Redezeit! Austausch- und Nachrichten-Portal für intergeschlechtliche und transsexuelle Menschen, Crossdresser, nonbinä¤re Menschen, Feministinnen, Luder, Hexen
Dann zur Bartentfernung,besteht die Möglichkeit zu lasern?ansonsten kann ich mich nur Biancas Meinung anschließen das es sehr
realistisch klingt mit 220 Sitzungen,leider steht mir das auch noch bevor da meine Laser Sitzungen bald ausgeschöpft sind in der Effektivität.
Ich finde übrigens das Du ja gut voran kommst insgesamt gesehen,ich wünsche Dir das es so bleibt.
Lg Saskia
Wer keinen Mut zum träumen hat
-hat keine Kraft zum Kämpfen
220 Stunden genadelt werden, klingt für mich schon sehr anstrengend.
--> Bei mir waren es, wenn ich mich recht erinnere, zunächst knapp zwei Jahre Laser-Epi bei CleanSkin (selber bezahlt).
Später, für weiße Haare, noch circa 1 Jahr bei einer Oberschwester der Zahnklinik Nadel-Epi. (übernahm zum größten Teil die KK)
Die Elektronadel-Epilation erfolgte kurze Zeit parallel zur Laser-Epi, dann nur noch Nadel.
Alles dauerte insgesamt sicher weniger als 100 Stunden (davon Nadel < 20 Stunden) und dauerte weniger als 2,5 Jahre.
Mach Dir also nicht zuviel Gedanken, wahrscheinlich bist Du etwas früher fertig
Liebe Grüße
Andrea
P.S. Dein neuer Avatar ist wirklich Spitze, da hat Saskia Recht!
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz
vielen Dank für die lieben Worte, auch die zu meinem neuen Bild. Als ich das Foto zum ersten Mal gesehen hab, war ich richtig happy, so sehe ich mich in meinen Träumen. Leider sehe ich nicht jeden Tag so aus, aber bei welcher Frau ist das schon so.
Dann scheinen die 220 Stunden realistisch zu sein. Na gut, dann muss ich da wohl durch. Ich werde mal mit kurzen Sitzungen anfangen und mir dann überlegen, wie es länger geht. Die Elektrologistin hat mir eine Empfehlung in Richtung Selbsthypnose gegeben und sie hätte wohl eine Kundin gehabt, bei der das gut geklappt hätte.
Laser geht bei mir leider nicht, da mein Bart schon zu 95 % weiß ist. Laserbehandlung mache ich schon an den Beinen und am Rücken mit recht gutem Ergebnis. Der Rücken ist im Grund fertig, die Beine brauchen noch ein wenig. Bei Brust und Bauch warte ich mal, was die Hormone zustande bekommen.
Heute habe ich beim Erstgutachter angerufen und schon mal um einen Termin gebeten. Die Dame am Telefon wand sich hin und her, weil die Beauftragung des Gerichts noch nicht da ist. Sie hat mir allen Ernstes vorgeschlagen, dass sie mir einen Terminvorschlag per Post macht. E-Mail schreiben sie keine.
Nach viel gutem Zureden habe ich sie dann dazu gebracht, mir einen Termin anzubieten: 10. April. Da frage ich mich, warum das schwer war, bis dahin ist die Beauftragung längst da. Sobald die Beauftragung dann eingetroffen ist, bekomme ich den Termin noch mal per Post. Höre ich da ein Pferd? Oh ja, es ist der Amtsschimmel (Entschuldigung, aber der musste jetzt einfach sein, sowas kann ich nur mit Humor ertragen.)
Abgesehen davon bin ich froh schon mal einen Termin zu haben. Mit der Zweitgutachterin mache ich das am Donnerstag ab, die ist wesentlich pragmatischer.
Liebe Grüße
Anke
Sentio ergo sum. - Ich fühle, also bin ich.
Les femmes sont fortes quand elles sont feminines. (Coco Chanel)
Das ist doch völlig normal das deine 2.Gutachterin sich so gewunden hat.Das war bei mir auch so denn es könnte ja sein das
das Amtsgericht einen völlig anderen Gutachter/rin beauftragen wird.
Auch das war bei mir so, das das Gericht einen anderen Gutachter beauftragte ,erst auf ein Telefonat hin (mit der Richterin)
wurde der von mir vorgeschlagene Gutachter beauftragt.
Das ist aber alles 2.rangig wenn jemand so zielsicher ist wie Du wird alles glattlaufen.Ab und an brauchst Du aber auch etwas Geduld.
LG Saskia
Wer keinen Mut zum träumen hat
-hat keine Kraft zum Kämpfen
laß Dich bloß bei dem Theater Gutachter/Gericht/Termine etc. nicht zu sehr nerven. Leider nicht unüblich...
Bringt nix. - Beschwer Dich notfalls, wenn es Dir zuviel wird, aber block es trotzdem, so gut es geht, innerlich(!), ab.
Frau kann sich ja auch beschweren, ohne sich wirklich aufzuregen
- Da der Anteil weißer Haare so hoch ist, dürften die 220 Stunden leider wirklich realistisch sein.
Bei mir waren es stets nur einzelne weiße Haare. --> Das blieb bis heute so.
Haarfarbe original (64!) - Bis jetzt noch nicht viel grau dabei...
Liebe Grüße
Andrea
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz
nachdem ich jetzt fast einen Monat nichts in diesen Thread geschrieben habe, ist es Zeit, dass ich über die letzten Entwicklungen berichte. Der Stein ist weitergerollt und nur auf geringeren Widerstand gestoßen, wenn überhaupt.
Das wichtigste gleich zuerst, mein großes Outing bei meinem Arbeitgeber. Jetzt kann ich auch ganz offen darüber schreiben, ich arbeite im Vertrieb bei T-Systems, einer Telekomtochter der für Großkunden arbeitet. Dort gehöre ich zu einem Bereich, der sich um Angebote mittlerer Größe kümmert und ich bin für die Steuerung und Koordination solcher Angebotsprojekte verantwortlich. In diesem Bereich arbeiten rund 50 Kolleginnen und Kollegen.
Wie schon berichtet waren meine Vorgesetzten informiert und wir hatten 2 Tage Bereichsmeeting. Mit meinem Bereichsleiter war vereinbart, dass er am Ende des ersten Tages einige einleitende Worte sagen wird und dann an mich übergibt. Je mehr das Meeting voranging und je näher der große Augenblick rückte, desto nervöser und unruhiger wurde ich, mir war richtig schlecht. Dann endlich war es soweit. Die Tagesordnung war abgearbeitet und vor der abendlichen gemeinsamen Feier lag nur noch mein Outing.
Mein Bereichsleiter begann damit, dass er die Geschichte von Bruce/Brenda/David und Brian Reimer erzählte, um deutlich zu machen, dass Menschen nicht gegen ihre wahre Identität leben können und was passieren kann, wenn das trotzdem versucht wird. Ich hatte ihm dabei keine Vorgaben gemacht. Statt dessen hat er sich nach meinem Gespräch bei ihm selbst schlau gemacht und ist auf diese Geschichte gestoßen.
Bis auf wenige die es schon wussten, waren zu aller erst mal alle irritiert und warteten gespannt, wohin das führt. Er berichtete dann, dass es jemanden im Team gibt, der lange gegen seine Identität gelebt hat und das jetzt ändert und derjenige sei ich.
Damit war ich dann an der Reihe und ich habe in groben Zügen meine Geschichte erzählt und die Kolleginnen und Kollegen um Unterstützung gebeten. Wenn ich das so schreibe, dann klingt das vielleicht souverän und sicher. In diesem Moment ging es mir jedoch ganz anders, ich war ganz zittrig und es viel mir schwer die richtigen Worte zu finden und auszusprechen. In meinem Leben habe ich viele Präsentationen gehalten, oft vor sehr viel mehr Menschen gesprochen und mache das auch sehr gerne. Aber in diesem Moment war das alles andere als leicht.
Um so schöner fielen die Reaktionen meiner Kollegen aus. Angefangen vom anfänglichen Applaus über viele Umarmungen und freundlichen Zuspruch. Ich war so bewegt, ich brachte erstmal kein Wort mehr heraus und es gab auch einige Freudentränen von mir. Ich hatte es geschafft und es war einer der schönsten Momente in meinem Leben.
Wir sind dann alle ins Hotel, ich habe mich dann umgezogen und meine Kolleginnen und Kollegen konnten meine Veränderung zum ersten Mal in der Hotellobby in Augenschein nehmen. Natürlich gab es gleich viele Fragen, ansonsten war gleich Normalität angesagt.
Bei der abendlichen Feier habe ich dann zusammen mit meinem Bereichsleiter und einem meiner Kollegen Musik gemacht. Wir hatten uns bereits eine Woche davor bei ihm zu Hause zum Proben getroffen und wurden dann zwischendrin von seiner Frau bekocht. Es wurde ein toller Abend, voll Musik, gutem Essen und schönen Gesprächen. Alle gaben sich Mühe mich mit meinem richtigen Vornamen anzusprechen. Die Feier endete dann um 3:00 an der Hotelbar.
Am nächsten Morgen ging unser Meeting gleich um 9:00 weiter, mein erster Arbeitstag als Frau. Da ich mich mit der Zeit vertan hatte kam ich ein paar Minuten zu spät, glücklicherweise war ich nicht die einzige. Der Tag lief trotz großer Müdigkeit bei allen entspannt weiter und in den Pausen drehten sich die Gespräche sehr schnell um die gemeinsamen Projekte.
Gestern und heute habe ich dann mit Unterstützung meines Chefs die drei Projektteams, die ich derzeit leite, über meine Veränderung informiert. Auch hier überall positive Reaktionen und entspanntes miteinander umgehen. Da ich über ein großes Netzwerk an Kontakten verfüge, habe ich dann alle übrigen mir bekannten Menschen in der Firma per Mail informiert. Einzelne haben mir bereits per Mail geantwortet und mit einigen werde ich dazu in den nächsten Tagen und Wochen telefonieren.
Sowohl ich, als auch meine Chefs haben in diese Outing in der Firma Zeit, Kraft und Energie gesteckt. Wir sind zusammen der Meinung, dass es sich gelohnt hat und zwar nicht nur für mich.
Damit habe ich auch den letzten Schritt geschafft und mein Outing, von kleineren Nachläufern abgesehen, abgeschlossen. Das Versteckspiel hat ein Ende und ich kann endlich frei leben.
Ansonsten musste ich mal wieder lernen, dass die Dinge doch nicht immer so schnell gehen, wie ich mir das wünsche.
Beim Sprechunterricht habe ich zwar gute Fortschritte erreicht, werde aber noch ein wenig brauchen, bis alles sitzt. Ich hatte gehofft meine neue Stimme bereits unmittelbar nach meinem Outing in der Firma einsetzen zu können, hat aber nicht geklappt. Gut, dann eben etwas später.
Der zweite Termin bei der Endokrinologin war eine ziemliche Enttäuschung. Als ich zur Ärztin ins Sprechzimmer kam, fragte sie mich gleich, warum wir uns heute sehen würden. Es stellte sich dann schnell heraus, dass die Laborwerte doch noch nicht alle da waren und die Sprechstundenhilfe mich einfach falsch informiert hatte. Und das obwohl ich mehrfach gezielt nach den Werten gefragt hatte. So zog ich unverrichteter Dinge davon, mit Hinfahrt, Rückfahrt und Wartezeit war der Vormittag vorbei.
Jetzt wo mein Outing abgeschlossen ist, kann ich meine Energie wieder auf anderes lenken. Im Augenblick konzentriere ich mich darauf, die Änderung meines Namens, so weit eben möglich, voranzutreiben. Bei Facebook (Nachname geändert) und Xing habe ich das bereits erledigt. Ansonsten mache ich mir mal eine Liste um einen Überblick zu haben.
Auch die Termine mit den Gutachtern für die VÄPÄ werde ich jetzt vorbereiten. Dazu werde ich meinen Lebenslauf auf den aktuellen Stand bringen und feminisieren. Außerdem mache ich mir Notizen zu meiner Geschichte und meiner Entwicklung als Transsexuelle. Ich möchte es den Gutachtern so einfach wie möglich machen, damit sie zum richtigen Ergebnis kommen und dafür auch nicht allzu lange brauchen.
Zusammenfassend ist bei mir bisher alles gut gelaufen und mein Leben hat bereits jetzt ein Qualität, die es noch nie hatte. Das gibt mir auch die Kraft auf die noch vor mir liegende Wegstrecke zu sehen, die sicher noch einige Überraschungen und Herausforderungen bereithalten wird. Aber auch dafür bin ich bereit.
Liebe Grüße
Anke
Sentio ergo sum. - Ich fühle, also bin ich.
Les femmes sont fortes quand elles sont feminines. (Coco Chanel)
freut mich sehr für dich, das alles so gut gelaufen ist, bei deinem Arbeitgeber. Ich wünsche dir weiter viel Erfolg und möglichst wenig Steine auf deinem Weg.
Und sag deiner Endokrinologin sie soll zu uns ins Labor schicken. Achtung Werbung: http://www.ladr.de In Baden Baden haben wir z. B. eine Niederlassung, dann geht es bestimmt schneller
Wir bekommen mit unserer Geburt das Leben geschenkt, doch viele von uns haben noch nicht einmal das Geschenkpapier abgemacht.
Ich freue mich so sehr mit Dir über deinen Erfolg beim Outing..... Das liegt auch der langen Sicht auch noch vor mir, ich hoffe es läuft evtl. So ähnlich.... Mit Geduld Schaft man alles..
Na Mädl, jetzt gehts wirklich vorwärts und aufwärts. Ich freue mich ja so für dich und hoffe, dass alles gut wird. Besonders, dass die bevorstehende HET bald beginnen kann und du keine Probleme damit haben wirst.
Liebe Grüße
Chrissie
mit großer Freude habe ich von deinem gelungenen Outing in der Firma gelesen. Ich kann es sehr gut nachempfinden,wie es dir dabei ergangen ist,ist es doch bei mir auch erst 3 Jahre her.Ich denke auch,das wir,die in so großen Unternehmen beschäftigt sind,da auch noch Vorteile haben.So'n Konzern wie Daimler oder bei T-Systems kann es sich schlicht weg nicht leisten,schlechte Publicity zu bekommen.
Wegen deinem Namen hab ich die Tage schon gestutzt bei FB,das ist jetzt dein richtiger Nachname?Ungewöhnlich aber sehr melodisch...
Alles Gute auf dem weiteren Weg,ohne Versteck spielen,aus dem Alter sind wir doch schon lange raus,oder nicht?
LG Bianca
Ick wees nüscht,kann nüscht,hab aba jede Menge Potenzial
Liebe Anke,
es freut mich sehr, dass alles bis hierher so gut für Dich geklappt hat!
Das mit dem "schönsten Tag im Leben" kann ich voll und ganz nachvollziehen. Überhaupt war für mich die ganze Zeit der Outings eigentlich eine wunder wunder schöne Zeit. Man lernt fast alle Menschen auf ein Neues kennen, diesmal aber auf einer viel menschlicheren Ebene.
Ich wünsche Dir auch weiterhin von Herzen alles Gute für Deinen Weg!
Liebe Grüße
nicole
Ich bin trans* - und das ist gut so!
Homepage: http://www.dpin.de/nf
Blog: http://www.dpin.de/nf/category/trans/
@Dahlia: Als Vertriebsfrau ist Marketing für mich völlig in Ordnung. Aber wie Du dir denken kannst, habe ich hier keinen Einfluss. Leider sind einige Ergebnisse immer noch nicht da. Ich nehme das mal als Prüfung meiner Geduld
@Joeline: Dann drücke ich Dir mal fest die Daumen, dass es bei Dir genau so läuft. Falls Du Rat oder Hilfe brauchst, einfach mal per PN anschreiben.
@Chrissie: Mit dem beginn der HET zieht es sich noch hin. Abgesehen davon und ein paar Kleinigkeiten ist es richtig gut.
@Saskia: Da hast Du recht, das ist fast wie ein Nebenberuf. Ich bin daher auch froh, dass die Outings durch sind und ich mich auf die Auseinandersetzung mit den Mühlen der Bürokratie und der Medizin konzentrieren kann. Beim Outing hatte ich es weitestgehend selbst in der Hand. Hier muss ich damit leben, dass vieles fremdgesteuert ist, was mir natürlich schwer fällt.
@Bianca: Ja, große Unternehmen machen es da einfacher. Allerdings gibt es da auch Grenzen. Meine Mailadresse wird erst nach erfolgreicher VÄPÄ geändert. Wir versuchen gerade eine Übergangslösung mit einer Funktionsmailbox hinzubekommen. Die Erfahrung ist da für mich, dass meine Vorgesetzten und die Kollegen sehr gut damit umgehen und unterstützen, wo sie nur können. Der Konzern einfach nur keine Probleme macht, Unterstützung sieht für mich aber anders aus. Es gibt bei uns eine Mitarbeitergruppe mit dem Namen Queerbeet. Ich hatte dort einen Kontakt, die Kollegin (auch TS) ist jetzt aber im Ruhestand. Ich werde in den nächsten Tagen mal einen neuen Kontakt aufbauen.
Mein Name ist in der Tat etwas ungewöhnlich, weshalb ich auch erst einmal einen anderen (Familienname meiner Großeltern mütterlicherseits) verwendet habe, um ein unfreiwilliges Outing zu verhindern. Mein Nachname kommt aus dem Flämischen und bedeutet übersetzt Vogelfänger/Vogelhändler. Meine Familie väterlicherseits stammt aus Brügge und ich hatte bis ich 18 war auch einen belgischen Pass.
@Nicole: Geteilte Freude ist doppelte Freude! Du sprichst da etwas interessantes an, was ich auch so erlebe. Der Gedanke an das Outing war ja am Anfang erst mal mit sehr viel Angst besetzt. Die Erfahrungen sind jetzt ganz anders. Mit vielen Kolleginnen und Kollegen habe ich sehr schöne Gespräche geführt und sie, wie du auch schreibst, von einer neuen Seite kennen gelernt. Das wirkt sich auch schon positiv in der Zusammenarbeit aus. Wir haben vorher schon gut miteinander gearbeitet, dennoch spüre ich eine Steigerung.
Zum Schluss meines Postings noch ein Bild von der Abendveranstaltung am Tage meines Firmenoutings.
Rechts von mir ist mein Bereichsleiter (also Chef-Chef), links von mir ein lieber Kollege.
Liebe Grüße
Anke
Sentio ergo sum. - Ich fühle, also bin ich.
Les femmes sont fortes quand elles sont feminines. (Coco Chanel)
Ich fange mal mit den guten Nachrichten an. In der Firma habe ich jetzt auch endlich eine E-Mail-Adresse mit meinem richtigen Namen. Wir mussten dazu zwar ein Hilfskonstrukt als Übergangslösung bis zum Abschluss der VÄ/PÄ bemühen, aber es funktioniert und ich muss nicht ständig Fragen beantworten, wann denn endlich meine Mailadresse geändert wird.
dann habe ich vorletztes Wochenende den ersten von drei geplanten OP-Terminen für meine Haartransplantation hinter mich gebracht. Nachdem ich lange über das Thema nachgedacht habe, nicht zuletzt auch wegen der damit verbundenen Kosten, habe ich mich für diese Lösung entschieden.
Der Termin dauerte insgesamt 6 Stunden. Die erste Stunde diente de Vorbereitung und der Entnahme der "Spenderhaare", dann folgten 2,5 Stunden warten und in den verbleibenden 2,5 h Stunden wurden die Haare dann eingepflanzt. Bei diesem Termin wurde der Haaransatz neu angelegt, der sich in den letzten Jahren doch arg nach hinten zurückgezogen hat.
Die Schmerzen am OP Tag beschränkten sich auf das Einspritzen des lokalen Betäubungsmittels, vom Rest habe ich nix gespürt. Während der Entnahme und beim Einpflanzen wurde ich mit Videos abgelenkt. Es gab ein wenig Auswahl und ich habe mich für "Der Teufel trägt Prada" und "Manhatten Love Story" entschieden.
Nach der OP konnte ich selbst nach Hause fahren. Für Schmerzen bekam ich entsprechende Mittelchen mit und das Ganze war recht gut erträglich. Unangenehm war, dass sich auf dem Kopf eine Schwellung bildete, die zunächst vom Verband auch oben gehalten wurde. Nach zwei Tagen kam der Verband runter und damit begann diese Schwellung über das Gesicht nach unten zu wandern. Was soll ich sagen, hübsch ist anders und an zwei Tagen bekam ich die Augen gerade noch so weit auf, dass ich etwas sehen konnte.
Mittlerweile ist alles abgeschwollen, die Haare sitzen auf ihrem neuen Platz und müssen jetzt nur nach mit dem Wachen anfangen. Die nächsten Termine sind im September 2015 und ein Jahr später geplant. Ich hoffe, dass ich Anfang nächsten Jahres auf meine eigenen Haare umsteigen kann. Darauf freue ich mich schon sehr.
Nun zum eher frustrierenden Teil. Bei meiner HET geht es überhaupt nicht voran. Die Endokrinologin hat einen Gentest veranlasst, auf dessen Ergebnisse ich schon seit 10 Wochen warte. Mit ist auch gar nicht klar, wozu dieser Test überhaupt gut sein soll. Aber bevor das Ergebnis nicht vorliegt, passiert nix.
Bei unserem Termin hat sie mir zwar kurz gesagt, wofür das sein soll, richtig verstanden habe ich es da nicht und ich hatte vor, sie beim nächsten Termin nochmal darauf anzusprechen. Allerdings war mir da nicht klar, dass da so lange dauert. Falls also jemand weiß, was es damit auf sich hat, würde mir das schon mal helfen. Meine Recherchen im Internet haben dazu nämlich auch nix ergeben.
Den Termin beim Zweitgutachter habe ich jetzt auch, er ist 6 Tage nach dem beim Erstgutachter. Ich habe mal herumgefragt, beide Gutachter scheinen uns wohl eher helfen zu wollen, als uns Steine in den Weg zu legen. Hier sieht es dann wieder richtig gut aus.
Alles in allem rollt der Stein weiter, nur beim Thema HET ist er wohl in Stocken geraten.
Liebe Grüße
Anke
Sentio ergo sum. - Ich fühle, also bin ich.
Les femmes sont fortes quand elles sont feminines. (Coco Chanel)
Anke hat geschrieben:Die Endokrinologin hat einen Gentest veranlasst, auf dessen Ergebnisse ich schon seit 10 Wochen warte....Falls also jemand weiß, was es damit auf sich hat,..
Moin Anke,
ich weiß es zwar auch nicht genau,aber ich vermute mal,daß die Ärztin z.B Intersexualität ausschließen will.Warum? Vielleicht wegen der Hormone (Dosierung)? Wenn ich das richtig verstanden habe,hast du mit der HRT aus diesem Grund noch gar nicht begonnen? Das ist natürlich nervig.
Ansonsten drücke ich dir natürlich beide Daumen,daß deine Gewächse auf dem Kopf angehen.
LG Bianca
Ick wees nüscht,kann nüscht,hab aba jede Menge Potenzial