Selbstverteidigung
Selbstverteidigung - # 2

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Marion
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Re: Selbstverteidigung

Post 16 im Thema

Beitrag von Marion »

Ich bin auch ehemaliger Kampfsportler und kann dazu nur folgendes sagen.
Reizgas ist nicht für Jeden eine Abschreckung, es kann sogar zu einer Verschärfung der Situation führen.
Besser ist es einen Kurs für Selbstverteidigung zu machen, dadurch tritt man einem Gegner um einiges Selbstbewusster gegenüber. Der dadurch dich nicht mehr als potentielles Opfer sieht.

Viele Grüße von der Michi
Viggy
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Re: Selbstverteidigung

Post 17 im Thema

Beitrag von Viggy »

Ich war mal in einer Selbstverteidigungskurs und mir wurde da das gleich erzählt wie hier auch schon gesagt wurde.
Auch meine Freundinnen die so ein kurz hatten haben das gleiche gelernt.
Reine Geld verbrennung meiner meinung nach. Wenn man wirklich sich verteidigungen will sollte man Kampfsport machen und bereit sein auch dieses Wissen zu nutzen.
So sehe ich das auch.

Ich mache Kampfkunst seit über 15 Jahren (mit 3 Jahren Pause) in einer KungFu Schule in München, natürlich altersbedingt im Rahmen meiner Möglichkeiten. Unser Meister vertritt die Meinung: Wer kämpft, verliert. Soll heißen Kämpfen nur wenn unvermeidbar. Nur so nebenbei.

Was ich aber sagen will, ich glaube nicht, dass man bei einem Selbstverteidigungskurs wirklich lernt, sich effektiv zu verteidigen. Was in der Turnhalle in Ruhe ausgeführt funktioniert, sieht in der Realität unter Panik ganz anders aus, da ist alles wieder vergessen. Dann lieber doch nicht drauf bauen und gleich weglaufen, wenn noch möglich.
Es dauert Jahre mit ständigen Wiederholungen, bis man erstens überhaupt schnelle Reflexe und zweitens intuitiv die richtige Abwehr zur jeweiligen Angriffsituation parat hat. Also spart euch das Geld für solche Kurse, besucht lieber regelmäßig Kampfkunst/sport-Schulen.
Marion
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Re: Selbstverteidigung

Post 18 im Thema

Beitrag von Marion »

Viggy hat geschrieben: Was ich aber sagen will, ich glaube nicht, dass man bei einem Selbstverteidigungskurs wirklich lernt, sich effektiv zu verteidigen. Was in der Turnhalle in Ruhe ausgeführt funktioniert, sieht in der Realität unter Panik ganz anders aus, da ist alles wieder vergessen. Dann lieber doch nicht drauf bauen und gleich weglaufen, wenn noch möglich.
Es dauert Jahre mit ständigen Wiederholungen, bis man erstens überhaupt schnelle Reflexe und zweitens intuitiv die richtige Abwehr zur jeweiligen Angriffsituation parat hat. Also spart euch das Geld für solche Kurse, besucht lieber regelmäßig Kampfkunst/sport-Schulen.
Hallo,

so pauschal würde ich das nicht sagen, es kommt immer darauf an wer die Kurse abhält und wer sie hält, es gibt solche und solche. Solche Kurse darf ja Jeder abhalten, auch welche die keine Ahnung davon haben.
Ich habe vor Jahren meine Frau und 3 Arbeitskolleginnen von ihr Ausgebildet, eine Arbeitskollegin hatte vor einem Jahr einen Art Überfall unterwegs, konnte sich aber dank ihrer Ausbildung des Angreifers erwehren.

Viele Grüße von der Michi
Cybill
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Re: Selbstverteidigung

Post 19 im Thema

Beitrag von Cybill »

Viggy hat geschrieben: Do 9. Feb 2017, 17:44... Unser Meister vertritt die Meinung: Wer kämpft, verliert. Soll heißen Kämpfen nur wenn unvermeidbar. Nur so nebenbei....

...
Es dauert Jahre mit ständigen Wiederholungen, bis man erstens überhaupt schnelle Reflexe und zweitens intuitiv die richtige Abwehr zur jeweiligen Angriffsituation parat hat. Also spart euch das Geld für solche Kurse, besucht lieber regelmäßig Kampfkunst/sport-Schulen.
Dem bleibt nur hinzu zu fügen:
Und seht zu, dass ihr problematische Situationen möglichst vermeidet. Lebende HeldInnen sind extrem selten und Angriff oft die dümmste Verteidigung.

- Cy

(Seit 45Jahren beim Shotokan-Karate dabei.)
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Re: Selbstverteidigung

Post 20 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2018-11-10 »

Kylo hat geschrieben: Mi 8. Feb 2017, 03:13
Edit: sucht die Öffentlichkeit. Es ist statistisch bewiesen, dass die meisten Eskalationen eingedämmt werden, wenn das "Opfer" laut schreit, Hilfe, ich will nichts von dir, lass mich in Frieden, notfalls Feuer. Trillerpfeifen, Handtaschen Alarme, alles was Aufmerksamkeit erregt. Besser wie jedes Pfeffer Spray, Schreckschusspistole, taschenmesser,...
Ja, wie ich aber kürzlich gehört habe darf man dann auf keinen fall duzen. Immer schön beim sie bleiben. Sonst könnten umstehende denken das man mit dem Täter befreundet ist.
Auf meinem Grabstein wird stehen: kuck nicht so blöd, ich läge jetzt auch lieber am Strand.
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Re: Selbstverteidigung

Post 21 im Thema

Beitrag von Kylo »

Es wahrt auch immer eine professionelle und unverbindliche Distanz, anderweitig bist du verbindlich. Stichwort Salami Taktik
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Re: Selbstverteidigung

Post 22 im Thema

Beitrag von Cybill »

Die "Armlänge" ist jedoch definitiv zu kurz.
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Im Übrigen: Ich bin nicht hauptberuflich transsexuell!
Lina
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Re: Selbstverteidigung

Post 23 im Thema

Beitrag von Lina »

Viggy hat geschrieben: Do 9. Feb 2017, 17:44
Ich war mal in einer Selbstverteidigungskurs und mir wurde da das gleich erzählt wie hier auch schon gesagt wurde.
Auch meine Freundinnen die so ein kurz hatten haben das gleiche gelernt.
Reine Geld verbrennung meiner meinung nach. Wenn man wirklich sich verteidigungen will sollte man Kampfsport machen und bereit sein auch dieses Wissen zu nutzen.
So sehe ich das auch.

Ich mache Kampfkunst seit über 15 Jahren (mit 3 Jahren Pause) in einer KungFu Schule in München, natürlich altersbedingt im Rahmen meiner Möglichkeiten. Unser Meister vertritt die Meinung: Wer kämpft, verliert. Soll heißen Kämpfen nur wenn unvermeidbar. Nur so nebenbei.

Was ich aber sagen will, ich glaube nicht, dass man bei einem Selbstverteidigungskurs wirklich lernt, sich effektiv zu verteidigen. Was in der Turnhalle in Ruhe ausgeführt funktioniert, sieht in der Realität unter Panik ganz anders aus, da ist alles wieder vergessen. Dann lieber doch nicht drauf bauen und gleich weglaufen, wenn noch möglich.
Es dauert Jahre mit ständigen Wiederholungen, bis man erstens überhaupt schnelle Reflexe und zweitens intuitiv die richtige Abwehr zur jeweiligen Angriffsituation parat hat. Also spart euch das Geld für solche Kurse, besucht lieber regelmäßig Kampfkunst/sport-Schulen.

Das ist genau, wie ich auch schon erwähnt habe: Man bekommt fast überall ein Spektrum von Techniken und körperlicher Ertüchtigung, was dafür verwendet werden KANN. Ob, oder welche Teile davon in Praxis eine Chance haben zu funktionieren, muss man aber in möglichst realitätsnahen Szenarien herausexperimentieren.

Lassen wir erst mal Kampf-SPORT außen vor. Es gibt Leute, die darin gut sind und sich dafür interessieren. Ich gehöre nicht dazu. Für mich ging es immer um realen Kampf. Basta, finito - nichts Anderes.
Der Anfang von meiner Ausbildung darin bekam ich bei einer Behörde (unwichtig welche) - 25 Angriffswinkeln, 25 Verteidigungen und Gegenangriffe. Überwiegend Jiu-Jitsu-basiert. Einige dieser lagen mir gar nicht und würden für MICH niemals im realen Leben funktionieren.

Von da kam ich zu Karate - schlagen, treten, parieren. Problematik: Funktioniert am besten, wenn man viel Platz hat. In dem Karate-Stil wurden kaum griffe zum festhalten, kontrollieren, würgen geübt. Sparring ohne wesentlichen Kontakt. Jetzt hätte ich natürlich das doof so weiter machen, wie es mir gezeigt wurde und nichts anderes. Dann hätte ich wunderbare Schläge und Tritte, die ich fast immer mit Leichtkontakt ausführen würde. Reflexe sitzen tief. Schwierig das im realen Kampf zu lassen. Ich habe damals schon Security-Jobs gemacht - also wäre das nie gegangen. Einerseits machte ich immer wieder bei Jiu-Jitsu und Aikodo mit - halten, hebeln, werfen, teils suchte ich mir die für mich persönlich realistischeren Techniken aus - also ein ganz kleines Spektrum von Griffen, Schlägen, Tritten - Ellbogen und Knie auch - was auch auf kurzer Distanz funktioniert. Und diese immer wieder - Stundenlang am Sandsack - bis eine wirkliche "Kraftübertragung" spürbar war. Und bis die Reflexmäßig und schnell waren. Von den ursprünglichen ca. 25. Jiu-Jitsu-Techniken sind überwiegend zwei übrig geblieben. Von etwa 100 Konfrontationen mit "Troublemakern" im Security-Job habe ich wahrscheinlich 60 mal eine von diesen beiden benutzt. Die sitzen einfach. Ich kann die abwandeln, setups für die machen und in vielen Situationen zum funktionieren bringen

Genau das meine ich mit: Überall bekommt man eine Grundlage, man muss die aber selber für sich herausexperimentieren, sodass die wirklich sitzen und real eine Chance für Erfolg bieten.

Ich habe später - was auch für diese Denkweise natürlich ist - in einem Ableger von Bruce Lee's Jun Fan trainiert. Da wird ein Minimum von Techniken trainiert und NIE nach dem Prinzip "er tut das, dann tue ich das". Wenn man z.B. sechs Monate lang ca. fünf Techniken, die etwa 80% von den üblichsten Angriffstypen abfangen können - also die selben fünf Techniken in unterschiedlichen Szenarien, mit wechselnder Schutzausrüstung, dann stehen die Chancen gut, dass wenn man angegriffen werden sollte - auch völlig überraschend - dass eine Serie dieser Techniken ohne Zögern kommt auch funktioniert. Man kämpft wie man trainiert. Das ist einfach so.
Wer aber nicht wie ich die Möglichkeit hat, direkt mit einem alten Freund von Bruce Lee in Kontakt zu treten, muss halt tun was ich tat, als ich selber es für völlig utopisch hielt mit einem alten Freund von Bruce Lee zu trainieren: Sich das beste herauspicken, was zur Verfügung steht.

Worauf ich also hin will: Man hört ständig dieses - "ich habe mal dies trainiert, ich habe mal dies gehört, soll das wirklich was bringen" etc. Nein, das bringt alles gar nichts, wenn man so denkt. Es bringt was wenn man Focus darauf hat, was man will. Das kann natürlich bedeuten, dass man in Sportverein X trainiert, nach sechs Monaten feststellt, dass das zu weit von dem ist, worauf man sein Fokus hat. Oder wie bei mir, dass ich eigentlich ein für mich gutes Konzept aus der Ecke der Karate-Systeme, die ICH gebrauchen konnte, der Fokus beim allgemeinen Gruppentraining im Dojo wo ganz anders lag - und deshalb habe ich Karate fallen lassen und bin weiter gegangen.

Was immer man tut - 50% der Bevölkerung ist Übergewichtig. Da kann man wohl genausogut die physische Energie die sonst als Fett gespeichert wird in eine Aktivität investieren, die irgendwann einem Leben und Gesundheit bewahren kann, aber die Aktivität soll natürlich zu einem gewissen Punkt Spaß machen. Und Spaß macht wohl sowieso alles, wo man merkt, dass man was lernt oder sich hinterher stark fühlt. Wenn man nur in irgendeiner Trainingshalle geht, 45 min lang "Pflichtübungen" macht und dann bis zum nächsten Mal nicht mehr darüber nachdenkt ... OMG ... dann sollte man was ändern.
Lina
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Re: Selbstverteidigung

Post 24 im Thema

Beitrag von Lina »

Svea hat geschrieben: Do 9. Feb 2017, 21:40
Kylo hat geschrieben: Mi 8. Feb 2017, 03:13
Edit: sucht die Öffentlichkeit. Es ist statistisch bewiesen, dass die meisten Eskalationen eingedämmt werden, wenn das "Opfer" laut schreit, Hilfe, ich will nichts von dir, lass mich in Frieden, notfalls Feuer. Trillerpfeifen, Handtaschen Alarme, alles was Aufmerksamkeit erregt. Besser wie jedes Pfeffer Spray, Schreckschusspistole, taschenmesser,...
Ja, wie ich aber kürzlich gehört habe darf man dann auf keinen fall duzen. Immer schön beim sie bleiben. Sonst könnten umstehende denken das man mit dem Täter befreundet ist.
Habe ich auch gehört. Aber glaub mir: Das kommt völlig darauf an, was für eine Situation es ist, was für eine Person man vor sich hat und was für eine Persönlichkeit man an dem Tag gerade selber nach draußen zeigt.
Was definitiv nicht funktioniert: Pauschallösungen wie, "der-und-der hat gesagt, man soll immer so-und-so tun". So blöd sind meistens nicht mal Tiere. Entschuldige den Vergleich liebe Tiere. Das ist wie die Behauptung: "Ein kleiner Vogel sollte nie eine Katze angreifen, dazu ist die Katze zu groß und gefährlich". Stimmt das? Stimmt es immer? Nein. Ich sehe regelmäßig Amseln, die Katzen angreifen. Die können die Katze zwar nicht schwer verletzen, aber durch die Ablenkung ihre Neste retten. Mission accomplished!
Es hat immer viel mit Pokern, Bluffen und Dominanz zu tun. Wenn ich en femme bin und so gekleidet, dass ich aussehe wie eine Dame die auch das Sagen hat, dann würde ich auch "Sie" benutzen. Das schafft Distanz.

Ich habe auch eine Situation erlebt, wo ich in Cargohose, Sweatshirt und Bikersonnenbrille war und der "Gegner" ein dummes 25-jähriges Stück Dreck war, der mit zwei Ähnlichen Typen zusammen war. Da sage ich natürlich du, gehe physisch auch ganz nahe, und lasse den Hamburger Akzent bewusst durchscheinen. Und wie Bullet Tooth Tony sagte, "... your two balls are shrinking ... and your presence with them"

Aber was du mit Feuer, Trillerpfeifen, Handtaschen Alarme willst, ist mir rätselhaft. Du glaubst wohl nicht im Ernst, dass wenn die Situation wirklich gefährlich ist, jemand wirklich darauf reagiert? Natürlich eine Möglichkeit, aber selten, sehr selten wirst du das erleben. Meistens werden die doch erst unter Strafandrohung die Polizei rufen.
Vielleicht kann es die Eskalation eindämmen - vielleicht. Aber dann stellst du diese Mittel der nächsten Eskalationsstufe gegenüber. Was soll das denn? Hat hier jemand behauptet, dass du mit Waffeneinsatz deeskalieren sollst? Also was ist das für einen Vergleich.
Was auch in vielen Situationen deeskaliert ist einfach Augenkontakt und auf Stuhr schalten. Bereit sein, Augenkontakt und vielleicht eine kleine Überraschung bereit haben. Warum glaubt ihr wohl, dass man Meditation in den asiatischen Kamfpkünsten übt?

Lässt du auch im Auto deinen Sicherheitsgurt hängen, weil du defensiv fährst und übrigens auch eine Hupe hast. GENAU so funktioniert doch dein Vergleich.
ExuserIn-2018-11-10
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Re: Selbstverteidigung

Post 25 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2018-11-10 »

Trotzdem sollte man in der Situation, wenn man als frau unterwegs ist und nicht mit cargohose und bikersonnenbrille beim sie bleiben. Allein schon um die gefühlsmäßige distanz zu wahren. Wenn ich zu jemdnadem du sage egal in welcher situation, dann entsteht mehr nähe als wenn ich beim sie bleibe. Für einen gewaltsamen straftäter in so einer situation würde der sich "eingeladener" fühlen, als beim sie. Es geht nicht um pauschallösung, sondern um bestmögliches verhalten in so einer notsituation.
Auf meinem Grabstein wird stehen: kuck nicht so blöd, ich läge jetzt auch lieber am Strand.
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Re: Selbstverteidigung

Post 26 im Thema

Beitrag von Kylo »

@Lina: ich habe mit Kampfsport begonnen, nachdem ich eine Begegnung hatte, ich bin eingeschritten als ein 120 kg Glatzkopf gerade seiner Freundin Schaden zufügen wollte. Ich habe ihn angerufen die Frau loszulassen. Er ließ sie los (sie flüchtete), ging auf mich los, aber nur 2 Schritte, dann besann er sich, nachdem er gemerkt hatte, dass durch meine Lautstärke der ganze Platz zugehört und daraufhin die Szenerie beobachtet hatte.
der Täter wird sich gewahr, zeugen zu haben. Damit ist vieles im Keime erstickt. Nicht ob die Schorschis drumrum den Notruf tippen können.

Genau das meinte ich. Lärm kann Aufmerksamkeit erregen, und das kann schützen. Darüber gibt es Studien. Nicht mehr, nicht weniger.

Edit: mit Kampfsport fing ich dann an, weil ich wusste dass eine Ahnung über Plan C nicht schlecht wäre, wenn niemand weiteres um uns steht.

Wenn es richtig gefährlich wird können je nach Fall Kampfsport Erfahrung, Waffen und atombomben helfen. Das ist die Eskalation des Krieges und der Krieger (was zum Glück die allermeisten Menschen hier und heute nicht mehr sind). Und da gewinnt Onkel psyche zusammen mit Kumpel Physik. Braucht man keine ewig lange Textwall, auf der erstmal dargelegt wird, was man für ein Pro ist, um dann mit einer weiteren Textwall den Lesern zu sagen, dass sie eh als ottonormalos keine Chance haben. Das genaue Gegenteil erzeugt, was ich mit meinem Beitrag erreichen wollte. Raus aus der opferrolle, rein in die Öffentlichkeit. Aber vielleicht hast meinen Beitrag auch nur falsch verstanden.

Wer sich fragt was Plan B ist: flüchten.
Ky
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Re: Selbstverteidigung

Post 27 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2018-11-10 »

Kylo hat geschrieben: Mi 15. Feb 2017, 21:44 Wer sich fragt was Plan B ist: flüchten.
flüchten - die älteste selbstverteidigung der welt.
Auf meinem Grabstein wird stehen: kuck nicht so blöd, ich läge jetzt auch lieber am Strand.
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Re: Selbstverteidigung

Post 28 im Thema

Beitrag von Lina »

Ja, da hat es ihn eingeschüchtert - das KANN hindern, dass eine Gewaltsituation wird. Viele Varianten von Deeskalation oder Flucht. Wie auch die, die ich genannt habe, die sehr oft funktioniert hat: Unbeweglich bleiben, anstarren, abwarten. Es hängt natürlich viel vom Gegenüber ab und wie gut man ihn lesen kann. Einige sind wie Bungee- oder Fallschirm-Springer, die gerne zeigen wollen, wie mutig die sind. Die schaffen aber nicht den Absprung ohne einen äußeren Impuls. Einen Schubs, einen Windstoß ... Leute die so drauf sind, verraten es in der Regel mit Stimme und Körpersprache. Wenn man denen sagt, "greif mich doch an - du musst es anfangen", passiert nichts. Bei solchen Typen war ich oft innerlich auf 180 und habe gewartet, kommt was, kommt was nicht. MDas letzte Mal war vor ca. 3 Jahren. Da habe ich einen Cappucino dabei getrunken. Keinen Scheiß. it der Zeit habe ich gelernt, Leute besser zu lesen. Ich wusste, dass nichts von ihm von selbst kommt. Dann fing ich an mit ein paar simplen NLP-Techniken zu manipulieren - plötzlich fand er mich ganz cool, seine Freunde dagegen langweilten sich und zerrten ihn weg, weil sie weiter wollten. Ein Typ, der in der Ecke saß wäre am liebsten abgehauen. Aber die ganze "Situation" versperrte ihm den weg.

Aber wie ich pointiert habe: Nichts funktioniert immer - Deeskalationstaktiken den Handlungen und Mitteln die zum Tragen kommen, wenn die Deeskalation NICHT geklappt hat, gegenüber zu stellen ist komplett unlogisch. Das sind völlig unterschiedliche Phasen, die unterschiedliche Reaktionen fordern.

Und klar, kämpft eine 60-70 kg Person nicht erfolgreich gegen eine 120 kg person, es sei denn der kleinere ist technisch extrem viel besser und und viel dreister. Im öffentlichen Raum will man mit dem Kampf in der Regel auch nur die Flucht ermöglichen. Da fallen mir schon Maßnahmen ein, die für den Angreifer die Verfolgung erschwert.
Pfefferspray ist nur eine davon. Es fallen mir auch andere Verletzungen ein, für die man keine Waffen braucht. Er muss ja nicht liegen bleiben. Er muss nur ernsthafte Probleme haben, Verfolgung aufzunehmen. Theoretisch können seine Komplizen hinter her kommen - aber lassen die den Anderen zurück?

Aber es ist wirklich äußerst selten, dass man von anderen Hilfe bekommt. Die umherstehenden werden meistens erst mutig, wenn man gewonnen hat, den Angreifer festhält und eigentlich nur will, dass jemand sich netterweise mit der Polizei in Verbindung setzt.
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