Frau eines Mannes mit weiblicher Seite - # 4
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Viggy
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Re: Frau eines Mannes mit weiblicher Seite
Maria hat sich nun ja schon länger nicht mehr geäußert, vielleicht weil sie die vielen Argumente noch wirken lassen will, es war ja auch sehr viel ... ich hoffe nur sie hat sich von Betty nicht zu sehr beeindrucken lassen und wieder komplett abgewendet. Das täte mir für die Maria und ihren Mann leid.
Mir geht dieses Crossdresser-Dasein auch ständig durch den Kopf. Viele hier werden schreiben, das sollte es nicht, aber ich glaube ich mache mir die Sache wirklich nicht leicht und bedenke immer, was ich meiner Frau da zumute, weshalb ich den Ball auch relativ flach halte.
Aber immer wieder hinterfrage ich die Gründe für dieses Tun, oder vergleiche es mit Suchtverhalten. Und genauso oft finde ich Argumente in der Vergangenheit, die mir einiges erklären oder bestätigen. Ich war weder früher noch jetzt je suchtgefährdet, damit meine ich jetzt nicht ein tägliches Glas Bier und jetzt bitte auch keine Diskussion wann für manche Wissenschaftler schon die Sucht beginnt. Ich brauche das nicht, mir schmeckt's einfach und wenn ich einen Tag kein Bier bekomme ist das auch egal. Aber wieder zum Thema, ich war aber schon früher sehr wohl empfänglich für schöne Dinge, die üblicherweise Männern nicht zugänglich waren/sind. Als ich um die 20 das erste Eau De Toilette kaufte, durfte das schon nicht typisch männlich riechen, sonder sportlich, frisch, halt irgendwie dazwischen, nur nicht 'männlich'. Ich trage auch schon seit vielen Jahren im Winter FSH unter den Jeans und epiliere meine Beine (wenn schon denn schon). So kam denn eins zum anderen, Crossdressen war aber bis vor 2-3 Jahren ein Fremdwort für mich.
Und so frage ich mich noch immer (nicht falsch verstehen, ich quäle mich nicht, ich hinterfrage), warum ich die Büchse der Pandora geöffnet habe und die Frau die da wohl schlummerte heraus ließ. Das werde ich wohl nie erfahren, vielleicht war es einfach die Zeit dafür.
Und bei all dieser Fragerei kommt dann auch immer wieder die 'männliche Logik' zum Vorschein, mit Gegenfragen z. B. oder auch stellvertretend an Betty, falls sie noch mitliest:
Was ist an weiblichen Fingern und Füßen anders als an männlichen, dass man die einen lackieren darf, die anderen nicht? Wohl keine gesundheitlichen.
Warum darf eine Frau Leggings tragen, auch wenn sie ihr nicht stehen, Männer aber nicht? Was ist an unseren Beinen so anders? Warum darf Betty heute Auto- oder Fahrradfahren (ich gehe davon aus, das tut sie), was Frauen früher verboten war? Warum trägt Betty manchmal Hosen (auch davon gehe ich mal aus) auch wenn es uns Männern evtl. nicht so gut gefällt? Und bitte keine Antworten wie ... das ist halt so ... das war schon immer so.
Frauen wie Betty wollen richtige Männer an ihrer Seite, warum halten sie sich aber dann selbst nicht an solch althergebrachte Rollen-Klischees? Was, wenn Betty's Mann es einfiele, die Modernisierungen des weiblichen Daseins zu verbieten, wäre er dann andererseits nicht gerade der Mann, der diesem Rollenbild entspräche und wie würde Betty DAMIT umgehen?
Dies alles nochmal von mir mit 'männlicher Logik' zusammengeschrieben an Frauen wie Maria, mit der Bitte sachlich über das Thema nachzudenken.
Mir geht dieses Crossdresser-Dasein auch ständig durch den Kopf. Viele hier werden schreiben, das sollte es nicht, aber ich glaube ich mache mir die Sache wirklich nicht leicht und bedenke immer, was ich meiner Frau da zumute, weshalb ich den Ball auch relativ flach halte.
Aber immer wieder hinterfrage ich die Gründe für dieses Tun, oder vergleiche es mit Suchtverhalten. Und genauso oft finde ich Argumente in der Vergangenheit, die mir einiges erklären oder bestätigen. Ich war weder früher noch jetzt je suchtgefährdet, damit meine ich jetzt nicht ein tägliches Glas Bier und jetzt bitte auch keine Diskussion wann für manche Wissenschaftler schon die Sucht beginnt. Ich brauche das nicht, mir schmeckt's einfach und wenn ich einen Tag kein Bier bekomme ist das auch egal. Aber wieder zum Thema, ich war aber schon früher sehr wohl empfänglich für schöne Dinge, die üblicherweise Männern nicht zugänglich waren/sind. Als ich um die 20 das erste Eau De Toilette kaufte, durfte das schon nicht typisch männlich riechen, sonder sportlich, frisch, halt irgendwie dazwischen, nur nicht 'männlich'. Ich trage auch schon seit vielen Jahren im Winter FSH unter den Jeans und epiliere meine Beine (wenn schon denn schon). So kam denn eins zum anderen, Crossdressen war aber bis vor 2-3 Jahren ein Fremdwort für mich.
Und so frage ich mich noch immer (nicht falsch verstehen, ich quäle mich nicht, ich hinterfrage), warum ich die Büchse der Pandora geöffnet habe und die Frau die da wohl schlummerte heraus ließ. Das werde ich wohl nie erfahren, vielleicht war es einfach die Zeit dafür.
Und bei all dieser Fragerei kommt dann auch immer wieder die 'männliche Logik' zum Vorschein, mit Gegenfragen z. B. oder auch stellvertretend an Betty, falls sie noch mitliest:
Was ist an weiblichen Fingern und Füßen anders als an männlichen, dass man die einen lackieren darf, die anderen nicht? Wohl keine gesundheitlichen.
Warum darf eine Frau Leggings tragen, auch wenn sie ihr nicht stehen, Männer aber nicht? Was ist an unseren Beinen so anders? Warum darf Betty heute Auto- oder Fahrradfahren (ich gehe davon aus, das tut sie), was Frauen früher verboten war? Warum trägt Betty manchmal Hosen (auch davon gehe ich mal aus) auch wenn es uns Männern evtl. nicht so gut gefällt? Und bitte keine Antworten wie ... das ist halt so ... das war schon immer so.
Frauen wie Betty wollen richtige Männer an ihrer Seite, warum halten sie sich aber dann selbst nicht an solch althergebrachte Rollen-Klischees? Was, wenn Betty's Mann es einfiele, die Modernisierungen des weiblichen Daseins zu verbieten, wäre er dann andererseits nicht gerade der Mann, der diesem Rollenbild entspräche und wie würde Betty DAMIT umgehen?
Dies alles nochmal von mir mit 'männlicher Logik' zusammengeschrieben an Frauen wie Maria, mit der Bitte sachlich über das Thema nachzudenken.
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M.L.
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Re: Frau eines Mannes mit weiblicher Seite
Hallo ihr Lieben,
vielen Dank für die vielen Antworten auf meine Fragen.
Es stimmt, dass ich nie auf einem Marktplatz über dieses Thema reden würde. Aber nicht wegen mir, sondern um meinen Mann zu schützen. Er selbst muss entscheiden, wem er wann was erzählt. So haben wir es auch bei unserem Sohn gehalten, der selbst entscheiden sollte, wann er sich outet. Er ist schwul.
Als ich vorhin an den Computer bin, um mich hier anzumelden, hat mich mein Mann ganz fest gedrückt und mir gesagt, dass er mich liebt. Und das sind dann einfach so Kleinigkeiten, die mir immer wieder zeigen, wie schön es ist, ihn an meiner Seite zu haben.
Wir haben gestern ein, zum Teil amüsantes, Gespräch gehabt, bei dem mir klar geworden ist, dass ich ihn und seine 2. Seite, wie er dazu sagt, nicht als Einheit sehe. Ich spreche immer von ihm und ihr. Noch kann ich diese Einheit nicht sehen, vielleicht auch nie, aber ich arbeite daran.
Ich bin sehr froh, dass ich hier sein kann, dadurch hab ich das Gefühl, dass ich ihn langsam besser verstehen kann.
Jetzt muss ich mich aber um meine drei Schniefelnasen hier kümmern.
Liebe Grüße
Maria
vielen Dank für die vielen Antworten auf meine Fragen.
Es stimmt, dass ich nie auf einem Marktplatz über dieses Thema reden würde. Aber nicht wegen mir, sondern um meinen Mann zu schützen. Er selbst muss entscheiden, wem er wann was erzählt. So haben wir es auch bei unserem Sohn gehalten, der selbst entscheiden sollte, wann er sich outet. Er ist schwul.
Als ich vorhin an den Computer bin, um mich hier anzumelden, hat mich mein Mann ganz fest gedrückt und mir gesagt, dass er mich liebt. Und das sind dann einfach so Kleinigkeiten, die mir immer wieder zeigen, wie schön es ist, ihn an meiner Seite zu haben.
Wir haben gestern ein, zum Teil amüsantes, Gespräch gehabt, bei dem mir klar geworden ist, dass ich ihn und seine 2. Seite, wie er dazu sagt, nicht als Einheit sehe. Ich spreche immer von ihm und ihr. Noch kann ich diese Einheit nicht sehen, vielleicht auch nie, aber ich arbeite daran.
Ich bin sehr froh, dass ich hier sein kann, dadurch hab ich das Gefühl, dass ich ihn langsam besser verstehen kann.
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Liebe Grüße
Maria
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Frieda
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Re: Frau eines Mannes mit weiblicher Seite
M.L. hat geschrieben: Di 4. Dez 2018, 15:38 Hallo ihr Lieben,
vielen Dank für die vielen Antworten auf meine Fragen.
Es stimmt, dass ich nie auf einem Marktplatz über dieses Thema reden würde. Aber nicht wegen mir, sondern um meinen Mann zu schützen. Er selbst muss entscheiden, wem er wann was erzählt. So haben wir es auch bei unserem Sohn gehalten, der selbst entscheiden sollte, wann er sich outet. Er ist schwul.
Als ich vorhin an den Computer bin, um mich hier anzumelden, hat mich mein Mann ganz fest gedrückt und mir gesagt, dass er mich liebt. Und das sind dann einfach so Kleinigkeiten, die mir immer wieder zeigen, wie schön es ist, ihn an meiner Seite zu haben.
Wir haben gestern ein, zum Teil amüsantes, Gespräch gehabt, bei dem mir klar geworden ist, dass ich ihn und seine 2. Seite, wie er dazu sagt, nicht als Einheit sehe. Ich spreche immer von ihm und ihr. Noch kann ich diese Einheit nicht sehen, vielleicht auch nie, aber ich arbeite daran.
Ich bin sehr froh, dass ich hier sein kann, dadurch hab ich das Gefühl, dass ich ihn langsam besser verstehen kann.
Jetzt muss ich mich aber um meine drei Schniefelnasen hier kümmern.
Liebe Grüße
Maria
Mir tut es gut diese Worte von dir zu lesen!
Daaanke dafür!
•Liebe & Mitgefühl sind die höchsten Formen von Intelligenz.
•Du musst selbst zu der Veränderung werden, die du in der Welt sehen willst. Mahatma Gandhi
•Irgendwo ist Jemand glücklich mit weniger als du hast!
*Wer mag, ich bin gerne da mit 💖,👂und📝*
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Bea Magdalena
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Re: Frau eines Mannes mit weiblicher Seite
Hallo Betty,betty hat geschrieben: Mo 3. Dez 2018, 16:07 Liebe Maria,
Ich kann sehr gut nach fühlen, wie es dir geht. Auch mir wurden nach 20 ehejahren die Augen geöffnet. Meine bisherige Welt brach zusammen. Alles war auf eine Lüge aufgebaut und nichts mehr wert. WIR hatten uns ein Leben aufgebaut, mit allem was dazu gehört. Kinder, Hund Haus.. Ich habe jetzt fast 6 Jahre gekämpft, gelitten und wir haben versucht, eine Lösung zu finden. Wir haben es leider nicht geschafft. Auch wir haben einen Therapeuten zu Hilfe geholt. Ich für meinen Teil kann Deine Worte.,das du einen Mann an deiner Seite möchtest und du die Frau in dieser Beziehung sein möchtest, so sehr verstehen. Ich habe sehr viel in diesem forum geschrieben, gestritten und diskutiert. Ich wünsche dir viel Kraft und achte auf dich. Es ist dein Leben und du bist für dich verantwortlich. Pass auf dich auf. LG betty
ich kann Dich verstehen, auch wenn ich und viele andere hier zum Teil eine abweichende Meinung haben, oder nur wünschen, Du und alle unsere Ehefrauen hätten kein Problem mit uns. Nur aus unterschiedlichen Ansichten kann eine Diskussion erwachsen.
Ich fühle mit Dir, wenn eine langjährige Beziehung zerbricht, dies ist für jede(n) Betroffenen absolut schmerzvoll!
Ich wünsche Dir und allen hier viel Geduld für Deinen, bzw. Euren Partner und viel Kraft, Eure Krisen zu bewältigen, egal zu welchem Ergebnis Ihr kommt!
Ich will nichts altes wieder aufwärmen, im Gegenteil, ich hab mich über Deinen sachlichen Beitrag sehr gefreut!!!!
JEDE! verdient eine zweite Chance!!!!
Liebe Grüße
Bea
ich bin keine Frau, leider
und werde bedauerlicherweise auch nie eine Frau (100%) werden können.
Aber: ich fühle mich als Simulation einer Frau und dabei bin ich mega glücklich!
und werde bedauerlicherweise auch nie eine Frau (100%) werden können.
Aber: ich fühle mich als Simulation einer Frau und dabei bin ich mega glücklich!
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Luna
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Re: Frau eines Mannes mit weiblicher Seite
Hallo Maria,M.L. hat geschrieben: Di 4. Dez 2018, 15:38 ...
Als ich vorhin an den Computer bin, um mich hier anzumelden, hat mich mein Mann ganz fest gedrückt und mir gesagt, dass er mich liebt. Und das sind dann einfach so Kleinigkeiten, die mir immer wieder zeigen, wie schön es ist, ihn an meiner Seite zu haben.
Wir haben gestern ein, zum Teil amüsantes, Gespräch gehabt, bei dem mir klar geworden ist, dass ich ihn und seine 2. Seite, wie er dazu sagt, nicht als Einheit sehe. Ich spreche immer von ihm und ihr. Noch kann ich diese Einheit nicht sehen, vielleicht auch nie, aber ich arbeite daran.
....
hast Du Dir mal überlegt, ob die Eigenschaften, die Du am Meisten an ihm liebst, nicht mit seiner weiblichen Seite zusammenhängen?
Alles Liebe
Luna
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Ronda_PTL
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Re: Frau eines Mannes mit weiblicher Seite
Schade, dass ich Dir nur einen ThumbsUp geben kann, liebe annemarie.annemarie hat geschrieben: Di 4. Dez 2018, 18:33 Hallo Maria, oder M.L.,
ich lese grade alle Antworten, die hier so eintrudeln. Die Lösung schlechthin, oder ein einfach wieder so wie's ganz früher mal war, das wird so nicht passieren, soviel hast du ja selbst schon herausgefunden.
Ich hab's grad insofern viel einfacher als Du, als ich meinen CD grade erst so richtig kennenlerne und sein Mädchen gemeinsam mit ihm entdecke. Wieviel Ängste, Sorgen und Befürchtungen vor Zurückweisung er/sie hat, wie unsicher wir beide anfangs damit umgingen das haben wir wohl gemeinsam. Wieviel Spaß wir aber haben konnten als wir das Mädchen zu Hause mal in meine Kleider gesteckt haben, wie einfach das Pronomen sie für mich dann war, wie entspannt und locker dieser Mensch an meiner Seite als Frau war, das ist ungemein schön für mich zu sehen. Dass meine Kleider eben nicht wie ein Verkleidung wirken, sondern ihr mehr Haltung und Ausstrahlung verleihen als in der DWT-Version incl. der Heimlichkeit und Darfnichtstimmung, das tat wirklich gut zu erleben und erleichtert ungemein das Verstehen.
Ob du für dich genauso empfinden kannst, das wirst du merken wenn du dich traust.
Wieweit das CD bei deinem Mann geht, das weiß deiner genausowenig wie meiner, und wieweit ich mitgehen kann, das weiß ich genausowenig wie du. Für mich hab ich schon ganz früher mal beschlossen, Probleme erst dann zu lösen wenn ich sie wirklich habe. Wir gehen einfach Schritt für Schritt gemeinsam, noch schlendern wir durchs Leben, aber große Pläne schwirren uns schon durch den Kopf, mal auch draußen zu sein.
Rat geben kann ich dir nicht, mal zurückblicken und die Wertschätzung und das Vertrauen das er dir entgegenbringt indem er dich in seinen vermutlich schwersten Innern Konflikt einweiht, das ist das, was mir als Partnerin ungemein wertvoll ist...
Grüße annemarie
Ich finde mich in Deinen Worten sehr gut wieder, wenn ich das zusammen wachsen und die Basis verbreitern meiner Beziehung zu meiner besseren Hälfte beschreiben will.
Wünsche auch Euch weiterhin so tolle Erfahrungen!
LG Ronda
"Life is what happens, while you're busy making other plans." [†John Lennon]
"Don't dream it. Be it!" (Rocky Horror Picture Show)
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ExUserIn-2026-04-08
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Re: Frau eines Mannes mit weiblicher Seite
Ich habe das lange auch nicht. Die "Sie" in mir wird gefühlsmäßig nicht geduldet, also habe ich sie abgespalten und ein separates Leben führen lassen. Das ist z.T. auch heute noch so. Aber das Gefühl, so nach und nach beide in mir zu integrieren ist ein so gewaltiger Gedanke, dass das Zeit braucht. Und es tut sehr gut, die abgespaltenen Teile zu integrieren. Vieles vom Abgespalteten wurde früher von mir auch abgelehnt. Es war verhasst, weil es (scheinbar) Leid und Schmerz verursacht, es war aber auch eine Notwendigkeit, weil es ein Teil von mir ist, der gelebt werden will. Das Leid und der Schmerz ist nicht die Tatsache, dass ich gelegentlich die Frau in mir leben will, es ist die Abspaltung, die so schmerzt. Beides in mir zu vereinigen, mich als Einheit zu sehen, ist die große Schwierigkeit.M.L. hat geschrieben: Di 4. Dez 2018, 15:38 ass ich ihn und seine 2. Seite, wie er dazu sagt, nicht als Einheit sehe
Vor diesem Hintergrund habe ich die abgespaltenen Teile auch vor der Außenwelt versteckt. Und selbst heute halte ich mich vor meiner Frau zurück, auch wenn sie darüber Bescheid weiß. Es zeigt mir, dass ich noch eine Menge zu tun habe, wenn ich meine Einheit erreichen will. Aber Vertrauen, Geduld und Nachsicht meiner Frau helfen mir dabei.
Es verändert aber nicht nur mich. Es verändert auch das Leben meiner Frau. Das muss sie auch wollen und zulassen. Es ist eine reise auf die sie, und und wir beide zusammen gehen und nicht wissen, wo wir heraus kommen werden. Aber ist nicht das ganze Leben so ? Wir streben gerne nach Sicherheit und möchten vorher wissen, auf was wir uns einlassen. Aber ich meine, so ist das Leben nicht. Wenn wir das Sicherheitsstreben loslassen und mit Neugierde uns auf das Neue einlassen, ist das die Chance, ein buntes Leben zu leben. Wer bin schon, wenn ich glaube, dass ich weiß, was das Leben ist ?
Das Leben beutelt uns an allen Ecken und Enden. So haben wir uns das nicht vorgestellt. Aber macht nicht genau das ein interessantes Leben aus ? Ich stelle Dir noch das Gedicht von Khalil Gibran hier ein. Es ist für mich eines der besten beschreibungen für die Liebe. Und im Anschluss noch das Gedicht, das Charlie Chaplin zugeschrieben wird und deutlich macht, wie sehr wir uns nahe kommen, wenn wir uns auf das Leben Leben einlassen.
Die, die die Gedichte schon von mir hier schon öfter hier gelesen haben, mögen mir die Wiederholung verzeihen ...
Von der Liebe
Wenn die Liebe dir winkt, folge ihr, sind ihre Wege auch schwer und steil.
Und wenn ihre Flügel dich umhüllen, gib dich ihr hin,
Auch wenn das unterm Gefieder versteckte Schwert dich verwunden kann.
Und wenn sie zu dir spricht, glaube an sie,
auch wenn ihre Stimme deine Träume zerschmettertn kann
wie der Nordwind den Garten verwüstetet.
Denn so, wie die Liebe dich krönt, kreuzigt sie dich.
So wie sie dich wachsen lässt, beschneidet sie dich.
So wie sie emporsteigt zu deinen Höhen
und die zartesten Zweige liebkost, die in der Sonne zittern,
steigt sie hinab zu deinen Wurzeln
und erschüttert sie in Ihrer Erdgebundenheit.
Wie Korngarben sammelt sie dich um sich.
Sie drischt dich, um dich nackt zu machen.
Sie siebt dich, um dich von deiner Spreu zu befreien.
Sie mahlt dich, bis du weiß bist.
Sie knetet dich, bis du geschmeidig bist;
Und dann weiht sie dich ihrem heiligem Feuer,
damit du heiliges Brot wirst für Gottes heiliges Mahl.
All dies wird die Liebe mit dir machen,
damit du die Geheimnisse deines Herzens kennenlernst
und in diesem Wissen ein Teil vom Herzen des Lebens wirst.
Aber wenn du in deiner Angst nur die Ruhe und die Lust der Liebe suchst,
dann ist es besser für dich, deine Nacktheit zu bedecken
und vom Dreschboden der Liebe zu gehen.
In die Welt ohne Jahreszeiten,
wo du lachen wirst, aber nicht dein ganzes Lachen,
und weinen, aber nicht all deine Tränen.
Liebe gibt nichts als sich selbst und nimmt nichts als von sich selbst.
Liebe besitzt nicht, noch läßt sie sich besitzen;
Denn die Liebe genügt der Liebe.
Und glaube nicht, du kannst den Lauf der Liebe lenken,
denn die Liebe, wenn sie dich für würdig hält, lenkt deinen Lauf.
Liebe hat keinen anderen Wunsch, als sich zu erfüllen.
Aber wenn du liebst und Wünsche haben mußt, sollst du dir dies wünschen:
Zu schmelzen und wie ein plätschernder Bach zu sein,
der seine Melodie der Nacht singt.
Den Schmerz allzu vieler Zärtlichkeit zu kennen.
Vom eigenen Verstehen der Liebe verwundet zu sein;
Und willig und freudig zu bluten.
Bei der Morgenröte
mit beflügeltem Herzen zu erwachen
und für einen weiteren Tag des Liebens dankzusagen;
Zur Mittagszeit zu ruhen
und über die Verzückung der Liebe nachzusinnen;
Am Abend mit Dankbarkeit heimzukehren;
Und dann einzuschlafen
mit einem Gebet für den Geliebten im Herzen
und einem Lobgesang auf den Lippen.
Khalil Gibran
(* 06.01.1883, " 10.04.1931)
SELBSTLIEBE
Als ich begann mich selbst zu lieben, erkannte ich, dass Schmerz und emotionales Leid nur Warnzeichen dafür sind, dass ich dabei war gegen meine eigene Wahrheit zu leben. Heute weiß ich, das ist Authentizität.
Als ich begann mich selbst zu lieben, habe ich verstanden, wie sehr es jemanden verletzen kann, wenn ich versuche ihm meine Wünsche aufzuzwingen, obwohl ich wusste, dass es nicht der richtige Zeitpunkt war und die Person nicht bereit dafür war, obgleich ich selbst diese Person war.
Heute nenne ich es Selbstachtung.
Als ich begann mich selbst zu lieben, habe ich aufgehört, nach einem anderen Leben zu verlangen, und konnte sehen, dass alles, was mich umgab, mich einlud zu wachsen.
Heute nenne ich es Reife.
Als ich begann mich selbst zu lieben, habe ich verstanden, dass ich in jeder Lebenslage, zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin und alles geschieht im absolut richtigen Moment. Also konnte ich ruhig sein. Heute nenne ich es Selbstvertrauen.
Als ich begann mich selbst zu lieben, hörte ich auf, mir meine eigene Zeit zu stehlen und ich hörte auf, riesige Projekte für die Zukunft zu entwerfen. Heute mache ich nur das, was mir Wonne und Freude bereitet; Dinge, die ich liebe und die mein Herz zum Lachen bringen. Und ich tue sie auf meine eigene Art und Weise und in meinem eigenen Rhythmus. Heute nenne ich es Einfachheit.
Als ich begann mich selbst zu lieben, befreite ich mich von allem, was nicht gut für meine Gesundheit ist, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von allem, das mich hinunter zog und weg von mir selbst. Anfangs nannte ich diese Haltung gesunden Egoismus. Heute weiß ich, es ist Selbstliebe.
Als ich begann mich selbst zu lieben, hörte ich auf, zu versuchen immer recht zu haben, und seit dem habe ich mich weniger geirrt. Heute habe ich entdeckt, das ist Bescheidenheit.
Als ich begann mich selbst zu lieben, weigerte ich mich weiter in der Vergangenheit zu leben und mich um die Zukunft zu sorgen. Jetzt lebe ich nur für den gegenwärtigen Moment, in dem alles geschieht. Heute lebe ich jeden einzelnen Tag, Tag um Tag, und ich nenne es Erfüllung.
Als ich begann mich selbst zu lieben, da erkannte ich, dass mich mein Verstand durcheinanderbringen und krank machen kann. Aber als ich ihn mit meinem Herzen verband, wurde mein Verstand zu einem wertvollen Verbündeten.
Heute nenne ich diese Verbindung Weisheit des Herzens.
Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen, Konflikten oder irgendwelcher Art Probleme mit uns selbst oder anderen zu fürchten. Sogar Sterne kollidieren und aus ihrem Zusammenprall werden neue Welten geboren.
Heute weiß ich: Das ist das Leben!
Charlie Chaplin
(* 16. April 1889, " 25. Dezember 1977)
Zuletzt geändert von ExUserIn-2026-04-08 am Mi 5. Dez 2018, 10:06, insgesamt 1-mal geändert.
Viele Grüße
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
Vicky
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Martin-a
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Re: Frau eines Mannes mit weiblicher Seite
Hallo Maria
Einen Aspekt hatte ich in meinen Posts oben nur ganz am Rande gestreift. Geht es ihm wirklich um die weibliche Seite oder nur darum, Kleidung, die heute als Frauenkleidung gilt, tragen zu können? Denn bei letzterem hast Du Deinen Mann im Grunde genommen immer noch. Denn immer mehr Männer haben die Schnauze voll von dem langweiligen Einheitsbrei der Herrenmode. Seit mehr als 200 Jahren mehr oder weniger immer das gleiche. Und jetzt geht die Männermode wieder Richtung Farblosigkeit. Das muss ja vielen ablöschen. Dass ein Mann ohne weiteres ein Rock, Kleid, FSH, Absatzschuhe usw. tragen kann, dafür gibt es unterdessen genügend Beispiele. Auch gibt es reichlich Foren für jedes weibliche Kleidungsstück am Mann. In diesem Forum hier hast Du den Vorteil, dass hier alle Aspekte abgedeckt sind. Vom Mann im Rock bis zur TS ist hier alles drin.
Einen Aspekt hatte ich in meinen Posts oben nur ganz am Rande gestreift. Geht es ihm wirklich um die weibliche Seite oder nur darum, Kleidung, die heute als Frauenkleidung gilt, tragen zu können? Denn bei letzterem hast Du Deinen Mann im Grunde genommen immer noch. Denn immer mehr Männer haben die Schnauze voll von dem langweiligen Einheitsbrei der Herrenmode. Seit mehr als 200 Jahren mehr oder weniger immer das gleiche. Und jetzt geht die Männermode wieder Richtung Farblosigkeit. Das muss ja vielen ablöschen. Dass ein Mann ohne weiteres ein Rock, Kleid, FSH, Absatzschuhe usw. tragen kann, dafür gibt es unterdessen genügend Beispiele. Auch gibt es reichlich Foren für jedes weibliche Kleidungsstück am Mann. In diesem Forum hier hast Du den Vorteil, dass hier alle Aspekte abgedeckt sind. Vom Mann im Rock bis zur TS ist hier alles drin.
Eigentlich schwimme ich nicht gegen den Strom. Ich stehe am Rand des Stromes und schaue den anderen Normalos zu, wie sie der Masse hinterherschwimmen und der erste in einem Wettbewerb sein wollen, den sie nicht gewinnen können.
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Frieda
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Re: Frau eines Mannes mit weiblicher Seite
Liebe liebe Vicky.
Es ist für mich wieder so ein Moment, wo ich mich in deinen Worten so sehr wohl fühle. Danke dafür!

Zu den Gedichten möchte ich bitte (dir) sagen dürfen, dass ich das zweite bereits kenne und sehr liebe.
Und zu dem Gedicht von Gibran möchte ich dir ehrlich gestehen, dass ich zu der Zeit, als ich es von dir zum ersten mal lesen durfte, noch nicht reif genug war es wahrhaftig verstehen zu können. Mit der Zeit veränderte sich das und heute, jetzt kann ich dir ehrlichen Herzens dafür danken, das ich's nicht nur lesen sondern auch verstehen und fühlen kann.

Namaste
Es ist für mich wieder so ein Moment, wo ich mich in deinen Worten so sehr wohl fühle. Danke dafür!
Zu den Gedichten möchte ich bitte (dir) sagen dürfen, dass ich das zweite bereits kenne und sehr liebe.
Und zu dem Gedicht von Gibran möchte ich dir ehrlich gestehen, dass ich zu der Zeit, als ich es von dir zum ersten mal lesen durfte, noch nicht reif genug war es wahrhaftig verstehen zu können. Mit der Zeit veränderte sich das und heute, jetzt kann ich dir ehrlichen Herzens dafür danken, das ich's nicht nur lesen sondern auch verstehen und fühlen kann.
Namaste
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•Du musst selbst zu der Veränderung werden, die du in der Welt sehen willst. Mahatma Gandhi
•Irgendwo ist Jemand glücklich mit weniger als du hast!
*Wer mag, ich bin gerne da mit 💖,👂und📝*
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Re: Frau eines Mannes mit weiblicher Seite
Vielen Dank für Deine Worte. Ich habe auch eine Weile gebraucht. Es ist so hart formuliert, dass ich zuerst zurückschreckte. Aber ich habe es als Wahrheit für mich erkannt. Diese beiden Gedichte sind für mich zum wertvollsten Wort geworden, was ich je lesen durfte. Und je nach Gemütsverfassung tritt ein anderer Aspekt in den Vordergrund.Frieda hat geschrieben: Mi 5. Dez 2018, 08:01 Mit der Zeit veränderte sich das und heute, jetzt kann ich dir ehrlichen Herzens dafür danken, das ich's nicht nur lesen sondern auch verstehen und fühlen kann.
In der Liebe wird man ordentlich "verhauen". Aber wichtig ist zu erkennen, dass weder die Liebe, noch der Andere, den man liebt daran der Verursacher ist. Es sind "nur" die Hilfsmittel, in sich die Spreu vom Weizen zu trennen. Ohne die vielen Auseinandersetzungen mit Partnerinnen und ohne die vielen Verluste in meinem Leben wäre ich niemals "reich" im Sinne von innerer Zufriedenheit geworden. Sich selber diesen Prozess "zu zumuten" ist der Kern, um den es geht. Das geht nur mit einer Liebe jenseits der üblichen Romantikvorstellungen, die ja unseren Blick verstellen.
Es gibt auch ein Buch, dass mich nicht so drastischen Worten ähnliches beschreibt. Es heißt "Liebe Dich selbst und freue Dich auf die nächste Krise" vom Ehepaar Zurhorst. Viele Aspekte dazu findet man bei David Schnarch, Ulrich Clement oder Lukas Möller. Das Wissen darum ist nicht neu, aber vieles geht in der Kakophonie des Alltags unter. Ich habe auch vieles in meinem "normalen" Leben geändert, weil mir die Oberflächlichkeit immer bewusst wurde.
Sich bewusst und in tiefer Weise auf die Liebe einzulassen und zu vertrauen, hat sehr weit reichende Konsequenzen. Ich habe z.B. viel von meinen Lebensängsten verloren und eine neue Sicht auf die Welt gewonnen. Und ich bin noch weit entfernt, den Prozess als abgeschlossen zu betrachten.
Viele Grüße
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
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Re: Frau eines Mannes mit weiblicher Seite
Hallo,
ich melde mich nur kurz, da ich erst mal verarbeiten muss, was heute war.
Wir hatten das Thema Körperbehaarung. Da ging es unter anderem um einen Bericht im Fernsehen, bei dem eine Frau einen Vollbart hatte.
Mir ist während des Gespräches klar geworden, dass mein Mann das bei mir nicht möchte ( ich hab einen leichten Damenbart, den ich wegmache).
Ich bat ihn darüber nachzudenken, ob er es akzeptieren könnte, wenn ich mit Schnauzer unterwegs wäre.
Ich denke, dass er eine Biofrau an seiner Seite will.
Liebe Grüße
Maria
ich melde mich nur kurz, da ich erst mal verarbeiten muss, was heute war.
Wir hatten das Thema Körperbehaarung. Da ging es unter anderem um einen Bericht im Fernsehen, bei dem eine Frau einen Vollbart hatte.
Mir ist während des Gespräches klar geworden, dass mein Mann das bei mir nicht möchte ( ich hab einen leichten Damenbart, den ich wegmache).
Ich bat ihn darüber nachzudenken, ob er es akzeptieren könnte, wenn ich mit Schnauzer unterwegs wäre.
Ich denke, dass er eine Biofrau an seiner Seite will.
Liebe Grüße
Maria
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Queeny 1957
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Re: Frau eines Mannes mit weiblicher Seite
Liebe Maria,
seit Tagen verfolge ich hier die Beiträge und muss gestehen, dass ich so einigen, die Deine Ängste und Zweifel betreffen nicht folgen kann. Ist es nicht wertvoll, dass Dein Mann sich Dir geöffnet hat, was sicher nicht leicht für ihn war. Warum misstraust Du ihm und machst Dir und ihm das Leben dadurch nur schwerer? Wie toll, dass Ihr imstande seid zu reden. Viele Paare tun dies nicht. Ich frage mich nur, worin Deine Ängste bestehen? Oder ist es reineweg Ablehnung gegen seine weibliche Seite? Dies kannst Du Dir nur selbst beantworten. Dein Beispiel mit dem Schnäuzer hinkt, da Du ja selbst weiblich bleiben möchtest. Halte Dir aber bitte vor Augen, dass jeder Mensch eine weibliche und eine männliche Seite in sich trägt und sich auch ständig verändert. Du bist mit Sicherheit auch nicht mehr die selbe Frau, die Du vielleicht noch vor 10 oder 20 Jahren warst. Nutze die Chance, die sich in Eurer Ehe biete, welche die Offenheit und Ehrlichkeit ist. Versuche Dein Misstrauen abzubauen. Transfrauen gehören in unsere Gesellschaft und unser Leben und ich bin dankbar dafür, dass es sie gibt. Wenn Du die weibliche Seite Deines Mannes besser akzeptieren kannst, wirst Du feststellen, dass sich in Eurer Liebe zueinander nichts geändert hat. Ich wünsche Euch von Herzen alles Gute für eine hoffentlich weiterhin gemeinsame und glückliche Zukunft.
Liebe Grüße
Marion
seit Tagen verfolge ich hier die Beiträge und muss gestehen, dass ich so einigen, die Deine Ängste und Zweifel betreffen nicht folgen kann. Ist es nicht wertvoll, dass Dein Mann sich Dir geöffnet hat, was sicher nicht leicht für ihn war. Warum misstraust Du ihm und machst Dir und ihm das Leben dadurch nur schwerer? Wie toll, dass Ihr imstande seid zu reden. Viele Paare tun dies nicht. Ich frage mich nur, worin Deine Ängste bestehen? Oder ist es reineweg Ablehnung gegen seine weibliche Seite? Dies kannst Du Dir nur selbst beantworten. Dein Beispiel mit dem Schnäuzer hinkt, da Du ja selbst weiblich bleiben möchtest. Halte Dir aber bitte vor Augen, dass jeder Mensch eine weibliche und eine männliche Seite in sich trägt und sich auch ständig verändert. Du bist mit Sicherheit auch nicht mehr die selbe Frau, die Du vielleicht noch vor 10 oder 20 Jahren warst. Nutze die Chance, die sich in Eurer Ehe biete, welche die Offenheit und Ehrlichkeit ist. Versuche Dein Misstrauen abzubauen. Transfrauen gehören in unsere Gesellschaft und unser Leben und ich bin dankbar dafür, dass es sie gibt. Wenn Du die weibliche Seite Deines Mannes besser akzeptieren kannst, wirst Du feststellen, dass sich in Eurer Liebe zueinander nichts geändert hat. Ich wünsche Euch von Herzen alles Gute für eine hoffentlich weiterhin gemeinsame und glückliche Zukunft.
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Marion
Die Größe eines Menschen misst sich nie in Zentimetern!
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Anne-Mette
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Re: Frau eines Mannes mit weiblicher Seite
Moin,
der Vergleich mit dem "Schnäuzer" hinkt nicht, glaube ich.
Es gibt Menschen, die nicht auffallen wollen, sie wollen sich möglichst in der Öffentlichkeit bewegen, ohne dass sie fragende Blicke oder sogar noch harte Worte treffen:
"wer/was ist denn das? - Das ist doch wohl nicht normal, so eine(r) käme mir nicht über die Schwelle!"
Sie wollen auch nicht in "Mithaftung" genommen werden, wenn jemand wissen will: "... was ist denn mit Deiner Frau/Deinem Mann los?"
Ich finde gut, wenn Paare einen Modus finden, weiter zusammen zu bleiben.
Trotzdem müssen wir uns mit den Ängsten - und auch einer gewissen "Lebensbequemlichkeit" von PartnerInnen auseinandersetzen.
Gruß
Anne-Mette
der Vergleich mit dem "Schnäuzer" hinkt nicht, glaube ich.
Es gibt Menschen, die nicht auffallen wollen, sie wollen sich möglichst in der Öffentlichkeit bewegen, ohne dass sie fragende Blicke oder sogar noch harte Worte treffen:
"wer/was ist denn das? - Das ist doch wohl nicht normal, so eine(r) käme mir nicht über die Schwelle!"
Sie wollen auch nicht in "Mithaftung" genommen werden, wenn jemand wissen will: "... was ist denn mit Deiner Frau/Deinem Mann los?"
Ich finde gut, wenn Paare einen Modus finden, weiter zusammen zu bleiben.
Trotzdem müssen wir uns mit den Ängsten - und auch einer gewissen "Lebensbequemlichkeit" von PartnerInnen auseinandersetzen.
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Re: Frau eines Mannes mit weiblicher Seite
Liebe Anne-Mette,
ich glaube, Du hast mich in meinem Beitrag an Maria etwas missverstanden. Sie möchte doch Bio-Frau bleiben und daher stellt sich die Frage des Schnäuzers für sie nicht.
Was die Ängste und "Bequemlichkeiten" der Partnerinnen anbelangt, so ist eine Auseinandersetzung darüber völlig legitim und auch notwendig. Ein dauerhaftes Misstrauen halte ich dagegen aber für gefährlich und der Ehe oder Beziehung absolut nicht dienlich. Wenn das Vertrauen zu Bruch geht, hat ein Weiterführen eines gemeinsamen Lebens in meinen Augen wenig Sinn, da es der Grundstock dafür ist.
Liebe Grüße
Marion
ich glaube, Du hast mich in meinem Beitrag an Maria etwas missverstanden. Sie möchte doch Bio-Frau bleiben und daher stellt sich die Frage des Schnäuzers für sie nicht.
Was die Ängste und "Bequemlichkeiten" der Partnerinnen anbelangt, so ist eine Auseinandersetzung darüber völlig legitim und auch notwendig. Ein dauerhaftes Misstrauen halte ich dagegen aber für gefährlich und der Ehe oder Beziehung absolut nicht dienlich. Wenn das Vertrauen zu Bruch geht, hat ein Weiterführen eines gemeinsamen Lebens in meinen Augen wenig Sinn, da es der Grundstock dafür ist.
Liebe Grüße
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sbsr
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Re: Frau eines Mannes mit weiblicher Seite
Hallo Maria,M.L. hat geschrieben: Do 6. Dez 2018, 10:54 Ich bat ihn darüber nachzudenken, ob er es akzeptieren könnte, wenn ich mit Schnauzer unterwegs wäre.
jetzt muss ich mich doch mal zu Wort melden. Eigentlich wollte ich mich zurück halten, weil mir sonst wegen meiner ziemlich missglückten Ehe wieder Groll als Motivation vorgehalten wird.
Entfernst Du den Damenbart wirklich nur für Deinen Mann? Oder vielleicht weil Du Dich selbst damit nicht wohl fühlen würdest.
Zunächst muss ich auch Dir meinen aufrichtigen Respekt aussprechen, dass Du bereit bist Dich überhaupt mit dem Thema auseinander zu setzen. Und ich kann Deine Situation und auch Deine Ablehnung (so gut es von der anderen Seite aus geht) nachvollziehen.
Trotzdem fällt mir bei Dir ein bekanntes Muster auf. Das betrifft die so oft gelesene was-wäre-wenn Frage. Wie würde mein Mann reagieren, wenn ich mir einen Bart anklebe und ein Paar Socken in die Hose stopfe. Das spricht für mich eine relativ deutliche Sprache, auf was hier Männer bzw. ihre Unterscheidungsmerkmale im Gegensatz zu Frauen reduziert werden. Bart und Dödel in der Hose. Doch in Wirklichkeit gehört da viel viel mehr dazu. Den Bart ab zu rasieren und den Dödel zwischen die Pobacken klemmen macht einen Mann noch lange nicht zur Trans*frau, ein Rock übrigens auch nicht.
Was ich damit sagen will, oder vielleicht wäre es an dieser Stelle am geschicktesten, auf Julas Frauenbrief zu verweisen, nur weil Dein Mann Gefallen an Damenbekleidung hat, oder auch hin und wieder eine Perücke aufsetzen und sich schminken möchte, heißt das noch lange nicht, dass er nicht mehr Dein Mann sein kann oder möchte. Es liegt an Dir, ihm das zu ermöglichen.
Meine Frau wollte mich in vollem Ernst zum Arzt schicken, ich solle doch nach "Tabletten dagegen" fragen. Nur ganz so einfach ist es halt nicht. Wenn es das wäre, oder wir einfach wieder ganz Mann sein könnten (wie Du schreibst), viele von uns würden es mit Sicherheit tun.
Ich bitte Dich daher für Deinen Mann und für Dich, und weil es mir selbst Hoffnung geben würde zu sehen, dass es funktionieren kann, versucht gemeinsam herauszufinden, was er eigentlich möchte. Dann kannst Du ihm Kompromissvorschläge machen, unter welchen Bedingungen Du Dir einen gemeinsamen Weg vorstellen könntest. Zu spät ist es erst, wenn die Kluft zwischen den beiden gangbaren wegen so groß ist, dass keiner von beiden einen Schritt auf den anderen zu gehen kann, ohne den Abgrund hinab zu stürzen.
LG, Svenja
Erinnerungen sind das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.
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