Vivian Cologne hat geschrieben:Hm, das "Ich bin durch und durch Mann" habe ich hier im Forum schon zu oft gelesen, um es noch ernst zu nehmen. Ich selber habe es in deutlich entschärfter Form auch so geschrieben - vor zwei Jahren. Das passt ja zu dem stereotypen Witz, was der Unterschied sei zwischen einem Transvestiten und einer Transsexuellen: nämlich zwei Jahre ...
...
Vivian
Ich würde dazu neigen, dir recht zu geben - aber jeder wird ein individuelles Bild davon haben: Von dem "Mann sein" und auch davon was es heißt T zu sein.
Zumindest halte ich die Aussage "Ich bin durch und durch Mann" von einer T jeglicher Variation höchstens für glaubwürdig, wenn es sich eindeutig und ausschließlich um eine fetischistische Neigung handelt. Weil dann ist es einfach eine Stimulanz um sexuell besser als Mann funktionieren zu können.
Wenn es aber dann auch noch mit Rollenspielen verbunden wird, dann fängt es an etwas anders auszusehen ...
ABer es wundert mich wirklich auch wie oft man dieses "Ich bin durch und durch Mann" hört. Da frage ich mich echt, was die Aussage eigentlich bewirken soll. Ich mache mich schick ziehe ein hübsches Kleid an, ich bemühe mich in aller Hinsicht so zu sein, dass ich von anderen als Frau wahrgenommen werde - und dann sage ich mit tiefstmöglicher Männerstimme, "das ist ja nur ein ungewöhnliches Hobby. Ich bin durch und durch Mann" ... hmmm ... ?
Wenn man es z.B. mit diesen Leuten verglicht, die wirklich ein üngewöhnliches Hobby haben: Die treffen sich in Mittelalterkluft, essen verbranntes Fleisch vom Spieß, sprechen komisch und machen Schaukämpfe mit Schwertern. Die könnten es erst recht nötig haben zu sagen: "das ist ja nur ein ungewöhnliches Hobby. Ich bin durch und durch ein modern denkender Mensch des 21. Jahrhunderts". Wieviele von euch haben mal gehört, dass die das sagen? Ich zumindest nie. Die mögen gerne das Gefühl zumindest teilweise das sein, was sie darstellen.
Ok, warum sollte das anders sein bei denen die sich als Frauen kleiden?