Outdoor im Hybrid-Modus
Outdoor im Hybrid-Modus - # 2

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Klaudia
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Re: Outdoor im Hybrid-Modus

Post 16 im Thema

Beitrag von Klaudia »

Claudia-67 hat geschrieben: Fr 11. Jun 2021, 06:00
Oben als Kerl und unten mit Rock und High Heels ist natürlich der bekannte "bunte Hund", wo man auffällt. Das mache ich sicher nicht.
Da gebe ich die Recht, Claudia. Die Idee bei meinem gezeigten Outfit war, dass ein einfarbiges Poloshirt für mich ein Unisex-Kleidungsstück ist. Die aus der Damenabteilung sind zwar etwas anders geschnitten aber das sind Details. Ein Poloshirt von Camp David hätte ich jetzt auch nicht passend gefunden :D

LG
Klaudia
scheue_Sarah
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Re: Outdoor im Hybrid-Modus

Post 17 im Thema

Beitrag von scheue_Sarah »

scheue_Sarah hat geschrieben: Do 10. Jun 2021, 09:37 Klaudia hat geschrieben: ↑Do 10. Jun 2021, 08:50
Was habt ihr für Erfahrungen und wie geht ihr damit um?

Hallo Klaudia,

ich bin sicher kein Maßstab, aber ich traue mich ja kaum enfemme raus... Für mich ist (momentan) Hybrid undenkbar.
Allerdings hätte ich mir auch vor 6 Monaten nicht vorstellen können außerhalb der Karnevalszeit jemals ein Kleid in der Öffentlichkeit zu tragen...
Dieses Forum hat schon irgendwas mit mir gemacht, ich kann es nur noch nicht (be)greifen.

Meine eindeutige Antwort also:
keine Ahnung!
Sarah
Hallo Klaudia,

ich muss mich etwas korrigieren, oder: nein, ich korrigiere mich gern...

Ich bin bei Deiner Anfrage "Hybridmodus" immer von Kleid oder Rock ausgegangen. Also sofort als Mann in Frauenkleidung erkennbar.
Wenn es um nicht offensichtliche Damenkleidung geht, bin ich auch etwas entspannter geworden. Ich habe zwei Damenhosen, die ich ohne Bedenken offen trage. Eine dunkle Jeans und eine weinrote Twillhose. Beide wären zwar als solche erkennbar, aber nur bei genauer Betrachtung. Und wie viele hier im Forum immer wieder berichten: da achtet doch kaum jemand drauf!

Nur ich wiederhole: Kleid oder Rock ohne zumindest den Versuch einer Frauenoptik - nee, viel zu feige :oops:
Sarah
"Don't dream it, be it!"
aus der Rocky Horror Picture Show

"Es braucht einen echten Mann, um sich mit seiner weiblichen Seite wohlzufühlen..."
Backstreet Boy AJ McLean aus Solidarität zu Harry Styles' Foto im Kleid auf der Vogue
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Re: Outdoor im Hybrid-Modus

Post 18 im Thema

Beitrag von Lana »

Klaudia hat geschrieben: Do 10. Jun 2021, 08:50 ganz oder teilweise weibliche Garderobe aber eindeutig als Mann erkennbar in die Öffentlichkeit geht - also ohne Perücke und ohne heftiges Makeup.


Liebe Klaudia,
für mich würde ich das nicht einfach so stehen lassen. Ich habe nicht den Eindruck, dass ich in weiblicher Kleidung eindeutig als Mann gelesen werde, was vielleicht mit meinem Körper und meinen Haaren zusammenhängt, welche nicht der Klischeevorstellung entsprechen.

Kleine Anekdote am Rande:
Kürzlich beim Sport wollte ein Passant mit großer Vehemenz (dreimaliges Nachfragen!) von den anwesenden Mitsportlern erfahren, ob ich ein Mädchen oder ein Mann sei. Er konnte mich nur von hinten sehen. Ich hatte die Haare mit einer großen Klammer hochgesteckt, trug eine Halskette und ein weit ausgeschnittenes rotes T-Shirt sowie eine knielange grüne Sporthose.

Vor ein paar Jahren habe ich damit angefangen, mir einen Rock oder ein Kleid anzuziehen, FSH dazu, und so rauszugehen.
Zumindest dann, wenn ich die seltene Gelegenheit dazu habe. Meine Haare sind, wie sie sind: gut schulterlang, da brauche ich keine Perücke. An Make-up hatte ich in der Anfangszeit überhaupt nicht gedacht, es kam mir schlicht nicht in den Sinn, es zu verwenden.
Ich mache das inzwischen, aber selten, vielleicht auch deshalb:
Aber genau dieses Gefühl des Verkleidens stört mich auch manchmal, weil ich dadurch ja vorgebe was zu sein, was ich nicht bin.


Mich würde es viel mehr Überwindung kosten, im kompletten Frauenmodus rauszugehen, also geschminkt, mit weiblichem Oberteil oder gar Oberweite. Da hätte ich mehr Angst vor seltsamen Reaktionen.

Mein Ziel ist es auch gar nicht, möglichst als stereotypische Frau gelesen zu werden, sondern mich so zu zeigen wie ich bin.

Allerdings ist man nach meinen (wenigen) Erfahrungen im Hybrid-Modus auffälliger, weil noch mehr von der Norm abweichend und wird dadurch mehr beäugt.


Die Blicke und sonstigen Reaktionen, die ich dabei bekam, wirken - auf mich - nicht sehr auffällig. In der Regel spüre ich eine leichte Irritation beim Gegenüber, da sie mich nicht so leicht einordnen können, oder die erste flüchtige Zuordnung sich beim Blick nicht bestätigt. Inzwischen empfinde ich das eher als amüsant und spiele ganz gerne ein bisschen mit diesem Schwebezustand.

Eigentlich kenne ich es auch kaum anders. Bereits als Kind wurde ich immer mal wieder für ein Mädchen gehalten. Damals war es nicht wichtig für mich, die Unterscheidung hatte keine Bedeutung. Ich fand es eher irritierend, dass es bei den Erwachsenen ein Thema war. Ich selbst wollte mich damals keinem Geschlecht zuordnen. Das haben dann die Erwachsenen übernommen und mich zu dem Jungen gemacht, der ich in ihren Augen sein sollte. Ich wollte das nicht, aber Widerstand war zwecklos und löste bestenfalls Unverständnis aus. Insofern bin ich mit solchen Reaktionen groß geworden und habe mich daran gewöhnt, irgendwie "anders" zu sein.

LGL
Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt.
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Re: Outdoor im Hybrid-Modus

Post 19 im Thema

Beitrag von sbsr »

Bei der Arbeit gibt es mich kaum noch anders zu sehen. Einkaufen oder generell Alltag ebenfalls, solange meine Frau nicht zugegen ist. Hosen in offensichtlich weiblichem Schnitt wie Culotte, Capri oder Jeggins, dazu Blusen, Tuniken und Shirts, selten flacher als 5cm Absatz.

In Rock oder Kleid allerdings nur mit zusätzlicher Ausstattung, also mindestens Perücke und Oberweite, und nur zu entsprechenden Anlässen. In der Maskenzeit ohne Makeup, aber trotzdem frisch rasiert. Als Mann erkennbar bin ich so allerdings trotzdem.
LG, Svenja

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Re: Outdoor im Hybrid-Modus

Post 20 im Thema

Beitrag von Renée »

Hallo,
Ich versuche so viel wie möglich an Klamotten aus der Damenabteilung zu tragen. Hosen Shirts, Pollover Schuhe, Wäsche. Ich kaufe nur noch dort ein.Ich würde meinem Look als unisex bezeichnen. Mir ist es in der letzten Zeit, mit maske tragen, häufig passiert , dass man mich beim Shoppen als Frau gelesen hat oder aber nicht eindeutig einordnen konnte.

Den Vogel hat eine Verkäuferin beim bezahlen abgeschlossen. Diese verlangte zu meiner ec-Karte noch den Ausweis. Sie sah sich diesen an und meinte trotzdem die ec - Karte gehört mir nicht. Erst als ich die Maske abnahm und sie mich mit dem Passbild verglich, war sie einigermaßen überzeugt.

Mittlerweile bin ich beim Shoppen schon ziemlich entspannt. 😎
Liebe Grüße
Renée

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Re: Outdoor im Hybrid-Modus

Post 21 im Thema

Beitrag von Klaudia »

Vielen Dank an Euch für die vielen Antworten und Beiträge!

Das ist wirklich interessant, aber auch etwas überraschend wie weit die Meinungen und Grenzen zum Thema Hybrid-Modus auseinander liegen. Das reicht von "geht gar nicht - ganz oder gar nicht" bis hin zu "für mich kommt nichts anderes in Frage". Bei CD's mit einem androgynen Erscheinungsbild und vollen Haaren ist das sicherlich auch alles stimmiger als bei CD's mit ausgedünntem Haupthaar und etwas kräftigerem Körperbau (ja, ich meine mich :lol: )

Das Problem stellt sich ja generell auch nur bei uns männlichen Crossdressern, die Bio-Mädels können die gesamte Breite weiblicher und männlicher Kleidung nutzen, ohne dass jemand die Nase rümpfen würde.

Hier noch ein Link, für diejenigen, die Vlasta noch nicht kennen (wurde auch schon an anderer Stelle im Forum verlinkt) https://www.gender-blender.com
Ich bewundere ihn dafür, wie selbstbewußt er offenbar "sein Ding" lebt.

LG
Klaudia
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Re: Outdoor im Hybrid-Modus

Post 22 im Thema

Beitrag von Renée »

Je nach Persönlichkeit kann diese Definition anders ausgelegt werden, die Erscheinung spielt eine Rolle auch das Selbstbewusstseins. -es spielt sicher auch eine Rolle wie sehr ich mit meinem Körper und Körpergeschlecht im Geist im Widerstreit liege. Je größer das Missfallen ist, desto wenige Kompromisse werden ich eingehen wollen oder können.
ich komme mit mir rechte gut klar. Will aber auch nicht mehr der stino Kerl sein, könnte mir auch mehr vorstellen, meine Frau soll aber auch nicht das Gefühl haben mit einer Vollzeitfrau zusammen zu leben. Die könnte ich auch gar nicht mimen. Und dann renne die wenigsten Cis-Frau täglich komplet aufgebrezelt im Kleidchen oder Rock rum. Jeans ist dort eher der Standard.
Ich finde man hat eine Menge Möglichkeiten mit Kleidung und Accessoires zu spielen. Manchmal ist halt doch weniger - mehr.
Jeder muss seinen eigenen Weg und Still finden. Ich denke einfach etwas experimentieren , mit Kleinigkeiten anfangen. Sich Inspirationen holen. Mit der Zeit steigt auch der Mut und das Selbstbewusstsein. Auch die viel verfluchte Maske kann dabei helfen.
)))(:
Liebe Grüße
Renée

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Re: Outdoor im Hybrid-Modus

Post 23 im Thema

Beitrag von Fiona »

Hallo ihr Lieben,

nun habe ich den Thread auch endlich gefunden :-) Das ist ja genau mein Thema (flow)
Der Hybridmodus bringt mir soviel freude, weil ich - ohne mich immer komplett 'aufrüschen' zu müssen - auch in weiblicher Kleidung zeigen kann. Nagellack an Händen und Füßen sind schon fasst ein Muss und die Arbeitskollegen haben sich auch schon an die höheren Schuhe, den Rock oder die Sandaletten gewöhnt (hoffe ich zumindest :lol:).
In unserer Firma steht die Diversität gerade hoch im Kurs. Vielleicht könnte daher auch der Zeitpunkt nicht günstiger sein.

Zwei Mädels hier im Forum, die sich auch in diesem Thread schon zu Wort gemeldet haben, haben mir entsprechend viel Mut gemacht (vielleicht sogar unbewusst, nur durch Erzählungen und Beiträgen, was so machbar ist). Das fand ich beeindruckend und gehe damit nun immer lockerer um. Am Anfang hatte ich schon das Gefühl, dass die Leute alle schauen und sich ihren Teil denken. Heute ist mir das ziemlich egal. Ein freundlicher Blick wird oft erwidert. Manchmal hört man auch mal ein Lachen hinter einem, aber muss ich dabei immer der Grund sein? So wichtig ist es doch gar nicht, was man anzieht. Hauptsache man fühlt sich wohl. Aber diese Toleranz die ich anderen gegenüber einbringe, erwarte ich natürlich auch für mich - aber nicht jeder/jede kann damit umgehen. Gerade von den älteren Semestern ernte ich hin und wieder Unverständnis und Kopfschütteln.

Liebe Klaudia, kleide dich so, wie es sich für dich gut anfühlt. Dadurch hebst du automatisch dein Selbstbewusstsein. Dein Bild mit dem Rock und dem weißen Poloshirt ist doch sehr neutral und fällt eigentlich gar nicht als Damenmode auf. Auch, wenn du eine neutrale FSH unter hattest. Wenn es nicht zu warm war :-)
Und immer dran denken, die anderen haben Deine Erscheinung eh in 3 Schritten vergessen, da der Chat auf dem Handy wichtiger war (smili)

Alles Gute,
Fi
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Re: Outdoor im Hybrid-Modus

Post 24 im Thema

Beitrag von Franka »

Hallo Klaudia und alle anderen hier,

ich würde es nicht Hybridmodus nennen und ich bin ja auch kein Crossdresser mehr, aber die Hormone haben nicht soviel Wirkung erzielt, wie erhofft. Meine Kleidung ist gänzlich aus der Damenabteilung, aber inzwischen eher sportlich leger, als overdressed. Werde wohl von den meisten Mitmenschen immer noch männlich gelesen und manchmal bekomme ich schon mit, wie sie grübeln und sich Fragen stellen. Was Fiona sagt kann ich auch nur bestätigen. Am Anfang bezieht man jedes Lachen auf sich, aber ich bin ja seit einigen Jahren nur noch als Frau unterwegs und da nehme ich das schon anders war, wenn zwei Mädels an der Kasse im Supermarkt lachen, ich beziehe das inzwischen nicht mehr auf mich und hatte auch noch nie Probleme draußen. Das liegt aber bestimmt auch daran, dass ich mir inzwischen ein dickeres Fell angelegt habe und viel selbstbewusster durch die Welt laufe. Ich habe inzwischen verinnerlicht, dass ich eine Frau bin und muss das niemandem mehr beweisen, weder durch Make-Up, noch durch Stöckelschuhe auf Kopfsteinpflaster oder Röcke im Winter. Ich kleide mich wie die meisten anderen Frauen auch und das geht völlig problemlos durch in unsere jetzigen Zeit.

LGT Franka
Wir bekommen mit unserer Geburt das Leben geschenkt, doch viele von uns haben noch nicht einmal das Geschenkpapier abgemacht.
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Re: Outdoor im Hybrid-Modus

Post 25 im Thema

Beitrag von michaela66 »

Moin Màdels,

eins vorneweg, am liebsten bin ich natùrlich komplett als Frau gestylt, unterwegs.

Da mir diese Momente aber leider rindeutig zu wenig sind, ist der Hybridmodus eine gute Mòglichkeit, meine weibliche Seite zu besànftigen.

Da kommt es dann òfters vor, dass ich obenrum als Mann und unten als Frau gekleidet unterwegs bin.

Wobei ich auf Ròcke und Kleider nicht zugreife, das nur im Komplettstyling.


Damenwàsche, FSH, Damenjeans und eindeutig erkennbare Damenstiefel trage ich dann sehr gerne im
Mànnermodus.

Meine Zehnàgel sind auch dauerlackiert, meistens in Pastelltònen.

Bin zwar bei meiner Partnerin als CD geoutet und sie toleriert so einiges, aber wenn meine Absàtze zu hoch sind, gibt es da doch Diskussionsbedarf.

Ich sehe mich da selbst zwischen den Stùhlen, bin kein Mann, bin keine Frau, bin aber weiblich.


LG Michaela
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Re: Outdoor im Hybrid-Modus

Post 26 im Thema

Beitrag von Klaudia »

Fiona hat geschrieben: Di 15. Jun 2021, 18:55 ...
Der Hybridmodus bringt mir soviel freude, weil ich - ohne mich immer komplett 'aufrüschen' zu müssen - auch in weiblicher Kleidung zeigen kann.
...
Liebe Fiona,

danke für deinen Kommentar - genau das ist es doch. (he) Aber da muss MAN(N) sich wohl noch ein gutes Stück emanzipieren.

LG
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Re: Outdoor im Hybrid-Modus

Post 27 im Thema

Beitrag von sbsr »

Komme gerade vom "hybriden" Zahnarztbesuch:

20210618_094254_compress20.jpg

Ich war dort zum ersten mal und wusste nicht, dass es neben dem Gebäude einen eigenen kleinen Parkplatz gibt, deshalb im Parkhaus des benachbarten Einkaufszentrums geparkt, einmal quer durch und raus über den Parkplatz, und die 200m die Straße hoch.

Kleine Aufmunterung zum Start des Tages, die Zahnarzthelferin rief mich mit zögerlicher Stimme mit "Frau ... bitte" aus dem Wartebereich :D
Das lustige, außer mir saß noch eine Frau im Raum, und da die arme so leise gesprochen hatte, dass man meinen Namen fast nicht, sondern nur das Frau verstehen konnte, fühlte diese sich als offensichtlich einzige Frau im Raum angesprochen und stand auf. Die Zahnarzthelferin sah sie fragend an und wiederholte nicht weniger zögerlich "Nein, die Frau ... bitte". Made my day, und jetzt haben beide heute Abend zuhause was zu erzählen :lol:

Danach wurde über mich wieder durchgängig als Herr geredet und ich auch so angesprochen, kein Wunder bei männlichem Aussehen und Vornamen, und stört mich auch nicht weiter 8)
LG, Svenja

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Re: Outdoor im Hybrid-Modus

Post 28 im Thema

Beitrag von turtlette »

Hallo,

danke fuer die schoene Erzahlungen. Es macht Mut.

Bei mir ist es so, dass wenn ich kann teilweise mit den weiblichen Anteil meines Guarderobe aus gehe. Oefters mit super slim Jeans, und so dass ich im Winter/Fruehling/Herbst eine neutrale Jacke ueber meiner weiblichen Bluse/pulli ziehe. Weibliche Schuhe kann ich leider im Moment nicht, da einen bloeden Huehnerauge mir nur zwei paare meiner Schuhe erlaubt.

Mit dezent lackierten Kunstnaegel war ich auch ein paar mal beim Einkaufen zu finden. Hat keinem interessiert.

LG

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Re: Outdoor im Hybrid-Modus

Post 29 im Thema

Beitrag von Fiona »

sbsr hat geschrieben: Fr 18. Jun 2021, 10:11 Kleine Aufmunterung zum Start des Tages
You made MY day :-).
(super)
Schön zu lesen, dass es bei anderen ähnliche Situationen gibt.
Ich hatte beim Arzt zur ersten COVID Impfung sein ähnliches Erlebnis. Aber die Helferinnen und der Herr Dr. kennen mich schon seit Jahren, aber eben nur als ER :-) Als ich dann neulich im Rock, Bluse und etwas höheren Sandaletten aber im Hybridmodus mit Maske in der Praxis auftauchte, wurde ich nicht erkannt :-) Als ich meinen Namen sagte, schaute sie zweimal und war doch etwas sprachlos. Ich wurde dann in den Wartebereich gebeten und als Herr... aufgerufen. Allerdings kam sie mir dann noch in das Behandlungszimmer hinterher und fragte, wie ich denn angesprochen werden möchte. Mit Herr oder Frau...? Das war ein tolles Erlebnis und ich sagte ihr, dass ich mich mittlerweile in der Queer-Abteilung eingefunden habe und das kompliziert sein könnte :-) Aber wir fanden dann einen gute 'Definition' ;-) Die erste Praxis, die das mal Ernst nimmt. Ich fühle mich dort wohl.

Liebe Grüße an Euch und fließt nicht weg bei den Temperaturen,
Eure Fiona
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Re: Outdoor im Hybrid-Modus

Post 30 im Thema

Beitrag von YvonneTV »

Fiona hat geschrieben: Fr 18. Jun 2021, 18:58 ...
Aber die Helferinnen und der Herr Dr. kennen mich schon seit Jahren, aber eben nur als ER :-)
...und fragte, wie ich denn angesprochen werden möchte. Mit Herr oder Frau...? Das war ein tolles Erlebnis und ich sagte ihr, dass ich mich mittlerweile in der Queer-Abteilung eingefunden habe und das kompliziert sein könnte :-) Aber wir fanden dann einen gute 'Definition' ;-) Die erste Praxis, die das mal Ernst nimmt. Ich fühle mich dort wohl.
...
Hallo Fiona (smili)

Das finde ich mal BEIDES echt klasse:
Dass Du beim Dok von den Helferinnen gefragt wurdest, wie Du angesprochen werden möchtest. Und dass Du das dann mit "Queer ...." aufgeklärt hast ! (ap) (smili)
Einfach als Mensch so akzeptiert werden - das ist sicher ein fantastisches Gefühl )))(:
Ganz liebe Grüsse - Yvi
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