Meine Lieben,
zunächst finde ich es gut, dass über das Thema geschrieben wird.
Trotzdem bedauere ich sehr, dass fehlinterpretierbare Aussagen wie die Folgende getroffen werden, denn dies führt zu Problemen.
"Solange Kinder sich vor der Pubertät befinden, sollte man Äußerungen wie "Ich wäre lieber ein Junge/Mädchen" ruhig zur Kenntnis nehmen und abwarten. Der Findungsprozess einer eigenen Geschlechterrolle ist erst nach der Pubertät abgeschlossen." Der zweite von mir unterstrichene Satz enthält eine falsche, sehr problematische Behauptung (siehe unten!).
--> GAOP, da sollte sicher nicht vorschnell gehandelt, sondern, bis eine gewisse Reife erreicht ist, abgewartet werden. Ergo: Die Pubertät durch Medikamente hinauszuschieben ist vernünftig.
Die Pubertät(für transsexuelle Menschen eine extrem belastend mit großer Selbstmordgefährdung) aber
"abzuwarten" ... also Betroffenen zuzumuten, die körperlichen Veränderungen durchzustehen,
betrachte aber
nicht nur ich als höchst problematisches Vorgehen.
Klartext: Bei dem Vorgehen probiert man aus, ob Betroffene die Quälerei aushalten.
Gesunde, nicht von außen indoktrinierte, Kinder wissen meist gut über sich Bescheid und darauf sollte Rücksicht genommen werden. (Kleidung, Kindergarten, Einschulung usw.)
http://www.trans-kinder-netz.de/
vgl. auch pdf-Leitfaden
Akzeptrans (von lambda Bayern - auffindbar über Google)
Elterinitiativen betroffener Kinder, Lehrkräfte und Fachleute beschäftigen sich intern inzwischen zum Glück recht intensiv mit dem Thema...
Liebe Grüße
Andrea
P.S. Zur Qualität der Recherche: Für Suchende, neu mit dem Problem Konfrontierte, ist sicher manches brauchbar. Insgesamt aber doch eher durchschnittlich.
Die beiden, von mir angegebenen,
bei dieser speziellen Problematik äußerst wichtigen Links vermisse ich beispielsweise...
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz