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Ich muss sagen das es kein Wunder ist das deine Geschichte so gut ankommt.
Sehr gut geschrieben, immer Spannung gehalten und die langweilig.
Ich freue mich auf den nächsten Abschnitt und hoffentlich erlebt Laura noch ne ganze Menge
Kati setzt mich zu Hause ab. Auf der Treppe liegt ein Paketabholschein; Endlich meine Wildlederstiefeletten sind da! Ich werde Kati bitten, gleich noch mal Paketdienst vorbeizufahren. Ich öffne die Zimmertür und mein Blick fällt den Schuhschrank. Ich öffne die Tür. Es ist ein Einbauschrank ganz in weiß und deckenhoch. Stolz betrachte ich meine Sammlung; es wird langsam eng. Dabei fällt mein Blick auf die hellblauen Pumps mit 6cm Absätzen, das war wohl eher ein Fehlkauf. Auch die schwarzen Stifel, die bis zum Obeschenkel reichen habe ich noch nie angehabt, das sah dann doch immer zu nuttig aus. Aber vielleicht im Winter über einer dünnen Jeans müsste es gehen. Mein Handy meldet sich mit einem leisen Vogelgezwitscher. Ich müsste mir mal einen neuen Ton einstellen. Es ist Kati sie holt mich in einer viertel Stunde ab.
Ich gehe zum Kleiderschrank, ein schwarzer Slip mit ein klein wenig Spitze und der passende Pushup BH dazu sind schnell gefunden. Auch die passende Jeans ist schnell gefunden. Der beigefarbene dünne Pulli lässt aber zu viel vom BH erkennen und spontan wähle ich einen dickeren ockerfarbenen und meine Lederbolerojacke darüber. Zuerst greife ich nach den dünnen Kniestrümpfen, aber das sieht beim Dessous anprobieren bestimmt blöd aus. Einen Moment lang grüble ich ein wenig. Die Sonne scheint und es ist für Herbst sehr warm. Dann werde ich auf Strümpfe verzichten und die Stoffsneaker nehmen.
Im Bad geht dann alles erstaunlich schnell. Kurz noch meine Pillen nehmen, mittlerweile denke ich kaum noch drüber nach. Estrifam 0,5 mg steht auf der Packung. Spontan nehme ich eine zweite Tablette, dass muss sein beim Dessouskauf.
Die Viertelstunde ist fast rum und ich beschließe vor dem Haus auf Kati zu warten. Kaum bin ich draußen kommt sie auch schon um die Ecke. Als der Wagen näherkommt, sehe ich dass sie nicht allein ist. Ich bin ein klein wenig verärgert aber dann erkenne ich Hannah auf der Rückbank. Sie winkt mir zu. "Alleine Shoppen ist ja etwas langweilig und da hab ich mir gedacht du freust dich, wenn ich Hannah mitbringe." Wir begrüßen und mit einer herzlichen Umarmung und dann fängt sie auch schon an zu erzählen..sie scheint echt ihre große Liebe gefunden zu haben. Aber schon bald darauf fragt sie neugierig nach Dinmitri bereitwillig erzähle ich ihr alles. Kati hält an; wir sind beim Paketshop angekommen.
Wir gehen gemeinsam in den Laden. Es ist ein etwas dunkler Kiosk und alles ist etwas durcheinander. Hinter der Theke steht ein langer schlaksiger Typ mit einem extrem pickeligem Gesicht. Als wir hereinkommen verfällt er in ein leicht debiles Grinsen. Er schaut mir nicht in die Augen sondern eher etwas tiefer. Er ist maximal so alt wie wir. "Der ist sicher noch Jungfrau, flüstert Hannah mir zu." "Da wäre ich mir nicht so sicher. Es gibt auch pickelige Mädels.." Wir fangen an zu kichern. Er schaut etwas nervös zu uns rüber. "Das werde ich überprüfen..," antwortet Hannah und nimmt sich meinen Abholschein und geht zur Theke. "Hi, könntest du mal nachschauen, ob das Päckchen für meine Freundin hier angekommen ist?" Er verschwindet kurz im Nebenraum und kommt dann mit dem Karton wieder zurück. Sein Blick ist fest auf Hannahs Ausschnitt fixiert. Dann flüstert sie mir zu, so das der Typ noch knapp mithören kann: "Richtig clever vom Händler der verschickt unser elektrisches Liebesspielzeug als Schuhe. Dann schaut sie den Typen direkt an und fragt, ob wir die Sachen direkt im Laden anprobieren können und dann gleich zurückschicken können, falls es die falsche Größe ist.
"Kein Problem"¦, dann stockt er etwas. Ausgehend von den Ohren wird seine Gesichtsfarbe deutlich röter. "a..aber wird haben hier keine Umkleidekabine.." "Ist doch kein Problem. Sind ja nur Schuhe" Hannah nimmt das Paket und geht mit mir zusammen in eine Ecke mit einem Kaffeeautomaten.
Sie öffnet das Paket und schaut auf die Schuhe. "Man ist der groß.." sagt sie wieder gerade so laut dass man es an der Theke hören kann. Das Pickelgesicht schaut betont auffällig weg. "Willst du ihn nicht doch lieber vorher ausprobieren? Die haben sogar etwas Gel dabei gelegt." "Wie soll das denn gehen, hier im Laden?" antworte ich ebenfalls halblaut. Dabei schaue ich in den Karton mit den Stiefeletten. Sie sehen echt schick aus. "Ich stell mich vor dich..."
Dann verstellt Sie ihm etwas den Blick. Dann mache ich ein paar merkwürdige Verrenkungen hinter Hannah. Als ich unauffällig Richtung Theke schaue, sehe ich wir unser Pickelgesicht recht unverholen zu uns rüberschaut. Ich gebe leise stöhnende Geräusche von mir. "Ist nicht zu groß..."
Dann tue so, ich als wenn ich wieder etwas zurück in den Karton lege. Hannah geht mit dem Karton nach vorn zur Theke. "Hast du ein paar Tücher zum Abwischen?" fragt sie ihn. Zu dem Dunkelrot einer Gesichtsfarbe kommt jetzt noch ein unnachahmlicher Blick. Dann zeigt sie ihm den offenen Karton mit den Stiefeletten. Er sieht, dass wir mit ihm gespielt haben, aber wir gehen schnell aus dem Laden. Draußen können wir uns dann vor Lachen nicht mehr halten. Schließlich steigen wir zu Kati ins Auto. Sie will natürlich wissen, was beim Schuhe abholen so lustig sein kann, aber wir weigern uns standhaft es zu erzählen.
Schließlich erreichen wir den Laden. Er liegt in der Nähe der Kö. Im Schaufenster sind nur feinste Dessous ausgestellt. Nichts was sich Mädels in unsere Alter leisten könnten; zumindest nicht, wenn sie einem normalen Beruf nachgehen. Eine sehr vornehm gekleidete Dame Mitte vierzig in einem dunkelblauen Kostüm kommt aus uns zu. Sie begrüßt Kati und mustert uns sehr eingehend. Dann geht sie zur Tür und schließt den Laden. Als sie wieder zurückkommt schaut sie uns nochmals sehr genau an. "Also, die beiden sind wirklich äußert attraktiv. Da hat der Sender nicht zu viel versprochen. Aber sind sie sich wirklich sicher, dass man auch nichts sieht?" Ihr Blick wandert an uns herab und stoppt zwischen der Beinen. "Da müssen sie sich keine Sorgen machen. Unsere Chirurgen und Visagisten haben ganze Arbeit geleistet." antwortet Kati. Das Gesicht der Dame hellt sich etwas auf. "Also, wenn die beiden "šDamen"˜ bereits alle Optionen der plastischen Chirurgie in Anspruch genommen haben, dann stellt sich die Situation natürlich etwas anders dar." Gerade will ich etwas erwidern da wirft mir Kati einen strengen Blick zu. Mir wird etwas unwohl; ich bin mir nicht sicher, ob die Arbeit der Maskenbilderin zwischen meinen Beinen wirklich diesen kritischen Blicken standhält. Dann werden wir in den Ankleidebereich geleitet. Dort wartet eine weitere Verkäuferin auf uns. Sie trägt das gleiche Kostüm ist aber maximal ein paar Jahre älter als wir. An ihrem Revers ist ein Namensschild "Janette" steht dort in geschwungenen Buchstaben. Trotz ihres vornehmen Outfits hat sie ein sehr freundliches Lächeln: " Hallo ich bin Janette, wenn ihr nichts dagegen habt, können wir uns duzen. Ich habe gerade angefangen "šArts of Fashion und Design"˜ zu studieren und werde nächsten Monat 19. Kati hat sich schon einiges überlegt; am Besten sie erklärt euch den weiteren Ablauf. "Also, dieses Geschäft möchte sich für jüngere Kundinnen öffnen. Hierbei möchte unser Sender helfen. Die Details hat Frau Degen mit der Produktionsleitung geklärt; wir werden also einer Art Script folgen. Wir werden gleich nochmal gemeinsam den Laden betreten und dann wird sie uns darauf hinweisen, dass hier normalerweise keine Kameras erwünscht sind. Wenn sie dann hört für welchen Sender wir arbeiten wird sie sehr zuvorkommend und wir dürfen ungestört unter Janettes Regie im Laden stöbern. Sie wird uns anbieten, die anprobierten Dessous zu behalten. Dann könnt ihr sie auch direkt auf der Haut tragen. Ihr wählt die Sachen scheinbar zufällig aus, aber zum Anprobieren nehmt ihr nur die Sachen, die mit einem kleinen gelben Punkt markiert sind. Zwischendurch dürft ihr unauffällig bemerken, dass die Teile gar nicht so teuer sind, wie ihr gedacht habt. Da Ganze soll möglichst locker und ungezwungen wirken; daher wäre es gut, wenn möglichst wenige unbekannte Personen anwesend sind." Kati schaut dabei Frau Degen an. "Halten Sie das wirklich für notwendig? Die beiden "šDamen"˜ erscheinen mir doch recht professionell; fast zu professionell, " bemerkt sie spitz. "Bei dem Budget, das Sie mit dem Sender verhandelt haben, haben sie Anspruch auf höchstmögliche Qualität und die möchte ich gewährleisten," hält Kati dagegen.
"Wenn das so ist. Ich habe eh noch recht viel Im Büro zu erledigen. Dann kann Janette ja auch alles alleine machen." Dann schwebt sie davon. Hannah und ich müssen kichern und auch Janette muss Grinsen.
Dann machen wir uns an die Arbeit. Es ist zunächst wirklich Arbeit. Wir müssen alles drei oder viermal machen, bis Kati zufrieden ist. Mit den gelben Punkten gibt es aber ein Problem. Frau Degen hat einen recht merkwürdigen Geschmack. Es ist eher Unterwäsche für 14-jährige sehr brave Mädchen; nicht für junge Frauen, die sich nach einer heißen Nacht mit ihrem Freund sehnen. Schließlich bemerkt Janette: "Ich glaube der gelbe Punkte ist runtergefallen. Laura weißt du wo er dran war?" Einen Moment verstehe ich nicht aber dann macht das Stöbern mit einem Mal sehr viel Spaß.
Schließlich haben wir beide 5 Sets ausgewählt. Eins davon ist eine hellbaue Corsage mit sehr viel Spitze. Ich glaube das werde ich nie für Dimitri anziehen, aber ich will unbedingt wissen, wie ich darin aussehe.
Janette ruft uns zurück. Ich muss erst noch ausmessen und dann gegebenenfalls noch die passende Größe aus dem Depot holen. Dann geht sie mit uns zusammen in die Umkleidekabine. Kati hält weiter mit der Kamera drauf: "Wenn zu viel gezeigt wird, dann schneidet der Sender das weg oder legt einen Punkt darüber."
Dann machen wir uns frei bis auf unsere Slips. Etwas merkwürdig fühle ich mich dann schon, als Janette sehr dezent meine Oberweite vermisst. Das Anprobieren bei echtem Champangner macht dann einfach nur Spaß und wir alle drei lachen viel. Aber alle finden die hellblaue Corsage steht mir hervorragend; Janette sucht noch passende Strümpfe dazu heraus.
Am Ende war es doch schön und wir verabschieden uns noch ganz herzlich von Janette. Es ist ein schöner warmer Tag und wir setzten und noch auf einen Kaffee an die Kö. Ich habe Hannah gefühlt schon eine Ewigkeit nicht mehr gesprochen. Sie will alles über Dimitiri wissen und Kati hat netterweise die Kamera abgeschaltet. Auch ich will natürlich alles wissen, aber ich habe das Gefühl sie verschweigt mir etwas. Schließlich frage ich sie ganz direkt. "Hannah, du wirkst etwas nachdenklich? Ist wirklich alles in Ordnung." Sie schaut mich an. "Laura, ich weiß du kannst das nicht wirklich verstehen, aber ich bin total glücklich. Gestern habe ich einen Anruf vom Sender erhalten. Ich werde in den Weihnachtsferien nach Thailand fliegen und dort meine geschlechtsangleichende OP haben."
Einen Moment lang stockt mir der Atem. Meine Freundin und Schicksalsgenossin wird bald für immer eine Frau sein. "Hast du dir das auch wirklich gut überlegt?" rutscht es mir heraus. Hannah aber lacht mir nur freudig ins Gesicht. "Seit Jahren träume ich davon und bin ich fast am Ziel; unsere Therapeutin Frau Rosenbaum hat das alles für mich eingefädelt. Als ich ihr gestanden habe, dass ich wirklich transgender bin, da war sie wenig überrascht. Sie hat mir sofort einige extra Termine gegeben, um auch ganz sicher zu sein. Dann hat sie mich noch zu einem Kollegen geschickt, der auch lange mit mir gesprochen hat; ein total netter Typ und ich bin aus allen Wolken gefallen, als er mir erzählt hat, dass er selbst betroffen ist. Als der sich dann auch ganz sicher war, dass es das ist was ich will, da war da noch die Sache mit dem Sender. Als Transsexuelle wäre ich normalerweise laut Vertrag sofort disqualifiziert worden; Also haben sich Kati und Frau Rosebaum — sag lieber Rosenbaum, wenn du sie das nächste mal triffst. Den "Müller" gibt es seit kurzen nicht mehr."
Sie nimmt einen Schluck von ihrem Latte Macchiato. Ein winziger Milchbart ziert für einen kurzen Augenblick ihre Oberlippe. Ob Hannah jemals als Mann glücklich geworden wäre? Sie wird es nie erfahren; aber wenn ich das Strahlen in ihren Augen sehe, dann kann es nur die richtige Entscheidung sein.
"Zunächst haben wir erklärt, dass Hannah zur Beginn der Dreharbeiten definitiv nicht transsexuell war; das permanente Leben im anderen Geschlecht in Verbindung mit einer unbewussten latenten Transindetität, hat ihre Persönlichkeit so stark beeinflusst, das mittlerweile ein eindeutige Fall von Transsexualität vorliegt", fährt Kai fort. "Auch eine latente Transsexualität stelle einen Vertragsbruch dar, fing da unser Justziar an. Aber dann war Fr. Rosenbaum genial; die Persönlichkeitsveränderung käme eindeutig durch die Dreharbeiten und sei mittlerweile auch kaum noch reversibel; damit hätte der Sender massiv gegen die Auflage, dass alle Veränderung soweit nicht ausdrücklich formuliert, wieder rückgängig gemacht werden müssen, verstoßen. Hanna könnte den Sender jederzeit auf Schadensersatz verklagen; da ist der Rechtsverdreher sehr bleich geworden. Auch die Sendeleitung war sichtlich blass. Dann habe ich etwas naiv in die Runde gefragt, wo denn das Problem sei.
Die Geschichte sei doch toll für die Quote, und wenn wir das Ganze in Thailand machen lassen, dann wird es wahrscheinlich noch deutlich günstiger, als die ganzen Rück- OPs in der vornehmen Bodenseeklinik. Das gibt der ganzen Doku noch zusätzlich Abwechslung und außerdem arbeiten dort die besten Chirurgen weltweit. Anschließend können wir noch ein paar schöne Standbilder mit Bikini z.B. in Koh Samet unweit von Bangkok machen Titel: "der erst Tag im Bikini""¦
Die Erleichterung war sehr deutlich zu spüren. Ich habe noch nie so schnell eine Freigabe für einen Auslandsdreh bekommen. Wir freuen uns beide schon unheimlich auf die Reise; Schade dass du nicht mitkommen kannst?"
"Können wir Laura nicht einfach mitnehmen?", fragt Hannah. "Auf keinen Fall," entgegne ich und spüre dabei einen dicken Kloß in meinem Hals, "Ich möchte auf jeden Fall am Ende des —jahres wieder als Mann weiterleben."
Als Hannah mein sorgenvolles Gesicht sieht ergänzt sie: "Natürlich sollst du dich nicht operieren lassen, wenn du das nicht willst, aber ich fände es toll, wenn mich eine sehr gute Freundin auf der wichtigsten Reise meines Lebens begleiten würde. Nur zum Händchen halten und trösten, wenn es doch mal wehtun sollte." Fragend schaut sie zu Kati. Die sieht uns einige Sekunden nachdenklich an:
"Für die Story das bestimmt nicht schlecht und ein Flugticket mehr macht das Budget kaum größer." Dann nimmt sie ihr Handy und verschwindet kurz. Nach einigen Minuten kommt sie wieder und lächelt. "also wenn du willst Laura darfst du mitfliegen. Zuerst hatte der Sender Angst, er müsse noch zweite OP bezahlen, aber als ich dann vorgeschlagen habe, dass ihr in einem Zimmer schlaft um etwas zu sparen, das hatte ich sie überzeugt. Das geht doch oder?
Freudstrahlend falle ich Ihr um den Hals. Urlaub in Thailand und zwei Wochen zusammen mit Hannah in Thailand. Tausend mal besser als Weihnachten als Laura im Kreis meiner frozelnden Familie.