Die 87b-Kräfte übernehmen aber in der Regel wirklich "nur" die Betreuung der Bewohner, d.h. grob gesagt Unterhaltung und Bespaßung. Für das Ankleiden sind dann eher die 53c und Examinierten verantwortlich. Grundsätzlich ist es da natürlich so, dass es einem relativ schnuppe ist, was man dem Bewohner von seinen persönlichen Sachen anzieht. Mir ist zwar kein Fall aus der Praxis bekannt, aber ich denke sofern die Kleidung nicht zu "aufwendig" ist, dürfte es grundsätzlich auch kein Problem sein dem Bewohner/der Bewohnerin gegengeschlechtliche Kleidung anzuziehen.
Was jedoch auch schon angesprochen wurde hier ist die Reaktion bzw. Akzeptanz der Mitbewohner. Da man davon ausgehen muss, dass der größte Teil dement ist (Tendenz steigend) und diese Menschen verstärkt in der Vergangenheit leben, kann man davon ausgehen, dass deren Weltbild nicht unbedingt mit der Moderne übereinstimmt. Also können da durchaus Vorurteile bedingt durch frühere gesellschaftliche Nicht-Akzeptanz von Transmenschen auftreten. Somit Unstimmigkeiten und im schlimmsten Fall auch Unfrieden. Allerdings denke ich eher weniger, dass dieser Fall eintreten würde. Ich selbst erlebe tagtäglich, dass sich die Bewohner grundsätzlich so akzeptieren wie sie sind. Keinen interessiert wirklich was der andere trägt. Und auch bei Fällen in denen z.B. Damen durch Kurzhaarschnitte und dem altersbedingtem Zustand des Haut durchaus maskuline Züge haben ist es noch nie zu irgendwelchen Bemerkungen jeglicher Art gekommen.