Intersexualität: Die Neudefinition des Geschlechts
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Anne-Mette
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Intersexualität: Die Neudefinition des Geschlechts

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

ich bin auf einen Artikel gestoßen, den ich zwar noch nicht gelesen habe, ihn aber trotzdem "festhalten" möchte (smili)


http://www.spektrum.de/news/die-neudefi ... ts/1335086

Gruß
Anne-Mette
Frida
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Re: Intersexualität: Die Neudefinition des Geschlechts

Post 2 im Thema

Beitrag von Frida »

"Wenn also per Gesetz verlangt wird, dass eine Person männlich oder weiblich ist, sollte das Geschlecht dann anhand der Anatomie, der Hormone, der Zellen oder der Chromosomen bestimmt werden? Und was ist zu tun, wenn die verschiedenen Methoden zu widersprüchlichen Ergebnissen führen? "Ich glaube, es gibt nicht den einen biologischen Parameter, der alles abdeckt. Damit wird letztendlich die Geschlechtsindentität des Einzelnen der sinnvollste Parameter sein", resümiert Vilain.
Mit anderen Worten: Wenn Sie wissen wollen, ob jemand männlich oder weiblich ist, scheint es das Beste zu sein, einfach nachzufragen."
ExUserIn-2026-04-08
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Re: Intersexualität: Die Neudefinition des Geschlechts

Post 3 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Danke Anne-Mette,

für die Menschen, die im streng bipolaren Muster verhaftet sind, ist das schwerer "Tobak". Ob sie wirklich bereit sind, davon loszulassen ?
Viele Grüße
Vicky

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Vivian Cologne
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Re: Intersexualität: Die Neudefinition des Geschlechts

Post 4 im Thema

Beitrag von Vivian Cologne »

Als die Erde noch eine Scheibe war, hatten die meisten Menschen (und Kleriker), die dem streng flachen Weltbild verhaftet waren, auch Schwierigkeiten, loszulassen.

So ist das nun mal mit dem Fortschritt. Eine durchgreifende Abkehr vom bipolaren Geschlechterbild werde ich nicht mehr erleben. Aber ich werde so manches nicht mehr erleben ...

Vivian
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Re: Intersexualität: Die Neudefinition des Geschlechts

Post 5 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa »

Moin,

..die Wissenschaft schreitet voran, aber entscheidend ist doch der einzelne Mensch und sein persönliches Geschlechtsempfinden.
Vieles ist anders als es scheint - so auch hier,oder anders; es ist alles klar, dass es unklar ist...

Gruß, Ulrike-Marisa;
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Re: Intersexualität: Die Neudefinition des Geschlechts

Post 6 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

aber entscheidend ist doch der einzelne Mensch und sein persönliches Geschlechtsempfinden
Jetzt stellt sich mir die Frage, ist das Geschlechtsempfinden (teilweise) doch irgendwo in den Genen verankert ? Ist der Konstruktivismus vielleicht doch etwas überschätzt ?

Egal, ich entdecke fast täglich neue Facetten bez. des Geschlechtsempfinden in mir ... Wo soll das nur hinführen ? (flo) (smili) :()b
Viele Grüße
Vicky

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Re: Intersexualität: Die Neudefinition des Geschlechts

Post 7 im Thema

Beitrag von ab08 »

Wenn also per Gesetz verlangt wird, dass eine Person männlich oder weiblich ist ...-
--> Früher oder später wird man nicht vermeiden können, Gesetze der Realität anzupassen. :oops:
Denn Personen jeweils so hinzuoperieren, "dass es passt", vgl http://www.crossdresser-forum.de/phpBB3 ... 94#p113864
geht eigentlich auf Dauer nicht. Die Einteilung, die es seit dem alten Rom meist üblich war: Mann - Frau - Zwitter wäre zumindest für Zwitter gesünder...

Und wenn man schon auf stur schaltet, sollte man Menschen mit uneindeutigen Geschlechtsmerkmalen nicht gesundheitlich schädigen und ihnen zumindest die Möglichkeit lassen, sich selber im komischen System einzuordnen. Aber vgl. Vivian: Die Erde ist keine Scheibe.
Es bleibt uns andererseits nix anderes übrig, als Menschen, die daran glauben, zu ertragen.

Nix für ungut,
aber ich halte simples Nachfragen für die beste & exakteste Methode, eine valide Antwort zum Thema "Geschlecht der Person" zu erhalten.
Wobei man wissen sollte, dass es sich um ein Kontinuum handelt, d.h. fast immer weibliche und männliche Anteile vorhanden sind....
Andrea :wink:
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Re: Intersexualität: Die Neudefinition des Geschlechts

Post 8 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Wobei man wissen sollte, dass es sich um ein Kontinuum handelt, d.h. fast immer weibliche und männliche Anteile vorhanden sind....
Es gibt auch Erklärungsversuche, die sehen m und f nicht als Pole einer Achse, sondern unabhängig voneinander. So wäre es möglich, gleichzeitig wenig weibliche und männliche Eigenschaften zu zeigen oder von beidem viel. Das gäbe natürlich nochmals ein ganz anderes Spektrum von Möglichkeiten ...

Was bleibt, ist die Frage, was ist weiblich oder männlich außerhalb gesellschaftlicher Konventionen... Aber das ist eine andere Geschichte ...
Viele Grüße
Vicky

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Re: Intersexualität: Die Neudefinition des Geschlechts

Post 9 im Thema

Beitrag von ab08 »

Vicky_Rose hat geschrieben:... Erklärungsversuche, die sehen m und f nicht als Pole einer Achse, sondern unabhängig voneinander. So wäre es möglich, gleichzeitig wenig weibliche und männliche Eigenschaften zu zeigen oder von beidem viel.
So sehe ich das auch, deshalb schrieb ich Kontinuum, nicht Spektrum. Die Verteilung bzw. die Anzahl der Dimensionen des Raumes lasse ich bewußt offen.
Das entspricht dem, was heute Fortbildungen, vgl. http://gendersensibel-unterrichten.alp. ... Itemid=136 vermitteln.

@Claudia: Wer ernsthaft fragt, akzeptiert die Antwort...
Ist aber auch Wissen da, was es alles gibt, wird die Antwort verstanden! Das schließt dann Fremdzuweisungen aus.
Es mag an den Teilnehmern liegen, aber der Effekt begegnet mir auf Tagungen zu dem Thema. Sobald Kenntnisse da sind, wird nicht gezweifelt.

Liebe Grüße
Andrea

P.S. Persönliche Anmerkung:
Zweifel an meiner "Person" traten im beruflichen/privaten Umfeld schon seit längerer Zeit nicht auf.
Um die Gefahr, quasi als repräsentativ für TS/IS gesehen zu werden, muss ich mich allerdings kümmern.
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Re: Intersexualität: Die Neudefinition des Geschlechts

Post 10 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Vicky_Rose hat geschrieben:Es gibt auch Erklärungsversuche, die sehen m und f nicht als Pole einer Achse, sondern unabhängig voneinander.
Ich finde da ja das Genderbread ein tolles Modell.

Externes Bild, es gelten die Datenschutz- und Nutzungsbestimmungen der ausgewählten Seite.Quelle: http://itspronouncedmetrosexual.com/wp- ... ad-2.1.jpg
ab08
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Re: Intersexualität: Die Neudefinition des Geschlechts

Post 11 im Thema

Beitrag von ab08 »

Ganz herzlichen Dank für den Tipp, denn "Genderbread" *)kannte ich nicht.
Gute zusätzliche Informationen verwende ich bei Bedarf meist... :wink:


Übrigens, die Forschungsergebnisse des erwähnten Alfred Charles Kinsey (1894 — 1956) / Kinsey Reports / sind weiter wichtig.
Das 1954 auch auf Deutsch bei C.B.Fischer erschienene Werk steht bei mir im Bücherschrank (ursprüngliche gebundene Fassung -> 711 Seiten!):

Das sexuelle Verhalten der Frau
Alfred C. Kinsey - Wardell B. Pomeroy - Clyde E.Martin - Pauk H. Gebhard
Insitute for Sex Research Indiana University

Liebe Grüße
Andrea(ab)

Zu dem zu Beginn verlinkten Artikel im Spektrum:
Es ist nicht mein Fachgebiet. Ich kenne aber Einschätzungen durch Fachleute. --> Alle hielten den Beitrag für zutreffend... lobten also die Darstellung.

*) Wer es nicht merkt: Idee "Gingerbread men" http://en.wikipedia.org/wiki/Gingerbread ein wenig abzuwandeln
Zuletzt geändert von ab08 am So 8. Mär 2015, 09:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Intersexualität: Die Neudefinition des Geschlechts

Post 12 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo in die Runde,

ich muss gestehen, ich bin keine Freundin von Definitionen. Warum? Weil ich mich nicht eindeutig definieren lasse. Sicher hat es Ursachen, warum ich in kein klassisches Geschlechtermodel passe. Ob Forschungen an meiner Lebensweise und meinen Empfindungen etwas ändern, mag ich nicht zu sagen. sie können Erklärungen finden. Die Frage aber bleibt, wie geht unsere Umwelt mit uns um. Wie ist es rechlich geregelt, zum Beispiel die Benutzung öffentlicher Einrichtungen, wie Toiletten, Bäder .... Und unser Gessellschaft hat sich in den vergangenen Jahren gewandelt, es gibt nicht mehr den typischen Männer- oder Frauenberuf. Was sind da typische männliche oder weibliche Eigenschaften noch wert? Auch wenn wir vbon Gleichberechtigung noch immer weit entfernt sind.

LG Magdalena
Lebe jeden Tag.
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