Hallo ihr Lieben,
bin ja gerade wieder mal dabei, nach einem gescheiterten Suizidversuch neu anzufangen. Einsamkeit tötet irgendwann. Das ist Fakt und ich rede aus eigener blutiger Erfahrung. Hab durch die Transition alle sozialen Bindungen und Kontakte verloren, "nur" noch die materielle Basis behalten.
Anderthalb Jahre hielten die Glücksgefühle vor, endlich in der wahren Identität leben zu können, aber nachdem ich das erste Mal geschlagen wurde, brachen auch meine Schmetterlingsflügel in Stücke ...
Seitdem ging es stetig bergab. Es kam der erste, zweite, dritte und vor zwei Wochen vierte Versuch, mir die Pulsadern aufzuschneiden.
Es ist ja nicht so, dass ich nicht um mein Leben gekämpft hätte. Aber komplett alleine alle Probleme und Diskriminierungen zu ertragen, ist ohne positives Gegengewicht nahezu unmöglich. Da halfen auch keine Psychologen. Vor Angst bin ich nicht mehr tanzen gegangen, hab mich total zurückgezogen. Dann überwand ich mich und spielte ein Vierteljahr lang Golf. Dort lernte ich zwar etliche nette Leute kennen, fügte mich irgendwie recht gut ein in die "elitäre" Gesellschaft, aber aus anderen Gründen schmiss ich am Ende doch alles hin ...
Was mir momentan aus dem schwarzen Loch geholfen hat:
- zwei süße Seejungfrauenpuppen
- eine plötzliche, neue Liebe zu jemandem, den ich doch tatsächlich beim Daten in einem Trans-Portal traf
Doch die Problematik ist nur aufgeschoben. Alles hängt am seidenen Faden. Ich kenne leider keine Universal-Lösung.
Ich kann das Thema allerdings in der Öffentlichkeit sensibiliseren, weil ich es kurzsichtig finde, es totzuschweigen und mit Hurra-Geschrei zu übertünchen. Daran arbeite ich gerade und vielleicht wird das beim nächsten Versuch eine Art Mini-'Vermächtnis', um anderen die Augen zu öffnen, ehe es zu spät ist.
LG
-Diva