Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof
Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof - # 5

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ab08
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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 61 im Thema

Beitrag von ab08 »

Hallo meine Lieben,

komm auf meinen Beitrag vom Donnerstag zurück http://www.crossdresser-forum.de/phpBB3 ... 45#p131769

Der Polizeipräsident von Köln, Wolfgang Albers, ist nun nicht mehr im Amt. Ein erster, unbedingt notwendiger, Schritt.
Nachdem, was in Bonn und Köln in den letzten Jahren passierte, halte ich das für eine konsequente Entscheidung.
Herr Albers war sicher bemüht, aber entweder überfordert, oder wurde von seinem Team nicht so unterstützt, wie es in der Position notwendig ist, oder beides.

Auch wenn nun ein Führungswechsel erfolgt, entscheidend ist, dass künftig genügend kompetentes Personal da ist, das auch für Extremsitutionen gut ausgerüstet ist.
Wir brauchen ausreichend Beamte, insbesondere ausreichend weibliche Polizeibeamte, Beamte mit Sprachkenntnissen, Beamte mit Migrationshintergrund usw.
Aber gute Bezahlung ist erforderlich!! Wenn man genügend kompetente Kollegen für schwierige Aufgaben gewinnen will, kostet das eben!!
Daher warte ich gespannt, welche Massnahmen nun erfolgen. Denn, wie ich bereits am Donnerstag schrieb, reicht die Ablösung der Spitze natürlich nicht :wink:

Von "Hilfspolizei" bzw. "Freiwilligen, die Polizeikräfte unterstützen" etc. halte ich persönlich übrigens nix.
Es mag "Einzelfälle" geben, wo es was bringt. --> ABER in der Regel dienen solche Aktionen nur dazu, Kosten zu sparen. --> Mit der Folge, dass das System weiter erodiert!!

Wir sind alle(!!) Bürger dieses Staates. ==> Gesetzesverstöße, die wir mitbekommen, sollten wir der Polizei melden.
Häufig werden Einbruchserien und andere Taten aufgeklärt, weil aufmerksame Personen dies meldeten. (Da kenn ich einige Fälle durch Gerichtsbesuche mit Schulklassen.)
Ich lebe in Mittelfranken, bin etwas älter. Früher pflegten hier zahlreiche Rentner aus den Wohnungen hinter den Vorhängen/Fenstern, die unmittelbare Umgebung zu beobachten.
Manche brachten aussen sogar Autospiegel an, um ihr Blickfeld zu vergrößern. Dort ging niemand unbeobachtet die Straße lang.
Man mag zu so einem Verhalten stehen, wie man will. --> ABER...So ein Umfeld verringert die Wahrscheinlichkeit von Straftaten ziemlich...


Liebe Grüße
Andrea

Nachtrag zum Thema, wie oft mit dem "anderen Geschlecht" (Beauvoir) umgegangen wird:
Die gestrige Taz (Freitag) enthält auf Seite 13 eine gute, von Hengameh Yaghoobifarah verfaßte, Analyse.
Titel: "Willkommen in der Hölle, Ladys" ---> So neu sind solche Übergriffe auch bei uns wahrhaftig nicht. :wink:
http://www.taz.de/Gewalt-gegen-Frauen/!5263311/
"Damit leben", das müssen leider zahlreiche Frauen hier. (Ich machte einschlägige Erfahrungen, über die ich aber nicht öffentlich berichte!)
Hängt mit dem Frauenbild zusammen. Früher war es keineswegs besser.
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz
JaquelineL
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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 62 im Thema

Beitrag von JaquelineL »

Hallo ihr Lieben,

über das "Flüchtlinge verstehen", "Sorgenhaber verstehen", "Rechte verstehen", "Linke verstehen", "Bunte verstehen", "Monochrome verstehen" brauche ich hier gar nichts mehr schreiben, da wurde schon genug gesagt.

Was ich jedoch für extrem auffällig halte (und was dennoch weitestgehend unter den Teppich gekehrt wird), ist das augenscheinlich unbeabsichtigte Durchscheinen von Hintergrundinformationen, die in deutlichem Widerspruch zu den bisherigen Darstellungen stehen. Dabei tauchen so viele Details über andere Aspekte und Aktionen auf, dass ich mittlerweile *niemandem* mehr traue (im Sinne von "jeder lügt, dass sich die Balken biegen, Hauptsache es passt in das jeweils gewollte Bild"). Das betrifft explizit nicht nur die Darstellungen zu den Silvester-Ereignissen.

Es fängt bei den Aussendarstellungen der Polizeiführung im Kölner Fall an, beinhaltet die medienpräsenten Politiker, umfasst die Medien im Großen wie im Kleinen und macht mir ähnlich wie die "Snowden-Enthüllungen" klar, dass unsere vermeintlich freie demokratische Grundordnung noch viel mehr Farce ist, als mir mein Gefühl schon seit Jahren sagt :(

"Großkrisen" wie zu diesem Silvester zeigen auf, wie dünn der Mantel der Zivilisation auch bei uns ist und wie schnell eine Gesellschaft abdriften kann - egal ob durch die Bildung von Parallelgesellschaften am unteren Ende oder durch Radikalisierung derjenigen, die derzeit die tatsächliche Macht innehaben und diese behalten und sogar ausbauen wollen (z. B. durch Wiedereinführung faktische Feudalstrukturen samt gesetzlicher Sanktionierung und Bereitstellung entsprechender Gewaltmittel).

Egal, ob wir mit den Migrantenmassen klarkommen oder nicht - die größte Angst haben ich vor der Entwicklung *unserer* Leute und *unseres* Systems.

Viele Grüße
Jackie
Lina
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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 63 im Thema

Beitrag von Lina »

Inga hat geschrieben:
Lina hat geschrieben:
@
Sorry, dass ich in kritischen Situationen nicht in deinem Sinne meinen Mann Äh meine Frau stehe.


Was meinst du eigentlich damit?

Ich hatte erwähnt, dass was du wahrnimmst an entstehenden Gefahrensituationen, müssten professionelle Sicherheitskräfte auch erkennen können. Oder gehörst du selber im Alltag zu denen?
Hallo, Lina,

Nein, ich bin nicht bei denen.

Hatte aber neben meinen persönlichen Erfahrungen gerade bei Gewaltpräventionen öfters Kontakt mit denen.

So viel weiß ich: Ob Bild oder andere, auch die Presse berichtet nicht alles immer so umfangreich und so korrekt, was, wie und in welchem Umfang es tatsächlich vorgefallen ist.
Da maß ich mir nicht mehr an, schnell den empörten allein gelassenen Bürger zu spielen.

Ansonsten lass ich deinen Beitrag zu später Stunde mal so stehen.

Liebe Grüße
Inga

Warum redest du ständig von BILD? Ich beziehe mich auf die widersprüchlichen aussagen vom Pressesprecher der Polizei. (Dass seine offiziele Stellungnahme in BILD erschien, macht es wohl nicht weniger seine Stellungnahme.) Dass du irgendwelche vorgefassten Meinungen über teile der Tagespresse ändert nichts an der Widersprüchlichkeit in den offiziellen Aussagen des Pressesprechers gegenüber den Augenzeugenberichten, die in einer ganzen Reihe in- und ausländischen Medien sich decken, sei es NDR, Metro Express Kopenhagen oder andere.
Lina
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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 64 im Thema

Beitrag von Lina »

Doreen hat geschrieben:Guten Morgen,

ein befreundeter Polizist erzählte mir dass es in den Großstädten gerade in der Silvesternacht viele Kollegen gab die Streife verstärkt im Umfeld von Flüchtlingsunterkünften fahren mussten um eventuelle Anschläge zu vereiteln, Personal wird zum Schutz dieser Einrichtungen benötigt.
Wenn es doch zu wenig Beamte gibt, warum geht man nicht dazu über, eine freiwillige Polizeireserve zu gründen ähnlich wie es auch bei den Feuerwehren
gehandhabt wird. ...
LG Doreen
Da haben wir vielleicht schon ansatzweise das was die ganze Aktion möglicherweise bewirken solte - ich schließe es zumindest immer noch nicht aus. Laute Stimmen, die sagen, wir wollen mehr Polizei ... einige werden dann auch nach härtere Strafen usw. schreieien. Bevor überhaupt festgestellt wird, ob wir vielleicht schon alles haben, was wir brauchen - sie müssen es nur anwenden. Erstens müssen in so einem Szenario Leute fysischen Schutz haben, rein körpeliches Eingreifen ist angesagt, dann muss man die Informationen sichern, die zu Verurteilungen führen können. Bessere Taktik, bessere Schulung ist also angesagt. Viele standen ja dumm rum wenige Meter von den Situationen und wollen nichts gesehen haben und waren vielleicht auch nicht besonders entgegenkommend, wenn Geschädigte und Zeugen sie ansprachen. Scheint mindestens ein Ausbildungsproblem zu sein.
Menschen geben genügend non-verbale Hinweise von sich, dass man mit etwas Übung, in einem Raum mit mehreren Hundert Leute, über 10-20 m Entfernung z.B. erkennen kann, ob zwei Personen in einem normalen agitierten Gespräch sind oder ob bei dem einen oder beiden sich gerade Wut aufstaut, das evtl. zu einem Problem in Form von Ruhestörung ode Schlägerei führen kann (wenn man die Leute nicht rechtzeitig kurz anspricht ...) - ich bin nicht die Einzige, die das kann. Es ist auch nicht super schwierig zu lernen.

Diese Aktivisten und Verbrecher, die sich u.a. in Köln breit gemacht haben, werden auch unbewusst in ihrer Körpersprache gezeigt haben, dass sich gerade etwas in Vorbereitung war. Zeugen - oder eher Zeuginnen (Frauen sind sowieso meistens besser drin) haben es ja auch erkannt - nur hört man kaum von Polizisten, die irgendwie darauf im Vorfeld reagiert haben. Wäre schön, wenn die das lernen würden.

Das Problem war ja gar nicht, dass da nich Massen an Polizei vor Ort war. Das Problem war offensichtlich, dass sie keinen Plan hatten, wie sie damit umgehen sollten. Das Problem wird man nie im Leben mit einigen leicht ausgebildeten Teilzeit-Polizisten auf Streife lösen. Dadurch hat man ja immer noch keinen Plan.
Ich bezweifle, dass diese Teilzeitpolizisten am anderen Ende des Workflows eingesetzt werden oder werden sollten - also da, wo Leute ankommen im Polizeirevier, um Anzeigen zu erstatten. Weil da ist es wirklich wichtig, dass auch rationell und mit juristischem Gefühl gearbeitet wird, oder man wird hinterher nur einen Haufen Papier haben, womit niemand was anfangen kann.
Anne-Mette
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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 65 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

wir müssen uns auch selbst fragen, ob wir uns genug einsetzen.

Ich habe mit Absicht den Artikel "Flashmob" veröffentlicht, obwohl es sehr kurz vor dem Termin war.

Von dem Termin habe ich auch nicht erfahren, sondern ich musste selbst danach suchen.

Bei der weiteren Recherche bin ich dann auf die Veranstaltung im November gekommen (siehe Plakat)... und auf der Internetseite bedanken sich die Initiatorinnen bei und für 300 Teilnehmerinnen.

Die Informationen müssen einfach besser fließen!

Wenn ich dann sehe, dass Pegida & Co jeweils mehrere Tausend TeilnehmerInnen aktivieren, wird mir schlecht!

Gruß
Anne-Mette
Marlen
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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 66 im Thema

Beitrag von Marlen »

Hi,

zu dem Thema "freiwillige Polizei Reserve":
Das stößt bei den Polizisten, die ich kenne und auch bei der Deutschen Polizei Gewerkschaft auf Ablehnung. Denn es hilft nicht über die fehlenden Stellen hinweg.
Es beginnt schon bei der Frage "Wen soll man dazu auswählen, ohne daß gleich eine "Rambo Truppe" zusammenkommt?"
Dann können diese Polizei Helfer keine wirklichen hoheitlichen Aufgaben durchführen, weil sie eben keine echten Polizisten sind. Sie können Personalien feststellen, Platzverweise austeilen, Personen festhalten und Verstärkung rufen. Das sind aber auch nahzu die selben Rechte, die jeder Bürger/ Bürgerin auch hat.
Es ist fraglich, ob die Polzei Helfer genug Autorität haben, diese Aufgaben auch durch zu führen, wenn sie in einer entsprechenden Gefahren- Lage sind.
In Bayern gibt es in einigen Städten seit bald 20 Jahren die sog. "Sicherheitswacht", die, mit Funkgeräten ausgestattet, jeweils 2 Mann stark Streife läuft. (Sind übrigens auch Frauen dabei) Das tun sie in engem Kontakt mit den jeweiligen Polizeidienststellen, sind aber im Grunde nur eine Art "Späher" bis die echte Polizei anrückt. Diese "Sicherheitswacht" wurde seinerzeit im Zusammenhang mit Sparplänen bei der Polizei gegründet. Der Erfolg dieser Einrichtung ist sehr umstritten.
Waffen darf die "Sicherheitswacht" nicht tragen.
Die meisten Angehörigen dieser Truppe sind anständige, unbescholtene Menschen, die im Übrigen ihren Dienst eherenamtlich versehen.
Allerdings:
In meiner Heimatstadt hat sich damals bei der Gründung gleich der örtliche Vorsitzende der REPs als einer der Ersten freiwillig gemeldet.

LG
Marlen
Lina
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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 67 im Thema

Beitrag von Lina »

Sicherheitswacht hin oder her - das loest dieses Problem kaum.
Und der gepostete Artikel: So weit bin ich mit ihr - einfach nurdie Beschreibung "arabisch oder nordafrikanisch aussehende Maenner" reicht mi auch nicht. Dazu gibt es einfach zu viele europaer mit DNA aus de Regionen. Sie erwaehnt selber Adriano Celentano. Ich koennte Charles Aznavour, Isabelle Adjani, meinen kanadischen Neffen uva. dran haengen. Es sei denn, dass was kulturell typisches aufgefallen ist. Wenn sie unter sich Arabisch oder mit arabischem Akzent gesprochen haben, ist es was anderes.
Aber wieviele Deutsche koennen einen auslaendischen Akzent einigermassen korrekt erkennen und einschaetzen? Nicht wirklich viele.
Jaqueline
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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 68 im Thema

Beitrag von Jaqueline »

Guten Morgen,

na toll, als hätten wir das Phänomen auch noch gebraucht :-( http://www.welt.de/politik/deutschland/ ... ommen.html

Ganz liebe Grüsse
Jaqueline
Genieße jeden Tag, als sei es dein letzter :-)

Seit dem 01.01.2024 findet man mich an einer kleinen Klinik in München.

https://www.crossdresser-forum.de/phpBB3/viewtopic.php?p=277174#p277174
exuserin-2017-01-16

Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 69 im Thema

Beitrag von exuserin-2017-01-16 »

Für mich verstärkt sich der Eindruck das wir auf Weimarer Verhältnisse zu marschieren. Die Regierung ist nicht Willens oder nicht mehr fähig anstehende Probleme zu lösen und auf der Straße radikalisiert sich die Gewalt ob von Rechts in Dresden oder Links wie z. B. in Leipzig oder Berlin. Wenn das so weiter geht wie 2015 spaltet das die deutsche Gesellschaft noch mehr und ich befürchte das es die ersten Toten geben wird. Das ist meine Einschätzung der Lage ich hoffte es ist falsch ...
LG Uta
Marielle
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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 70 im Thema

Beitrag von Marielle »

Guten Morgen zusammen,

Weimarer Verhältnisse ........ die Regierung ist nicht Willens oder nicht mehr fähig.......wenn das so weiter geht......

Das Gute ist, dass man aus Geschichte lernen kann. Wir sollten also einen Fehler nicht wiederholen, der m.E. einen nennenswerten Anteil am Scheitern der Weimarer Republik hatte. Die oft genannte 'Mitte der Gesellschaft' muss sich viel deutlicher und mit durchdachten Positionen in den Diskurs einbringen, anstatt ihr 'bürgerliches Engagement' darauf zu beschränken, eine unterfinanzierte Polizei zwischen die Fronten zu stellen und ansonsten verbal auf 'die Regierung' einzudreschen oder gar die Parolen der Strasse aufzugreifen.

Demokratie und Freiheit sind nicht der Lohn für Passivität, Konsum und jährliches Kreuzchen-Machen!

Wir haben es gut.

Marielle
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Veronika
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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 71 im Thema

Beitrag von Veronika »

Hallo zusammen,

die Berichterstattung in den Medien ist ja immens.
Vor einigen Tagen wurde berichtet das die Kölner Polizei bei der Zentralstelle für den Einsatz von Hundertschaften eine Hundertschaft für Silvester angefordert hat. (Diese Zentralstelle ist dem Innenminister unterstellt) von dort kam jedoch eine Ablehnung.
Einige Tage später war eine Meldung zu lesen, dass diese Zentralstelle der Polizei in Köln eine Hundertschaft angeboten hat, die jedoch von Köln abgelehnt wurde.

Wem ist hier jetzt zu glauben. Hier ist eine Verschleierung von Tatsachen im großen Stiel im Gange.
Jeder der Verantwortlichen klebt an seinem Stuhl und versucht die Schuld bei anderen zu suchen.
Der Polizeipräsident ist abgesetzt worden, durch den Innenminister. M. E. muss auch der Innenminister abgesetzt werden, denn dieser ist für den Polizeiabbau in NRW verantwortlich. (Ich hatte dazu in diesem Thread bereits geschrieben)
Ich stelle mir hier die Frage, etliche Politiker haben sich in den Medien mit Entsetzen geäußert, wo ist bisher die Stellungnahme der Ministerpräsidentin Kraft geblieben.
Wird hier im stillen Kämmerlein nach einer Lösung gesucht das der Innenminister doch im Amt bleiben kann?

Die hochgelobte Pressefreiheit gibt es schon lange nicht mehr in Deutschland.
Es wird immer mehr versucht unangenehme Wahrheiten unter den Tisch zu kehren.

Noch einen schönen Tag

Veronika
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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 72 im Thema

Beitrag von Marielle »

Die hochgelobte Pressefreiheit gibt es schon lange nicht mehr in Deutschland.
Und welchen Zweck soll dieser Schlag in's Gesicht derjenigen, die sich um neutralen Journalismus bemühen, nun haben? Oder sind tatsächlich ALLE Journalist_innen Lügner_innen?

Das die Presse nicht das schreibt, was man gerne hätte, ist kein Mangel der Presse. Und wenn man behauptet, dass die Presse lügt, erfordert das einen Beleg. Eine Parole reicht nicht. Mal abgesehen davon: In kürzester Zeit finden sich im Netz Presseartikel, die die Sache von allen Seiten und mit unterschiedlichsten Ergebnissen beleuchten. Es könnte also auch an der eigenen Auswahl liegen, wenn der Eindruck einer einseitigen Berichterstattung entsteht.

Und darüber hinaus: Welchen Mehrwert hat die Information, dass es sich 'überwiegend um Nordafrikaner handelte' denn eigentlich? Diese Information wird ja wohl mit der Formulierung "Verschleierung von Tatsachen" eingefordert. Sie hat keinen wirklichen Mehrwert, weil man dann immer noch nicht weiss, WER genau WAS getan hat und dafür in den Knast gehört. Allenfalls die Untermauerung eigener (Pauschal-) Urteile wird dadurch bedient. Solange man nicht einzelne Personen benennen kann, ist die eigentlich richtige Meldung, dass es Menschen waren, die dort Verbrechen begangen haben. Sämtlich Attribute sind Spekulationen oder Verallgemeinerungen, die einem Rechtsstaat und einer rechtstaatlichen Gesellschaft nicht angemessen sind. Man stelle sich den Entrüstungssturm vor, der entstünde, wenn aus Verbrechen am Rande einer CSD-Parade die Forderung nach Abschaffung dieser Paraden der 'überwiegend gewaltbereiten LGBTIQ-Community' gemacht würde.

Das es in afrikanischen und arabischen Gesellschaften andere Wertvorstellungen als in Teilen! der hiesigen Bevölkerung gibt, ist übrigens auch keine neue Erkenntnis. Das weiss man schon seit Ewig und drei Tagen. Man hätte sich also schon sehr lange mit der Frage beschäftigen können, wie man diese Diskrepanz beseitigt, anstatt jetzt zu sagen 'Siehste, ich hab's ja gewusst.'


Nochmal: Demokratie und Freiheit sind nicht der Lohn für Passivität, Konsum und jährliches Kreuzchen-Machen!

Marielle
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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 73 im Thema

Beitrag von Lina »

@Die hochgelobte Pressefreiheit gibt es schon lange nicht mehr in Deutschland.


Leute die das behaupten, sind nach meiner Erfahrung gerade die, die erwarten dass sie ungestört sonstwas in den Medien behaupten können - und es meistens auch tun. Und niemand stört sie dabei.

Insbesondere heute, wo praktisch alle textliche und audiovisuelle Berichterstattung übers Internet an ihe Zielgruppe bringen kann, was ja etwas realtiv Neues ist. Soll die Urheberin der o.g. Behauptung doch belegen, dass etwas von ihr oder von anderen zensiert wurde. Wenn sie das nicht tut, müssen wir wohl davon ausgehen, dass sie weiß, dass ihre Behauptung unwahr ist.
exuserin-2017-01-16

Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 74 im Thema

Beitrag von exuserin-2017-01-16 »

@Die hochgelobte Pressefreiheit gibt es schon lange nicht mehr in Deutschland.

Vielleicht ist das falsch ausgedrückt? Wenn man sich informieren will gibt es schon noch genug unabhängige Zeitungen. Aber durch die zusammengeschalteten Medienkonzerne ich denke da an Bild oder die Pro 7 oder RTL Gruppen entsteht schon der Eindruck einer gleichgeschalteten Medienlandschaft.
Man muß halt suchen und auch mal quer lesen ...

Zum Thema Demokratie könnte man hier Seiten füllen die einzige echte Demokratie finde ich ist die Schweiz.

Grüße u.
Anne-Mette
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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Post 75 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

wer sich informieren WILL, findet immer die Möglichkeit.
Allerdings halte ich es für notwendig, sich aus mehreren Informationsquellen zu bedienen.
Ich sichte auch Teile der Boulevardpresse, da ich ansonsten kaum wüsste, was dort zu lesen ist.

Gruß
Anne-Mette
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