Redezeit! Austausch- und Nachrichten-Portal für intergeschlechtliche und transsexuelle Menschen, Crossdresser, nonbinä¤re Menschen, Feministinnen, Luder, Hexen
Rosi_ hat geschrieben:
...
Für Alle die es interessiert, steht dieser Bundesverband für die Diagnosen im Sinne von "Dysphorie" und "Inkongruenz". Das
sind Begriffe aus der Psycho-Medizin. Bei einer Dysphorie FÜHLT man sich nicht so toll und eine Inkongruenz beschreibt den
Umstand, dass man für sich selbst ein ungleiches "Erlebnis" hat. Beide Ansätze basieren darauf, dass der Körper RICHTIG ist,
aber im Kopf irgendetwas FALSCH läuft. Diese Vorstellung entspricht klar der Haltung der Sexologen in Deutschland und ist
wenig hilfreich für die Abschaffung der Begutachtungsregelungen und der Anerkennung von transsexuellen Menschen.
So, nun ist aber bis hierhin Alles gesagt. Wie immer darf sich jeder seine eigene Meinung bilden.
Rosi
Nein, es ist nicht alles gesagt und schon gar nicht die Position des Verbandes.
Was Du hier verbreitest, ist eine nicht belegbare Unterstellung, die ich hiermit in aller Form zurückweise. Mit Belegen meine ich klare Aussagen des Verbands, die diese Unterstellung belegen würden und nicht Deine Interpretationen irgendwelcher Aussagen Dritter. Weder das Ministerium noch Lambda noch Trans*Aktiv spricht für den Verband.
Ich habe auch schon viel über ATME von Dritten gehört, doch das schreibe ich nicht pauschal ATME zu und schon gar nicht veröffentliche ich dies oder meine Interpretation davon. Es ist schon reichlich seltsam - da hat der gerade erst noch in der Gründung befindliche Verband außer einer einzigen Pressemeldung noch keine einzige Stellungsnahme abgegeben, schon werden ihm Positionen von nicht-Mitgliedern öffentlich zugeschrieben.
Dieses Forum ist öffentlich, es ist Öffentlichkeit. Daher verlange ich von Dir Rosi hiermit eindeutige Belege mit Quellenangabe des Verbandes, also wo und wann sich der Verband in der von Dir behaupteten Art und Weise geäußert haben soll oder eine öffentliche (hier im Forum) Korrektur Deiner Behauptung.
Viele Grüße
nicole
Ich bin trans* - und das ist gut so!
Homepage: http://www.dpin.de/nf
Blog: http://www.dpin.de/nf/category/trans/
auch als Forumbetreiber möchte und muss ich darum bitten und dazu auffordern, dass die Behauptungen entweder bewiesen oder zurückgenommen/entfernt werden.
Rosi_ hat geschrieben:Nun, für den Bundesverband arbeitet z.B. Anette Güldenring in der innenministeriellen Arbeitsgruppe (IMAG)
Das ist schlicht falsch.
Annette Güldenring arbeitet dort nicht für den Bunderverband Trans* mit.
Rosi_ hat geschrieben:
An diesem Konzept arbeitet der Bundesverband Trans* praktisch mit.
Das ist praktisch falsch.
Rosi_ hat geschrieben:
Denn durch die Verwendung von Begriffen wie Trans*Menschen,
Trans*Personen, Transfrau, Transmann, stellt der Bundesverband dar, dass transsexuelle Männer und Frauen, keine Männer und
Frauen sind, sondern anders, nämlich Transmänner und Transfrauen. Das kann ja dann nur bedeuten das es sich um Männer
handelt, die als Frau leben, oder Frauen, die als Mann leben, oder Männer und Frauen, die sich einer Geschlechtsumwandlung
unterzogen haben. Es wird nicht darauf hingewiesen, dass das geschlechtliche Wesen schon immer männlich bzw. weiblich war.
Och jo, die Begriffs-Kiste wieder... ich weiß, was Du meinst, halte es aber aus rein praktischen Gründen für kaum möglich, dies in Deinem Sinne umzusetzen, weil dann jegliche Kommunikation derart unkonkret wird, dass kein Mensch mehr weiß, was gemeint ist. Deine Schlussfolgerung aus der Verwendung von Begrifflichkeiten hin zu irgendwelchen Ansichten teile ich jedoch gar nicht.
Rosi_ hat geschrieben:
...
Grundsätzlich ist es ja toll, dass es nun auch für TransMenschen einen Ansprechpartner auf Bundesebene gibt.
Siehst Du, da geht es schon los, Du sprichst jetzt selbst von "TransMenschen" - ob nun mit oder ohne * spielt dabei ja kaum eine Rolle. Das ist genau das Problem in der Kommunikation, dass ich meinte. Wenn wir diese Gruppe von Menschen benennen wollen, wie sollen wir dies machen, wenn nicht als "TransMenschen" oder "Trans*Menschen"? Und wenn wir eine Trans*-Weiblichkeit als "Transfrau", ganz allgemein und nicht auf eine spezielle Person fremdbeschreibend, wo ist dann der Unterschied?
Gib doch mal eine klare Anweisung, wie wir diese Frauen und Männer benennen sollen? Benennen müssen wir diese Gruppen können, denn sonst können wir weder Politik noch Ärzte von bestimmten Reformen für diese Menschen überzeugen - denn warum sonst sollte für eine Frau oder einen Mann das TSG irgendeine Relevanz haben? Warum braucht ein Mann eine Mastektomie, eine Frau eine Neovagina? Spätestens dann muss man doch sagen können "transsexuelle Frau" oder "transsexueller Mann" und schwups hat man wieder das gemacht, was Du/Ihr ablehnst, nämlich ein zusätzliches Attribut zu dem einzig zu verwendenden Begriff "Frau" oder "Mann" hinzuzufügen.
Erkläre es mir, ich verstehe es einfach nicht, wie das praktikabel umgesetzt werden soll. Doch damit sollten wir aber in einen anderen Thread umziehen.
Rosi_ hat geschrieben:
Aus diesem Grund nehme ich wie gefordert, meine Behauptungen zurück. Sollte das in dieser Form nicht ausreichen, möge die
Forenleitung meine diesbezüglichen Beiträge löschen. Aufgrund des nachvollziehbaren Themenfortgangs wollte ich dies nicht
eigenmächtig tun.
Danke!
Rosi
Viele Grüße
nicole
Ich bin trans* - und das ist gut so!
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entscheidend bei solchen Zusammenschlüssen ist meist die Kompetenz der Teilnehmer.
Um es nochmals zu betonen: Der Personenkreis, der sich dort zusammenfand, reicht weit über dieses Forum hinaus.
Ich bin in weiteren Foren, kenne manche von früher --> Bei der Gründung waren einige dabei, die ich sehr schätze, daher erwarte ich mittel- bzw. langfristig gute Ergebnisse.
Es wird sicher gute Anstöße geben. -> Aber auch der beste Dachverband kann nie für alle sprechen und beansprucht das, wenn man genau hinhört, auch nie.
Es melden sich immer auch andere Gruppen, die der Verband nicht vertritt und Einzelpersonen zu Wort und werden gehört.
Das ist normal. -> Ich bin fast 3 Jahrzehnte in einem großen (>25000) Verband aktiv, der über 150 Jahre besteht, daher kenn ich das. Es kommt weniger auf die Größe der Gruppe an, sondern es hängt von der Qualität der Argumente ab, welche Auffassung sich dann durchsetzt.
Daher ist wichtig, dass bereits bei der Gründung eines Verbandes wirklich kompetente Personen dabei sind. + Demokratische Struktur + Dass die Struktur offen bleibt
und kompetente Personen (bzw.Gruppen), die zunächst nicht dabei sind, für die Mitarbeit im Verband gewonnen werden. (Natürlich unter Beibehaltung der Struktur und der vereinbarten, demokratisch abgesicherten, Ziele)
Liebe Grüße
Andrea
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz
Nur so viel zur weiter oben angesprochenen "Geheimhaltung" der Namen der 11 Vorstandsmitglieder:
Die stehen an anderer Stelle bereits seit gestern mit Vor- und Nachnamen + Ort im Netz.
Ließe sich für einen eingetragenen Verein wohl auch schwer geheim halten.
Und wer sich in einem in der und für die Öffentlichkeit arbeitenden Verein in den Vorstand wählen läßt, wird ja wohl hoffentlich auch wissen was er / sie tut.
Irgendwie werde ich als Angehörige einer Randgruppe durch die Interessenvertretung nach wie vor nicht angesprochen.
Wie auch.
Vielleicht wäre vor ein paar Jahren die Interessenvertretung noch mein Ding gewesen.
Doch die Zeiten haben sich verändert.
Und angeregt durch die hier stattfindende Diskussion um Begrifflichkeiten wurde mir mir klar, dass ich umdenken sollte und habe dies getan.
Habe ich bisher mich selbst noch als transexuelle oder transidente Frau bezeichnet, so war dies schlichtweg falsch.
Ich bin eine Frau und das ohne irgendwelche Zusätze.
Wie soll ich denn ansonsten im Alltag authentisch rüber kommen, wenn ich mir selber einrede, dass ich von dem von mir gefühlten und inzwischen gelebten Geschlecht abweiche.
Dass die Mehrheit hier sich nicht so genau definieren können und wollen ist mir durchaus bewusst und für mich auch verständlich und nachvollziehbar.
Aus diesem Grund hat die Interessenvertretung durchaus ihre Daseinsberechtigung und ich wünsche ihr das was sich viele von ihr erhoffen.
triona hat geschrieben:Nur so viel zur weiter oben angesprochenen "Geheimhaltung" der Namen der 11 Vorstandsmitglieder:
Die stehen an anderer Stelle bereits seit gestern mit Vor- und Nachnamen + Ort im Netz.
Ließe sich für einen eingetragenen Verein wohl auch schwer geheim halten.
Und wer sich in einem in der und für die Öffentlichkeit arbeitenden Verein in den Vorstand wählen läßt, wird ja wohl hoffentlich auch wissen was er / sie tut.
liebe grüße
triona
Na, warum postest Du es dann nicht?
Ja, es hat jemand anderes aus einem anderen Forum bei einem Vorstandsmitglied nachgerfragt, dieser Person haben wir die folgende Liste zukommen lassen und nicht damit gerechnet, dass die sofort im Netz die Runde macht - nuja. Da es nun eh zu spät ist, kann ich es ja auch direkt machen. Wir wollten eigentlich eine etwas weitergehende Liste die Tage auf der Webseite veröffentlichen, mit kleinen Profilen zu den Personen etc., aber nuja, dann zumindest hier schonmal die Personen und Orte, sortiert nach Vornamen:
Alexander Naß, Leipzig
Arn Sauer, Berlin
Finn Lorenz, Bielefeld
Frank Krüger, Kiel
Kati Wiedner, Berlin
Mari Günther, Berlin
Nicole Færber, Siegen
Paul Raschka, Dresden
Pia Gleditzsch, Köln
Renè Hornstein, Berlin
Valentin Emerson, Berlin
Dies ist der gesamte Vorstand, also geschäftsführender und erweiterter Vorstand zusammen - persönlich möchte ich das, vor allem nach außen, auch nicht trennen, denn wir machen alle Arbeit zusammen.
Bitte behaltet auch im Hinterkopf, dass der Verein noch nicht eingetragen ist! Also noch sind dies die Vorstände eines Vereins in Gründung.
Liebe Grüße
nicole
Ich bin trans* - und das ist gut so!
Homepage: http://www.dpin.de/nf
Blog: http://www.dpin.de/nf/category/trans/
So, jetzt gibt es also ein Dachverband. Und? Was will man, wen spricht man damit an?
Ich höre nur von Kommunikation mit anderen Gruppirungen etc. Wie man irgenwelche Übrgeordneten Ziele erreichen soll - welche auch immer die sein mögen - wird überhaupt nich angesprochen.
Ich meine, ein Dachverband oder davon Mitglied werden - also eigenes Geld da reinpumten braucht man nun wirklich nicht, um auf den Punkt zu bekommen, dass eine ganze Menge Leute genau dasselbe wollen: Eine Gesetzgebung mit möchlichst wenig Hürden für die Transition. Das geht aus diesem Thread hervor. Das hört man von vielen anderen Seiten gleichermaßen.
Nun möchte ich euch alle dann Fragen: Glaubt ihr denn im Ernst, dass das einfach so passieren wird, nur weil ihr irgend ein Verband gründet - noch irgend eine Kleine Gruppierung, die sich wieder nicht dazu äußert wen sie eigentlich konkret ansprechen wollen, der auch konkret zur erreichung des Ziels beitragen könnte? Falls "ja", dann erklär doch mal wie.
Und dabei liegt es doch innerhalb der Möglichkeiten von jedem von euch, selber direkt Einfluss zu nehmen. Eigentlich liegt es direkt vor euren Nasen und die Wenigsten von euch sehen es.
Wir haben hier ein Forum - ein paar Tausend Leute lesen mit. Wir haben hier ein Teilziel, das z.B. wie folgt definiert werden könnte: "Ein TSG, das jedem das Recht gibt selber über seine Gender Identity zu entscheiden, sei es mit oder ohne HRT und GaOp." Dies wird aber erst erreichbar sein, wenn die gewählten Politiker dazu überredet werden, solche Gesetze zu entwerfen und verabschieden.
D.h. mit anderen Worten, es wird nur was passieren, wenn Politker direkt auf dieses Thema angesprochen werden, denn einfach eine "TG-Partei" zu gründen macht keinen Sinn. (Aus offensichtlichen Gründen)
Mit 1-2.000 Forumsmitglieder hat man aber absolut die Möglichkeit mindestens wöchentlich Vertreter der politischen Parteien, direkt anzusprechen. Irgendwo finden ständig irgendwelche Veranstaltungen statt, wo man die auf nächster Nähe hat, die Gelegenheit hat, sie anzusprechen, vielleicht sogar ihr Vertrauen zu gewinnen. Wer von solchen Veranstaltungen erfährt, evtl. nicht selber Zeit hat hinzugehen, hat die Möglichkeit uber dieses und anderen Foren darauf aufmerksam zu machen. Dann geht vielleicht jemand anderes hin und spricht den Politiker an. Natürlich ist es dann cool, wenn man auch irgend eine Organisation im Rücken hat, in derem Namen, man weitere Kommunikationen zukommen lassen kann. Aber das nützt wirklich erst richtig was, wenn das Thema überall präsent wird, indem man die Leute tatsächlich auch anspricht!
So hätte ich beispielsweise gestern in Hamburg, wenn icht Zeit gehabt hätte, wieder die Möglichkeit gehabt, den Grünen-Politiker Farid Möller anzusprechen. Mit "wieder" meine ich: Ich habe ihn schon mal in der Bar getroffen anschließend zu einer Veranstaltung im Rahmen des Hamburger CSD.
Eigentlich ist es egal, von welchen Parteien die sind, wenn es nur welche sind, wo es überhaupt Zielführend ist, die anzusprechen. Evtl. könnte man hier Rückmeldung geben - berichten, wie die zu den jeweiligen Themen reagiert haben, wie gut man die kennt etc.
Wollt ihr, das was passiert, dann macht was. Macht das Thema überall präsent. 1.000 Leute sind nicht viel in einer Republik mit ca. 80 Mio Einwohner, Aber 1.000 Leute die einfach raus gehen und die Vertreter der Parteien ansprechen werden bemerkt, weil die breite Mehrheit der Bevölkerung genau das NICHT tun.
Ich sage ja damit nicht, dass die Gründung des/eines Verbands unnutz ist. Ich sage nur, dass es bis jetzt eh. nur noch eine e.V. ist, ohne Track-Record, ohne Legitimation als Vertreter einer Mehrheit einer ... Minderheit! Dafür wird sich erst jemand wirklich interessieren, das ganze Namen und Gesicht hat. Namen und Gesicht hat jeder hier.
Liebe Lina,
als, zumindest ein Stück weit, Vertreterin dieses Verbands und auch der Verbandsidee (denn ich bin ganz klar dafür, dass wir soetwas haben), möchte ich gerne auf ein paar Deiner Fragen eingehen.
Zuerst zum Warum.
Du siehst es völlig richtig, dass es für Veränderungen eine "kritische Masse" braucht, _wir_ müssen sichtbar und präsent sein, damit sich in den Gremien und Gruppen, die richtungsweisende Entscheidungen treffen etwas zu unseren Gunsten bewegt. Dererlei Gremien gibt es viele, angefangen von den Parteien bishin zu wissenschaftlich arbeitenden Gruppen und Gruppierungen. In den allermeisten ist Trans* bisher nicht direkt vertreten, es wird viel über uns, aber wenig mit uns gesprochen. Eines der Probleme dabei ist, Du sprichst es auch bereits an, für eine solche Mitarbeit müssten die Gesprächspartner_innen einen Track-Record haben, eine Glaubwürdigkeit, einen irgendwie gearteten Nachweis darüber, wie groß denn die Gruppe ist, für die sie sprechen. Fehlt das, macht ein Gespräch wenig Sinn - es verpufft fast völlig als Einzelmeinung.
Das führt uns zum nächsten Problem, dem "für was steht denn der Verband" und "wir hören gar nichts mehr".
Schauen wir dazu mal de Ist-Situation an. Wir haben 59 Personen, die den Verband begründet haben, der nun zuerst auch noch formell eingetragen werden muss etc.. Von den 59 bilden 11 Personen den Vorstand. Der Vorstand ist sich sehr über die Tatsache bewusst, dass diese elf Personen auf keinen Fall einfach so für alle 59 Gründer_innen und schon gar nicht für die Gesamtheit der Trans* Community sprechen können. Wir haben zwar innerhalb des Vorstands ein recht klares Bild, was *wir* für richtig und wichtig hielten, doch wir sind uns auch völlig darüber bewusst, dass dies nicht die ultima-ratio ist, dass es andere Stimmen gibt und das es andere Sichtweisen und Notwendigkeiten gibt. Daher sind wir aktuell mit irgendwelchen Meinungsäußerungen _sehr_ zurückhaltend.
Was wir deshalb nun dringend als erstes entwickeln müssen, und da sind wir auch schon dabei, sind Methoden, Werkzeuge und Kanäle, um so viele Teilnehmer_innen aus der Community wie möglich anzusprechen und so viele Meinungen wie möglich einzusammeln und mit einzubeziehen, um daraus dann genau das Bild zu erstellen, wonach Du und auch viele anderen, zu Recht, fragen.
Um es nocheinmal kurz auf den Punkt zu bringen, wir oder ich könnten jetzt ganz viel losplaudern über _unsere_ Ziele und Wünsche mit diesem Verband. Doch dies würde nicht notwendigerweise repräsentativ für das sein, was wir eigentlich vertreten möchten. Ich möchte nicht, dass dieser Verband herrschaftlich von einem "Vorstand" regiert wird und eine Verbandsmeinung diktiert. Damit würden wir der großen und vielfältigen Trans* Community ganz sicher keinen guten Dienst erweisen.
Bitte habt daher etwas Geduld! Wir arbeiten daran, Strukturen aufzubauen, um diese Herkulesaufgabe zu bewältigen. Das wird viele viele Menschen brauchen, die daran mitarbeiten, die Teams dazu wachsen auch gerade schon.Wann das alles so weit sein wird, kann ich noch nicht genau sagen, es wird leider noch ein paar Wochen brauchen. Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut. Wir möchten jetzt nicht in Aktionismus ersaufen und blind los sprinten. Was wir jetzt aufbauen soll nachhaltig und tragfähig sein - das erfindet sich leider nicht über Nacht. Gebt uns bitte etwas Zeit... wir sind alle ehrenamtlich darin tätig, wir haben alle noch normale Jobs zum Brötchen verdienen und daher ist das leider ein eher langsamer Prozess; aber wir arbeiten intensiv daran, versprochen!
Was Kontakte in die Politik angeht - ja bitte! Jede_r ist natürlich aufgerufen solche Gelegenheiten beim Schopf zu packen! Zieht Euch solche Kontakte heran, haltet sie warm. Wer weiß wofür es mal gut sein wird? Ich habe auch im Oktober einen Termin bei Volker Beck, völlig unabhängig vom BV-Trans*. Es ist wichtig, dass so viele von uns wie möglich an den unterschiedlichsten Stellen sichtbar werden und von unseren Probleme berichten, am besten auch mit konstruktiven Vorschlägen und nicht nur Gemecker über die Unzulänglichkeiten. Noch wirksamer wird es dann in Zukunft werden, wenn wir dann in die Lage kommen sagen zu können, "Hier, schauen sie mal, was ich Ihnen gerade gesagt habe, das sieht der BV-Trans* ganz genauso und der vertritt mit dieser Position über x-tausend Personen!". Das können wir aber eben nicht einfach so, sondern dazu müssen wir diese ganzen Personen ersteinmal einbinden, befragen, Positionen entwickeln, die möglichst viele mittragen können etc.
Liebe Grüße
nicole
Ich bin trans* - und das ist gut so!
Homepage: http://www.dpin.de/nf
Blog: http://www.dpin.de/nf/category/trans/
Bitte habt daher etwas Geduld! Wir arbeiten daran, Strukturen aufzubauen, um diese Herkulesaufgabe zu bewältigen. Das wird viele viele Menschen brauchen, die daran mitarbeiten, die Teams dazu wachsen auch gerade schon.Wann das alles so weit sein wird, kann ich noch nicht genau sagen, es wird leider noch ein paar Wochen brauchen.
Strukturen sollen aufgebaut werden; das ist sicherlich notwendig. Aber gibt es nicht Vereine, die schon sehr lange gewachsene Strukturen erarbeitet haben und Erfahrungen - auch in der Arbeit mit Regierungsgremien - vorweisen können?
Wie wird der Bundesverband zu diesen Vereinen stehen? Gehen deren die gewachsenen Strukturen verloren, weil sie in dem Dachverband aufgehen (müssen), um weiter bestehen zu können?
Wie sieht es aus mit einer späteren Verteilung von finaziellen Mitteln, die für die "Transsexuellenarbeit" u.U. zur Verfügung gestellt werden? Wird die über den Dachverband geregelt?
Wie sieht es aus mit Beratungskompetenz? Wird die auch vom Dachverband vorgeschrieben/geregelt, oder behalten die bisher bestehenden Vereine ihre gut funktionierende Arbeitsgrundlagen?
Liebe Anne-Mette,
ich bin etwas besorgt, welche Befürchtungen in Deinen Fragen mitschwingen - ohweh, woher kommt das nur?
Nein, der Verband soll gewiss nichts ersetzen, was bereits vorhanden ist, sondern allenfalls diesen Strukturen helfen und vielleicht eine weitere Komponente hinzufügen.
Schon gar nicht *muss* irgendetwas irgendwo aufgehen oder aufgegeben werden. Wer sollte denn soetwas fordern können? Nein, bestimmt nicht. Es ist ja auch gerade die die Aufgabe eine Verbandes, soetwas zu verbinden und nicht zu vereinnahmen. Der Verband ist ein Verbund, ein Zusammenschluss für bestimmte Ziele und Aufgaben und kein universeller Ersatz. Ich würde ihn z.B. vergleichen mit dem Paritätischen Wohlfahrtsverband. Am Paritätischen sind eine Vielzahl von Gruppen und Vereinen der Wohlfahrtspflege angeschlossen, die nach wie vor eigenständig sind, die aber mit Hilfe des Verbandes gemeinsam ganz andere zusätzliche Möglichkeiten haben, als alleine.
Finanzielle Mittel auf Bundesebene nimmt zur Zeit ohnehin kaum jemand aus dem Trans* Bereich in Anspruch, weil es noch kaum bundesweite Trägerschaften für solche Projekte gibt. Hier sehe ich eher die Chance, dass endlich solche bundesweiten Förderungen auch gezielt in Anspruch genommen und durch den Verband als Träger verwaltet werden können! Dann können sie an durchführende Organisationen lokal weiter verteilt werden. Hier würde ich es also recht klar so sehen, dass dieser Verband es überhaupt erst ermöglicht, in größerem Maße Gelder zu akquirieren, was zuvor nicht oder nur sehr schwer möglich war. Wie gesagt, Bundesmittel. Dies hat nichts mit Landesmitteln oder lokalen Mitteln zu tun, da würde wiederum der Bundesverband gar nicht drankommen können, selbst wenn man es wollte, da dies in aller Regel den Förderrichtlinien widerspräche.
Beratung ist eine sehr lokale Aufgabe. Keinesfalls wird der Verband lokale Angebote zu ersetzen oder zu verdrängen versuchen. Eher im Gegenteil sehe ich es persönlich so, dass wir über den Verband Möglichkeiten haben werden, speziell lokale Beratungsangebote auch noch besser fördern zu können, z.B. über bundesweite Mittel, die dann über den Verband verwaltet und lokal eingesetzt werden können. Das können dann Mittel sein, an die eine lokale Gruppe oder Organisation nur schwer oder gar nicht herankommen könnten, selbst wenn sie wollten. So sähe ich eine Förderung der Beratungsqualifizierung als bspw. eine gute Aufgabe für den Verband, um damit qualifizierte und langfristig auch anerkannte lokale Beratungsleistungen bundesweit zu etablieren. Das darf aber dann auch nicht heißen, dass die lokalen Angebote unbedingt nur noch unter dem Dach des Verbands laufen müssen! Nur wenn sie es wollten und es Sinn macht, könnte dies eine Möglichkeit sein. Das müssen wir dann mal sehen, was wirklich Sinn macht.
Hilft das vielleicht ein wenig weiter?
Liebe Grüße
nicole
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