Deinen Vorwurf finde ich heftig und unangebracht, zumindest in den typischen Fällen.Vicky_Rose hat geschrieben: Di 22. Aug 2017, 19:41Das ist für mich so ein richtiger "Totschläger", der nur die Selbstwertprobleme der Partnerin ausdrückt. Wie soll ich denn damit umgehen ? Für lautet die Antwort:Dann kommen auch schnell Fragen wie "Will er sich nur noch selbst verwirklichen und denkt er gar nicht mehr an mich?"
Ja, ich will mich selbst verwirklichen, machst Du mit ?
Die meisten Partnerinnen, von denen ich weiß, haben große Probleme damit, sich eine schöne gemeinsame Zukunft mit einer Frau in einem Männerkörper vorzustellen. Und selbst bei "Teilzeitlern" spuken ihnen danach nicht nur Sorgen über die möglichen Steigerungen, sondern schlichtweg auch die Bilder durch den Kopf. Einfach gesagt, sind sie schockiert. Und dann kommt das Partner daher und will sich "selbst verwiklichen" und nimmt diesen Stress, diese Ängste und Nöte der Partnerin wie gottgegeben in Kauf? Ja, dann ist die Frage durchaus angemessen, ob nur noch an sich selbst gedacht wird.
Für die meisten Hetero-Frauen ist eine Partnerschaft auch auf dem passenden Geschlecht des Partners basierend - und das finde ich völlig normal, nicht nur im Sinne von "ist so bei der Mehrheit", sondern auch "entspricht dem, wovon man im Allgemeinen ausgehen kann". Wenn dann nachträglich dieService relevante Faktor "gedrwht" wird, bedarf es enorm viel Liebe, Zusammengehörigkeit und Einfühlungsvermögen. Und selbst dann gibt es genug Möglichkeiten, selbst langjährige Beziehungen scheitern zu lassen.
Ich bin bekanntlich keine "Sekundärbetroffene", aber Dein Text hat auch meine Gefühle verletzt.
Dennoch liebe Grüße
Jackie
PS: Attraktivität geht auch für mich weit über Äußerlichkeiten hinaus. So manche optisch ansprechende Person erweist sich viel zu schnell als hohle Nuss. Doch der Status als "besonderer Mann" oder gar als "Frau im falsch gestalteten Körper" wird meiner Erfahrung nach von vielen Partnerinnen selbst dann nicht als attraktiv bewertet, wenn man sie bis zum Innersten unserer Gefühle mitgenommen hat. Die meisten in unserer Situation haben ja auch nicht mit den männlichen Mitschülern angefangen, sondern sich mit einer Frau zusammengetan - wenn sie denn auch noch für uns attraktiv war.