Drittes Geschlecht und was es mit mir macht
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Nicola
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Drittes Geschlecht und was es mit mir macht
Meine lieben, seit das Bundesverfassungsgericht beschlossen hat, einen weiteren positiven Geschlechtseintrag zu zulassen, lese ich sehr viel darüber, auch dank der Linksammlung von Anne-Mette. Auch wenn ich nicht Intergeschlechtlich bin, zumindest deutet nicht darauf hin, beschäftigt mich dieses Thema seit meiner Kindheit. Vor zwei Jahren habe ich eine Namensänderung auf einen Geschlechtsneutralen Namen gemacht und in meinem ganzen Umfeld mich als Mensch zwischen den Geschlechtern geoutet. Da ich bald merkte, dass die meisten Leute, auch bedingt durch unsere binäre Sprache, mich dann meisten doch männlich ansprachen oder ein männliches Pronomen verwendeten, bat ich mein Umfeld mich neutral oder weiblich anzusprechen, da wenn ich mich für männlich oder weiblich entscheiden muss, mir die weibliche Form näher liegt. Nun habe ich einen männliche Personenstand, alle anderen Einträge inklusive Krankenkasse, habe ich auf weiblich geändert. Von meinem äusserlichen bemühe ich mich möglichst weiblich zu wirken, was gelegentlich zu Irritationen meines gegenüber führt. Einige Menschen sprechen mich als Frau an, diejenigen die es nicht tun korrigiere ich in letzter Zeit häufiger, aber auch nicht immer.
Auch wenn ich in der Schweiz lebe, hoffe ich sehr, dass die Option eines dritten offiziellen Geschlechts in Deutschland das Denken der Menschen mit der Zeit verändern könnte. So wie viele Intergeschlechtliche Menschen beschreiben, dass dies in ihnen die hoffen auslöst, endlich in ihrem Geschlecht anerkannt zu werden, empfinde ich für mich auch.
Gibt es unter euch auch welche, denen es auch so geht, oder was löst in euch dieser Entscheid des Bundesverfassungsgericht eine dritte Option zu schaffen aus?
LG Nicola
Auch wenn ich in der Schweiz lebe, hoffe ich sehr, dass die Option eines dritten offiziellen Geschlechts in Deutschland das Denken der Menschen mit der Zeit verändern könnte. So wie viele Intergeschlechtliche Menschen beschreiben, dass dies in ihnen die hoffen auslöst, endlich in ihrem Geschlecht anerkannt zu werden, empfinde ich für mich auch.
Gibt es unter euch auch welche, denen es auch so geht, oder was löst in euch dieser Entscheid des Bundesverfassungsgericht eine dritte Option zu schaffen aus?
LG Nicola
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Nicola
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Re: Drittes Geschlecht und was es mit mir macht
Hallo Delfinium
Ich betrachte ein drittes Geschlecht nicht als Störung, sondern als eine natürliche Variante, bei der ein medizinisches eingreifen meistens nicht nötig ist, auch wenn die Medizin dies als Krank bezeichnet will.
Trans* zu sein ist für mich auch keine Geschlechtsidentitätsstörung, sondern ein nicht übereinstimmen meines Körpers zu meiner Geschlechtsempfindung und wenn ich nun meinen Körper meiner Empfindung anpassen möchte, dann sollen halt die Mediziner mich als Krank sehen, so ist wenigstens sichergestellt dass die Krankenkassen mir gewünschte Behandlungen zur Angleichung Bezahlt.
LG Nicola
Ich betrachte ein drittes Geschlecht nicht als Störung, sondern als eine natürliche Variante, bei der ein medizinisches eingreifen meistens nicht nötig ist, auch wenn die Medizin dies als Krank bezeichnet will.
Trans* zu sein ist für mich auch keine Geschlechtsidentitätsstörung, sondern ein nicht übereinstimmen meines Körpers zu meiner Geschlechtsempfindung und wenn ich nun meinen Körper meiner Empfindung anpassen möchte, dann sollen halt die Mediziner mich als Krank sehen, so ist wenigstens sichergestellt dass die Krankenkassen mir gewünschte Behandlungen zur Angleichung Bezahlt.
LG Nicola
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Jaddy
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Re: Drittes Geschlecht und was es mit mir macht
Moin Nicola 
ich bin auch seit dem 8.11. ziemlich euphorisiert, denn mir geht es wie dir. Und mit diesen neuen Entwicklungen hat sich bei mir noch mal einiges an Positionsbestimmung getan.
Die Sache mit der Anrede hatte ich 3 Wochen vor dem Urteil, siehe https://www.crossdresser-forum.de/phpBB ... 37#p179701 Eine gute Lösung für eine neutrale Anrede ist aber bisher nicht in Sicht. Hilfsweise funktioniert der Name, je nach Vertrautheit nur Vorname oder mit Nachname.
Zum Thema dritte Option für nicht medizinische "anerkannte" Intersex-Personen: Das BVerfG hat sich nicht explizit auf medizinische Gründe beschränkt. So wurde es mir auch von einigen aktivistisch tätigen Menschen mit Detailkenntnis des Prozesses beschrieben. Das wäre vermutlich auch juristisch unsauber, denn dann wäre die dritte Option ja wieder eine Art Notbehelf oder gar "Behindertenkennzeichen".
Aktuell sieht es jedoch danach aus, dass die dritte Option den beiden bisherigen Geschlechtern in jeder Hinsicht gleichgestellt werden muss. Für mich (keine offizielle juristische Qualifikation) heisst das aber auch, dass ein der Transidentität vergleichbarer seelischer Zustand eine Personenstandänderung zur dritten Option hin rechtfertigt.
Vermutlich wird im Gesetz trotzdem erst eine medizinische Indikation stehen, bis sich jemand wie du oder ich dagegen durchgeklagt hat. Sei's drum. Bleibt - vermutlich - die gutachterliche Hürde, bei der aber auch die Hoffnung besteht, dass sie mittelfristig abgeschafft wird.
Wie auch immer, ich werde mich da ziemlich frühzeitig in die Schlange stellen
Gruß von der Nordsee in die Schweiz,
Jaddy
ich bin auch seit dem 8.11. ziemlich euphorisiert, denn mir geht es wie dir. Und mit diesen neuen Entwicklungen hat sich bei mir noch mal einiges an Positionsbestimmung getan.
Die Sache mit der Anrede hatte ich 3 Wochen vor dem Urteil, siehe https://www.crossdresser-forum.de/phpBB ... 37#p179701 Eine gute Lösung für eine neutrale Anrede ist aber bisher nicht in Sicht. Hilfsweise funktioniert der Name, je nach Vertrautheit nur Vorname oder mit Nachname.
Zum Thema dritte Option für nicht medizinische "anerkannte" Intersex-Personen: Das BVerfG hat sich nicht explizit auf medizinische Gründe beschränkt. So wurde es mir auch von einigen aktivistisch tätigen Menschen mit Detailkenntnis des Prozesses beschrieben. Das wäre vermutlich auch juristisch unsauber, denn dann wäre die dritte Option ja wieder eine Art Notbehelf oder gar "Behindertenkennzeichen".
Aktuell sieht es jedoch danach aus, dass die dritte Option den beiden bisherigen Geschlechtern in jeder Hinsicht gleichgestellt werden muss. Für mich (keine offizielle juristische Qualifikation) heisst das aber auch, dass ein der Transidentität vergleichbarer seelischer Zustand eine Personenstandänderung zur dritten Option hin rechtfertigt.
Vermutlich wird im Gesetz trotzdem erst eine medizinische Indikation stehen, bis sich jemand wie du oder ich dagegen durchgeklagt hat. Sei's drum. Bleibt - vermutlich - die gutachterliche Hürde, bei der aber auch die Hoffnung besteht, dass sie mittelfristig abgeschafft wird.
Wie auch immer, ich werde mich da ziemlich frühzeitig in die Schlange stellen
Gruß von der Nordsee in die Schweiz,
Jaddy
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Michi
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Re: Drittes Geschlecht und was es mit mir macht
Ich gebe zu bedenken:Delfinium hat geschrieben: Do 23. Nov 2017, 18:43 Das ist kein drittes Geschlecht, sondern wie dort steht eine "Störung".
In einem starren binären Geschlechtermodell muss Intersexualität zwangsläufig eine Störung sein.
Das sagt aber noch lange nichts über den Zustand der Betroffenen aus.
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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Anne-Mette
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Re: Drittes Geschlecht und was es mit mir macht
Moin,
warum MUSS das so sein? Warum könnte es nicht als Bereicherung bewertet werden?
Das macht mehr Sinn, finde ich
Gruß
Anne-Mette
warum MUSS das so sein? Warum könnte es nicht als Bereicherung bewertet werden?
Das macht mehr Sinn, finde ich
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Re: Drittes Geschlecht und was es mit mir macht
Hallo Anne-Mette,
natürlich muss es nicht so bleiben, hab ja nur den Ausgangszustand beschrieben. Ich dachte, das wäre klar geworden.
Wir arbeiten doch bereits daran, dass starre binäre Modell zu überwinden/aufzuweiten.
Liebe Grüße
Michi
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
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Jaddy
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Re: Drittes Geschlecht und was es mit mir macht
Das mit der Störung stimmt so nicht ganz. Es ist an einer Stelle von "Variante/Störung" die Rede. An allen anderen Stellen wird von Varianten gesprochen. Und das sind es eben auch. Es ist _keine_ Krankheit, siehe den Ausschnitt aus dem Urteil unten.
Es geht gerade darum, nicht in unpassende künstlich begrenzte Kategorien zu pressen oder passend zu machen, was aus der Natur heraus anders ist. Vielmehr hat die Vielfalt allein durch ihre Existenz ein Recht auf gleichwertigen Umgang, Rechte und Pflichten.
Aber was alles unter Varianten fällt, wird auch nett definiert:
Quelle: http://picpaste.de/pics/d151247e55e7301 ... 468401.png
Bitte mal den unteren Teil genau lesen
<*murmel*> Das Bild wird nicht immer angezeigt, daher mal der Verweis auf die Quelle:
Beschluss und Begründung Siehe rechts die Ziffer 9.
PDF hier Die Stelle ist auf Seite 7.
</*murmel*>
Es geht gerade darum, nicht in unpassende künstlich begrenzte Kategorien zu pressen oder passend zu machen, was aus der Natur heraus anders ist. Vielmehr hat die Vielfalt allein durch ihre Existenz ein Recht auf gleichwertigen Umgang, Rechte und Pflichten.
Aber was alles unter Varianten fällt, wird auch nett definiert:
Quelle: http://picpaste.de/pics/d151247e55e7301 ... 468401.pngBitte mal den unteren Teil genau lesen
<*murmel*> Das Bild wird nicht immer angezeigt, daher mal der Verweis auf die Quelle:
Beschluss und Begründung Siehe rechts die Ziffer 9.
PDF hier Die Stelle ist auf Seite 7.
</*murmel*>
Zuletzt geändert von Jaddy am Do 23. Nov 2017, 22:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Anne-Mette
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Re: Drittes Geschlecht und was es mit mir macht
Moin,
Gruß
Anne-Mette
Das betrifft in diesem Fall eher Dich selbst. Ich wünsche Dir nicht Glück, sondern dass Du etwas nachdenkst, bevor Du solche Bewertungen raushaustLogik und Fakten sind halt nicht der Freund von jedem,
Gruß
Anne-Mette
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Jaddy
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Re: Drittes Geschlecht und was es mit mir macht
Noch mal das BVerfG, das ja diverse fachliche Einschätzungen eingeholt hat:
Gleich darunter:

Jaddy
Das ist übrigens die einzige Fundstelle für "Störung" und die steht im Titel der im Beschluss zitierten Studie der BÄK.Aus medizinischer Sicht wird an einer allein binären Geschlechtskonzeption nicht festgehalten. Die Bundesärztekammer hat im Jahr 2015 auf Empfehlung ihres Wissenschaftlichen Beirats die Stellungnahme "Versorgung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Varianten/Störungen der Geschlechtsentwicklung (Disorders of Sex Development, DSD)" abgegeben. Dort heißt es, Varianten der Geschlechtsentwicklung stellten eine heterogene Gruppe von Abweichungen der Geschlechtsdeterminierung oder -differenzierung dar. Unter Varianten der Geschlechtsentwicklung werden angeborene Variationen der genetischen, hormonalen, gonadalen und genitalen Anlagen eines Menschen mit der Folge verstanden, dass das Geschlecht einer Person nicht mehr eindeutig den biologischen Kategorien "šmännlich"™ oder "šweiblich"™ entspreche. Eine Gleichsetzung mit Fehlbildung oder Krankheit sei nicht angemessen.
Gleich darunter:
Also: Nix Störung, nix Krankheit. Weder was die medizinischen Expertisen betrifft, noch was das BVerfG draus gemacht hat. Der Text ist komplett kongruent mit Nicolas Sicht und meiner auchDie im Jahr 2016 erstellte "Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) e.V., der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH) e.V., der Deutschen Gesellschaft für Kinderendokrinologie und -diabetologie (DGKED) e.V." stellt fest, [...]Varianten der Geschlechtsentwicklung seien keine Krankheit. Man könne nicht uber deren "Heilbarkeit" nachdenken. Keine medizinische oder psychologische Intervention werde an dem Zustand der Uneindeutigkeit per se etwas ändern.
Jaddy
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Jaddy
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Re: Drittes Geschlecht und was es mit mir macht
Von "biologischem" Geschlecht ist gar nicht die Rede, denn in die Definition mischt sich das Verfassungsgericht sicherlich nicht ein. Es geht um soziales Geschlecht und Personenstand. Das wird traditionell anhand der (sichtbaren) Biologie zugeordnet und eingetragen.
Im Umgang untereinander bzw. mit Institutionen ist die Biologie aber meist nachrangig. Da wird jemand gemäss Anschauung (Passing, anyone?) bzw. Aktenlage (Personenstand) und den althergebrachten zwei Kategorien behandelt.
Und genau dieses soziale Geschlecht wird bei einer Transition erstens in den Akten und zweiten für den äusseren Anschein geändert, damit die Person dann richtig behandelt wird.
Nun wird es eben ein drittes soziales Geschlecht geben. Weil einige Menschen seelisch weder in die eine, noch in die andere Kategorie passen.
Nochmal zum mitmeisseln: Es geht um das Selbstgefühl der Betroffenen! Denn einige Intersex-Personen ordnen sich einer der herkömmlichen Kategorien zu uns sind da zufrieden.
Ganz prinzipiell, Delfi: Deine etwas krude auf Biologie reduzierte Definition bedeutet in der Konsequenz, dass Du Dich und andere Transfrauen nie Frau nennen dürftest.
Im Umgang untereinander bzw. mit Institutionen ist die Biologie aber meist nachrangig. Da wird jemand gemäss Anschauung (Passing, anyone?) bzw. Aktenlage (Personenstand) und den althergebrachten zwei Kategorien behandelt.
Und genau dieses soziale Geschlecht wird bei einer Transition erstens in den Akten und zweiten für den äusseren Anschein geändert, damit die Person dann richtig behandelt wird.
Nun wird es eben ein drittes soziales Geschlecht geben. Weil einige Menschen seelisch weder in die eine, noch in die andere Kategorie passen.
Nochmal zum mitmeisseln: Es geht um das Selbstgefühl der Betroffenen! Denn einige Intersex-Personen ordnen sich einer der herkömmlichen Kategorien zu uns sind da zufrieden.
Ganz prinzipiell, Delfi: Deine etwas krude auf Biologie reduzierte Definition bedeutet in der Konsequenz, dass Du Dich und andere Transfrauen nie Frau nennen dürftest.
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Marielle
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Re: Drittes Geschlecht und was es mit mir macht
Nabend zusammen,
Richtig. Allerdings kann man es auch andersherum beschreiben:
Nur wenn 'das Andere' eine Störung ist (oder auch nur als solches hingestellt wird) kann das binäre System der Normzustand sein.
Keine Störung, keine Norm.
Und es bleibt die Frage, welchen Wert eine Norm hat, die, für die Rechtfertigung ihrer selbst und der Menschen, die sich in ihrem Sein konstitutionalisierend darauf beziehen müssen, auf die Behauptung der Existenz einer Störung angewiesen ist?

Habt es gut
Marielle
In einem starren binären Geschlechtermodell muss Intersexualität zwangsläufig eine Störung sein.
Richtig. Allerdings kann man es auch andersherum beschreiben:
Nur wenn 'das Andere' eine Störung ist (oder auch nur als solches hingestellt wird) kann das binäre System der Normzustand sein.
Keine Störung, keine Norm.
Und es bleibt die Frage, welchen Wert eine Norm hat, die, für die Rechtfertigung ihrer selbst und der Menschen, die sich in ihrem Sein konstitutionalisierend darauf beziehen müssen, auf die Behauptung der Existenz einer Störung angewiesen ist?
Habt es gut
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As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
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heike65
Re: Drittes Geschlecht und was es mit mir macht
danke jaddyGanz prinzipiell, Delfi: Deine etwas krude auf Biologie reduzierte Definition bedeutet in der Konsequenz, dass Du Dich und andere Transfrauen nie Frau nennen dürftest.
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Joe95
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Re: Drittes Geschlecht und was es mit mir macht
Männlich ansprechen kenn ich, "Hallo Herr...". Weiblich ansprechen kenn ich auch, "Hallo Frau...", aber wie geht neutral?Nicola hat geschrieben: Do 23. Nov 2017, 18:25...bat ich mein Umfeld mich neutral oder weiblich anzusprechen...
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
Natürlich ist das wahr, es steht doch im Internet!
Du hast ne Frage, brauchst Rat oder Hilfe?
Ohren verleih ich nicht, aber anschreiben darfst du mich jederzeit...
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Svetlana L
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Re: Drittes Geschlecht und was es mit mir macht
Delfinium hat geschrieben: Do 23. Nov 2017, 22:28 Dann wünsche ich dir viel Glück... Logik und Fakten sind halt nicht der Freund von jedem, aber villeicht kannst du sie irgendwann wieder annehmen... Hoffentlich
Ganz schön dreist! Könntest du die "deine" wissenschaftlichen Fakten mal auf den Tisch legen!?Delfinium hat geschrieben: Do 23. Nov 2017, 22:55 Mehr sag ich dazu nichtmehr, machts euch gemütlich in dieser Traumwelt dass alles richtig sein muss, wenn man nur fest daran glaubt. Es bleibt eine Störung. Die Realität wird sich nicht euren Wünschen anpassen.
Selbst wenn es als "keine Störung" offiziell gilt macht es daraus trotzdem kein neues biologisches Geschlecht, das ist Wunschdenken auf höchsten niveau, gefährlich.
Wissenschaftliche Fakten werden dabei komplett ignoriert, euch ist nichtmehr zu helfen.
Zum Glück bestimmt die Mehrheit wos lang geht in einer Demokratie, sonst hätten wir schon längst ein riesiges Chaos wenn es immer nach euren Vorstellungen und Wünschen ginge.
Manchmal frage ich mich, wie wir "die Welt da draußen" davon überzeugen wollen, dass wir ganz normal sind, wenn selbst innerhalb unserer Community immer wieder quergeschossen wird.
Den folgenden Artikel habe ich schon soooo oft verlinkt, mache es aber gern auch nochmal und auch immer wieder und ich betone ausdrücklich, dass es darin um Biologie und nicht um Gender geht: Es gibt mehr als zwei Geschlechter. Zwei Zitate daraus: "Biologisches Geschlecht sei nicht einfach in zwei Varianten — "weiblich" versus "männlich" aufzuteilen." und "'Die Annahme, es gebe zwei Geschlechter, ist zu simpel', erläutert Claire Ainsworth im Artikel "Sex redefined". Sie fasst damit den Forschungsstand der Biologie zusammen, der von einem größeren Spektrum geschlechtlicher Entwicklungsmöglichkeiten ausgeht." Der Original-Artikel aus der Nature ist auf englisch, wurde hier aber auch schon mal von Jaddy (glaube ich) verlinkt.
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Re: Drittes Geschlecht und was es mit mir macht
Das bezog sich mehr auf deine Wortwahl! Das hörte sich so an, als ob nur du in der Realität lebst und mit Fakten und Logik umzugehen verstehst und das Wissen für dich gepachtet hättest.Delfinium hat geschrieben: Fr 24. Nov 2017, 06:45 Aha also wenn man diesen Unsinn nicht unterstützt ist man dreist?
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