Valeries Welt
Valeries Welt - # 30

Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
Antworten
Valerie Bellegarde
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1718
Registriert: Mo 8. Feb 2016, 16:44
Geschlecht: Part time lady
Pronomen: Mal so, mal anders
Hat sich bedankt: 84 Mal
Danksagung erhalten: 136 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Valeries Welt

Post 436 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Teil 2 Kap. 21: La marelle (Himmel und Hölle)

La marelle ist ein französisches Kinderspiel, deutsche Kinder nennen das Spiel "Himmel und Hölle". Valerie meint, irgendwie träfe der Name des Spiels auch auf ihr Leben zu, und besonders in dieser Nacht mit Jean-Claude glaubte sie wieder gelegentlich mal im Himmel zu sein, aber am Ende traf wohl eher das Gegenteil zu.

Was war geschehen?

Mit einem hörbaren "plopp" war der Korken aus dem Hals der Champagnerflasche entwichen, was zeigte, es war noch Druck darin. Schnell waren zwei Gläser gefüllt, aber während Valerie nur etwas an ihrem nippte, war das Glas von Jean-Claude im Nu auch wieder leer, was mehr seiner Erregung als seinem Durst geschuldet war. Er würde nun gleich Sex mit dieser seltsamen aber attraktiven Brünetten haben, was bedeutete, er war total angespannt, sein erigierter Penis schien ihm hart wie Stahl, und sein Testosteron kurz vor dem Überkochen zu sein. Männer in diesem Zustand neigen zum Aktionismus.

Er stellte sein leeres Glas zur Seite, nahm dann auch ihr das noch halbvolle Glas aus der Hand, ganz schwungvoll, als wolle er sagen "hoppla, jetzt komme ich" ... jetzt geht's los"... irgend so was in der Art.

Er brauchte jetzt die Hände frei. Er hatte etwas vor. Mit beiden Armen umfasste er sie an der Taille, hob sie hoch und drückte sie an sich. Der Schwung war so groß, dass beide rücklings auf dem Bett landeten, sie lag unter ihm, war halbnackt wie er selbst. Ein wenig ungeschickt, versuchte er dann sofort, sie zu besteigen, aber sie wehrte ihn ab, er rutschte seitlich von ihr runter, sie rangelten ein wenig miteinander und lachten, blieben dann liegen bäuchlings Seite an Seite. Sie wollte jetzt mit ihm kuscheln, er wollte sie vögeln, seinen Schwanz irgendwo in sie reinstecken. Sie setzte sich durch, weil sie schneller war. Mit einem kurzen Griff nach unten hatte sie seinen harten Schwanz in der Hand und platzierte ihn geschickt zwischen ihrem Oberschenkeln, dass er sich nicht mehr rühren konnte. Sie presste ihre Oberschenkel dann fest zusammen, so stark sie konnte und hielt seinen Schwanz in dieser Position zwischen ihren Schenkeln gefangen. Das schien ihm aber gut zu tun, sodass er erst mal ein wenig Ruhe gab und es genoss, so eingesperrt zu sein dort unten bei ihr.

Jetzt war Kuscheln und Küssen angesagt, und sie übernahm dann sofort wieder die Initiative und auch die Regie. Das war Valeries Feld, jetzt war sie dran, minutenlang küsste sie ihn auf Mund und Gesicht, French kisses, und er küsste zurück, ihre Lippen, ihr Gesicht, ihren Hals. Dann gingen beide dazu über, sich gegenseitig lange und intensiv zu streicheln, alle erreichbaren Körperteile. Sie war besonders empfindlich auf ihrem Bauch, an den Innenseiten ihrer Schenkel, am Hals, und natürlich auf ihrem Busen. Er bemerkte, wie sie auf seine Berührungen reagierte und betatschte und befingerte dann auch beide Brüste recht lange und mümmelte mit Lippen und Zähnen ganz leicht an ihren Brustwarzen herum, was ihr ungemeines Vergnügen bereitete. Die neuen Titten erwiesen sich insofern als ein totales Erfolgsmodell, denn sie zeigten sich bereits jetzt, nur etwa ein halbes Jahr nach der Implantations-OP schon wieder als sensibel und empfänglich für zärtliche Berührungen.

Ihre erogenen Zonen und das schöne Gefühl das damit verbunden war, blieben ihr also voll erhalten. Nicht nur, dass der neue Busen sie schöner und fraulicher gemacht hatte, auch ihre Sensibilität schien unbeeinträchtigt.

Nach eine ganzen Weile des Fummelns und Berührens ließen die beiden dann kurz voneinander ab, er trank kurz einen Schluck aus der Flasche und offerierte danach auch ihr ein Glas von dem edlen Gesöff. Sie setzte sich auf im Bett und bemerkte dann auch wieder das Geräusch des Regens, der stärker geworden war und von außen an die Fensterscheiben schlug. Draußen war es finstere Nacht und sicher noch viel ungemütlicher als es bereits den ganzen Tag lang gewesen war. Umso wärmer und kuschliger schien es den beiden unter der Bettdecke, sie zogen sie über sich und pressten sich wieder aneinander, umschlangen sich mit den Beinen, mit den Armen, die Lust aufeinander wuchs wieder stärker an, und die Fummelei ging weiter. Schließlich, sie lagen Bauch an Bauch, umfasste er mit beiden Armen ihren Hintern und zog ihren Körper zu sich her, bis sie ganz eng aneinandergepresst auf der Seite lagen. Sie bemerkte sofort, er wollte jetzt mehr, er wollte jetzt irgendwie ficken, er wollte zu Ende kommen. Doch ihr war das noch zu früh.

"Attends... ne fais pas si vite... doucement, mon grand" (Warte noch, nicht so schnell, mach's mir langsam bitte, mein Großer)

sagte sie leise und versuchte so, das Finale noch hinauszuzögern. Ihr Plan war es... (ja wirklich, Frauen haben beim Sex durchaus gelegentlich so was wie einen Plan, während Männer eben meistens ohne groß nachzudenken einfach drauf los rammeln und recht simpel und primitiv nur ein Ziel im Auge haben, nämlich möglichst schnell und heftig abzuspritzen, das war's dann auch, er kippt dann auf die Seite und schläft ein)

...ihr Plan war es also, den Lover zunächst zu fellationieren und ihn danach, also im zweiten Durchgang, falls er dann noch zu so etwas in der Lage wäre, dann anal in sich aufzunehmen und ihn dort, so quasi zum Höhepunkt, später final abspritzen zu lassen. So oder ähnlich würde es vielleicht ein Sexualmediziner ausdrücken. Sie sagte es einfacher:

"Pour commencer, je vais te sucer avec ma bouche, je vais te pomper, mon grand. Après, si tu sois bien en forme encore, je te permets de m'enculer, ca veut dire de l'arrière, tu comprends..."

Er war sofort einverstanden. Zunächst oral, später wäre dann rektal angesagt.

Gesagt, getan, der Theorie folgte sofort die praktische Übung. Sie platzierte sich, d.h. ihren Kopf zwischen seinen Beinen und begann sofort an seinem Schwanz zu lutschen und zu saugen, der ihr jetzt wesentlich größer und dicker schien als noch vor einer Stunde, als sie mit diesen Fellatio-Spielereien begonnen hatten. Sein Schwanz füllte jetzt ihren Mund und Gaumen fast zur Gänze aus, und sie war kaum mehr in der Lage, seinen Penis-Schaft unten an der Wurzel mit Daumen und Zeigefinger zu umfassen, um die obligaten Pump-Bewegungen durchzuführen, sie wichste ihn vor und zurück, vor und zurück, und musste richtig Kraft aufwenden dabei in der rechten Hand. Das ging etwa eine Minute lang so, dann merkte sie, es wurde zuviel für ihn. Sie bemerkte, wie sich seinen Bauchmuskeln anspannten und hatte dann nicht einmal mehr die Zeit, über deepthroat ja oder nein nachzudenken (auch der deeptroat war teil ihres Plans gewesen für diese Nacht).

Aber nein, zum deepthroat würde es nicht mehr kommen zwischen Jan-Claude und Valerie. Zu schnell, zu geil war ihr Lover, zu sehr hatte sie ihm eingeheizt. Er krampfte und kam, und einmal, zweimal, dreimal entleerte er sich in ihrem Mund und Gaumen. Unerfahren, wie sie war, schluckte sie das Zeug gleich runter und danach war sie um die Erfahrung reicher, wie frisches Ejakulat schmeckt, wenn der Partner vorher Fisch gegessen und Champagner getrunken hat, nämlich grauenhaft klebrig-säuerlich.

Sie machte trotzdem gute Miene zum bösen Spiel. Erstens war es ihr erster richtiger Oralsex in Frankreich, das muss man wissen. Und dann war das Ganze ja bewusst geschehen und es war auch ihre eigene Entscheidung gewesen, ihn oral zu befriedigen. Er war lediglich ihrer Einladung gefolgt, also machte sie ihm keinen Vorwurf, dass es eklig gewesen war.

Eine halbe Stunde später, er war aus einen kurzen Schlaf der Erschöpfung wieder erwacht während sie wach geblieben war und in der Zwischenzeit die halbvolle Sektflasche vollends ausgetrunken hatte und zwar ohne Glas, sondern direkt aus der Flasche in den Mund. Er war sofort wieder rege und meldete sich prompt wieder. Zeigte seinen erigierten Prügel vor und wollte den zweiten Teil ihres Versprechens eingelöst haben. Sie glaubte es zunächst nicht und prüfte mit der Hand nach, aber es stimmte: Ja er war wieder hart, der Schwanz und der ganze Kerl war geil auf neue Taten.

Sie hatte eigentlich keine Lust mehr. Aber sie hatte es ihm versprochen, also würde sie es tun. Sie würde ihn ranlassen an ihren Hintern. Sie zog dann nicht mal einen kleinen Flunsch, sondern streifte ihr kleines cache-sex ab, ging auf Knie und Ellbogen und bot ihm ihren nackten Po dar. Erst noch reichlich Vaseline, sie reichte ihm die Tube, er cremte ihr den ganzen Anusbereich damit ein und massierte dabei beide Pobacken, sie mochte das, er war zärtlich und ließ sich Zeit damit.

So war Valerie, halb Deutsche, halb Französin, und sie war pflichtbewußt wie eine englische Lady zur viktorianischen Zeit:

"Close your eyes... and just do it for England"

Das war zwar nicht ihr Wahlspruch, aber sie handelte danach.

Die Vaseline Creme half ihr sehr, denn nach einem kurzen scharfen Dehnungsschmerz, als er mit seinem großen Prügel von hinten in sie eindrang, spürte sie nicht mehr viel, lediglich das spätere gleichmäßige hinein-und herausgleiten seines Glieds in ihrem Anus bemerkte sie nachher noch, ohne dabei aber viel zu spüren, weder Lust noch Schmerz, dann folgte nur noch ein minutenlanges Gerammel. Sie stützte sich weiterhin auf beiden Ellbogen ab und starrte nach vorne ins Leere, sah ihn nicht, wie er sie immer wieder nahm von hinten, sie spürte und hörte lediglich das seltsame Klatschen seines Bauchs auf ihrem Hintern, das immer schneller wurde, dann war es gottseidank zuende und er fiel seitlich von ihr herunter. Valerie lief eilig zur Toilette, um das klebrige Zeug aus ihrem Hintern herauslaufen zu lassen, als sie zurückkam, war er schon wieder eingeschlafen, man glaubt es nicht.

Sie schaute ihn an, ein fremder Mann lag dort, was hatte sie eigentlich mit ihm zu tun ? Sie legte sich trotzdem neben ihn in das Bett und schlief dann auch ein.

Am nächsten Morgen erwachten sie beide gemeinsam auf das Klingeln seines Radioweckers hin, es war acht Uhr aber noch dunkel draußen, und auch bei Valerie herrschte eher eine dunkle und gedämpfte Grundstimmung. Jean-Claude schien dagegen munter zu sein und bejahte dann auch ihre Frage ob es ihm gefallen habe gestern Nacht: Ja sehr.

"Tu sais, j'ai jamais avant eu un travelo" (weisst du, ich hatte noch nie vorher eine Transe)

Diese Bemerkung schlug ihr erst recht auf den Magen und deshalb verlief das spätere Frühstück zusammen im Gastraum auch sehr schweigsam. Dieses Frühstück war dann auch das letzte, was sie gemeinsam mit Jean-Claude erlebte, denn wiedergesehen haben sie sich nicht an diesem Tag und auch später nicht mehr, er war dann wohl abgereist und Telefonnummern wurden auch nicht ausgetauscht.


Fortsetzung im Januar 2019

Liebe Grüße,

Valerie :()b
Maria T
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 167
Registriert: Do 14. Sep 2017, 19:35
Pronomen:
Wohnort (Name): Frankenblick
Hat sich bedankt: 3 Mal
Danksagung erhalten: 1 Mal
Kontaktdaten:

Re: Valeries Welt

Post 437 im Thema

Beitrag von Maria T »

Hallo Valerie,
Wünsche dir ne tolle Reise. Hoffe die zeit wird nicht so lange.
Schöne Geschichte wieder mal.
Liebe Grüße Maria
Einfach ist am schwersten.
Valerie Bellegarde
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1718
Registriert: Mo 8. Feb 2016, 16:44
Geschlecht: Part time lady
Pronomen: Mal so, mal anders
Hat sich bedankt: 84 Mal
Danksagung erhalten: 136 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Valeries Welt

Post 438 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Liebe Maria,
nett wieder ein Lebenszeichen von dir zu bekommen. Schön, dass die die Geschichte gefällt. Am Samstag geht mein Flieger von Frankfurt, ich bin dann länger weg. Mit Valeries Welt wird es im neuen Jahr weitergehen. Zu meinem Konzept fürs neue Jahr:

Valerie hat wieder mal Trouble. Wieder einmal mal ging ja etwas schief mit einem Mann. Oder es war eben nicht ganz so, wie sie es sich vorstellt in ihren geheimen Träumen. Ist sie zu verträumt für diese Welt? Auf jeden Fall wird klar: Für den Umgang mit Männern hat sie bisher offensichtlich kein so gutes Händchen... Diese ambivalenten Erfahrungen werden ja immer mehr bei ihr. Es ist aber noch nicht zu ende mit Valeries Männergeschichten. Sie trifft nach ihrem Kurzurlaub in Cabanes de Fleury dann wieder mit ihren Kollegen in Narbonne und dann auch wieder erneut mit Thierry zusammen, dem Notar und Tangotänzer. Das ist eine neue Welt, in die er sie der ältere Mann dann einführt, ganz anders als die Welt, die sie kennt. Bin gespannt, wie sich diese Beziehung zu dem älteren Mann entwickelt.

Vorher kommt aber noch eine Episode mit einem gemeinsamer Urlaub mit Gunnar, sie sind dann eine Woche zusammen in Carcassonne, und ich denke sie werden die gemeinsame Zeit nutzen, um sich auszusprechen und Klarheit herzustellen über ihr Verhältnis, wie es weitergehen soll. Kann das funktionieren, so weit auseinander?

Liebe Grüße, Valerie

P.S. Ja und auch noch Guten Rutsch ins neue Jahr, in 6 Wochen ist es schon wieder so weit. (fwe3)
Svenja80
schau
Beiträge: 65
Registriert: Mo 22. Aug 2011, 21:32
Pronomen:
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Kontaktdaten:

Re: Valeries Welt

Post 439 im Thema

Beitrag von Svenja80 »

Du hast eine herrlich nonchalante Art, den Akt zu beschreiben. Fehlt nur noch, das die liebe Valerie beim vögeln ihre Fingernägel kontrolliert. Bis demnächst in diesem Kino ;)
Maria T
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 167
Registriert: Do 14. Sep 2017, 19:35
Pronomen:
Wohnort (Name): Frankenblick
Hat sich bedankt: 3 Mal
Danksagung erhalten: 1 Mal
Kontaktdaten:

Re: Valeries Welt

Post 440 im Thema

Beitrag von Maria T »

Hallo Valerie,
Klingt schon wieder spannend.
Ein schönes Weihnachtsfest dir natürlich auch, sind nur noch 4 Wochen 😊
Liebe Grüße Maria
Einfach ist am schwersten.
Valerie Bellegarde
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1718
Registriert: Mo 8. Feb 2016, 16:44
Geschlecht: Part time lady
Pronomen: Mal so, mal anders
Hat sich bedankt: 84 Mal
Danksagung erhalten: 136 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Valeries Welt

Post 441 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Hallo meine lieben Leserinnen und Leser,

Nach mehr als 6 Wochen Weltreise bin ich gestern früh wieder in Frankfurt gelandet und gleich weiter mit dem ICE heim nach Stuttgart. Die Nässe, die Kälte, der späte Tagesbeginn und der Jetlag machen mir noch heftig zu schaffen. Bin ständig müde und wache nachts zu den unmöglichsten Zeiten auf. Verdauung auch noch total in Unordnung. Ansonsten bin ich aber gesund, habe kaum zugenommen trotz wochenlangem bestem Hotelessen und bin gut sonnengebräunt. Ich hoffe, ihr seid ebenfalls alle gut ins Neue Jahr 2019 gekommen und auch sonst gut drauf!

Jetzt zu meiner Frage bzw. zu meinem Angebot: Ich nehme an, ihr wollt demnächst weitere Abenteuer der kleinen Valerie lesen, wie sie sich in der Welt der Frauen so hält, was sie dort erlebt und mitmacht und wie sie weiter so klarkommt mit ihren ewigen Männergeschichten? Falls dem so ist, bitte kurz hier schriftlich mit einer Nachricht melden, damit ich sehen kann ob von eurer Seite her Interesse besteht.

Mir selbst geht es gesundheitlich im großen Ganzen ausgezeichnet, d.h. kleinere und altersgemäße Zipperlein sind zwar immer da, aber drängen sich noch nicht so in den Vordergrund,, dass ich mich davon unterkriegen ließe. Meine Reise war toll, ich habe ein paar Ecken in Asien und später in Australien gesehen, wo ich vorher noch nicht war und habe gerade in Thailand und Myanmar (früher Burma) viel Neues kennengelernt, was übrigens auch die eigene persönliche Optik auf die Dinge schärft und die Probleme in Europa doch vergleichsweise sehr klein erscheinen lässt.

Was das Crossdressen betrifft, hatte ich während der Reise leider kaum bzw. faktisch keine Gelegenheit, dieses dort im Hotel oder in der Öffentlichkeit zu praktizieren bzw. auszuleben. Klingt komisch, weil gerade in den luxuriösen Hotels in Bangkok eine Menge von uns rumstöckeln (erkennt man sofort, sind aber in der Regel professionelle Escorts, und da wollte/konnte ich nicht ran). Das private Crossdressen wird aber jetzt alles nachgeholt, versprochen und ich freue mich wirklich sehr drauf. Der Body ist noch der alte, ich habe noch das alte Gewicht (76 Kilo) und auch die Konfektionsgrößen sind unverändert. Freue mich schon aufs nächste Weekend, dann hole ich meine Sachen aus dem Schrank und gehe wieder mal ein wenig en femme hier auf die Piste.

Wie gesagt, meldet euch jederzeit hier wegen der Story, ich warte auf eure Rückmeldungen und bin immer noch

Eure Valerie :()b
Valerie Bellegarde
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1718
Registriert: Mo 8. Feb 2016, 16:44
Geschlecht: Part time lady
Pronomen: Mal so, mal anders
Hat sich bedankt: 84 Mal
Danksagung erhalten: 136 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Valeries Welt

Post 442 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Neues aus Valeries Welt.

Valeries Welt ist voller Überraschungen, nur ganz wenig von dem was dort geschieht ist vorhersehbar oder gar kalkulierbar. Und es ist schon gar nicht planbar. Der Hauptgrund für diese Unkalkulierbarkeit ist Valeries Spontaneität und Eigenwilligkeit, denn genau wie Pipi Langstrumpf (ich meine diese rotblond bezopfte Göre aus dem Weltbestseller der Astrid Lindgren, die wohl jedermann kennt), also genau so wie diese Pipi Langströmp (Pipis Name auf schwedisch) macht sich auch unsere Valerie ihre Welt, so wie sie ihr gefällt. Was ihr gefällt, ist crossdressen. Was sie explorieren (erforschen) will, ist die Welt der Frauen. Wer bisher mitgelesen und das Wesentliche auch verstanden hat, weiß jetzt dass Valerie biologisch zumindest zu Beginn des ersten Teils noch ein vollständiger Mann ist, allerdings mit schwach ausgeprägten diesbezüglichen Merkmalen, vorne sogar sehr schwach. Biologisch männlich heißt nicht notwendigerweise auch emotional männlich gestrickt, denn emotional steuert sie immer mehr die Welt der Frauen an, je mehr die Story fortschreitet.

Den ersten Teil der Geschichte habe ich ca. im Herbst 2017 angefangen hier in diesem schönen Forum zu schreiben, und ich bin unserer Admina Anne-Mette wirklich sehr dankbar dafür, dass sie mir den Platz und die Möglichkeit dafür gibt. Teil 1 umfasste knapp 100 Kapitel, jedes davon etwa in fünf Minuten zu lesen. Genauer gesagt handelt es sich jeweils um abgeschlossene kleine Episoden. Zwischen den einzelnen Kapiteln gibt es Gelegenheit für jeden Leser, Kommentare abzugeben, also im Prinzip kann jeder seinen Senf hinterher reinschreiben, ich nehme das manchmal als Anregung. Der erste Teil lief etwa ein halbes Jahr lang, dann gab's ein paar Monate Pause. Ich denke, die Story hatte damals ein paar Fans.

Im September 2018 habe ich dann mit Teil 2 der Geschichte angefangen, seither sind 21 Kapitel davon entstanden. Teil 2 spielt in Frankreich, deshalb wird manchmal auch französisch gesprochen. Für jedes Kapitel brauche ich etwa eine Woche Zeit (wobei ich die meiste Zeit nichts an der Story tue, also ihr braucht euch das nicht so vorzustellen, dass ich eine Woche dasitze und am Bleistift lutsche. Nein, effektiv, wenn's mal läuft dann entsteht ein Kapitelchen in einer Stunde konzentrierter Arbeit)

Hinzugefügt werden muss, dass ich die Geschichte nicht in gendergerechter Sprache schreibe und auch nicht in neuer Rechtschreibung, bitte seht mir beides nach.

Bevor ich mich an das erste Kapitel im neuen Jahr mache, ist es wohl ein Gebot der Höflichkeit, den erst kürzlich neu hinzugekommenen Leserinnen und Lesern eine kurze Einführung ins bisherige Geschehen des zweiten Teils zu geben.

Zu Beginn von Teil 2 lässt sich Valerie erst mal verschönern, und zwar für ca. 5000 Euro, für die sie in einer süddeutschen Schönheitsklinik einen hübschen weiblichen Busen implantiert bekommt. Die Maßnahme wirkt sich außerordentlich positiv auf ihr privates aber auch geschäftliches Fortkommen aus. Sie ist immer noch knapp über 30 Jahre alt, Single, sie wechselt aber ab und zu den Partner und arbeitet dann auch nicht mehr als Marketingassistentin in einem Autowerk (das mit dem Stern), sondern als selbständige Immobilienhändlerin und Frankreich-Repräsentantin in Michaels Firma. Im zweiten Teil der Story hält sich Valerie mehrheitlich in Südfrankreich auf, dort hat sie ihr eigenes Büro. Michael ihr Chef, hat dagegen das Hauptbüro nach wie vor in Stuttgart. Michael ist mit Erika zusammen, ihrer Busenfreundin, der sie alles erzählen kann und mit der sie manches teilt, Anfangs auch den Mann.

Das neueste Kapitel 22, das in dieser Woche (hoffentlich) kommen wird, nimmt im neuen Rahmen die Geschichte von Valeries Welt wieder auf, nachdem sich der Autor eine 6 wöchige Auszeit nahm, bedingt durch eine wichtige Reise. Ich wünsche weiterhin gute Unterhaltung in Valeries Welt.

Valerie Bellegarde, Autor / Autorin :()b
Zuletzt geändert von Valerie Bellegarde am Di 8. Jan 2019, 05:30, insgesamt 3-mal geändert.
Valerie Bellegarde
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1718
Registriert: Mo 8. Feb 2016, 16:44
Geschlecht: Part time lady
Pronomen: Mal so, mal anders
Hat sich bedankt: 84 Mal
Danksagung erhalten: 136 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Valeries Welt

Post 443 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Du bist doch meine Treueste, Maria

LG, Valerie
Maria T
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 167
Registriert: Do 14. Sep 2017, 19:35
Pronomen:
Wohnort (Name): Frankenblick
Hat sich bedankt: 3 Mal
Danksagung erhalten: 1 Mal
Kontaktdaten:

Re: Valeries Welt

Post 444 im Thema

Beitrag von Maria T »

Danke Valerie 😊
Lese deine Geschichte aber auch gern, ist gut geschrieben und absolut nicht langweilig.
Die Zusammenfassung ist echt gut.
Deine reise war sicher sehr schön.
Nachträglich noch ein gutes neues Jahr und noch viele weitere Kapitel.
LG Maria
Einfach ist am schwersten.
Valerie Bellegarde
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1718
Registriert: Mo 8. Feb 2016, 16:44
Geschlecht: Part time lady
Pronomen: Mal so, mal anders
Hat sich bedankt: 84 Mal
Danksagung erhalten: 136 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Valeries Welt

Post 445 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Teil 2 Kap. 22: La vie continue. ("Läbbe geht weiter")

Dass das Leben nie stehenbleibt sondern jeden Tag und jede Minute weitergeht ist eine Binsenweisheit, die so selbstverständlich ist, dass man eigentlich nicht besonders erwähnen muss, die sich aber hervorragend eignet, um nach einer längeren Pause eine solche Geschichte wie die vorliegende wieder aufzunehmen, der Satz gilt für jeden von uns, egal wie wir zu dem zugrundeliegenden Faktum stehen, und damit gilt es natürlich auch für unsere Protagonistin, die kleine Valerie.

Was war inzwischen geschehen in der realen Welt?

Valerie lebt und arbeitet nun mehrere Monate in Frankreich, dort unten im Languedoc-Roussillon, genauer gesagt residiert sie immer noch in Narbonne im Hotel, wo sie inzwischen eine Art Dauerwohnrecht hat, natürlich sind die Raten jetzt für sie günstiger geworden. Büromäßig residiert sie als Gast bei Partnern von Michael, mitten in der Narbonner Altstadt, sehr romantisch und hübsch gelegen, und sie kümmert sich darum, geschäftliche Verbindungen aufzubauen zwischen Michaels Stuttgarter Büro und diversen lokal ansässigen Hausbesitzern, die gerne ihr Immobilie an Deutsche vermieten wollen, ab und zu sind auch Leute dabei, die an einen Haus-Verkauf an Deutsche denken. Sie mag ihre Arbeit, sie hängt sich rein, sie kann ja gut Französisch, und sie kommt mit ihrer typischen frechen, aber dennoch seriösen Art auch gut an bei den französischen Häusles-Besitzern, die zumeist ältere Herrschaften sind, Männer, die ihr vertrauen und ihre burschikos-freundliche aber gleichzeitig auch ehrliche und ernsthafte Art schätzen, mit der sie ihre Arbeit tut. Mit anderen Worten: Sie mag ihr Geschäft und ihre Geschäfts-Partner, und die französischen Vermieter mögen auch sie, also das läuft doch alles in allem sehr viel besser als anfangs gedacht.

Anders ihr privates Leben. Hat sie eigentlich ein Privatleben? Sagen wir mal, es ist stürmischer, dieses Privatleben, weniger strukturiert und weniger geordnet als ihr Business, das sie eigentlich ganz gut im Griff hat.

Hmmm... da war doch der Gunnar, ihr boyfriend. Was ist mit dem los? Was macht eigentlich Gunnar? Ja, der Gunnar lebt immer noch in Tübingen, er ist dort Lehrer an einem Gymnasium, er ist es gerne, und wird wohl bald verbeamtet sein, also alles geht in Deutschland seinen geordneten Gang. Aber eigentlich ist das eine ganz andere Welt, viel geordneter, bürgerlicher, weniger wild als Valeries Welt dort in Südfrankreich... Und irgendwie, eigentlich nicht verwunderlich, scheint da die Luft etwas raus zu sein aus dieser Beziehung zwischen ihr und Gunnar. Es gibt doch diesen unschönen Satz: "Aus den Augen, aus dem Sinn", worin viel Wahrheit liegt. Denn 1000 Kilometer Distanz sind eben 1000 Kilometer, ob das wohl gut gehen kann auf die Dauer?

Zweifel kommen auf. Liebt sie ihn eigentlich noch? Denn obwohl Gunnar sie schon einmal, zweimal schon besucht hat für einige Tage dort unten im Süden von Frankreich, und einmal waren sie auch schon gemeinsam eine Woche lang in einem Hotel in Carcassonne (wobei sie von der Stadt eigentlich nicht viel gesehen haben, weil sie zwei Tage faktisch nicht aus dem Hotelbett kamen). Also Sex hatte sie mit Gunnar schon, und es gefiel ihr nach wie vor, Sex mit ihm zu haben. Totzdem passierte ihr hinterher (Gunnar war noch keine zwei Wochen abgereist), da passierte ihr diese Geschichte mit dem Fremden dort in Cabanes de Fleury am Meer, mit diesem Fremden, dessen Namen sie fast schon vergessen hat, nicht aber sein Gesicht und seinen Body und seine Arme und Hände und die Art, wie er sie nahm und vögelte in dieser regnerischen Nacht am Meer.

Wir sehen, Valeries Privatleben bleibt unstet, sie selbst bleibt ein flatterhafter Geist und damit bleibt sie sich treu, eindeutig. Sie will, das ist ihr immer noch ihr wichtigstes Ziel, die Welt der Frauen kennenlernen und das bedeutet ihr zunächst nichts anderes als dass sie die Spur von interessanten Männern aufnimmt, und wo immer sie meint, fündig zu werden, da folgt sie diesen Spuren.

Und dann ist ja da noch dieser andere Mann in Narbonne, Thierry, eigentlich eher ein Herr, dieser gutaussehende und dominante Notar und Immo-Makler, der mit ihr damals Tango tanzte, auch hier nur noch verwischte Erinnerungen, aber in ihrer Phantasie schien dort auch noch irgendetwas auf sie zu warten, eine ganz andere Welt, irgendetwas schien dort noch versteckt zu sein. Waren das Andeutungen, die dieser Mann gemacht hatte? Waren es ihre Wünsche, Träume? hatte sie ihn damals überhaupt richtig verstanden, diesen Thierry? Oder war sie an diesem Abend wieder nur Opfer ihrer Wunschvorstellungen geworden, bzw. ihrer überbordenden Phantasie?

Eines ist jedenfalls sicher: Während in Valeries Welt dort unten in Frankreich seitens "Business" alles in Butter war, schienen sich in ihrem Privatleben wieder mal ein paar Turbulenzen abzuzeichnen, zumindest meint man ein paar Wolken zu erkennen, die sich am Horizont kumulieren, dunkler werden und so etwas wie ein Gewitter ankündigen.


In cirka einer Woche geht es weiter, sehen wir mal, was da kommt.


Liebe Grüße, Valerie
JanaH
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 574
Registriert: Di 10. Okt 2017, 07:13
Geschlecht: Frau
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Leipzig
Hat sich bedankt: 88 Mal
Danksagung erhalten: 16 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Valeries Welt

Post 446 im Thema

Beitrag von JanaH »

Liebe Valerie,

neues Jahr, neue Geschichten.., erst mal ein schönes 2019 von meiner Seite.
Ich war in den letzten Monaten nicht mehr in Deinem Thread, was ich jetzt aber wieder aufleben lassen möchte. Ich hoffe auf weitere schöne, von mir aus gerne nicht so explizite Geschichten, ich habe eine blühende Phantasie, die nicht gerne "erschlagen" wird...

Ganz liebe Grüße

Jana
Valerie Bellegarde
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1718
Registriert: Mo 8. Feb 2016, 16:44
Geschlecht: Part time lady
Pronomen: Mal so, mal anders
Hat sich bedankt: 84 Mal
Danksagung erhalten: 136 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Valeries Welt

Post 447 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Liebe Jana,
Ich danke dir für deine guten Wünsche zum neuen Jahr und schicke dir ebensolche zurück nach Kiel (ich denke, irgendwo dort oben wohnst du doch, richtig?) Also auch dir alles Gute für 2019, Glück, Gesundheit und Zufriedenheit. Noch ein kleines Kompliment hinterher: Auf einem neuen Avatarbild ist zu erkennen, dass die Haare länger werden, das macht dich fraulicher.

Lieben Gruß, Valerie
JanaH
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 574
Registriert: Di 10. Okt 2017, 07:13
Geschlecht: Frau
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Leipzig
Hat sich bedankt: 88 Mal
Danksagung erhalten: 16 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Valeries Welt

Post 448 im Thema

Beitrag von JanaH »

Hallo Valerie,

Kiel ist ganz richtig, vielen Dank für das Kompliment, Haare wachsen jetzt schon über drei Jahre, geht leider extrem langsam..

Liebe Grüße

jana
Valerie Bellegarde
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1718
Registriert: Mo 8. Feb 2016, 16:44
Geschlecht: Part time lady
Pronomen: Mal so, mal anders
Hat sich bedankt: 84 Mal
Danksagung erhalten: 136 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Valeries Welt

Post 449 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

:()b Teil 2, Kap. 23: Immo-Geschäfte

Valeries Tage als Immobilienhändlerin in Narbonne vergingen einer wie der andere im wesentlichen mit Schreibtischarbeit, sie saß in ihrem hübschen Innenstadt-Büro tagelang am Bildschirm und schaute sich Häuser an, sie telefonierte viel, sie kalkulierte und schrieb Angebote für ihre Internetseite, alles ziemlich langweilige Büroroutine, nur ab und zu mal kurz unterbrochen durch persönliche Besuche vor Ort bei Hausbesitzern, die vermieten wollten oder verkaufen.

So eine Besichtigung dauerte meistens einen halben Tag oder auch mal einen ganzen und führte im Regelfall dazu, dass die Partei, die vermieten wollte oder verkaufen, bei ihrer Firma einen Vermittlungsvertrag unterschrieb, der die Konditionen enthielt, unter denen das Geschäft abzuschließen war. Solche Besichtigungen waren ihr eine willkommene Abwechslung, sie fuhr dann mit ihrem Auto und ihrer ganzen Fotoausrüstung raus ins Umland, checkte das betreffende Objekt ganz genau ab, machte eine Menge Bilder und versuchte, wenn möglich herauszufinden, welchen Verkaufspreis sich ihr Partner vorstellte, bzw. wenn es Vermieter waren schon mal eine vorläufige Einigung über den Mietpreis zu erzielen. Ganz, ganz wichtig, denn fünf Prozent von diesem Geld würde später ihr gehören.

Delphine, ihre Kollegin hatte ihr einen Zettel hingelegt, rot markiert. Eine Adresse in einem Dorf in der Nähe, keine fünf Kilometer mit dem Auto. Eine Telefonnummer und ein Name. Der Name war deutsch: Engel. Valerie ging damit rüber zu Delphine und hielt den Zettel in die Höhe:

"Des allemands?"

"Bien oui, ma chère, et ils veulent vendre" (aber ja, meine Beste, und sie wollen verkaufen)

Sie legte eine gewisse Betonung in ihren zweiten Satz machte dazu noch ein Gesicht, als könnte die Sache eventuell wichtig werden, zumindest aber vielversprechend.

"Ein deutsches Ehepaar, sind 10 Jahre hier, wollen jetzt wieder zurück, 'ne große Villa, Schwimmbad, großer Garten, das klingt nach 'was Größerem."

"Uhh huh.. jaaa... klar" antwortete Valerie und hatte sofort alle ihre Sensoren auf Empfang gestellt.

Sie nahm den Zettel und rief diesen Monsieur Engel gleich an.

"Valerie Bellegarde de l' étude immobilière Narbonne". Sie stellte sich vor.

Er antwortete französisch, aber sie hörte gleich heraus: Er war deutschsprachig, Muttersprache deutsch. Also setzte sie das Gespräch auf Deutsch fort. Herr Engel zeigte sich außerordentlich erfreut darüber. Ja er wolle verkaufen, altershalber. Prima, ja, das sei ihre Spezialität, sagte sie, sie hätte eventuell gleich ein paar Interessenten für sein Objekt. Man machte einen ersten Besuchstermin für morgen vormittag aus. Nur sie allein würde kommen.

Wenn es nach Herrn Engel gegangen wäre, hätte man den Termin auch gleich sofort machen können, auf der Stelle. Aber Valerie lehnte das ab, eigentlich instinktiv, aber dann wurde ihr klar: Sie war in legerer Bürokluft, also in Pulli und Jeans, flache Sneakers, und damit nicht ganz richtig angezogen für einen derartigen Auftritt.

Villa, Schwimmbad, großes Grundstück, deutsche Interessenten. Da wäre der große Auftritt angebracht, knielanger enger Rock, Nylons, kleines Makeup, nichts Auffälliges, natürlich und seriös, aber andererseits auch nicht zu brav, ruhig ein klein wenig mehr sexy. Eine Halbmillionen-Villa verkaufst du nicht so nebenbei, und auch nicht als Lumpenmüllers Lieschen, nein, meine Liebe, da muss der große Auftritt schon sein.

Am frühen Abend rief sie noch Michael, ihren Chef in Stuttgart an und erzählte ihm von dem Fisch, den sie hoffte, morgen an die Angel zu kriegen. Michael war gleich ganz Ohr.

"Wie groß ist das Grundstück, sagst du?"

"4000 Quadratmeter, schon ein kleiner Park, alter Baumbestand, Korkeichen, Zypressen, so was..." antwortete sie.

"Uhhh..." kam es aus der Leitung, dann war Pause. Sie hörte, wie er auf seinem Computer herumklickte.

"Hier haben wir es... 4000 Quadratmeter, parkähnlicher Garten... sieben, acht Mille, sag ich mal, so ganz grob".

Siebenhunderttausend Euro, Achthunderttausend Euro. Sie schwieg.

"Du schaffst das" sagte er, und versuchte ihr Motivationshilfe zu geben. War aber überhaupt nicht nötig, denn sie brauchte das nicht und wiegelte auch gleich ab.

"So weit sind wir noch nicht" sagte Valerie.

"Noch haben wir keinen Verkaufsauftrag"

Aber klar, wenn es einer es schaffte, das Geschäft in Gang zu bringen, dann sie, Valerie. Und wenn, dann würde sie es auf ihre Art schaffen. Sie ging an diesem Abend früh aus dem Büro, schlief aber unruhig in dieser Nacht.


Soviel für heute.

Demnächst mehr, wie immer hier in diesem Theater.

Lieben Gruß,

Valerie :()b
Valerie Bellegarde
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1718
Registriert: Mo 8. Feb 2016, 16:44
Geschlecht: Part time lady
Pronomen: Mal so, mal anders
Hat sich bedankt: 84 Mal
Danksagung erhalten: 136 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Valeries Welt

Post 450 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Hallo meine Lieben,
Heute am samstagfrüh habe ich ein wenig mehr Zeit als sonst. Wenn es euch Recht ist, schreibe ich also an der Geschichte ein wenig weiter?

Bis später, Valerie
Antworten

Zurück zu „(Eigene) Berichte und Geschichten“