Love-shyness
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Lebensplanung, Standorte
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Simone 65
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Love-shyness

Post 1 im Thema

Beitrag von Simone 65 » Mi 25. Mai 2016, 20:36

Hallo an Alle.. Ich beim suchen Im Internet auf Begriffe gestossen, die mich sehr aufgewühlt haben. Love-shyness und Absolut Beginner Single. Als ich die Definition von Love-shyness gelesen habe musste ich sie immer wieder lesen. Was da stand war genau die Beschreibung von mir. Ich weiss jetzt, es gibt noch mehr wie mich. Aber gibt es hier im Forum noch Weitere. LG Simone
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Re: Love-shyness

Post 2 im Thema

Beitrag von hanna von elm » Mi 25. Mai 2016, 20:59

Huhu Simone,

Gerade heute bin ich zufällig auch über einen Beitrag vom Dradio gestoßen ;)

http://dradiowissen.de/beitrag/eine-stu ... ch-nie-sex

Lina
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Re: Love-shyness

Post 3 im Thema

Beitrag von Lina » Mi 25. Mai 2016, 21:21

Ja, manchmal findet man etwas - sei es auch nur eine Wörterbuchdefinition - die genau trifft und etwas auslöst.

Ich weiß, dass es mir auch so ging irgendwann früher. Ich weiß genau wie es sich anfühlt. Es entwickelte sich zu einer allgemeinen Schüchternheit und Angst fremde Leute anzusprechen.
Warum es mir nicht mehr so geht, kann ich eigentlich nicht genau erklären. Oder vielleicht schon - es wäre nur zu komplex um es hier zu erklären.

Simone 65
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Re: Love-shyness

Post 4 im Thema

Beitrag von Simone 65 » Mi 25. Mai 2016, 21:42

Hallo Hanna. Ich habe gerade den Podcast angehört. Danke für den Link. So wie der Erik gehst mir auch. Was sonst erzählt wird ist aber nicht so einfach. Wenn man , ich sich so lange versteckt hat. Ich habe wenig soziale Kontakte, zu Frauen schon gar nicht. LG Simone
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Re: Love-shyness

Post 5 im Thema

Beitrag von **Martina** » Do 26. Mai 2016, 01:56

Hallo Simone!

Das weckt lange verschüttete Erinnerungen. Ich will hier keinen Roman über meine Lebensgeschichte erzählen, aber es hat Jahrzehnte gedauert, bis ich zu der Kommunikation fähig wurde, die mir heute möglich ist. Damit bin ich immer noch nicht extrovertiert und schon gar nicht der große Hecht - aber ich kann damit leben. Mehr erwarte ich auch nicht mehr. Die Zeiten, in denen mir die Sehnsucht den Hals abschnürte, sind glücklicherweise vorbei.

Alles Gute!

Martina

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Re: Love-shyness

Post 6 im Thema

Beitrag von Couchlöwe » Do 26. Mai 2016, 19:43

Hallo Simone,

Grüße aus der Holzhütte! Ich hoffe, du bist bei dem guten Wetter mit dem Motorrad unterwegs.

Ich denke, es gibt eigene Foren für love-shye Menschen. Hast du schon mal unter diesen Stichworten im Internet gekuckt? Dort gibt es sicherlich haufenweise Leute, mit denen du dich austauschen kannst.

Ich sach immer, dass es wichtig ist zu wissen, dass es noch mehr Bekloppte von der eigenen Sorte gibt, und dass man sie irgendwo zum Quätschken treffen kann. Dann fühlt man sich einfach wohler.

Gruß
Kate Löwenherz
Abends leide ich häufig unter Cenosillicaphobie.

Simone 65
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Re: Love-shyness

Post 7 im Thema

Beitrag von Simone 65 » Do 26. Mai 2016, 20:47

Hallo. Ich habe gesucht, unter Love-shyness gibt es nur im englischsprachigen Raum einiges. In Deutschland gibt es unter Absolut Beginner einige SHG. LG Simone
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Lina
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Re: Love-shyness

Post 8 im Thema

Beitrag von Lina » Fr 27. Mai 2016, 01:07

Simone 65 hat geschrieben:Hallo. Ich habe gesucht, unter Love-shyness gibt es nur im englischsprachigen Raum einiges. In Deutschland gibt es unter Absolut Beginner einige SHG. LG Simone
Ich weiß nicht wo oder wonach du gesucht hast, aber das Wort "Liebesschüchternheit" wird auch in der ursprünglichen Bedutung von "love-shyness" benutzt.
(Ursprünglich benutzt im Buch: "Love & Shyness, Causes, Consequences, and Treatment" von Brian G. Gilmartin). Erhältlich bei Amazon, gebraucht in Print sündhaft teuer, oder als E für Kindle ca. 30 EUR.

Exuserin-2016-074-06

Re: Love-shyness

Post 9 im Thema

Beitrag von Exuserin-2016-074-06 » Fr 27. Mai 2016, 01:31

Zitat aus der allwissenden Müllhalde
Lina hat geschrieben: Gilmartin hat sechs Kriterien für jeden „liebesschüchternen“ Mann, den er im Rahmen seiner Studie untersucht hat; definiert:

Er ist jungfräulich, das heißt, er hat noch keinen Geschlechtsverkehr erlebt.
Er ist ein Mann, der sehr selten mit Frauen ausgeht.
Er ist ohne Erfahrung mit Liebesbeziehungen.
Er leidet unter seinem Mangel an amourösen Erfahrungen.
Er leidet unter Ängsten, die ihn davon abhalten, sich Frauen zu nähern. Dies ist der essentielle Punkt von „Love-shyness“.
Er ist heterosexuell.
Heißt das, dass schwule Männer gar nicht davon betroffen sind? Von dem Wort habe ich übrigens nie etwas gehört-. AB's kannte ich aber schon.

edit: Ahh
Gilmartin hat die Existenz von weiblichen oder homosexuellen Love-shyness-Betroffenen nicht ausgeschlossen, aber angezweifelt, dass sie dieselben negativen Effekte wie ihre heterosexuellen männlichen Leidensgenossen erleben und angenommen, dass sich dieser Zustand bei ihnen unterschiedlich manifestiert - hauptsächlich aufgrund der sozialen Rollenverteilung, die heterosexuelle Männer in die „aktive“ Rolle bei der Beziehungsanbahnung zwingt.

Vor allem sind nach Gilmartin aber hauptsächlich heterosexuelle Männer von Liebesschüchternheit betroffen.
Stellt sich die Frage ob es an der jungenspezifischen Erziehung liegt. Ich kann mich noch an die Schul/Jugendzeit erinnern , dass sich viele Jungs meines Alters niemals trauten ein Mädel im knappen sexy Outfit anzusprechen. Selber waren diese Jungs wie wie Musterknaben von Mutti angezogen. Ich war früher so lala angezogen. Normal halt. Fand's aber immer schon irgendwie komisch, Jungsklamotten. Die dicken Pullis, die sackartigen Hosen. Seitdem ich selber Miniröcke usw. trage, gehe ich selbstbewusster auf Frauen zu. Und die lassen sich sogar ungefragt anfassen, was sie sonst bei einem anderen Kerl übel nehmen würden. Naja mit dem mehr daraus werden, ist ne andere Sache, da wollen sie doch lieber den klassischen Kerl, der sie versorgt und Schutz bietet. Man ist halt höchstens interessant und was Spezielles. Ich hab mir auch schon mal die Frage gestellt, ob wir uns so anziehen, weil wir keine Freundin haben, nachdem ich das mal gefragt wurde, ob das der Grund bei mir sei. Sozusagen ist man die eigene Freundin. Okay...jetzt wird's doch crazy...

Explorer
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Re: Love-shyness

Post 10 im Thema

Beitrag von Explorer » Fr 27. Mai 2016, 09:18

Beschreibt ziemlich genau den Zustand, in dem ich mich selbst mit Mitte 20 befand. Und ich bin recht froh, es hinter mir gelassen zu haben. Aus der Rückschau kann ich einigermaßen gut benennen, was meine damaligen Probleme waren. Aber damals: Da war es einfach übermächtig - und ich hatte keine Ahnung, wie ich mich aus dem Zustand befreien könnte.

Absolute Beginner (AB) kenne ich als Begriff aus dem PU-Bereich. Nach dem, was ich von PU kennengelernt habe, würde ich dort allerdings alles mit einem gesunden Maß an Skepsis betrachten und nicht gleich alles für die Offenbarung halten, was da so geschrieben/gesagt wird. Prinzipiell finde ich es allerdings nicht verkehrt, sich mit dem Problem der Love-Shyness zu befassen - bei vielen sind es ja die gleichen oder ähnliche Muster, die dabei zu Grunde liegen.
Zugegenermaßen ist mein Nickname etwas unpersönlich. Ihr könnt mich auch Sara nennen.

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Re: Love-shyness

Post 11 im Thema

Beitrag von Dolores59 » Fr 27. Mai 2016, 10:37

Wenn ich die Kriterien von Gilmartin zugrunde lege, dann traf der Begriff "love-shyness" auf mich zu. Besonders mit der Annäherung an Frauen habe ich mich schwer getan. Meine Güte, wenn ich mich daran erinnere, wie schwer es mir gefallen ist, eine Frau überhaupt anzusprechen. Kann mich noch lebhaft an einen Versuch während des Studiums vor 40 Jahren erinnern. Bis ich mich getraut habe, hat es Tage gedauert. Und dann habe ich auch noch einen Korb bekommen.

Eigentlich ein Wunder, dass ich überhaupt eine Frau gefunden habe. Wenn man´s genau nimmt, hat sie mich gefunden. Die Initative ging eindeutig von ihr aus.
Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.
(Psalm 139,14)

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Re: Love-shyness

Post 12 im Thema

Beitrag von Exuserin-2016-074-06 » Fr 27. Mai 2016, 13:55

Dolores59 hat geschrieben: Eigentlich ein Wunder, dass ich überhaupt eine Frau gefunden habe. Wenn man´s genau nimmt, hat sie mich gefunden. Die Initative ging eindeutig von ihr aus.
Das ist aber nicht die Mehrheit der Frauen. Hab letztens mal von einer Studie gelesen, dass kein einziger unter den Studenten wollte, dass die Frau dem Mann den Heiratsantrag machen muss und auch keine einzige Studentin war darunter. Das klassische Rollenverständnis besteht weiterhin. Auch bei den progressiven Akademikern.

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Re: Love-shyness

Post 13 im Thema

Beitrag von Explorer » Fr 27. Mai 2016, 14:08

Breakfast at Tiffany hat geschrieben:
Dolores59 hat geschrieben: Eigentlich ein Wunder, dass ich überhaupt eine Frau gefunden habe. Wenn man´s genau nimmt, hat sie mich gefunden. Die Initative ging eindeutig von ihr aus.
Das ist aber nicht die Mehrheit der Frauen. Hab letztens mal von einer Studie gelesen, dass kein einziger unter den Studenten wollte, dass die Frau dem Mann den Heiratsantrag machen muss und auch keine einzige Studentin war darunter. Das klassische Rollenverständnis besteht weiterhin. Auch bei den progressiven Akademikern.
Es gibt auch Frauen, die von sich aus und teilweise recht offensiv flirten. Das mag vielleicht nicht die Regel sein, aber sooo selten ist es auch nicht. Der Heiratsantrag ist vielleicht noch mal ein Spezialfall, weil da viele noch ein recht traditionelles Ritual im Kopf haben.
Zugegenermaßen ist mein Nickname etwas unpersönlich. Ihr könnt mich auch Sara nennen.

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Re: Love-shyness

Post 14 im Thema

Beitrag von Exuserin-2016-074-06 » Fr 27. Mai 2016, 14:29

Es ist nicht die Mehrheit. Da spielt es auch keine Rolle, ob es eine Handvoll machen. In der Studie war auch das Initiativeergreifen inbegriffen. Der Großteil der Frauen will, dass Männer den ersten Schritt machen. So fern ist das vom Heiratsantrag nicht entfernt. Und ja, ein Mädel erzählte mir mal, wie sie den ersten Schritt gemacht hatte und sich der Kerl verarscht vorkam. Seitdem macht sie das nicht mehr. Interessant an dem Thema ist vielmehr, warum häufiger heterosexueller Jungs davon betroffen sind und kaum Mädels.

Simone 65
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Re: Love-shyness

Post 15 im Thema

Beitrag von Simone 65 » Fr 27. Mai 2016, 15:52

Hallo. Ist doch klar warum mehr Jungs betroffen sind als Mädchen. Wenn es traditionell geht, muss der Junge ( Mann) die Initiative ergreifen. Wenn er sich nicht traut ( Schüchtern ist,) so vergehen die Jahre, die Jahrzehnte. Ich glaube schüchterne Mädels( Frauen) werden eher angesprochen. Deshalb soll es hauptsächlich hetero Männer betreffen. Obwohl es gibt immer Ausnahmen. LG Simone
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