Ziele, Listen, Pläne und das Leben
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Lebensplanung, Standorte
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Vanessa93
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Ziele, Listen, Pläne und das Leben

Post 1 im Thema

Beitrag von Vanessa93 »

Hallo Leute,
Irgendwie muss ich mir das mal von der Seele reden.
Ich weiß das ist vermutlich eine Sache die ich beim Psychologen ansprechen sollte, und das werde ich auch beim nächsten Termin, aber ich finde mehr Meinungen könnten natürlich nicht schaden. Und vielleicht empfindet ja die/der ein/e oder andere genauso.

Also eigentlich wusste ich immer was ich wollte im Moment und auch für die Zukunft. Natürlich gab es immer etwas Spielraum, weil sein wir ehrlich das Leben lässt sich nicht planen. Aber trotzdem hat doch jeder mehr oder weniger Ziele die man im Leben erreicht haben möchte. Ich bin da keine Ausnahme, eher im Gegenteil. Ich bin eine Meisterin darin Listen zu erstellen, Pläne zu machen wie alles ablaufen soll und sehr motiviert und ehrgeizig dafür zu sorgen, dass alles auch so passiert wie geplant.
Auch wenn mir ab und zu einige Hindernisse in den Weg kamen, bin ich doch immer am Ball geblieben. Ich habe mein Hauptziel rigoros verfolgt. Nichtsahnend arbeitete ich einen Punkt nach dem anderen an der mich näher an das Hauptziel brachte.
Nebenbei beendete ich auch nacheinander die vielen Nebenziele von denen immer wieder neue dazukamen oder verschwanden. Das einzige Feste war das Hauptziel.
Ich wollte einen Dr. Titel und an einer Uni in der Forschung arbeiten. Das war jahrelang Zentrum meines Handels. Nur deswegen hab ich Abitur gemacht und bin danach zur Uni. Dem untergeordnet waren weitere Hauptziele wie ein Familie gründen, Haus bauen, usw. Und natürlich zu verstehen was mit mir los ist.
Als ich endlich verstand was mit mir los war, begann eine Zeit der Veränderung. Die in den letzten Monaten gipfelte.
Nun da ich endlich ich bin, ist etwas sehr merkwürdiges passiert. Meine ganzen Ziele und Prioritäten haben sich irgendwie verschoben. Das geschah nicht plötzlich sondern eher so über einen längeren Zeitraum. Ungefähr im letzten halben Jahr ist es mir vermehrt aufgefallen. Und in letzter Zeit ist es so das es eine Sache gibt die sich immer mehr in den Vordergrund drängt. Unaufhaltsam wie ein Schneeball der einen Hang runterrollt und dabei immer größer wird.
Es ist mittlerweile so das mich schon kleine Auslöser so auflösen, dass ich kurz davor bin zu weinen.
Ob ich in der Bahn unterwegs bin oder in der Fußgängerzone, oder egal wo. Es ist immer das gleiche. Überall sehe ich Eltern mit ihren Kindern, Kinderwagen, Babys. Und ich kann es kaum aushalten, ich wünsche mir so sehr Kinder. Mehr als alles andere auf der Welt. Mama zu werden hat sich an die erste Stelle meiner Liste gedrängt und hat sich selber so fett geschrieben, dass alles andere nur noch kaum zu lesen ist.
Okay soweit so gut, dass Mutter zu werden jetzt das wichtigste für mich geworden ist, ist eigentlich kein Grund beim Gedanken an Babys traurig zu werden. Aber wenn ich daran denke, dass ich niemal Schwanger sein werde und nie ein Kind gebären werde, dann macht es mich sehr traurig. Aber ich schaffe es mich immer wieder aufzumuntern. Ich sehe es einfach positive. Ich kann auf natürlichem Wege leider keine Kinder bekommen, tja einige Frauen auch nicht. Das macht sie aber nicht weniger zu einer Frau. Und es gibt ja noch eine andere Möglichkeit Kinder zu bekommen. Adoption ist das Stichwort. Das ist eine Möglichkeit wie gleich beide Seiten gewinnen. Man gibt einem Kind, das einen nicht so tollen Start hatte ein liebevolles Zuhause und das eigene Leben erhält endlich einen Sinn.
Ans Sameneinfrieren habe ich nur Kurz gedacht, aber ich möchte nicht der Vater des Kindes sein. Zudem wäre es da ich Hetero bin sehr kompliziert, weil dann ja eine Leihmutter her müsste.
Also ist das ich keine Kinder gebären kann nicht so schlimm, es macht mich traurig, ja aber was mich zum verzweifeln bringt ist die allerseits bekannte biologische Uhr. Ich höre sie dermaßen laut ticken, dass man meint es wäre der Donner.
Es lässt mich verzweifeln.
Ja ich bin jung, ich hab noch genug Zeit, könnte man sagen. Ich Stimme da nur halb zu, weil ich das Gefühl habe mir geht die Zeit aus.
Ein Rechenbeispiel ich bin mit dreißig mit den Studium fertig (vielleicht auch früher, ist nur leichter zu rechnen) und bis dahin habe ich hoffendlich schon einen Mann gefunden. Dann kann ich vielleicht mit 32 das erste Kind adoptieren. Ich möchte aber natürlich nicht nur ein Kind haben, ich möchte mindestens 3 am liebsten 4 Kinder. Und Adoptionen sind streng und dauern. Also dann mit 34-36 das zweite Kind und mit fast 40 das dritte. Mit über 40 wird es nochmal extra schwer ein Kind zu adoptieren. Und was ist dann.....ich bin dann 60 wenn das vierte Kind mit der Schule fertig ist.

Ich habe mir jetzt einiges von der Seele geschrieben und irgendwie den Faden ein bisschen aus den Augen verloren :lol: ich hoffe es ist trotzdem verständlich.

Vielleicht ein bisschen zusammengefasst gesagt, meine biologische Uhr hat angefangen zu ticken und wird immer lauter, obwohl ich erst 24 bin. Ich denke manchmal dass die noch gar nicht so laut ticken sollte eben weil ich noch so jung bin. Aber gehen Gefühle ist man halt machtlos. Vielleicht denke ich auch einfach nur zu viel drüber nach, aber so als Kontrollfreak wie ich ist es schwer sich einfach fallen zu lassen.

So das ist jetzt mehr geworden als erwartet...hups :lol: sorry dafür.

Alles liebe Vanessa
ab08
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Re: Ziele, Listen, Pläne und das Leben

Post 2 im Thema

Beitrag von ab08 »

Hallo Vanessa,

ein großes Danke für Deinen Beitrag. (fwe3)
Eigentlich alles ganz normal. Völlig verständliche Lebensziele... -> Der heimliche Neid auf Mütter, normale Familien, der intensive Wunsch "schwanger werden / Kinder gebären", schmerzte mich immer. - Das ist und bleibt Crux meines Lebens. - Das lange "Mann spielen", Ehe, Scheidung schenkte mir andererseits eigene Kinder, die mir viel zu bedeuten. - Auch beruflich klappte ja alles gut. - Jetzt Ruhestand, Kinder erwachsen...
ABER:
Mein ganzes Leben, so wie ich bin, also auch äußerlich weiblich, in einer normalen Beziehung leben zu können, und Kinder zu adoptieren, wäre sehr schön gewesen.

Insofern versteh ich Dich sehr gut (flo)
und wünsche Dir von ganzem Herzen Glück
:!:

Ganz liebe Grüße
Andrea )))(:
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ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz
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Re: Ziele, Listen, Pläne und das Leben

Post 3 im Thema

Beitrag von Aubergine »

Hallo Vanessa,

wie du schon selbst schreibst, bist du noch jung. Du machst dir Gedanken und das kann ich sehr gut nachvollziehen. Für mich als Frau wäre es auch fast undenkbar gewesen nie ein Kind zu bekommen. Auch ich wollte dann ein Kind adoptieren, aber dazu braucht es auch einen Partner, der dazu bereit ist. Mein erster Mann wäre das nicht gewesen. Gottseidank kam ich nie in diese Situation.

Insofern hast du einen kleinen Vorteil, du weißt von vorn herein, dass nur Adoption möglich ist. Der passende Partner wartet sicher schon irgendwo auf dich. Und wer sagt, dass man nur ein Kind adoptieren kann? Vielleicht wäre ein Geschwisterpaar ja auch eine Möglichkeit, zumal da oft Probleme entstehen, da viele eben nur mal ein Kind wollen.

Du siehst, man kann Zweifel und Nöte auch in positive Denkweise umwandeln und wenn man so ein bisschen Torschlusspanik hat wie du, sollte man versuchen, jeden panischen Gedanken im Kopf zu einem positiven machen.
Wenn du dir z. B. Gedanken darum machst, dass du 60 sein könntest wenn das letzte Kind aus der Schule ist, dann denk mal über die Frau nach, die mit 62 Jahren alleinerziehend noch Vierlinge bekommen hat, 2 davon behindert....also ehrlich, da fragt man sich doch gehts noch?....Sind ja nicht ihre einzigen, sie hat noch 11 andere.

Als ich damals mit 23 mein erstes Kind bekam, gehörte ich zu den "alten" Erstgebärenden. Heute wird umgekehrt ein Schuh daraus und es ist völlig normal, dass Frau mit 32 das erste Kind bekommt. Die "alten" sind heute oft über 40. Somit bist du dann auch altersmäßig bei den andern Müttern in bester Gesellschaft.

Du hast doch schon viele deiner Ziele erreicht. Eins deiner größten vorneweg, du bist eine junge, zielstrebige Frau, die keinesfalls schon vom Zahn der Zeit befallen ist und noch alle Zeit der Welt hat um ihre Träume zu verwirklichen. Genieße was du bisher erreicht hast und nimm die Dinge wie sie kommen. Wenn du aufhören kannst, dir ständig um etwas Sorgen zu machen, wirst du sicherlich die Dinge fröhlicher meistern und dein künftiges Leben viel mehr genießen. Das wiederum strahlst du dann auch aus und schwupps, wirst du den Mann finden, mit dem du dein Leben verbringen möchtest.

Viel Erfolg und Glück auf deinem Weg wünscht dir

Aubergine
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Geteiltes Leid ist halbes Leid, ich leih dir gern mein Ohr.
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Re: Ziele, Listen, Pläne und das Leben

Post 4 im Thema

Beitrag von Michi »

Hallo Vanessa,

auch wenn ich mir nicht solche Gedanken gemacht habe, weil mir von vorn herein klar war, dass ich nie selbst ein Kind austragen würde, so kann ich dich doch gut nachfühlen. Die Schwangerschaft meiner Ex und die Geburt meines Kindes habe ich wohl auch deshalb so bewusst wie nur möglich miterlebt. Und mit einem großen Glücksgefühl kann ich sagen, dass meine Ex zwar das Kind ausgetragen hat, ich es aber dafür in dieser Welt empfangen und in den ersten Minuten begleiten durfte, ehe sie es dann zu Gesicht bekam. Der Gedanke daran treibt mir heute noch Glückstränen in die Augen.
(--> Das bitte nicht als Mißgunst gegenüber meiner Ex verstehen.)

Liebe Grüße
Michi
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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Re: Ziele, Listen, Pläne und das Leben

Post 5 im Thema

Beitrag von Beatrix »

und schwupps, wirst du den Mann finden, mit dem du dein Leben verbringen möchtest
Vielleicht hat besagter Mann auch schon Kinder und schwupp di wupp hast Du auf einen Schlag die Hütte voll. Um von vornherein nichts auszuschließen, kann besagter Partner auch eine Frau sein. (?) Dann bietet sich die Stiefkindadoption an.

Du bist noch jung, lebe dein Leben, mach eine vernünftige Ausbildung. Glaub mir, alles weitere wird sich finden.

LG
Beatrix
Nachdem Gott mich geschaffen hatte, sagte er: "Ups, da ist mir doch
ein Fehler passiert. Na egal, den müssen andere wieder ausbügeln. :-)"
Vanessa93
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Re: Ziele, Listen, Pläne und das Leben

Post 6 im Thema

Beitrag von Vanessa93 »

Erstmals vielen vielen Dank für die lieben Kommentare (ki)

Aubergine,
Ein Leben ohne Kinder hätte für mich keinen Sinn, von daher wäre es ein absolutes Ausschlusskriterium wenn ein Mann keine Kinder möchte. Da kann er noch so toll sein. Keine Kinder wäre ein Trennungsgrund für mich.
Geschwister zu adoptieren habe ich mir auch schon vorgestellt, das wäre wirklich sehr schön.
In so mit über 60 noch Kinder zu bekommen finde ich besonders für die Kinder nicht mehr gut.
Das ist eines der schwierigsten Aufgaben überhaupt für mich, mir nicht zu viele Gedanken und Sorgen zu machen. Ich kann meine Gedanken kaum abstellen. Jede Nacht liege ich mindestens eine Stunde wach und versuche nicht zu Denken. (Ist aber ein anderes Thema, weil nur ein winziger Teil der Gedanken Sorgen sind. Das meiste ist schwachsinnig und sinnlos. Wie: wie viele Stufen hat die Treppe vor meiner Tür oder mit gehen Ohrwürmer durch den Kopf). Vielmehr ist es tagsüber, dass mir diese Sorgen öfters auf die Laune schlagen.
Ich bin eine die viel Kontrolle und Sicherheit braucht. Meistens gehe ich um Kopf erstmal durch was alles passieren kann. Ich arbeite daran schon eine Weile, aber meine Schüchternheit macht es nicht gerade leichtet :lol:
Die Hoffnung gebe ich aber nicht auf, wäre nur nett wenn der Zufall mir da ein bisschen unter die Arme greifen könnte und mich den Mann meines Lebens nicht allzu spät finden lässt :roll: . Bin auch ganz brav (ans Schicksal gerichtet)

Beatrix
Davon habe ich schon ganz oft geträumt. Das wäre natürlich das beste, wenn ich einen Alleinerziehenden mit drei oder mehr Kindern finde der Witwer ist oder wo die Kinder kein gutes Verhältnis zur leiblichen Mutter haben. Ich halte Ausschau, nach diesem seltenen Diamanten. :D
Zu 100% will ich es nicht ausschließen, man weiß ja nie wie es kommt, aber ich halte es für extrem unwahrscheinlich je was mit einer Frau zu haben.

Mein Studium möchte ich schon gerne beenden und danach einen Job finden, aber Arbeit ist für mich zweitrangig. Karriere und Geld sind mir eigentlich egal. Sie sind ein notwendiges Übel um seine Familie zu versorgen.


Alles liebe Vanessa
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