Bildung hier in Berlin, sehr irritiert, angeregt und an meinen alten Wunsch erinnert, mehr miteinander und weniger übereinander zu reden.
Ich hoffe, Ihr alle hattet einen ebenso schönen Tag der Befreiung Europas vom (deutschen!) Nationalsozialismus wie ich
Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
Michi
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Re: TAGESSPIEGEL: Wie die "Gruppe Ulbricht“ in Berlin die Macht übernahm

Post 10 im Thema

Beitrag von Michi »

Liebe Marlene,

danke für deine Worte, denen ich nur zustimmen kann. Was nicht wenige übersehen ist auch die Tatsache, dass es nicht eine mehr oder weniger abstrakte Gruppe ("die da oben") ist, die das Unrecht begeht, sondern es sind Menschen aus allen Gruppen und Schichten der Gesellschaft, die sich korrumpieren lassen, und unter persönlicher Vorteilsnahme aktiv das Unrecht an ihren Mitmenschen ausüben .. sei es der kleine Stasi-Spitzel in der ehemaligen DDR, oder der geschmierte Staatsdiener in der Bundesrepublik. (Nicht wenige, die in der DDR in den Apparaten gesessen und persönliche Vorteile aus dem System gezogen haben, saßen übrigens nach der Wende ganz schnell wieder in irgendeiner Weise im Staatsdienst, z.B. in den Arbeitsämtern, wo sie ihren arbeitslos geworden Mitmenschen, die für Veränderungen auf die Straße gegangen waren, frech ins Gesicht grinsten.)


Liebe Grüße
Michi
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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