Mein Mann hat mich belogen, betrogen und hintergangen ....
Mein Mann hat mich belogen, betrogen und hintergangen .... - # 4

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Drachenfrau
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Re: Mein Mann hat mich belogen, betrogen und hintergangen ....

Post 46 im Thema

Beitrag von Drachenfrau »

Aubergine hat geschrieben: So 3. Feb 2019, 15:05 .........

Ich höre so oft den Einwand, "ich bin doch immer noch die gleiche Person"
Ja und Nein. Was bleibt ist der Charakter, alles andere ändert sich, sogar die Gewohnheiten ändern sich.
Unabhängig vom Sexualleben, das sich im laufe der Jahre ja auch verändert, ändert sich das Geschlecht des Menschen, mit dem ich zusammen bin. Für den ich mich vor Jahren entschieden habe und dem ich alles gegeben habe, wozu ich als Frau in der Lage bin.

Jetzt soll die heterosexuelle Frau plötzlich in einer Homosexuellen Beziehung leben, obwohl sie dafür überhaupt nicht gemacht ist.
Ja ich kenne die Einwände von euch Mädels, aber bitte sagt mir doch mal, warum der Großteil von euch weiterhin auf Frauen steht? Weil ihr hetero seid und euer Empfinden sich nicht verändert, auch wenn ihr Frau seid nicht.
Von eurer Frau aber erhofft ihr eine Wendung um 180-° und bitte sei ab sofort lesbisch.

Das ist die eine Seite. Die andere Seite ist folgende:
Ihr habt euch für euren Lebensweg entschieden. Und das ist gut so.
Ihr seid erleichtert, habt weniger bis keine Depressionen mehr.
Ihr mach eurer Frau klar, dass ihr nicht mehr anders könnt, dass ihr das schon viel früher hättet tun sollen und dass der Weg für euch richtig ist.

Wer hat jetzt den schwarzen Peter? Wer bekommt jetzt die Depressionen? Welche Wahl hat Frau?
Sie fühlt sich um ihr Glück betrogen, natürlich belogen, und das bisher gelebte Leben aus und vorbei.
Entweder sie gibt sich und ihre Wünsche auf und folgt euch auf eurem Weg, der dann gemeinsam durchaus glücklich sein kann.
Die traurige Wahrheit aber ist, dass dabei nun meist Frau auf der Strecke bleibt. Denn alles, was sich nun ändert ist nicht ihr Wille und Wunsch, sondern eurer.
Ihr habt die Rollen getauscht. Jahrelang habt ihr versucht euch anzupassen, jetzt versucht das die Frau. Und so wenig, wie ihr euch für immer verstecken konntet, gelingt es vielen Frauen nicht, sich anzupassen.
Ich glaube, je älter das Paar, je größer die Wahrscheinlichkeit dass es gut gehen kann, aber ansonsten glaube ich, dass es nur funktionieren kann, wenn ihr von Anfang an einen Partner habt, der mit der Situation vertraut ist und sich darauf einlassen kann.
Das Ausnahmen die Regel bestätigen ist klar.
Daher halte ich es immer noch für sehr wichtig, sich der Frau zu outen, auch auf die Gefahr hin, alles zu verlieren was einem bis dato vertraut war. Doch den Frauen geht es genau so.

LG Aubergine
Hallo liebe Aubergine,

danke, dass auch du dich hier einbringst und viele Gedankengänge (auch meine) hier super auf den Punkt bringst.
Ich habe es noch nicht aufgegeben, meinen Weg in deine Richtung zu finden.

Stimmt, auch wenn ich die Transition mitgegangen bin und nun mit einer Frau lebe und sie liebe - es ist keine Selbstverständlichkeit und nicht einfach nur eine Frage der Liebe.
Denies verändert sich immer noch und kämpft nun mit der Vergangenheit, nicht nur dass sie nicht als Frau früher leben konnte, sondern, dass sie fast 56 werden musste, um endlich einen Menschen zu treffen, dem sie vertrauen konnte und aufhören, sich zu verstellen.
Ich habe teilweise einen ganz anderen Menschen vor mir.
Es ist für mich okay, dass Außenstehende mich als lesbisch sehen - weil es ihre Meinung ist - nicht meine.
Doch ich fühle mich nicht lesbisch. Um lesbisch zu sein, müssten Frauen mich generell anmachen - doch dem ist nicht so.
Meiner Liebsten habe ich auch gesagt, ich bin nicht lesbisch, aber ich liebe dich wie du bist als der Mensch der du bist.
Es hat eine Weile gedauert bis sie das nachvollziehen und verstehen, bzw. annehmen konnte und die Erwartungshaltung mir gegenüber aufzugeben.

Den schwarzen Peter haben beide - keine(r) allein.
Es ist auch nicht schlimm, wenn die Partnerin sagt, dass sie diesen Weg nicht mitgehen kann, weil sie sich nicht auf den Menschen als Frau einlassen kann.
Es ist eine Frage, wie Partner miteinander umgehen.
Zu Denies sagte ich, das schlimmste, was uns passieren könnte, wäre eine Trennung.
In dieser Trennung würden wir uns wohlwollend und freundlich gegenüber stehen, einander für den weiteren Weg Glück wünschen und hoffen, dass wir es schaffen zu einem späteren Zeitpunkt Freundinnen sein zu können.

Es kann nicht sein, dass sich eine Partnerin nun anpassen soll oder muss.
Das ist nicht der Sinn des Lebens.

Wenn nun eine Beziehung "das Trans" "braucht", damit das Deckeln, unter den Teppich kehren aufhören soll - dann wäre die Überlegung es wert, ob man sich in dieser Situation offen und ehrlich, verletzlich begegnet und die Chance in die Hand nimmt, dass jede für sich das annimmt, was es zu ver- oder zu bearbeiten gibt.

Es würde allen Beziehungen auf der Welt sehr viel helfen, wären alle von vornherein ehrlich und offen zueinander.

Danke für dein Engagement.

Liebe Grüße,
Ulla
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Re: Mein Mann hat mich belogen, betrogen und hintergangen ....

Post 47 im Thema

Beitrag von Drachenfrau »

Liebe betty,

ich hatte gehofft, noch einmal von dir zu lesen.
Das, was ich nachfolgend schrieb, sollte weder anklagend, noch vorwurfsvoll noch sonst irgendwie angreifend gemeint sein, sondern ein Versuch heraus zu finden, was wirklich unter dieser Wut liegt.

Marshall Rosenberg sagt:
Anger is the suicidal expression of an unmet need.
Ärger/Wut ist der tragische Ausdruck eines nicht erfüllten Bedürfnisses.

Du findest immer wieder den Weg in dieses Forum und schreibst.
Wenn es der Schrei um Hilfe ist und die Suche nach der Erfüllung, was du brauchst, wäre es vielleicht für dich hilfreich, diesen Weg zu gehen?

Liebe Grüße,
Ulla


Drachenfrau hat geschrieben: Fr 1. Feb 2019, 19:37
betty hat geschrieben: Fr 1. Feb 2019, 15:32 Ja er hat die Ehe gebrochen. Er ist unter vortäuschung falschen Tatsachen diese Ehe eingegangen. Das mache ich ihm zum Vorwurf.
Ich bin sehr froh, daß ich diese Wut in mir habe, ohne diese Wut wäre ich verzweifelt in dieser ganzen Zeit. Die Wut macht mich stark und hart, und genau das muss ich sein, jetzt nach der Trennung. Ich blicke nichts desto trotz in die Zukunft, aber mein grundvertrauen ist nicht nur zerstört, sondern bestialisch umgebracht worden. Das merke ich jeden Tag.
Und auch wenn wir getrennt sind, und er jetzt seinen Weg wie auch immer geht, hoffe ich, daß er bei allem was er tut, Rücksicht auf seine Kinder nimmt. Er hat damals mit entschieden, Verantwortung für sie zu übernehmen und diese Pflicht hat er!!!!
Liebe betty,

ich bin selbst eine Frau, die in eine Trennung mit ganz viel Wut ging. Mein Spruch war damals "nur ein toter Mann ist ein guter Mann".
Erst Jahre später wurde mir so richtig klar, was die Summe an Erlebtem sich tatsächlich mit Mißbrauch beschreiben ließ.
Damals dachte ich auch, hart zu sein wäre gut, denn das würde bedeuten, man wäre weniger verletzt oder verletzbar.
Du brauchst keine Wut, die dich stark macht, du bist eine starke Frau - du brauchst dir nur anzuschauen, was du geschaffen hast, schon allein als Mutter ist eine Frau stark.
Maßlos enttäuscht war ich auch über die Menschen, die sahen, dass es mir sehr schlecht ging und keiner streckte die Hand aus, kein Prinz auf einem prächtigen Ross kam vorbei und hob mich rettend auf sein Pferd.
Weißt du warum? Mein Leben war meine Verantwortung. Hilfe kam, nachdem ich diesen Mann verließ und verstand, dass ich hätte jederzeit gehen können. Wenn ich um Hilfe dabei gebeten hätte, hätte ich auch welche bekommen.

Ich habe mir überlegt, deine Worte hier mal anders zu sehen und anders zu betrachten.
Wäre das Thema Trans* die Ursache der Wut, dann würdest du dich irgendwann dem abwenden, weil du spüren würdest wie Kraft zehrend es wirklich ist.
Bist du hier, um deine Wut zu schüren, dürfen sich alle, die dir schreiben sich mißbraucht fühlen, dass sie für diese Wut herhalten sollen.

Doch das glaube ich eher weniger.

Sind in deinem Kopf vielleicht Gedanken wie?
=> Wenn ich es gewusst hätte, hätte ich ihn gar nicht geheiratet.
=> Warum muss das ausgerechnet mir passieren?
=> Wie konnte ich nur so blind sein?
=> Wieso habe ich das nicht geahnt? Wie konnte ich nichts davon merken?
=> Auf was habe ich alles verzichtet, damit diese Ehe funktioniert?
=> etc. etc. etc.

Das liebe betty, das sind Gedanken, die eine Wut erzeugen, die mit Conny und uns hier gar nichts zu tun hat.
Das könnte Wut auf dich selbst sein, für die du die Verantwortung auf Conny und andere hier projizierst.
Kann es eventuell sein, dass dir die Anerkennung abhanden gekommen ist, was du all die Jahre vor dem Outing alles gegeben hast?
Liegt darunter eine Trauer um das, worauf du verzichtet hast? Welche Träume hast du begraben (müssen)?
Welche harten Zeiten hast du überstanden?

Doch all die Jahre sie sind vorbei.
Was dir bleibt, ist das Jetzt. Wir alle werden immer nur diesen einen Moment haben - nie mehr an Zeit.
Die Frage ist also, willst du Unterstützung, um in dieser Situation in Verbindung mit Menschen zu sein und dass sie dir helfen, um loslassen zu können, was sich gerade jetzt nicht so gut anfühlt?
Wärst du/bist du bereit für die Wut, für die Gefühle die in dir toben, die Verantwortung zu tragen?
Das, meine Liebe, das ist Stärke.

Liebe Grüße,
Ulla
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Re: Mein Mann hat mich belogen, betrogen und hintergangen ....

Post 48 im Thema

Beitrag von Diana.65 »

Hallo ihr Lieben.

Eins muss ich gleich voraus schicken: Ich habe jetzt nicht jeden Post bis ins Detail gelesen und analysiert. Ich habe auch lange überlegt, ob ich mich zu dem Thema überhaupt persönlich äußere.

Mein Fazit:
- Ich habe nach meinem Outing meiner Frau gegenüber genau die selben Vorwürfe, wie im Titel, erhalten. Meine Frau fühlte sich hintergangen und belogen. Dazu muss ich als "Mann" aber sagen, dass bei mir die Erkenntnis eine weibliche Seite zu haben, wirklich erst in den letzen Jahren gereift ist. Irgendwann war da mal der Wunsch, ganz einfach, zum Karneval mal als Mädchen zu gehen. Na ja. Ist halt so.
Jahre später, mittlerweile selbst Mitglied in einem Karnevalsverein, machte es Spass mal eine weibliche Rolle zu spielen.
Wieder ein paar Jahre später kam der Wunsch, doch mal des öfterne weiblich verortete Bekleidung auch im Alltag zu tragen. Diese Entwicklung kennen ja bestimmt einige von euch.
Nachfolgend kam dann eine Entwicklung, die ich selber erst mal nicht war haben wollte. Aus dem gelegentlichen Probieren wurde mit der Zeit immer mehr. Manchmal auch mit erotischem Hintergrund (Selbstbefriedigung). Dann kam der Schritt - "Ich möchte gerne mal als Frau in den Alltag" - ???
Nebenbei das Interesse an erotischen Geschichten zur "Feminisierung". Irgendwann bin ich darüber hier im Forum gelandet. Und dann ging so richtig die Post ab. Die Erkenntnis: Ich bin mit diesen Wünschen und Gefühlen nicht allein! :shock: Ooooh!
Daraus folgend, die Erkenntnis, dass ich es zwar versuchen kann zu unterdrücken, was aber mit Sicherheit nicht auf Dauer gelingen wird, oder aber meine weibliche Seite akzeptieren und in Zukunft mehr und mehr ausleben kann. - Jetzt kam dann irgendwann die Erkenntnis, dass ich mein näheres Umfeld, sprich Partnerin, Familie und engsten Freundeskreis mit in meine Entwicklung einbeziehen muss.

Jetzt kommt die große Frage - ??? An welchem Punkt ist die 'Offenbarung' gegenüber dem/der Parner/in richtig? Ab wann ist es ein Belügen und Betrügen?
Ich musste mir ja selbst erst mal der Sache bewusst werden, bevor ich mich überhaupt meiner Partnerin gegenüber offenbaren konnte. Und trotzdem war es, in ihren Augen, zu spät. Ich hätte mich eher ihr gegenüber öffnen sollen.

Ich bin, nach fast 8 Monaten, nachdem ich mich gegenüber meiner kleine Familie geoutet habe, immer noch in der Zwickmühle. War der Zeitpunkt richtig? War die Art und Weise richtig? Hätte ich vielleicht schon eher was von mir geben können? - Fragen, die mir niemand richtig beantworten kann.
Für mich steht fest: Das Outing war Gut und Richtig! Der Zeitpunkt - diskutabel. Die Variante des Ouitings - diskutabel. Aber - ich hatte nie vor meine Partnerin, meine Familie oder sonst wen zu belügen, zu betrügen oder gar zu hintergehen!

Wenn mich jemand im Nachgang fragt, hätte das Outing vielleicht ein paar Wochen her stattfinden können, aber da kommen immer noch die Selbstzweifel am eigenen Ich. Und dann muss man auch erst mal den Mut zusammen nehmen, das alles durch zu ziehen!

Ich hoffe, dass ich mit meinen Zeilen auch mal eine etwas andere Entwicklung darstellen konnte. Vielleicht geht es einigen anderen ja ähnlich. Und Vielleicht gibt es ja einigen ein paar Denkanstösse für ihre künftige Entwicklung.

Nachdenkliche Grüße,
Diana.
Ich bin und bleibe ich.
Und ... genieße mein neues Leben.
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Re: Mein Mann hat mich belogen, betrogen und hintergangen ....

Post 49 im Thema

Beitrag von Bea Magdalena »

Hallo zusammen,

ich hab in diesem Thread interessiert mitgelesen. Sehr aufschlussreich, wie Beziehungen funktionieren.

Keinen einzigen dieser Vorwürfe hab ich jemals von meiner Frau gehört. Wir haben uns ca 1978 kennengelernt und 1983 geheiratet. Trans.... zu dieser Zeit gab es noch keine Worte dafür, zumindest wir beide kannten sie nicht.
Als meine Frau noch meine Freundin war, nannte sie mich oft " ihr Madl". Es passierte sogar einmal, als wir zusammen gesehen wurden, dass sie gefragt wurde, ob sie mit einer Freundin unterwegs gewesen sei.
Was mit mir los ist wusste ich damals überhaupt nicht, wo es "hingehen" wird, heute noch nicht.

Geheimnisse wollte ich nie haben. Hab allerdings auch nicht alle Freiheiten, aber das ist dann wieder ein anderes Thema.

Liebe Grüße
Bea
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Re: Mein Mann hat mich belogen, betrogen und hintergangen ....

Post 50 im Thema

Beitrag von Ronda_PTL »

Bea Magdalena hat geschrieben: Di 5. Feb 2019, 00:24 Hallo zusammen,

ich hab in diesem Thread interessiert mitgelesen. Sehr aufschlussreich, wie Beziehungen funktionieren.

Keinen einzigen dieser Vorwürfe hab ich jemals von meiner Frau gehört. Wir haben uns ca 1978 kennengelernt und 1983 geheiratet. Trans.... zu dieser Zeit gab es noch keine Worte dafür, zumindest wir beide kannten sie nicht.
Als meine Frau noch meine Freundin war, nannte sie mich oft " ihr Madl". Es passierte sogar einmal, als wir zusammen gesehen wurden, dass sie gefragt wurde, ob sie mit einer Freundin unterwegs gewesen sei.
Was mit mir los ist wusste ich damals überhaupt nicht, wo es "hingehen" wird, heute noch nicht.

Geheimnisse wollte ich nie haben. Hab allerdings auch nicht alle Freiheiten, aber das ist dann wieder ein anderes Thema.

Liebe Grüße
Bea
Liebe Bea,

Ich will mich jetzt nicht mehr wiederholen, aber ich finde es wohltuend wenigstens noch ein paar Beiträge wie den Deinen hier im Thread zulesen. 😘Denn ich bin schon ein bisschen fassungslos, wie hier die destruktiven Gefühle wie Wut, Betrug, Hintergehen, Vertrauensbruch und Enttäuschungen regelrecht (verbal) kultiviert werden, obwohl sie niemanden wirklich in der Bewältigung, geschweige denn, in einer Rettung oder einen Neustart der Beziehung je weiterbringen können. Ich bekomme mehr und mehr den Eindruck, trotz der positiven Beiträge aus dem anderen "Lager", dass es eine Art Lust gibt, nicht die die CHANCEN in den Vordergrund zu stellen und das gemeinsame Wachsen zu betonen, sich lieber am destruktiven Tenor abarbeiten. 🥴

Also ich brauch jetzt ein paar Traumstunden Pause erholsamen Schlaf, damit ich die wirklich großen Herausforderungen in meiner Beziehung / Ehe wieder angehen kann. Auch falls mich mal wieder einige dafür verurteilen werden: Leute, das Leben hält noch ganz andere Ent-Täuschungen für manche von uns bereit, gegen die so manches großes Drama unserer Community wie ein laues Vorspiel wirken. Ich wünsche allen, dass solche unausweichlichen echten Schicksalsschläge erspart bleiben mögen. ☯️

Gute Nacht.
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Re: Mein Mann hat mich belogen, betrogen und hintergangen ....

Post 51 im Thema

Beitrag von Drachenfrau »

Diana.65 hat geschrieben: Mo 4. Feb 2019, 23:58
Jetzt kommt die große Frage - ??? An welchem Punkt ist die 'Offenbarung' gegenüber dem/der Parner/in richtig? Ab wann ist es ein Belügen und Betrügen?
Ich musste mir ja selbst erst mal der Sache bewusst werden, bevor ich mich überhaupt meiner Partnerin gegenüber offenbaren konnte. Und trotzdem war es, in ihren Augen, zu spät. Ich hätte mich eher ihr gegenüber öffnen sollen.

Ich bin, nach fast 8 Monaten, nachdem ich mich gegenüber meiner kleine Familie geoutet habe, immer noch in der Zwickmühle. War der Zeitpunkt richtig? War die Art und Weise richtig? Hätte ich vielleicht schon eher was von mir geben können? - Fragen, die mir niemand richtig beantworten kann.
Für mich steht fest: Das Outing war Gut und Richtig! Der Zeitpunkt - diskutabel. Die Variante des Ouitings - diskutabel. Aber - ich hatte nie vor meine Partnerin, meine Familie oder sonst wen zu belügen, zu betrügen oder gar zu hintergehen!

Hallo Diana,

also wenn du mich als Partnerin gehabt hättest, wäre für mich der richtige Zeitpunkt gewesen sobald du gespürt hast für dich, dass es mehr war als ein Karneval Erlebnis.

Weshalb?
Weil es mir wichtig ist, zu verstehen, was in dem Menschen an meiner Seite vorgeht und um auf Augenhöhe bleiben zu können.

In einer Beziehung (extreme Umstände ausgeschlossen) will niemand den anderen verletzen.
Es ist von keinem ein böser Wille, sich nicht sofort zu offenbaren.
Diejenigen, die so lange für offene Worte brauchen, schweigen aus Angst vor möglichen negativen Konsequenzen. Das Schwegen macht es natürlich schlimmer je länger es dauert.

Thema ist hier Sicherheit und Vertrauen.

Genauso ist es dann aber auch für die Partnerinnen. Nach dem Outing fehlt ihnen Sicherheit und sie haben Angst.

Liebe Grüße,
Ulla
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Re: Mein Mann hat mich belogen, betrogen und hintergangen ....

Post 52 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-12-18 »

Guten Morgen,
Ronda_PTL hat geschrieben: Di 5. Feb 2019, 03:25 ... Denn ich bin schon ein bisschen fassungslos, wie hier die destruktiven Gefühle wie Wut, Betrug, Hintergehen, Vertrauensbruch und Enttäuschungen regelrecht (verbal) kultiviert werden, obwohl sie niemanden wirklich in der Bewältigung, geschweige denn, in einer Rettung oder einen Neustart der Beziehung je weiterbringen können. Ich bekomme mehr und mehr den Eindruck, trotz der positiven Beiträge aus dem anderen "Lager", dass es eine Art Lust gibt, nicht die die CHANCEN in den Vordergrund zu stellen und das gemeinsame Wachsen zu betonen, sich lieber am destruktiven Tenor abarbeiten. 🥴
Nun, das mag Deine Meinung sein,Ronda. Doch ich persönlich glaube nicht, dass jemand, der sich grade betrogen fühlt eine Chance darin sieht, dass der Partner Trans* ist. Das zu erwarten ist nach meinen Erfahrungen "weltfremd". Um dort hin zu kommen bedarf es viel Beziehungsarbeit und beide Seiten müssen an sich arbeiten. Das schwierige dabei ... die eine Seite ist völlig introvertiert und in einem Selbstfindungsprozess (versteht sich selbst nicht mehr) und die andere Seite muss dies akzeptieren, da es kein zurück gibt - Holla die Waldfee, das ist nicht ohne. Ich habe immer die Stärke meiner Frau bewundert - bis heute!

Diana.65 hat geschrieben: Mo 4. Feb 2019, 23:58 Jetzt kommt die große Frage - ??? An welchem Punkt ist die 'Offenbarung' gegenüber dem/der Parner/in richtig? Ab wann ist es ein Belügen und Betrügen?
Ich musste mir ja selbst erst mal der Sache bewusst werden, bevor ich mich überhaupt meiner Partnerin gegenüber offenbaren konnte. Und trotzdem war es, in ihren Augen, zu spät. Ich hätte mich eher ihr gegenüber öffnen sollen.
Ich finde Du hast die Problematik gut beschrieben Diana. Erfahrungen und Eindruck lassen sich nicht gleich und sofort verarbeiten, sondern sacken oft erst sehr lange, bis sie zu einer Erkenntnis werden. Und prompt ist der Salat da ...

Liebe Grüße
Vanessa
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Re: Mein Mann hat mich belogen, betrogen und hintergangen ....

Post 53 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-12-18 »

Hallo,
Drachenfrau hat geschrieben: Mo 4. Feb 2019, 23:14 Liebe betty,

ich hatte gehofft, noch einmal von dir zu lesen.
ich auch ....


Liebe Grüße
Vanessa
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Re: Mein Mann hat mich belogen, betrogen und hintergangen ....

Post 54 im Thema

Beitrag von Bea Magdalena »

Ronda_PTL hat geschrieben: Di 5. Feb 2019, 03:25 ........
Auch falls mich mal wieder einige dafür verurteilen werden: Leute, das Leben hält noch ganz andere Ent-Täuschungen für manche von uns bereit, gegen die so manches großes Drama unserer Community wie ein laues Vorspiel wirken. Ich wünsche allen, dass solche unausweichlichen echten Schicksalsschläge erspart bleiben mögen. ☯️
......

Hallo liebe Ronda,

genau so ist es, wirklich wahre Worte!
Wünsche ebenfalls, dass alle von echten Schicksalsschlägen verschont bleiben!

Namaste 🙏
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Re: Mein Mann hat mich belogen, betrogen und hintergangen ....

Post 55 im Thema

Beitrag von Bea Magdalena »

VanessaL hat geschrieben: Di 5. Feb 2019, 05:27 Hallo,
Drachenfrau hat geschrieben: Mo 4. Feb 2019, 23:14 Liebe betty,

ich hatte gehofft, noch einmal von dir zu lesen.
ich auch ....


Liebe Grüße
Vanessa
Hallo Vanessa, hallo Ulla,

genau das wünsche ich mir auch.

Liebe Grüße
Bea
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Re: Mein Mann hat mich belogen, betrogen und hintergangen ....

Post 56 im Thema

Beitrag von Ronda_PTL »

Liebe Vanessa,
Nun, das mag Deine Meinung sein,Ronda. Doch ich persönlich glaube nicht, dass jemand, der sich grade betrogen fühlt eine Chance darin sieht, dass der Partner Trans* ist. Das zu erwarten ist nach meinen Erfahrungen "weltfremd". Um dort hin zu kommen bedarf es viel Beziehungsarbeit und beide Seiten müssen an sich arbeiten
Leider scheinst Du nur meinen letzten Beitrag gelesen und irgendwie alles andere was ich dazu im Thread gesagt hatte nicht wahrgenommen haben. 😟 Denn sonst könntest Du meinen Beitrag nicht so gewaltig missinterpretieren. Schade, denn genau, das was Du mir vorhältst, habe ich mehrfach auch betont.

VG Ronda 🙎🏻"â™€ï¸🙏🏼
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Re: Mein Mann hat mich belogen, betrogen und hintergangen ....

Post 57 im Thema

Beitrag von Simon(e) »

Danke, liebe Ulla!!
Deine Worte bedeuten mir sehr viel!

Ich arbeite immer noch an mir.
Der Verarbeitungsprozess ist noch nicht hundertprozentig abgeschlossen, aber ich
merke, dass ich stärker und gelassener werde.

Wie viele von euch schon erwähnt, es gibt halt nicht nur schwarz und weiss.
Das Leben ist bunt und das ist auch gut so!!!


Ganz lieben Grüße
Simon(e)
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Re: Mein Mann hat mich belogen, betrogen und hintergangen ....

Post 58 im Thema

Beitrag von Drachenfrau »

Simon(e) hat geschrieben: Di 5. Feb 2019, 14:58 Danke, liebe Ulla!!
Deine Worte bedeuten mir sehr viel!

Ich arbeite immer noch an mir.
Der Verarbeitungsprozess ist noch nicht hundertprozentig abgeschlossen, aber ich
merke, dass ich stärker und gelassener werde.

Wie viele von euch schon erwähnt, es gibt halt nicht nur schwarz und weiss.
Das Leben ist bunt und das ist auch gut so!!!


Ganz lieben Grüße
Simon(e)
Gern geschehen, liebe Simon(e),

wenn ich unsere Beziehung, das Thema Transition/Transsexualität betrachte, so weiß ich gar nicht, ob dieser Verarbeitungsprozess je wirklich abgeschlossen werden kann.

Sobald man mit Fragen zur Geschlechtsidentität seines Partners, seiner Partnerin konfrontiert wird - wir man als Partnerin gnadenlos und direkt auf sich Selbst zurückgeworfen und bekommt alles auf dem Tablett präsentiert, das in einem rumort.
Wenn man ab diesem Zeitpunkt einen Entwicklungsprozess in Gang gebracht hat, dann ist dieser auch ziemlich gründlich.
Die gute Nachricht dabei ist, nimmt man dies an, wird mittel- und langfristig das Leben sehr viel einfacher.
So wie du ja auch beschreibst, du wirst stärker und gelassener.
Es wird leichter, freundlich - freundlicher mit sich selbst umzugehen, wenn man versteht, dass die Wut kein böser Wille war, sondern auf etwas aufmerksam macht, was wir brauchten und wir nur nicht wussten, wie wir hätten besser damit umgehen können.
Denn hätten wir es besser gewusst, hätten wir es auch anders/besser gemacht.

Liebe Grüße,
Ulla
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Re: Mein Mann hat mich belogen, betrogen und hintergangen ....

Post 59 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Hallo,

jetzt nicht böse sein, weil überhaupt nicht ernst gemeint:

Eben hatte ich in den Nachrichten über WutbürgerInnen etwas gelesen und dann las ich etwas hier und dann kam ganz von alleine die witzige Vorstellung, dass die WutbürgerInnen vielleicht ja ausschließlich PartnerInnen von Transmenschen (Transmänner/Transfrauen) sind.

Sorry, für das verwässern diese ernsten Diskussion (dr) Ich bin auch wieder weg (cow)

VlG

p.s.: ich kann es verstehen, dass man nach so einem Outing es mit der Wut bekommt. Noch einmal es ist nur witzig gemeint ;)
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Re: Mein Mann hat mich belogen, betrogen und hintergangen ....

Post 60 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Ok, dann ein etwas ernsterer Beitrag:

Ich habe mich so eben gefragt, wie wäre es wenn man den Spieß umdrehen würde?

Sprich du kommst nach Hause und deine Frau hat Männersachen an. Antwort ist: Es wäre ganz normal, weil Frauen das ja im Alltag öfters machen. Aber was wäre wenn es expliziter wäre. Z.B. angeklebter Bart und Schnauzer, Schulterposter und Sachen, die schon mehr als eine männliche Note aber eine vollständige Verwandlung des Äußeren verursachen?

Ich wäre vermutlich sehr erstaunt. Ich würde aber nicht beleidigend werden oder an Schamgefühle appellieren (hier bin ich mir sogar ganz sicher) und fragen: Warum? Wie oft? Wohin geht die Reise?

Wenn es nur eine Teilzeit Geschichte wäre. Würde ich mitspielen aber ihr sagen, vielleicht nicht vor den Kindern oder nicht in gewissen Kreisen etc. Ich würde mit ihr dann auch rausgehen oder von mir was ausliehen, Ratschläge geben etc.

Wenn es auch eine sexuelle Komponente hätte, würde ich persönlich an meine Grenzen kommen und da wäre fremde Hilfe etc. erforderlich. Evtl. getrennt Betten.

Wenn es eine Transition bedeuten würde wäre es wahrscheinlich am schlimmsten für mich (im Gesamtkontext der Familie) und ich wäre bestimmt ohne zu wollen auch irgendwann wütend (nicht über sie sondern meinen Schicksal) aber ich glaube ich würde mich nicht betrogen oder hintergangen fühlen. Denn zu so etwas gehören für mich böse Absichten und Taten des Gegenübers. Ich sehe hier aber hier keine.

Würde ich erwarten, dass sie mir das nicht verschweigt: Nein, ich könnte mir denken wie schwer das ist und wie sie sich fühlt und zweifelt.

Vielleicht ist es eine männlichere Sicht auf das Thema

VlG
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I have big dreams and a small world in between
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