Wie alles begann, mein Rückblick auf die letzten 5 Jahre
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Nicola
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Wie alles begann, mein Rückblick auf die letzten 5 Jahre
Meine Lieben, als ich vor 5 Jahren dieses Interview https://www.srf.ch/sendungen/kontext/im-falschen-leib mit Udo Rauchfleisch im Radio hörte hat sich in meinem Leben einiges geändert. Vor allem die Aussage, dass es nicht nur Frauen und Männer gibt, sondern auch Menschen, die sich irgendwo dazwischen fühlen. Ich realisierte das ich nicht der einzige Mensch auf dieser Welt bin der so fühlt. Es begann eine turbulente Zeit mit vielen Hochs und Tiefs. Ich suchte einen Therapeuten auf, besuchte eine SHG, begann Hormone zu nehmen, habe eine Namensänderung gemacht, Bartepilation, Outing in der Familie und an der Arbeit, vor einem halben Jahr folgte die Orchiektomie und seit kurzem gehe ich in die Logopädie. Das Leben wurde nicht einfacher, aber ich bin glücklicher und zufriedener geworden. Sicher auch dank meiner lieben Frau, die immer zu mir gehalten hat und rückblickend froh ist, dass ich den Weg gegangen bin. Irgendwann fragte sie, warum hast du nicht schon früher diesen Schritt gemacht, unsere Beziehung ist viel entspannter und intensiver geworden.
LG Nicola
LG Nicola
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Anja
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Re: Wie alles begann, mein Rückblick auf die letzten 5 Jahre
Moinsen
Aber so wie sich Kinder ganz unterschiedlich entwickeln und jedes sein eigenes Tempo hat, so ähnlich ist es auch bei uns.
Man muss ja auch vom Kopf her so weit sein und auch geistig in Lage sein, diesen Schritt zu machen. Und da gibts ne Menge Hürden zu überwinden bevor man so weit ist.
Der Eine früher, der Andere später.
Grüße
die Anja
Das höre ich ganz häufig. Die meisten Transfrauen bereuen nicht, das sie nun als Frau leben. Sie bereuen, das sie den Schritt nicht schon früher gegangen sind.Nicola hat geschrieben: Fr 21. Dez 2018, 14:10 Irgendwann fragte sie, warum hast du nicht schon früher diesen Schritt gemacht
Aber so wie sich Kinder ganz unterschiedlich entwickeln und jedes sein eigenes Tempo hat, so ähnlich ist es auch bei uns.
Man muss ja auch vom Kopf her so weit sein und auch geistig in Lage sein, diesen Schritt zu machen. Und da gibts ne Menge Hürden zu überwinden bevor man so weit ist.
Der Eine früher, der Andere später.
Grüße
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Fällt der Apfel weit vom Stamm, kommt wenigstens mal Sonne dran!
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Lavendellöwin
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Re: Wie alles begann, mein Rückblick auf die letzten 5 Jahre
Hi,Anja hat geschrieben: Fr 21. Dez 2018, 15:02 Moinsen
Nicola hat geschrieben: ↑Fr 21. Dez 2018, 14:10
Irgendwann fragte sie, warum hast du nicht schon früher diesen Schritt gemacht
Das höre ich ganz häufig. Die meisten Transfrauen bereuen nicht, das sie nun als Frau leben. Sie bereuen, das sie den Schritt nicht schon früher gegangen sind.
Aber so wie sich Kinder ganz unterschiedlich entwickeln und jedes sein eigenes Tempo hat, so ähnlich ist es auch bei uns.
Man muss ja auch vom Kopf her so weit sein und auch geistig in Lage..
die Frage kenne ich auch und nicht nur von meiner Liebsten. Auch mit unserer Beziehung empfinden wir ganz so wie es Nicola schreibt.
Ich weiss nicht, ob es nur mit dem vom Kopf her soweit zu tun hat.
Ich hatte schon 3 mal vorher die besten Absprungmöglichkeiten gehabt und doch letztendlich gekniffen.
Eine ist mir noch sehr gut in Erinnerung, ich war da so etwa 20 und meine damalige Freundin fragte mich ganz offen ob ich nicht ihre
Pille nehmen mag..
so im Rückblick könnte ich mir in den Allerwertesten beissen-aber trauer nicht Vergangenheit nach, freu dich auf die Zukunft!
Alles liebe Marie
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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Nicola
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Re: Wie alles begann, mein Rückblick auf die letzten 5 Jahre
Ja, ich frage mich auch manchmal warum ich den Schritt nicht früher gemacht habe. Es gab schön früh Angebote dazu. Ich erinnere mich daran als ich schätzungsweise 8 Jahre alt war, hat mich meine Mutter gefragt ob ich nicht einmal einen Rock anziehen möchte, ich hatte schon damals lange Haare wurde und gelegentlich für ein Mädchen gehalten. Mit 18 hat mir eine Freundin vorgeschlagen mich als Frau zu stylen, etwas später hatte ich einen Freund, der sich gelegentlich schminkte und mich fragte ob ich auch mal Lust hätte mich zu schminken. Ich war jedoch zu dieser Zeit sehr schüchtern und getraute mich nicht. Ich erkannte auch nicht wirklich was mit mir los ist, beneidete jedoch die Frauen das sie so schöne Kleider tragen konnten.
Wie am Anfang des Trads beschrieben, hat es bei dem besagten Interview dann alles ins rollen gebracht.
LG Nicola
Wie am Anfang des Trads beschrieben, hat es bei dem besagten Interview dann alles ins rollen gebracht.
LG Nicola