Orchiektomie, Erfahrungsbericht
Orchiektomie, Erfahrungsbericht - # 2

Lebensplanung, Standorte
Tatjana_59
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Re: Orchiektomie, Erfahrungsbericht

Post 16 im Thema

Beitrag von Tatjana_59 »

Maria50 hat geschrieben: Mi 25. Jul 2018, 07:58 Ich habe die Erfahrung gemacht, ohne Testosteron wesentlich stimmiger zu leben als vorher, andererseits möchte ich auch nicht den Rest meines Lebens Testosteron medikamentös unterdrücken - habe sowieso einen Widerwillen gegen Medikamente. Außerdem möchte ich auch rein körperlich kein Mann sein, der ich sowieso nicht bin. So wäre der Ausweg eine Orchiektomie. Kein Testo, keine Hoden, am liebsten auch keinen Penis. An Hormonen würde ich selber auf eigene Kappe nicht herumschrauben.
Für mich wäre es so eine große Erleichterung, nur muß man eben den formalen, bürokratischen Weg gehen. Sonst wäre es sicher schon geschehen.
Was hindert dich daran den formalen bürokratischen Weg zu gehen wenn es eine große Erleichterung für dich wäre?
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Re: Orchiektomie, Erfahrungsbericht

Post 17 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2018-12-30 »

Nichts 😄, werde ich wohl im Herbst machen
ChristinaF
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Re: Orchiektomie, Erfahrungsbericht

Post 18 im Thema

Beitrag von ChristinaF »

Sorry, Maria, ich komm da nicht ganz mit. In deinem Profil beschreibst du, dass du die Transition aus versch. Gründen beendet hast. Wie gehts denn dann mit dir weiter? Eine etwas verwirrte Christina.
LG
Christina
Tatjana_59
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Re: Orchiektomie, Erfahrungsbericht

Post 19 im Thema

Beitrag von Tatjana_59 »

ChristinaF hat geschrieben: Mi 25. Jul 2018, 10:59 Sorry, Maria, ich komm da nicht ganz mit. In deinem Profil beschreibst du, dass du die Transition aus versch. Gründen beendet hast. Wie gehts denn dann mit dir weiter? Eine etwas verwirrte Christina.
LG
Christina
Hatte ich jetzt auch nicht ganz verstanden, da aber Maria über dir schreibt das sie im Herbst beginnen möchte, gehe ich davon aus dass sie ihre Transition weiterführt, bzw von neuem beginnt.
Bin auf Antwort von Maria gespannt

LG Tatjana
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Re: Orchiektomie, Erfahrungsbericht

Post 20 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2018-12-30 »

Es ist der dritte Weg, nach dm ich lange gesucht habe. Alles bleibt, wie es ist, aber ohne Testosteron und ohne Hoden. Sicher eine Art Kompromiß, aber mir ist es wichtig und stimmig so.
Joe95
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Re: Orchiektomie, Erfahrungsbericht

Post 21 im Thema

Beitrag von Joe95 »

Maria50 hat geschrieben: Mi 25. Jul 2018, 23:25 Es ist der dritte Weg, nach dm ich lange gesucht habe. Alles bleibt, wie es ist, aber ohne Testosteron und ohne Hoden. Sicher eine Art Kompromiß, aber mir ist es wichtig und stimmig so.
Eigentlich beschreibst du da die "kleine GaOp", oder?
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
Natürlich ist das wahr, es steht doch im Internet!

Du hast ne Frage, brauchst Rat oder Hilfe?
Ohren verleih ich nicht, aber anschreiben darfst du mich jederzeit...
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Re: Orchiektomie, Erfahrungsbericht

Post 22 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2018-12-30 »

Schon lange suche ich nach einem Weg durch das Dickicht der Transidentität, und irgendwann kam der Gedanke, es bei der Orchiektomie zu belassen. Insofern ist das sozusagen die "kleine" GaOp. Da ich bereits weiß, wie es ist, auf einen großen Teil seines Testosterons zu verzichten, habe ich insofern ganz "gute Karten". Eine Penektomie wäre eine zusätzliche Option, jedoch müßte dann die Harnröhre verlegt werden, und dann bin ich ja bald bei der GaOp, das würde für mich dann keinen Sinn mehr machen.
Wenn man sich sicher ist, transident zu sein, muß etwas passieren. Für mich ist es schwierig, mit Testosteron und Hoden zu leben, und auch der Hodensack muss dann mit daran glauben, denn er wird ja für die GaoP nicht mehr gebraucht.
ChristinaF
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Re: Orchiektomie, Erfahrungsbericht

Post 23 im Thema

Beitrag von ChristinaF »

Maria50 hat geschrieben: Do 26. Jul 2018, 08:52 Schon lange suche ich nach einem Weg durch das Dickicht der Transidentität, und irgendwann kam der Gedanke, es bei der Orchiektomie zu belassen. Insofern ist das sozusagen die "kleine" GaOp. Da ich bereits weiß, wie es ist, auf einen großen Teil seines Testosterons zu verzichten, habe ich insofern ganz "gute Karten". Eine Penektomie wäre eine zusätzliche Option, jedoch müßte dann die Harnröhre verlegt werden, und dann bin ich ja bald bei der GaOp, das würde für mich dann keinen Sinn mehr machen.
Wenn man sich sicher ist, transident zu sein, muß etwas passieren. Für mich ist es schwierig, mit Testosteron und Hoden zu leben, und auch der Hodensack muss dann mit daran glauben, denn er wird ja für die GaoP nicht mehr gebraucht.
OK. Danke, jetzt sehe ich wieder klar. (he)
Liebe Grüße
Christina
ulla
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Re: Orchiektomie, Erfahrungsbericht

Post 24 im Thema

Beitrag von ulla »

Ergebnis wird Asexualität sein,wovon ich selbst betroffen bin.Solltet euch einmal mit betroffenen Menschen darüber austauschen.
Lebensqualität wird mit solchen Eingriffen,nicht unbedingt verbessert.Bin selbst dadurch beziehungsunfähig geworden.
Jedoch das Leben auf der weiblichen Seite,wird dadurch absolut erreicht.
Dem angeborenen sogenannten Mann,habe ich schon lange vergessen.Ist kein Thema mehr für mich.
Ulla
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Re: Orchiektomie, Erfahrungsbericht

Post 25 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2018-12-30 »

Wenn Du schreibst, das Leben auf der weiblichen Seite wird dadurch erreicht, ist doch das Ziel erreicht.
Ind natürlich versucht man, Menschen zu finden, die solch einen Eingriff aus welchem Motiv auch immer hinter sich haben.
ulla
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Re: Orchiektomie, Erfahrungsbericht

Post 26 im Thema

Beitrag von ulla »

Hallo Maria
Asexualität wurde bei mir vom Kopf her ausgelöst.
Dazu war meine männliche Seite,total unterentwickelt.Optisch von nix,bis hin zu garnix.(max.früher auch kleine Mandelkerne gewesen)
Ulla
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Re: Orchiektomie, Erfahrungsbericht

Post 27 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2018-12-30 »

Ich kenne den Zustand fast ohne Testo. Vieles verändert sich, ganz klar, aber asexuell war ich definitiv nicht. Es war eine ganz andere Art von Sexualität, ungleich schöner ..., aber ich gebe zu, in geringen Dosen habe ich weibliche Hormone bekommen, ist schon eine Weile her.
Nicola
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Re: Orchiektomie, Erfahrungsbericht

Post 28 im Thema

Beitrag von Nicola »

Maria50 hat geschrieben: Do 26. Jul 2018, 08:52 Schon lange suche ich nach einem Weg durch das Dickicht der Transidentität, und irgendwann kam der Gedanke, es bei der Orchiektomie zu belassen. Insofern ist das sozusagen die "kleine" GaOp. Da ich bereits weiß, wie es ist, auf einen großen Teil seines Testosterons zu verzichten, habe ich insofern ganz "gute Karten". Eine Penektomie wäre eine zusätzliche Option, jedoch müßte dann die Harnröhre verlegt werden, und dann bin ich ja bald bei der GaOp, das würde für mich dann keinen Sinn mehr machen.
Normalerweise bezeichnet man mit "kleine Lösung" eine GaOp bei der keine Neo-Vagina gebildet wird, sondern nur ein sogenannter Vagenoid mit einer Tiefe von 1-2 cm. Die Orchiektomie wäre somit die ganz kleine Lösung und eine Penektomie käme dann nochmals dazwischen. Ich habe allerding noch nie von einer Transperson gehört die dies hat machen lassen und ich weis auch nicht ob bei uns eine solche OP durchgeführt wird mit der Diagnose "Geschlechtsdysphorie".

Maria50 hat geschrieben: Do 26. Jul 2018, 08:52 Wenn man sich sicher ist, transident zu sein, muß etwas passieren. Für mich ist es schwierig, mit Testosteron und Hoden zu leben, und auch der Hodensack muss dann mit daran glauben, denn er wird ja für die GaoP nicht mehr gebraucht.
Der Anlass eine Orchiektomie machen zu lassen, war für mich dass ich langfristig keine Antiandrogenen nehmen wollte, aber mein Testosteron dauerhaft senken wollte.

LG Nicola
Nicola
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Re: Orchiektomie, Erfahrungsbericht

Post 29 im Thema

Beitrag von Nicola »

Meine Lieben, hier wieder einmal ein Update zu meinem Erfahrungsbericht. Nach 6 Wochen hatte ich meinen ersten und einzigen Kontrolltermin bei der Urologin, die Narbe war gut verheilt, die Urologin war zufrieden und auch von mir gab es keine Einwände.
Nach nun gut 3 Monaten ist die Naht nur noch zu erahnen, es zieht nichts mehr und auch beim abtasten fühlt sich alles gut an.
Ich bin auch immer noch sehr froh, dass ich die OP habe machen lassen.

LG Nicola
Lavendellöwin
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Re: Orchiektomie, Erfahrungsbericht

Post 30 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Huhu..

ich arbeite zwar mittel, bzw. langfristig auf die GaOP hin,

aaaber,

die letzten 2 Tage beschäftigt mich die Frage nach der Orchiektomie doch sehr.
Ich werde mich da natürlich auch mal mit meinen Liebsten und meiner Therapeutin dransetzen, aber trotzdem.

Zum einen ist für mich die Frage, lebt es sich ohne Blocker besser? Ich komme ganz gut damit klar, rein psychisch
gesehen, aber was frau sich an Chemie sparen kann, sollte auch gespart werden.
Zum anderen, habe ich den tiefen Eindruck, das die Hoden grade wegen den Blockern manchmal schmerzen.

Wenn ich es richtig verstanden habe, ist die Entfernung der Hoden auch kein Nachteil für die grosse OP später.

Also was sprich dagegen? Ich für mich sehe ohne den Urologen mal gefragt zu haben keine Gegenanzeigen.
Und nein, Kinder sind keine Option, ich bin kein biologischer Erzeuger-Punkt.

Was spricht dafür?
Die Blocker und die Schmerzen manchmal fallen weg.
Das Testo hat sich dann auf "natürliche" Weise verabschiedet.
Noch ein Stück Männlichkeit verabschiedet sich auf dem Weg Richtung GaOP, die die es haben machen lassen-
fühltet ihr euch befreiter? Das ist meine Vorstellung...

Gut die Hoden sind am Schrumpfen und sind recht klein (sagte der Profi, also Urologe) aber ich empfinde
die Dinger als gross, unnötig und insgesamt als unschön..auch vom Gefühl dazu her.

Wollt ihr eure Erfahrungen mit mir teilen? Ich bin ganz Ohr, äh Auge...

edit...noch eine Frage: hat sich bei euch generell am Hormonstatus pre und post OP nochmal etwas geändert?
Also ohne an der Dosis zu drehen?

alles Liebe Marie (flo)
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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