Für die Klassikfreunde
Für die Klassikfreunde - # 45

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Jalana
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Re: Für die Klassikfreunde

Post 661 im Thema

Beitrag von Jalana »

"Trinke, Liebchen, trinke schnell" aus der Operette 'Die Fledermaus' von Johann Strauss Sohn

Die Fledermaus ist eine Operette von Johann Strauss. Sie wurde 1874 in Wien uraufgeführt (Wiener Operette) und gilt als Höhepunkt der Goldenen Operettenära.

Die Fledermaus ist neben dem Zigeunerbaron und Eine Nacht in Venedig eine der drei berühmtesten Strauss-Operetten und zudem eine der wenigen Operetten, die regelmäßig auch an großen internationalen Opernhäusern gespielt werden (meist zu Silvester und im Fasching).

Es singen Lucia Popp, Rudolf Schock und Kurt Böhme.



Alles Gute im neuen Jahr!!!

LG
Jalana
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Andrea aus Sachsen
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Re: Für die Klassikfreunde

Post 662 im Thema

Beitrag von Andrea aus Sachsen »

.
Ich habe mir heute, wie fast jedes Jahr, das traditionelle Wiener Neujahrskonzert im Fernsehen angeschaut. Zu den herausragenden Stücken daraus zähle ich diesmal den "Kaiserwalzer" von Johann Strauss (Sohn) und den Walzer "Sphärenklänge" von seinem Bruder Josef.
Hier zwei Aufnahmen aus früheren Konzerten:





Eine kleine allgemeine Anmerkung möchte ich an dieser Stelle noch loswerden:
Ich fände es besser, wenn diejenigen, die hier klassische Werke vorstellen, kurz dazuschrieben, welche persönliche Beziehung sie dazu haben bzw. warum sie gerade dieses Werk vorstellen (Aufführung besucht, zufällig im Radio gehört, private Plattensammlung u.a.).
Ansonsten wünsche ich auch für 2016 viele interessante Klassik-Erlebnisse!
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
Beatrix
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Re: Für die Klassikfreunde

Post 663 im Thema

Beitrag von Beatrix »

Ricercari Tanzlieder der Madrigale des 16. Jahrhundert - Quartetto di Liuti da Milano

Luis de Milán (* um 1500; "  um 1561), auch bekannt als Lluís del Milà, Lluís Milà, Luys Milán, Luis Milán oder Luys de Milán, war ein katalanischer Renaissance-Komponist, Vihuelist (Instrument ähnlich der Gitarre) und Autor über Musiktheorie.

Milán war der erste Komponist der Geschichte, der Musik für die Vihuela de mano veröffentlichte, die hauptsächlich auf der iberischen Halbinsel und in einigen italienischen Staaten im 15. und 16. Jahrhundert verbreitet war. Er war auch einer der ersten Musiker, der textliche Tempoangaben für seine Musik angab.

Die Musik von Luis Milán ist bei heutigen klassischen Gitarristen beliebt, weil sie einfach für ihr Instrument bearbeitet werden kann.

Ricercar (ital. ricercare, suchen) ist eine Instrumentalkomposition vorwiegend für Laute oder Tasteninstrumente (insbes. Orgel) aus dem 16. Jahrhundert.

Das Fehlen des Textes und die Verwendung instrumentaler Spielfiguren und Verzierungen ermöglicht eine freiere musikalische Gestaltung.

Die instrumental komponierten Ricercari sind beeinflusst von der musikalischen Form der Motette. Sie bestehen aus einer losen Aneinanderreihung von Durchführungen, in denen jeweils ein anderes Thema vorherrscht. Im Laufe der Zeit reduziert sich die Anzahl der Themen, bis schließlich das Ricercar mit einem Thema nahtlos zur Fuge führt.

Das Madrigal ist ein mehrstimmiges Vokalstück meist weltlichen Inhalts und repräsentiert eine wichtige musikalische Gesangsform der Renaissance und des Frühbarock.
Merkmale

Das Madrigal ist ursprünglich eine sehr freie Gedichtform, die als Textgrundlage für eine Komposition diente (Singgedicht). Besonders in Italien war diese Gattung im 16. und 17. Jahrhundert zuerst als mehrstimmige Chorkomposition, dann auch als instrumental begleitetes Sologesangsstück sehr beliebt. Der Text beinhaltet zumeist weltliche Themen; das geistliche Pendant zum Madrigal bildet die Motette.

Quartetto di Liuti da Milano
Emilio Bezzi,
Renato Cadel,
Stefano Guarnaschelli,
Elisa La Marca


Teil 1



Teil 2



Teil 3



Teil 4
Nachdem Gott mich geschaffen hatte, sagte er: "Ups, da ist mir doch
ein Fehler passiert. Na egal, den müssen andere wieder ausbügeln. :-)"
Jalana
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Re: Für die Klassikfreunde

Post 664 im Thema

Beitrag von Jalana »

"Dein Trotz vermehrt sich durch mein Leiden" aus dem Singspiel 'Bastien und Bastienne' von Wolfgang Amadeus Mozart

Bastien und Bastienne (KV 50) ist eines der frühesten Singspiele von Wolfgang Amadeus Mozart. Das Werk wurde angeblich vom Wiener Arzt Franz Anton Mesmer in Auftrag gegeben und entstand 1767/68, als Mozart 12 Jahre alt war. Die Uraufführung fand vermutlich 1768 im Gartentheater des Palais Mesmer in Wien Landstraße oder in Mesmers Schloss Rothmühle in Schwechat bei Wien statt, die erste nachweisbare Aufführung war am 2. Oktober 1890 im Architektenhaus in Berlin.

Das Singspiel besteht aus einem Akt und wurde in deutscher Sprache verfasst. Leopold Mozart nannte es Operetta, für den Librettisten Friedrich Wilhelm Weiskern war es "eine Französische Operacomique". Dieses Genre war damals sehr in Mode.

Das Libretto stammt von Friedrich Wilhelm Weiskern, Johann Heinrich Müller und Johann Andreas Schachtner. Es basiert auf Marie Justine Benoîte Favarts, Charles Simon Favarts, und Harny de Guervilles Les amours de Bastien et Bastienne, einer Parodie auf Jean-Jacques Rousseaus einaktige Oper Le devin du village (Der Dorfwahrsager).

Die Jahrmarktsparodie (vgl. Pariser Jahrmarktstheater) von Rousseaus naiver Oper macht sich über den Rat des Wahrsagers lustig, dass die verlassene Geliebte ihrem reuigen Verehrer die kalte Schulter zeigen solle, indem sie diese Reaktion ins Extrem steigert. In der deutschen Fassung ist die Komik allerdings wieder verschwunden. Die harmlose, anrührende Handlung entsprach dem Zeitgeist des Rokoko, dem Bedürfnis nach Einfachheit und Natürlichkeit.

Es singen Dionizy Placzkowski und Wojciech Dzwoniarski

https://www.youtube.com/watch?v=VU1VA-LHras bitte als neuen Tab öffnen.

LG
Jalana
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Re: Für die Klassikfreunde

Post 665 im Thema

Beitrag von Jalana »

"Ciocarlia" von George Enescu

George Enescu (* 19. August 1881 in Liveni Vîrnav, heute: George Enescu im Kreis Botos,ani; "  4. Mai 1955 in Paris) war ein rumänischer Komponist, Violinist und Dirigent.

Dem breiten Publikum ist Enescu mit den von der rumänischen Volksmusik inspirierten Stücken bekannt: der dritten Violinsonate dans le caractère populaire roumain (1926), der dritten Orchestersuite villageoise (1938), vor allem aber mit den beiden Rumänischen Rhapsodien op. 11 (1901), deren Popularität selbst ihrem Schöpfer unangenehm wurde. Sie verstellen noch heute den Blick auf das vielseitige Schaffen des bedeutendsten rumänischen Komponisten.



LG
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Re: Für die Klassikfreunde

Post 666 im Thema

Beitrag von Jalana »

"Duett von Frau und Herrn Fluth" aus der Oper 'Die lustigen Weiber von Windsor' von Otto Nicolai

Carl Otto Ehrenfried Nicolai (* 9. Juni 1810 in Königsberg-Steindamm; "  11. Mai 1849 in Berlin) war ein deutscher Komponist. Bekannt wurde vor allem seine Oper Die lustigen Weiber von Windsor; außerdem gründete er die Wiener Philharmoniker.

Die lustigen Weiber von Windsor ist eine komisch-fantastische Oper in drei Akten von Otto Nicolai. Das Libretto verfasste Salomon Hermann Mosenthal nach der gleichnamigen Komödie von William Shakespeare. Die Uraufführung fand am 9. März 1849 am Königlichen Opernhaus zu Berlin unter dem Dirigat des Komponisten statt.

Es singen James Wright und Gabriella Sam.



LG
Jalana
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Dani-Nicola

Re: Für die Klassikfreunde

Post 667 im Thema

Beitrag von Dani-Nicola »

Ciocarlia, Deutsch: Lerche
ist keine Komposition von George Enescu. Vermutlich ist es eine ältere rumänische Volksweise. Arrangiert für Violine und Klavier wurde das Stück von Grigoras Dinicu (1889 bis 1949); rumänischer Violinist und Komponist mit Roma-Abstammung. Vermutlich als erster hat der Großvater Angelus Dinicu das Stück aufgeschrieben, in einer Fassung für Panflöte. Auf Wikipedia wird er als dessen Komponist angegeben.

George Enescu war nicht nur Komponist, sondern auch ein großartiger Violinvirtuose und hat Ciocarlia, ein für die Violine sehr wirkungsvolles und unterhaltsames Salonstück, sehr gerne gespielt.

Eine Originalkomposition von Grigoras Dinicu ist Hora Staccato, sicher sein bekanntestes Werk.
Bei diesem Stück wird, bei den kurzen schnellen Tonfolgen, der Bogen in eine Richtung geführt und durch kurzen Druck mit der Bogenhand abgestoppt. Dadurch kommen die hart abgesetzten, schnellen und virtuosen Tonfolgen zustande. Nur wenige Geiger können das wirklich gut. (Ich kann es nicht :D , ich spiele lieber einschmeichelnde Melodien fürs Herz (he) )

Auf youtube habe ich eine Aufnahme mit dem Komponisten gefunden ohne Film. Deshalb habe ich noch ein Video mit einem russischen Geiger dazu genommen auf Ihr sehen könnt, wie dieses Staccato zustande kommt.

LG
Eure Daniela
Dani-Nicola

Re: Für die Klassikfreunde

Post 668 im Thema

Beitrag von Dani-Nicola »

Hallo Ihr Lieben,

da ist wohl mit den youtube-Videos etwas schiefgegangen. Ich mach das mal anders.

Also noch einmal Hora Staccato mit dem Komponisten und mit dem russischen Geiger.




Seid doch so lieb, und verratet mir wie ich die Videos direkt auf die Seite bekommen kann.

LG Daniela

---
Edit: Links klickbar gemacht - Jalana
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Re: Für die Klassikfreunde

Post 669 im Thema

Beitrag von Jalana »

"Auf Ferienreisen Op. 133" Schnellpolka von Josef Strauss

Josef Strauss (* 20. August 1827 in Mariahilf bei Wien; "  22. Juli 1870 in Wien) war ein österreichischer Architekt, Erfinder, Komponist und Dirigent.

Josef Strauss war ein Sohn von Johann Strauss (Vater) und dessen Frau Anna sowie Bruder von Johann Strauss (Sohn) und Eduard Strauß. Er strebte aber keine musikalische Karriere an, sondern absolvierte ein Studium am Wiener Polytechnikum (heute Technische Universität Wien), arbeitete als Bauleiter bei der Errichtung eines Wehrs in Trumau, Niederösterreich, und konstruierte zwei Straßenkehrmaschinen. Als jedoch Johann Strauss (Sohn) im Spätherbst 1852 von einer Konzertreise völlig erschöpft zurückkehrte, musste Josef im folgenden Jahr als Kapellmeister der Strauss-Kapelle einspringen. Damals komponierte er sein erstes Werk, den Walzer Die Ersten und die Letzten (in der irrigen Meinung, dies sei sein erstes und zugleich letztes Werk). Die nächste Walzerfolge op.12 nannte er dann folgerichtig Die Ersten nach den Letzten; er komponierte schließlich über 300 Werke. In den folgenden Jahren vertrat er immer häufiger seinen Bruder Johann als Kapellmeister. Er nahm Unterricht in Kompositionslehre und lernte Violine spielen.

Es singen die Wiener Sängerknaben. Mariss Jansons dirigiert die Wiener Philharmoniker 2016.



Liebe Anne-Mette,

gemeinsam mit den Wiener Sängerknaben möchten wir Dir zu Deinem heutigen Ehrentag ein freudiges Ständchen übermitteln. (fwe3)

Herzliche Grüße
Jalana
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Re: Für die Klassikfreunde

Post 670 im Thema

Beitrag von Jalana »

Ouvertüre der Oper "Martha" von Friedrich von Flotow

Martha oder Der Markt zu Richmond ist eine romantisch-komische Oper in vier Akten von Friedrich von Flotow. Die Uraufführung fand am 25. November 1847 im Theater am Kärntnertor in Wien statt.

Entstanden ist die Oper nach dem Ballett Lady Harriette ou La Servante de Greenwich von 1844; das Libretto schrieb der Berliner Schriftsteller Friedrich Wilhelm Riese nach der Vorlage von Saint-Georges. Die Handlung spielt in Richmond zu Anfang des 18. Jahrhunderts, zur Zeit von Königin Anna von England (1702-1714).

Es spielt das Bayerische Staatsorchester.



LG
Jalana
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Re: Für die Klassikfreunde

Post 671 im Thema

Beitrag von Jalana »

"O Isis und Osiris" aus der Oper 'Die Zauberflöte' von Wolfgang Amadeus Mozart

Die Zauberflöte (KV 620) ist eine Oper in zwei Aufzügen, die 1791 im Freihaustheater in Wien uraufgeführt wurde. Das Libretto stammt von Emanuel Schikaneder, die Musik komponierte Wolfgang Amadeus Mozart.

Franz Josef Selig singt die Arie des Sarastro.



LG
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Re: Für die Klassikfreunde

Post 672 im Thema

Beitrag von Jalana »

"Polonaise brillante in B-Dur op. 55" von Friedrich Kalkbrenner

Friedrich Wilhelm Kalkbrenner (* 7. November 1785 während einer Reise seiner Mutter zwischen Kassel und Berlin; "  10. Juni 1849 in Enghien-les-Bains bei Paris) war ein deutsch-französischer Pianist und Komponist.

Als Sohn von Christian Kalkbrenner erhielt er Ausbildung am Pariser Konservatorium (1799—1801) und am Konservatorium Wien (1803/04). Förderer und Lehrer in Wien waren unter anderem Joseph Haydn, Johann Georg Albrechtsberger und Ludwig van Beethoven.

Sein Wirken begann er als Klavierlehrer und Pianist in Paris. Ab 1818 führte er diese Laufbahn mit Johann Bernhard Logier in London erfolgreich weiter. Eine Konzertreise nach Deutschland folgte. Er ließ sich um 1824 in Paris nieder und gründete eine Musikschule für Fortgeschrittene.

Kalkbrenners Methode des Klavierspiels wurde von seinem Schüler Camille Stamaty fortgeführt und von Franz Liszt anerkennend erwähnt. Kalkbrenner war ein Idol von Frédéric Chopin, der ihm später das 1. Klavierkonzert (Chopin) widmete. Er wurde Geschäftspartner des Klavierbauers Ignaz Pleyel und gelangte zu hohem Ansehen. Er galt zwischen 1824 und 1833 als der berühmteste Pianist der Welt.

Es spielt Michael Krücker.



LG
Jalana
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Re: Für die Klassikfreunde

Post 673 im Thema

Beitrag von Dani-Nicola »

Liebe Jalana,

das ist ja ein interessantes Musikstück, das Du da ins Forum gestellt hast. Diese Polonaise von Kalkbrenner hat für mein hörempfinden einige wesentliche Alleinstellungsmerkmale. Harmonisch klingt es ein wenig wie Beethoven, so die frühe bis mittlere Schaffensperiode. Rhythmisch und von der Gestik erinnert es an die Polonaisen von Chopin, von der Struktur und Klarheit kommt mir Robert Schumann in den Sinn.

Nein! Es ist stilistisch wirklich ein eigenständiges Stück und es macht Freude beim Anhören. Es gab neben den großen, heute noch berühmten Komponisten, doch auch einige Zeitgenossen, die wirklich gute Musik geschrieben haben. Zudem spielt der Pianist Michael Krücker wohl auf einem historischen Instrument, was diese Aufnahme noch interessanter macht.

Danke Jalana für diesen Beitrag!

Liebe Grüße von Daniela
Jalana
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Re: Für die Klassikfreunde

Post 674 im Thema

Beitrag von Jalana »

"Je reviendrai vainqueur, il ne reviendra pas" aus der Operette 'Die Großherzogin von Gerolstein' von Jacques Offenbach

Jacques Offenbach (* 20. Juni 1819 in Köln; "  5. Oktober 1880 in Paris; geboren als Jakob Eberst) war ein deutsch-französischer Komponist und Cellist. Er gilt als Begründer der modernen Operette als eigenständiges und anerkanntes Genre des Musiktheaters.

Die Großherzogin von Gerolstein ist eine französische Operette (Opéra bouffe) in drei Akten von Jacques Offenbach. Das Libretto verfassten Henri Meilhac und Ludovic Halévy. Die Uraufführung fand am 12. April 1867 im Théâtre des Variétés in Paris mit Hortense Schneider in der Titelrolle statt.

Das Werk ist eine Satire, in der das Günstlingswesen und das militärische Brimborium verspottet werden. Der Erfolg der Uraufführung war durchwachsen, die erste Hälfte wurde begeistert aufgenommen, während die zweite Hälfte unverstanden blieb. Offenbach begann sofort mit der Bearbeitung, er strich hierbei das zweite Finale und das Melodram der Großherzogin. Danach wurde die Operette sein triumphaler Erfolg. Die Aufführung galt quasi als Kulturbeitrag zur großen Pariser Weltausstellung.



Danke Daniela für Deine kompetente Kommentierung! (ap)

Liebe Grüße
Jalana
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Dani-Nicola

Re: Für die Klassikfreunde

Post 675 im Thema

Beitrag von Dani-Nicola »

Hallo zusammen,

weil wir gerade so schön bei der Operette gelandet sind, die Ouvertüre zu der wohl berühmtesten Operette: Die Fledermaus, von Johann Strauss.
Ebenfalls von Johann Strauss die Polka: Unter Donner und Blitz.
Übrigens, ich liebe die Operette. Es muss nicht immer die ganz große Kunst sein um Freude an der Musik zu haben.
Obwohl, Johann Strauss ist große Kunst. Unterhaltung auf wirklich höchstem Niveau!




Zu diesen beiden Videos habe ich eine ganz besondere Beziehung, ich habe da selber mitgespielt. Die Aufnahmen entstanden im Mai 1986 in Tokyo in Bunka Kaikan, ein Kulturzentrum mit zwei Konzertsälen. Carlos Kleiber war damals mit uns, dem Bayerischen Staatsorchester auf einer Konzert-Tournee durch Japan und wir haben diese Stücke immer als Zugaben gegeben.
Carlos Kleiber hat nie im herkömmlichen Sinn dirigiert. Seine suggestive Art, seine geniale Phantasie und die Gabe zuhören zu können und die Impulse genau zum richtigen Zeitpunkt zu setzen, konnten ein Orchester zu Höchstleistungen führen.
Ich liebe diese Videos, weil man Kleibers Stil und seine unbändige Lust an der Musik so schön beobachten kann.
Er war ein genialer und spontaner Musiker. Jedes Konzert, jede Opernaufführung mit ihm war spannend von vorne bis hinten, und jede Aufführung war anders. Wir hatten das Glück, dass er unser Orchester liebte und sehr häufig bei uns zu Gast war.

Auf der Japanreise spielten wir folgende Programme im Wechsel:

Programm 1:
Weber : Der Freischütz - overture
Mozart : Symphony No.33
Brahms : Symphony No.2

Programm 2:
Beethoven : Symphony No.4
Beethoven : Symphony No.7

davon gibt es leider keine Aufnahmen auf youtube, denn diese Werke hat Kleiber auch auf Schallplatte, zum Teil mit den Wiener Philharmonikern, zum Teil mit uns, eingespielt.

Liebe Grüße
Eure Daniela
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