Samstag hatte ich einen ausgiebigen Violettatag. Meine Liebste fuhr für ein paar Tage zu ihrem Sohn und ihren Enkerln (wir haben je zwei, aber nicht voneinander

) nach Oberösterreich. So hatte ich den ganzen Samstag frei. Das wollte natürlich ausgenützt werden. Leider war das Wetter nicht so besonders, aber zumindest hat es vorerst nicht geregnet. Nach einigen haushaltstechnischen Erledigungen fuhr ich ins Refugium, um den Tag violettamässig zu beginnen. Eigentlich hatte ich geplant, etwas weiter weg zu fahren, aber aufgrund der unsicheren Wetterprognose entschied ich mich, vorerst nur nach Seefeld zu fahren und eine Runde um den herbstlichen Wildsee zu machen. Da ich zu dem blauen Kleid einige sehr positive Rückmeldungen erhalten hatte ,holte ich es nochmals aus dem Altkleidersack hervor. Außerdem passet da das in Amsterdam gekaufte Tuch mit VanGogh Motiven ausgezeichnet dazu. Und zum ersten Mal in der kühleren Saison wieder eine Barett-oder Baskenmütze.
In der Sonne leuchten die Herbstfarben intensiver, aber ich liebe auch die nebelig-wolkigen Herbsttage und ihre Stimmung. Leider war das Strandcafé nicht geöffnet, ich hätte gerne ein Heißgetränk genommen. Am Steg davor traf ich auf eine junge Frau mit Hund. Da fragte ich doch gleich um ein Foto. Und wieder konnte ich feststellen, wenn man freundlich fragt, bekommt man Freundlichkeit zurück.
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Dann wollte ich noch einen Bummel durch Seefeld machen....aber da machte mir der plötzlich beginnende Regen einen Strick durch die Rechnung. Da ich damit nicht gerechnet hatte, hatte ich auch keinen Schirm dabei. So musste ich mich ziemlich beeilen, zum Auto zurückzukommen ohne nicht völlig durchnäßt zu werden.
Aber es gab ja auch noch ein nächtes Ziel. Das CYTA und ein Besuch bei Caro.
Ich liebe diese zwanglose Plauscherei über alles mögliche ...und natürlich freue ich mich sehr, wenn ich wieder ein Kompliment bekomme, denn die sind ernst gemeint. Ich frage sie auch immer wieder mal, ob mein Gesamtbild feminin genug ist. Und da bekomme ich auch immer eine positive Rückmeldung, was mich auch immer in meiner Selbsticherheit bestärkt.
Nach einer Armbanduhr wollte ich auch noch sehen und traf bei dem entsprechenden Geschäft auf eine äußerst nette Dame, die mich sehr zuvorkommend bediente und auch noch ein Foto schoß.
Da sich dann auch etwas Hungergefühl bei mir meldete, und ich nicht zum großen M wollte, schaute ich mal in den oberen Stock zum Asiaten. Dort war ich noch nie und stellte fest, daß sie dort recht günstig All-you-can-eat anbieten, was ich dann auch genutzt habe. Durchaus empfehlenswert.
Ich wollte den Tag auch für einen Abendausgang nutzen und hatte schon mal vorher die Möglichkeiten im Netz gecheckt. Zu einem Theater- oder Kinobesuch konnte ich mich nicht entschließen. Aber ich fand eine andere Veranstaltung, die mir geeignet erschien. Die Queerattack-Disco-Party im Maria Theresia. Das Lokal wurde vor einiger Zeit umgebaut und neu eröffnet und befindet sich - der Name sagt es schon- in der Maria Theresien-Straße im Herzen von Innsbruck. Online kaufte ich mir ein Ticket und war schon gespannt, was mich dort erwartete. Ich war nämlich noch nie auf dieser Party.
Allerdings hatte ich noch Zeit und hatte zudem zuhause noch etwas vergessen. Da ich dort nicht enfemme hinfahren wollte, ging´s vorerst wieder zurück ins Refugium. Und wieder zurückverwandelt. Nachdem ich das Gewünschte geholt hatte, machte ich mich für den Abend bereit. Da in der Früh ein Paket mit einer neuen Frisur vor der Türe lag, wollte ich die auch gleich ausführen. Dazu das Paillettenkleid, das ich bei der Gala mithatte, dort aber nicht anzog, da eine Schwester mit dem gleichen Outfit auftauchte

Das kann Frau ja gar nicht haben

Dazu Netzstrümpfe mit Naht.
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Um 20 Uhr war Einlass, ich war kurz danach da...und stellte fest, daß ich wohl etwas früh dran war, denn sehr viel Publikum war noch nicht anwesend. Das wurde dann mit der Zeit zahlreicher. Aber offensichtlich eher die L und G Abteilung. Und auch einige Mädls mit schräg-nettem Outfit. An der Bar kam ich dann mit einem Mann ins Gespräch, der mir irgendwie bekannt vorkam. Wie sich dann herausstellte war er ein Pater der Servitenkirche in der Maria-Theresien-Straße. Der hatte sich vor einiger Zeit als schwul geoutet und war auch in einem Beitrag darüber in einer Bundeslandausgabe im Fernsehen zu sehen. Daher war er mir bekannt. Es war ein sehr anregendes Gespräch. Von einer Mädlsgruppe in bunten Outfits bekam ich auch ein Kompliment und mit zwei jungen Lesben, die gerade auf Tirolbesuch waren, hatte ich auch ein nettes Plauscherl. Getanzt wurde natürlich auch..wenngleich mir dieser Bumm-Bumm Discobeat auf Dauer etwas nervig war. Und ich stellte fest, daß ich wohl die einzige Part-time-lady auf dieser Party war.
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War trotzdem ein netter Abend. Kurz vor Mitternacht bin ich dann allerdings wieder abgezogen und wieder in mein Refugium gefahren.
Alles in allem ein toller femininer Tag, den ich sehr genossen habe.
Wünsche Euch eine schöne Woche
Violetta
Mein weibliches Ich ist ein Teil von mir und lässt sich nicht mehr unterdrücken. Ungenützte Zeit lässt sich nie mehr zurückholen.
Lebe Dein Leben.
Mein Blog:
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