Ich zitiere aus einem Beitrag vom 6. Feb 2019 aus einem anderen Thread.
viewtopic.php?f=16&t=14270&p=231928&hilit=toni#p231928
Toni Smith hat geschrieben: Mi 6. Feb 2019, 07:00
Der Alltagstest bereitet einem auf das Leben als Frau vor.
Man kann in der Zeit mit den Haaren, dem Make-Up und der Kleidung Erfahrung sammeln. Vor alkem lernt man ob man das mentale Rüstzeug dafür hat.
Der Alltagstest bereitet einen auf vieles vor, nur nicht auf das wirkliche Leben als Frau. Es ist eine Belastungsprobe an der viele zerbrechen können. Jede noch so kleine Veränderung kann das nötige Selbstvertrauen stärken. Lange Haare Makeup und Frauenkleidung, machen eine Person in dieser Zeit nicht zur Frau. Auch Hormone und Operationen werden das nie schaffen. Aber es stärkt Menschen in dieser Situation, wenn es wenigstens ein bisschen den Körper verändert. Wichtig ist doch aber der Rückhalt der Familie und Freunde. Und wenn dein Umfeld dich als Frau wahrnimmt, dann hilft das enorm. Zumindest bestätigen das sehr viele.
Gutes Passing erleichtert den Weg, die Strecke bleibt aber die gleiche.
Toni Smith hat geschrieben: Mi 6. Feb 2019, 07:00
Nach 2 Jahren HRT war ich auch ziemlich ernüchternt was die Wirkung betraf. Was mich ziemlich deprimierte. Die meiste Wirkung erzielt man allein schon mit langen Haaren und Bartepilation und damit lässt sich auch im Alltagstest beginnen.
Hier liegt denke ich der Teufel begraben. Du wurdest von deinen Erwartungen enttäuscht und versuchst jetzt andere davor zu warnen ebenfalls diesen "Fehler" zu machen. Das ist vom Grundgedanke her gut. Zum Nachdenken sollte man animieren. Zweifel zu streuen kann aber zu genau dem Gegenteil führen. Was sind schon zwei Jahre im Vergleich zu dem was noch kommen kann? Die natürliche Pubertät passiert auch nicht in so kurzer Zeit.
Toni Smith hat geschrieben: Mi 6. Feb 2019, 07:00
Ich bekam Angstattacken wenn ich in weiblicherer Kleidung aus dem Hausgehen wollte.
Das weglassen des Alltagstest hat mich also nicht davor bewahrt sondern es verschlimmert.
Toni Smith hat geschrieben: Mi 6. Feb 2019, 07:00
Hrt reduziert die Stressresistenz und macht weniger gleichgültig. Das verschlimmert dann natürlich nicht verarbeitete Ängste. Zum Schluss hab ich Treffen von Freunden nicht mehr wahrgebommen und auch auf Arbeit immer häufiger zu späht gekommen.
Du hattest scheinbar deine Ängste noch nicht überwunden und wünscht dir man hätte dafür gesorgt das du nicht so viel überstürzt. Evtl. warst du auch nicht informiert genug. Das kann ich nicht beurteilen.
Du hast dich nach eigenen Angaben von deinen Freunden distanziert. Damit hast du dir selber den nötigen Rückhalt, die Unterstützung und Bestätigung genommen um dich mental zu unterstützen. Unerfüllte Erwartungen haben dann den Rest erledigt. Verteufel nicht den Fluss wenn du ins Wasser fällst, sondern dich, weil du anstelle der Brücke die rutschigen Steine gewählt hast. Du kritisierst, dass der Weg der Transition zu leicht gemacht wird. Vergisst dabei aber das der Weg den man wählt letztendlich selber gewählt werden muss.
Mich macht das ein wenig traurig und ich wünsche mir für dich, dass du zu dir findest. Und egal wie, irgendwie glücklich werden kannst.
Auch finde ich es falsch das du für deine Meinung hier starke Kritik erhalten hast. Dein Grundgedanke ist nicht falsch. Nur die Art wie du es schreibst ist nicht polarisierend, sondern einfach schlecht in meinen Augen.
Dieses Forum bietet die Möglichkeit zum Austausch von Meinungen. Man kann nicht immer einer Meinung sein. Aber man kann respektvoll auf die Meinung anderer Forenteilnehmer_innen eingehen und daher finde ich, dass wir Toni die Möglichkeit geben sollten sich genauer zu erklären anstelle ihn als Troll abzustempeln.
just my two cents