Reform des Transsexuellengesetzes
Reform des Transsexuellengesetzes - # 6

zu den Themen Crossdressing, Transgender, Transident...
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Svetlana L
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Re: Reform des Transsexuellengesetzes

Post 76 im Thema

Beitrag von Svetlana L »

"Friss Vogel oder stirb'" hätte ich ohne mit der Wimper zu zucken vom Heimatminister erwartet. Die SPD begibt sich m. E. damit auf ein ganz neues - unterirdisches - Niveau. Sie beweist mit dieser erpresserischen Aussage erneut, dass sie für LSBTTIQ* eigentlich nicht wählbar ist. Wie oft haben die sich in den Wahlkämpfen ach so kämpferisch gezeigt und sind dann wie lammfromme Lämmerlein auf den Unionszug aufgesprungen (oder haen sie sich eher überrollen lassen?). Der vorgelegte Referentenentwurf war einfach nur ärgerlich, aber diese Aussage von Frau Barley - die ich bisher immer geschätzt habe - macht mich einfach nur wütend. Ich jedenfalls weiß (wieder einmal), wo ich mein Kreuz auf keinen Fall machen werde.
Hawadehre
Svetlana

As gitt halt nix Bessers wäi wos Guads!
Däi owapfölzer Bärlinerin
Jasmin_35
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Re: Reform des Transsexuellengesetzes

Post 77 im Thema

Beitrag von Jasmin_35 »

Guten morgen zusammen,

gerade gelesen: https://www.queer.de/detail.php?article_id=33658

Angeblich soll der Entwurf in abgespeckter Form nächste Woche ins Kabinett eingebracht werden. Angeblich ohne Ehegattenbefragung und angeblich soll der Charakter der Beratung entschärft werden. Es ist an lächerlichkeit kaum noch zu überbieten. Besonders die Justizministerin, die sich direkt am Sonntag auch nach Europa verabschiedet, nach dem Motto: Macht doch was ihr wollt, aber macht es ohne mich, mir ist das jetzt sowieso egal. (ko)

Es macht mich einfach nur noch sauer.

Die SZ berichtet auch im Klatsch & Tratsch Teil https://www.sueddeutsche.de/politik/tra ... -1.4458299

Ich hoffe, das es zumindestens Lücken im Gesetz gibt, die man wieder ausnutzen kann, bzw das gleich großflächig geklagt wird und es der Regierung wieder auf die Füße fällt oder das das Parlament mal aufwacht und sich besinnt, was die letzte Woche noch in der aktuellen Stunde gesagt haben. Aber ich befürchte, das uns da auch wieder von SPD ein Schwein für eine Schönheitskönigin verkauft wird.

Wer seinen Unmut Luft machen will: https://katarina-barley.spd.de/footer/kontakt/
Liebe Grüße Jasmin
Jasmine
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Re: Reform des Transsexuellengesetzes

Post 78 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Mina_35 hat geschrieben: Do 23. Mai 2019, 07:44 ......
gerade gelesen: https://www.queer.de/detail.php?article_id=33658
..............
Darin steht: ...........und quasi als alternativlos dargestellt worden.

Vielleicht sollten die Damen und Herrn der Politik sich mal mit Betroffenen mehr auseinandersetzen.
Oder zumindest die Verbände usw. stärker mit einbinden, die würden Alternativen aufzeigen.
Mina_35 hat geschrieben: Do 23. Mai 2019, 07:44 ....Die SZ berichtet auch im Klatsch & Tratsch Teil https://www.sueddeutsche.de/politik/tra ... -1.4458299
...........
Wenn es dann gegen das Gesetz viele Klagen geben wird, bis die dann entschieden sind ist die nächste Wahl
vorbei.

Aber bedenkt die Politik einmal darüber nach was sie den Betroffenen antut? Allein die Verschleppung der Gesetzänderung ist schon
in meinen Augen untragbar vor allem wenn dann auch noch solch ein neues Gesetz vorgelegt wird. Meiner Meinung nach geht es hier
um Menschenrechte und selbstbestimmtes Leben.
Heute wird das Grundgesetz 70 Jahre alt https://www.fr.de/panorama/grundgesetz- ... 02115.html
Wenn der Bundespräsident Herr Steinmeier ausführt:
Doch dafür muss die Gesellschaft auch wissen, was in der Verfassung drinsteht. Da hätten viele Deutschen Wissenslücken
https://www.tagesschau.de/inland/verfas ... m-101.html
Vielleicht brauchen manche Politiker hier auch Nachhilfe.
Wenn ich dann weiterlese:
Doch auch in Deutschland glaubten viele Bürger "nicht mehr ohne Weiteres daran, dass Parteien und Parlamente die großen Herausforderungen unserer Zeit bewältigen können".

dann frage ich mich warum. Die großen Parteien sollten innovativ und zukunftsorientiert regieren und nicht nur weiter so bis zur nächsten Wahl.
Nachdenkliche Grüße Jasmine
Ulrike-Marisa
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Re: Reform des Transsexuellengesetzes

Post 79 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa »

Moin zusammen,

ein Schelm, der böses dabei denkt, wie es mit dem Transsexuellengesetz in Berlin so läuft, frei nach dem Motto, was schert mich mein Geschwätz von gestern oder sogar als politische Taktik des Herauszögerns, bis gar nichts mehr geht und Fristen abgelaufen sind, bzw. den Käse dann einen Tag zuvor dann als alternativlos in der Mittagspause durch den Bundestag zu bringen...so was gab es schon...
Die Betroffenen spielen in diesem Verfahren denke ich nur eine untergeordnete Rolle, wenn es um Macht, Geld und Eitelkeiten der in dieser Fragestellung agierenden Politiker und Parteien geht.
Verstehen oder nachvollziehen kann ich das ganze nicht mehr und bin eigentlich nur noch verärgert über die Poiltik insgesamt, weil keine Fragen mehr gelöst, sondern nur noch auf die Zeit nach der nächsten Wahl offensichtlich vertagt wird.

Grüße, Ulrike-Marisa :(
Magdalena
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Re: Reform des Transsexuellengesetzes

Post 80 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo,
ich werfe mal eine nicht ganz ernst gemeinte These in den Raum. Hier wird gestritten , ob wir begutachtet werden oder nicht.
Dabei werden wir jeden Tag begutachtet, von den Partnern, den Passsanten auf der Straße, im Café. Ich könnte diese Liste durchaus
noch um einige Beispiele verlängern. Und wie werden wir gelesen?
Sehr oft, um nicht zu sagen fast ausschließlich, werde ich als eine Frau gelesen.

Erst gestern wieder habe ich ein schönes Beispiel. Ich hatte einige Wege zu erledigen und war im Anschluss noch in einem Shoppingtempel.
Da war ein Stand, der für eine Behandlung zur Haarentfernung potentielle Kundinnen ansprach. Vor über einem Jahr wurde auch ich so angesprochen.
Heute lasse ich da den lästigen Bartwuchs behandeln.

Die Dame an dem Stand, der damals wo anders unterwegs war, erkannte mich wieder. Wir hatten ein kurzes Gespräch. Ich bekam noch ein Kompliment zu meinem Aussehen.

Nun meine Frage, warum Geld für Gutachter ausgeben. Gutachter, welche uns nicht kennen, und doch fällt von deren Urteil die Entscheidung für ein ganzes Leben.
Reicht es nicht einfach die Menschen mit denen wir leben und arbeiten zu vertrauen. Sie sehen uns an ob wir eine Frau sind. Ob wie in der Lage sind die Frau zu leben.
Ein Gutachter, glaube ich braucht dafür viel Zeit. Hat er die?

Viele liebe Grüße Magdalena
Lebe jeden Tag.
Löwenmutter
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Re: Reform des Transsexuellengesetzes

Post 81 im Thema

Beitrag von Löwenmutter »

Im braunen Trachtenjanker gibt es ein Interview mit Horst S. und Katharina B. zur Show:

http://www.lbshare.de/dbtjquizshow.pdf
Chuck Norris kam als Mann zur Welt.
Jaddy
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Re: Reform des Transsexuellengesetzes

Post 82 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Magdalena hat geschrieben: Do 23. Mai 2019, 17:57ich werfe mal eine nicht ganz ernst gemeinte These in den Raum. Hier wird gestritten , ob wir begutachtet werden oder nicht.
Dabei werden wir jeden Tag begutachtet, von den Partnern, den Passsanten auf der Straße, im Café. Ich könnte diese Liste durchaus
noch um einige Beispiele verlängern. Und wie werden wir gelesen? [...] Nun meine Frage, warum Geld für Gutachter ausgeben. Gutachter, welche uns nicht kennen, und doch fällt von deren Urteil die Entscheidung für ein ganzes Leben. Reicht es nicht einfach die Menschen mit denen wir leben und arbeiten zu vertrauen. Sie sehen uns an ob wir eine Frau sind. Ob wie in der Lage sind die Frau zu leben.
Also zum einen: Ich bin keine Frau und will keine sein. Ich bin kein Mann und will auch keiner sein. Nicht-binäre Transpersonen kommen in der allgemeinen Wahrnehmung gar nicht vor, weil kein Mensch bisher mit den entsprechenden role models aufgewachsen ist, es keine Kultur mit nicht-binären Signalen gibt, usw. Ich muss jedes Mal "draussen" erklären, dass ich weder-noch bin - wenn ich dazu komme und die Leute mich nicht einfach entsprechend ihrer Vorurteile einsortieren, meine Erklärungen eh nicht akzeptieren, usw.

Zweitens frag mal die vielen Transpersonen, die aus welchen Gründen auch immer nie ein Passing ">50% in dunkler Gasse bei mehr als 10m Entfernung" hinkriegen werden, was die davon halten, dass andere sich aussuchen, welchen Namen und Pronomen sie für sie verwenden und ob sie deshalb in ihrer für sie stimmigen Rolle leben dürfen.

Ich traue "denen da draussen" nicht für einen Millimeter die Entscheidung zu, "als was" ich lebe oder ob mir das gelingt. Es geht nämlich nicht um Ausdruck, sondern um das innere Gefühl der Stimmigkeit. Oder anders herum: Es geht gerade nicht darum, die äussere Erscheinung zu bewerten. Frag dazu mal jene, in deren Psychogutachten die Rocklänge und das Makeup kommentiert wurde. So viel zur "Qualität" mancher "Fachleute".

Drittens und am wichtigsten aber: Es geht ausser mir verdammich noch mal keinen anderen Menschen etwas an, welche soziale Kategorie an "Gender" ich für mich als die passende empfinde, leben und darin akzeptiert werden will. Nichts anderes ist dieser Personenstandseintrag. Er bietet keinerlei Vorteile bei der medizinischen Transition. Da stehen immer noch psychologische Gutachten vor. Er bietet auch gesetzlich keine Vorteile, ausser vielleicht, dass du bei Kontrollen drauf bestehen kannst, nicht von der falschen Person abgetastet zu werden.

Wie gestern in einer Enby-Runde gesagt wurde: "Es gibt keine Bonusmeilen" (für irgendeinen Personenstand).

Der einzige Effekt ist, dass in einem System, das allen Menschen aufnötigt, sich ständig in genau einer definierten Kategorie aufzuhalten und das daran einen Haufen Erwartungen und Hindernisse knüpft, darauf bestehen können, gefälligst auch die richtige Anrede und der richtige Namen benutzt wird.

Es geht darum, dass wir das Recht haben, unsere eigene Entscheidung durchzusetzen. Auch und gerade jenen gegenüber, die uns nicht entpsprechend lesen.

(Hach, das hab ich jetzt gebraucht :) )
Jasmin_35
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Re: Reform des Transsexuellengesetzes

Post 83 im Thema

Beitrag von Jasmin_35 »

Die versuchte Reform des TSG zeigt jetzt nach der Wahl die Symptome der sog. vermeindlich "großen" Parteien, wenn man diese noch so nennen kann.
1.) Man macht ständig Politik gegen die Interessen der eigenen Bevölkerung
2.) Man macht still und heimlich irgendwelche absurden gesetze, die oft eher schaden als helfen
3.) Man redet über die Probleme, bietet keinelei Lösung an
4.) Man sieht bei Politikern, oft bei der SPD, folgendes verhalten nach kritischen Fragen, wie sie Frau Barley auch gegeben hat: Mit der Union ist es nicht zu machen, also Friss oder Stirb. Nicht nur beim TSG, sondern auch gerade aktuell bei der Grundrente ohne Bedarfsprüfung. Anstatt sich hinzustellen und für ein besseres Gesetz zu kämpfen.

Zu großen Wahlen kommen dann immer die erstaunten Gesichter und die immer selben und langweiligen Sprüche: Wie konnte das nur passieren? Das haben wir so nicht kommen sehen. usw usw.

Ich finde es bemerkenswert das Demokratie, zumindestens in Deutschland noch funktioniert. Stattdessen hat eine Partei, die nicht nur für Umweltschutz steht, auch wenn das immer wieder nur als einziges propagiert wird, sondern auch für den sozialen Zusammenhalt, für das Miteinander und das wichtigste: Für eine Weltoffene Gesellschaft und Kultur. Bemerkenswert ist auch, das unter 30 jährige (und ich würde sogar noch weitergehen, alle nach 1980 geborenen) die größte Wählergruppe der Grünen stellen und sich von der CDU/CSU und SPD nicht mehr repräsentiert fühlen, im Gegensatz dazu haben die beiden Parteien die meisten Wähler bei den über 60 jährigen. Bezeichnend finde ich es, das bedeutet aber auch, das sich vielleicht doch noch alles zum positiven ändern könnte, vielleicht nicht heute oder morgen, aber vielleicht in 2-6 Jahren, besonders was ein selbstbestimmtes Leben für uns bedeuten könnte, da habe ich aktuell die größte Hoffnung in den Grünen.
Btw: Bei den Erstwählern haben die Grünen 36% der Stimmen geholt, alle anderen Parteien unter 10% Gesamtdeutschland betrachtet :)

Ich bin guter Dinge, das die Regierung jetzt erstmal mit sich selbst und möglichen Neuwahlen beschäftigt ist, das der Entwurf für die Reform des TSG vielleicht bis zur nächsten Wahlperiode warten muss. Dann warte ich lieber, als ein schlechtes Gesetz zu bekommen. Solange die Hintertür im PSG noch offen ist, kann man ja noch probieren diese zu nutzen, bevor man xxxx€ für 2 sinnlose Gutachten ausgibt. Mal gucken, was die Zukunft bringt.
Liebe Grüße Jasmin
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Re: Reform des Transsexuellengesetzes

Post 84 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Mina_35 hat geschrieben: Mo 27. Mai 2019, 07:25 da habe ich aktuell die größte Hoffnung in den Grünen.
ich auch.

Liebe Grüße Jasmine
Ulrike-Marisa
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Re: Reform des Transsexuellengesetzes

Post 85 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa »

Moin,

nach dem jetzigen Wahlsonntag bin ich ehrlich gesagt, noch weniger zuversichtlich, dass mit der Neuregelung des Transsexuellengesetzes überhaupt noch etwas sinnvolles und praktizierbares rauskommt oder wie zu befürchten steht Horstis Version dann mal eben durchgewinkt wird, weil es wichtigere Dinge wie Machterhalt und Ränkespiele gibt, als sich mit Minderheitsproblemen auseinander zu setzen. Ja, da habe ich wirklich wenig Hoffnung mit den verbliebenen Politikern im Lande...Aber das ist eben auch repräsentative Demokratie.

Grüße, Ulrike-Marisa :(
Anne-Mette
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Re: Reform des Transsexuellengesetzes

Post 86 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

Ulrike-Marisa hat geschrieben: Mo 27. Mai 2019, 08:18 nach dem jetzigen Wahlsonntag bin ich ehrlich gesagt, noch weniger zuversichtlich, dass mit der Neuregelung des Transsexuellengesetzes überhaupt noch etwas sinnvolles und praktizierbares rauskommt
Da gehe ich nicht mit; denn meine Stimme hat einigen Parteien herbe Verlust bescheren können (smili)
noch etwas sinnvolles und praktizierbares rauskommt
Auch wenn ich mich jetzt noch unbeliebter mache als ich eh schon bin: Das liegt zu einem großen Teil auch an der "Community", die ziemlich/völlig zerstritten ist.

Selbst wenn man sie fragt: "watt wollt ihr denn?" wird man von 2 Befragten 5 Antworten bekommen.

Gruß
Anne-Mette
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Re: Reform des Transsexuellengesetzes

Post 87 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa »

...nun ja, die Zerstrittenheit der Community, bzw. die Vielfalt der Meinungen der Betroffenen, was sie für sich für wichtig erachten ist sicher ein Hindernis auf dem Weg, eine gesetzliche Regelung entsprechend der Vorgaben des Urteils des Bundesverfassungsgerichtes in dieser Sache nach europäischem Recht, wenn ich mich erinnere, aber das weiß ich nicht mehr genau, was gefordert wurde. Zumindest sind in einigen europäischen Staaten Regelungen gefunden worden, die ohne irgendwelche Gutachten und darum geht es doch im Kern, im Sinne der Betroffenen eigeführt wurden. Was kann da so schwer sein, jedem Menschen das Recht zuzubilligen, das zu sein, was er (sie geht grammatikalisch hier nicht) ist und das selbst bestimmt auch zu entscheiden und bekannt zu geben. Wie war das noch mit der Würde des Menschen, die doch eigentlich unantastbar sein soll nach GG, das wird hier doch nicht umgesetzt. Da sehe ich bei der Politik zur Zeit wirklich kein Licht am Horizont. Die letztlich Betroffenen werden doch gar nicht befragt, wie sie sich das wünschen. Das wäre mal ein Ansatz - aber nein da besteht ja die Gefahr, dass sich Verbrecher durch Namensänderung der gerechten Strafe durch die Justiz entziehen könnten und was noch für Quatsch da angeführt wird. Ich bin keine Spezialistin für Verbandsarbeit auf diesem Gebiet; es gibt sie aber ja doch und die könnten ja auch mal zur Meinungsbildung eine Umfrage bei den bekennenden Betroffenen durchführen. Strukturen wie Treffs und Selbsthilfegruppen gibt es ja und auch die DGTI hat Listen. Ist ja nur mal so eine Idee von mir. Über die repräsentative Demokratie ist das Problem für die Betroffenen nicht lösbar, denn ich kann eine Partei wählen, die vielleicht etwas in der gewünschten Richtung im Programm hat, aber wenn die nicht an der Macht ist, dann nützt mir das auch nichts; Demokratie hin oder her. Diejenigen, die derzeit an der politischen Macht sind, wurden gerade gestern abgestraft und die werden sich vielleicht auch nicht mehr sinnvoll mit der Thematik beschäftigen wollen. Gut, das ist meine persönliche Meinung dazu, die niemand mittragen muss, aber sagen will ich sie.

Grüße, Ulrike-Marisa
BiancaC
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Re: Reform des Transsexuellengesetzes

Post 88 im Thema

Beitrag von BiancaC »

Hallo alle zusammen,

Ein weiteres trauriges Kapitel in der Geschichte .

https://www.queer.de/detail.php?article_id=33721

LG Bianca
wer rächtschreibfeler findet darf sie behalten !
Jasmine
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Re: Reform des Transsexuellengesetzes

Post 89 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Ulrike-Marisa hat geschrieben: Mo 27. Mai 2019, 10:20 Was kann da so schwer sein, jedem Menschen das Recht zuzubilligen, das zu sein, was er (sie geht grammatikalisch hier nicht) ist und das selbst bestimmt auch zu entscheiden und bekannt zu geben. Wie war das noch mit der Würde des Menschen, die doch eigentlich unantastbar sein soll nach GG, das wird hier doch nicht umgesetzt
Mir fehlt bei der Politik die Innovation die Zukunft besser zu gestalten. Ich möchte hier mal abschweifen auf den Klimaschutz - was hat denn unsere Klima-Kanzlerin in 14 Jahren geschafft?
Ich glaube eher das die Berufspolitiker zu sehr an ihren Sesseln kleben. Bestes Beispiel hat doch die CDU mit Greta gezeigt, statt konstruktiv Antworten zu geben, legt sich Herr Ziemiak mit ihr an.
Und dann der Versuch mit der Schulpflicht die Demonstrierenden zu beeindrucken statt konstruktive Antworten zu liefern.
Dann die Sache mit Rezo statt konstruktiv sich mit der Sache zu beschäftigen, folgt ein Trauerspiel der CDU. Versteht die CDU hier überhaupt diese Generation?
Nun aber zurück zum eigentlichen Thema: Ich glaube das den meisten Bundes - Politikern der Draht zur Bevölkerung fehlt und sich z.B. in mich als Person mit dem Anspruch auf das gleiche Recht das alle anderen Menschen auch haben, hineinversetzen zu können.
Wenn die Politik der Volksparteien nicht die Antworten liefert, dann entstehen für mich Fragen.
Liebe Grüße Jasmine
Marielle
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Re: Reform des Transsexuellengesetzes

Post 90 im Thema

Beitrag von Marielle »

Liebe Ulrike, Liebe Jasmine,

seid mir nicht böse, aber auf folgende Aspekte möchte ich gern antworten.
Ich bin keine Spezialistin für Verbandsarbeit auf diesem Gebiet; es gibt sie aber ja doch und die könnten ja auch mal zur Meinungsbildung eine Umfrage bei den bekennenden Betroffenen durchführen.

Seit der neue Entwurf auf dem Tisch liegt, verbringen die Leute in den Verbänden ihre 'Freizeit' mit dieser Sache. Zum Teil in Nachtschichten, neben Familie und Beruf, werden Stellungnahmen geschrieben, Gespräche mit Politiker_innen angebahnt und -einschliesslich stundenlanger Bahnfahrten und Übernachtungen- wahrgenommen, offene Briefe und deren Unterstützung organisiert usw. usf..

Die Möglichkeiten der repräsentativen Demokratie enden nicht an der Wahlurne. Jede_r darf und soll sich darin für seine Belange einsetzen. Es ist auch eigentlich ganz einfach: Sich einen Verband oder eine Partei aussuchen und sich fachlich in die Thematiken einarbeiten. Dann nebenbei versuchen, die Funktionsweisen eines Landes mit rund 80.000.000 Einwohner_innen, 709 Abgeordneten allein im Bundestag, 16 Landesregierungen, 7 Parteien und unzähligen Ausschüssen und Gruppierungen im Bundesparlament zu verstehen. Abschliessend noch die eigenen Ansprüche der allgemeinen Zielsetzung unterordnen und los geht's. Wer dann noch Zeit hat, kann auch Umfragen machen. Btw: Im letzten Jahres haben IM e.V. und BVT* jeweils große Umfragen in der Community gemacht und sie -wiederum z.T. in Nachtschichten- ausgewertet, um die Ergebnisse in die politischen Prozesse einzubringen.

Dafür hat sicherlich nicht jeder Mensch die notwendigen Ressourcen. Andererseits ist es schon symptomatisch, dass weite Teile der Community nichtmal bei Veranstaltungen präsent sind, die eigens für die gesellschaftliche und politische Meinungsbildung organisiert werden und auch regional stattfinden. Es ist gar nicht lange her, dass ein Bürgermeister samt seiner Frau es sinnvoll fand, sich bei einer Open-Air-Veranstaltung anwesend zu sein und sich dabei den ...... abgefroren hat. Hat 'die Community' die Chance zum Gespräch genutzt? Nein, die sass derweil auf dem warmen Sofa.

Wenn die Politik der Volksparteien nicht die Antworten liefert, dann entstehen für mich Fragen.
Ich würde es anders formulieren:

Wenn Teile der Bevölkerung (das Volk) der Politik keine Antworten liefern, bleiben dort Fragen, die von anderen Teilen der Bevölkerung beantwortet werden.


Habt es gut, schönen Feiertag,

Marielle
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
Antworten

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