Der Weg zum Endokrinologen
Der Weg zum Endokrinologen - # 3

Manu.66
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Re: Der Weg zum Endokrinologen

Post 31 im Thema

Beitrag von Manu.66 »

Hi Anja!

Ja, genau so sieht das meine Frau auch. Ihr Frauenarzt ist zudem zu "jeder Schandtat" bereit, d.h. sehr offen für alles.

Einzig mit dem "Fragen kostet ja nichts" sieht es bei Privatpatienten etwas anders aus. Einmal anrufen und Termin machen kostet schon - weil 2,3 fach - ca. 10,00 €. (888)

Der entscheidende Vorteil: Der Frauenarzt ist bei uns im Ort. Der Endokrinologe sitzt in Leer, das sind gut 45 Minuten Fahrzeit.

Liebe Grüße
Manuela
Mein Lebensmotto: "Ich kann, weil ich will, was ich muss." (Kant)
Anja
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Re: Der Weg zum Endokrinologen

Post 32 im Thema

Beitrag von Anja »

Hallo Manu,

na dann würde ich das auf jeden Fall probieren. Spart immerhin Fahrtzeit und -Kosten!
Viel Erfolg!

Grüße
die Anja
Fällt der Apfel weit vom Stamm, kommt wenigstens mal Sonne dran!
ChristinaF
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Re: Der Weg zum Endokrinologen

Post 33 im Thema

Beitrag von ChristinaF »

Hallo Manu,
schließ mich Anja an. Bin selbst auch bei der Frauenärztin meiner Liebsten und die versteht ihr Handwerk top.
Dazu kommt, dass frau sich fühl einfühlsamer mit einer Ärztin unterhalten kann als mit nem Mann. Und das Blut für die Untersuchung wird ja ohnehin ins Labor geschickt.
Also nur Mut, alleine schon die blöde Fahrerei (bei mir wären es über 80 km einfach) ist ja ein Grund dafür.
LG Christina
Michelle_Engelhardt
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Re: Der Weg zum Endokrinologen

Post 34 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt »

Eine liebe Freundin von mir hat Endo gegen Gynäkologin getauscht. Keine Probleme. Ok sie ist zwar postOP, aber ich denke das spielt jetzt nicht so die große Rolle.

LG
Michelle
Brauchst Du Hilfe oder einfach jemanden zum quatschen? Schick mir 'ne PN!

Weihnachtsmarkt ist das Wacken für Büroangestellte!
Katrin_F
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Re: Der Weg zum Endokrinologen

Post 35 im Thema

Beitrag von Katrin_F »

Michelle_Engelhardt hat geschrieben: Mi 19. Apr 2017, 16:26 Eine liebe Freundin von mir hat Endo gegen Gynäkologin getauscht. Keine Probleme. Ok sie ist zwar postOP, aber ich denke das spielt jetzt nicht so die große Rolle.

LG
Michelle
Auch Post-OP, ich habe aber Gyn gegen Endo getauscht. Weil der Endo, der Facharzt für hormonelle Behandlung ist, und weil er ein eigenes Labor hat... Meiner Meinung nach sind Transfrauen gynäkologisch auch eher unspektakulär :wink:
Britt
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Re: Der Weg zum Endokrinologen

Post 36 im Thema

Beitrag von Britt »

Hallo Manu,
ich habe auch bei einem Frauenarzt angefangen. Er hat mir die Hormone verschrieben und die Diagnose F64.0 ausgestellt. Bei den Blutwerten hat er nur E2, Testo und SHGB ermittelt. Die anderen Werte (Blutbild) hat mein Hausarzt gemacht.
Inzwischen bin ich zu einem Endo gewechselt.

Liebe Grüße,
Britt
heike65

Re: Der Weg zum Endokrinologen

Post 37 im Thema

Beitrag von heike65 »

ich hab den Trööt ja jetzt mehrmals durchgelesen
vermutlich werde ich jetzt für den Beitrag nen heftigen shitstorm ernten

Ich weiss ja nicht welche erfahrungen Manu.66` s Bekannte gemacht haben, wir haben da nur positive gesammelt (was Psychologen/Therapeuten anbelangt)

wie wäre es mal unvoreingenommen eigene erfahrungen zu sammeln statt nur auf die Berichte anderer zu reagieren ?

was die Diagnose F64.0 anbelangt, also ich finde die aktuelle Regelung so schlimm nicht, verbesserungsfähig ja, keine Frage, aber einfach zum Hausarzt gehen, Diagnose F64.0 und dann HRT oder GaOp auf Kosten der Allgemeinheit (Versicherung) und dann evt nach ein paar Monaten Probleme Depressionen damit , sorry das find ich deutlich schräger und schlechter
Joe95
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Re: Der Weg zum Endokrinologen

Post 38 im Thema

Beitrag von Joe95 »

scalar28 hat geschrieben: Do 20. Apr 2017, 01:00...
vermutlich werde ich jetzt für den Beitrag nen heftigen shitstorm ernten...
Kann ich mir nicht vorstellen. Du sagst deine Meinung und solange du damit keinen beleidigst oder diffamierst kann dir eigentlich nix passieren...
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
Natürlich ist das wahr, es steht doch im Internet!

Du hast ne Frage, brauchst Rat oder Hilfe?
Ohren verleih ich nicht, aber anschreiben darfst du mich jederzeit...
Anja
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Re: Der Weg zum Endokrinologen

Post 39 im Thema

Beitrag von Anja »

Moinsen,
scalar28 hat geschrieben: Do 20. Apr 2017, 01:00 [...] aber einfach zum Hausarzt gehen, Diagnose F64.0 und dann HRT oder GaOp auf Kosten der Allgemeinheit (Versicherung) und dann evt nach ein paar Monaten Probleme Depressionen damit [...]
Hahaha... Da kann ich ja nur lachen. Wenn es doch so einfach wäre. Glaubst du wirklichk, die KK rückt Zigtausend Euro raus für eine Hormontherapie, Brustaufbau und GaOP, einfach so?
Bevor du sowas in den Raum stellst, kannst du dich vielleicht mal in anderen Threads schlau machen, was für diese Maßnahmen an Papierkrieg und Genehmigungen erforderlich ist...

Grüße
die Anja
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heike65

Re: Der Weg zum Endokrinologen

Post 40 im Thema

Beitrag von heike65 »

Du hast mein Posting nicht verstanden
Anja
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Re: Der Weg zum Endokrinologen

Post 41 im Thema

Beitrag von Anja »

Moinsen,

jetzt seh ichs auch )))(:

Nix für ungut.
Dann kann ich dir bzw. deinem Beitrag nur zustimmen.

Grüße
die Anja
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Andrea66
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Re: Der Weg zum Endokrinologen

Post 42 im Thema

Beitrag von Andrea66 »

Hallo Manu,

für die Versicherten der GKV gilt:

Vor der Hormonbehandlung (Mann-zu-Frau und Frau-zu-Mann) sind folgende Voraussetzungen wesentlich:
1. Die Diagnose einer manifesten Geschlechtsidentitätsstörung wurde durch einen Psychiater / Psychotherapeuten ausreichend anhand der diagnostischen Kriterien überprüft und gesichert.
2. Komorbiditäten (insbesondere psychische) sind ausreichend stabilisiert bzw. ausgeschlossen.
3. Die Behandlung beim Psychiater / Psychotherapeuten wurde nachweisbar in ausreichender Intensität und Dauer durchgeführt (in der Regel mindestens 12 Monate). Der Therapeut ist zu dem klinisch begründeten Urteil gekommen, dass die genannten Ziele der psychiatrisch- psychotherapeutischen Behandlung erreicht sind.
4. Der Patient hat das Leben in der gewünschten Geschlechtsrolle erprobt (Alltagstest in der Regel mindestens 12 Monate).
5. Ein krankheitswertiger Leidensdruck liegt vor.
6. Voraussetzungen und Prognose für die geplante Hormonersatztherapie sind positiv. Hierzu gehören insbesondere auch die Abwägung von Kontraindikationen und der Nachweis, dass der / die Versicherte über Nebenwirkungen und Risiken der Hormonersatztherapie umfassend aufgeklärt wurde.

Was für dich in der PKV gilt, musst du mit der PKV und der Beihilfe klären. Punkt 4 wird übrigens so genau nicht genommen. Bei mir waren es noch keine 12 Monate Alltagstest.

Wichtig könnte für dich der folgende Hinweis von Nicole Faerber (dgti) sein: Wenn die Transsexualität bei Vertragsabschluss nicht angegeben wurde, ist es wichtig, dass man dem Versicherer detailliert darlegt, dass die Transsexualität bei Vertragsabschluss nicht angegeben werden konnte, da man sich ihrer noch nicht bewusst war.

Die Ärztin, mir persönlich bekannt und wirklich sehr gut, besteht auf ein Schreiben von einem Therapeuten. Ich habe durch die SHG's auch davon gehört, dass Frauenärzte die HRT durchführen. Allerdings habe ich schon mehrfach gehört, dass die Dosen von Androcur sehr hoch sind und das Zeug kann Depressionen verursachen. Ich bin innerhalb eine halben Jahres nun nur noch auf 25% der Anfangsdosis und die war im Vergleich zu einigen Freundinnen schon sehr gering. Daher würde ich immer eine Endokrionologin für den Start und auch für mind. das erste Jahr empfehlen. Außerdem sind die Besuche dort nur alle 3 Monate notwendig und damit auszuhalten. Ich versuche meine Termine immer parallel zum Gruppentreffen in Leer zu legen, um doppelte Fahrten zu vermeiden.

Frauenärzte können sicherlich genau so gut Blut abnehmen (lassen) und zum Labor hinschicken. Ein Problem könnte einfach nur die Interpretation der Laborergebnisse sein. Endokrinologen, vor allem die mit Erfahrung bei Hormonersatztherapie, könnten hier im Vorteil sein. Ich nehme die 50km Fahrtstrecke gerne auf mich, da es eine Ärztin ist und es um meine Gesundheit geht. Was habe ich davon, wenn ich einen Frauenarzt vor der Tür habe, dieser aber die Ergebnisse nicht richtig interpretiert, ich gesundheitliche Probleme bekomme und eventuell auf einmal an Depressionen leide? Nichts!

Einen Therapeuten hast du allerdings direkt vor der Haustür in Norden. Die Info habe ich gerade erst in der Woche vor Ostern bekommen. Auf mich machte der auf jeden Fall einen netten Eindruck. Das größte Problem ist nur einen Termin zu bekommen. Ich hoffe noch, dass eine weitere Therapeutin aus Norden zukünftig die Begleitung mit anbietet.
Denk bitte daran, es geht nur um Begleitung und Ausschluss von anderen Ursachen. Wobei dieser Ausschluss bei vielen von uns keine Problem darstellt. Ich habe allerdings auch schon Fälle kennen gelernt, da möchte ich nicht Therapeut oder auch Gutachter sein.

Ich hoffe nun, dass du da etwa mit anfangen kannst.

LG
Andrea
Zuletzt geändert von Andrea66 am Do 20. Apr 2017, 17:29, insgesamt 1-mal geändert.
Endlich bin ich in mir zu hause, auch wenn mensch mich von außen nicht erkennt.

Frau wird zu früh alt und zu spät gescheit...ich habe noch Hoffnung

https://www.fielappers.info/beratungsangebot
ChristinaF
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Re: Der Weg zum Endokrinologen

Post 43 im Thema

Beitrag von ChristinaF »

Mein Beitrag bezog sich ausdrücklich auf TS-Frauen, die schon in der HRT stehen und bislang u.a. auch Erfahrungen von Endos besitzen.
Denn egal ob Endo, Frauenarzt oder Hausarzt. Alle haben gemeinsam, dass das zu untersuchende Blut ins Labor muss. Und die Ergebnisse sind auch bei allen dann gleich.
LG
Christina
Britt
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Re: Der Weg zum Endokrinologen

Post 44 im Thema

Beitrag von Britt »

Andrea66 hat geschrieben: Do 20. Apr 2017, 14:13
für die Versicherten der GKV gilt:

Vor der Hormonbehandlung (Mann-zu-Frau und Frau-zu-Mann) sind folgende Voraussetzungen wesentlich:
....
Das ist Quatsch. Dies ist eine Empfehlung des MDK. Die Hormontherapie bedarf keiner Antragstellung bei der Krankenkasse. Allerdings brauchen die Ärzte vor dem verschreiben der Hormontherapie die Diagnose F64.0. Diese Diagnose bekommt man am einfachsten vom Psychologen.
Andrea66 hat geschrieben: Do 20. Apr 2017, 14:13 Ich habe durch die SHG's auch davon gehört, dass Frauenärzte die HRT durchführen. Allerdings habe ich schon mehrfach gehört, dass die Dosen von Androcur sehr hoch sind und das Zeug kann Depressionen verursachen. Ich bin innerhalb eine halben Jahres nun nur noch auf 25% der Anfangsdosis und die war im Vergleich zu einigen Freundinnen schon sehr gering. Daher würde ich immer eine Endokrionologin für den Start und auch für mind. das erste Jahr empfehlen.
Der Frauenarzt bei dem ich angefangen habe betreut etwa 50 Personen bei der HRT in meiner Richtung. In der anderen Richtung sind es mehr. Wie viele habe ich nicht hinterfragt.
Einer der bekanntesten Ärzte in Berlin, Dr. Schuler, welcher die HRT durchführt ist "nur" Hausarzt.


Das man einen Psychologen aufsuchen sollte, da stimme ich meinen Vorrednerinnen zu. Wenn nicht wegen der Therapie, dann wegen dem Nachweis. Falls du aus irgendeinem Grund von der Gesetzlichen in die private Krankenkasse kommst, musst du dies nachweisen. Ich kenne auch einige Mädels, welche sich einen Therapeuten ohne Transerfahrung gleich um die Ecke gesucht haben.


Viele Grüße,
Britt
Andrea66
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Re: Der Weg zum Endokrinologen

Post 45 im Thema

Beitrag von Andrea66 »

Hallo Britt,
für dich in Berlin mag es zutreffen, dass du erfahrene Ärzte findest.
Hier auf dem Land ist es leider etwas anders. Viele von uns fahren bisher mehrere Stunden, um eine therapeutische Begleitung machen zu können. Einige fahren sogar bis nach Hamburg und das ist von Hage richtig weit entfernt, da Manu schon fast eine Stunde bis zur Autobahn braucht.

Ich freue mich über jeden Fall wo Fahrzeiten und -wege eingespart werden können. Ich bin für mich nicht bereit wegen ein paar Kilometer und ich fahre auch fast 50 Kilometer meine Gesundheit noch mehr aufs Spiel zu setzen wie dieses notwendig ist.
Da aber hier alle erwachsen sind, denke ich auch, dass jeder dies selbst entscheiden kann. Ich versuche immer den eventuell etwas sicheren Weg aufzuzeigen wie ich es in den SHG's auch mache.

Ja, bei dem Auszug handelt es sich um eine Empfehlung des MDK. Du wirst aber nirgends von mir lesen, dass es einer Antragstellung bedarf. Allerdings kann es sein, dass sich die Endokrinologen an die Empfehlung des MDK halten. Einen solchen Arzt haben wir hier in der Nähe leider auch.
Endlich bin ich in mir zu hause, auch wenn mensch mich von außen nicht erkennt.

Frau wird zu früh alt und zu spät gescheit...ich habe noch Hoffnung

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