Wir sind DOCH so viele.
Wir sind DOCH so viele. - # 2

Crossdresser, Transgender DWT... Plauderecke - was sonst nirgendwo passt
Simone 65
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Re: Wir sind DOCH so viele.

Post 16 im Thema

Beitrag von Simone 65 »

Hallo Rika. Ja ich klappere ganz Deutschland ab. Ich gehe auf die Stammtische. Und wenn sich nur ein Mensch sich findet, dann war Es alle Mühe wert. Wenn eine Freundschaft entsteht ist kein Weg zu weit.
Sicher der Anfang begint meist mit CD, TS. TV und diese Themen. Aber es sollte nur der Anfang sein.
Als Beispiel nur mein Erlebnis in München mit Andrea aus Sachsen. Sie hatte angefragt, wer hat Lust auf Ballett. Ich war noch nie im Ballett. Ballett gehe ich doch nicht. Großes Aber, ich kann doch urteilen was ich kenne. Also habe ich mich gemeldet und es wurde ein wunderbarer Abend.
Rika, durch das zusammen treffen habe ich mich verändert. Ich habe neue Interessen gefunden.
Mit Michaela war ich zum ersten mal in meinem Leben in einer Disco. Ich konnte die Musik körperlich spüren. Ich sehe Sie als Freundin an und werde Sie Wiedersehen.
Ja du hast recht, es muss mehr kommen. Aber das entwickelt sich.
Als ich Dich kennenlernen durfte, dein soziales Engagement. Von Jemand, der direkt darüber reden kann. Ich durfte dich ja letztes Jahr anrufen, du hattest ja mir Deine Telefonnummer gegeben ( es ist mein Schatz). Das Leben verändern einen. Vor 30 Jahren hätte ich noch Afd gewählt :))b. Ich habe heute ein anders Verständnis, andere Interessen.
Ich habe durch das Zusammen treffen mit Anderen, zur Kultur, zu Musik, zum Musical, ich war im jüdischen Museum ( viel zu kurz) und viel mehr gefunden.
Deshalb ist ein Treffen immer wieder ein Abenteuer. Bisher hatt es sich immer gelohnt.
An alle, die mich finden wollen. Liebe Grüße Simone.
Ich weiss ,ich bin ein Mensch und nur Das zählt.
Ich bin nur ein kleines Licht , aber ich leuchte .
Alle Menschen sollen mich sehen .
Michelle_Engelhardt
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Re: Wir sind DOCH so viele.

Post 17 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt »

lilijana hat geschrieben: Mi 1. Mär 2017, 19:07 Naja, ich lebe in einer 120.000 Einwohner Stadt und kenne niemanden aus meiner Stadt. Ich weiß aber das es sie gibt.
Beim letzten Perückenkauf in meiner Stadt, erzählte die Verkäuferin mir, wieviele Männer doch zu ihr in den Laden kommen und sich eine Perücke kaufen. Vielleicht treffe ich irgendwann mal jemanden unterwegs, schauen wir mal.

Liebe Grüße
Lilijana
In Deiner Stadt kenne ich mindestens zwei, aber den beiden sieht man es nicht unbedingt an. Wer weiß, vielleicht bist Du schon an ihnen vorbei gelaufen ;)
Brauchst Du Hilfe oder einfach jemanden zum quatschen? Schick mir 'ne PN!

Weihnachtsmarkt ist das Wacken für Büroangestellte!
Michi
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Re: Wir sind DOCH so viele.

Post 18 im Thema

Beitrag von Michi »

Hallo Simone, Hallo zusammen,

auch wenn du keinen Trans-Menschen in deiner Nähe kennst, aber ein anderer Trans-Mensch kennt dich.

Klingt vielleicht abgedroschen, ist aber sooo zutreffend. Die Welt ist kleiner als man denkt, und Andere sind oft näher als erwartet.
Bei mir in einer Kleinstadt, in einem kleinen Haus hat eine TS zusammen mit Frau und Kind bis kurz vor ihrem Outing gewohnt.

Bevor die Frage kommt: Ich habe keinen Kontakt zu ihr, weiß auch nicht wo sie hingezogen ist.


Liebe Grüße
Michi
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
Svetlana L
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Re: Wir sind DOCH so viele.

Post 19 im Thema

Beitrag von Svetlana L »

Hallo zusammen,

ich hatte (m)ein Aha-Erlebnis anläßlich meines Outings in der Dienststelle Anfang Dezember. Eine Kollegin erzählte mir, das sie vor einiger Zeit ein Outing im Freundeskreis erlebt hatte und von zwei weitere Kolleginnen hörte ich, dass sie das Thema trans* auch in der Familie hätten. Das fand ich in dieser Häufung dann schon sehr überraschend.
Hawadehre
Svetlana

As gitt halt nix Bessers wäi wos Guads!
Däi owapfölzer Bärlinerin
Lina
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Re: Wir sind DOCH so viele.

Post 20 im Thema

Beitrag von Lina »

Diese scheinbare Häufung sollte dich nicht wirklich überraschen. Eine beliebte These, offensichtlich eine Menge Wahrheitsgehalt hat ist, dass wir alle auf dieser Erde über max. 3 Beziehungen verbunden sind. Andere sagen auch 7. Wie auch immer. Faktum ist, dass wenn man anfängt darauf zu achten, dann sind die Wege kürzer als man denken würde. Ich habe es auch nicht geglaubt, als meine Frau mal damit kam und sagte leicht sarkastisch, "gut, dann müsste ich also einen kennen, der einen kennt usw. und max im siebten Link würde jemand den Dalai Lama kennen." Ich wählte den Dalai Lama, weil es mir so ungefähr das Unwahrscheinlichste schien. Promt sagte meine Frau, "Eine Freundin von mir kennt ihn. Sie hat mal ein Seminar veranstaltet, wo er eingeladen war ..."
"No further questions your honor."

Dass es also in deinem nächsten bis über-übernächsten Umfeld vor irgendjemandem keine T-Person geben sollte, ist also eher unwahrscheinlich uns stellt keine Anhäufung dar.

Das Ungewöhnliche ist vielleicht, dass die offen darüber reden.

..

Aber du kannst ja leicht selber die o.g. These testen.
NanaVistor
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Re: Wir sind DOCH so viele.

Post 21 im Thema

Beitrag von NanaVistor »

Ich wohne sehr ländlich, es mehrere kleine Städte in der Umgebung (~10.000). Beinahe in jeder weiß von den "unseren" oder kenne sogar eine :-)
Auch die noch kleineren Ortschaften sind teilweise vertreten. :-)

lg
Nana
Auch Vordenker müssen nachdenken.
Simone 65
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Re: Wir sind DOCH so viele.

Post 22 im Thema

Beitrag von Simone 65 »

Heute ist passiert . Ich habe mein Auto zur Durchsicht gebracht, stehe am Bahnhof und warte auf den Bus nach Hause . Sie spricht mich an . Thalia . Sie ist eine Transfrau und wohnt nur 5 Eingänge neben mir . Ich habe Sie schon einmal im Sommer gesehen . Im Eingangstread habe ich kurz geschrieben . Sie sieht mich so oft . Sie wartet auf ihren Zug . Sie ist Italienenerin . Sie gibt mir Ihre Telefonnummer. Ich weiss ja jetzt , wo Sie wohnt .
Das kam so unverhofft. Mal sehen , wie wir Kontakt bekommen . Liebe Grüße Simone.
Ich weiss ,ich bin ein Mensch und nur Das zählt.
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Ulrike-Marisa
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Re: Wir sind DOCH so viele.

Post 23 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa »

Hallo,

...wir sind doch so viele; was numerisch betrachtet, sicher stimmt, je nach Untersuchung und Schätzung der Zahl Betroffener. Aber wir sind kaum sichtbar, was vielleicht auch gut ist, denn wer will schon sofort als Betroffene/r erkannt werden. Ich will es auf jeden Fall nicht - dass es passiert ist mir klar und damit gehe ich um, bzw. ignoriere das und habe auch noch keine schlechten Erfahrungen gemacht.
Freundschaften zu entwickeln wäre für mich mit meinem familiären Hintergrund sicher schwierig wegen der fehlenden Akzeptanz der Thematik gegenüber; im engeren Freundeskreis weiß es fast niemand, wie ich mich sehe und fühle. Im beruflichen Umfeld ist das einfacher und da habe ich einen ehemaligen Kollegen eines Nachbaramtes gesprochen, der mir erzählte, dass sein Vater einer der ersten in Deutschland war, der eine GAOP MzF hat durchführen lassen; er hatte vollstes Verständnis für mich, dass ich auf Dienstversammlungen als Ulrike auftrete. Sonst habe ich aber selbst in unserer großen Verwaltung von Wasser und Schiff niemanden Betroffenen direkt kennen gelernt - es muss sie aber geben und im Forum ist da auch jemand...


Beste Grüße, Ulrike-Marisa :wink:

...ich bin was und wie ich bin und nicht so was andere mich zu sehen glauben und möchten...
Joe95
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Re: Wir sind DOCH so viele.

Post 24 im Thema

Beitrag von Joe95 »

Hab hier im Forum auch schon mal jemand kennen gelernt, wohnte zu der Zeit ein paar hundert Meter von mir im selben Ortsteil.
Saskia und Feldmaus wohnen zwei oder drei Dörfer weiter...

Sonst noch wer von hier?
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
Natürlich ist das wahr, es steht doch im Internet!

Du hast ne Frage, brauchst Rat oder Hilfe?
Ohren verleih ich nicht, aber anschreiben darfst du mich jederzeit...
Nicole Fritz
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Re: Wir sind DOCH so viele.

Post 25 im Thema

Beitrag von Nicole Fritz »

Hallo,

vor allem sind wir recht viele, wenn wir alle DWT, CD, TV, die sich zum größten Teil NICHT outen, dazu zählen. Wenn man diese Gruppe nicht als "Hobby-Transvestiten" oder so etwas ausschließt, wie es etliche Trans*-Betroffene leider tun, gibt hier eine sehr große Dunkelziffer. Bei Transmännern fällt diese Dunkelziffer noch weniger auf, da sich eine Frau ohne Probleme weitgehend männlich kleiden kann, ohne gleich als Lesbe angesehen zu werden.

Ich zähle mich selbst zu diesen DWT, CD, TV. Wäre ich in meinem Leben immer gut zurecht gekommen, hätte ich meinen "Fetisch" weiter für mich behalten und mich wahrscheinlich nie geoutet. Erst der Absturz in eine totale soziale Isolation hat mich sehr spät dazu gebracht, überhaupt einmal Trans* als mögliche Ursache für meine Ängste und Depressionen in Betracht zu ziehen. Was dabei heraus gekommen ist, kann man in meinen Beiträgen nachlesen. Wo ich bei Trans* so richtig stehe, weiß ich immer noch nicht. Es war aber immerhin so schlimm, dass es mein Leben komplett zerstört hat. Und dann soll es nur ein Hobby sein?!

Ich denke, wer von Trans* betroffen ist und viel Glück im Leben hat, outet sich nie. Und wer nur Pech hat, begeht Selbstmord, bevor er überhaupt bemerkt, dass er vielleicht trans* sein könnte, oder er ist wegen Angst oder Depressionen Jahrzehnte lang in psychotherapeutischer Behandlung. Das Öffnen der Gesellschaft gegenüber Homo- und Transsexualität und das Internet tragen dazu bei, dass sich immer mehr DWT, CD, TV outen. Trotzdem dürfte die Dunkelziffer immer noch sehr groß sein. Dazu kommen noch alle potentiellen Transmänner.

LG Nicole
ulla
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Re: Wir sind DOCH so viele.

Post 26 im Thema

Beitrag von ulla »

Hallöchen Nicole Doll
Unsere Verlagungen haben sicherlich auch ihre Ursachen.Diese hast du gut erkannt.Jetzt kommt es darauf an,damit umzugehen.
Bin selbst auch immer bemüht,um reale Kontakte.Einige positive sind mir dabei gelungen.Habe leider lange Zeit gebraucht,auch
zu erkennen wie verschieden wir sind.Spreche dabei nicht einmal von den Hauptgruppen hier.
Freue mich jedoch sehr,daß ich hier auch angekommen bin.
Gruß Ulla
susanneb
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Re: Wir sind DOCH so viele.

Post 27 im Thema

Beitrag von susanneb »

Hallo Nicole,

der Logik kann ich nicht folgen. Wer Glück hat outet sich nie.? Sehe ich genau anders rum. Wer Glück hat kann sich outen. Und das Versteckspiel mit allen Ängsten ist vorbei.

Ich bin froh, das meine Frau und Kinder es wissen.
Das macht einiges einfacher, auch wenn bei uns nicht drüber gesprochen wird.

Gruss
Susanne
Albert Einstein
Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind
Nicole Fritz
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Re: Wir sind DOCH so viele.

Post 28 im Thema

Beitrag von Nicole Fritz »

Hallo Susanne,

da habe ich mich wieder einmal nicht präzise ausgedrückt. Ich meinte "Glück" in dem Sinne, dass man sich in der männlichen Rolle wohl fühlt und so in der Gesellschaft Anerkennung findet und "Pech", wenn das nicht funktioniert. Wer also "Pech" hat, für den ist es natürlich ein Glück, wenn er sich outet und das Versteckspiel damit endlich ein Ende hat - im ursprünglichen Sinne also Glück im Unglück. Hätte ich mich als Mann wohl gefühlt, wäre da immer nur im Geheimen dieser "Fetisch" gewesen. Ich hätte mich also als Mann glücklich gefühlt oder "Glück" gehabt.

Liebe Grüße
Nicole
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Re: Wir sind DOCH so viele.

Post 29 im Thema

Beitrag von Mirjam »

Hallo ihr lieben,

ich bin ja noch nicht so lange hier dabei und auch noch nicht so lange "auf der Suche" ;) Aber ich kenne jetzt schon drei Transfrauen bei mir in der Nähe, einfach durch unsere Gruppe in Würzburg. Ob da mehr draus wird, also "richtige" Freundschaft? Keine Ahnung, entweder es passt oder es passt eben nicht ...

Und eine gute Freundin von mir (Biofrau ;) ) kennt auch eine TS und hat ihr wohl bissle was von mir erzählt. Und jetzt will die mich auf jeden Fall kennenlernen :) Ja, manchmal gehts einfach so unerwartet -- die Welt ist eben klein ... Und ja, ich freu mich da schon richtig drauf (flo)

LG,

Lalilaluna :()b
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Re: Wir sind DOCH so viele.

Post 30 im Thema

Beitrag von Frauke »

Nicole Doll hat geschrieben: Fr 6. Okt 2017, 13:00 ...da habe ich mich wieder einmal nicht präzise ausgedrückt. Ich meinte "Glück" in dem Sinne, dass man sich in der männlichen Rolle wohl fühlt und so in der Gesellschaft Anerkennung findet und "Pech", wenn das nicht funktioniert.
Na ja, wer trans ist, fühlt sich in seiner männlichen Rolle bzw. bei Transmännern, in ihrer weiblichen Rolle nicht wohl. Daraus ergeben sich viele der (inneren) Konflikte. Es gibt sicher Menschen, die so stark sind und alles mit sich allein ausmachen. Aber auf Dauer ist dies abträglich für die Gesundheit.
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