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erst mal große Klasse, dass du deine Frau unterstützt und hier auch schreibst.
Die Ängste deiner Frau können wir alle an sich nachvollziehen. Es also nicht, dass Problem das sie Ängste hat. Betty schreibt in Ihrem Profil, dass sie Hilfe suchen würde. Auch das finde ich super. Das Problem allerdings sind m.E. die Schlussfolgerungen die sie daraus zieht. Niemand verlangt, dass sie mit deinen Gefühlen konform geht, nein das muss sie nicht. Was sie allerdings ebenfalls nicht tut, ist diese zu tolerieren. Ich schreib bewusst tolerieren. Sie muss es nicht akzeptieren. Sie kann es aber tolerieren. Das wäre ein wichtiger Schritt. Im Moment steht sie sich selbst im Weg. Ich weiß nicht wie ihr es handhabt, wir haben feste Regeln, sodass genug vom Mann übrig bleibt. Dann kann sie auch klarkommen, ohne dass sie Angst haben muss ihren Mann zu verlieren.
LG
Viktoria
I`m not ashamed to dress "like a woman" because I don`t think it's shameful to be a woman. - Iggy Pop -
... ein letzter Versuch, durch AUFKLÄRUNG und INFORMATION aus 1_ter Hand die Wogen zu glätten. Bekanntlich stirbt die Hoffnung ja zuletzt. Lohnt sich die 5 Minuten zu investieren, FreundInnen!
Hallo Betty, es geht hier um Menschenwürde und des Recht so sein zu dürfen, wie man ist. Ihr Frauen kämpft seit vielen Jahren darum, ich gebe zu noch nicht 100% erfolgreich, aber doch schon nahe dran, auf jedenfalls in den westlichen Ländern. Gerade deshalb schmerzen solche Aussagen über deinen Partner und uns umso mehr. Weißt du wie entwürdigend es ist, fragen zu müssen, das zu leben, was man ist und das bei dem Menschen, den man liebt? Dagegen sind die Probleme der Gesellschaft darüber winzig. Die Welt ist nicht nur Schwarz / Weiß, sie ist bunt, mach deine Augen auf und lass die Menschen so leben wie sie wollen, du nimmst dir schließlich auch das Recht.
Ich habe hier lange mitgelesen.
Erstmal Danke an Ronda für den Link vom Interview.
Wie soll ich anfangen ? So viele Gedanken . Es ist nicht DÄMLICH . . Ich habe keine Partnerin , die mich ablehnt . Als Mann hatte ich NIE eine Freundin . Ich war Nie verliebt . Wenn ich zu jemand hingezogen fühlte , kamm Ablehnung . Es kamm die Zeit , da habe ich kein Mädchen , keine Frau mehr angesprochen .
Ich lebe seit dem 16.7.2016 Simone aus . Ich fühle mich angesprochen , manchmal begehrt . Ich sehe in den Spiegel und sehe mich , eine schöne Frau . Ich bin frei .
Ich habe in mein Hochzeitskleid geheiratet, es war ein So geheimer Traum . Er wurde war . Ich war an dem Tag so glücklich .
Ich bin oft in Frankfurt bei Manuela ( Transnormal ) , meine Frau . Ich sehe und beobachte die Menschen die kommen . Wenn Manuela diese Menschen schminkt und berät, sie kommen aus den Schminkraum und stehen dann vor dem grossen Spiegel . Da ist ein Strahlendes zu sehen . Einige stehen lange , nein ewig vor dem Spiegel . Dieses Strahlen , was ich sehe , erlebe , ist unwahrscheinlich. Besonders bei Dehnen , die zum ersten mal dort sind . Ich habe dann auch schon öfter beim ersten Mal Draussen bekleidet. Ich habe die Angst gespürt, das kenne ich , war bei mir doch auch so . Die Angst angestarrt, ausgelacht werden ,oder noch schlimmer .
Ich gehe jetzt ganz selbstverständlich als Simone raus . Ich verkleide mich nicht , ICH BIN SIMONE, EIN MENSCH. Ich gehe in die Welt und habe eine neue Welt gefunden .
Darf ich Glücklich sein ?
Liebe Grüße Simone
Mein Pfarrer Nulf Schade-James , der mich als Simone diesen Januar getauft hat , hat ein Buch geschrieben . Gottes Kleid ist bunt .
Ich weiss ,ich bin ein Mensch und nur Das zählt.
Ich bin nur ein kleines Licht , aber ich leuchte .
Alle Menschen sollen mich sehen .
conny65 hat geschrieben: So 11. Mär 2018, 21:52
Auch ich bin der Meinung, dass es total dämlich ist was ich/wir hier tun - dennoch kann ich es nicht lassen, aber das muss ich vermutlich niemandem hier erklären. [...] Wenn ich ehrlich bin habe ich es verbockt, ich habe es ihr zu spät gesagt (anderes Thema) - Sie hat einen Mann geheiratet weil Sie auf Männer steht, warum soll ich ihr dafür böse sein, ich habe "mit falschen Karten" damals gespielt.
Ich habe mir deinen Post noch mal durchgelesen und muss dazu nochmal was schreiben: Dämlich ist das was wir tun nicht...vielmehr ist dies doch Ausdruck eines Bedürfnisses, eines Gefühls. Zumindest mir hilft es einen inneren Ausgleich zu finden. Man kann dieses Bedürfnis natürlich vollkommen rational vor dem Hintergrund althergebrachter Rollenbilder betrachten, wo das was hinter dem Gefühl/steckt, einfach ignoriert wird. Dann kann man das sicherlich als so sehen. Damit wird man der Sache an sich nicht gerecht und begreift sich selbst als Nichtnormal.
Da kommen wir zum zweiten Punkt; du schreibst "verbockt haben", mit "falschen Karten gespielt" haben. Anscheinend wusstest du vor der Ehe bereits im Gegensatz zu vielen anderen von uns Bescheid und hast das deiner Frau nicht mitgeteilt. Letztlich kann ich das auch verstehen, sowas ist halt kein leichtes Thema und ich glaube bei vielen besteht die Hoffnung, durch die Ehe das Thema hinter sich lassen zu können. Nun vielleicht war das nicht ganz fair deiner Frau gegenüber. Wie dem auch sei, dass alles scheint bereits eine ganze Weile bei euch her zu sein. Aber ihr beide scheint keinen Frieden damit gemacht zu haben: Du redest von "verbockt haben" und gibst dir die Schuld, dass deine Frau damit nicht klar kommt. Dabei ist es ihr Problem. Sie kommt nicht klar. Sie muss allerdings ihren Frieden mit der Situation machen und dabei hilft es nicht immer wieder zu betonen, dass du doch dran schuld bist, dass es ihr schlecht geht. Du bist nicht dafür verantwortlich, dass es ihr gut geht. Du kannst nicht deine eigenen Bedürfnisse zurückstellen nur damit ihr es gut geht.
Anderes Beispiel um die Situation deutlicher zu fassen: Ich weiß nicht ob ihr Kinder habt. Man kann Kinder nicht vor allen unangenehmen Themen hundertprozentig schützen. Sie bekommen Dinge (Kriege, Elend,Gewalt usw. ) früher oder später so oder so mit. Kinder lernen mit diesen Dingen umzugehen, weil sie diese nicht ändern können. Sind wir als Erwachsene Schuld, dass es diese Dinge gibt? Als Einzelperson betrachtet, nein. Sind wir verantwortlich unseren Kindern die Ängste zu nehmen und einen Umgang damit zu ermöglichen? Ja definitiv.
Genauso ist es hier: Du bist verantwortlich, deiner Frau die Ängste zunehmen. Sie aber verantwortlich, da auch mitzuwirken und auch deine Bedürfnisse zu sehen/bzw. diese auch zu tolerieren. Daher ist es falsch sich immer wieder die Schuld dafür zu geben, dass der Partner nicht in der Lage ist, einen Umgang mit dem Problem zu finden und auf dogmatischen Positionen verharrt. Selbstverleugnung nur damit es Partner gut geht, ist keine Lösung. Umgekehrt stellt sich mir doch die Frage, wenn du das verleugnest und es dir schlecht geht deswegen, gibt sich dann deine Frau auch die Schuld dafür,dass es dir schlecht geht?
So wie sich mir die Situation darstellt, hat Betty diese Ängste seit mind. 2Jahren. Wie es scheint, bist du eher Crossdresser ohne Ambition vollständig eine Frau werden zu wollen. Zwei Jahre sind eine lange Zeit. Ich vermute mal, dass wenn du vollständig Frau sein wollen würdest, du dies wahrscheinlich schon längst getan hättest, oder? Noch eine andere Frage, was bekommt deine Frau von Conny mit? Sieht sie sie? Wenn ja würde ich einsehen, dass dies ihr weh tut und Conny nur in ihrer Abwesenheit ausleben.
LG
Viktoria
I`m not ashamed to dress "like a woman" because I don`t think it's shameful to be a woman. - Iggy Pop -
betty hat geschrieben: So 11. Mär 2018, 11:21...
Aber macht ihr euch da nicht alle etwas vor?
Nein.
Wenn es doch soooo normal ist, wenn ein Mann als Frau verkleidet durch die Gegend läuft, dann frage ich euch, warum macht ihr das in weit entfernten Städten, heimlich wenn es dunkel wird. Zieht euch auf Toiletten um und versteckt eure Sachen. Wenn es doch so normal ist.
Ich nehme mir die Freihheit heraus zu sein wie ich nun mal bin, wann und wo ich will.
Deshalb habe ich mir auch die Frage gestellt warum so viele so etwas machen oder mit sich machen lassen.
Die Antwort ist recht simpel.
Es gibt einfach noch zu viele Menschen wie dich, die die betroffenen:
betty hat geschrieben:einen Mann verkleidet als Frau
nennen und sich einen Dreck um den Menschen scheren, nur weil er nicht funktioniert wie er soll.
...Geht mit euren Frauen mal ins Gespräch : wieviel eurer Partnerinnen würden sich wünschen, das ihr Mann ein "ECHTER" Mann wäre. Wieviel weinen heimlich und hoffen, daß es weg geht. Wieviel eurer Partnerinnen haben Angst vor einer Trennung, wieviel bleiben, weil sie Angst vor finanziellen Schwierigkeiten, vor sozialem Abstieg oder vor zerbrechen der Familie haben( wenn Kinder da sind). Wieviele Frauen haben Angst vor dem Alleinsein? Fragt eure Frauen, was sie sich wünschen würden, wenn ne kleine gute Fee käme.
Du bist sicher nicht die einzige, die diese Ängste hat.
Du bist auch sicher nicht die einzige, die da sitzt und von ihrem Mann verlangt das er funktioniert wie sie das will.
Aber dadurch, das viele wie dich gibt wird dein Verhalten weder richtiger noch besser.
Das du Angst vor finanziellen Problemen oder sozialem Abstieg hast ist verständlich, aber du dafür einen anderen Menschen opferst ist es nicht.
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
Natürlich ist das wahr, es steht doch im Internet!
Du hast ne Frage, brauchst Rat oder Hilfe?
Ohren verleih ich nicht, aber anschreiben darfst du mich jederzeit...
Das Thema wurde inzwischen schon x-mal mit betty durchgekaut, jedesmal wenn sie ihren offensichtlichen Frust über das Anderssein ihres Mannes hier im Forum Luft gemacht hat. Einsicht = null.
Von daher macht es meiner Meinung nach wenig Sinn, weiter darüber zu diskutieren und ich schließe mich Lisa an: back to topic
LG Michelle
@Joe: Wahre Worte, insbesondere der Schlußsatz.
Brauchst Du Hilfe oder einfach jemanden zum quatschen? Schick mir 'ne PN!
Weihnachtsmarkt ist das Wacken für Büroangestellte!
Lisa H. hat geschrieben: Mo 12. Mär 2018, 10:59
Guten Morgen,
ich finde es schade das wir immer weiter vom eigentlich Thema entfernt sind.
LG
Lisa
Hallo Lisa,
est tut mir Leid so völlig vom Thema abgewichen zu sein, mein Beitrag war eine Reaktion auf den von mir auch teilweise zitierten Beitrag, den ich da gerade gelesen habe, weshalb ich ihn trotz oT nicht löschen möchte.
Zum eigentlichen Thema:
Ich denke "sich begehrenswert fühlen" hat mit der Geschlechterrolle zu tun.
Wenn du ein Mann bist und dich in dieser Rolle wohl fühlst möchtest du auch als Mann begehrt werden.
Ich kann mir nicht vorstellen das sich jemand als Mann begehrenswert fühlen möchte, der sich in dieser Rolle eh nicht wohl fühlt.
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
Natürlich ist das wahr, es steht doch im Internet!
Du hast ne Frage, brauchst Rat oder Hilfe?
Ohren verleih ich nicht, aber anschreiben darfst du mich jederzeit...
betty hat geschrieben: So 11. Mär 2018, 11:21
Aber ich schlage euch was vor. Geht mit euren Frauen mal ins Gespräch : wieviel eurer Partnerinnen würden sich wünschen, das ihr Mann ein "ECHTER" Mann wäre. Wieviel weinen heimlich und hoffen, daß es weg geht. Wieviel eurer Partnerinnen haben Angst vor einer Trennung, wieviel bleiben, weil sie Angst vor finanziellen Schwierigkeiten, vor sozialem Abstieg oder vor zerbrechen der Familie haben( wenn Kinder da sind). Wieviele Frauen haben Angst vor dem Alleinsein? Fragt eure Frauen, was sie sich wünschen würden, wenn ne kleine gute Fee käme.
frag mal die Betroffenen selbst und Du wirst feststellen, das auch sie genau die selben Sorgen und Ängste haben, wie ihre Frauen.
Brauchst Du Hilfe oder einfach jemanden zum quatschen? Schick mir 'ne PN!
Weihnachtsmarkt ist das Wacken für Büroangestellte!
Dann will ich auch mal mithelfen den Thread wieder "einzufangen" ... Ihr habt recht, wir haben uns lange genug mit der Thread-HiJackerin befasst.
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Warum eigentlich darf und soll sich eine BioFrau begehrenswert fühlen (dürfen), während die Jungs meist dieses Wort nicht einmal in den Mund nehmen, um sich selbst zu beschreiben? Geschweige denn etwas tun würden, um diese Gefühle zu erzeugen?
Nun ich denke es liegt auf der Hand: Seit Urzeiten, wird mit dem angeblich schöneren Geschlecht (was ich zumindest physiologisch bejahen würde!) das IMAGE der Frau verkauft / gepflegt, dass sie SCHÖN, SINNLICH, VERLOCKEND, EROTISCH, BEGEHRENSWERT, VERFÜRERISCH, ANMUTIG sei -- ob per se, oder eben mit trickreicher, kleiner Nachhilfe der Betonung der positiven Seiten ihrer Ausstrahlung, der körperlichen Merkmale, der Keidung, des Ausdrucks, usw. Das hat sich in der Moderne sogar noch gesteigert: Schlagt irgendeinen Werbeprospekt, einen Fashionkatalog, einen Kosmetikflyer auf, oder schaut Euch bewusst mal die großen Plakat / TV_Kampagnen für Dessous und Wäsche an ... wir werden mit TAUSENDEN von Claims / Werbebotschaften bombardiert, die bis hin zur "Tütensuppe" mit der Magie des Weiblichen beladen sind. Über all jene Attribute von vermeintlicher "Weiblichkeit" funktioniert letztlich so ca. 75% des Konsumanreizes UND der WAHRNEHMUNG-Muster-Generierung.
Selbst nioch so emanzipierte und intellektuelle gebildete Mädels können sich nicht völlig von dieser Prägung freisprechen, wie man/Frau ja seit den 90ern / 20ern wieder verstärkt feststellen kann. Dazu braucht man nur mal Statistiken zum Verhalten der Konsumentinnen heranziehen. Aber dennoch, bin ich davon überzeugt, dass wir nicht der schöden Konsumverführung allein unterliegen, sondern es noch tiefere Treibkräfte gibt, sich zu schmücken, zu schminken, zu stylen (wie es neudeutsch heißt), begehrenswert sein zu wollen.
Wir sind nun mal "soziale Wesen" im biologischen Sinn, die auf Interaktion mit anderen ihrer Gattung angewiesen sind. Und ein Teil dieser ist die Sehnsucht nach Anerkennung, Bewunderung, Verehrung für das was wir "darstellen" -- und sei es auch nur der schöne Schein letztlich. Nein, das ist beileibe keine Erfindung der Neuzeit oder westlicher Kulturen. Selbst die einfachsten Urwaldvölker -- weit ab von solchen Einflüssen -- haben immer schon diese "LUST" in sich getragen und vielfältigst umgesetzt.
Und eben nicht nur die Frauen, sondern je nach tradierten Werten, Männer UND Frauen in ähnlicher Weise. Seit wir in Europa die Aufklärung der Franz. Revolution genossen haben, wurde diese LUST und das BEGEHRTWERDEN aber fast ausschließlich den FRAUEN vorbehalten. Männern hatten durch ihre Klugkeit, Stärke, Mut, die Macht und das Geld zu glänzen, sich "begehrenswert" zu machen. Die spielerische Ästhetik des sich Schmückens, der "gesunden Selbstdarstellung" durch andere Atrribute wurde mehr und mehr stigmatisiert, galt fortan als "unmännlich" und wird bis HEUTE eigentlich nur von Minderheiten wie uns noch hinterfragt. Selbst die bunten und lauten, jahrzentelangen Kämpfe von homosexuellen Menschen, Künstlern, MusikerInnen und TG/TS/TI_menschen haben an diesem strikten "Girls ONLY!"-Dogma nur in wenigen Randbereichen etwas geändert.
Damit schließt sich der Kreis zu unserer "entgleisten" Diskussion hier, warum Männer sich nicht auf ähnliche Art und Weise BEGEHRENSWERT fühlen (dürfen), wie es für jede BioFrau nicht mal ein ansatzweise zu hinterfragendes Thema ist. Und was nicht von Kindesbeinen an gefördert und sozialisert wird, verkümmert eben bei fast allen Exemplaren mit dem XY-Chromosom. Es sei denn, sie sind eben "ANDERS" ... haben ein positv agierendes Umfeld ... sind mutige Freigeister oder geduldige Rebellen ... so wie viele von uns hier im Forum.
In diesem Sinne ... let's get back to the roots!
Eure Ronda.
"Life is what happens, while you're busy making other plans." [†John Lennon]
"Don't dream it. Be it!" (Rocky Horror Picture Show)
Es verunsichert einen, verursacht Selbstzweifel wenn man sich längere Zeit nicht geliebt, ja begehrt fühlt.
Es mag sein, dass du durch die Ablehnung anfängst zu suchen - in dem
Sinne wäre es Auslöser/Trigger für die Suche,
aber ich bezweifle das dieses Gefühl der Grund ist. Die weibliche Seite denke ich spürst du bestimmt auch schon lange, oder ?
Aber du bist ihr nicht nachgegangen- weil du dich geliebt gefühlt, ja ausgefüllt gefühlt hast, aber jetzt ist da eine Leere entstanden, oder?
Bei mir war der Auslöser Lorelai auszuleben dass Gefühl das ein Teil von mir immer abgelehnt wird, ich dadurch Einen Teil von mir
Abgelehnt habe - und ich das nicht mehr ertragen konnte.
Das Gefühl der Ablehnung, das Gefühl des ungeliebt Seins, das nicht begehrt werdens entsteht auch in uns - aber es gibt manchmal Gründe beim Partner die dazu führen Er/sie nicht so für uns da ist wie wir es brauchen.
Sorgen mit Kindern, Job, Gesundheit und Unsinns und, über einen längeren Zeitraum lassen nicht viel Raum für Zweisamkeit aus der Liebe und Begehren entstehen.
Nicht falsch verstehen- falls das so sein sollte darf man aus meiner Sicht trotzdem erforschen was einen gut Tut. Denn nur wenn man sich Selbst liebt kann man auch unseren Nächsten lieben und das ist das was er/sie in so einer Situation am meisten braucht.
VLG
Lorelai
Männlich / Weiblich: das sind doch bürgerliche Kategorien.
Ronda danke .
Wenn ich als Mann niemals begehrt wurde . Wenn ich als Mann gesucht habe und da war niemand. So lange !
Als Frau Simone werde ich angesprochen. Ich werde begehrt. Ich wurde beim Tanzen von einem Mann geführt . Vor zwei Wochen setzt sich ganz höflich in einer Bar in Esslingen ein Mann zu mir . Ich habe DAS zum ersten mal in meinem Leben zugelassen. Wir haben erzählt und auch gelacht . Ich fühlte mich als Frau und im Nachhinein auch begehrt.
Ich stehe nicht auf Männer , trozdem hat es mir gefallen .
Ich bekomme oft Komplimente als Simone . Es gefällt mir und ich habe ein Gefühl von tooool .
Als Mann bin ich eine graue Maus . Ein Nichts .
ICH BIN SIMONE ,Liebe Grüße Simone.
Ich weiss ,ich bin ein Mensch und nur Das zählt.
Ich bin nur ein kleines Licht , aber ich leuchte .
Alle Menschen sollen mich sehen .
Ronda_PTL hat geschrieben: So 11. Mär 2018, 21:20
Hi Jaddy;
WOW, jetzt wirds aber hochwissenschaftlich!
Quantenphysik und Schrödinger's Katze ... ob uns da noch viele Members folgen können oder wollen? Aber ich finde auch DAS hier so klasse, dass es jede Menge Menschen gibt, die nicht nur mit Eloquenz engagiert sich äußern, sondern sogar hoch-kompliziertes Backgroundwissen mit einbringen. Eine echte Herausforderung für die angestaubten grauen Zellen manchmal.
LG, die Ronda.
#
Ich fand Jaddy's Post zwar überraschend, aber völlig nachvollziehbar und interessant.
Warum kommt immer jemand sofort gesprungen und will anderen ihre Fähigkeit oder Bereitschaft, etwas zu verstehen, abschreiben? Wenn du es selber nicht verstehst, sind Rückfragen bestimmt erlaubt. Und wenn du es verstehst, werden es wohl auch andere verstehen.
Ich musste zwar auch mal den Namen "Schrödinger" durch die Suchmaschine laufen lassen, aber das ist ja auch nur eine 2-Minuten-Aktion, die jedem hier möglich ist. Ich hatte nie vorher von der besagten Mieze gehört, aber das Beispiel ist gut.
... ok, aber jemand will uns zum Thema zurückpfeiffen. Leichter gesagt als getan, weil alle hier haben sich bestimmt auf das Thema bezogen - so wie SIE es verstanden haben.
Ich werde es also genau so tun, jedoch ganz zurück zum Ausgangspost ...
ein paar Schlüsselwörter greifen, die auch immer weiter vorgekommen sind, nämlich
- Frau sein
- begehrenswert sein
- normal
... jedoch damit in eine Richtung gehen, die soweit ich sehe kaum jemand wirklich genauer betrachtet haben.
Ich werde es kurz, machen, vielleicht zu kurz - aber wie erwähnt, Rückfragen sind immer erlaubt - und selbst wenn nicht erlaubt stellt man die trotzdem. Tue ich zumindest immer.
Wer ab und zu meine Posts gelesen hat, wird vielleicht bemerkt haben - sonst jetzt - dass ich nicht wirklich an die Philosophie der Zustände wie, ich bin ein Mann, ich bin eine Frau, ich bin krank, ich bin glücklich usw. Ich sehe das alles eher als Handlungen und nicht als Zustände. Scheinbar bin ich da nicht ganz alleine - hat jemand etwa mal einen Grabstein mit der Aufschrift "... er ist tot" - eigentlich sieht man eher "hier liegt ..." selbst daraus wird eine Handlung.
Wenn also jemand vor dem Spiegel steht, en femme oder nicht und fragt, - fühle ich mich begehrenswert, ist meine innere Gegenfrage sofort: Wie möchtest du denn, dass du begehrt wirst, wenn du ... was tust. Ich sehe nicht, dass es darum wirklich geht. In jeweils der Männer- und Frauenverpackung wird was getan. Es werden bestimmte Signale an die Mitmenschen geschickt - auch an sich selbst zurück durch den Spiegel. Es wird was getan. Es wird ein Verhalten von anderen erwartet oder erhofft - dass man begehrt wird - was immer das im Detail bedeutet. Wenn beispielsweise die Signale an die Aussenwelt gesendet werden, die von den Mitbewohnern dieses Planeten weiträumig innerhalb von den Normen inkl. Grauzone als weiblich gesehen wird, die Reaktionen darauf auch entsprechend, dann ist das eine Handlung beiderseits, nicht ein Zustand. Wenn nun jemand pointieren will, - dass sie gar nicht eine Frau ist sondern ein Mann, auch wenn man es nicht sieht, denn sie hat männliche geschlechtsteile und chromosome, ab wo hat das rein praktisch eine Bedeutung?
Wenn zwei Stunden später wesentliche Merkmale als Verkleidung abgelegt wird, hat es kurzfristig eine große Bedeutung. Wenn aber die Person weiträumigst in allen Lebenslagen sich so zeigt, hat es vielleicht erst Bedeutung bei der Arbeit, beim Einchecken im Flughafen vielleicht auch, und man kann iher nicht das Höschen runter ziehen, 1-2-3, in 9 Monaten haben wir ein Kind. Aber auch wenn es solche Situationen gibt, ändert es nichts daran, dass sie vielleicht bei 98% der Leute, die sie trifft die Handlung "Frau" 100%ig ausführt.
Ich will da nicht herunterspielen, dass einige nicht mit ihrem Körper zufrieden ist - die weiter weiblicher machen etc. - aber selbst das, den eigenen Körper wegen bestimmten Merkmale ablehnen ist gewissermaßen eine Handlung. Es soll mir niemand erzählen, dass irgend jemand hier es geschafft hat den eigenen Körper 24/7 mit Ablehnung zu betrachten über einen ausgedehnten Zeitraum. Mal wird auch Fußball im Fernsehen geschaut, gegessen, gekocht ...
Die Logik darau wird also eher sein: Wie will ich einen Körper begehren und was soll er darstellen, damit ich ihn selber begehre und andere auch. Jemand erwähnte so was wie, - glaubs du nicht, dass du dich nur so sehen willst wie jemand die du selber begehren würdest?
Ich glaube nicht, dass das jemals wirklich zu unterscheiden ist. Wenn ein cis-gender hetero Mann vorm Spiegel steht, sagt er dann jemals, - cool, ich finde zwar selber, dass ich total scheiße aussehe, aber ich weiß dass Frauen total darauf ab fahren.
Im Gegenteil - er sieht einen Anderen, der völlig anders aussieht als er selbst, die Frauen fahren aber auf diesen ab. Er regt sich auf und sagt, - wie können die das? Er sieht doch aus wie ein Schwuchtel!! (Leonardo di Caprio z.B. ...). Leute verknüpfen sich auch in Freundschaften mit anderen, die sie als so nahe an 80% wie sich selbst empfinden. Mehr ist zu viel Ähnlichkeit, weniger zu schwach.
Natürlich würde ich auch auf Frauen abfahren, die mit mir Ähnlichkeit haben, aber das wäre nicht die Spitze.
Also sehe ich es als ganz klar, dass jemand in der Situation ist - ich möchte Frau sein, agieren, handeln - im Männermodus sende ich Signale, mit denen ich nichts anfangen kann, oder die Reaktionen von anderen auslösen, mit denen ich nichts anfangen kann.
Die Frage, ob das nun alles normal sei oder nicht, bleibt dann ziemlich belanglos. Die Frage wird dann nicht, - ist es normal als Mann im Frauenlook rum zu laufen, sondern kann ich es machen in der Gesellschaft, wo ich mich gerade befinde, und die Reaktionen erleben die bei mir gute Gefühle auslösen? Nicht mehr, nicht weniger.
Wie die Partnerin dann darauf reagiert, falls eine vorhanden ist, sollte man ähnlich betrachten. Wenn sie "es" akzeptiert, was ist es dann konkret, das sie tut? Ist "das" was sie akzeptiert immer - oder immer noch - das selbe? Ihr Leben ist auch ein Handlungs-Ablauf und ihr Verhalten und Wünsche können sich auch schleichend ändern.