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Manfred Bruns ist gestorben.
Es verlässt jemand die Bühne, der vielen "von uns" sehr geholfen hat.
Während viele Menschen in personenstandsrechtlichen Dingen von "könnte man" und "müsste man" sprechen und schreiben, wusste er in ganz vielen Fällen, was zu tun war; denn das war sein Metier.
Das hielt ihn nicht davon ab, auch "höchst persönlich" zu helfen - und das ohne Umschweife - und sofort.
Ich bin ihm für sein Wirken dankbar - und auch persönlich
Ich kannte Manfred Bruns zwar nicht, trotzdem möchte ich meine Anteilnahme aussprechen, denn natürlich war auch Er ein Wesen welches geliebt und geachtet wurde, und den Hinterbliebenen gilt meine Aufmerksamkeit.
Namaste
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•Liebe & Mitgefühl sind die höchsten Formen von Intelligenz.
•Du musst selbst zu der Veränderung werden, die du in der Welt sehen willst. Mahatma Gandhi
•Irgendwo ist Jemand glücklich mit weniger als du hast!
Manfred Bruns kenne ich auch nicht, möchte aber auch meine Anteilnahme aussprechen!
Auch wenn der Mensch geht, seine Erinnerung und sein Wirken bleiben.
ich bin keine Frau, leider
und werde bedauerlicherweise auch nie eine Frau (100%) werden können.
Aber: ich fühle mich als Simulation einer Frau und dabei bin ich mega glücklich!
Ich habe ihn nicht gekannt - bin aber auf meinem bisherigen Weg mehrmals über ihn und seine Arbeit gestolpert.
Mein Anteilnahme gilt den Angehörigen und Wegbegleitern.
R.I.P. Manfred Bruns
Ich habe zwar hin und wieder seinen Namen gelesen, aber ich habe mich nun über ihn im Netz informiert.
Meine Anteilnahme möchte ich hier aussprechen.
Liebe Grüße Jasmine
Ich habe erste heute, fast sechs Monate zu spaet, von Manfreds Tod erfahren und trauere sehr - Traenen fliessen, viele Traenen, so wie die Zeit, viel und schnell.
Leider hatten wir nie die Gelegenheit, uns wirklich persoenlich zu treffen, dennoch habe ich den aller groessten Respekt vor diesem wirklich grossen Mann. Eine LSBT Bewegung in Deutschland waere ohne Manfred nur schwer, vielleicht sogar gar nicht vorstellbar. Unermuedlich, bis zum Ende, setzte er sich fuer uns alle ein, L-S-B-T-I-Q - alle. Er brach politische Widerstaende mit seinem enormen Fachverstand und unerschuetterlicher Beharrlichkeit.
Manfred Brund war einer der Mitbegruender des LSVD und lange Jahre im Vorstand, auch schon zu Zeiten, als schwul zu sein ein gesellschaftliches Todesurteil bedeutete. Doch Menschenrechte waren fuer Manfred nicht verhandelbar und so setzte er sich fuer uns ein.
Mich verbinden zwei Ereignisse, nein drei, ganz konkret mit Manfred.
Etwa 2014 begann ich zu realisieren, dass trans* Menschen in Deutschland keine rechte Lobby hatten. Es gab keine bundesweite Vereinigung, keinen Verband, wie den LSVD, und entsprechend schwach war unsere politische Vertretung. Einzelne lokale Gruppierungen, so gut sie auch waren, konnten eben auf Bundesebene nichts ausrichten. Beim LSVD gab es Ansaetze zu trans* Arbeit, doch 2014 war das schon eher verhalten. Also schrieb ich den LSVD an, was sie denn von einer bundesweiten Vereinigung fuer trans* Menchen hielten - und begruendete dies wortreich. Die Antwort kam prompt, nur ein oder zwei Tage spaeter, von einem Manfred Bruns, den ich zu dem Zeitpunkt noch nicht kannte. Als ich seinen Namen recherchierte wurde mir schlagartig klar, wer mir da gerade antwortete, wohl informiert und reflektiert. Fuer mich, damals, war dies wie Steintafeln vom Olymp! Manfred verwies mich an ein paar Personen, mit denen ich dann Kontakt aufnahm, der Rest ist Geschichte: etwa eineinhalb Jahre spaeter wurde der Bundesverband Trans* gegruendet.
Ich glaube es war ein paar Monate spaeter, als ich im Waldschloesschen eine andere Gruppe von Menschen traf, darunter Maria Sabine Augstein und auch Manfred Bruns. Es war ein Treffen von LSBT* Jurist_innen, die mal wieder, wie jedes Jahr, berieten, wie sie die Ehe fuer alle politisch und rechtlich endlich durchsetzen koennte. Ich habe mich vor lauter Ehrfurcht vor diesen Grauen Eminenzen nicht getraut, sie anzusprechen. Dies bereue ich heute. Ich hatte Ehrfurcht weil ich ganz genau um die Errungenschaften und den jahrelangen Kampf wusste. Wer war ich da schon? Ein niemand. Die Zeit vergeht viel zu schnell, verpasste Gelegenheiten "Danke!" zu sagen kommen nicht zurueck und so bereue ich es nun sehr, nicht doch einen alten gekruemmten aber dennoch so aufrechten Mann angesprochen und ihm meinen Dank ausgesprochen zu haben.
Ende 2018, Anfang 2019 kam Manfred noch einmal in den Fokus, gerade in unseren Fokus, denn nach der Novelle des Paragraphen 45b Personenstandsrecht war es mindestens unklar, wie dies denn fuer trans* Menschen zu interpretieren sei. Als herevorragender Jurist und Vorkaempfer fuer LSBTTIQ* Rechte, eine Steilvorlage fuer Manfred. Er verfasste eine Rechtsexpertiese und veroeffentlichte sie sogleich in der Fachzeitschrift fuer Standesbeamt_innen - besser konnte man es nicht machen! Gleichzeitig bot er an, allen, auch trans* Personen, Unterstuetzung zu geben, die nach Par. 45b PStG ihren Vornamen und/oder Geschlechtseintrag aendern laessen wollten. Das war Anfang 2019, mit 84 Jahren. Zu diesem Zeitpunkt ueberlegte auch ich daran und bat ihn um die Kopie seines Artikels - per email. Die Antwort kam prompt, innerhalb eines Tages. Mit seinem Artikel und Attest habe ich das im Maerz 2019 endlich hinter mich bringen koennen.
Mit Manfred haben wir eine, im besten Sinne, graue Eminenz verloren. Nie nach dem persoenlichen Vorteil oder Ruhm heischend, immer fuer Gerechtigkeit kaempfend, vor allem Gerechtigkeit fuer LSBTTIQ* Menschen.
Danke, Manfred. Vielen herzlichen Dank!
Wir werden Deinen Rat und Deine Beharrlichkeit schmerzlich vermissen.
Moegest Du Frieden gefunden haben - mehr als verdient.
Viele viele viele Menschen haben Dir sehr viel zu verdanken - so auch ich, senke mein Haupt, weine und schweige.
Ich bin trans* - und das ist gut so!
Homepage: http://www.dpin.de/nf
Blog: http://www.dpin.de/nf/category/trans/