Crossdressing als Veranlagung / genetisch bestimmt
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Lebensplanung, Standorte
gaby37
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Crossdressing als Veranlagung / genetisch bestimmt

Post 1 im Thema

Beitrag von gaby37 »

Hallo zusammen,

nachdem wir uns alle einig sind (hoffe ich doch) ,dass CD keine Krankheit ist und in zwei anderen Thread schon darüber diskutiert wurde ob es eine Sucht ist, mit dem Ergebnis, dass es zwar zeitweilig suchtähnliche Symptome sind, es aber nicht "heilbar" ist und daher auch keine Sucht ist, stelle ich nun mal die Frage — oder provokanter - die These in den Raum:

Crossdressing ist eine Veranlagung und genetisch bestimmt.


Rummms.


Natürlich ist diese Behauptung so allgemein nicht zu halten, und schon gar nicht wenn wir hier im Forum
-jede Person die mindestens ein oder mehr Kleidungstücke des jeweils anderen Geschlechts
-zumindest zeitweise, längerfristig oder dauerhaft trägt,
-dabei die körperlichen Attribute des jeweils anderen Geschlechts nicht, teilweise oder vollständig nachbildet,
-mit dem Ziel immer noch als eine Person des eigenen Geschlechts oder eine des anderen Geschlechts erkannt zu werden,
-ohne kurz- oder langfristig das ursprüngliche Geschlecht wechseln zu wollen (denn dann wird es transsexuell)
als Crossdresser bezeichnen.

Wat 'nen Definitionssatz.

Daher will ich diese These etwas einschränken:
Sie gilt nur für Crossdresser, die das Verlangen haben sich komplett als Frau zu stylen.
Unabhängig davon, ob sie es tun, oder aus irgendwelchen Gründen nicht umsetzen können.


Jetzt bin ich mal auf eure Meinungen gespannt. Ich habe nämlich noch einen weiteren Punkt im Kopf, der für diese These (mit dieser Einschränkung) sprechen könnte, aber ich will erst mal wissen wie ihr das seht.

Gruß Gaby
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Frauen werden aus Blumen geboren, Männer aus Kohlköpfen. Ich bin aus einem Blumenkohl.
Nelly

Re: Crossdressing als Veranlagung / genetisch bestimmt

Post 2 im Thema

Beitrag von Nelly »

Hallo Gaby,
ich habe ja auch schon zum Thema eine Menge im Netz recherchiert. Ich komme zu dem Schluß, daß es kein Crossdresser-Gen gibt. Eher halte ich es für wahrscheinlich, daß es eine embryonale Hormonstörung ist. Ob diese durch eine spezielle Gensequenz ausgelöst wird konnte meines Wissens nach nicht belegt werden.
Weiterhin bezüglich deiner Einschränkung , halte ich es durchaus für möglich , daß Transvestitismus eine abgeschwächte Form von Transsexualität ist.
Das ist meine subjektive Meinung.

LG Nelly
Bianca D.
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Re: Crossdressing als Veranlagung / genetisch bestimmt

Post 3 im Thema

Beitrag von Bianca D. »

Crossdressing ist eine Veranlagung und genetisch bestimmt.
Hallöchen,

Interessante These,die ich so auch unterstützen würde.Ich denke mal,daß bei Gentests unter uns ein erkennbares Muster zu Tage käme.Letztens hab ich in einer Zeitschrift noch einen Bericht gelesen,wo es um die Frage ging,was uns zu dem macht,was wir sind.Hatte in dem Fall nichts mit TS und CD zu tun,denke aber das es sich übertragen läßt.Am Beispiel von Zwillingen wurde da bewiesen,daß trotz gleicher
genetischer Vorraussetzungen,sich durch die Lebensumstände,das Essverhalten usw. unterschiedliche Persönlichkeiten entwickeln.Diese aüßeren Einflüsse wirken auf Schalter,die an bestimmte Gensequenzen angedockt sind und die Eigenschaften nach Bedarf anschalten und auch wieder abschalten können.
Warum sollte also nicht auch die Neigung zu TS oder CD durch äußere Einflüsse zum tragen kommen?Durch Erfahrungen,die man im Säuglings und Kleinkindalter schon gemacht hat,aus dem Bewußtsein aber verdrängt sind?Ist vielleicht etwas gewagt,aber denkbar wäre es schon...

LG Bianca
Ick wees nüscht,kann nüscht,hab aba jede Menge Potenzial
Cybill
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Re: Crossdressing als Veranlagung / genetisch bestimmt

Post 4 im Thema

Beitrag von Cybill »

Liebe Forumsmitglieder/innen,

diese Thesen sind - nach aktuellem Stand der Forschung - vollständiger Blödsinn! :((a

1. Von der humangenetischen Seite aus gibt es - nach heutigem Kenntnisstand - keinerlei Anhaltspunkte für einen Zusammenhang zwischen Genom und Persönlichkeitsausprägungen. Dies wird durch viele Studien in der Zwillingsforschung untermauert (Eineiige Zwillinge sind genetisch identisch)

2. Biologisch-Psychologische Forschungen haben ergeben, dass lediglich Veranlagungen hinsichtlich kognitiver Leistungsfähigkeiten nachweisbar sind. Persönlichkeitsmerkmale sind nicht genetisch festgelegt.

3. Bisher gibt es keinerlei Techniken, die eine tatsächliche Abbildung des Erlebens eines Individuums erlauben. Somit ist es nicht möglich, eine tatsächlich objektive Bewertung der sexuellen Identität einer Person zu geben. Jede Diagnose von sexuellen Identitätsabweichungen geschieht auf Basis standardisierter Fragebögen, die mittels wahrscheinlichkeitsgestützter Methoden ausgewertet werden. Dieser Umstand hat zu den hohen Hürden für GAOPs geführt.

Kritiker dieser Aussagen sollten bedenken, dass wahrgenommene Ähnlichkeiten in innerfamiliären Persönlichkeitsausprägungen eher darauf zurückzuführen sind, dass die betreffenden Personen sich im selben Lebensumfeld (Familie, Wohnort usw...) befinden.

Nach meiner Auffassung ist es sinnvoller, nach Ähnlichkeiten in der Entwicklung zu suchen. Hier haben Studien ergeben, dass tatsächlich ein Zusammenhang zwischen entwicklungspsychologisch relevanten Umständen (z.B. Aufwachsen ohne männliches Vorbild = alleinerziehende Mutter usw...) und der sexuellen Identität einer Person besteht.

Im Übrigen: das Märchen mit dem Zusammenhang von Hormonkonzentration im Fruchtwasser und der sexuellen Präferenz, bzw. Identität entbehrt jeder Grundlage.
Scio quid nolo! - Ich weiß was ich nicht will!

Im Übrigen: Ich bin nicht hauptberuflich transsexuell!
Joe95
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Re: Crossdressing als Veranlagung / genetisch bestimmt

Post 5 im Thema

Beitrag von Joe95 »

ich denke mal in richtung krankheit brauchen wir ja nicht mehr weiterreden...

veranlagung ja, was die gene da für eine rolle spielen können weiß ich nicht...

wie nelly sagt, "embryonale hormonstörung" und abgeschwächte form von transsexualismus, würde ich das auch sehen.
wobei ich allerdings behaupte das es sich bei abweichungen vom "rein männlichen" oder "rein weiblichen" um ganz natürliche "streuung" handelt, da ich davon ausgehe das "männlich" und "weiblich" nur die entgegengesetzten endpunkte der scala sind und eigentlich jeder von beidem etwas hat.
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
Natürlich ist das wahr, es steht doch im Internet!

Du hast ne Frage, brauchst Rat oder Hilfe?
Ohren verleih ich nicht, aber anschreiben darfst du mich jederzeit...
ShayeLaShade

Re: Crossdressing als Veranlagung / genetisch bestimmt

Post 6 im Thema

Beitrag von ShayeLaShade »

Die genetische These kann wohl nur für eine kleine Teilmenge derer gelten, die tatsächlich irgend eine greifbare, physiologische weibliche Messgröße wie den Hormonspiegel haben. Und selbst da... wenn man sich die Entwicklung des Nervensystems anschaut, dann spielt da sehr viel mehr rein als pure Genetik.
gaby37
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Re: Crossdressing als Veranlagung / genetisch bestimmt

Post 7 im Thema

Beitrag von gaby37 »

Hallo miteinander,

vielen Dank für die rege und konstruktive Teilnahme.
Wie gesagt habe ich es bewusst etwas provokant formuliert

@dessous69fan
Die Definition des Crossdresser schließt dich natürlich mit ein. Die These mit der genetischen Veranlagung war mit dem Ausschluss gemeint.
Aber du hast vollkommen Recht - warum bestimmte Personen ausschließen?

@nelly
ich meinte auch kein "Crossdresser-Gen" sondern nur -- ja was denn genau. Ich komme gleich noch darauf zurück

@cybill
zu 1) ich weiß nicht ob bei den eineiigen Zwillingen einer CD war und der andere nicht und ob es da eventuell repräsentative Untersuchungen gibt ;-)
Aber es stimmt, da gibt es einige Untersuchungen, aber ob sie hier übertragbar sind - ich bin mir nicht sicher....
2) ich weiß nicht ob CD ein Persönlichkeitsmerkmal ist...
3) CD ist ja keine sexuelle Persönlichkeitsabweichung, oder? Sonst wären wir bei mehr oder weniger Transsexualität. Und ob das mit solchen Fragebögen dann sinnvoll wird....hhmmm
Ähnlichkeiten in der Entwicklung - hmmm - also ich bin mit Vater, Mutter, Oma aufgewachsen, ohne irgendwelche "Obskuren" Dinge (t'schuldigung für diese Wortwahl) auf die ich meine zweite Seite schieben könnte.

@joe95
ja, es könnte einfach die statistische Streuung sein

@ShayeLaShade
ja das mit der messbaren Größe war mein Gedanke, weswegen ich die Einschränkung der These machte - sozusagen auf die Gruppe, die kurz vor dem Transsexuellen steht, also "vermeintlich" etwas mehr "Weiblichkeit" in den XY hat


Wie ich im Eingangspost schon schrieb habe ich einen weiteren Punkt:

Wie bekannt, kommen Frauen zwischen 40 und 60 in die Wechseljahre.
Symptome gibt es viele. Die zwei herausragenden sind
- Stimmungsschwankungen, die beim Partner ganz schön auf die Nerven gehen können und
-Hitzewallungen in unregelmäßigen Abständen und Intensitäten.
Seit etwa 1-1,5 Jahren kämpft meine Partnerin damit, Tendenz zunehmend. Normaler Lauf der Dinge.
Interessanter Weise bin ich, als Mann, auch seit Anfang diesen Jahres ein wenig betroffen.
Bei meinem letzten Routinecheck beim Hausarzt, der nichts von meiner weiblichen Seite weiß, habe ich deswegen mal nachgefragt:
Antwort: Männer haben diese Probleme nicht (Wechseljahre in dem Alter zum einem, Hitzewallungen zum anderen).
Ich war nun am Überlegen, da dies ja eine hormonelle Reaktion ist, genetisch gesteuert, ob hier nicht ein(ige) Gen(e) "mitverantwortlich" sein könnte, das/die auch die eigene Lust auf Weiblichkeit steigern und in jüngeren Jahren ihren Ausdruck in Crossdressing finden.

Vor diesem Hintergrund wäre es natürlich interessant zu wissen, ob einige von den "Älteren" Crossdressern auch solche Erfahrungen machen......

Aber wie Joe95 schon sagte: Vielleicht ist es auch alles nur "Statistisches Rauschen"

Gruß Gaby
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Nelly

Re: Crossdressing als Veranlagung / genetisch bestimmt

Post 8 im Thema

Beitrag von Nelly »

Zum Thema habe ich folgenden Link:
http://www.neuroendo.org.uk/content/view/17/11/
(Der Artikel ist auch mit Übersetzern lesbar.)
Das ist dann der Punkt, wo ich dann denke ,daß ich nicht die vollständige männliche "Gehirnverdrahtung" bekommen habe.

LG Nelly
exuserIn-2014-09-15

Re: Crossdressing als Veranlagung / genetisch bestimmt

Post 9 im Thema

Beitrag von exuserIn-2014-09-15 »

hallo zusammen,
eines dürfte wohl klar sein, jeder mensch hat 2 seiten in sich - ne weibliche und ne männliche. der mensch wird durch anlage - erziehung - und umwelt geformt. es ist daher anzunehmen, dass das bedürfnis, kleider des gegenteiligen geschlechtes zu tragen, einerseits eine kindliche neugierde ist, die andererseits durch "erfahrung " und erziehung eben gefördert oder gebremst wird. in meinem falle, wars anfänglich geduldet (als kind bis 8 jährig ), da ich damals doch ein recht feminines aussehen hatte, und auch oft als mädchen angesehen wurde. denke nun, dass sich meine damaligen erfahrungen schon etwas in die weibliche richtung geprägt haben. zumal im verlaufe meiner schulzeit, ich immer wieder dami konfrontiert wurde. mein name lulu , stammt auch aus dieser zeit. ich kann biancas und nellys meinung nur unterstützen. als schon etwas älterer crossdresser, möchte ich anfügen, dass ich keinerlei wechseljahr- oder midlife-crisis-symtome verspüre.
nur, entzugserscheinungen, wenn ich längere zeit nicht en femme sein kann.

lg lulu
Joe95
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Re: Crossdressing als Veranlagung / genetisch bestimmt

Post 10 im Thema

Beitrag von Joe95 »

ja, ich denke lulu hat es recht treffend formuliert...

ob das nun irgendwie mit genen zu tun hat weiß ich nicht, aber das weiß ich auch nicht bei anderen charakterzügen oder eigenschaften...
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Re: Crossdressing als Veranlagung / genetisch bestimmt

Post 11 im Thema

Beitrag von Cybill »

@gaby

Du liest nicht richtig, was ich schreibe:

Im ersten Punkt habe ich Persönlichkeitsausprägungen aufgeführt. Genderistische Präferenzen oder sexuelle Identitätsausprägungen wie CD bilden - neben einer großen Anzahl anderer Faktoren (z.B. Gewissenhaftigkeit, Zwanghaftigkeit, Emphatie, Extraversion usw...) - die Persönlichkeit.

Im zweiten Punkt habe ich darauf hingewiesen, dass kognitive Fähigkeiten nachweislich erblich sind, nicht die in die Kategorie Persönlichkeit gehörigen Faktoren wie CD. Wenn Du wissen willst, was Persönlichkeitsmerkmale sind, so suche nach dem Ausdruck "Big Five" oder "O.C.E.A.N." oder hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Big_Five_(Psychologie)

Im dritten ging es um sexuelle Identitätsabweichungen nicht um Persönlichkeitsstörungen!
Persönlichkeitsstörungen werden im DSM IV bzw. im ICD 10 beschrieben.
http://www.dimdi.de/dynamic/de/klassi/d ... fr-icd.htm
http://en.wikipedia.org/wiki/DSM-IV_Codes
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Joe95
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Re: Crossdressing als Veranlagung / genetisch bestimmt

Post 12 im Thema

Beitrag von Joe95 »

na, ich bin der festen überzeugung das eigentlich alle - bis auf wenige ausnahmen - irgendwo zwischen den geschlechtern sind...
allerdings sind die meisten in einem bereich geringer abweichung, sozusagen im tolleranzbereich. dazu kommt das es bei relativ männlichen frauen kaum auffällt... eine frau in männerjeans und holzfällerhemd ist völlig normal...
bleiben halt nur sehr wenige feminine männer, die ihre weiblichkeit offen ausleben...
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Tamara

Re: Crossdressing als Veranlagung / genetisch bestimmt

Post 13 im Thema

Beitrag von Tamara »

Hallo Mädel`s und Jungs,

ich möchte hier mal meinen Beitrag dazu Leisten, wie es sich bei mir abgespielt hat.

Ich kann mich noch erinnern, als ich 6 Jahre war, als ich von meiner Mutter die Feinstrumpfhosen zwischen meine Beine (da wo sie anfagen) gesteckt habe und ein "geiles" (das Wort gabe es damals noch nicht) Gefühl dabei bekam. Ich denke mit 6 Jahren kann man das noch nicht wollen, sondern handelt aus dem Bauch heraus. Somit vertrete ich die These, dass das "Crossdressen" genetisch bedingt ist.

Dann war erst mal Schluß!

Mit der Pubertät kamen dann diese Gefühle wieder. Wir hatten neben meinem Kinderzimmer eine Abstellkammer, in der alle nicht mehr benötigten Klamotten, eingelagert wurden. Ein gefundenes Fressen für mich. In meinem Leben, war Crossdressing immer im Hintergrund dabei, aber manchmal brauche ich es 1- 2 Jahre nicht. Im Moment ist das Verlangen wieder sehr prägnant, da ich auch meiner Frau alles gebeichtet habe. Sie hat aber noch einige Problem damit. Aber wir arbeiten dran.

Gruß
schnewolf123 (Ihr könnt mich auch Tamara nennen, Grins)
Anni
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Re: Crossdressing als Veranlagung / genetisch bestimmt

Post 14 im Thema

Beitrag von Anni »

Hallo Schnewolf123 )))(:

Also ich frage lieber nicht , wie Du zu dem Namen ??? gekommen bist :P

Aber ich denke auch , das das Crossdressing , oder die Leidenschaft , das Bedürfnis , die Sucht , die Liebe zur femininen Kleidung - wie immer man das bezeichnen mag - in einem steckt , bei einem mehr , beim anderen weniger .

Mein Vater sprach immer zu mir : " bengel ( wenn der wüßte :wink: ) , wenn du nix lernst - lern wenigstens logisch denken ! "

Bei sooo vielen Jahren konservativer Erziehung , bin ich denn auch nicht ganz drum rum gekommen :lol:

Mit Logik ist das jedoch nicht zu Erklären oder zu Belegen - also steckt es wohl von Anfang an in mir , denn meine Eltern wollten immer nen ganzen Kerl aus mir machen . Tja - nicht jeder Wunsch kann erfüllt werden !

Sei es drum - ich fühle mich inzwischen mit der Erkenntnis des Anders seins ganz wohl und möchte das auch nicht mehr ändern .

LG Anni
Der einzige Mensch, der sich vernünftig benimmt, ist mein Schneider. Er nimmt jedesmal neu Maß, wenn er mich trifft, während alle anderen immer die alten Maßstäbe anlegen in der Meinung, sie paßten auch heute noch. George Bernard Shaw
Joe95
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Re: Crossdressing als Veranlagung / genetisch bestimmt

Post 15 im Thema

Beitrag von Joe95 »

Anni hat geschrieben:...Sei es drum - ich fühle mich inzwischen mit der Erkenntnis des Anders seins ganz wohl und möchte das auch nicht mehr ändern ...
das seh ich ganz genau so und ich find das auch sehr wichtig...
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