Die Angst vor dem Raus gehen
Die Angst vor dem Raus gehen - # 5

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Ronda_PTL
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Re: Die Angst vor dem Raus gehen

Post 61 im Thema

Beitrag von Ronda_PTL » Fr 26. Jan 2018, 14:14

sbsr hat geschrieben:
Fr 26. Jan 2018, 10:43
Magdalena hat geschrieben:
Do 25. Jan 2018, 20:33
ich bin auch in einer Region zu Hause, in der sich "Besorgte Bürger" um unser Land "kümmern". Da gehe ich auch nicht überall aus. Denn Lebensmüde bin ich nicht.
:shock: Da bin ich ja gleich direkt froh um meine niederbayerisch ländliche Heimat. Zwar begeht ein Mann im Rock hier aus Sicht der Eingeborenen eine Totsünde, aber wenigstens braucht man nur Ächtung zu fürchten, und nicht gleich um seine Gesundheit.
Da sagst Du was, liebe Svenja! (ap)

Wenn ich bedenke, dass von den Vollspacken aus dem Lager der "national-besorgten Bürger" es schon regelrechte Hetzjagden auf "Andersartige" und NON-Mainstream Menschen gegeben hat v.a. im Freistaat Sachsen, dann wird einem ganz anders, wo dieser Irrsinn noch hinführen wird. :evil:

Faschismus ist KEINE MEINUNG, sondern ein Verbrechen! :evil:

LG Ronda

Lina
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Re: Die Angst vor dem Raus gehen

Post 62 im Thema

Beitrag von Lina » Fr 26. Jan 2018, 14:55

sbsr hat geschrieben:
Fr 26. Jan 2018, 10:43
Magdalena hat geschrieben:
Do 25. Jan 2018, 20:33
ich bin auch in einer Region zu Hause, in der sich "Besorgte Bürger" um unser Land "kümmern". Da gehe ich auch nicht überall aus. Denn Lebensmüde bin ich nicht.
:shock: Da bin ich ja gleich direkt froh um meine niederbayerisch ländliche Heimat. Zwar begeht ein Mann im Rock hier aus Sicht der Eingeborenen eine Totsünde, aber wenigstens braucht man nur Ächtung zu fürchten, und nicht gleich um seine Gesundheit.
Nur so metaphorisch als "Todsünde" oder sehen die das wirklich religiös als Todsünde?

Nicole Doll
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Re: Die Angst vor dem Raus gehen

Post 63 im Thema

Beitrag von Nicole Doll » Fr 26. Jan 2018, 16:19

Hallo,

dann berichte ich einmal über meine Erfahrungen. Bei den „besorgten Bürgern”, die sich um im dörflichen Umfeld um unser Land „kümmern”, sehe ich vor allem eine extrem eingeschränkte Weltsicht. Am Anfang fürchtete ich mich davor einer Nachbarin in meinen Dorf en femme zu begegnen. Sie äußert immer wieder rechtsradikale Parolen, weshalb ich sie als Reichsbürgerin bezeichne.

Aber irgendwann passierte es. Zuerst sagte sie nur zu ihrem kleinen Enkel im Kinderwagen: „Schau mal, diese Dame kennen wir noch gar nicht.” Dann erkannte sie mich. Und dann - und nun verstand ICH die Welt nicht mehr - erklärte sie mir, dass sie mit trans* überhaupt keine Probeme hat, und wie transfreundlich man doch bei der AFD ist. - Also ist diese Frau doch nur - wie auch ich - maßlos von unseren etablierten Parteien enttäuscht. Nur sie fällt - im Gegensatz zu mir - auf die hohlen Sprüche der AFD herein.

Nun wohne ich im Westen der Republik. Da ist die gewaltbereite rechte Szene vielleicht nicht so stark ausgeprägt.

LG Nicole
Jeder glaube an was er will. - Also sprach Zarathustra.

Mina
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Re: Die Angst vor dem Raus gehen

Post 64 im Thema

Beitrag von Mina » Fr 26. Jan 2018, 16:53

Ich finde es ja immer erstaunlich das solche Leute keine Gebrauchsanleitung für Toilettenpapier benötigen.

Ich meine, auf politischer Ebene, wie kurz gedacht ist es denn einem politischen Ideal hinter her zu laufen? Wer macht denn die Politik? Und ich meine nicht die kommunale oder Länderpolitik. Die große Politik, von welcher alles abhängt?
Genau - das Finanzwesen und der Handel. Der globale Markt. Die demokratische Entscheidung wird schlicht dahin gefällt wer Wirtschaftsinteressen unterstützt oder dem Ruf eben folgt.

Angenommen, 8 Jahre in der Zukunft, hat es die AFD geschafft Deutschland zu übernehmen und regiert. Was passiert, falls es überhaupt dazu kommt? Genau, die Märkte drehen Deutschland den Hahn zu. Das wars. Dann kann die AFD sehen wie sie durch Ackerbau und Wasserschleppen seine Bürger am Leben erhält. Auch wenn oft der Tenor geschlagen wird, jaja das wird wie vor dem Krieg. Keine Sorge, wir schimpfen immer auf das kapitalistische System, teils ja auch mit Recht. Da die Schere zwischen arm und reich zusehends aufklafft. Was aber Politik betrifft kann es Schadensminderung sein dahingehend, das Spackenparteien wie die AFD, eben zurecht einen schweren Weg gehen werden.

Mr. Dax alias Dirk Müller beschreibt sehr gut um was es geht. Schließlich sind seine Impulse aus der direkten täglichen Konfrontation des Welthandels und der globalen Geschehnisse. Und ich gebe zu Gewicht, der Mann hat einen Ruf zu verlieren, weswegen er sich hüten wird, einen Aluhut aufzusetzen.

Ab min 16:12 wird es interessant.


JanaH
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Re: Die Angst vor dem Raus gehen

Post 65 im Thema

Beitrag von JanaH » Fr 26. Jan 2018, 17:33

Mina, Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass die AFD oder sonst irgendeine Partei nicht dem Finanzwesen hinterherhecheln wird? Die wollen ALLE, auch und besonders die AFD, ihre Schäfchen ins Trockene bringen. Wenn dafür ein bisschen Hass auf alles, was nicht Mainstream ist hilft, umso besser...

Mina
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Re: Die Angst vor dem Raus gehen

Post 66 im Thema

Beitrag von Mina » Fr 26. Jan 2018, 17:44

JanaH hat geschrieben:
Fr 26. Jan 2018, 17:33
Mina, Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass die AFD oder sonst irgendeine Partei nicht dem Finanzwesen hinterherhecheln wird? Die wollen ALLE, auch und besonders die AFD, ihre Schäfchen ins Trockene bringen. Wenn dafür ein bisschen Hass auf alles, was nicht Mainstream ist hilft, umso besser...
Huhu- mein Glaube hierrüber ist irrelevant Jana )))(:

JanaH
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Re: Die Angst vor dem Raus gehen

Post 67 im Thema

Beitrag von JanaH » Fr 26. Jan 2018, 18:28

Ja klar...

MichiWell
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Re: Die Angst vor dem Raus gehen

Post 68 im Thema

Beitrag von MichiWell » Fr 26. Jan 2018, 18:59

Wenn ich bedenke, dass von den Vollspacken aus dem Lager der "national-besorgten Bürger" es schon regelrechte Hetzjagden auf "Andersartige" und NON-Mainstream Menschen gegeben hat v.a. im Freistaat Sachsen, dann wird einem ganz anders, wo dieser Irrsinn noch hinführen wird. :evil:
Ich würde doch mal ganz allgemein darum bitten, wieder etwas runterzukommen. )))(:

Es ging hier in dem Thread darum, dass wir uns über unsere Ängste austauschen, und nicht darum, pauschal auf bestimmte Bundesländer zu zeigen und sinnlos herumzupolemisieren.

Wenn ihr konkrete Erfahrungen gemacht habt, dann ist es völlig in Ordnung, diese zu beschreiben.

Aber einfach aus allgemeinem Hass und der "Überzeugung, das Richtige zu tun" ins Wut-Horn zu stoßen, in der Tonlage die ins medial akzeptierte Feindbild passt drauf los zu wettern, das finde ich ehrlich gesagt Große Scheiße!!!
:((a


Ich kenne einen ganz konkreten Fall aus dem Herbst 2016, wo (womöglich bewusst) ungeprüft eine Falschmeldung bundesweit verbreitet wurde ...

Ein jugendlicher Flüchtling mit schweren psychischen Problemen, der sich wiederholt in stationärer Behandlung befunden hatte, wurde an einem Freitag aus selbiger entlassen und sprang wenige Stunden später aus dem obersten Stock eines Neubaublocks in einer kleinen Stadt in Ostthüringen in den Tod.

Angeblich sollten die Bürger dieser Stadt "spring doch" gerufen haben.

Ohne zu zögern und auch nur einen einzigen Gedanken über den Wahrheitsgehalt zu verschwenden wurde die "Information" bundesweit verbreitet und das ganze Wochenende multimedial gegen diese angeblichen Nazi-Ossis gehetzt.

Ja, ich nenne das HETZE, denn es es wurden alle Grundsätze ignoriert, die sonst pathetisch hergebetet werden, nämlich erst mal die Fakten zu prüfen, und nicht vorschnell und pauschal ganze Personengruppen zu verurteilen. Das war nur Stimmungsmache.

Die "Information" über die angeblichen "spring doch" Rufe basierten ausschließlich auf der Behauptung einer Betreuerin, die diese Rufe selbst auch nicht gehört hatte, sondern die Aussage einer weiteren unbekannten(!) Person wiedergegeben haben will, die diese Rufe angeblich geblich gehört haben will.

Unbekannte dichteten dann auch noch angereiste Gruppen von Nazis dazu, die angeblich mit Megafon bewaffnet eine Spontandemo veranstaltet hätten.

Zufällig kenne ich eine Einwohnerin persönlich, die dort zur fraglichen Zeit vorbeigegangen ist, und keine der behaupteten Sachen beobachtet hat. Und auch die Polizei hat in einer Sonderkommission mehrere Wochen lang intensiv ermittelt, konnte aber keinerlei Anhaltspunkte für die verbreiteten Behauptungen finden.

Eine öffentliche Entschuldigung bei den Bürgern gab es nicht. :roll:


Man sollte sich im Klaren darüber sein, dass man mit solchen Aktionen, mit Stimmungsmache wider der Faktenlage den Rechten geradezu Argumente frei Haus liefert, und in großer Zahl Menschen vor den Kopf stößt und schlechtredet, die sich gar nichts haben zu Schulden kommen lassen. Wenn diese sich irgendwann enttäuscht den Rechten zuwenden, so wird das dann zwar deswegen noch immer nicht richtig, ist aber durchaus nachvollziehbar.


Daher noch mal meine große Bitte: Denkt darüber nach, was ihr schreibt. :!:
Der moderne Mensch ist leicht zu lenken, aber nur schwer zu etwas zu bewegen. (Ernst Ferstl)

Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie. (Aldous Huxley)

Lina
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Re: Die Angst vor dem Raus gehen

Post 69 im Thema

Beitrag von Lina » Fr 26. Jan 2018, 19:40

Mina hat geschrieben:
Fr 26. Jan 2018, 16:53
Ich finde es ja immer erstaunlich das solche Leute keine Gebrauchsanleitung für Toilettenpapier benötigen.

Ich meine, auf politischer Ebene, wie kurz gedacht ist es denn einem politischen Ideal hinter her zu laufen? Wer macht denn die Politik? Und ich meine nicht die kommunale oder Länderpolitik. Die große Politik, von welcher alles abhängt?
Genau - das Finanzwesen und der Handel. Der globale Markt. Die demokratische Entscheidung wird schlicht dahin gefällt wer Wirtschaftsinteressen unterstützt oder dem Ruf eben folgt.

Angenommen, 8 Jahre in der Zukunft, hat es die AFD geschafft Deutschland zu übernehmen und regiert. Was passiert, falls es überhaupt dazu kommt? Genau, die Märkte drehen Deutschland den Hahn zu. Das wars. Dann kann die AFD sehen wie sie durch Ackerbau und Wasserschleppen seine Bürger am Leben erhält. Auch wenn oft der Tenor geschlagen wird, jaja das wird wie vor dem Krieg. Keine Sorge, wir schimpfen immer auf das kapitalistische System, teils ja auch mit Recht. Da die Schere zwischen arm und reich zusehends aufklafft. Was aber Politik betrifft kann es Schadensminderung sein dahingehend, das Spackenparteien wie die AFD, eben zurecht einen schweren Weg gehen werden.

Mr. Dax alias Dirk Müller beschreibt sehr gut um was es geht. Schließlich sind seine Impulse aus der direkten täglichen Konfrontation des Welthandels und der globalen Geschehnisse. Und ich gebe zu Gewicht, der Mann hat einen Ruf zu verlieren, weswegen er sich hüten wird, einen Aluhut aufzusetzen.

Ab min 16:12 wird es interessant.

Dazu könnte man natürlich eine Menge sagen, aber wie wäre es wenn du das in einen anderen Thread tun würdest? Das hat ja wirklich wenig mit dem Thema zu tun.
U.a. sehe ich nicht, warum andere Länder ein Problem damit haben sollten, Handel mit einem AfD regierten Land zu treiben. Wenn Geld zu verdienen ist, kratzt das doch kaum jemanden. Das Problem wäre vermutlich eher, die innere Dynamik in der Partei selbst.

Lina
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Re: Die Angst vor dem Raus gehen

Post 70 im Thema

Beitrag von Lina » Fr 26. Jan 2018, 19:51

MichiWell hat geschrieben:
Fr 26. Jan 2018, 18:59
Wenn ich bedenke, dass von den Vollspacken aus dem Lager der "national-besorgten Bürger" es schon regelrechte Hetzjagden auf "Andersartige" und NON-Mainstream Menschen gegeben hat v.a. im Freistaat Sachsen, dann wird einem ganz anders, wo dieser Irrsinn noch hinführen wird. :evil:
Ich würde doch mal ganz allgemein darum bitten, wieder etwas runterzukommen. )))(:

Es ging hier in dem Thread darum, dass wir uns über unsere Ängste austauschen, und nicht darum, pauschal auf bestimmte Bundesländer zu zeigen und sinnlos herumzupolemisieren.

Wenn ihr konkrete Erfahrungen gemacht habt, dann ist es völlig in Ordnung, diese zu beschreiben.

Aber einfach aus allgemeinem Hass und der "Überzeugung, das Richtige zu tun" ins Wut-Horn zu stoßen, in der Tonlage die ins medial akzeptierte Feindbild passt drauf los zu wettern, das finde ich ehrlich gesagt Große Scheiße!!!
:((a


Ich kenne einen ganz konkreten Fall aus dem Herbst 2016, wo (womöglich bewusst) ungeprüft eine Falschmeldung bundesweit verbreitet wurde ...

Ein jugendlicher Flüchtling mit schweren psychischen Problemen, der sich wiederholt in stationärer Behandlung befunden hatte, wurde an einem Freitag aus selbiger entlassen und sprang wenige Stunden später aus dem obersten Stock eines Neubaublocks in einer kleinen Stadt in Ostthüringen in den Tod.

Angeblich sollten die Bürger dieser Stadt "spring doch" gerufen haben.

Ohne zu zögern und auch nur einen einzigen Gedanken über den Wahrheitsgehalt zu verschwenden wurde die "Information" bundesweit verbreitet und das ganze Wochenende multimedial gegen diese angeblichen Nazi-Ossis gehetzt.

Ja, ich nenne das HETZE, denn es es wurden alle Grundsätze ignoriert, die sonst pathetisch hergebetet werden, nämlich erst mal die Fakten zu prüfen, und nicht vorschnell und pauschal ganze Personengruppen zu verurteilen. Das war nur Stimmungsmache.

Die "Information" über die angeblichen "spring doch" Rufe basierten ausschließlich auf der Behauptung einer Betreuerin, die diese Rufe selbst auch nicht gehört hatte, sondern die Aussage einer weiteren unbekannten(!) Person wiedergegeben haben will, die diese Rufe angeblich geblich gehört haben will.

Unbekannte dichteten dann auch noch angereiste Gruppen von Nazis dazu, die angeblich mit Megafon bewaffnet eine Spontandemo veranstaltet hätten.

Zufällig kenne ich eine Einwohnerin persönlich, die dort zur fraglichen Zeit vorbeigegangen ist, und keine der behaupteten Sachen beobachtet hat. Und auch die Polizei hat in einer Sonderkommission mehrere Wochen lang intensiv ermittelt, konnte aber keinerlei Anhaltspunkte für die verbreiteten Behauptungen finden.

Eine öffentliche Entschuldigung bei den Bürgern gab es nicht. :roll:


Man sollte sich im Klaren darüber sein, dass man mit solchen Aktionen, mit Stimmungsmache wider der Faktenlage den Rechten geradezu Argumente frei Haus liefert, und in großer Zahl Menschen vor den Kopf stößt und schlechtredet, die sich gar nichts haben zu Schulden kommen lassen. Wenn diese sich irgendwann enttäuscht den Rechten zuwenden, so wird das dann zwar deswegen noch immer nicht richtig, ist aber durchaus nachvollziehbar.


Daher noch mal meine große Bitte: Denkt darüber nach, was ihr schreibt. :!:

OK, aber wie beweist das, das irgend jemand bewusst eine bestimmte Stimmung verbreiten will. Unmittelbar zeigt das doch - ganz nüchtern und auf deine Darstellung der Fakten basiert - dass entweder ein Journalist leider extrem Mangelhaft recherchiert hat oder dass der Redakteur eine entscheidende Zeile aus welchen Gründen auch immer aus dem Artikel gestrichen hat? Wenn wir auf der Grundlage mehr daraus machen, dann tun wir ja genau das, was du geraden den Medienvertretern vorwirfst.

So was ist in allen journalistischen Bereichen vorgekommen - sieht man eigentlich jeden Tag. Das kann also genau so gut ein Symptom eines generellen Problems in der Berichterstattung sein. Man soll nicht vergessen z.B., dass das Durchschnittseinkommen eines Journalisten in Deutschland ca. 1.600 EUR monatlich ist.

Und das hat auch wenig mit dem Threadthema zu tun, rein unmittelbar betrachtet.

Mina
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Re: Die Angst vor dem Raus gehen

Post 71 im Thema

Beitrag von Mina » Fr 26. Jan 2018, 20:13

Hachja, die liebe Forendynamik....

Ohne wärs ja auch irgendwie langweilig, nicht?

Gerne zurück zum Thema, Lina übernimmt dann die fortlaufende Moderation. )))(: :()b

MichiWell
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Re: Die Angst vor dem Raus gehen

Post 72 im Thema

Beitrag von MichiWell » Fr 26. Jan 2018, 21:28

Lina hat geschrieben:
Fr 26. Jan 2018, 19:51
OK, aber wie beweist das, das irgend jemand bewusst eine bestimmte Stimmung verbreiten will. Unmittelbar zeigt das doch - ganz nüchtern und auf deine Darstellung der Fakten basiert - dass entweder ein Journalist leider extrem Mangelhaft recherchiert hat oder dass der Redakteur eine entscheidende Zeile aus welchen Gründen auch immer aus dem Artikel gestrichen hat? Wenn wir auf der Grundlage mehr daraus machen, dann tun wir ja genau das, was du geraden den Medienvertretern vorwirfst.
Ganz kurz ...

Wenn es nur "ein Journalist" gewesen wäre, dann hätte ich mich auch nicht aufgeregt. Aber es wurde von allen überregionalen Zeitungsverlagen gleichermaßen ungeprüft publiziert. Und falls die eifrig voneinander abgeschrieben haben sollten, macht es das auch icht besser. Was ich nicht mehr nachrecherchieren konnte ist die Frage, ob die Falschmeldung bei DPA über den Ticker ging.

Übrigens wurde die Falschmeldung auch noch in die Lindenstraße eingebaut, nach dem die Medien die Falschmeldung bereits klammheimlich raus genommen haben. Ich hatte die Lindenstraße zu der Zeit verfolgt, weil da kurz zuvor das Thema Trans aufgenommen wurde.
Der moderne Mensch ist leicht zu lenken, aber nur schwer zu etwas zu bewegen. (Ernst Ferstl)

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Re: Die Angst vor dem Raus gehen

Post 73 im Thema

Beitrag von Lina » Fr 26. Jan 2018, 22:48

MichiWell hat geschrieben:
Fr 26. Jan 2018, 21:28
Lina hat geschrieben:
Fr 26. Jan 2018, 19:51
OK, aber wie beweist das, das irgend jemand bewusst eine bestimmte Stimmung verbreiten will. Unmittelbar zeigt das doch - ganz nüchtern und auf deine Darstellung der Fakten basiert - dass entweder ein Journalist leider extrem Mangelhaft recherchiert hat oder dass der Redakteur eine entscheidende Zeile aus welchen Gründen auch immer aus dem Artikel gestrichen hat? Wenn wir auf der Grundlage mehr daraus machen, dann tun wir ja genau das, was du geraden den Medienvertretern vorwirfst.
Ganz kurz ...

Wenn es nur "ein Journalist" gewesen wäre, dann hätte ich mich auch nicht aufgeregt. Aber es wurde von allen überregionalen Zeitungsverlagen gleichermaßen ungeprüft publiziert. Und falls die eifrig voneinander abgeschrieben haben sollten, macht es das auch icht besser. Was ich nicht mehr nachrecherchieren konnte ist die Frage, ob die Falschmeldung bei DPA über den Ticker ging.

Übrigens wurde die Falschmeldung auch noch in die Lindenstraße eingebaut, nach dem die Medien die Falschmeldung bereits klammheimlich raus genommen haben. Ich hatte die Lindenstraße zu der Zeit verfolgt, weil da kurz zuvor das Thema Trans aufgenommen wurde.
DAS ist ja eben die Problematik, die ich anspreche: Was denkst du die anderen, die geschrieben haben wenn nicht auch Journalisten. Ich habe gefragt, was dafür spricht, dass jemand konzertiert Stimmungsmache treibt? Die Tatsache, dass Zeitung aus völlig unterschiedliche Ecken von einander abschreiben spricht ja sogar dagegen! Ich könnte dir sogar wissenschaftliche Studie nennen, die seit Jahrzehnten von links, rechts und mitte zitiert wird, obwohl der Urheber 5 Jahre nach der Veröffentlichung zugegeben hat, dass es eine Lüge war - nur für seinen persönlichen Gewinn. Das hat doch nichts geplant fake news in Umlauf setzen. Das ist einfach schlampige Journalistik.

Und die Tatsache, dass jemand das in einer Fernsehserie, die eh fiktiv ist beweist doch auch nichts. Insbesondere nicht weil so was tatsächlich wahr sein könnte. Ein Freund von mir hat selber was Analoges mit erlebt in Miami - da war es einer der lange damit gedroht hat sich zu erschießen, und es letztendlich tat. Da gab es auch solche Zurufe. Ob das Ausschlaggebend war, weiß man nicht. Bemerkenswerter war eher, dass einer der um ihn stehenden Polizisten (wohl aus "Reflex") auch ein Schuss abgab, als der Mann sich erschoss.

Die zitierte Story hätte also tatsächlich wahr sein können. Es ist schlampig, dass die so weiter gegeben wird, und kritiklos von anderen abgeschrieben. Wenn das aber mehr als Schlamperei ist, wo ist der Anhaltspunkt?

(Ich könnte dir Stories aus den Zeitungen der letzten Tagen aussuchen, wo es vermutlich ähnlich ist. Aber nur dumme Fehler - nichts was politisch verwertbar ist).

MichiWell
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Re: Die Angst vor dem Raus gehen

Post 74 im Thema

Beitrag von MichiWell » Fr 26. Jan 2018, 23:07

Lina hat geschrieben:
Fr 26. Jan 2018, 22:48
Ich habe gefragt, was dafür spricht, dass jemand konzertiert Stimmungsmache treibt?
Lina, dass das nun mal nicht irgendein x-beliebiges Thema ist, sollte dir eigentlich nicht entgangen sein. :wink:

Aber beenden wir das jetzt mal hier im Thread wegen OT.
Der moderne Mensch ist leicht zu lenken, aber nur schwer zu etwas zu bewegen. (Ernst Ferstl)

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Re: Die Angst vor dem Raus gehen -- Einspruch

Post 75 im Thema

Beitrag von Ronda_PTL » Sa 27. Jan 2018, 01:20

MichiWell hat geschrieben:
Fr 26. Jan 2018, 18:59
Wenn ich bedenke, dass von den Vollspacken aus dem Lager der "national-besorgten Bürger" es schon regelrechte Hetzjagden auf "Andersartige" und NON-Mainstream Menschen gegeben hat v.a. im Freistaat Sachsen, dann wird einem ganz anders, wo dieser Irrsinn noch hinführen wird. :evil:
Ich würde doch mal ganz allgemein darum bitten, wieder etwas runterzukommen. )))(:

Es ging hier in dem Thread darum, dass wir uns über unsere Ängste austauschen, und nicht darum, pauschal auf bestimmte Bundesländer zu zeigen und sinnlos herumzupolemisieren.

(...)

Aber einfach aus allgemeinem Hass und der "Überzeugung, das Richtige zu tun" ins Wut-Horn zu stoßen, in der Tonlage die ins medial akzeptierte Feindbild passt drauf los zu wettern, das finde ich ehrlich gesagt Große Scheiße!!!
:((a
Ich verwehre mich nochmals aufs Entschiedenste gegen solche bösen, unsachlichen VORWÜRFE, Michi. Das ist große Scheiße! :((a

Wenn Du nicht wahrhaben willst oder kannst, was in diesem Land passiert, wenn Du nicht sehen kannst oder magst, wie große die Gefahr von schlimmen Übergriffen schon geworden ist, dann solltest Du Dich vielleicht etwas mehr mit den Polizeiberichten und den Fakten der Menschen auseinandersetzen, die ihre ganze Kraft, Ihre Freizeit und Energie dafür aufwenden, diese neofaschistischen Entwicklungen vor Ort zu bekämpfen und auch DEINE wie UNSERE Freiheit beschützen, sich sogar als CD_Minderheit, als TG/TS weiter ohne neue Ängste, in der Öffentlichkeit zu bewegen. Das ist KEIN mediales Problem -- das ist verdammt REAL. Punkt.

Ach ja: Und Du bist NICHT in der Position, Dich als "Richter" hier im Forum zu betätigen, wer was sagen darf, oder wer angeblich "pauschalisiert .. sinnlos polemisiert". Sorry.

Gute Nacht. PEACE.

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