Die Angst vor dem Raus gehen
Die Angst vor dem Raus gehen - # 8

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Ronda_PTL
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Re: Die Angst vor dem Raus gehen

Post 106 im Thema

Beitrag von Ronda_PTL » Fr 9. Feb 2018, 17:10

Lina hat geschrieben:
Fr 9. Feb 2018, 10:16
Erst mal die kurze Antwort dazu: Ich bin immer noch mit ihr verheiratet.
DAS spricht ja eindeutig für ein POSITIVES Ergebnis des Experiments! (fwe3)

LG Ronda (ap)
"Life is what happens, while you're busy making other plans." [† John Lennon]

Lina
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Re: Die Angst vor dem Raus gehen

Post 107 im Thema

Beitrag von Lina » Fr 9. Feb 2018, 19:11

Ronda_PTL hat geschrieben:
Fr 9. Feb 2018, 17:10
Lina hat geschrieben:
Fr 9. Feb 2018, 10:16
Erst mal die kurze Antwort dazu: Ich bin immer noch mit ihr verheiratet.
DAS spricht ja eindeutig für ein POSITIVES Ergebnis des Experiments! (fwe3)

LG Ronda (ap)
OK, und hier ein bisschen mehr Details. Sie wusste zumindest von Bildern, wie ich en femme aussehe, war aber noch nicht sozusagen selber "in public" damit gewesen. Ein Kostümparty, wie die megagroße LILABE in Hamburg-Bergedorf war ein guter Rahmen dafür, fand ich. Dann ist der soziale Druck weg. Es IST ja eine Kostümparty - jedoch ohne einen wirklichen Dresscode, also trug sie ein Flamenco-Kleid und ich ein etwas einfacheres Cocktailkleid. Ich ich konnte also tun wie immer. Unterwegs wurde es meiner Freundin klar, dass viele mich einfach für irgend eine Tussi hielten, die kein Bock gehabt hatte ein Kostüm zu besorgen. Und davon gab es erwartungsgemäß auch andere auf der Party. Das Problem ist ja immer, dass Leute dazu tendieren, bei der Gender-Rolle fest zu hängen in der man sich zuerst kennengelernt hat. Also Leute, die die femme Identität kennen akzeptieren viel leichter die femme Identität, haben mitunter sogar Probleme mit der "in drab" - dem Männermodus - Identität und sagen, die komme ihnen seltsam vor und passt nicht. Genau wie auch manchmal umgekehrt.
Der Trick ist also, dass sie nicht von dem umgekehrten sozialen Druck unbeeinflusst bleiben kann - wenn sie merkt wie alle andre ganz natürlich reagieren.

Ich habe einen Follow-Up dazu dann gemacht indem ich sie, ihre beste Freundin samt Freund mit auf den Tuntenball nahm. Die beiden Parties waren mir an sich piepegal und nur mittel zum Zweck.

ponygirl
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Re: Die Angst vor dem Raus gehen

Post 108 im Thema

Beitrag von ponygirl » Fr 9. Feb 2018, 20:38

Mein erstes Mal richtig in die Öffentlichkeit als Frau war auch eine Faschingsfete. Da war ich so um die 18. Und ich war so aufgeregt vorher. Zitternd habe ich mich damals im Auto umgezogen und auch geschminkt. Ich hatte ein Trägerkleid und einen Petticoat drunter ( war so 80 er Stil) Haare zum Pferdeschwanz . Ich ging dann auch zitternd aus Angst und wegen der Kühle Richtung Turnhalle. Dann am Eingang kam dann erst mal die Enttäuschung. Wir sind für heute Ausverkauft tut mir Leid. Dann kam noch jemand dazu und sagte : Das hübsche Mädchen darf doch noch rein. Und so wurde ich doch noch eingelassen. Drinnen wars dann der volle Erfolg , niemand hat mich für einen Jungen gehalten. Mußte sogar ziemlich aufpassen das mir keiner an die Wäsche ging. Ich hab getanzt und habs einfach genossen. Das hat mich dann so aufgebaut das ich mich auch als Mädchen außerhalb von Fasching gezeigt habe. Ja Fasching ist wirklich ein guter Start um sich zu trauen. Kann ich nur empfehlen.

Liebe Grüße Nina

Nora_7
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Re: Die Angst vor dem Raus gehen

Post 109 im Thema

Beitrag von Nora_7 » Fr 9. Feb 2018, 21:11

Zu Fasching kann man schon wichtige Signale geben. So als "Alltagsfrau" zu gehen, macht m.E. wenig Sinn. Möglicherweise fällt man gar nicht oder als Faschingsmuffelin auf. Ich lebe zwar nicht als Frau, bewege mich aber gerne in Rolle. Und da ist die Gefahr, mal erkannt zu werden schon gegeben. Meine Strategie war, mein Alter Ego schon zu zeigen, dass niemand bei einer Begegnung wirklich überrascht ist. Und so bin ich zu Fasching auf der Bühne gestanden – natürlich in Frauenrollen – und bei vielen Veranstaltungen gewesen.

Das wesentliche Signal war der professionelle weibliche Auftritt, also nicht typisch tuntig wie die meisten anderen. Den Mann dahinter sollte man nicht erkennen: „Aha, der/die kann das, macht er/sie wohl öfter“. Ich bin dazu auch gefragt worden und habe geantwortet, dass ich auch Travestieshows mache und zu den Proben über das ganze Jahr bereits geschminkt in alltagstauglicher Kleidung fahre. Wenn mich jemand Bekanntes en femme sieht, so what.

Nora_7
Schönheit ist weiblich, und ich bin auch gerne schön.

Saari
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Re: Die Angst vor dem Raus gehen

Post 110 im Thema

Beitrag von Saari » Fr 9. Feb 2018, 21:14

Nur Mut wie es Ponygirl trefflich beschreibt.
Erst heute hatte ich ein ähnliches Thema, wenn auch nicht so stark.
Ich trug ausschließlich feminine Kleidungsstücke aber niemand erkundigte sich warum und wieso.
Nur aufpassen musste ich, dass mir niemand obenherum zu nahe kam.

heike65

Re: Die Angst vor dem Raus gehen

Post 111 im Thema

Beitrag von heike65 » Fr 9. Feb 2018, 21:17

Lina hat geschrieben:
Fr 9. Feb 2018, 19:11
Ronda_PTL hat geschrieben:
Fr 9. Feb 2018, 17:10
Lina hat geschrieben:
Fr 9. Feb 2018, 10:16
Erst mal die kurze Antwort dazu: Ich bin immer noch mit ihr verheiratet.
DAS spricht ja eindeutig für ein POSITIVES Ergebnis des Experiments! (fwe3)

LG Ronda (ap)
OK, und hier ein bisschen mehr Details. Sie wusste zumindest von Bildern, wie ich en femme aussehe, war aber noch nicht sozusagen selber "in public" damit gewesen. Ein Kostümparty, wie die megagroße LILABE in Hamburg-Bergedorf war ein guter Rahmen dafür, fand ich. Dann ist der soziale Druck weg. Es IST ja eine Kostümparty - jedoch ohne einen wirklichen Dresscode, also trug sie ein Flamenco-Kleid und ich ein etwas einfacheres Cocktailkleid. Ich ich konnte also tun wie immer. Unterwegs wurde es meiner Freundin klar, dass viele mich einfach für irgend eine Tussi hielten, die kein Bock gehabt hatte ein Kostüm zu besorgen. Und davon gab es erwartungsgemäß auch andere auf der Party. Das Problem ist ja immer, dass Leute dazu tendieren, bei der Gender-Rolle fest zu hängen in der man sich zuerst kennengelernt hat. Also Leute, die die femme Identität kennen akzeptieren viel leichter die femme Identität, haben mitunter sogar Probleme mit der "in drab" - dem Männermodus - Identität und sagen, die komme ihnen seltsam vor und passt nicht. Genau wie auch manchmal umgekehrt.
Der Trick ist also, dass sie nicht von dem umgekehrten sozialen Druck unbeeinflusst bleiben kann - wenn sie merkt wie alle andre ganz natürlich reagieren.

Ich habe einen Follow-Up dazu dann gemacht indem ich sie, ihre beste Freundin samt Freund mit auf den Tuntenball nahm. Die beiden Parties waren mir an sich piepegal und nur mittel zum Zweck.
nur mittel zum zweck, ich find das ein bisscheren arg an der grenze zur manipulation

aber da das wohl geklappt hat: herzlichen Glückwunsch !!

rebecca58
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Re: Die Angst vor dem Raus gehen

Post 112 im Thema

Beitrag von rebecca58 » Fr 9. Feb 2018, 21:41

Ich war vor drei Jahren das erste mal zu Karneval in femm unterwegs. Es war eines der schönster Erlebnisse überhaupt. Von allen akzeptiert und sogar bewundert.
Nun, morgen ist es wieder soweit. Wie es dann war werde ich berichten.

Lina
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Re: Die Angst vor dem Raus gehen

Post 113 im Thema

Beitrag von Lina » Fr 9. Feb 2018, 23:25

heike65 hat geschrieben:
Fr 9. Feb 2018, 21:17
Lina hat geschrieben:
Fr 9. Feb 2018, 19:11
Ronda_PTL hat geschrieben:
Fr 9. Feb 2018, 17:10


DAS spricht ja eindeutig für ein POSITIVES Ergebnis des Experiments! (fwe3)

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OK, und hier ein bisschen mehr Details. Sie wusste zumindest von Bildern, wie ich en femme aussehe, war aber noch nicht sozusagen selber "in public" damit gewesen. Ein Kostümparty, wie die megagroße LILABE in Hamburg-Bergedorf war ein guter Rahmen dafür, fand ich. Dann ist der soziale Druck weg. Es IST ja eine Kostümparty - jedoch ohne einen wirklichen Dresscode, also trug sie ein Flamenco-Kleid und ich ein etwas einfacheres Cocktailkleid. Ich ich konnte also tun wie immer. Unterwegs wurde es meiner Freundin klar, dass viele mich einfach für irgend eine Tussi hielten, die kein Bock gehabt hatte ein Kostüm zu besorgen. Und davon gab es erwartungsgemäß auch andere auf der Party. Das Problem ist ja immer, dass Leute dazu tendieren, bei der Gender-Rolle fest zu hängen in der man sich zuerst kennengelernt hat. Also Leute, die die femme Identität kennen akzeptieren viel leichter die femme Identität, haben mitunter sogar Probleme mit der "in drab" - dem Männermodus - Identität und sagen, die komme ihnen seltsam vor und passt nicht. Genau wie auch manchmal umgekehrt.
Der Trick ist also, dass sie nicht von dem umgekehrten sozialen Druck unbeeinflusst bleiben kann - wenn sie merkt wie alle andre ganz natürlich reagieren.

Ich habe einen Follow-Up dazu dann gemacht indem ich sie, ihre beste Freundin samt Freund mit auf den Tuntenball nahm. Die beiden Parties waren mir an sich piepegal und nur mittel zum Zweck.
nur mittel zum zweck, ich find das ein bisscheren arg an der grenze zur manipulation

aber da das wohl geklappt hat: herzlichen Glückwunsch !!
Was ist nicht Manipulation?

Man kann ja auch bei jeder Interaktion mit anderen Menschen erst mal sich bemühen, potthässlich zu erscheinen, laut rülpsen, am besten die Person auch gehörig beschimpfen, und danach man mangelhafter Grammatik und schlechter Wortwahl ansprechen.

Alles nur um ganz sicher zu sein, sie nicht manipuliert zu haben. Alles über dem Niveau ist nämlich immer ein Versuch, andere Menschen psychisch zu beeinflussen. Und das will hier natürlich niemand außer mir ... oder?

Tron007
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Re: Die Angst vor dem Raus gehen

Post 114 im Thema

Beitrag von Tron007 » Mi 21. Feb 2018, 10:44

Hallo Mädels.

Heute war ich mit Rock draußen es weicht langsam die Angst vor den raus gehen zum Müll Platz schaffe ich das schon und mit jemandem unter halten geht klasse .
Er hat sich nicht an meinen Rock gestört.
Das Leben ist schön, Männer sind die schöneren Frauen.

Saari
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Re: Die Angst vor dem Raus gehen

Post 115 im Thema

Beitrag von Saari » Mi 21. Feb 2018, 10:57

Auch heute trug ich am Vormittag wieder ausschließlich feminine Kleidungsstücke.
Diesmal war es in der Autowerkstatt, aber niemand fragte warum.
Nur aufpassen muss ich mich immer, dass ich mich obenherum nicht ungewollt anstoße.
Also keine Angst vor dem Rausgehen!

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