Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....
Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder..... - # 5

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Lina
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Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 61 im Thema

Beitrag von Lina »

ManjaV. hat geschrieben:N'Abend Lina,
Schade! Du klingst verärgert?!?
Ich bin so einer. Naja, nich ganz. Ich bin nach 40 Jahren erstmals an meine Partnerin und nur an sie herangetreten. Sie kenne ich seit 8 Jahren! Ich hatte keine Ahnung, was passiert, aber ich musste raus, weils mir wichtig war und Eure Hinweise bzgl Betrug, Hintergehen etc mich sehr berührt haben. Wie wir uns jetzt arrangieren, müssen wir sehen. Sie liebt den Partner, den sie hatte und den sie weiterhin hat. Ich bleib in den eig 4 Wänden und damit kann sie leben.
Die Frage is nich wie tolerant "Die Ehefrauen" sind sondern wie man gemeinsam mit der - auch neuen - Sachlage umgeht.
Achja: Wir suchen uns gemeinsam das neue Auto aus, weil wir uns darüber unterhalten. Es wird wohl ein neuer Prius.
Grüße Manja
Verärgert muss ich ja nicht sein - im Gegenteil. Es ist z.B. genau die Lebenseinstellung, die verursacht, dass ich auf dem Arbeitsmarkt in irgendeiner Weise wahrscheinlich etwas finde wo ich nur wenig Konkurrenz habe, wenn ich es so nett gnadenlos und brutal sagen darf, wie es tatsächlich ist. Weil ich ständig Neues entdecke, weil ich bereit bin Neues zu entdecken und auch ständig Neues lerne - nicht nur Neues innerhalb von Themen die mich Jahrzehnte beschäftigt haben, sondern Sachen die für mich wirklich neu sind. Da kommt z.B. irgend ein 45-Jähriger und meint müsse und könne eh nicht besser in z.B. Englisch werden. Super ... wenn alle andere Qualifikationen gleich sind und mindestens Englisch erforderlich ist, dann kann ich ja nur zufrieden sein, unmittelbar.

Obwohl ich es auch für wahrscheinlich halte, dass die Welt im Großen und Ganzen besser funktionieren würde, wenn die Leute nicht einfach irgendwann Unterwegs die Lernfähigkeit abschalten würden.

Es ist ja dann auch logisch, dass ich eine Parnerin habe die eine ähnliche Einstellung hat ...

Ich verstehe nur nicht, dass z.T. Leute, die in einer Altersgruppe sind, wo ich theoretisch hätte ihnen die Windeln wechseln können, einerseits selber zu einem Stagnation gekommen sind - und sie erwarten dann Flexibilität seitens der Partnerin. Ihr müsstet doch irgendwie einsehen können, dass das sehr seltsam wirkt. Ihr könnt einfach nicht von einer Person, mit der ihr Jahrelang zusammen lebt, mehr Flexibilität im Kopf erwarten als ihr selber aufbringen könnt. (Und ich verstehe nicht, wie das Leben so Spaß machen kann, aber das ist ja nicht mein Problem.)


Ein Satz der mir übrigens auch in einem Post auffiel war so etwa. "Jetzt haben meine Frauensachen auch ihren Platz im Kleiderschrank. Es kommt sogar vor, dass sie (die Partnerin) die auch wäscht."
Schön! Irgendwie fand ich die Aussage verräterisch und tragikomisch zugleich. Sagt was über die Rollenverteilung, trotz allem.
KLAR will ich wie eine Frau sein ...
Ich könnte nicht mal sagen, ob meine Partnerin, wenn sie was wäscht, auch ein Unterhöschen von mir dabei wäre, aber ich vermute es. Wenn ich wasche sind ja auch ihre Unterhöschen dabei. Meistens tue ich das. Das hat nichts mit Umverteilung der Gender-Roles zu tun. Es ist einfach weil ich schon von Kind an mich an die SB-Wäscherein gewöhnt habe und die immer noch gerne benutze.
Sus_Pender
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Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 62 im Thema

Beitrag von Sus_Pender »

Liebe Manja,

willkommen im Club.
Das habe ich hier im Forum auch ganz schnell erfahren müssen, dass hier Unmengen Worte
über Toleranz theoretisch polemisiert werden. Aber wenn es um die praktische Umsetzung geht, dann reisst man sich hier
die Haare aus. Ich hatte auch schon einmal einen Thread für mich als erledigt erklärt, weil die sogenannten Toleranzmenschen
anfingen rum zu hacken.
Wie ich es schon weiter oben sagte, es wird immer nur mit den Finger auf den anderen Menschen gezeigt.
Das wahre Problem liegt aber bei einem selbst und das kapieren sie nicht mit ihrer Verstandsgeladenen Lebensweise.
Gefühle und Emotionen sind in der heutigen Zeit nicht mehr gefragt, wo doch in ihnen unser Sein beruht.
Lina ist ein gutes Beispiel. Sie kann dich mit ihrem Verstand auseinander nehmen, weiß aber nicht, wie sie Dich wieder
zusammen gesetzt bekommt.
Es sind Menschen die um sich herum hacken, meinen damit alles klar und deutlich ansprechen zu können.
In Wirklichkeit sind sie zu bedauern, da sie sich den Blick zu sich selbst verschlossen haben.
Sie werden ewig unzufrieden durch die Lande ziehen und vereinsamen.

So nun könnt ihr wieder auf der Susi drauf hauen.
Ich wünsche Euch dennoch einen schönen fröhlichen toleranten Tag.

Susi
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Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 63 im Thema

Beitrag von Plisseedreher70 »

Guten Morgen Susi,
auf dich gibt's nichts rumzuhacken, höchstens auf mein Brennholz hinter meinem Haus.
Danke für die klärende Worte!
Grüßle Plissi
Bin Mann, bleibe Mann, aber festliche Glanzkleider überziehen ist für mich berauschend!
Lina
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Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 64 im Thema

Beitrag von Lina »

Danerys,
also verstehst du auch in etwa die parallellen Punkte:
Wer selber nicht besonders offen fuer Neues ist muss damit rechnen, dass die Partnerin mit der jahrzehnte lang zusammen gelebt wurde, es auch nicht ist.
Und sich darauf einstellen, dass der Partner ploetzlich Teilzeit Frau is, IST nas Neues.

Erklaerungen wieso und weshalb man erst dann und dann ein coming out geschafft hat, sind da.n im Grunde belang- und nutzlos. Die sind dann nurGruende weshalb man meint Toleranz und Verstaendnis einfordern zu koennen. Das aendert aber keineswegs das Problem, zu dem einige selbst beigetragen haben
Lina
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Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 65 im Thema

Beitrag von Lina »

Das hat nichts mit Streng zu tun - das, worum es geht ist, dass wer die Ursache des Problems in der falschen Ecke sucht, wird auch die Lösung in der falschen Ecke suchen. D.h. sie werden die nicht finden. Da ist es komplett egal, was ich davon halte, ob ich mich verständnisvoll stelle oder nicht ... so oder so wird das Problem immer noch da sein.
Wenn jemand selber zu dieser "geistiger Starre" - beidseitig in der Partnerschaft - beigetragen hat, dann ein coming out macht und das ganze einfach logisch erklären will, wird einfach damit kaum erfolgreich sein. Was wir ich ja auch immer wieder durch Beiträge in Foren und sonstwo erfahren.

Du stellst es selber jetzt auf, polarisiert "jede Erklärung ist besser als Schweigen" - ja fein ... siehst du vielleicht auch wie symptomatisch es ist, dass dir erst nur die beiden Möglichkeiten einfallen?

Es gibt doch hunderte andere Vorgehensweisen als das folgende Schema: A sendet inellektuelle information zu B = B muss diese intellektuelle information verarbeiten, und wenn B diese nicht verarbeitet, so wie A sich die vorgestellt hat dann ...
Schritt 2 - mehr intellektuelle Information an B ... wenn sie diese nicht korrekt verarbeitet ist sie intolerant.

Ich meine, cool, vielleicht IST sie intolerant. Wahrscheinlich. Intolerant hat aber nicht nur damit zu tun wie man intellektuell eine Information verarbeitet. Das hat durchaus eine sehr emotionelle Komponente. Das kann z.B. so funktionieren: B (wie vermutlich A auch) hat einen Zustand antrainiert, wo nicht viel Kapazität frei ist um Neues zu erforschen oder alt eingearbeitete Normen dauerhaft oder gar gelegentlich zu Überprüfen/Hinterfragen. Alles, was also Außerhalb dieser Muster liegt, löst also Alarm aus, wenn die zu nahe kommen. Abwehr und starke Emotionen.
Da kannst du erklären, wo viel wie du willst. Da SIND die Erklärungen belanglos - So lange die Gedanken, die beim Gegenüber am stärksten präsent sind überwiegend aus der Emotionalen ebene sind, dann kommt man einfach nicht weit mit rationellen Erklärungen. Nur wenn man sich mit den Emotionen des Gegenübers beschäftigt, kommt man weiter.
Eigentlich ist das nicht mal eine besonders revolutionierend, intelligente oder neue Aussage, die ich da mache. Eigentlich weiß es jeder, der ein bisschen Verkaufserfahrung hat - und jeder hat mal etwas verkauft - oder "verkauft". Da ist nicht viel Unterschied. Da haben wir aber wieder ein klassischer Mann/Frau ding. Es ist einfach ein Faktum, dass Männer häufiger als Frauen sich einbilden, sie hätten eine Verkaufsentscheidung rein rationell getroffen, während sie höchst Emotionell reagiert haben. Da braucht man sich nur die Autos anzuschauen, die Leute kaufen. (Jetzt will ich wirklich nichts von "Penisersatz" und so was hören, denn das ist soooo primitiv - und es ist wirklich viel viel komplexer).

Da heißt also - wer beim coming out voll den Fokus auf die eigenen Emotionen hat, wenig auf die Emotionen der Partnerin eingeht, sondern nur alles rationell erklären will oder einfach zu "Verständnis" appelliert, wird schlechte Karten haben.

Wer die Partnerin über Jahre hinweg zur "Inflexibilität" erzogen hat und dann plötzlich durch einen coming out einen Höchstmaß an Flexibilität abfordert, muss wirklich viel Glück haben, damit das glatt funktioniert.
Ich habe keine Patentlösung dazu, wie man die Hürde überwindet. Ich glaube aber, dass man genausgut erst mal sich was ausdenken sollte um gemeinsam aus dem Zustand der geistigen Starre raus zu kommen, viellecht sogar über eine längere Zeit ausgedehnt, bevor man dann ein coming out macht.

Schaden kann es zumindest nicht. Es setzt aber voraus, dass die Person A, selber wieder aufwacht. Und sollte es sich dabei herausstellen, dass A und B feststellen, dass sie eh nicht mehr zueinander zusammen passen, dann ist es halt so.
So was kommt tatsächlich vor. Ich hatte mal ein Styling/Foto-Session mit einer Frau - wenn ich Leute Fotografiere benutze ich eine gute Portion Suggestion, um das Beste aus ihnen herauszuholen. (Ein Shooting mit mir kann also gewissermaßen auch eine Coaching-Session sein.)
Ein Jahr später erzählte sie mir, dass das Shooting ihr Selbstvertrauen so einen Kick verpasst hatte, dass sie endlich den Absprung gefunden hatte: Den Mann mit dem sie seit 15 Jahren verheiratet gewesen war, würde sie verlassen. Also Warnung: Das Leben IST spannend und voller Überraschungen.
Lina
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Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 66 im Thema

Beitrag von Lina »

ManjaV. hat geschrieben:Das nimmt hier Züge an, die kann ich nicht verstehen.
Ich hab meine Sachlage mehrfach dargestellt und fühle mich daher von Lina nicht direkt angesprochen. ...
Ich bin hier raus
Da kannst du eigentlich froh sein - weil ich glaube nicht, dass es besonders schön ist, diejenigen zu sein, die ich da beschreibe. Trotzdem kann ich ja dein Beitrag als Ausgangspunkt nehmen, um etwas Weiterreichendes zu sagen, wo du dich nur Teilweise oder gar nicht angesprochen fühlst. Dass du mich in dem Moment inspiriert hast, kann ja nicht schlimm sein, denke ich.
Lina
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Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 67 im Thema

Beitrag von Lina »

... ich hoffe innerlich, dass nicht nur Mütter, sondern auch Väter instinktiv schützen.
Vivian Cologne
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Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 68 im Thema

Beitrag von Vivian Cologne »

Ui, jetzt kommt auch noch der Mütterinstinkt ins Spiel ... Ich bin es ja gewohnt, dass in vielen Beiträgen hier im Forum die Klischees einem so um die Ohren fliegen. Das ist wieder ein schönes Beispiel. Da passt auch die Formulierung mit dem schweren Fahrzeug der Oberklasse gut hin, aus der ein gewisser männlicher Stolz spricht. Also auch schön klischeehaft.

In einem anderen Zusammnehang habe ich schon einmal bemerkt, wie sehr heteronormativ hier oft diskutiert wird. Es sind wieder die toleranten oder intoleranten Ehefrauen, die mitansehen müssen, wie ihre Ehemänner ganz ganz plötzlich Gefallen finden an süßen Kleidchen oder Schühchen. So als sei das Gefühl vom Himmel gefallen.

Okay, ich kann nicht mitreden, weil ich nie eine jahrzehntelange Beziehung zu einer Frau hatte und die Institution Ehe sowieso für ein Relikt vergangener Jahrhunderte halte. Ich akzeptiere auch, dass es Menschen gibt, die sich darin wohlfühlen. Dieses Wohlgefühl lässt sich wahrscheinlich auch mit viel Unehrlichkeit gegenüber sich selbst und der Parttnerin lange erhalten. Aber es währt wohl nicht ewig.

Ich habe das Gefühl, dass in diesem Forum immer weniger Platz ist jenseits dieser klaren Frau-Mann-Schiene. Das mag auch daran liegen, dass ich mich selbst immer weniger hier einbringe. Also wohl doch ein Teufelskreis ...

Jetzt bin ich aber zu sehr off-topic geworden. Da gehe ich lieber die Sonne genießen.

Vivian
Yasmin

Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 69 im Thema

Beitrag von Yasmin »

Vivian Cologne hat geschrieben: Okay, ich kann nicht mitreden, weil ich nie eine jahrzehntelange Beziehung zu einer Frau hatte und die Institution Ehe sowieso für ein Relikt vergangener Jahrhunderte halte. Ich akzeptiere auch, dass es Menschen gibt, die sich darin wohlfühlen. Dieses Wohlgefühl lässt sich wahrscheinlich auch mit viel Unehrlichkeit gegenüber sich selbst und der Parttnerin lange erhalten. Aber es währt wohl nicht ewig.
Vivian
Ist wohl absoluter Blödsinn.Ich bin mit meiner Frau schon 23 Jahre zusammen.Ich war nie unehrlich ihr gegenüber,aber hab durch meine Erziehung und die Umwelt,mir ein Leben aufgebaut,das die Gesellschaft von mir erwartet hat.Irgendwann hab ich den Druck nicht mehr ausgehalten und bin jetzt(schon fast) die/der ich wirklich bin.Trotzdem hat sie mich nicht verlassen und im Gegenteil,sie findet meine feminine Seite toll.
Und deshalb kannst du überhaupt nicht mitreden,weil du keine Beziehung kennst.

Liebe Grüße Yasmin (smili)
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Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 70 im Thema

Beitrag von Vivian Cologne »

Dann halte ich wohl auch besser den Mund, wenn ich nicht mitreden kann. Das ist ja der Sinn eines Forums.

Danke für den Ratschlag.

Vivian
Lina
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Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 71 im Thema

Beitrag von Lina »

Yasmin hat geschrieben:
Vivian Cologne hat geschrieben: Okay, ich kann nicht mitreden, weil ich nie eine jahrzehntelange Beziehung zu einer Frau hatte und die Institution Ehe sowieso für ein Relikt vergangener Jahrhunderte halte. Ich akzeptiere auch, dass es Menschen gibt, die sich darin wohlfühlen. Dieses Wohlgefühl lässt sich wahrscheinlich auch mit viel Unehrlichkeit gegenüber sich selbst und der Parttnerin lange erhalten. Aber es währt wohl nicht ewig.
Vivian
Ist wohl absoluter Blödsinn.Ich bin mit meiner Frau schon 23 Jahre zusammen.Ich war nie unehrlich ihr gegenüber,aber hab durch meine Erziehung und die Umwelt,mir ein Leben aufgebaut,das die Gesellschaft von mir erwartet hat.Irgendwann hab ich den Druck nicht mehr ausgehalten und bin jetzt(schon fast) die/der ich wirklich bin.Trotzdem hat sie mich nicht verlassen und im Gegenteil,sie findet meine feminine Seite toll.
Und deshalb kannst du überhaupt nicht mitreden,weil du keine Beziehung kennst.

Liebe Grüße Yasmin (smili)
Was willst du denn über Vivians Beziehungen wissen? Und nur weil was sie schreibt, bei deiner Beziehung nicht zutrifft ist es doch alles nicht automatisch Blödsinn.

Aber du sagst doch eben gerade, dass du ein Leben aufgebaut hast wie die Gesellschaft von dir erwartet und deshalb den Druck nicht aushielst. Wie wird das in deinem Buch = Ehrlich zu sich selber sein? (Darum ging es ja gerade in Vivians Post)
betty
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Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 72 im Thema

Beitrag von betty »

Ich bin auch eine intolerant Ehefrau. Es ist furchtbar und völlig unverständlich für mich. Ich habe damals einen mann geheiratet! Und jetzt kommt mir nicht mit : in einer guten Ehen will man doch, das der Partner glücklich ist" - und was ist mit mir ? Der Gedanke, das mein "mann" so vor die Tür geht ist unerträglich.
Durch sein outing hat er mir auch meine ganze Weiblichkeit beschmutzt. Ich kann mich nicht mehr schminken ( dann sehe ich ihn im Spiegel ) ich kann mich nicht mehr schick anziehen . Es ist nicht mehr nur meine Rolle in der Ehe. Geschweige denn körperliche Nähe. Das ist ein Gedanke.....
. Wisst ihr eigentlich, was ihr euren Familien damit antut ? Da sind Kinder, Freunde Partnerschaft, die nie wählen konnten, ob sie so etwas wollten. Und dann werden sie nach Jahren vor vollendete Tatsachen gestellt. Friss oder stirb.
Das sind meine Gedanken und Gefühle, die diese Sache mit mir macht, und die ich nie wollte. Mal schauen, das die Zukunft bringt.
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Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 73 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

... und herzlich willkommen )))(:
Wisst ihr eigentlich, was ihr euren Familien damit antut ? Da sind Kinder, Freunde Partnerschaft, die nie wählen konnten, ob sie so etwas wollten. Und dann werden sie nach Jahren vor vollendete Tatsachen gestellt. Friss oder stirb.
Oha, das spricht eine sehr zornige Partnerin(?).
Ich kenne Partnerinnen und ganze Familien, die mit den Themen Crossdressing und Transsexualität anders umgehen (können).
Meine Frau empfindet es sogar in weiten Teilen als Bereicherung - nach anfänglichen Schwierigkeiten.
Sicher: es gibt auch Partnerschaften, in denen es große Probleme gibt.

Viel gesagt hast Du nicht über Dich und euch, einfach mal Deinen Zorn "raugehauen". Wenn Du Interesse an eurer Partnerschaft hast, dann sollte eine Auseinandersetzung darüber hinausgehen; denn die Zukunft bringt nichts "von allein" oder nach Wunschzettel.
Die Forumgemeinde ist Dir mit Hinweisen sicherlich behilflich.

Gruß
Anne-Mette
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Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 74 im Thema

Beitrag von betty »

Mir tut es nicht gut, und eine Bereicherung ist es ganz sicher auch nicht . Was ist daran Bitte toll ????
Anne-Mette
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Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 75 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

bitte nicht unter den Tisch fallen lassen; ich habe auch geschrieben:
Sicher: es gibt auch Partnerschaften, in denen es große Probleme gibt.
Erst einmal soillte ein Blick auf eure Beziehung geworfen werden:
- wie alt seid ihr?
- wie lange seid ihr zusammen?
- welche Wünsche/Ziele habt ihr?
- Habt ihr Kinder - oder steht ihr (noch) in der Familienplanung?
- wie kam das Thema bei euch auf?
- habt ihr schon ausführlicher darüber geredet? Wie sah das Gespräch aus?

usw.

Gruß
Anne-Mette
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