Ehe/Partnerschaft/Beziehung - # 3
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ExuserIn-2018-12-30
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sbsr
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Re: Ehe/Partnerschaft/Beziehung
Meine aufrechte Anerkennung gilt allen Partnerinnen, die vorbehaltslos mit einer Trans*frau weiter zusammen leben. Mein Neid all denen, die eine solche Partnerin an ihrer Seite haben.
Kompromisse sind gut und schön, und können durchaus ein weiteres Zusammenleben ermöglichen. Kompromisse dürfen aber nicht zur Erpressung werden. Ich unterstelle allen Partnerinnen, die ihren Männern das Ausleben der weiblichen Seite unter Kompromissen "erlauben", insgeheim darauf zu hoffen, dass er irgendwann wieder damit aufhört.
Jeder der beiden Partner in einer Ehe oder Beziehung hat ein Recht so zu leben, wie er möchte und kann. Das beinhaltet das Recht der Frau oder auch des Mannes, nicht weiter zusammen mit einer Trans*frau bzw. einem Trans*mann leben zu wollen. Genauso beinhaltet es aber auch das Recht des Trans*menschen, sich nicht selbst verleugnen zu müssen.
Als Trans* braucht man nicht darauf warten rausgeworfen zu werden, man kann auch selbst gehen wenn man sich in eine Rolle gedrängt fühlt, die man nicht weiter erfüllen kann ohne sich zu verbiegen.
Ohne Ende ist kein Platz für einen Neuanfang.
Sorry für die Unromantik.
Kompromisse sind gut und schön, und können durchaus ein weiteres Zusammenleben ermöglichen. Kompromisse dürfen aber nicht zur Erpressung werden. Ich unterstelle allen Partnerinnen, die ihren Männern das Ausleben der weiblichen Seite unter Kompromissen "erlauben", insgeheim darauf zu hoffen, dass er irgendwann wieder damit aufhört.
Jeder der beiden Partner in einer Ehe oder Beziehung hat ein Recht so zu leben, wie er möchte und kann. Das beinhaltet das Recht der Frau oder auch des Mannes, nicht weiter zusammen mit einer Trans*frau bzw. einem Trans*mann leben zu wollen. Genauso beinhaltet es aber auch das Recht des Trans*menschen, sich nicht selbst verleugnen zu müssen.
Als Trans* braucht man nicht darauf warten rausgeworfen zu werden, man kann auch selbst gehen wenn man sich in eine Rolle gedrängt fühlt, die man nicht weiter erfüllen kann ohne sich zu verbiegen.
Ohne Ende ist kein Platz für einen Neuanfang.
Sorry für die Unromantik.
LG, Svenja
Erinnerungen sind das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.
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Aubergine
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Re: Ehe/Partnerschaft/Beziehung
Gedanken einer Partnerin
"¦ich lese hier von Rauswurf und Auszug, von Selbstfindung und Aufopferung, von Kompromissen und Erpressung"¦und es stimmt mich doch alles recht nachdenklich.
Ihr Mädels seht das natürlich nur aus eurem Blickwinkel und das soll kein Vorwurf sein — aber"¦.
Mit diesem Thema beschäftigt ihr euch schon euer ganzes Leben, macht euch Gedanken, erfüllt nebenbei aber trotzdem meist alle Erwartungen die an euch als "Mann" so gestellt werden.
Oft besteht eine Partnerschaft (Ehe) schon viele Jahre, bevor das Thema zur Sprache kommt. Warum aber kommt es zur Sprache? Weil ein Stück Leere entstanden ist, die nicht mehr zu füllen ist und in der sich nun die Transidentität breit machen kann.
Diese Lücke wurde zuvor mit Hausbau, Karriere, Kindererziehung über viele Jahre hinweg überlagert. Natürlich gibt es auch Ausnahmen und die heutige Generation scheint damit anders umzugehen (zum Glück) ich spreche jetzt aber mal über 45-50+
Trotz all der Jahre, die inzwischen vorüber gezogen sind, war euer Kopf und Körper immer mal wieder mit Gedanken oder auch Handlungen damit befasst, wenn auch vielleicht nur heimlich.
Die Ehe/ Beziehung besteht sagen wir mal seit mind. 15 Jahren, in denen eure Frau/Freundin geglaubt hat, einen ganz "normalen" Mann zu haben.
Eines Tages kommt das Thema — aus welchen Gründen auch immer — auf den Tisch und es muss darüber gesprochen werden.
Frau muss wie ein Ferrari von 0 auf 100 in unter "¦.sek, da ihr ja schon einen 30 — 40 jährigen Vorsprung habt.
Das ist schlimmer als ein Zuckerschock für einen Diabetiker.
Alles, aber wirklich alles was in der gemeinsamen Zeit aufgebaut wurde, wird von einer Sekunde zur andern in Frage gestellt und alles bricht mit einem mal zusammen, als wenn jemand auf ein Kartenhaus pustet. Ihr habt keine Vorstellung davon, welche Fragen sich Frau da stellt, sich selbst anzweifelt und in Vorwürfen an sich selbst fast verzweifelt.
Sollte Frau das erst mal schnell überwinden können oder auf die Seite schieben, ist schon viel gewonnen. Bei vielen Frauen ist aber das schon eine unüberwindliche Hürde, weil sie sich verantwortlich sehen, alles in ihrem Leben falsch gemacht zu haben.
Wenn die Frau aber in der Lage ist, über die langjährige Beziehung nachzudenken, die Vorzüge des Partners unbewusst auch einem Stück seiner Weiblichkeit zuzuordnen, stehen die Chancen auf ein weiteres Bestehen der Beziehung nicht schlecht. Wichtig sind jetzt offene Gespräche und vor allem auch das Zuhören auf Seiten des Mannes.
Die Partnerin signalisiert, dass sie versucht damit umzugehen und um etwas Zeit oder Rücksicht bittet, wird aber oft so dargestellt, was man doch für Kompromisse eingehen muss oder wie sehr man sich verbiegen muss für die Partnerschaft.
Männer, die ihren Frauen zuhören, auf deren Probleme Rücksicht nehmen und ihr die Zeit lassen, die sie braucht — und sollten es auch Jahre sein — werden vermutlich auch noch als Frau mit ihrer Frau alt und grau werden.
Eine gute Beziehung wächst an ihren Schwierigkeiten die sie bewältigt und dabei spielt es keine große Rolle ob es ein Bankkredit ist, für den plötzlich das Geld fehlt oder Transidentität.
Erst wenn man an seine eigenen Grenzen stößt und versucht diese zu überwinden, nicht nur dem Partner, sondern auch sich selbst zuliebe, wenn man erkennt, was einem im Leben wichtig ist und was nicht, wird man alles überwinden. Dabei muss keiner auf der Strecke bleiben, keiner in "Fesseln" leben und niemand sich unterordnen.
Je mehr Schwierigkeiten beide Partner in ihrem Leben erlebt und überwunden haben, egal ob allein oder gemeinsam, umso größer ist die Chance einen gemeinsamen Weg zu finden.
LG Aubergine
"¦ich lese hier von Rauswurf und Auszug, von Selbstfindung und Aufopferung, von Kompromissen und Erpressung"¦und es stimmt mich doch alles recht nachdenklich.
Ihr Mädels seht das natürlich nur aus eurem Blickwinkel und das soll kein Vorwurf sein — aber"¦.
Mit diesem Thema beschäftigt ihr euch schon euer ganzes Leben, macht euch Gedanken, erfüllt nebenbei aber trotzdem meist alle Erwartungen die an euch als "Mann" so gestellt werden.
Oft besteht eine Partnerschaft (Ehe) schon viele Jahre, bevor das Thema zur Sprache kommt. Warum aber kommt es zur Sprache? Weil ein Stück Leere entstanden ist, die nicht mehr zu füllen ist und in der sich nun die Transidentität breit machen kann.
Diese Lücke wurde zuvor mit Hausbau, Karriere, Kindererziehung über viele Jahre hinweg überlagert. Natürlich gibt es auch Ausnahmen und die heutige Generation scheint damit anders umzugehen (zum Glück) ich spreche jetzt aber mal über 45-50+
Trotz all der Jahre, die inzwischen vorüber gezogen sind, war euer Kopf und Körper immer mal wieder mit Gedanken oder auch Handlungen damit befasst, wenn auch vielleicht nur heimlich.
Die Ehe/ Beziehung besteht sagen wir mal seit mind. 15 Jahren, in denen eure Frau/Freundin geglaubt hat, einen ganz "normalen" Mann zu haben.
Eines Tages kommt das Thema — aus welchen Gründen auch immer — auf den Tisch und es muss darüber gesprochen werden.
Frau muss wie ein Ferrari von 0 auf 100 in unter "¦.sek, da ihr ja schon einen 30 — 40 jährigen Vorsprung habt.
Das ist schlimmer als ein Zuckerschock für einen Diabetiker.
Alles, aber wirklich alles was in der gemeinsamen Zeit aufgebaut wurde, wird von einer Sekunde zur andern in Frage gestellt und alles bricht mit einem mal zusammen, als wenn jemand auf ein Kartenhaus pustet. Ihr habt keine Vorstellung davon, welche Fragen sich Frau da stellt, sich selbst anzweifelt und in Vorwürfen an sich selbst fast verzweifelt.
Sollte Frau das erst mal schnell überwinden können oder auf die Seite schieben, ist schon viel gewonnen. Bei vielen Frauen ist aber das schon eine unüberwindliche Hürde, weil sie sich verantwortlich sehen, alles in ihrem Leben falsch gemacht zu haben.
Wenn die Frau aber in der Lage ist, über die langjährige Beziehung nachzudenken, die Vorzüge des Partners unbewusst auch einem Stück seiner Weiblichkeit zuzuordnen, stehen die Chancen auf ein weiteres Bestehen der Beziehung nicht schlecht. Wichtig sind jetzt offene Gespräche und vor allem auch das Zuhören auf Seiten des Mannes.
Die Partnerin signalisiert, dass sie versucht damit umzugehen und um etwas Zeit oder Rücksicht bittet, wird aber oft so dargestellt, was man doch für Kompromisse eingehen muss oder wie sehr man sich verbiegen muss für die Partnerschaft.
Männer, die ihren Frauen zuhören, auf deren Probleme Rücksicht nehmen und ihr die Zeit lassen, die sie braucht — und sollten es auch Jahre sein — werden vermutlich auch noch als Frau mit ihrer Frau alt und grau werden.
Eine gute Beziehung wächst an ihren Schwierigkeiten die sie bewältigt und dabei spielt es keine große Rolle ob es ein Bankkredit ist, für den plötzlich das Geld fehlt oder Transidentität.
Erst wenn man an seine eigenen Grenzen stößt und versucht diese zu überwinden, nicht nur dem Partner, sondern auch sich selbst zuliebe, wenn man erkennt, was einem im Leben wichtig ist und was nicht, wird man alles überwinden. Dabei muss keiner auf der Strecke bleiben, keiner in "Fesseln" leben und niemand sich unterordnen.
Je mehr Schwierigkeiten beide Partner in ihrem Leben erlebt und überwunden haben, egal ob allein oder gemeinsam, umso größer ist die Chance einen gemeinsamen Weg zu finden.
LG Aubergine
Dir geht's nicht gut? Du fühlst dich mies? So was kommt schnell mal vor.
Geteiltes Leid ist halbes Leid, ich leih dir gern mein Ohr.
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Michi
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Re: Ehe/Partnerschaft/Beziehung
Das auf jeden Fall. Dann war es für die Frau auf jeden Fall leichter das Weite zu suchen, und es ist vielleicht gar nicht erst eine engere Beziehung zustande gekommen.Maria50 hat geschrieben: Mo 20. Aug 2018, 11:15 Ich denke, es ist ein Unterschied, ob ein Partner gleich zu Beginn der Beziehung Bescheid weiß, oder ob sich das Thema erst nach 20 Jahren Beziehung ergibt. Man muss schon jeden Einzelfall sehen.
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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ExuserIn-2018-12-30
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Re: Ehe/Partnerschaft/Beziehung
.*...
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FallenMycraft
Re: Ehe/Partnerschaft/Beziehung
Hallo Svenja, ich habe mich ja schon ein bisschen durch Deine Geschichte gelesen, deshalb kann ich verstehen warum Du diesen Standpunkt vertrittst. Ich verstehe einen Kompromiss aber als Einigung, die beide Partner gleichwertig getroffen haben. Und im Idealfall sind beide damit zufrieden. Ich denke die "Kompromisse", die Du meinst, sind aufgestellte, mit Sanktionen belegte Regeln.sbsr hat geschrieben: Mo 20. Aug 2018, 15:06 Kompromisse sind gut und schön, und können durchaus ein weiteres Zusammenleben ermöglichen. Kompromisse dürfen aber nicht zur Erpressung werden. Ich unterstelle allen Partnerinnen, die ihren Männern das Ausleben der weiblichen Seite unter Kompromissen "erlauben", insgeheim darauf zu hoffen, dass er irgendwann wieder damit aufhört.
Meiner Meinung nach besteht eine gute Beziehung aus Kompromissen, wohingegen einseitig aufgestellte Regeln einen faden Beigeschmack hinterlassen und ein Partner unglücklich wird. Und das ist nicht rein auf das Transthema beschränkt.
Hallo Aubergine,Aubergine hat geschrieben: Mo 20. Aug 2018, 17:01 Ihr Mädels seht das natürlich nur aus eurem Blickwinkel und das soll kein Vorwurf sein — aber"¦.
Mit diesem Thema beschäftigt ihr euch schon euer ganzes Leben, macht euch Gedanken, erfüllt nebenbei aber trotzdem meist alle Erwartungen die an euch als "Mann" so gestellt werden.
vielen Dank für Deine Sichtweise als Partnerin. Ich versuche mich oft in meine Frau hineinzuversetzen und mich dann entsprechend zu verhalten. Und ich finde es nur fair, wenn man sich, z.B. im Tempo ein klein wenig zurück nimmt um die Partnerin auf seinem Weg auch mitzunehmen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass vieles Möglich ist, wenn man es nicht unbedingt SOFORT haben muss.
LG Daniela
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heike65
Re: Ehe/Partnerschaft/Beziehung
Das eine Beziehung im Laufe der Zeit auseinanderdriftet sehe ich nicht so, manche Dinge und Interessen ändern sich.
Das kann zu einem auseinanderdriften wir auch zu einem zusammenrücken führen, je nachdem.
Wir sind nun 34 Jahre ein Paar und ich denke das wir trotz der Transition enger und vertrauter
miteinander sind als zuvor.
Liebe Grüße
Heike
Und Aubergine kann ich nur zustimmen, wenn der Partner nach 10,20 oder mehr Jahren Beziehung seine
feminine Seite gesteht sollte er/sie der Partnerin auch Zeit geben das zu verarbeiten.
Ich hatte da nie Heimlichkeiten, meine feminine Seite kennt meine Frau von Anfang an, wenngleich ich
diese zu Beginn unserer Beziehung eher als spielerisches Element gesehen habe und das Ausmaß erst vor gut 15
Jahren ersichtlich wurde.
Das kann zu einem auseinanderdriften wir auch zu einem zusammenrücken führen, je nachdem.
Wir sind nun 34 Jahre ein Paar und ich denke das wir trotz der Transition enger und vertrauter
miteinander sind als zuvor.
Liebe Grüße
Heike
Und Aubergine kann ich nur zustimmen, wenn der Partner nach 10,20 oder mehr Jahren Beziehung seine
feminine Seite gesteht sollte er/sie der Partnerin auch Zeit geben das zu verarbeiten.
Ich hatte da nie Heimlichkeiten, meine feminine Seite kennt meine Frau von Anfang an, wenngleich ich
diese zu Beginn unserer Beziehung eher als spielerisches Element gesehen habe und das Ausmaß erst vor gut 15
Jahren ersichtlich wurde.
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Rose
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Re: Ehe/Partnerschaft/Beziehung
Ich hätte nie damit gerechnet das ich so viele Antworten bekommen würde. Noch einmal Danke dafür.
Bei uns ist es so als ich meine Frau kennen lernte hatte ich erst einmal alles was weiblich war entsorgt. Ich dachte sonst wird es nichts mit der Beziehung. Ich hatte damals gehofft das ich davon los kommen würde, weil es doch nur ein Fetisch sei. Zumindest dachte ich es. Es ging 2 Jahre mehr oder weniger gut. Bis ich eines Tages mit Unterwäsche wieder anfing. Meine Frau kam eher von der Arbeit nach Hause. Natürlich sah sie sofort den Bh der sich unterm T-Shirt abzeichnete. Natürlich ist sie sofort stink sauer gewesen. Ich hätte ihr etwas vorlägen können, hab ich aber nicht sondern behutsam in der Wortwahl offen geredet. Damals hatte ich im Nachhinein gedacht hättest du mal gelogen. Das ist jetzt gut 7 bis 8 Jahre her . Heute denke ich es war richtig. Natürlich war dieses Wort Erpressen nicht böse gemeint. Es hat sich auch viel gelockert mit den Kompromissen im Gegensatz zu früher. Meine Frau und meine Tochter sind das Liebste und das beste was mir im Leben passieren konnte. Ich setzte sie auch nicht unter Druck. Sie soll mir das Tempo ja vorgeben, ich will ja unbedingt wenn Gott es will den Weg gemeinschaftlich mit Ihr gehen. Nur redet sie nicht über das Thema von sich aus, nur auf nachfragen. Wenn ich mit dem Thema anfange bekomme ich meistens nur zu hören " So wie es im Moment ist, ist doch alles gut". Es kommt nur nicht die Frage : Was ich gerne machen wollte oder der nächste Schritt wäre usw. Und ich möchte dann auch nicht gerne damit anfangen, weil ich denke dann wieder das ich dadurch wieder bestimme wann es weiter geht. Das will ich nicht nur wenn es kein Feedback gibt ist es schwierig. Unsere Beziehung besteht aus einem geben und nehmen. So sollte es auch sein. Alles andere wäre Egoistisch. Und ich muss ehrlich sagen in den letzten Jahren hat sie viele Zugeständnisse gemacht, was sie am Anfang als totales No Go abgestempelt hat. Dieses rechne ich Ihr hoch an weil es für mich bedeutet sie geht auf mich zu und dafür Liebe ich sie um so mehr. Ich hoffe das es auch ein Leben lang weiter geht.
LG
Rose
Bei uns ist es so als ich meine Frau kennen lernte hatte ich erst einmal alles was weiblich war entsorgt. Ich dachte sonst wird es nichts mit der Beziehung. Ich hatte damals gehofft das ich davon los kommen würde, weil es doch nur ein Fetisch sei. Zumindest dachte ich es. Es ging 2 Jahre mehr oder weniger gut. Bis ich eines Tages mit Unterwäsche wieder anfing. Meine Frau kam eher von der Arbeit nach Hause. Natürlich sah sie sofort den Bh der sich unterm T-Shirt abzeichnete. Natürlich ist sie sofort stink sauer gewesen. Ich hätte ihr etwas vorlägen können, hab ich aber nicht sondern behutsam in der Wortwahl offen geredet. Damals hatte ich im Nachhinein gedacht hättest du mal gelogen. Das ist jetzt gut 7 bis 8 Jahre her . Heute denke ich es war richtig. Natürlich war dieses Wort Erpressen nicht böse gemeint. Es hat sich auch viel gelockert mit den Kompromissen im Gegensatz zu früher. Meine Frau und meine Tochter sind das Liebste und das beste was mir im Leben passieren konnte. Ich setzte sie auch nicht unter Druck. Sie soll mir das Tempo ja vorgeben, ich will ja unbedingt wenn Gott es will den Weg gemeinschaftlich mit Ihr gehen. Nur redet sie nicht über das Thema von sich aus, nur auf nachfragen. Wenn ich mit dem Thema anfange bekomme ich meistens nur zu hören " So wie es im Moment ist, ist doch alles gut". Es kommt nur nicht die Frage : Was ich gerne machen wollte oder der nächste Schritt wäre usw. Und ich möchte dann auch nicht gerne damit anfangen, weil ich denke dann wieder das ich dadurch wieder bestimme wann es weiter geht. Das will ich nicht nur wenn es kein Feedback gibt ist es schwierig. Unsere Beziehung besteht aus einem geben und nehmen. So sollte es auch sein. Alles andere wäre Egoistisch. Und ich muss ehrlich sagen in den letzten Jahren hat sie viele Zugeständnisse gemacht, was sie am Anfang als totales No Go abgestempelt hat. Dieses rechne ich Ihr hoch an weil es für mich bedeutet sie geht auf mich zu und dafür Liebe ich sie um so mehr. Ich hoffe das es auch ein Leben lang weiter geht.
LG
Rose
Jeder sollte so leben wie er will.
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Michelle_Engelhardt
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Re: Ehe/Partnerschaft/Beziehung
Hallo Rose.
Deine Frau sagt, das alles gut wäre. Aus ihrer Sicht ist das vielleicht auch so. Leider redet sie ja kaum über das Thema, was die Sache nicht unbedingt einfacher macht. Ich könnte mir vorstellen, das Deine Frau 1000 Fragen hat, aber eine panische Angst vor den möglichen Antworten. Ich weiß ja nicht, ob Du die Antworten bereits kennst, wenn Du ganz ganz ehrlich zu Dir selbst bist. Ist bei Rose auch alles gut? Wenn ja, was ich eher nicht vermute, bräuchten wir uns hier nicht weiter unterhalten. Wenn nicht, müssen früher oder später Gespräche geführt werden um Lösungen zu finden....oder zumindest Kompromisse, mit denen Du, Deine Frau und Deine Tochter leben könnt ohne das jemand von euch leiden muss.
Apropos Tochter, wie alt ist sie? Weiß sie von Rose?
Liebe Grüße
Michelle
Deine Frau sagt, das alles gut wäre. Aus ihrer Sicht ist das vielleicht auch so. Leider redet sie ja kaum über das Thema, was die Sache nicht unbedingt einfacher macht. Ich könnte mir vorstellen, das Deine Frau 1000 Fragen hat, aber eine panische Angst vor den möglichen Antworten. Ich weiß ja nicht, ob Du die Antworten bereits kennst, wenn Du ganz ganz ehrlich zu Dir selbst bist. Ist bei Rose auch alles gut? Wenn ja, was ich eher nicht vermute, bräuchten wir uns hier nicht weiter unterhalten. Wenn nicht, müssen früher oder später Gespräche geführt werden um Lösungen zu finden....oder zumindest Kompromisse, mit denen Du, Deine Frau und Deine Tochter leben könnt ohne das jemand von euch leiden muss.
Apropos Tochter, wie alt ist sie? Weiß sie von Rose?
Liebe Grüße
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Brauchst Du Hilfe oder einfach jemanden zum quatschen? Schick mir 'ne PN!
Weihnachtsmarkt ist das Wacken für Büroangestellte!
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Bea Magdalena
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Re: Ehe/Partnerschaft/Beziehung
Hallo Rose,Rose hat geschrieben: Di 21. Aug 2018, 06:46 Es kommt nur nicht die Frage : Was ich gerne machen wollte oder der nächste Schritt wäre usw. Und ich möchte dann auch nicht gerne damit anfangen, weil ich denke dann wieder das ich dadurch wieder bestimme wann es weiter geht.
was Du gerne möchtest oder der nächste Schritt ist, das musst schon Du Deiner Frau sagen, sie kann das nicht vorahnen. Sie kann dann mit Dir darüber diskutieren und damit auf Dein Tempo Einfluss nehmen.
Zu Deiner Geschichte mit dem BH erwischt werden, bin ich der Meinung, Du hast es richtig gemacht, es heißt so schön, Lügen haben kurze Beine, vermutlich hättest Du Dich irgendwann in Lügen verzettelt, Ehrlichkeit ist immer eine gute Basis.
Und....so wie Du schreibst, geht es doch vorwärts für Dich, wenn auch langsam, das ist doch gut so. Möchte mich da Aubergine anschließen, wir wollen manchmal alles und sofort. Wir dürfen da unsere Frauen nicht überfordern. Gib Deiner Frau die Zeit, die sie benötigt, das wird schon werden.
Viel Erfolg und Glück dabei!
Liebe Grüße
Bea
ich bin keine Frau, leider
und werde bedauerlicherweise auch nie eine Frau (100%) werden können.
Aber: ich fühle mich als Simulation einer Frau und dabei bin ich mega glücklich!
und werde bedauerlicherweise auch nie eine Frau (100%) werden können.
Aber: ich fühle mich als Simulation einer Frau und dabei bin ich mega glücklich!
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sbsr
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Re: Ehe/Partnerschaft/Beziehung
Hallo Daniela,
Hallo Aubergine,
zunächst muss ich auch Dir ein riesen Kompliment aussprechen für Deinen offenen Umgang und die Hilfe, die Du allen von uns anbietest. Es ist auch immer interessant, die Sichtweise der anderen Seite zu erfahren. Doch muss man auch hier feststellen, dass es sehr viele Unterschiede gibt, sowohl in meiner persönlichen Erfahrung als auch aus anderen Berichten hier im Forum und von Mitgliedern unseres Stammtischs. Dabei spielt es natürlich eine alles entscheidende Rolle, wie hier schon mehrfach bemerkt wurde, welches Level der Mann in Richtung Trans*frau erreichen möchte.
Die Frau muss von 0 auf 100 vielleicht in 3 Sekunden, aber es ist nicht so, dass wir dafür 30 Jahre hatten. Für Männer wie mich gesprochen, die eigentlich "nur" aus dem Trott der Männerkleidung ausbrechen wollen, geht das nicht mal von 0 auf 100, sondern von 0 auf Schrittgeschwindigkeit. Die Frau denkt gleich an Ferrari und Vollgas, sieht aber nicht dass der Mann auf einem Mofa sitzt.
Von den Selbstvorwürfen einer Frau haben wir, also zumindest ich, wirklich keine Ahnung und ehrlich gesagt auch kein Verständnis. Es ist mir unbegreiflich, wie eine Frau sofort alles Gesagte negativ auf sich selbst beziehen kann. Übrigens egal in welchen Lebensbereichen. Das schlimme daran ist, wenn es schlicht unmöglich ist, der Frau irgendwie klar zu machen, dass sie nichts dafür kann, sondern der Regen, dass die Fenster schon wieder Flecken haben.
Eine Frau, die um Rücksicht oder Zeit bittet, ist quasi schon ein Hauptgewinn. Ich verstehe bei weitem nicht alle Signale, die Frauen den ganzen Tag aussenden in der Hoffnung, es könnte irgendeine Wirkung zeigen. Jedoch müsste auch einer Frau irgendwann einmal klar werden, wenn Signale nichts helfen. Dann sollten sie vielleicht auch mal sagen, was sie wollen, und nicht zwei Wochen lang eingeschnappt sein weil niemand die Signale deuten konnte.
Entsprechend verhält es sich mit versteckten Botschaften, die der Mann als komplette Ablehnung seiner Person auffasst, in Wirklichkeit aber bedeuten sollen, hey mach mal langsam. Da nutzt das beste Zuhör Talent des Mannes nicht, wenn die Frau jeden Gesprächsversuch mit den Worten pervers und schwul beendet, damit aber eigentlich nur meint, dass er einen dezenteren Lippenstift nehmen soll.
Wie ich oben schon geschrieben hatte, solange es echte Kompromisse sind, ist das völlig in Ordnung und ich habe auch nicht den Eindruck, dass sich hier jemand als armer Kerl hin stellt. Im Gegenteil, viele sind froh über irgendwelche Übereinkommen, wo ich mir denke, der Karren läuft aber ganz schön einseitig. Ohne jetzt die Opferrolle verteilen zu wollen, und eigentlich mag ich den Vergleich von Trans* mit Krankheiten auch nicht, nur denke ich nicht dass es fair ist, von einem Trans* Menschen ein "normales" Leben zu verlangen und Kompromisse so aufzubauen, als wäre es eine Belohnung diese Neigung hin und wieder ausleben zu dürfen.
Es kann, das ist aber nun wirklich mein gänzlich persönliches Problem, auch vorkommen, dass die Frau alle Schwierigkeiten auf dem gemeinsamen Lebensweg so hin dreht, dass allein der Mann durch seine Andersartigkeit überhaupt Schuld daran hat, und es die Schwierigkeiten gar nicht gegeben hätte, wäre der Mann nur normal.
Es ist schwierig, für beide, aber man kann es sich auch unnötig schwierig machen. Reden ist gut, setzt halt nur voraus, dass beide bereit sind, das gesagte anzunehmen. Reden bringt nichts, wenn die Frau alles was der Mann sagt in Frage stellt, den schließlich hat er sie ja ein Leben lang belogen.
Noch mal, dies ist kein Angriff gegen Dich oder jemand anderes, ich möchte auch keinesfalls den Partnerinnen und Ehefrauen irgendetwas absprechen. Natürlich sehe ich das geprägt durch die absolut negative Einstellung und Reaktion meiner Frau etwas voreingenommen. Aus Berichten hier und am Stammtisch kenne ich auch Geschichten, wie es sehr glücklich verlaufen kann. Ich verlange von keiner Ehefrau Luftsprünge wenn sie erfährt, eine Trans*frau als Ehemann zu haben. Wichtig ist gegenseitige Rücksicht, ganz wichtig finde ich allerdings auch die Einsicht, dass der Mann das nicht macht um seine Parterin zu ärgern.
genau das meinte ich mit Kompromisse dürfen nicht zur Erpressung werden. Die Nachbarn sollen nichts davon mitbekommen ist ein Kompromiss. Wenn Du unbedingt zu deinem Stammtisch willst, unternehmen wir vorher vier mal was, wovon ich genau weiß, dass es dir keinen Spaß macht, ist kein Kompromiss mehr. Ich möchte damit nur davor warnen, vermeintliche Einigungen einzugehen, die in Wirklichkeit keine sind, nur um der Partnerin zu gefallen und sich ein Stück Freiheit damit zu erkaufen.FallenMycraft hat geschrieben: Mo 20. Aug 2018, 18:12 Ich verstehe einen Kompromiss aber als Einigung, die beide Partner gleichwertig getroffen haben. Und im Idealfall sind beide damit zufrieden. Ich denke die "Kompromisse", die Du meinst, sind aufgestellte, mit Sanktionen belegte Regeln.
Hallo Aubergine,
zunächst muss ich auch Dir ein riesen Kompliment aussprechen für Deinen offenen Umgang und die Hilfe, die Du allen von uns anbietest. Es ist auch immer interessant, die Sichtweise der anderen Seite zu erfahren. Doch muss man auch hier feststellen, dass es sehr viele Unterschiede gibt, sowohl in meiner persönlichen Erfahrung als auch aus anderen Berichten hier im Forum und von Mitgliedern unseres Stammtischs. Dabei spielt es natürlich eine alles entscheidende Rolle, wie hier schon mehrfach bemerkt wurde, welches Level der Mann in Richtung Trans*frau erreichen möchte.
Auch wenn viele von uns nach langer Zeit der Versteckens plötzlich raus rücken heißt das nicht, dass wir uns schon unser Leben lang damit beschäftigen. Es beschäftigt uns vielleicht schon länger, trotzdem müssen auch wir erst mal damit klar kommen, wenn wir nach 30 Jahren Männerrolle bemerken, dass wir so nicht mehr weiter machen können. Das ist auch für uns eine sprunghaft auftretende Belastung, da wir erst einmal nicht kapieren, was mit uns los ist. Wie viele Threads gibt es alleine hier im Forum, wo nach einer Antwort auf die Frage "was ist mit mir los" gesucht wird.Aubergine hat geschrieben: Mo 20. Aug 2018, 17:01 Frau muss wie ein Ferrari von 0 auf 100 in unter "¦.sek, da ihr ja schon einen 30 — 40 jährigen Vorsprung habt.
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Ihr habt keine Vorstellung davon, welche Fragen sich Frau da stellt, sich selbst anzweifelt und in Vorwürfen an sich selbst fast verzweifelt.
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Bei vielen Frauen ist aber das schon eine unüberwindliche Hürde, weil sie sich verantwortlich sehen, alles in ihrem Leben falsch gemacht zu haben.
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Die Partnerin signalisiert, dass sie versucht damit umzugehen und um etwas Zeit oder Rücksicht bittet, wird aber oft so dargestellt, was man doch für Kompromisse eingehen muss oder wie sehr man sich verbiegen muss für die Partnerschaft.
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Je mehr Schwierigkeiten beide Partner in ihrem Leben erlebt und überwunden haben, egal ob allein oder gemeinsam, umso größer ist die Chance einen gemeinsamen Weg zu finden.
Die Frau muss von 0 auf 100 vielleicht in 3 Sekunden, aber es ist nicht so, dass wir dafür 30 Jahre hatten. Für Männer wie mich gesprochen, die eigentlich "nur" aus dem Trott der Männerkleidung ausbrechen wollen, geht das nicht mal von 0 auf 100, sondern von 0 auf Schrittgeschwindigkeit. Die Frau denkt gleich an Ferrari und Vollgas, sieht aber nicht dass der Mann auf einem Mofa sitzt.
Von den Selbstvorwürfen einer Frau haben wir, also zumindest ich, wirklich keine Ahnung und ehrlich gesagt auch kein Verständnis. Es ist mir unbegreiflich, wie eine Frau sofort alles Gesagte negativ auf sich selbst beziehen kann. Übrigens egal in welchen Lebensbereichen. Das schlimme daran ist, wenn es schlicht unmöglich ist, der Frau irgendwie klar zu machen, dass sie nichts dafür kann, sondern der Regen, dass die Fenster schon wieder Flecken haben.
Eine Frau, die um Rücksicht oder Zeit bittet, ist quasi schon ein Hauptgewinn. Ich verstehe bei weitem nicht alle Signale, die Frauen den ganzen Tag aussenden in der Hoffnung, es könnte irgendeine Wirkung zeigen. Jedoch müsste auch einer Frau irgendwann einmal klar werden, wenn Signale nichts helfen. Dann sollten sie vielleicht auch mal sagen, was sie wollen, und nicht zwei Wochen lang eingeschnappt sein weil niemand die Signale deuten konnte.
Entsprechend verhält es sich mit versteckten Botschaften, die der Mann als komplette Ablehnung seiner Person auffasst, in Wirklichkeit aber bedeuten sollen, hey mach mal langsam. Da nutzt das beste Zuhör Talent des Mannes nicht, wenn die Frau jeden Gesprächsversuch mit den Worten pervers und schwul beendet, damit aber eigentlich nur meint, dass er einen dezenteren Lippenstift nehmen soll.
Wie ich oben schon geschrieben hatte, solange es echte Kompromisse sind, ist das völlig in Ordnung und ich habe auch nicht den Eindruck, dass sich hier jemand als armer Kerl hin stellt. Im Gegenteil, viele sind froh über irgendwelche Übereinkommen, wo ich mir denke, der Karren läuft aber ganz schön einseitig. Ohne jetzt die Opferrolle verteilen zu wollen, und eigentlich mag ich den Vergleich von Trans* mit Krankheiten auch nicht, nur denke ich nicht dass es fair ist, von einem Trans* Menschen ein "normales" Leben zu verlangen und Kompromisse so aufzubauen, als wäre es eine Belohnung diese Neigung hin und wieder ausleben zu dürfen.
Es kann, das ist aber nun wirklich mein gänzlich persönliches Problem, auch vorkommen, dass die Frau alle Schwierigkeiten auf dem gemeinsamen Lebensweg so hin dreht, dass allein der Mann durch seine Andersartigkeit überhaupt Schuld daran hat, und es die Schwierigkeiten gar nicht gegeben hätte, wäre der Mann nur normal.
Es ist schwierig, für beide, aber man kann es sich auch unnötig schwierig machen. Reden ist gut, setzt halt nur voraus, dass beide bereit sind, das gesagte anzunehmen. Reden bringt nichts, wenn die Frau alles was der Mann sagt in Frage stellt, den schließlich hat er sie ja ein Leben lang belogen.
Noch mal, dies ist kein Angriff gegen Dich oder jemand anderes, ich möchte auch keinesfalls den Partnerinnen und Ehefrauen irgendetwas absprechen. Natürlich sehe ich das geprägt durch die absolut negative Einstellung und Reaktion meiner Frau etwas voreingenommen. Aus Berichten hier und am Stammtisch kenne ich auch Geschichten, wie es sehr glücklich verlaufen kann. Ich verlange von keiner Ehefrau Luftsprünge wenn sie erfährt, eine Trans*frau als Ehemann zu haben. Wichtig ist gegenseitige Rücksicht, ganz wichtig finde ich allerdings auch die Einsicht, dass der Mann das nicht macht um seine Parterin zu ärgern.
LG, Svenja
Erinnerungen sind das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.
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Aubergine
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Re: Ehe/Partnerschaft/Beziehung
Hallo Svenja,
ich möchte gar nicht näher auf deinen Beitrag eingehen, denn ich kann daraus lesen wie enttäuscht und frustriert du über das Verhalten deiner Frau bist.
Du schreibst:
Es ist schwierig, für beide, aber man kann es sich auch unnötig schwierig machen. Reden ist gut, setzt halt nur voraus, dass beide bereit sind, das gesagte anzunehmen. Reden bringt nichts, wenn die Frau alles was der Mann sagt in Frage stellt, den schließlich hat er sie ja ein Leben lang belogen.
Das einzige, was ich dazu anmerken möchte - Es ist völlig gleichgültig um welches Thema es geht -
Wenn ein Paar in 15 Jahren nicht gelernt hat, miteinander umzugehen bzw zu kommunizieren , ist eh alles verloren und die Beziehung auch ohne Trans vermutlich auf Dauer zum Scheitern verurteilt.
LG Aubergine
ich möchte gar nicht näher auf deinen Beitrag eingehen, denn ich kann daraus lesen wie enttäuscht und frustriert du über das Verhalten deiner Frau bist.
Du schreibst:
Es ist schwierig, für beide, aber man kann es sich auch unnötig schwierig machen. Reden ist gut, setzt halt nur voraus, dass beide bereit sind, das gesagte anzunehmen. Reden bringt nichts, wenn die Frau alles was der Mann sagt in Frage stellt, den schließlich hat er sie ja ein Leben lang belogen.
Das einzige, was ich dazu anmerken möchte - Es ist völlig gleichgültig um welches Thema es geht -
Wenn ein Paar in 15 Jahren nicht gelernt hat, miteinander umzugehen bzw zu kommunizieren , ist eh alles verloren und die Beziehung auch ohne Trans vermutlich auf Dauer zum Scheitern verurteilt.
LG Aubergine
Dir geht's nicht gut? Du fühlst dich mies? So was kommt schnell mal vor.
Geteiltes Leid ist halbes Leid, ich leih dir gern mein Ohr.
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ExUserIn-2026-04-08
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Re: Ehe/Partnerschaft/Beziehung
Hi Ellen, hi Rest der Damen,
so drastisch würde ich das nicht ausdrücken. Entscheidend dürfte sein, ob beide sich auf einen Prozess einlassen können, der sie jeweils selber hinterfragt. Es muss der Wunsch auf beiden Seiten sein, der einer Beziehung en Weg bereitet. Ich glaube, wir sind alle Anfänger, wenn wir in eine Beziehung einsteigen und bleiben auch 15 Jahre lang Anfänger, wenn wir nicht an uns selber arbeiten. Und das ist ohne Ende.
Was mir oft auffällt, sind Aussagen in dem Sinn, dass jemand von sich selber sagt, er/sie wäre einfühlsam mit dem Thema umgegangen. Das ist, schlicht gesagt, ohne jedes Einfühlungsvermögen. Man mag sich darum bemüht haben, aber entscheiden kann das nur die Partnerin. Sie, und nur sie, kann sich von den Worten einfühlsam behandelt fühlen. Ein Punkt über den man vielleicht nachdenken kann.
Ellen, ich find Deinen Beitrag ganz ausgezeichnet. Er kann jedoch nur eine grundsätzliche Sichtweise darstellen. Eine Frau erfährt nicht von heute auf morgen, was mit ihrem Partner los ist. Wenn sie aufmerksam ist, wird sie ein Grundgefühl bekommen, dass etwas im Busch ist. Vielleicht weiß sie nicht, was es ist, doch dass da etwas ist weiß sie. Es kann auch nicht darum gehen, dass sie Zeit bis zum St. Nimmerleinstag bekommt, um sich zu finden. Wenn Du Transmenschen ansprichst, die 50+ sind, darf man nicht vergessen, dass auch wir älter werden. Auch uns rennt die Zeit davon und deshalb darf man auch von der Partnerin erwarten, dass sie sich damit beschäftigt. Gerade der Satz "es ist doch alles gut so" zeigt doch, dass die Frau die Situation verdrängt. Aus meiner Sicht stellt sie sich die Frage, was denn noch alles kommt und wie sie es aufhalten kann. Auseinandersetzung sieht anders aus. Hier sind auf beiden Seiten enorme Entwicklungsmöglichkeiten. Mmn braucht man Zeit, um sich klar zu werden, ob man mit der Situation umgehen will, z.B. wenn beide bereit sind, den anderen verstehen zu wollen. Das ist mMn Beziehungsarbeit, offen zu sein für die Situation und Emotionen des anderen.
Ich glaube, man darf nicht außer acht lassen, dass auch die Frau an der Situation beteiligt ist. Sie ist nicht "unschuldiges Opfer", aber auch nicht "schuldige Täterin". Trotzdem hat sie einen Anteil an der Situation, auch, vieleicht auch gerade, wenn sie schweigt. Das Thema "Frauen und Schuld" ist ein Klassiker. Man glaubt nicht, wie viele Frauen und in welchem Maß das tatsächlich betrifft. Das alleine bringt eine enorme Schieflage zwischen die Partner. Das tückische ist dabei, dass es den Mann bequem macht. Die Frau übernimmt ja freiwillig die Schuld. Das ist eine Situation, in der der Mann nicht schweigen sollte.
Gerald Hüther stellt die interessante Frage, ob sich nich selber jemand die Würde nimmt, wer er sie aktiv jemand anderem nimmt ? Das wäre für mich so ein Fall. Un dauch das Transthema ist eng damit verbunden. Den Mann ernst in seinem Wunsch nach Weiblichkeit zu nehmen, bedeutet, ihm Würde zu verleihen. Reagiert die Frau ablehnend bis aggressiv, ist das bei aller Verständlichkeit entwürdigend und sie bringt sich dabei selber um die eigene Würde. Für mich ist es ganz entscheidend, wie die Partner hierbei umgehen. Eine Haltung dem und der Partner/in Würde zu verleihen könnte der Beziehung Flügel verleihen. Das muss aber immer von beiden Seiten geschehen.
so drastisch würde ich das nicht ausdrücken. Entscheidend dürfte sein, ob beide sich auf einen Prozess einlassen können, der sie jeweils selber hinterfragt. Es muss der Wunsch auf beiden Seiten sein, der einer Beziehung en Weg bereitet. Ich glaube, wir sind alle Anfänger, wenn wir in eine Beziehung einsteigen und bleiben auch 15 Jahre lang Anfänger, wenn wir nicht an uns selber arbeiten. Und das ist ohne Ende.
Was mir oft auffällt, sind Aussagen in dem Sinn, dass jemand von sich selber sagt, er/sie wäre einfühlsam mit dem Thema umgegangen. Das ist, schlicht gesagt, ohne jedes Einfühlungsvermögen. Man mag sich darum bemüht haben, aber entscheiden kann das nur die Partnerin. Sie, und nur sie, kann sich von den Worten einfühlsam behandelt fühlen. Ein Punkt über den man vielleicht nachdenken kann.
Ellen, ich find Deinen Beitrag ganz ausgezeichnet. Er kann jedoch nur eine grundsätzliche Sichtweise darstellen. Eine Frau erfährt nicht von heute auf morgen, was mit ihrem Partner los ist. Wenn sie aufmerksam ist, wird sie ein Grundgefühl bekommen, dass etwas im Busch ist. Vielleicht weiß sie nicht, was es ist, doch dass da etwas ist weiß sie. Es kann auch nicht darum gehen, dass sie Zeit bis zum St. Nimmerleinstag bekommt, um sich zu finden. Wenn Du Transmenschen ansprichst, die 50+ sind, darf man nicht vergessen, dass auch wir älter werden. Auch uns rennt die Zeit davon und deshalb darf man auch von der Partnerin erwarten, dass sie sich damit beschäftigt. Gerade der Satz "es ist doch alles gut so" zeigt doch, dass die Frau die Situation verdrängt. Aus meiner Sicht stellt sie sich die Frage, was denn noch alles kommt und wie sie es aufhalten kann. Auseinandersetzung sieht anders aus. Hier sind auf beiden Seiten enorme Entwicklungsmöglichkeiten. Mmn braucht man Zeit, um sich klar zu werden, ob man mit der Situation umgehen will, z.B. wenn beide bereit sind, den anderen verstehen zu wollen. Das ist mMn Beziehungsarbeit, offen zu sein für die Situation und Emotionen des anderen.
Ich glaube, man darf nicht außer acht lassen, dass auch die Frau an der Situation beteiligt ist. Sie ist nicht "unschuldiges Opfer", aber auch nicht "schuldige Täterin". Trotzdem hat sie einen Anteil an der Situation, auch, vieleicht auch gerade, wenn sie schweigt. Das Thema "Frauen und Schuld" ist ein Klassiker. Man glaubt nicht, wie viele Frauen und in welchem Maß das tatsächlich betrifft. Das alleine bringt eine enorme Schieflage zwischen die Partner. Das tückische ist dabei, dass es den Mann bequem macht. Die Frau übernimmt ja freiwillig die Schuld. Das ist eine Situation, in der der Mann nicht schweigen sollte.
Gerald Hüther stellt die interessante Frage, ob sich nich selber jemand die Würde nimmt, wer er sie aktiv jemand anderem nimmt ? Das wäre für mich so ein Fall. Un dauch das Transthema ist eng damit verbunden. Den Mann ernst in seinem Wunsch nach Weiblichkeit zu nehmen, bedeutet, ihm Würde zu verleihen. Reagiert die Frau ablehnend bis aggressiv, ist das bei aller Verständlichkeit entwürdigend und sie bringt sich dabei selber um die eigene Würde. Für mich ist es ganz entscheidend, wie die Partner hierbei umgehen. Eine Haltung dem und der Partner/in Würde zu verleihen könnte der Beziehung Flügel verleihen. Das muss aber immer von beiden Seiten geschehen.
Viele Grüße
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
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Simon(e)
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Re: Ehe/Partnerschaft/Beziehung
Hallo liebe Rose,
Ich folge deiner Geschichte auch schon von Anfang an und wollte mich nun auch
zu Wort melden.
Ich bin die Ehefrau eines Crossdressers. Wir feiern nächstes Jahr Silberhochzeit.
Erfahren von der Leidenschaft meines Liebsten habe ich vor gut vier Jahren!!
Für mich ist eine Welt zusammengebrochen. Ich wusste nicht wohin mit meiner Enttäuschung,
Wut und allen voran, Unsicherheit.
Ich dachte immer, dass ich ein sehr aufgeschlossener, toleranter Mensch bin.
Doch, wie heißt es so schön? Toleranz hört vor der eigenen Haustür auf!!!!
Ich wusste nicht mit wem ich über dieses Thema sprechen sollte, fühlte mich sehr allein!!
Wir beschlossen dann gemeinsam eine SHG zu besuchen, das KISS in HH Altona, wo wir
viele sehr liebe Menschen kennengelernt haben!! Es ist für uns eine richtige Bereicherung!!!
Wir besuchen den Stammtisch, wenn es uns möglich ist, regelmäßig und möchten es nicht
mehr missen.
Was uns sehr geholfen hat ist sehr viel reden, bloss nicht totschweigen, nur so kann man
Seine eigene Unsicherheit überwinden und die Bedürfnisse des Partners besser verstehen.
Mittlerweile sind wir auch bei unseren besten Freunden geoutet was es wieder ein Stückchen
leichter macht.
Wir unternehmen mittlerweile auch einiges gemeinsam, was ich mir damals niemals
hätte vorstellen können.
Ich gehe mittlerweile gelassener damit um, und versuche was darauf zu geben, was andere
von uns denken!!!
Ich glaube, dass wir den richtigen Weg für uns gefunden haben, damit wir beide glücklich sind!!!
Es gibt kein Patent dafür, ob es funktioniert, man muss daran arbeiten!!!!
Ich wünsche dir und deiner Frau alles Liebe für die Zukunft!!!!!!
Liebe Grüße
Simon(e)
Ich folge deiner Geschichte auch schon von Anfang an und wollte mich nun auch
zu Wort melden.
Ich bin die Ehefrau eines Crossdressers. Wir feiern nächstes Jahr Silberhochzeit.
Erfahren von der Leidenschaft meines Liebsten habe ich vor gut vier Jahren!!
Für mich ist eine Welt zusammengebrochen. Ich wusste nicht wohin mit meiner Enttäuschung,
Wut und allen voran, Unsicherheit.
Ich dachte immer, dass ich ein sehr aufgeschlossener, toleranter Mensch bin.
Doch, wie heißt es so schön? Toleranz hört vor der eigenen Haustür auf!!!!
Ich wusste nicht mit wem ich über dieses Thema sprechen sollte, fühlte mich sehr allein!!
Wir beschlossen dann gemeinsam eine SHG zu besuchen, das KISS in HH Altona, wo wir
viele sehr liebe Menschen kennengelernt haben!! Es ist für uns eine richtige Bereicherung!!!
Wir besuchen den Stammtisch, wenn es uns möglich ist, regelmäßig und möchten es nicht
mehr missen.
Was uns sehr geholfen hat ist sehr viel reden, bloss nicht totschweigen, nur so kann man
Seine eigene Unsicherheit überwinden und die Bedürfnisse des Partners besser verstehen.
Mittlerweile sind wir auch bei unseren besten Freunden geoutet was es wieder ein Stückchen
leichter macht.
Wir unternehmen mittlerweile auch einiges gemeinsam, was ich mir damals niemals
hätte vorstellen können.
Ich gehe mittlerweile gelassener damit um, und versuche was darauf zu geben, was andere
von uns denken!!!
Ich glaube, dass wir den richtigen Weg für uns gefunden haben, damit wir beide glücklich sind!!!
Es gibt kein Patent dafür, ob es funktioniert, man muss daran arbeiten!!!!
Ich wünsche dir und deiner Frau alles Liebe für die Zukunft!!!!!!
Liebe Grüße
Simon(e)
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heike65
Re: Ehe/Partnerschaft/Beziehung
tolle antwort simone
deine Partnerin ist am ende des weges ?
oder könnte da noch was kommen ?
Hormone Gaop sind ein Thema oder totgeschwiegen ?
sorry für meine Direktheit
aber ich denke auch darüber sollte man reden .
deine Partnerin ist am ende des weges ?
oder könnte da noch was kommen ?
Hormone Gaop sind ein Thema oder totgeschwiegen ?
sorry für meine Direktheit
aber ich denke auch darüber sollte man reden .