Kriegsende, Shoa und die Zukunft
-
Marlene K.
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 2146
- Registriert: Fr 10. Aug 2018, 17:54
- Geschlecht: größtenteils weiblic
- Pronomen: sie, ohne Überempfin
- Wohnort (Name): Berlin
- Hat sich bedankt: 203 Mal
- Danksagung erhalten: 65 Mal
- Kontaktdaten:
Kriegsende, Shoa und die Zukunft
Ich war gestern mit Freunden bei einer Veranstaltung im Rahmen der jüdischen Kulturwochen bei uns in Berlin Köpenick. Bis mir die Einladung zu dieser Veranstaltung "Gedenken, Erinnerung und Hoffnung" in die Hände fiel, war es mir nicht bewusst, das Köpenick eine eigene Synagoge hatte, schon oft bin ich achtlos an der Tafel an einem Neubau vorbeigelaufen.
Der Abend begann mit dem Gedenken vor dem Ort, an dem die Synagoge gestanden hat, gestaltet von Bezirksamt und dem Kantor der Synagoge Pestalozzistr. und dem Jugendchor der Synagoge.
Beim Kaddish und dem Lied "Donna, donna" flossen mir die Tränen.
Das anschließende Konzert im Rahmen des Louis Lewandowski Festivals in der Freiheit 15, die auch die Freunde der Joseph Schmidt (https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Sc ... C3%A4nger) Musikschule beherbergt war kostenfrei.
Hier machten die Deutschen jüdischen Glaubens uns, den anderen Deutschen, und sich das Geschenk die jüdische liturgische Musik in der Öffentlichkeit wieder aufleben zu lassen.
Die Nachfahren der von dem damaligen deutschen Staat und seinen Menschen ausgeschlossenen und wenn möglich auch ermordeten Mitbürger haben der heutigen Gesellschaft einen Teil der eigenen Kultur zurückgegeben.
Ich war selten so dankbar und gleichzeitig so beschämt. Nie dürfen wir vergessen, nie dürfen wir gruppenbezogenen Hass zulassen.
(Ich weiß, dieses Thema ist auch politisch. Für mich überwiegen Trauer, Erinnerung und Gedenken)
Der Abend begann mit dem Gedenken vor dem Ort, an dem die Synagoge gestanden hat, gestaltet von Bezirksamt und dem Kantor der Synagoge Pestalozzistr. und dem Jugendchor der Synagoge.
Beim Kaddish und dem Lied "Donna, donna" flossen mir die Tränen.
Das anschließende Konzert im Rahmen des Louis Lewandowski Festivals in der Freiheit 15, die auch die Freunde der Joseph Schmidt (https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Sc ... C3%A4nger) Musikschule beherbergt war kostenfrei.
Hier machten die Deutschen jüdischen Glaubens uns, den anderen Deutschen, und sich das Geschenk die jüdische liturgische Musik in der Öffentlichkeit wieder aufleben zu lassen.
Die Nachfahren der von dem damaligen deutschen Staat und seinen Menschen ausgeschlossenen und wenn möglich auch ermordeten Mitbürger haben der heutigen Gesellschaft einen Teil der eigenen Kultur zurückgegeben.
Ich war selten so dankbar und gleichzeitig so beschämt. Nie dürfen wir vergessen, nie dürfen wir gruppenbezogenen Hass zulassen.
(Ich weiß, dieses Thema ist auch politisch. Für mich überwiegen Trauer, Erinnerung und Gedenken)
Zuletzt geändert von Marlene K. am Mo 12. Nov 2018, 13:18, insgesamt 1-mal geändert.
Marlene
Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon
Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon
Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
-
Michelle_Engelhardt
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 4016
- Registriert: Mi 27. Aug 2014, 14:15
- Geschlecht: weiblich
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Dortmund
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 0
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Kriegsende, Shoa und die Zukunft
Brauchst Du Hilfe oder einfach jemanden zum quatschen? Schick mir 'ne PN!
Weihnachtsmarkt ist das Wacken für Büroangestellte!
Weihnachtsmarkt ist das Wacken für Büroangestellte!
-
Marlene K.
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 2146
- Registriert: Fr 10. Aug 2018, 17:54
- Geschlecht: größtenteils weiblic
- Pronomen: sie, ohne Überempfin
- Wohnort (Name): Berlin
- Hat sich bedankt: 203 Mal
- Danksagung erhalten: 65 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Kriegsende, Shoa und die Zukunft
Danke, liebe Michelle...
Marlene
Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon
Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon
Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.