Julianes Weg
Verfasst: So 21. Nov 2021, 14:09
November 1999
Da steht es nun dieses Wesen! Von der Kleidung her Frau. Vom Wesen und der Gestalt her, trotz Kleid,
Nylonstrümpfen und hochhackiger Schuhe, doch ganz deutlich ein Mann.
Noch ohne Makeup, weiblicher Frisur und Busen ein Zerrbild. Oder, im Nachhinein betrachtet, eine Witzfigur.
Doch meine Frau hatte es gewollt! Wollte nach meinem Outing wissen, was ich da dann all die Jahre gelegentlich,
wenn ich allein war, so gemacht hatte.
Nun lief sie weinend aus dem Zimmer. Alles falsch gelaufen? Blöde Idee, sie nach 20 Jahren Ehe nun doch einzuweihen?
Ja und nein! Denn nach vielen langen Abenden mit intensiven Gesprächen, konnten wir uns langsam wieder
aneinander annähern. Und der Grundstein für eine nun etwas andere Ehe wurde gelegt.
Es folgten der Kauf einer Perücke und einiger, für eine weibliche Garderobe unverzichtbarer Kleidungsstücke. Dazu dann
passende Unterwäsche, ein wenig billiger Modeschmuck und nach ein wenig Übung und ein paar Hilfen, stand dann eines
Abends eine, zumindest auf den ersten Blick, annehmbare Erscheinung in unserem Wohnzimmer. Einen Namen bekam
diese immer noch fremde Person dann auch. Juliane sollte es sein, denn dieser Name gefiel uns beiden.
Und Juliane wuchs und reifte im Rekordtempo. Zwar nicht von der Körpergröße, denn da ist sowieso schon reichlich vorhanden,
aber vom Wesen her. Die zweite Pubertät, eine Zeit in der biologische Mädchen mit Versuch und Irrtum lernen, sich angemessen
zu kleiden und zu schminken, wurde glücklicherweise, dank der Hilfe meiner Frau, im Eiltempo durchschritten. Und dies,
ohne allzu viele Um- und Irrwege zu beschreiten.
Die Hilfe einer SHG, einer Selbsthilfegruppe tat ein Übriges und gut ein Jahr nach diesem denkwürdigen Abend war Juliane,
in Begleitung ihrer Frau erstmals in der Dämmerung draußen unterwegs. Als Feuertaufe gewissermaßen, und weil man(n)
in der Masse weniger auffällt, gleich durch die volle Bahnhofstrasse. Im ähnlichen Outfit wie unten zu sehen, aber mit einem,
die Knie bedeckendem Mantel darüber zum abendlichen Schaufensterbummel.
Eine Fortsetzung folgt, wenn ihr mögt. Juliane
Da steht es nun dieses Wesen! Von der Kleidung her Frau. Vom Wesen und der Gestalt her, trotz Kleid,
Nylonstrümpfen und hochhackiger Schuhe, doch ganz deutlich ein Mann.
Noch ohne Makeup, weiblicher Frisur und Busen ein Zerrbild. Oder, im Nachhinein betrachtet, eine Witzfigur.
Doch meine Frau hatte es gewollt! Wollte nach meinem Outing wissen, was ich da dann all die Jahre gelegentlich,
wenn ich allein war, so gemacht hatte.
Nun lief sie weinend aus dem Zimmer. Alles falsch gelaufen? Blöde Idee, sie nach 20 Jahren Ehe nun doch einzuweihen?
Ja und nein! Denn nach vielen langen Abenden mit intensiven Gesprächen, konnten wir uns langsam wieder
aneinander annähern. Und der Grundstein für eine nun etwas andere Ehe wurde gelegt.
Es folgten der Kauf einer Perücke und einiger, für eine weibliche Garderobe unverzichtbarer Kleidungsstücke. Dazu dann
passende Unterwäsche, ein wenig billiger Modeschmuck und nach ein wenig Übung und ein paar Hilfen, stand dann eines
Abends eine, zumindest auf den ersten Blick, annehmbare Erscheinung in unserem Wohnzimmer. Einen Namen bekam
diese immer noch fremde Person dann auch. Juliane sollte es sein, denn dieser Name gefiel uns beiden.
Und Juliane wuchs und reifte im Rekordtempo. Zwar nicht von der Körpergröße, denn da ist sowieso schon reichlich vorhanden,
aber vom Wesen her. Die zweite Pubertät, eine Zeit in der biologische Mädchen mit Versuch und Irrtum lernen, sich angemessen
zu kleiden und zu schminken, wurde glücklicherweise, dank der Hilfe meiner Frau, im Eiltempo durchschritten. Und dies,
ohne allzu viele Um- und Irrwege zu beschreiten.
Die Hilfe einer SHG, einer Selbsthilfegruppe tat ein Übriges und gut ein Jahr nach diesem denkwürdigen Abend war Juliane,
in Begleitung ihrer Frau erstmals in der Dämmerung draußen unterwegs. Als Feuertaufe gewissermaßen, und weil man(n)
in der Masse weniger auffällt, gleich durch die volle Bahnhofstrasse. Im ähnlichen Outfit wie unten zu sehen, aber mit einem,
die Knie bedeckendem Mantel darüber zum abendlichen Schaufensterbummel.
Eine Fortsetzung folgt, wenn ihr mögt. Juliane