Hallo Kathi,
'nicht-binär' oder 'Enby* deckt gewissermaßen als Oberbegriff alles ab, was sich weder eindeutig männlich oder weiblich verortet: Bigender, Genderfluide oder wie ich "Transfrauen", die sich nicht vollständig als weiblich verstehen. Crossdresser können sich eindeutig in ihrem biologischen Geschlecht verorten und lediglich Freude daran haben, sich gegengeschlechtlich zu kleiden. Oder sie sehen sich mehr oder weniger als nicht-binär. Der wichtigste Aspekt bei nicht-binär ist, dass es einen fließenden Übergang von männlich nach weiblich gibt, auf dem man sich irgendwo wieder findet.
Nicht-binär mit der Kleidung zu signalisieren, ist kaum möglich. Als biologisch männlich wird man in der Regel als Crossdresser oder Transfrau (mit sehr schlechtem Passing) gelesen, und als biologisch weiblich bleibt man auch mit kurzen Haaren, Hose, flachen Schuhen, usw. für andere eine Frau. Da muss man schon wie Maverick richtig in die "Trickkiste" greifen, damit es eindeutig uneindeutig wird. Der Beobachter kennt ja so gut wie immer nur zwei Geschlechter und trifft dann für sich eine Entscheidung. Selbst ich als nicht-binär mache das unterbewusst, da ich mit diesem binären Einteilen der Menschen in Mann oder Frau groß geworden bin. Erst wenn das fehl schlägt, überlege ich, ob es eine Form von trans* oder nicht-binär sein könnte.
LG Nicole


