affektierte Weiblichkeit ?
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ExUserIn-2026-04-08
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affektierte Weiblichkeit ?
Moin,
ich möchte Euch heute ein wenig provozieren...
In dem Fred über die Lieblings-Videos bin ich über die Selbstinszenierungen gestolpert. Ich gebe zu, dass sie mir i.d.R. gar nicht gefallen, weil ich das Auftreten der Damen viel zu aufgesetzt und affektiert empfinde. Ich sehe sie dann mehr als schlechte Kopien von Frauen, die die gute optische Wirkung zunichte machen
Damit ich nicht falsch verstanden werde, ich gebe hier nur meine Meinung wieder und akzeptiere das Verhalten. Mir ging (geht ?) es nicht anders. Ich finde das auch ok (was mache Bios tragen, empfinde ich auch als Zumutung). Ich frage mich nur, warum TG sich so verhalten (wollen ?). Mir fallen einige Erklärungen ein: Diese/n TG
- fehlt die Kindheit und "Pubertät" in der sie sich natürlich als Mädchen oder junge Frau bewegen.
- orientieren sich oftmals an Vorbilder aus dem Showbiz, die sich selber als sehr weiblich darstellen.
- wollen in keinem Fall als Männer (ich spreche hier von M2F) erkannt werden und übertreiben dabei weibliche Attitüden.
- sind zu sehr auf sich selber fixiert.
- wollen keine Frauen sein und überziehen bewusst die Weiblichkeit
- ... ?
Mich interessieren Eure Meinungen:
- Was empfindet Ihr bei solchen Videos bzw. wenn Ihr sie live seht ?
- Glaubt Ihr, dass sie unserem "Ansehen" eher schaden oder nutzen ?
- Habt Ihr noch Ideen, warum sie das tun ?
- Sind diese Überlegungen und Fragen überhaupt sinnvoll ?
ich möchte Euch heute ein wenig provozieren...
In dem Fred über die Lieblings-Videos bin ich über die Selbstinszenierungen gestolpert. Ich gebe zu, dass sie mir i.d.R. gar nicht gefallen, weil ich das Auftreten der Damen viel zu aufgesetzt und affektiert empfinde. Ich sehe sie dann mehr als schlechte Kopien von Frauen, die die gute optische Wirkung zunichte machen
Damit ich nicht falsch verstanden werde, ich gebe hier nur meine Meinung wieder und akzeptiere das Verhalten. Mir ging (geht ?) es nicht anders. Ich finde das auch ok (was mache Bios tragen, empfinde ich auch als Zumutung). Ich frage mich nur, warum TG sich so verhalten (wollen ?). Mir fallen einige Erklärungen ein: Diese/n TG
- fehlt die Kindheit und "Pubertät" in der sie sich natürlich als Mädchen oder junge Frau bewegen.
- orientieren sich oftmals an Vorbilder aus dem Showbiz, die sich selber als sehr weiblich darstellen.
- wollen in keinem Fall als Männer (ich spreche hier von M2F) erkannt werden und übertreiben dabei weibliche Attitüden.
- sind zu sehr auf sich selber fixiert.
- wollen keine Frauen sein und überziehen bewusst die Weiblichkeit
- ... ?
Mich interessieren Eure Meinungen:
- Was empfindet Ihr bei solchen Videos bzw. wenn Ihr sie live seht ?
- Glaubt Ihr, dass sie unserem "Ansehen" eher schaden oder nutzen ?
- Habt Ihr noch Ideen, warum sie das tun ?
- Sind diese Überlegungen und Fragen überhaupt sinnvoll ?
Viele Grüße
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
Vicky
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ExUserIn-2026-04-08
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Re: affektierte Weiblichkeit ?
Hi Tintenherz,
danke für Deine Meinung. Spannende Sichtweise.
Weiblichkeit gäbe es dann nur, wenn man auch einen weiblichen Körper hat. Das klingt mir etwas vage.
Grüße
Jürgen
danke für Deine Meinung. Spannende Sichtweise.
verstehe ich Dich richtig ? Du gehst also davon aus, dass das Dressen eine rein äußerliche Angelegenheit ist ? Das Dressen um des Dressens willen ? Was wäre dann mit dem s.g. "Ausdrücken der gefühlten Weiblichkeit" ? Kann es so etwas nicht geben ?Meiner Meinung nach sollte - Mann- auch - Mann- bleiben
Weiblichkeit gäbe es dann nur, wenn man auch einen weiblichen Körper hat. Das klingt mir etwas vage.
Und was ist mit denen, die so gut zurecht gemacht sind und die so sicher auftreten, dass man es nicht sieht ? Wir wissen ja gar nicht, dass sie da sind.Doch erkenne ich, auch wenn "ES" dich gut zurecht gemacht hat, gleich den Mann in ihm.
Grüße
Jürgen
Viele Grüße
Vicky
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Vicky
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Marielle
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Re: affektierte Weiblichkeit ?
Ok, wird gemacht, geht gleich los.Meiner Meinung nach sollte - Mann- auch - Mann- bleiben,...
Kann bitte noch jemand eine schlüssige Definition dazu liefern, was das ist, so ein 'Mann'? Am besten eine, die ohne Rückgriffe auf irgendwelche physischen Fortpflanzungsfeatures auskommt. Davon hatten wir uns doch schon emanzipiert, oder? Dachte ich jedenfalls.....
Marielle
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For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
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conny
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Re: affektierte Weiblichkeit ?
ich halte sie nicht für sinnvoll, denn jede(r) gibt sich so wie sie/er es für richtig hält. die jeweiligen gründe sind kaum nachzuvollziehen.vr_61 hat geschrieben:
- Sind diese Überlegungen und Fragen überhaupt sinnvoll ?
Tintenherz hat geschrieben: Meiner Meinung nach sollte - Mann- auch - Mann- bleiben, denn er kann es nicht gänzlich überdecken, auch wenn er meint er könnte es.
Zu viele männliche Attribute bleiben bei der Maskerade übrig, als dass er unerkannt bleibt.
Mir fällt noch ein Punkt ein warum sie es vielleicht tun......
Der Mann genießt es im Mittelpunkt zu stehen, aus der Reihe sich von anderen abzuheben. Mit jeder "Maskerade", kann er wieder
solches bewirken. ........
Lg Tintenherz
ok, dann können wir das ganze Forum hier knicken, oder?
nicht nur der Mann es genießt es im Mittelpunkt zu stehen, es soll da auch in paar Frauen geben...
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Lina
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Re: affektierte Weiblichkeit ?
Warum ist es ueberhaupt interessant, wie andere sich praesentieren, wenn sie es so tun, wie ihr meint, sie solten es nicht tun? Was soll man davon lernen?
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Kerstin
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Re: affektierte Weiblichkeit ?
Zweifelsfrei eher schaden. Sie wirken wie eine schlechte Karikatur und verkaufen sich aber als weiblich.vr_61 hat geschrieben:........
- Glaubt Ihr, dass sie unserem "Ansehen" eher schaden oder nutzen ?
....
Tintenherz hat geschrieben:Hallo vr_61,
ersteinmal finde ich jede Frage wie auch Überlegung sinnfoll und auch wichtig.
Denn hiermit hinterfagt man sich auch in gewisser Weise selber.
......
Lg Tintenherz
Hallo TintenherzTintenherz hat geschrieben:Hallo .....
Nein, es wohl nicht in jedem Falle eine rein äußerliche Angelegenheit. Auch nicht das es nur um des "Dressen - Willens " geht.
Auch dass es das "gefühlte" gibt...streite ich nicht ab....
......
Lg Tintenherz
Auch wenn du dich mit deinem Beitrag nicht unbedingt beliebt hier machst .... von mir kommt ein Dankeschön.
Ich denke bei vielen würde schon einmal eine vernünftige Stilberatung Wunder wirken.Tintenherz hat geschrieben:.....
Ich schaue auf 4 Punkte eines Menschen und diese sind nicht zu kasschieren..... die Beine,die Hände, die Schultern und zuletzt der Kehlkopf.....
Lg Tintenherz
Marielle hat geschrieben:.... Davon hatten wir uns doch schon emanzipiert, oder? Dachte ich jedenfalls.....
Echt blöd.conny hat geschrieben:....
nicht nur der Mann es genießt es im Mittelpunkt zu stehen, es soll da auch in paar Frauen geben...
Da ruft man ständig danach, das sich die BioFrauen (oder heist es GenFrauen) doch auch bitte zu Wort melden sollen, und wenn Sie es tun ist man beleidigt, weil die geäuserte Meinung nicht dem eigenen Weltbild entsprich.
Also so was....
Das Problem ist einfach, das von jenen die sich als schlechte Karikatur männlicher Wichsfantasien oder einem anderem pseudo weiblichen Frauenbild präsentieren auf den Rest geschlossen wird.Lina hat geschrieben:Warum ist es ueberhaupt interessant, wie andere sich praesentieren, wenn sie es so tun, wie ihr meint, sie solten es nicht tun? Was soll man davon lernen?
Die welche sich normal und unauffällig verhalten fallen bei der Meinungsbildung der Masse nicht ins Gewicht.
Ein Tropfen Öl verdirbt tausend Tropfen Wasser und so ist es hier auch.
Kerstin
Ich brauche Informationen - eine Meinung bilde ich mir selbst.
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Lina
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Re: affektierte Weiblichkeit ?
@Das Problem ist einfach, das von jenen die sich als schlechte Karikatur männlicher Wichsfantasien oder einem anderem pseudo weiblichen Frauenbild präsentieren auf den Rest geschlossen wird.
Die Meinung von Leuten wird weiträumig von den 5-10 Pesonen diktiert mit denen jemand am intensivsten zu tun hat. Ich kenne aber niemanden, die solche Selbstinszenierungs-Videos geschaut haben oder erwähnt haben, dass sie jemanden kennen, die sie gesehen haben - außer viellecht gerade einige Leute aus diesem Forum.
Ich wüsste also nicht, wie die genannten Videos irgend einen Einfluss auf mein Leben haben solte. Und wenn ich selber Aufmerksamkeit auf ein Internet-Video lenke, dann meistens einen mit einer positiven Message.
Die Meinung von Leuten wird weiträumig von den 5-10 Pesonen diktiert mit denen jemand am intensivsten zu tun hat. Ich kenne aber niemanden, die solche Selbstinszenierungs-Videos geschaut haben oder erwähnt haben, dass sie jemanden kennen, die sie gesehen haben - außer viellecht gerade einige Leute aus diesem Forum.
Ich wüsste also nicht, wie die genannten Videos irgend einen Einfluss auf mein Leben haben solte. Und wenn ich selber Aufmerksamkeit auf ein Internet-Video lenke, dann meistens einen mit einer positiven Message.
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Marielle
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Re: affektierte Weiblichkeit ?
Liebe Kerstin,
ich bin keineswegs beleidigt. Es geht mir um einen speziellen Aspekt der Aussage "Mann soll Mann bleiben".
Ehrlich gesagt: Ich kann auch nichts mit der hyper-'femininen' (affektierten) Aussendarstellung mancher Menschen anfangen und widerspreche nichtmal deiner Ansicht, dass dadurch das Bild in der Öffentlichkeit ein Stück weit beeinflusst wird.
Aber erklär' mir bitte: Wie sollen wir es rechtfertigen, dass wir denen Vorschriften machen wollen, wie sie sich zu verhalten haben, wenn wir auf der anderen Seite solche Vorschriften für uns selbst strikt ablehnen? Mit welchem Recht kann man fordern "Mann soll Mann bleiben"? Mit dem 'Recht' der Mehrheit, die weiss wie ein Mann sein muss, gegenüber einer Minderheit, die dazu anderer Ansicht ist?
liebe Grüße
Marielle
ich bin keineswegs beleidigt. Es geht mir um einen speziellen Aspekt der Aussage "Mann soll Mann bleiben".
Ehrlich gesagt: Ich kann auch nichts mit der hyper-'femininen' (affektierten) Aussendarstellung mancher Menschen anfangen und widerspreche nichtmal deiner Ansicht, dass dadurch das Bild in der Öffentlichkeit ein Stück weit beeinflusst wird.
Aber erklär' mir bitte: Wie sollen wir es rechtfertigen, dass wir denen Vorschriften machen wollen, wie sie sich zu verhalten haben, wenn wir auf der anderen Seite solche Vorschriften für uns selbst strikt ablehnen? Mit welchem Recht kann man fordern "Mann soll Mann bleiben"? Mit dem 'Recht' der Mehrheit, die weiss wie ein Mann sein muss, gegenüber einer Minderheit, die dazu anderer Ansicht ist?
liebe Grüße
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conny
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Re: affektierte Weiblichkeit ?
hallo kerstin,Kerstin hat geschrieben: Da ruft man ständig danach, das sich die BioFrauen (oder heist es GenFrauen) doch auch bitte zu Wort melden sollen, und wenn Sie es tun ist man beleidigt, weil die geäuserte Meinung nicht dem eigenen Weltbild entsprich.
Also so was....
Kerstin
ich habe meine meinung zu den äußerungen dargelegt. was hat das mit "beleidigt" zu tun, oder damit, dass diese von einer bio-frau stammen?
nochmal: wie ist "mann soll mann bleiben" im kontext dieses forums zu verstehen?
und leute die im mittelpunkt stehen wollen sind absolut geschlechtsunabhängig.
b.t.w.: maßgeblich dafür, wie man selbst wahrgenommen wird, ist doch nicht, wie andere sich aufbrezeln und zeigen (wir sind ja auch nicht alle conchita wurst oder olivia jones), sondern das jeweils eigene erscheinungsbild.
lg
conny
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LanaX
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Re: affektierte Weiblichkeit ?
Für mich zeigt diese ganze Diskussion eines ganz klar. Der Mensch hat anscheinend das Bedürfnis sich einer bestimmten "Personengruppe" zugehörig zu fühlen.
Jeder Mensch erreicht dabei aber nur eine gewisse Schnittmenge mit bestimmten Gruppen, die größer oder auch kleiner ausfallen kann und eben individuell ist.
An den Meinungsverschiedenheiten hier sieht man, dass es bei der Gruppierung in Mann/Frau/Transgender etc... immer ein Konfliktpotential gibt, und zwar egal auf welche der genannten "Sortierungen" man sich bezieht. Daher finde ich es generell sehr schwierig von "wir" und "uns" zu sprechen. Alle TGs mit gutem Passing fallen doch meist auch gar nicht wirklich auf, also macht es eigentlich auch keinen Unterschied, ob das Bild der Menschen von TGs auch von "Paradiesvögeln" geprägt wird oder?
Wenn ich solche Szenen live sehe (noch nicht sehr oft passiert), denke ich, diese Person hat aber Mut, aber einen schlechten Geschmack. Das gilt übrigens auch für schlecht angezogene (Bio-)Frauen
Da habe ich schon einen hohen ästhetischen Anspruch, den ich auch als Lana versuche auszuleben.
Liebe Grüße
Lana
Jeder Mensch erreicht dabei aber nur eine gewisse Schnittmenge mit bestimmten Gruppen, die größer oder auch kleiner ausfallen kann und eben individuell ist.
An den Meinungsverschiedenheiten hier sieht man, dass es bei der Gruppierung in Mann/Frau/Transgender etc... immer ein Konfliktpotential gibt, und zwar egal auf welche der genannten "Sortierungen" man sich bezieht. Daher finde ich es generell sehr schwierig von "wir" und "uns" zu sprechen. Alle TGs mit gutem Passing fallen doch meist auch gar nicht wirklich auf, also macht es eigentlich auch keinen Unterschied, ob das Bild der Menschen von TGs auch von "Paradiesvögeln" geprägt wird oder?
Wenn ich solche Szenen live sehe (noch nicht sehr oft passiert), denke ich, diese Person hat aber Mut, aber einen schlechten Geschmack. Das gilt übrigens auch für schlecht angezogene (Bio-)Frauen
Liebe Grüße
Lana
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ExUserIn-2026-04-08
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Re: affektierte Weiblichkeit ?
Hallo Mädels,
ich danke Euch sehr für Eure engagierte Diskussion. Meine Tochter sagt immer so schön:
Der Empfänger bestimmt die Botschaft. Was heißt das für mich in diesem Fall ? Wie ich einen TG, den ich auf der Straße sehe, wahrnehme, sagt doch vielmehr über mich aus, als über den TG. Und das ist für mich ein Punkt, an dem ich für mich als Wahrnehmenden ansetzen kann.
Ich meine damit, wenn ich jemanden als affektiert weiblich wahrnehme, liegt das daran, dass ich selber nicht weiß, wie ich mich en femme "korrekt" darstellen soll. Ich habe Angst davor, dass ich selber so sein könnte. Wenn ich Selfies von mir mache und sie mir nach einiger Zeit wieder betrachte, merke ich schnell, dass die Angst gar nicht so unbegründet ist. Letzlich muss ich mir die Frage stellen, was will ich eigentlich.
In meiner Beziehung habe ich meine Partnerin von Anfang an eingeweiht, aber das Dressen nicht vor ihr gemacht. So spielte das keine Rolle. Wir sind jetzt überein gekommen, dass ich ab sofort das trage, wonach mir gerade ist. Da ich nicht affektiert sein möchte, ich fühle mich dann als eine Art Karikatur, war ich gezwungen, mich mit dem Thema auseinander zu setzen. Ich löse für mich das Problem, dass ich zum einen mich langsam an ein weibliches Äußere herantaste und zum anderen bei der Frage der Affektiertheit bei anderen nachsichtiger werde.
Was heißt das ? Zunächst versuche ich die eigene Wertung, die ich mit Affektiertheit verbinde, aufzulösen. Jede hat das Recht, sich darzustellen, wie ich es möchte. Ich brauche mich nicht zu identifizieren und obendrein sehe ich für mich die eigene Affektiertheit nur als eine Schritt zu einer authentischeren Selbstdarstellung.
Wie kann ich also die Selbstdarstellung anderer nutzen ? Ich sehe ein kleines Video, auf dem man eine TG auf der Straße "stolzieren" sehe. Das schmerzt mich fast körperlich, weiß ich doch, ich bin nicht frei davon. Aber ich kann mir genau ansehen, was mich unangenehm berührt und so an mir selber arbeiten. Ich kann mir klar machen, dass ich das nicht selber bin. Wenn andere Menschen meinen, dass alle TG so seien, liegt das das Problem bei den Menschen. Ich bin nicht so und so wie ich in der Öffentlichkeit auftrete, kann ich mit meiner Art das Bild der Vielfalt vergrößern.
Aber das ist nicht mein primäres Ziel. Ich bin ich und ander sind andere. Ich versuche eine Haltung einzunehmen, dass andere mich nicht betreffen. In der Regel tun sie es auch nicht. Man wird mich in der Öffentlichkeit so akzeptieren, wie ich mich darstelle, ob ich affektiert bin oder nicht. Also ist es meine Wahl und wenn ich eine andere TG sehe, die sich ganz anders verhält, kann ich es tolerieren, dass sie sich so darstellt, wie sie es tut.
Hier liegt, meiner Meinung nach, eine, vielleicht sogar eine entscheidende Wurzel für Toleranz und Akzeptanz: den anderen zu lassen, wie er ist. Es regen sich nur die Menschen über andere auf, die ander nicht lassen wie sie sind. Und wenn wir uns über die "Aufreger" aufregen, wollen wir sie oder ihr Verhalten letztlich verändern. Das ist auch keine Toleranz/Akzeptanz.
Vielleicht sollten wir darüber nachdenken, was es bedeutet, wenn wir andere Menschen bzw. ihr Verhalten verändern wollen. Es ist in meinen Augen schlicht ignorant. Es klang schon an, wenn ich Toleranz von anderen fordere (sie sollen mich akzeptieren, wie ich bin), muss ich das ihnen auch zugestehen.
Sich den Regeln anderer Menschen zu unterwerfen, heißt sich versklaven. Andere Menschen unter meine Regeln zu zwingen, heißt andere zu versklaven. Beides tut mir nicht gut. Und manchmal ist es gut für mich, dieses ins Bewußtsein zu rufen.
ich danke Euch sehr für Eure engagierte Diskussion. Meine Tochter sagt immer so schön:
Der Empfänger bestimmt die Botschaft. Was heißt das für mich in diesem Fall ? Wie ich einen TG, den ich auf der Straße sehe, wahrnehme, sagt doch vielmehr über mich aus, als über den TG. Und das ist für mich ein Punkt, an dem ich für mich als Wahrnehmenden ansetzen kann.
Ich meine damit, wenn ich jemanden als affektiert weiblich wahrnehme, liegt das daran, dass ich selber nicht weiß, wie ich mich en femme "korrekt" darstellen soll. Ich habe Angst davor, dass ich selber so sein könnte. Wenn ich Selfies von mir mache und sie mir nach einiger Zeit wieder betrachte, merke ich schnell, dass die Angst gar nicht so unbegründet ist. Letzlich muss ich mir die Frage stellen, was will ich eigentlich.
In meiner Beziehung habe ich meine Partnerin von Anfang an eingeweiht, aber das Dressen nicht vor ihr gemacht. So spielte das keine Rolle. Wir sind jetzt überein gekommen, dass ich ab sofort das trage, wonach mir gerade ist. Da ich nicht affektiert sein möchte, ich fühle mich dann als eine Art Karikatur, war ich gezwungen, mich mit dem Thema auseinander zu setzen. Ich löse für mich das Problem, dass ich zum einen mich langsam an ein weibliches Äußere herantaste und zum anderen bei der Frage der Affektiertheit bei anderen nachsichtiger werde.
Was heißt das ? Zunächst versuche ich die eigene Wertung, die ich mit Affektiertheit verbinde, aufzulösen. Jede hat das Recht, sich darzustellen, wie ich es möchte. Ich brauche mich nicht zu identifizieren und obendrein sehe ich für mich die eigene Affektiertheit nur als eine Schritt zu einer authentischeren Selbstdarstellung.
Wie kann ich also die Selbstdarstellung anderer nutzen ? Ich sehe ein kleines Video, auf dem man eine TG auf der Straße "stolzieren" sehe. Das schmerzt mich fast körperlich, weiß ich doch, ich bin nicht frei davon. Aber ich kann mir genau ansehen, was mich unangenehm berührt und so an mir selber arbeiten. Ich kann mir klar machen, dass ich das nicht selber bin. Wenn andere Menschen meinen, dass alle TG so seien, liegt das das Problem bei den Menschen. Ich bin nicht so und so wie ich in der Öffentlichkeit auftrete, kann ich mit meiner Art das Bild der Vielfalt vergrößern.
Aber das ist nicht mein primäres Ziel. Ich bin ich und ander sind andere. Ich versuche eine Haltung einzunehmen, dass andere mich nicht betreffen. In der Regel tun sie es auch nicht. Man wird mich in der Öffentlichkeit so akzeptieren, wie ich mich darstelle, ob ich affektiert bin oder nicht. Also ist es meine Wahl und wenn ich eine andere TG sehe, die sich ganz anders verhält, kann ich es tolerieren, dass sie sich so darstellt, wie sie es tut.
Hier liegt, meiner Meinung nach, eine, vielleicht sogar eine entscheidende Wurzel für Toleranz und Akzeptanz: den anderen zu lassen, wie er ist. Es regen sich nur die Menschen über andere auf, die ander nicht lassen wie sie sind. Und wenn wir uns über die "Aufreger" aufregen, wollen wir sie oder ihr Verhalten letztlich verändern. Das ist auch keine Toleranz/Akzeptanz.
Vielleicht sollten wir darüber nachdenken, was es bedeutet, wenn wir andere Menschen bzw. ihr Verhalten verändern wollen. Es ist in meinen Augen schlicht ignorant. Es klang schon an, wenn ich Toleranz von anderen fordere (sie sollen mich akzeptieren, wie ich bin), muss ich das ihnen auch zugestehen.
Sich den Regeln anderer Menschen zu unterwerfen, heißt sich versklaven. Andere Menschen unter meine Regeln zu zwingen, heißt andere zu versklaven. Beides tut mir nicht gut. Und manchmal ist es gut für mich, dieses ins Bewußtsein zu rufen.
Viele Grüße
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Re: affektierte Weiblichkeit ?
Ja, ... so in etwa.
Es wird ja immer welche geben, die etwas so tun, wie man es selber nicht tun würde.
Hat denn hier jemand Angst mit "diesen Anderen" verwechselt zu werden?
Es wird ja immer welche geben, die etwas so tun, wie man es selber nicht tun würde.
Hat denn hier jemand Angst mit "diesen Anderen" verwechselt zu werden?
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LanaX
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Re: affektierte Weiblichkeit ?
Weise Worte Vickyvr_61 hat geschrieben:Hallo Mädels,
Der Empfänger bestimmt die Botschaft. Was heißt das für mich in diesem Fall ? Wie ich einen TG, den ich auf der Straße sehe, wahrnehme, sagt doch vielmehr über mich aus, als über den TG. Und das ist für mich ein Punkt, an dem ich für mich als Wahrnehmenden ansetzen kann.
@Lina: Ich nicht.
Liebe Grüße
Lana
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Kerstin
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Re: affektierte Weiblichkeit ?
Mit dem selben Recht mit dem Bildungspläne an die Interessen einer Minderheit angepasst werden.Marielle hat geschrieben:.....
Aber erklär' mir bitte: Wie sollen wir es rechtfertigen, dass wir denen Vorschriften machen wollen, wie sie sich zu verhalten haben, wenn wir auf der anderen Seite solche Vorschriften für uns selbst strikt ablehnen?
Wobei uns allen geholfen wäre wenn die genannten Extreme vermieden würden.
Ich beobachte nur zu gern andere Leute und ich nütze gern die Möglichkeit die Reaktionen auf unsereins zu sehen. Ich kann dir versichern niemand wird dich direkt angehen oder sagen wir besser die wenigsten. Das gemaule,lästern und lustig machen kommt wenn du weg bist.
LG Kerstin
Zuletzt geändert von Kerstin am So 22. Feb 2015, 20:28, insgesamt 1-mal geändert.
Ich brauche Informationen - eine Meinung bilde ich mir selbst.
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Kerstin
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Re: affektierte Weiblichkeit ?
Den gibt es nicht!!conny hat geschrieben:.... im kontext dieses forums ....
Es sind hier soviele Leute unterwegs die aus den unterschiedlichsten Gründen Damenkleidung tragen, das es unmöglich ist hier einen wie auch immer gearteten "kontext" zu finden.
Mit welchem Recht glaubt diese Minderheit allen anderen erzählen zu können das Geschlecht wäre in Wirklichkeit zwischen den Ohren zu suchen?Marielle hat geschrieben:.... Mit welchem Recht kann man fordern "Mann soll Mann bleiben"? Mit dem 'Recht' der Mehrheit, die weiss wie ein Mann sein muss, gegenüber einer Minderheit, die dazu anderer Ansicht ist?
......
Mit welchem Recht glaubt diese Minderheit allen anderen erzählen zu können das Geschlecht wäre nur eine Soziale Erfindung und sie würden sich nur einbilden das sie Mann bzw Frau wären?
Mit welchem Recht glaubt diese Minderheit allen anderen erzählen zu können sie, die Minderheit, wäre der eigentliche Normalzustand und alles andere nur Einbildung?
Es ist auch nur die hier im Forum vertretene Minderheit die ein Problem damit, zu definieren was Mann und Männlich ist und was nicht.
Was auch immer dies sein soll Mann und Männlich - es ist eine persönliche Definirung. Ich möchte in diesem Zusammenhang auf einen Beitrag in den Schlagzeilen Heft139 Seite 46 hinweisen "Die 10 Elemente der Männlichkeit".
Der Witz daran ist, wenn ich das so nehme wie dort beschrieben sind alle TG's besonders Männlich.
LG Kerstin
Ich brauche Informationen - eine Meinung bilde ich mir selbst.