World Dress Day
World Dress Day - # 3

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Toni Smith
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Re: World Dress Day

Post 31 im Thema

Beitrag von Toni Smith » Di 12. Mär 2019, 23:49

MichiWell hat geschrieben:
Di 12. Mär 2019, 23:26
Michelle_Engelhardt hat geschrieben:
Mo 11. Mär 2019, 06:11
Als Kind / Jugendliche habe ich auch sämtliches abgelehnt, was von der Farbe, Form oder Design her irgendwie nach Mädchen ausgesehen hat.
Hallo zusammen,

mir ging es auch so wie Michelle. Ich war sehr darauf bedacht, bloß keinen Verdacht aufkommen zu lassen, dass mir Mädchenkleidung gefallen könnte. Und so habe ich mir jede erdenkliche Gelegenheit versagt, wo ich die Möglichkeit gehabt hätte. Eine Strumpfhose als Geburtstagsgeschenk ... abgelehnt ... oder im Winterurlaub eine Strumpfhose meiner Schwester anziehen ... lieber habe ich gefroren, als mich vielleicht irgendwie zu verraten, dass ich das eigentlich so gern gewollt hätte. Klar klingt das im Rückblick ziemlich unsinnig und ist wohl kaum nachzuvollziehen. Aber es zeigt, welchem Konformitätsdruck ich damals ausgesetzt war. Doch trotz dieses hohen Drucks bin ich nicht davon los gekommen, hatte allenfalls mal Phasen, in denen der Wunsch kaum präsent war.


Liebe Grüße
Michi
Ist es denn wirklich immer Konformitätsdruck oder könnte es auch einfach die Wahrnehmung eines Kindes sein. Ein Kind sieht es vielleicht so, dass wenn es etwas von der anderen Gruppe (hier die Mädchen) gut findet oder es gut finden könnte, dass es dann automatisch zu dieser Gruppe gezählt wird. Es quasi zum Gruppenmitglied transformiert wird. Das könnte befremdlich wirken, ja sogar zur Existenzangst führen. Schließlich wird die eigene Persönlichkeit, das Ich, mit der Gruppenzugehörigkeit verbunden. Also in diesem Fall der Gruppe Jungen. Wenn dann diese Gruppenzugehörigkeit abgesprochen wird, durch die Umwelt, wird dadurch sozusagen dem Kind auch das Ich abgesprochen.

Es könnte sein, dass sogar diese kindliche Ansicht sich auch noch in Erwachsenenalter bemerkbar macht.

Mal so als Gedanken oder Theorie in den Raum geworfen. Ich hab allerdings keinerlei Ahnung von Kinderpsychologie und daher ist das nur meine Sichtweise beruhend auf Erfahrungen von mir.

Toni Smith
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Re: World Dress Day

Post 32 im Thema

Beitrag von Toni Smith » Di 12. Mär 2019, 23:53

Wenn ich die Theorie auf Mädchen übertrage, dann sieht hier ein Kind (Mädchen) sich nicht so sehr von diesen Gruppenzuschreibungen bedroht. Zwar auch aber die Gruppenzugehörigkeit ist viel vielfältiger ausgeprägt und nicht ganz so starr mit Regeln besetzt, wie die der Gruppe Jungen.
Das variert aber auch von Umwelt und Elternhaus. Manche Mädchengruppen sind extrem starr und manche extrem flexibel.

Toni Smith
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Re: World Dress Day

Post 33 im Thema

Beitrag von Toni Smith » Mi 13. Mär 2019, 00:15

Billy Porter hat zu den Oscars 2019 mal den World Dress Day umgesetzt.

"Mein Ziel ist es, durch das, was ich trage, eine wandelnde politische Botschaft zu sein. Ich will Erwartungen brechen. Was ist Maskulinität? Was bedeutet sie? Frauen tragen ständig Hosen, aber sobald ein Mann ein Kleid trägt, rastet jeder aus."

"„Mein Look ist so interessant, weil es kein ,Drag‘-Look ist. Denn, ich bin ja keine Dragqueen. Ich bin ein Mann in einem Kleid!“"

Finde ich auch ein mutiges Statement. Zu sagen und dazu zu stehen, "ich bin ein Mann in einem Kleid" entmachtet dieses Bild und verwandelt es zu etwas Neuen. Dadurch wird das Kleid eben zu einem Kleidungsstück. Der Mann übernimmt das Kleid und interpretiert es für sich zu einem ganz normalen Kleidungsstück.

Daraus können dann Demoslogans werden, wie "Ich bin nicht Drag, ich bin nicht Trans, ich bin ein Mann (in einem Kleid)." Oder "Das ist ein maskulines Kleid" oder "ich bin maskulin." "Ein Mann in einem Kleid ist die wahre Revolution." "Gleichberechtigung gilt auch für Männer." "Gleichberechtigung gilt auch in der Mode." "Habt keine Angst, traut euch." "Seit mutig!", "Every man can wear what he likes (and women too)"

https://www.glamour.de/mode/mode-news/b ... eid-oscars

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Re: World Dress Day

Post 34 im Thema

Beitrag von MichiWell » Mi 13. Mär 2019, 00:28

Toni Smith hat geschrieben:
Di 12. Mär 2019, 23:49
Ist es denn wirklich immer Konformitätsdruck oder könnte es auch einfach die Wahrnehmung eines Kindes sein.
Ich kann freilich nur von mir sprechen, aber es war bei mir, dass ich Angst hatte, dass meine geheimen Wünsche bemerkt werden könnten. Ich wollte immer hier und dort sein, habe mein Jungs-Sein hicht abgrundtief gehasst, wollte aber auch Mädchen sein, und habe schon frühzeitig realisiert, dass ich mit meinem Empfinden nicht den gängigen Schemta entspreche. Das lag vielleicht auch daran, dass es in meiner Familie im Bezug auf Körperlichkeit recht offen zuging, nicht so prüde und verklemmt, wie bei manch anderen. Jedoch gab es keine Offenheit im Bezug auf Sexualität, und Mann war Mann und Frau war Frau, und auch etwas anderes als Mann+Frau wurde oft mit abfälligen Worten bedacht.
Toni Smith hat geschrieben:
Di 12. Mär 2019, 23:49
Es könnte sein, dass sogar diese kindliche Ansicht sich auch noch in Erwachsenenalter bemerkbar macht.

Mal so als Gedanken oder Theorie in den Raum geworfen. Ich hab allerdings keinerlei Ahnung von Kinderpsychologie und daher ist das nur meine Sichtweise beruhend auf Erfahrungen von mir.
Vielleicht solltest du wirklich mal anfangen, nur noch von dir selbst und für dich zu sprechen, nicht ständig deine Fehler und Irrtümer zwanghaft auf allen anderen zu projizieren. Ich habe so langsam den Eindruck, du suchst irgendeine Erklärung, die Schuld für deine gemachten Fehler auf die anderen überträgt und dich von deiner Eigenverantwortung erlöst.
Brauchst Du Hilfe oder einfach jemanden zum quatschen? Schick mir ´ne PN!

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Re: World Dress Day

Post 35 im Thema

Beitrag von Toni Smith » Mi 13. Mär 2019, 00:42

MichiWell hat geschrieben:
Mi 13. Mär 2019, 00:28
Toni Smith hat geschrieben:
Di 12. Mär 2019, 23:49
Ist es denn wirklich immer Konformitätsdruck oder könnte es auch einfach die Wahrnehmung eines Kindes sein.
Ich kann freilich nur von mir sprechen, aber es war bei mir, dass ich Angst hatte, dass meine geheimen Wünsche bemerkt werden könnten. Ich wollte immer hier und dort sein, habe mein Jungs-Sein hicht abgrundtief gehasst, wollte aber auch Mädchen sein, und habe schon frühzeitig realisiert, dass ich mit meinem Empfinden nicht den gängigen Schemta entspreche. Das lag vielleicht auch daran, dass es in meiner Familie im Bezug auf Körperlichkeit recht offen zuging, nicht so prüde und verklemmt, wie bei manch anderen. Jedoch gab es keine Offenheit im Bezug auf Sexualität, und Mann war Mann und Frau war Frau, und auch etwas anderes als Mann+Frau wurde oft mit abfälligen Worten bedacht.
Toni Smith hat geschrieben:
Di 12. Mär 2019, 23:49
Es könnte sein, dass sogar diese kindliche Ansicht sich auch noch in Erwachsenenalter bemerkbar macht.

Mal so als Gedanken oder Theorie in den Raum geworfen. Ich hab allerdings keinerlei Ahnung von Kinderpsychologie und daher ist das nur meine Sichtweise beruhend auf Erfahrungen von mir.
Vielleicht solltest du wirklich mal anfangen, nur noch von dir selbst und für dich zu sprechen, nicht ständig deine Fehler und Irrtümer zwanghaft auf allen anderen zu projizieren. Ich habe so langsam den Eindruck, du suchst irgendeine Erklärung, die Schuld für deine gemachten Fehler auf die anderen überträgt und dich von deiner Eigenverantwortung erlöst.
Sorry aber ich hab das so geschrieben, dass es aus meiner SIcht ist und es meine Theorie ist. Theorien heißen nicht das es war ist, sondern rein ein Gedanke und subjektiv, was ich auch gesagt habe. Solangsam hab ich das Gefühl das man mich falsch verstehen will um mich zu provozieren.

Also nochmal an alle, meine Meinung ist rein Subjektiv. SUBJEKTIV. MEINE MEINUNG. KEINE VERALLGEMEINERUNG. und wenn jemand meint meine Gedanken aus dem Kontext zu schreiben und zu kommentieren, dann hat er meine Meinung falsch wiedergegeben und dann kann ich auch nichts machen. Ich spreche niemanden etwas ab oder an, sondern versuche mich nur an verschiedenen Perspektiven. Die mögen nicht alle teilen, brauchen sie auch nicht.

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Re: World Dress Day

Post 36 im Thema

Beitrag von AndroSern » Mi 13. Mär 2019, 16:45

WARUM SO KOMPLIZIERT? - Ich verstehe die Männer nicht!
ES IST SO LEICHT.

Darauf zu warten, dass die Mode-Industrie feminine Mode für Männer anpreist, ist dummes Zeug.
Die Frauen haben die Hosen nicht angezogen, weil die Industrie sie ihnen unterjubeln wollte, sondern weil sie entdeckten, wie bequem sie für den Alltag (meistens) sind.

Wer aber sich "wie eine Frau" oder sogar "als Frau" kleiden will, begeht schon den ersten Fehler, Auch Frau zieht sich nicht "wie Frau" an, sondern so, wie sie sich grad fühlt oder welchem Anlass sie jetzt gerecht werden will.
Ziehe Dir das an, was Du meinst, dass Du es auf der Straße so tragen kannst, dass Du nicht als Konkurenz zur Vogelscheuche auftrittst. Und vergiss die HighHeels, schau Dich um, und Du wirst sehen, es sind nur wenige Frauen, die sich 16 Stunden am Tag damit Beine und Hüfte dauerhaft kaputt machen.
Ach ja: Und wenn Du Pech hast, sind Deine Arme zu lang für die "langärmeligen" Kleidungsstücke.

und immer der Devise folgen: ES GEHT MEHR, ALS DU JETZT AHNST!
Mein Sein ist mein Leben und warum sollte ich an meinem Leben etwas ändern, damit ich das bin, was anderen von mir erwarten - Das Ergebnis könnte nur sein, dass ich eine schlechte Rolle spiele! - ICH BIN ICH!

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Re: World Dress Day

Post 37 im Thema

Beitrag von MichiWell » Mi 13. Mär 2019, 23:00

Toni Smith hat geschrieben:
Mi 13. Mär 2019, 00:42
Solangsam hab ich das Gefühl das man mich falsch verstehen will um mich zu provozieren.
Wie kommst du auf das schmale Brett? Wenn du glaubst, ich hätte nichts besseres zu tun, als dich zu provozieren, dann irrst du dich gewaltig. So wichtig bist du nicht. Doch ich gewinne so langsam den Eindruck, dass ich dir .. warum auch immer .. irgendwie wichtig bin, so wie du dich an mir abarbeitest.

Bei dir läuft es fortgesetzt darauf hinaus, dass du die Selbstwahrnehmung anderer bezweifelst, in dem du mit deinem immer und immer gleichen Erklärungsansatz daher kommst, der deine gemachten Fehler widerspiegelt, soweit ich dich verstanden hatte. Dass du minimal deine Wortwahl geändert hast, ändert nichts am Kernproblem.

Unter diesen Umständen verspüre ich keinerlei Bedürfnis, mit dir eine Friedenspfeife zu rauchen, und ehrlich gesagt erhoffe ich inzwischen auch keine Änderung mehr. Ich werde dich daher auf Igno setzen.
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Re: World Dress Day

Post 38 im Thema

Beitrag von AndroSern » Do 14. Mär 2019, 10:54

Toni Smith hat geschrieben:
Mi 13. Mär 2019, 00:15
Billy Porter hat zu den Oscars 2019 mal den World Dress Day umgesetzt.
MEin Tipp
EINFACH SELBER MACHEN
und dann sehen was, geschieht.
Es steht nirgend geschrieben, dass es in Sachen Bekleidung eine Stil-Vorschrift gibt.
Irgend einer der Modezahre {mein Namensgedächtniis ist ein Katastrophe] aus D-Land sagte es vor geraumer Zeit im NDR eben einfach mal so dahin:
Ich schaffe keine Kleidung für Frauen, auch wenn diese sie offenbar bevorzug kaufen,
auc schaffe Kleidungsstücke und wer meint, dass er sie tragen möchte, was soll ich sagen?
Ich freie mich!

Nur wundere sich keiner über die Reaktionen in der Welt um ihn herum (Frau und Mann und wer noch!) Auch Frau kann nicht alles tragen und manche Frau sieht im Kleid einfach - na sage ich es mal diplomatisch - nicht vorteilhaft aus, während die Frau daneben besser auf blümchen-Hosen verzichten sollte.
Vor einigen Jahren sah ich meinem Wohnquartiert ein älteres Paar flanieren, beide in einem hellen Batik-Overal, Mein erster Gedank "verdammt mutig!" aber schon der zweite: "Woaw, das steht den beiden wie angegossen!" ich hürde das nicht freiwillig angezogen haben wollen.
EINFACH SELBER MACHEN

Nicht Billy Hastenicht ist mein Gesetz, sondern ich bin für mich Maßgebend!
Mein Sein ist mein Leben und warum sollte ich an meinem Leben etwas ändern, damit ich das bin, was anderen von mir erwarten - Das Ergebnis könnte nur sein, dass ich eine schlechte Rolle spiele! - ICH BIN ICH!

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Re: World Dress Day

Post 39 im Thema

Beitrag von sbsr » Do 14. Mär 2019, 13:18

AndroSern hat geschrieben:
Mi 13. Mär 2019, 16:45
WARUM SO KOMPLIZIERT? - Ich verstehe die Männer nicht!
ES IST SO LEICHT.
AndroSern hat geschrieben:
Do 14. Mär 2019, 10:54
EINFACH SELBER MACHEN
und dann sehen was, geschieht.

Tut mir leid, aber ich kann solche Parolen und Allgemeinplätze langsam nicht mehr hören :((a
LG, Svenja

Erinnerungen sind das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

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Re: World Dress Day

Post 40 im Thema

Beitrag von Toni Smith » Do 14. Mär 2019, 16:42

AndroSern hat geschrieben:
Mi 13. Mär 2019, 16:45


Wer aber sich "wie eine Frau" oder sogar "als Frau" kleiden will, begeht schon den ersten Fehler, Auch Frau zieht sich nicht "wie Frau" an, sondern so, wie sie sich grad fühlt oder welchem Anlass sie jetzt gerecht werden will.
Das ist eine sehr gute Weisheit.

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Re: World Dress Day

Post 41 im Thema

Beitrag von AndroSern » Do 14. Mär 2019, 17:35

SVENJA, es ist leicht, ich lebe es seit meinem 40ten Lebensjahr bis in meinen öffentlichkeits-wirksamen Beruf hinein, auch jetzt noch bis hin zu Presse-Auftritten.
Das ist immer ein Weg der Annäherung und dann auch des Erreichens.
Bild
und ich trage absolut NUR (in Zahlen 100%) so genannte Damen-Kleidung.
Vielleicht sollten wir hier nicht CROSSDRESS und TRANSVESTIE durcheinander würfeln!
Christel grüßt
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Re: World Dress Day

Post 42 im Thema

Beitrag von FallenMycraft » Fr 15. Mär 2019, 10:35

MichiWell hat geschrieben:
Di 12. Mär 2019, 23:26
Michelle_Engelhardt hat geschrieben:
Mo 11. Mär 2019, 06:11
Als Kind / Jugendliche habe ich auch sämtliches abgelehnt, was von der Farbe, Form oder Design her irgendwie nach Mädchen ausgesehen hat.
Hallo zusammen,

mir ging es auch so wie Michelle. Ich war sehr darauf bedacht, bloß keinen Verdacht aufkommen zu lassen, dass mir Mädchenkleidung gefallen könnte. Und so habe ich mir jede erdenkliche Gelegenheit versagt, wo ich die Möglichkeit gehabt hätte. Eine Strumpfhose als Geburtstagsgeschenk ... abgelehnt ... oder im Winterurlaub eine Strumpfhose meiner Schwester anziehen ... lieber habe ich gefroren, als mich vielleicht irgendwie zu verraten, dass ich das eigentlich so gern gewollt hätte. Klar klingt das im Rückblick ziemlich unsinnig und ist wohl kaum nachzuvollziehen. Aber es zeigt, welchem Konformitätsdruck ich damals ausgesetzt war. Doch trotz dieses hohen Drucks bin ich nicht davon los gekommen, hatte allenfalls mal Phasen, in denen der Wunsch kaum präsent war.


Liebe Grüße
Michi
Hallo Michi und Michelle,

schon interessant. Bei mir war das irgendwie anders. Als ich Anfang 20 war habe ich oft und viel Röcke getragen. Meinen schwarzen Satinwickelrock und meinen langen roten Pannesamtrock, die ich mir beide selbst genäht hatte. Irgendwie ist das dann eingeschlafen als ich mehr gearbeitet habe. Schade eigentlich. Jedenfalls habe ich mir für diesen Sommer für den MM 2 Meter rotes Schottenkaro besorgt. Daraus wird dann demnächst ein einfacher, knielanger Tellerrock.

LG Daniela (flow)
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Re: World Dress Day

Post 43 im Thema

Beitrag von MichiWell » Fr 15. Mär 2019, 22:18

FallenMycraft hat geschrieben:
Fr 15. Mär 2019, 10:35
schon interessant. Bei mir war das irgendwie anders. Als ich Anfang 20 war habe ich oft und viel Röcke getragen.
Hallo Daniela,

zu der Zeit, mit Anfang 20, war bei mir ganz doof .. erst Wehrdienst, direkt danach Studenten-WG. Und negative Erfahrungen, die mich dazu brachten, meine Gefühle und Wünsche bestmöglich zu verbergen, hatte ich bereits mit 5-6 Jahren gemacht. Kinder sind bekanntlich grausam gegen andere .. und sei es nur, weil man eine Brille tragen musste. Ich hatte zum Ende des Studiums eine einmaligen Gelegenheit, aber die habe ich versemmelt. Ich hatte eine Freundin, die in dieser Hinsicht wohl aufgeschlossen war und mich zum Fasching als Mädel stylte, und hinterher, nach der Party fragte, ob mir solche Sachen gefallen, ich sie gern tragen würde. Rückblickend bedauere ich meine Entscheidung, mich in diesem Moment verleugnet, und alles von mir gewiesen zu haben.


Liebe Grüße
Michi
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Re: World Dress Day

Post 44 im Thema

Beitrag von Sylvia H » Sa 16. Mär 2019, 01:35

Versuch ein komplexes Thema mit ein paar Worten darzustellen.

Die Probleme fangen doch schon in der Kindheit an, das Jungs nicht beigebracht wird auf ihr Äußeres zu achten. Im Gegenteil es wird ihnen regelrecht abgewöhnt. Genau wie uns im Kindesalter schon eine Farbenlehre eingeimpft wird rosa/Mädchen. Blau/Jungs. Und so zieht sich das durch die gesamte Entwicklung. Das ganze ist ein sehr komplexes Thema. Ich finde es gut, wie in Schweden die Kinder zunächst neutraler erzogen werden sollen. Letztlich glaube ich, das die Hose auch ein Machtsymbol ist. Nicht umsonst ziehen viele selbstbewusste Frauen oder Frauen in Führungspositionen eine Hose an und eben genau keinen Rock. Genau deshalb ist es auch für die meisten Männer unvorstellbar, ja sogar ein Angriff auf ihre Männlichkeit, wenn man sie dazu bewegen wollte Röcke anzuziehen. Im Umkehrschluß behaupte ich, solange es nicht möglich ist die Kleidung frei zu wählen, gibt es in der Gesellschaft keine wirkliche Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen. Weil die Kleidung Ausdruck des Lebensstiles ist. Da würden auch keine Demos was bringen. Es müsste ein Umdenken in der Gesellschaft stattfinden. Gute Anfänge waren damals die New Romantics Bewegung oder heute vielleicht auch die Gruftis ( schwarze Scene). Und die Mangas mit ihrem Cosplay. Oder wie in der Mode immer wieder Modemacher versuchen Röcke und Kleider für Männer zu etablieren (Gautier, Westwood). Es muß dann aber auch angenommen werden. Ich versuche meinen Teil dazu beizutragen, in dem ich möglichst oft alltagstauglich männliche und weibliche Kleidung mische. Auch wenn ich gerne noch offener und noch mehr Flagge zeigen würde.
Sylvia

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Re: World Dress Day

Post 45 im Thema

Beitrag von FallenMycraft » Sa 16. Mär 2019, 08:13

MichiWell hat geschrieben:
Fr 15. Mär 2019, 22:18
FallenMycraft hat geschrieben:
Fr 15. Mär 2019, 10:35
schon interessant. Bei mir war das irgendwie anders. Als ich Anfang 20 war habe ich oft und viel Röcke getragen.
Hallo Daniela,

zu der Zeit, mit Anfang 20, war bei mir ganz doof .. erst Wehrdienst, direkt danach Studenten-WG. Und negative Erfahrungen, die mich dazu brachten, meine Gefühle und Wünsche bestmöglich zu verbergen, hatte ich bereits mit 5-6 Jahren gemacht. Kinder sind bekanntlich grausam gegen andere .. und sei es nur, weil man eine Brille tragen musste. Ich hatte zum Ende des Studiums eine einmaligen Gelegenheit, aber die habe ich versemmelt. Ich hatte eine Freundin, die in dieser Hinsicht wohl aufgeschlossen war und mich zum Fasching als Mädel stylte, und hinterher, nach der Party fragte, ob mir solche Sachen gefallen, ich sie gern tragen würde. Rückblickend bedauere ich meine Entscheidung, mich in diesem Moment verleugnet, und alles von mir gewiesen zu haben.


Liebe Grüße
Michi
Hi Michi,
die Mobbing Vergangenheit kenne ich leider auch zur genüge. Irgendwann hatte ich mich damit halt so weit arrangiert, dass ich mir gesagt habe: Scheiß drauf, was die anderen denken. Ich war dann mit meinen Freunden im gothic bereich unterwegs, und da sind ja bekanntlich außergewöhnliche Kleidungsstile gar nicht so ungewöhnlich, hihi. Jedenfalls habe ich die Röcke damals als Kerl getragen. Ob da schon die latente weibliche Seite mitgeschwungen ist? Keine Ahnung. Bei meinen Kumpels war ich jedenfalls Trendsetter zu der Zeit. :lol:

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