Hallo Ihr Lieben,
es schreibt euch Ulla.
Seitdem wir hier registriert sind, lese ich mich sehr viel ein und komme aus dem darüber Nachdenken kaum raus.
Manchmal denke ich, das Forum ist für ich wichtiger als für Denies, die es ja für sich selbst weit mehr als TV betrifft.
Das Thema über weshalb, wieso, warum hatten wir auch schon einmal angesprochen.
Kennt ihr den Biologen und Hirnforscher Bruce Lipton?
Er fiel mir in dem Zusammenhang ein, dass ich in diesem Thread etwas über das Bewusste und Unbewusste las. Nach seinen Erkenntnissen leben Menschen bis zu 97 % unbewusst und nur zu 3 % bewusst — doch wir sind nicht erschaffen worden, um unbewusst zu leben, sondern bewusst.
Die Frage ist, was macht es aus uns, wenn wir bewusst(er) leben? Bringt es uns wirklich zu uns Selbst?
Spannend finde ich dann auch noch den Aspekt der Quantenphysik, dass die Gedanken eines Wissenschaftlers bereits den Verlauf des Experiments beeinflussen.
Es hat lange gedauert bis ich für mich angefangen habe die Bedeutung zu erkennen, wie sehr man mir vermittelt hat: es wäre schöner gewesen, wenn du als Junge auf die Welt gekommen wärst.
Aus dem Kontext heraus, dass meine Mutter ja schon hätte ein Junge sein sollen — meine Großeltern hätten einen Jungen zum Helfen auf dem Bauernhof gewollt.
Meine Mutter hat immer versucht, den Sohn zu ersetzen — was für ein schlimmer Schwachsinn. Aber auch nicht anders als würde Mann seine Weiblichkeit nicht leben dürfen.
Doch ich fand mich als Mädchen immer gut so wie ich geboren war und konnte daran beim besten Willen nichts schlechtes finden. Erst jetzt nachdem ich viele Lehren verstanden habe, aber auch noch am Lernen bin, schaffe ich es, Stück für Stück meine Weiblichkeit wirklich voll und ganz anzunehmen.
Was hat das mit der Ursache zu tun?
Nun, meine Mutter sagte immer, im nächsten Leben wolle sie als Mann geboren sein, weil es für sie schon allein schrecklich war, ihre Periode zu haben.
Genauso habe ich auch Männer sagen hören, sie wollen lieber als Frau geboren sein, warum auch immer.
Wie viel Unzufriedenheit, Unglück und Leid liegt da in der Luft? Wenn man bedenkt, was Bruce Lipton beschreibt, sich die Hirnforschung weiter betrachtet und dann auch noch die anderen Disziplinen hinzuzieht, wie die Quantenphysik, dann ist mit uns Menschen emotional eine ganze Menge im Argen.
Über sehr viele Jahrhunderte sind die Geschlechter missbraucht worden. Egal, ob männlich oder weiblich. Marshall Rosenberg spricht bei den Männern vom Galahad Syndrom, dass sie stark sein müssen, etc.
Bei Frauen kommt die Hexenverfolgung erschwerend hinzu und dass sie "das gute Mädchen" sein sollen.
Schaue ich mir mein Leben an, so habe ich müssen weich und stark sein, schaue ich mir das Leben meines Vaters an, so hätte es ihm gutgetan, etwas weicher zu sein. Wir haben sehr viel emotionalen Ballast von unseren Vorgenerationen mitbekommen, den wir aufräumen müssen, für uns und alle anderen.
Deshalb könnte ich nichts anderes tun als Denies zu unterstützen, sie selbst zu sein, denn sie lebt ja nur, was in ihrer Seele gerade lebendig ist und was sie für ihre Entwicklung braucht.
Diana Richardson schreibt in ihrem Buch über Zeit für Weiblichkeit, dass Männer sogar ganz tief im innersten Ursprung noch feinsinniger sind als Frauen. (Sie hat auch geschrieben "Zeit für Männlichkeit ")
Gäbe es die Rollenklischees nicht, wie jemand zu sein habe, dann könnte jeder alle Facetten seines Seins, geschlechtsunabhängig, der Welt schenken und sich und alle anderen bereichern und man müsste nicht darüber nachdenken, was die Seele in Balance bringt oder sie in Balance sein lässt.
Anne-Mette hat hier im Forum einen Link gepostet zu dem Interview von Lann Hornscheidt mit "Die Zeit".
http://www.zeit.de/zeit-wissen/2016/04/ ... iminierung
Lann möchte weder als Herr noch als Frau angesprochen werden, weil Lann sich weder so noch so fühlt und macht darauf aufmerksam, wie Geschlechter diskriminierend Sprache sein kann.
Soweit mal die queren Gedanken hierzu von mir.
Herzliche Grüße, Ulla
Lebe dein wahres Leben, sonst lebst du das Leben, wie andere dich haben wollen.