toxische Männlichkeit? Was denkt Ihr?
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Lebensplanung, Standorte
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ChrisTina73
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toxische Männlichkeit? Was denkt Ihr?

Post 1 im Thema

Beitrag von ChrisTina73 » Mo 8. Jan 2018, 17:27

Wo komme ich her, wo gehe ich hin?
Ist nur die Suche nach Dir der Sinn?
Versuchte, bewußter durchs Leben zu gehen
Doch wollt nur die Liebe in Deinen Augen sehen
Hielt Ausschau nach ihnen, hielt Ausschau nach Dir
Wo ist der Schlüssel? In mir?

Dann öffne ich mich mal...

Liebe Forums-Mietzen und Mitleser ;)

heut sitze ich mal Sonntags mittags geschminkt und für mich allein hübsch zurecht gemacht zuhause. Ich hatte einfach Lust drauf.. Vielleicht bekomme ich spontan Besuch? Egal... auf der anderen Seite, wer soll schon kommen?

Der Nachbar fand mich interessant, wie er sagte, aber "WIRKliches" Interesse? wird mir wenig entgegengebracht... Ich hab mich rar gemacht und zurückgezogen, sagte Er mal. Auf 3 Kontaktaufnahmen Seinerseits kommen 15 meinerseits. Rar? Bin ich ein Hund, der springt, wann er will? Manchmal bin ich ihm "zufällig" im Hausflur begegnet. wollte grad meine Wäsche machen und er kam grad zur Haustür rein. Vielleicht schicke ich ja unbewußte Signale, die er falsch einordnet? Na aufgebrezelt gesehen hat er mich ja an Silvester. Gefalle ich ihm nicht?. Aber die Chemie passt nicht wirklich, das war mir aber schon am Anfang irgendwie halb bewußt... Aber das neugierige kleine Mädchen, das mir Silvester stolz Ihre Schuhe mit Absätzen zeigte, mich mit Fragen bombadierte und tanzen wollte, ist ein Ungezogen, das nur im Mittelpunkt stehen will, wie der Nachbar sagte... Seltsame Wahrnehmung...

Freunde? Okay für den einen war ich irgendwann nur noch eine Bekannte, wie ich seiner demonstrativen Online Einstellung damals bei meiner Freundschaftsanfrage auf Stayfriends vernehmen konnte. Woher der Wandel, oder was hab ich getan? Was hat er erwartet? Er hat geheiratet, hat sich ein Haus gekauft, das übliche halt. Da passte ich nicht mehr rein.
Der andere, okay, da hab ich gelernt Ärschin zu sein, und hab ihn für meine Umzüge eingespannt. Warum? Er hatte was mit meiner damaligen besten Freundin, was sie mir erzählte. Das tat weh, aber eher bzgl. der Freundschaft mit Ihm, weil er nur seine Angst gesehen und mir eine Erklärung abgeliefert hatte, statt sich einfach bei mir zu entschuldigen, weil es mich verletzte. Hat er das nicht gesehen, wie sehr es mich verletzte? Ist das zuviel verlangt? Heute schwebt noch dieses "Damokles Schwert" über unsere Freundschaft (die eigentlich gar nicht mehr existent ist) und da er immer noch Angst hat, seine heutige Frau könnte etwas erfahren... Aber warum sollte ich seinen "Seitensprung seiner Frau erzählen? Wir mochten uns, doch ausschlaggebend war letztendlich, das er mir bzgl. eines besonderen Menschen, einen Spruch drückte, der mir seinen Charakter zeigte. Manchmal tut es noch weh. beides...Der Spruch und die Trennung. Was war ich für diese Person, was war ich für ihn?

Ach und dann gibt es da noch einen "Freund". Wir kennen uns jetzt über 31 jahre... Ja gut Freund? Ich weiß nicht, denn mittlerweile existiere ich ja nur noch als Telefonstimme, statt wirklich real existent zu sein. Wir hatten schon immer Phasen, in denen wir nur sporadisch Kontakt hatten, aber während der letzten Jahre fühlte ich mich immer mehr reduziert durch ihn. Einmal mein Rückfall in einfachste Verhältnisse vor über 10 Jahren (da komme ich ja auch eigentlich her) durch mein Scheitern der Selbstständigkeit (ich mußte ganz neu anfangen) und seine sich selbst erhebende Art und diffamierende Äusserungen u.a. bzgl. naive junge Frauen, die sich n Kind andrehen haben lassen (ich bin Scheidungskind und bei meiner Mutter, die mich mit 18 bekommen hat, aufgewachsen).
Richtig reden konnte ich mit Ihm eigentlich nie. Denn er hatte zu allem eine Meinung, wie sie ihm grad in den Sinn kam und musste alles kommentieren, statt Dinge einfach mal im Raum stehen und wirken zu lassen. Eigentlich war er wirklich selten greifbar in den Jahren, immer auf den Sprung. In den letzten Monaten betonte er immer wieder am Telefon, das er seine Telefonliste mal aufräumen muß, da sich ja eh kaum noch jemand meldet. Kann er nicht einfach mal tacheles reden? Sagen was er fühlt, was er wirklich denkt, was er will oder auch einfach nur mal zuhören ohne gleich ein Urteil zu fällen, das in ein paar Tagen sowieso wieder anders ausfällt? Den "Ignoranten", den eine Freundin und ich ihm mal vorgeworfen haben, hat er geflissentlich ignoriert, oder fühlte er sich in seinem Stolz verletzt? Na eigentlich bin ich ja sehr behutsam, was die Wortwahl betrifft, weil ich weiß, das Worte schon veletzend sein können. Aber egal was ich sag oder wie, es ist eh nie richtig. manchmal fühlt man sich irgendwie nicht wahrgenommen. Entweder bin ich zu zickig oder zu undeutlich, wie man mir weismachen möchte. oder ignoriert mich. Ansonsten hat man zu meinen Problemen, wenn mal gezwungener Maßen zugehört wird sofort eine Lösung... Wow das ist aber einfach, doch warum haben die Probleme, wenn sie doch genau wissen wie es geht??

Doch da gab es 2 Begegnungen, die anders waren! Der eine strotzte vor Energie, aber er sprach zum ersten mal aus, wenn auch etwas verschlüsselt, was ich schon immer innerlich wusste, da war eine Verbindung, aber er war noch zu unsicher und verstand es selbst noch nicht so genau, aber immerhin war er gerade heraus und merkte, wenn er zuweit gegangen war. manches mal mußte ich innerlich einen Schritt zurück gehen, aber das spürte er.
Der andere war etwas zurückhaltender und steckte in einer Zweckehe (warum belog er sich?), aber ich spürte, das da mehr in ihm war, was mich neugierig machte. Irgendwie schämte er sich ein wenig und kam schüchtern rüber, aber das fand ich süß. Unsere gemeinsame Sprache war die Musik und seine Stimme war so WOW. Letztendlich zog ich aus beruflichen Gründen um und ich sah seine feuchten Augen und zum ersten mal spürte ich, das ist echt. Manchmal hab ich mir gewünscht, er würde einfach spontan anrufen, das er vorbei kommt, denn oft sagte er, wenn wir telefonierten, das er die Zeit mit mir vermisst und ihm was fehlt. Um die Weihnachtszeit bin ich dann hochgefahren und hab ihn besucht. Und das schöne war, ich durfte einfach ich selbst sein (quirlig verspielt und lebendig, manchmal leicht provokant) und es war okay, hab mich einfach wohl gefühlt. Im darauffolgenden Jahr trennte er sich von seiner Frau und lernte eine neue Frau kennen und ich spürte, das er angekommen war. Er hat geheiratet, mittlerweile 2 Kinder doch die Zeit und die Entfernung nagte an unserer Freundschaft. Doch durch ihn habe ich erfahren, das auch ich liebenswert bin und irgendwann den Freund und Partner fürs leben finden werde, der mich so nimmt, wie ich bin.


LG TINA


Eure Gedanken sind frei. Würde mich freuen (ki)
Der Weg hinein scheint für viele rückblickend der Schwierigste, aber auch nur, weil sie den Weg heraus noch nicht gefunden haben...

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Re: toxische Männlichkeit? Was denkt Ihr?

Post 2 im Thema

Beitrag von JanaH » Mo 8. Jan 2018, 18:00

Wow, Tina, danke!

Hier bist Du echt, schön.
Einsam, wie viele von uns, kenn ich nur zu gut.
Interpretationen...
















Ach was, ich schick das jetzt einfach ab, sie wird mich schon nicht missverstehen.

Tina, fühl Dich ganz dolle gedrückt

Alles Liebe Jana

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Re: toxische Männlichkeit? Was denkt Ihr?

Post 3 im Thema

Beitrag von MichiWell » Mo 8. Jan 2018, 19:12

Schon wieder? Das hast du doch bereits gestern gepostet. :?
Raider heißt jetzt Twix. Sonst ändert sich nix.

Der moderne Mensch ist leicht zu lenken, aber nur schwer zu etwas zu bewegen.

Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie.

ChrisTina73
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Re: toxische Männlichkeit? Was denkt Ihr?

Post 4 im Thema

Beitrag von ChrisTina73 » Mo 8. Jan 2018, 19:21

da ging er unter. Sonst nichts dazu zu sagen?
Der Weg hinein scheint für viele rückblickend der Schwierigste, aber auch nur, weil sie den Weg heraus noch nicht gefunden haben...

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Re: toxische Männlichkeit? Was denkt Ihr?

Post 5 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2018-09-04 » Mo 8. Jan 2018, 20:30

Meiner Erfahrung nach gehen Themen oder Beiträge unter wenn sie fast garkeinen interessieren :roll:

heike65

Re: toxische Männlichkeit? Was denkt Ihr?

Post 6 im Thema

Beitrag von heike65 » Mo 8. Jan 2018, 21:26

Der andere, okay, da hab ich gelernt Ärschin zu sein, und hab ihn für meine Umzüge eingespannt. Warum? Er hatte was mit meiner damaligen besten Freundin, was sie mir erzählte. Das tat weh, aber eher bzgl. der Freundschaft mit Ihm, weil er nur seine Angst gesehen und mir eine Erklärung abgeliefert hatte, statt sich einfach bei mir zu entschuldigen, weil es mich verletzte. Hat er das nicht gesehen, wie sehr es mich verletzte? Ist das zuviel verlangt? Heute schwebt noch dieses "Damokles Schwert" über unsere Freundschaft (die eigentlich gar nicht mehr existent ist) und da er immer noch Angst hat, seine heutige Frau könnte etwas erfahren...
warum sollte er sich entschuldigen ?
emphatische Menschen können dein unwohl verstehen, andere halt nicht !
das ist deine beste Freundin, nicht deine Partnerin !
Ich kenne sowas wenn Bekannte ihre Partner betrügen, und das Thema ist in soweit Tabu das ich dem/der betrogenen nichts sage, never ever ! aber dem/derjenigen der/die betrügt deutlich meine Meinung geige......... ich würde im umgekehrten Fall selbiges erwarten, ergo angst haben das jemand plaudert, no

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Re: toxische Männlichkeit? Was denkt Ihr?

Post 7 im Thema

Beitrag von MichiWell » Mo 8. Jan 2018, 21:31

ChrisTina73 hat geschrieben:
Mo 8. Jan 2018, 19:21
da ging er unter. Sonst nichts dazu zu sagen?
Nunja. Es kommt nicht sooo oft vor, aber manchmal hab auch ich mal nix dazu zu sagen. :lol:
Aber das muss ich ja eigentlich nicht auch noch posten. Oder etwa doch? :o

Will mal sagen ... irgendwie ist dein Beitrag ... so ... ääääh ... zu ... sperrig ... nicht wirklich greifbar für mich. Da wollte ich mal andere ranlassen, um's dir nicht zu versauen. Aber Delfi hat ja nun das geschrieben, was ich dir und mir aus Höflichkeit ersparen wollte. Doch wenn's so sein sollte, dann isses halt so. Da hilft es auch kein mehrfaches Posten. :wink:

Liebe Grüße
Michi
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Re: toxische Männlichkeit? Was denkt Ihr?

Post 8 im Thema

Beitrag von VanessaL » Di 9. Jan 2018, 07:52

Hallo Tina,

ich bin nicht ganz sicher, ib ich verstanden habe, was Du versuchst zu beschreiben.
Ist es die Problematik von Freundschaft und Beziehung an sich oder geht es mehr um das Scheitern? Auch die Überschrift kann ich leider nicht ganz zuordnen ... was meinst Du mit „toxischer Männlichkeit?“ in den Zusammenhängen?

Freundschaft ist, wie jede andere Form des Zusammenseins, Veränderungen unterworfen und findet auch nicht nur auf einer Ebene statt.
Dazu kommt die Schwirigkeit, dass Freundschaft nie eingefordert werden kann, sondern man sie gibt oder eben nicht. Freundschaft zu bekommen ist ein Geschenk - auf das man aber keinen Anspruch hat ... Ort, Umstände und Zeit müssen wohl passen .... um einige Voraussetzungen neben „Chemie“ zu nennen ...
Interesse an einer Person kann zu Bekanntschaft oder einer Beziehung führen, aber nicht zwangsläufig zu einer Freundschaft ...
Was eine Freundschaft am Leben hält ist sicher abhängig von der Art der Freundschaft: Vereinsfreund*in, Busenfreund*in, Freundschaften auf der Arbeit oder hier im Forum ...

Liebe Grüße
VanessaL
Mein Geschlecht entsteht in Deinem Kopf.

Katrin
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Re: toxische Männlichkeit? Was denkt Ihr?

Post 9 im Thema

Beitrag von Katrin » Mo 5. Feb 2018, 19:35

Ich glaube, ich bekomme ein wenig Einblick in den Text und versuche Tinas Gedanken einzuordnen. Ich habe meinen "Mr. Big" bereits seit 27 Jahren. Letztes Jahr wollte ich ihn endgültig aus meinem Leben schmeißen, doch der treue "Trottel" kehrte trotz aller Unverschämtheiten meinerseits zurück.Was trennt uns all die Jahre? Wahrscheinlich meine "toxische Männlichkeit". Ich bin wohl nicht schwul, sondern falsch verbaut. Die kõrperliche und die romantische Liebe gehen irgendwie über Kreuz. Ich hoffe, ich liege nicht allzuweit daneben. atb Katrin

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Re: toxische Männlichkeit? Was denkt Ihr?

Post 10 im Thema

Beitrag von Lina » So 11. Feb 2018, 12:00

ChrisTina73 hat geschrieben:
Mo 8. Jan 2018, 17:27
Wo komme ich her, wo gehe ich hin?
Ist nur die Suche nach Dir der Sinn?
Versuchte, bewußter durchs Leben zu gehen
Doch wollt nur die Liebe in Deinen Augen sehen
Hielt Ausschau nach ihnen, hielt Ausschau nach Dir
Wo ist der Schlüssel? In mir?

Dann öffne ich mich mal...
...

Eigentlich wäre ich geneigt eine ganz Kürze Antwort auf deine Post zu geben - ich verstehe ganz ausgezeichnet, was du meinst. Kenne viel davon wieder. Die kurze Antwort werde ich abe trotzdem als Anfang benutzen:

FCK THEM!

Es ist ja super lieb, dass DU Kontakt zu denen noch suchst, weil es alte Freunde sind etc. Die zeigen wenig Interesse an dir.

Aber wozu bauchst DU die noch? Brauchst DU die immer noch. Du fragst dich, ob SIE immer noch dich als Freund brauchen? Du sollst dich auch das Gegenteil fragen. Ich glaube auch nicht, dass viele überhaupt viele Freunde haben, die wirklich wichtig sind - auf dauer gesehen. Ich persönlich kenne eine ganze ganze Menge Leute, die mich total interessant fanden und finden, und umgekehrt auch. Es baut sich eine Vertraulichkeit auf, die total angenehm ist und nach einer Weile verschwinden die wieder mehr oder weniger von der Bildfläche. Von denen, wo es mehr ist - die nicht la famiglia sind - gibt es vielleicht zwei. Einen und noch eine die es werden könnte. Ich kenne wenig Leute, wo es mehr ist.
Ich habe/hatte zwei alte Freunde, die ich Jahre lang nicht mehr kontaktiert habe. Grund? Genau wie die es beschreibst. Einer Verheiratet, hat sich ein einziges Mal in Bewegung gesetzt und mich in Hamburg besucht. Mit dem Anderen zwar Kontakt, aber in seinem Leben war nicht viel Neues zu melden, und von dem was ich zu erzählen, begriff er wohn nicht viel. Als er starb, hat nicht mal Nr. 1 mich kontaktiert und gefragt, ob ich mit bekommen, dass er gestorben ist. Meine Schwester hat es Monate später durch Zufall von einem Taxifahrer erfahren!!! - Ich habe mich zumindest dann auch gefragt - habe ich überhaupt Zeit für Leute, die so wenig Interesse zeigen? Brauche ich die überhaupt? FCK THEM! Nein. Es gibt so viele andere Menschen auf der Welt, die lieb, spannend, geistreich, kreativ, faszinierend sind.

Brauchst du die? Hast du dir mal genau überlegt, Ob du die wirklich brauchst und falls so für was?

Und zum zweiten Punkt - Leute interessieren sich - soweit ich deine Aussage verstehe und zusammenkochen darf - zu wenig für dich.

Fein. Das mag sein.
Hast du dir mal überlegt, was an dir, dich interessant macht. Wenn deine Reaktion jetzt ist - sofort in Depression fallen - und zu sagen - NICHTS an mir ist interessant, dann kann ich nur pragmatisch sagen: Gut, dann wissen wir zumindest, warum die sich nicht für dich interessieren. Damit wäre das geklärt.

Ich glaube es nur nicht so ganz. Wenn du es schafft durch das Leben zu gehen ohne dich zu Tode zu langweilen oder Koks schnuppern muss um irgendwelche enthusiastischen Gefühlen zu erleben, dann muss ja irgend was sein.
Hast du das mal genauer analysiert, was dich interessant macht. Sonst mach es. Wenn du es alleine nicht schafft lass dich coachen.

Wenn du interessant bist, interessieren Leute sich automatisch für dich. Sicherlich nicht alle aber bestimmte. Finde heraus wer deine Zielgruppe ist. Such die Orte auf, wo es die gibt. Sprich die an. Wenn du nicht weißt, wie du das bewerkstelligen sollst, lass dich coachen, lerne auf seminaren, pickup-workshops oder sonstwas. Wichtig: Tu was. Tu was anderes, als was du bisher getan hast.

Was die alten Klassen"freunde" betrifft sieht es wohl ähnlich aus. Waren die überhaupt nett zu dir? Gab es jemanden, dem es ähnlich ging wie dir? Was willst du mit ihnen jetzt?

Ich weiß wie ich dazu stehe. Es ist nicht so, dass ich jeden Tag darüber nachdenke wie ich die Hasse - das tue ich eigentlich nie - aber als ich vor vielleicht 10 Jahren zu einem Treffen mit meiner alten Klasse in der Grundschule eingeladen wurde, habe ich gedacht - es gäbe eigentlich nur einen Grund, dass ich Lust haben könnte die wie der zu treffen: Um den, den, den und den gehörig zu verprügeln. - Ich erzählte es meiner Mutter. Sie sagte, das versteht sie gut und nannte prompt Nummer Eins und Zwei auf der Liste. Aber so was tut man ja nicht.
Es gab vielleicht EINE Ausnahme - die sei zur gegebenen Zeit verreist. Das wusste sie schon bei der ersten Anfrage, sehr, sehr rechtzeitig ... Die wäre vielleicht so eine Ausnahme, wie ich oben genannt habe.

Also kurz zusammengefasst: Es geht an erster Reihe darum, was DU brauchst. Wenn du die nicht mehr brauchst, dann würde es ja auch nicht nützen, wenn sie jeden Tag an die Tür klopfen würden.

ChrisTina73
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Re: toxische Männlichkeit? Was denkt Ihr?

Post 11 im Thema

Beitrag von ChrisTina73 » Do 15. Feb 2018, 20:27

Hallo,

vielen Dank für Deine/Eure "tröstende" Antwort. Es ist lieb, das Du Dir Gedanken machst, mir helfen möchtest und die Sichtweise klingt auch plausibel @Lina. Aber letztendlich können gedankliche "Stützen" den gefühlten Schmerz nicht wegreden. Darum ging es mir auch nicht. Es diente eher für mich als Reflektion, raus aus den gedanklichen Konstruktionen, rein in die Emotionen und Gefühle aufgeschrieben und als "Spiegelbild" dienend, und es hat wahrlich ein kleines "Erdbeben" in mir ausgelöst (siehe meinen Thread: Gefühls / Erlebnis Tagebuch)
Hier in den Threads wird immer von "Frau sein" geredet aber letztendlich dreht sich alles nur um die eigene nicht näher beschriebene Unsicherheit, die eigene Definition, was man denn nun ist, nie wirklich darum, was einen persönlich bewegt und wenn einige reale Frauen extrem instinktiv emotional reagieren, sind viele plötzlich überfordert ;) Etwas provokant gesagt sind wir alle unsichere "Männer", was aber überhaupt nicht zu unserem "eingeimpften" oder selbst gebastelten Männerbild passt.
Ich möchte Gefühle nicht zerreden, wegreden sondern spüren, egal ob sie schmerzlich, lustvoll, ekstatisch oder voller Glücksempfinden sind. Sie sind da und gehören zu mir. Manches muß man erstmal verdrängen, damit es einen nicht "überschwemmt" oder alles wegreisst, aber zu gegebener Zeit sollte man sich damit auseinandersetzen.
Mag sein, das der/die ein oder andere nicht so "öffentlich" darüber reden möchte, warum auch immer.

Der andere Punkt ist: Auch Männerfreundschaften können eine tiefe emotionale Bindung haben (nein ich meine nicht homosexuell) und emotionale Bindungen, die getrennt werden, hinterlassen immer erst eine Leere. "Seltsamerweise" hat sich der Freund, den ich seit fast 32 Jahren kenne, einige Zeit nach meinem emotionalen "Auftritt" hier bei mir gemeldet und wir haben uns endlich mal ausgesprochen.

Interessant ist übrigens auch die Beobachtung, das abhängig davon, ob das Gegenüber M oder W ist, die bewußte Reaktion auf Gefühle unterschiedlich ausfällt, also muß ja bei vielen immer noch die Unterscheidung zwischen Mann und Frau im Kopf stattfinden. Ich möchte das jetzt aber nicht weiter ausführen, nur mal so zum nachdenken.

Es geht mir auch nicht darum, das Bedürfnis, sich "ganz" als Frau zu fühlen, zu zerreden. Aber ich muß nicht immer gleich als Mann springen, wenn die weibliche Seite in mir es will ;)


Also nochmal vielen Dank

LG

ChrisTina
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Re: toxische Männlichkeit? Was denkt Ihr?

Post 12 im Thema

Beitrag von ChrisTina73 » Do 15. Feb 2018, 20:42

@Katrin,

na ich sag mal so. Lieben, streiten, versöhnen, Romantik und heisse Nächte sind für mich as A und O in einer Beziehung zu einer Frau, aber über Zeit ist dann doch mal die Neugierde erwacht, was aber wohl doch ein grundlegender Wandel im männlichen Dasein mit zunehmenden Alter ist, auch wenn viele es nicht zulassen können oder wahrhaben wollen. Jeder so wie er denkt.

LG

ChrisTina
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