Unsicher! Gefangen?
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ExuserIn-2019-12-18
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Re: Unsicher! Gefangen?
Hallo Nici,
erst einmal ein herzliches Willkommen in der Runde. Da ich zum älteren Jahrgang hier gehöre kann ich Dir natürlich auch nur entsprechende Ratschläge aus meiner Sichtweise geben ...
Vielleicht solltest Du Dich jemanden in Deiner Familie öffnen, damit sie verstehen können, was in Dir vorgeht. Dann denke ich wäre eine "neutrale" Begleitung durch einen geeigneter Psychologe nicht verkehrt.
Auch der Besuch oder ein Kontakt mit einer Beratungsstelle scheint mir ein gerigneter Weg zu sein ...
Liebe Grüße
VanessaL
erst einmal ein herzliches Willkommen in der Runde. Da ich zum älteren Jahrgang hier gehöre kann ich Dir natürlich auch nur entsprechende Ratschläge aus meiner Sichtweise geben ...
Vielleicht solltest Du Dich jemanden in Deiner Familie öffnen, damit sie verstehen können, was in Dir vorgeht. Dann denke ich wäre eine "neutrale" Begleitung durch einen geeigneter Psychologe nicht verkehrt.
Auch der Besuch oder ein Kontakt mit einer Beratungsstelle scheint mir ein gerigneter Weg zu sein ...
Liebe Grüße
VanessaL
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Michi
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Re: Unsicher! Gefangen?
Hallo Nici,
auch von mir ein herzliches Wilkommen. Was du schreibst, ist mir nicht unbekannt. Dass du das Gefühl des "Falschseins" als Kind nicht so hattest, mag daran liegen, dass man als Kind zumeist unbekümmerter ist. Bei mir war es zumindest in dieser Hinsicht nicht so. Schon seit dem 5. Lebensjahr ist mir bewusst, dass ich irgendwie anders bin. Ich wusste zwar nicht, was ich bin, aber mir war irgendwie klar, dass ich mit niemandem darüber sprechen darf. Da habt ihr jungen Mädels es heute deutlich einfacher. Ihr habt das Internet, und auch in den Medien ist Transsexualität ein Thema.
Lies dich einfach hier quer durch das Forum, und wenn du konkrete Fragen hast, dann stelle diese.
Liebe Grüße
Michi
auch von mir ein herzliches Wilkommen. Was du schreibst, ist mir nicht unbekannt. Dass du das Gefühl des "Falschseins" als Kind nicht so hattest, mag daran liegen, dass man als Kind zumeist unbekümmerter ist. Bei mir war es zumindest in dieser Hinsicht nicht so. Schon seit dem 5. Lebensjahr ist mir bewusst, dass ich irgendwie anders bin. Ich wusste zwar nicht, was ich bin, aber mir war irgendwie klar, dass ich mit niemandem darüber sprechen darf. Da habt ihr jungen Mädels es heute deutlich einfacher. Ihr habt das Internet, und auch in den Medien ist Transsexualität ein Thema.
Lies dich einfach hier quer durch das Forum, und wenn du konkrete Fragen hast, dann stelle diese.
Liebe Grüße
Michi
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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ExuserIn-2021-01-08
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Re: Unsicher! Gefangen?
Hallo Nici,
ich lese deine Zeilen und finde irgenwie mich wieder.
Ich denke an alle die Jahre zurück, ... deinen Traum träume ich heute noch ...
Ich bin warscheinlich im Alter deiner Eltern.
Es ist wirklich schwer sich zu "verorten", Mann-Frau was ist das überhaupt ... das ware Geschlecht!
Ein "Falsch sein" in der Erscheinung gibt es meiner Meinung nach nicht.
Du erscheinst so wie du bist, und dein Umfeld wird dich (zwangsweise) so annehmen.
Ein falsch "wargenomme werden" ist aber in unserer Gesellschaft normal. Viele Leute sehen nur die Fasade.
Die Frage ist wie du damit umgehst.
Du kannst als Mann mit Bart Kleider tragen (Concita Wurst) und wirst von vielen Menschen ggf positiv wahrgenommen.
Die Frage ist ob z.B. der Mensch mit Bart und Kleid dir entspricht ... und wie du mit der Reaktion deines Umfeldes umgehst.
Glaube mir, je früher und internsiver du dich ausprobierst, traust dich in verschiedenn Rollen selbst zu finden, umso leichter und schnelle bist du bei dir.
Die Jahre fliegen dahin, Erfahrungen und Erkenntnisse bleiben.
Du lernst mit Dir umzugehen, die "Hülle" kann ein lustvolles EXTRA sein,
ich lese deine Zeilen und finde irgenwie mich wieder.
Ich denke an alle die Jahre zurück, ... deinen Traum träume ich heute noch ...
Ich bin warscheinlich im Alter deiner Eltern.
Es ist wirklich schwer sich zu "verorten", Mann-Frau was ist das überhaupt ... das ware Geschlecht!
Ein "Falsch sein" in der Erscheinung gibt es meiner Meinung nach nicht.
Du erscheinst so wie du bist, und dein Umfeld wird dich (zwangsweise) so annehmen.
Ein falsch "wargenomme werden" ist aber in unserer Gesellschaft normal. Viele Leute sehen nur die Fasade.
Die Frage ist wie du damit umgehst.
Du kannst als Mann mit Bart Kleider tragen (Concita Wurst) und wirst von vielen Menschen ggf positiv wahrgenommen.
Die Frage ist ob z.B. der Mensch mit Bart und Kleid dir entspricht ... und wie du mit der Reaktion deines Umfeldes umgehst.
Glaube mir, je früher und internsiver du dich ausprobierst, traust dich in verschiedenn Rollen selbst zu finden, umso leichter und schnelle bist du bei dir.
Die Jahre fliegen dahin, Erfahrungen und Erkenntnisse bleiben.
Du lernst mit Dir umzugehen, die "Hülle" kann ein lustvolles EXTRA sein,
Ohne Regen keinen Regenbogen
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Magdalena
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Re: Unsicher! Gefangen?
Hallo Nici,
zunächst einmal herzlich willkommen hier im Forum. Ich möchte Dich nicht deprimieren, doch eine hundertprozentige Frau werden wir nie werden können. Da ist zum Einen das Gesetz, welches vorschreibt, nach erfolgter GAOP und Hormonbehandlung unfruchtbar zu sein. Also auch nicht Schwanger werden. Was vielen Biofrauen wichtig ist und zu ihrer Weiblichkeit gehört. Es gibt auch Ausnahmen, welche den Kinderwunsch zurückstellen oder gar verweigern.
Ja den Wunsch am nächten Tag als Frau zu erwachen haben viele. Es gibt aber keine Fee, welche den Wunsch erfüllt. Und ob die derzeitigen Möglichkeiten, Hormonbehandlung, Therapie und GAOP für Dich eine Option sind, musst Du Dir am Ende selber beantworten. Wichtig ist nur, es muss von Dir kommen und nicht durch Druck von Außen. Nur wenn Du Dir sicher bist, es ist mein Weg den ich gehen möchte, dann suche Dir Therapeuten, welche Dir helfen. Aber auch eine SHG in der alle unvoreingenommen mit einander umgehen würde ich Dir empfehlen. Die Erfahrung anderer kann hilfreich sein, sich selbst zu erkennen.
Viele Grüße Magdalena
zunächst einmal herzlich willkommen hier im Forum. Ich möchte Dich nicht deprimieren, doch eine hundertprozentige Frau werden wir nie werden können. Da ist zum Einen das Gesetz, welches vorschreibt, nach erfolgter GAOP und Hormonbehandlung unfruchtbar zu sein. Also auch nicht Schwanger werden. Was vielen Biofrauen wichtig ist und zu ihrer Weiblichkeit gehört. Es gibt auch Ausnahmen, welche den Kinderwunsch zurückstellen oder gar verweigern.
Ja den Wunsch am nächten Tag als Frau zu erwachen haben viele. Es gibt aber keine Fee, welche den Wunsch erfüllt. Und ob die derzeitigen Möglichkeiten, Hormonbehandlung, Therapie und GAOP für Dich eine Option sind, musst Du Dir am Ende selber beantworten. Wichtig ist nur, es muss von Dir kommen und nicht durch Druck von Außen. Nur wenn Du Dir sicher bist, es ist mein Weg den ich gehen möchte, dann suche Dir Therapeuten, welche Dir helfen. Aber auch eine SHG in der alle unvoreingenommen mit einander umgehen würde ich Dir empfehlen. Die Erfahrung anderer kann hilfreich sein, sich selbst zu erkennen.
Viele Grüße Magdalena
Lebe jeden Tag.
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Maria T
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Re: Unsicher! Gefangen?
Hallo nici,
In einigen dingen geht es uns ähnlich, nur das ich eben auch schon etwas älter bin. Mein großer Sohn ist 1 Jahr älter als du.
Wenn du die Möglichkeit hast nutze SHG.
Ich hoffe, wie du auch, hier paar Antworten zu finden, auf dem weg zu mir selbst. Leider gibt es hier keine realen gruppen zu denen ich gehen könnte, einiges lässt sich in einem realen Gespräch sicher leichter und schneller in Erfahrung bringen.
Bin zwar in Therapie das aber wegen Depression und diverser anderen dinge. Wobei ich mittlerweile glaube zu wissen warum ich eigentlich dahin gehe...die Ursache für mich könnte der unterdrückte wunsch nach der Frau in mir sein... Lg Maria
In einigen dingen geht es uns ähnlich, nur das ich eben auch schon etwas älter bin. Mein großer Sohn ist 1 Jahr älter als du.
Wenn du die Möglichkeit hast nutze SHG.
Ich hoffe, wie du auch, hier paar Antworten zu finden, auf dem weg zu mir selbst. Leider gibt es hier keine realen gruppen zu denen ich gehen könnte, einiges lässt sich in einem realen Gespräch sicher leichter und schneller in Erfahrung bringen.
Bin zwar in Therapie das aber wegen Depression und diverser anderen dinge. Wobei ich mittlerweile glaube zu wissen warum ich eigentlich dahin gehe...die Ursache für mich könnte der unterdrückte wunsch nach der Frau in mir sein... Lg Maria
Einfach ist am schwersten.
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lilijana
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Re: Unsicher! Gefangen?
Hallo Nici,
ich kann deine Worte gut nachvollziehen. Mir geht es genauso, ich kann auch irgendwie keine wirkliche Zugehörigkeit für mich finden. Als Mann habe ich mich noch nie gesehen, als Frau stelle ich mir oft die Frage, "Werde ich von den biologischen Frauen akzeptiert?". Da sind aber auch noch viele andere Dinge, die bei mir eine gewisse Unsicherheit erzeugen. Eigentlich müsste ich mehr unter Menschen gehen, um das heraus zu finden, doch ich habe mich in letzter Zeit auch sehr stark zurückgezogen. Früher war ich des öfteren als Frau unterwegs, heute zeigt sich die Frau nur noch Zuhause. Ich möchte im Moment einfach für mich alleine sein, auch wenn manche das nicht verstehen mögen (zumindest habe ich das Gefühl).
Den Punkt sich selbst zu belügen, den habe ich mir auch schon oft gestellt. Mein Verstand such immer wieder nach Begründungen, warum es so sein könnte, doch wenn ich auf mein Herz höre, dann sagt dieses, "Du bist eine Frau, Punkt aus fertig". Meine besten Entscheidungen, die ich in meinem Leben getroffen habe, das waren alles Bauchentscheidungen, doch diesmal macht mir mein Verstand (aus mir unerfindlichen Gründen) einen Strich durch die Rechnung.
Was die Gesellschaft denken mag, darauf gebe ich keinen mehr, denn das Leben, das ich lebe, das lebe nur ich einmal und das möchte ich so leben wie ich es möchte und nicht jemand anderes. Wenn andere mich nicht so sehen möchten, wie ich wirklich bin, dann ist die Zeit mit diesen Leuten verschwendete Energie, die ich für mich selbst benötige. Es werden nicht viele sein, die dich so sehen wollen, wie du wirklich bist, aber es gibt doch einige die auch hinter die "Hülle" schauen.
Ich würde auch manchmal gerne morgens aufwachen und eine biologische Frau sein, aber das wird ein Traum bleiben, der sich nie erfüllen wird. Ich kann aber der Natur ihren Fehler etwas korrigieren. Ich für mich sage, das ist mein Weg, der mir so vorgegeben wurde und den ich zu gehen habe. Um meine inneren Konflikte zu lösen, habe ich mir Unterstützung in Form einer Therapeutin gesucht.
Grüße
Lilijana
ich kann deine Worte gut nachvollziehen. Mir geht es genauso, ich kann auch irgendwie keine wirkliche Zugehörigkeit für mich finden. Als Mann habe ich mich noch nie gesehen, als Frau stelle ich mir oft die Frage, "Werde ich von den biologischen Frauen akzeptiert?". Da sind aber auch noch viele andere Dinge, die bei mir eine gewisse Unsicherheit erzeugen. Eigentlich müsste ich mehr unter Menschen gehen, um das heraus zu finden, doch ich habe mich in letzter Zeit auch sehr stark zurückgezogen. Früher war ich des öfteren als Frau unterwegs, heute zeigt sich die Frau nur noch Zuhause. Ich möchte im Moment einfach für mich alleine sein, auch wenn manche das nicht verstehen mögen (zumindest habe ich das Gefühl).
Den Punkt sich selbst zu belügen, den habe ich mir auch schon oft gestellt. Mein Verstand such immer wieder nach Begründungen, warum es so sein könnte, doch wenn ich auf mein Herz höre, dann sagt dieses, "Du bist eine Frau, Punkt aus fertig". Meine besten Entscheidungen, die ich in meinem Leben getroffen habe, das waren alles Bauchentscheidungen, doch diesmal macht mir mein Verstand (aus mir unerfindlichen Gründen) einen Strich durch die Rechnung.
Was die Gesellschaft denken mag, darauf gebe ich keinen mehr, denn das Leben, das ich lebe, das lebe nur ich einmal und das möchte ich so leben wie ich es möchte und nicht jemand anderes. Wenn andere mich nicht so sehen möchten, wie ich wirklich bin, dann ist die Zeit mit diesen Leuten verschwendete Energie, die ich für mich selbst benötige. Es werden nicht viele sein, die dich so sehen wollen, wie du wirklich bist, aber es gibt doch einige die auch hinter die "Hülle" schauen.
Ich würde auch manchmal gerne morgens aufwachen und eine biologische Frau sein, aber das wird ein Traum bleiben, der sich nie erfüllen wird. Ich kann aber der Natur ihren Fehler etwas korrigieren. Ich für mich sage, das ist mein Weg, der mir so vorgegeben wurde und den ich zu gehen habe. Um meine inneren Konflikte zu lösen, habe ich mir Unterstützung in Form einer Therapeutin gesucht.
Grüße
Lilijana
Manche Menschen brauchen lange, bis sie geboren wurden.
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Nicole Fritz
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Re: Unsicher! Gefangen?
Hallo Nici,
erst einmal herzlich willkommen im Forum.
Ratschläge sind Schläge und tun entsprechend weh. Deshalb möchte ich hier keine geben - es steht ja auch schon genug in den anderen Antworten. Also denke ich einmal zurück zu der Zeit als ich 19 war - also das Jahr 1978. Da war ich mit meinem Tick oder Fetisch mit den Frauenkleidern ganz allein. Internet gab es nicht und in Zeitschriften oder im Fernsehen erfuhr man so gut wie nichts über Transsexualität. Also lebte ich einfach zähneknirschend meine Rolle als Mann - bis schließlich in der Partnerschaft und im Beruf nichts mehr funktionierte. Ich zog mich enttäuscht und verzweifelt in das Ferienhaus meiner Eltern im Hunsrück zurück und kehrte der ganzen Welt den Rücken.
Wenn es in Deinem Leben genau so laufen würde, macht mich das traurig. Ich befürchte aber, dass es genau so kommen wird, wenn Du Deine weibliche Seite nicht offen auslebst. Das ist heute kein großes Problem mehr. Ich mache das seit einem halben Jahr und fühle mich wohl dabei. Die Reaktionen haben sich geändert. Statt übler Beschimpfungen wie "hau ab, du Schwuchtel" gibt es nur noch gelegentlich entsetzte Blicke. Die meisten sind aber dieser eigenartigen alten Frau gegenüber freundlich.
Also: Finde erst einmal heraus, wie Du Dich der Welt zeigen möchtest - ganz als Frau oder irgendwo zwischen Mann und Frau. Wenn Du dich so wohl fühlst, dann geh als Mann mit Rock und Strumpfhose raus. Hier ein Beispiel:
viewtopic.php?f=23&t=291&p=175001#p175001
Ich "verkleide" mich lieber ganz als Frau, da ich nicht so sehr provozieren möchte. Ich denke aber, die meisten erkennen mich als "Transe". Zu hause laufe ich in einem Kleid mit Bart herum. Zum wohl Fühlen reicht mir das.
Bei Deinem Coming Out, wirst Du wahrscheinlich bei Eltern und Freunden auf wenig Verständnis stoßen. Wenn man aber Freunde verliert, findet man auch wieder neue. Und die Familie wird dich sicher nicht völlig in Stich lassen, auch wenn sie mit der Situation nicht wirklich klar kommt. Und ganz wichtig: Finde heraus, wo Du zwischen Mann und Frau stehst, bevor Du über eine Transition (Hormone, OP, usw.) nachdenkst!
LG Nicole
erst einmal herzlich willkommen im Forum.
Ratschläge sind Schläge und tun entsprechend weh. Deshalb möchte ich hier keine geben - es steht ja auch schon genug in den anderen Antworten. Also denke ich einmal zurück zu der Zeit als ich 19 war - also das Jahr 1978. Da war ich mit meinem Tick oder Fetisch mit den Frauenkleidern ganz allein. Internet gab es nicht und in Zeitschriften oder im Fernsehen erfuhr man so gut wie nichts über Transsexualität. Also lebte ich einfach zähneknirschend meine Rolle als Mann - bis schließlich in der Partnerschaft und im Beruf nichts mehr funktionierte. Ich zog mich enttäuscht und verzweifelt in das Ferienhaus meiner Eltern im Hunsrück zurück und kehrte der ganzen Welt den Rücken.
Wenn es in Deinem Leben genau so laufen würde, macht mich das traurig. Ich befürchte aber, dass es genau so kommen wird, wenn Du Deine weibliche Seite nicht offen auslebst. Das ist heute kein großes Problem mehr. Ich mache das seit einem halben Jahr und fühle mich wohl dabei. Die Reaktionen haben sich geändert. Statt übler Beschimpfungen wie "hau ab, du Schwuchtel" gibt es nur noch gelegentlich entsetzte Blicke. Die meisten sind aber dieser eigenartigen alten Frau gegenüber freundlich.
Also: Finde erst einmal heraus, wie Du Dich der Welt zeigen möchtest - ganz als Frau oder irgendwo zwischen Mann und Frau. Wenn Du dich so wohl fühlst, dann geh als Mann mit Rock und Strumpfhose raus. Hier ein Beispiel:
viewtopic.php?f=23&t=291&p=175001#p175001
Ich "verkleide" mich lieber ganz als Frau, da ich nicht so sehr provozieren möchte. Ich denke aber, die meisten erkennen mich als "Transe". Zu hause laufe ich in einem Kleid mit Bart herum. Zum wohl Fühlen reicht mir das.
Bei Deinem Coming Out, wirst Du wahrscheinlich bei Eltern und Freunden auf wenig Verständnis stoßen. Wenn man aber Freunde verliert, findet man auch wieder neue. Und die Familie wird dich sicher nicht völlig in Stich lassen, auch wenn sie mit der Situation nicht wirklich klar kommt. Und ganz wichtig: Finde heraus, wo Du zwischen Mann und Frau stehst, bevor Du über eine Transition (Hormone, OP, usw.) nachdenkst!
LG Nicole