Die Angst vor dem Raus gehen
Die Angst vor dem Raus gehen - # 3

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Lina
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Re: Die Angst vor dem Raus gehen

Post 31 im Thema

Beitrag von Lina » Fr 12. Jan 2018, 20:16

Kurz mal zu den mutmaßlichen nicht Nordeuropaeischen auslaendern: Ja, ich gehe auch schnell auf die Barrikaden wenn Ausländer als überwiegend schlecht oder auch immer nur gut dargestellt werden. Sowohl bei "die Asylanten" wie auch bei Anfällen von "Bullerby Syndrom" bremse ich ganz heftig.
Genauso sehr muss ich aber bremsen, wenn die Sache mit jungen Männern, u.a. mit türkischem Akzent, die sich auf der Straße problematisch verhalten, als "beliebtes Vorurteil" abgetan wird. Das typisch solche, die nichts besseres zu tun haben, als durch die Straßen treiben, problematisch sind, ist genau so wenig ein "beliebtes Vorurteil" als, dass Neonazis und Hooligans LGBT-feindlich sind. Das mal beim Namen nennen - warum soll das so schlimm sein? Die meisten von uns haben es erlebt - verbale Angriffe, bedrohliche Verhalten. Das ist keine Pauschalisieren von einer Bevölkerungsgruppen an sich.
Hat jemand hier denn jemand was Positives von diesen Gruppen, türkische Jugendliche, Neonazis oder Hooligans erlebt?
Zuletzt geändert von Lina am Fr 12. Jan 2018, 21:11, insgesamt 1-mal geändert.

Lina
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Re: Die Angst vor dem Raus gehen

Post 32 im Thema

Beitrag von Lina » Fr 12. Jan 2018, 20:17

Korrektur Funktion hat wohl nicht richtig funktioniert ...
Zuletzt geändert von Lina am Fr 12. Jan 2018, 21:12, insgesamt 1-mal geändert.

Andrea57
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Re: Die Angst vor dem Raus gehen

Post 33 im Thema

Beitrag von Andrea57 » Fr 12. Jan 2018, 20:46

Hat jemand hier denn jemand was Positives von diesen Gruppen, türkische Jugendliche, Neonazis oder Hooligans erlebt?

Du kannst doch nicht diese drei Gruppierungen über einen Kamm scheren. Ich kenne türkische Jugendliche, die ich in meinem Berufsleben positiv gesehen habe.
Nur sag mir wo ich positives an Neonazis und Hooligans sehen soll.
Das ist hier mein einziger Beitrag und es gibt keine weitere Antwort.

Lina
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Re: Die Angst vor dem Raus gehen

Post 34 im Thema

Beitrag von Lina » Fr 12. Jan 2018, 21:28

Andrea57 hat geschrieben:
Fr 12. Jan 2018, 20:46
Hat jemand hier denn jemand was Positives von diesen Gruppen, türkische Jugendliche, Neonazis oder Hooligans erlebt?

Du kannst doch nicht diese drei Gruppierungen über einen Kamm scheren. Ich kenne türkische Jugendliche, die ich in meinem Berufsleben positiv gesehen habe.
Nur sag mir wo ich positives an Neonazis und Hooligans sehen soll.
Das ist hier mein einziger Beitrag und es gibt keine weitere Antwort.
Tue ich aber - und zwar auf einem entscheidenden Punkt: Alle drei sehen sich berechtigt, Gewalt auszuüben gegen Leute, die nicht so Leben, wie sie es gerne hätten.
Ich finde, das ist ein sehr entscheidender Punkt. Ob dann der Mittelpunkt ihrer Gruppenkultur eine Pseudoideologie, eine Religion, die Zugehörighkeit eines Sportvereins, die Zugehörigkeit einer bestimmten Kultur, oder ganz einfach eine Gang - WELCHEN UNTERSCHIED macht das denn? Ob ihre Zugehörigkeit zur der einen oder anderen Gruppe nun wie entstanden ist - Zufall, Familienzugehörigkeit oder was auch immer, macht doch in Wirklichkeit letztendlich keinen Unterschied. Letztendlich geht es u.a. darum, dass die eine Lebensauffassung haben, die u.a. bedeutet, dass LGBT-Personen nicht dazu gehören und da diese auch eine kleinere schwächere Gruppe in der Gesellschaft darstellen - meinen die zumindest - ist es bei denen usus und akzeptiert, sogar erwartet, dass gegen diese Gewalt ausgeübt werden darf.

Die wirkliche Grundlage bei Straßengangs, Neonazis und Hooligans ist doch letztendlich ausnahmslos, dass die eine Zugehörigkeit zu einer Gruppe gefunden haben, und mangels Bock darauf was Intelligenteres zu tun, sucht man sich einfach ein Feindbild. Es ist nun mal einfacher etwas zu zerstören als zu bauen oder gestalten, besonders, wenn man in einer Gruppe ist.

Damit habe ich lange keine Mutmaßung aufgestellt, bez. was beispielsweise die Eltern, Brüder oder Schwestern, die nicht da draußen rum rennen, eigentlich davon halten, was die Angehörigen der genannten Gruppen anstellen, oder von der Art, wie sie sich verhalten.

Ich glaube aber nicht, dass irgendjemand davon hat - außer evtl. AfD und Pegida - das man pauschal verleugnet, dass es mit den genannten Personengruppen tatsächlich solche Probleme gibt. Das ist nämlich eine Lüge, die einfach sehr einfach - und auch sehr pauschal - von gewissen anderen Personen in der Gesellschaft zurückgewiesen werden und damit haben die Rechten wieder Zulauf durch einfache Gemüter, die nicht differenzieren können.

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Re: Die Angst vor dem Raus gehen

Post 35 im Thema

Beitrag von Christine75 » Fr 12. Jan 2018, 21:45

Natürlich kann man nicht alle über einen Kamm scheren. es gibt auch südländische muslimische Homosexuelle. Die Geschehnisse in der Silvesternacht in Köln und viele andere Berichte, die zum Teil nicht in der Presse groß aufkommen, schüren allerdings die Angst vor den Menschen aus diesen Ländern. Wenn man bedenkt, das Frauen aus Afghanistan sich den ganzen Tag unter der Burka verstecken müssen, nur begrenzt oder nur in Begleitung raus dürfen und sie keinerlei schulische Bildung geniessen dürfen, ergibt das ein absolut frauenfeindliches Bild, was die Männer dort haben. Wenn sie dann nach Deutschland flüchten und hier auf freizügig gekleidete Frauen, Homosexuelle oder TG treffen, wandelt sich die Fassungslosigkeit über so etwas in den Drang, etwas dagegen zu unternehmen.

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Re: Die Angst vor dem Raus gehen

Post 36 im Thema

Beitrag von Simone 65 » Sa 13. Jan 2018, 03:21

Sollen uns solche Menschen am rausgehen hindern . NEIN , nochmals NEIN .
Sie sind doch eine Minderheit , eine bedauernswerte Minderheit.
Ich fühle mich gut und ich gehe als Simone raus. Denn ich bin Simone.
LG Simone.
Ich weiss ,ich bin ein Mensch und nur Das zählt.
Ich bin nur ein kleines Licht , aber ich leuchte .
Alle Menschen sollen mich sehen .

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Re: Die Angst vor dem Raus gehen

Post 37 im Thema

Beitrag von Daenerys Targaryen » Sa 13. Jan 2018, 09:01

Hallo Christine,

ich denke, wir alle wissen, wie schwer es ist, zum ersten Mal en femme vor die Tür zu gehen. Ständig ist da dieses Bild im Kopf von dem wütender Mob mit Heugabeln, der um die Ecke biegt, um einen zu lynchen. Sei dir sicher, der Mob kommt nicht.

Zu Pöbeleien und Belästigungen: Ich habe meine ersten Schritte als Frau in Paris gemacht, Champs Elysèes, Place de la Concorde, Pont d'Alexandre etc, die ganzen Touridinger, wo viele Menschen sind. Mein Zimmer lag in Suresnes. In der Metro fuhr regelmäßig der halbe Magreb mit. Niemand hat mich dumm angemacht, die Menschen waren immer freundlich (für Pariser Verhältnisse).

Das ändert nichts daran, dass so gut wie jede Pariserin Erfahrungen gemacht hat mit sexueller Belästigung in der Metro. Ab dem Abend fährt keine Frau mehr alleine, schon gar nicht in die Vorstädte. Und niemand lässt eine Frau alleine Metro fahren, man bringt sich nach Hause. Die Solidarität der Franzosen ist beeindruckend, wenn es darum geht, Mädchen, Frauen und Sexuelle Minderheiten vor Übergriffen zu schützen, auch von politischer Seite. Dagegen hat man hier in Deutschland oft den Eindruck, gerade die LGBT-Community glaubt echt noch an den Klapperstorch.

Was ich sagen will: Trau dich, Christine. Aber sorge dafür, dass du dich sicher fühlst. Mach deine ersten Schritte draußen an Orten, an denen du zu 99% davon ausgehen kannst, dass dich weder jemand erkennt von dem du es nicht möchtest, noch jemand dumm anmacht.

Bisous

Daenerys
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Re: Die Angst vor dem Raus gehen

Post 38 im Thema

Beitrag von Christian » Sa 13. Jan 2018, 10:21

Meine Ehefrau und ich hatten uns ein schönes Wochenende in Aachen gemacht. Den ersten Tag war ich als Crossdresser unterwegs, sprich als erkennbarer Mann in einem Kleid. Am nächsten Tag habe ich dann mit meiner Ehefrau in männlicher Kleidung den Rest der Stadt erkundet. Man muss keine Angst haben. Wir waren shoppen, Kuchen essen und haben uns die Stadt angesehen. Es gab leider zweimal Sprüche von jungen Mitbürgern mit Migrationshintergrund, wobei bei Ersterem ihm seine Freunde aufgetragen hatte die Klappe zu halten. Ansonsten war es ein schöner Tag. Für meine Ehefrau war es das erste Mal mit mir so in der Öffentlichkeit. Sie hatte mich bislang immer machen lassen, hatte aber bis dahin ein Unwohlsein beim mitkommen. Als ich sie später fragte wie es für sie war, meinte sie sie, dass es überraschend positiv war. Sie hatte sich als Partnerin im Kopf eben auch die Schlimmsten Sachen vorgestellt. Demnächst fliegen wir ins Ausland und ein Platz für ein Kleid habe ich im Koffer bereits reserviert.
Aachen.png
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Re: Die Angst vor dem Raus gehen

Post 39 im Thema

Beitrag von Christiane » Sa 13. Jan 2018, 10:42

heike65 hat geschrieben:
Di 9. Jan 2018, 03:36
@ Christine
Du hast eine Partnerin, das macht es schon mal deutlich leichter
Hmmmmm

Das würde ich jetzt z.B. nur in einer fremden Stadt machen.
Wer meine Frau erkennt, kann sich dann den Rest ausmalen, bzw. sieht bei mir dann doch näher hin, weil er die Frau bei ihr nicht kennt.
Mal nur so angemerkt.
Ich würde mir natürlich schon ein ..... freuen, wenn meine Liebe mich mal begleiten würde.

LG
Christiane
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Re: Die Angst vor dem Raus gehen

Post 40 im Thema

Beitrag von Lina » Sa 13. Jan 2018, 11:31

Christine75 hat geschrieben:
Fr 12. Jan 2018, 21:45
Natürlich kann man nicht alle über einen Kamm scheren. es gibt auch südländische muslimische Homosexuelle. Die Geschehnisse in der Silvesternacht in Köln und viele andere Berichte, die zum Teil nicht in der Presse groß aufkommen, schüren allerdings die Angst vor den Menschen aus diesen Ländern. Wenn man bedenkt, das Frauen aus Afghanistan sich den ganzen Tag unter der Burka verstecken müssen, nur begrenzt oder nur in Begleitung raus dürfen und sie keinerlei schulische Bildung geniessen dürfen, ergibt das ein absolut frauenfeindliches Bild, was die Männer dort haben. Wenn sie dann nach Deutschland flüchten und hier auf freizügig gekleidete Frauen, Homosexuelle oder TG treffen, wandelt sich die Fassungslosigkeit über so etwas in den Drang, etwas dagegen zu unternehmen.
Völlig korrekt. Ich habe aber auch nie Gruppen von homosexuellen Muslimen vor meiner U-Bahn-Station rum sehen sehen - da bin ich ziemlich sicher, da eigentlich nie Gruppen von Leuten da rum stehen außer ...

Ich glaube übrigens auch nicht wirklich, dass es einen wirklich großen Unterschied macht, ob ein Homosexueller aus dem Nahosten nun Muslim, Christ, jüdisch der zur irgend einer anderen Religion gehört. Seine Situation wird so sein,dass er sich verdeckt hält - in den meisten Fällen. Das bedeutet nicht, dass man keine findet - die stehen nur nicht gruppenweise vor der U-Bahnstation rum. Das tun türkische Werbegrafiker, Kontakter, Imbissbudenbesitzer in der Regel auch nicht. Genauso wenig wie der alte türkische Herr, denn ich in einem anderen Post mal erwähnt habe - der EINZIGE von vielen sonst tatenlos Herumstehenden, der die Muse hatte mir zu helfen, wo ich einem Bewusstlosen Erste Hilfe leistete.

Es gibt aber ein bestimmter Typus von Jungs, die - wie ich auch mal beschrieben habe - sehre berechenbar sind und nachweislich sehr feindlich ... da wird niemand pauschalisiert. Die machen sich selber erkennbar mit einem bestimmten Aussehen und einer bestimmten Attitude.
Das IST kein "beliebtes Vorurteil". Das ist etwas, was jeder da draußen selber erfahren kann. Aber genau das ist ja eben das Threadthema: Viele haben Angst, raus zu gehen, u.a. deswegen. - Gut dazu kann ich so viel sagen: Egal wer man ist muss man im eigenen Interesse genau die Umgebungen für "Gefahrenquellen" abchecken, sich überlegen, welches Verhalten von meiner Seite ist hier gefragt um hier relativ sicher zu sein. Eines ist, dass es LGBT-Feindliche gibt. Bei 100%-Passing ist man in der gleichen Situation wie Frauen im Allgemeinen. Da gibt es bestimmt auch Plätze/Personen die ich meiden würde, Und wenn ich zufälligerweise en homme bin und eine Frau - cis oder trans - mich mal fragt, "kannst du mich mal zu (Transportmittel)" eskortieren, nehme ich es ernst.

Ich glaube aber, dass die Ängste, die T davon abhalten raus zu gehen sich auf einem ganz anderen psychologischen Level abspielen.

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Re: Die Angst vor dem Raus gehen

Post 41 im Thema

Beitrag von Dolores59 » Sa 13. Jan 2018, 11:51

Was die Mitbürger mit nahöstlichem Migrationshintergrund betrifft, kann ich wieder eine eher belustigende Anekdote besteuern:

Letzte Woche war ich vor dem örtlichen Männertempel (Baumarkt) dabei, eine abgelegte Palette auseinander zu nehmen. In dem Moment kam ein Kombi mit drei Männern auf den Parkplatz gefahren. Nachdem sie ausgestiegen waren und mich bemerkt haben, fragte einer von ihnen, ob sie mir behilflich sein könnten. Da ich alleine zurecht kam, habe ich es dankend abgelehnt.

Man muss dazu wissen, dass ich in Overknees, FSH, Minikleid und kurzer Jacke bekleidet war und mit einem Kuhfuß (Brecheisen) der Palette zu Leibe gerückt bin. Also nicht gerade typische Handwerkerkluft, eher etwas zum Shopping. Zur Beruhigung für Helikopterlöweneltern: nicht fürs Rotlichtviertel, es waren keine Lack- oder Ledersachen dabei.

Möglicherweise wollten die drei Männer meine Stimme hören, weil sie sich nicht ganz sicher waren, wo sich mich einordnen sollten.

Es ist mir schon öfter aufgefallen, dass mich auf der Straße "wildfremde" Menschen aus Nahost gegrüßt haben, vielleicht für einen Stimmlagentest? Denn freundliche Menschen grüße ich natürlich zurück. Auch Komplimente gab es schon aus dieser Personengruppe.

LG
Dolores
Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.
(Psalm 139,14)

heike65

Re: Die Angst vor dem Raus gehen

Post 42 im Thema

Beitrag von heike65 » Sa 13. Jan 2018, 12:31

Christiane hat geschrieben:
Sa 13. Jan 2018, 10:42
heike65 hat geschrieben:
Di 9. Jan 2018, 03:36
@ Christine
Du hast eine Partnerin, das macht es schon mal deutlich leichter
Hmmmmm

Das würde ich jetzt z.B. nur in einer fremden Stadt machen.
Wer meine Frau erkennt, kann sich dann den Rest ausmalen, bzw. sieht bei mir dann doch näher hin, weil er die Frau bei ihr nicht kennt.
Mal nur so angemerkt.
Ich würde mir natürlich schon ein ..... freuen, wenn meine Liebe mich mal begleiten würde.

LG
Christiane
Ok, das hängt natürlich davon ab ob einem ein Outing egal ist.
Wir sind die ersten Male auch in Hamburg Kiel und Lübeck unterwegs gewesen, alles zwischen 60-150 km entfernt, nach dem 2ten oder 3 ten mal meinte mein Angestellter ich wäre Gesprächsthema beim letzten Kaffeekränzechen seiner Frau gewesen, man hätte mich mit meiner Frau in Hamburg gesehen....
Entfernung schützt nicht unbedingt.

Liebe Grüsse
Heike

Lina
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Re: Die Angst vor dem Raus gehen

Post 43 im Thema

Beitrag von Lina » Sa 13. Jan 2018, 17:28

Die Frage, die man sich stellen sollte ist sowieso immer: Was kann rein konkret passieren? Gibt es eine reale fysische Gefahr? Wenn der Nachbar mich sieht, wird das eine reale Einwirkung auf mein Lebensunterhalt, die gesicherte trockene warme Umgebung, die ich meine Wohnung nenne? Hat es ihn überhaupt zu interessieren? Werden potentielle Problemquellen, die z.B. zu Mobbing neigen von irgend jemand Unterstützung haben? Kann ich vielleicht selber verdeckt ein kleines Netzwerk an Anti-Mobbing-Unterstützung aufbauen. Usw.
Wie ich schon mal in einem anderen Thread erwähnt habe - der einzige Nachbar, den ich als potentielle Problemquelle festgestellt hatte, war ein angeblicher ex-Neonazi. Die frage für mich war nur, wie "ex" ist nun mal ein ex-Nazi im Kopf? Bei solchen Typen sehe ich immer zu, dass es ihnen klar ist, dass ich für die auch ein fysisches Problem werden kann, wenn sie sich nicht benehmen. Das wird ihnen ganz subtil und Schritt für Schritt eingeprägt. Z.B. als er seinen Kampfhund gekauft hat - immer noch recht jung - und was soll der IDIOT mit einem Kampfhund - also jedes mal wenn ich ihn mit dem Hund traf, habe ich den Hund auch herzlich begrüßt und dabei den Hund aber auch fest am Nacken gepackt. So was merkt sich ein Hund in aller Ewigkeit. ("So hat meine Mama auch getan - sie ist lieb aber auch die Chefin"). Der Nazi hat nie kapiert, warum ich seinen Hund besser unter Kontrolle hatte als er selbst.

Die Situation direkt konfrontieren ist meistens sinnvoller als sich in der nächsten Stadt um die Ecken schleichen, dort die Tante treffen und nicht entschieden haben, wie man reagieren will.

Christiane
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Re: Die Angst vor dem Raus gehen

Post 44 im Thema

Beitrag von Christiane » Sa 13. Jan 2018, 17:31

heike65 hat geschrieben:
Sa 13. Jan 2018, 12:31

Entfernung schützt nicht unbedingt.

Liebe Grüsse
Heike
Hallo Heike

Da gebe ich Dir natürlich uneingeschränkt recht.
Ich meinte nur, daß man vielleicht eher auffällt, wenn man mir einer dem Beobachter bekannten Person unterwegs ist.
Das man Solo manchmal gar nicht auffallen würde.

LG
Christiane
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heike65

Re: Die Angst vor dem Raus gehen

Post 45 im Thema

Beitrag von heike65 » Sa 13. Jan 2018, 18:03

Christiane hat geschrieben:
Sa 13. Jan 2018, 17:31

Hallo Heike

Da gebe ich Dir natürlich uneingeschränkt recht.
Ich meinte nur, daß man vielleicht eher auffällt, wenn man mir einer dem Beobachter bekannten Person unterwegs ist.
Das man Solo manchmal gar nicht auffallen würde.

LG
Christiane
Da ich keine Perücke etc mehr verwende hätte man mich auch solo erkannt..... von daher schrieb ich ja, man sollte sich vorher über ein unfreiwilliges Outing Gedanken machen

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