Weiberfasching
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Sunita
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Weiberfasching

Post 1 im Thema

Beitrag von Sunita » Mo 20. Mär 2017, 19:15

Ich hatte ein schönes Erlebnis.

Dieses Jahr passte es, dass ich zum Weiberfasching gehen konnte. Ich telefonierte mit einem Kosmetikstudio, ob die Kosmetikerin auch einen Mann als Frau schminken würde. Gleich beim ersten Telefonat hatte ich Glück, dass sie es machen würde und zum gewünschten Termin auch frei war. Die Eintrittskarten für den Weiberfasching besorgte ich mir auch vorher.

Ich hatte eine Vorfreude wie ein kleines Kind vor Weihnachten.

An diesem Tag kleidete ich mich ganz als Frau, mit einem schönen weiß/pink-farbigen Sommerkleid, einem pinken Slip, Kette und Fingerring in gleicher Farbe. Dann zog ich eine normale hautfarbene Strumpfhose an, um die Beinhaare etwas abzudecken und darüber eine glänzende Strumpfhose. Meine Beine wollte ich ja nicht rasieren. Es musste die Rasur der Brusthaare reichen. Mit einem schalenlosen BH und Silikonbrüsten in Cup D hatte ich tolle Kurven. Die Fingernägel habe ich mir gleich selbst in der passenden Farbe lackiert. Glitzernde, baumelnde Ohrringe zum Anclipsen habe ich erst am Abend getragen.

Und dann ging es los. Erst noch mit Hosen und einer Männerjacke. Unterwegs habe ich dann die Hosen und Männerjacke ausgezogen und die farblich passenden High Heels angezogen. Es waren offene Latino-Dancing-Schuhe pinkfarbig mit schwarzen Punkten. Ich hatte mir diese Schuhe schon zu Hause vorbereitet mit innen doppelseitigem Teppichklebeband. Somit hatte ich diese Schuhe schon recht stabil an meine Füße angeklebt. Nun musste ich nur noch einen günstigen Parkplatz suchen. Aber einen halben Kilometer musste ich doch noch laufen. Dies hat schon einmal höchste Konzentration abverlangt, da ja auch noch ein kurzes Stück Kopfsteinpflaster war.

Ich hatte es aber noch pünktlich bis zum Kosmetikstudio geschafft. Die Kosmetikerin begrüßte mich freundlich mit Handschlag. Sie hatte sich sehr viel Mühe gegeben und auch sichtlich Spaß beim Schminken. Wir haben uns auch nett unterhalten. Zumindest wann es mir möglich war, da man ja nicht zu viel wackeln sollte. Die Kosmetikerin sagte, sie habe sich vorher schon überlegt, ob sie mir künstliche Wimpern anklebt. Aber ich hätte ja solch lange Wimpern, da würde ja jede Frau neidisch werden. Zum Schluss war ich vom Ergebnis selbst überrascht und zufrieden. Sie hatte ein schönes Abend-Make-up hingezaubert. Sie war eine Künstlerin. Die Kosmetikerin wollte mir für diesen Abend sogar ein „Strich-Täschchen“ von ihr leihen, da ich keine Handtasche mithatte. Jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, kommt mir der Gedanke, vielleicht wollte die Kosmetikerin, dass ich am späten Abend noch einmal vorbeikomme und ihr das „Strich-Täschchen“ zurückbringe? Ich weiß es nicht und werde es nie erfahren. In den Augen der Kosmetikerin war ich ja auch kein Mann, welcher gern Damenwäsche trägt, sondern ein mutiger Mann, welcher sich als Frau verkleidet und sich in die Höhle der Löwinnen traut. Da ich eine etwas zu knappe Damenkutte anhatte, spannte diese sich sehr über die Oberweite. Die Kosmetikerin sagte, ich solle den Reißverschluss rechtzeitig öffnen, dann merkt es auch niemand, dass ich keine Frau bin. Man würde es nur am Gang merken. Wiederum sehr freundlich und mit Handschlag verabschiedeten wir uns. Sie wünschte mir zum Weiberfasching viel Spaß.

Bis zum Tanzsaal war es nicht weit. Einlass zum Weiberfasching war nur für Frauen oder Männern in Frauenkleidung. Diese Bedingung erfüllte ich ja. Ich wusste nicht, was mich an diesem Abend erwarten würde. Aber ich sagte mir, notfalls kann ich ja wieder gehen und nach Hause fahren.

Ich war ziemlich zeitig da und konnte mir den Sitzplatz noch aussuchen. Später setzten sich noch vier junge Frauen an meinem Tisch. Ich glaube, am Anfang haben diese gar nicht bemerkt, dass ich ein Mann in Frauenkleidung bin. Erst nach 10 Minuten schaute mich eine Frau genauer an. Wir schauten uns in die Augen. Ich lächelte, sie lächelte. Spätestens als ich zu sprechen begann, war es für ihr klar, dass ich keine Frau war.

Am Anfang des Abends war das Faschingsprogramm mit Büttenreden, Sketchen und natürlich jungen Frauen in Faschingstanzkleidchen. Diese hatten wirklich toll getanzt. Es war einfach schön anzusehen wegen diesem recht professionellen Tanz, den knappen Kleidchen, bei welchen man bei entsprechender Tanzbewegung doch recht freizügige Einblicke bekam. Egal, ob schlanke oder auch sehr stramme Beine, alle Frauen sahen toll aus.

Als ich an der Bar war, stand eine Frau neben mir, aber auf einem kleinen Absatz/Podium. Ich sagte, dies ist aber toll, da können wir uns in die Augen schauen. Sie schaute nach unten und bemerkte, dass ich tiefer stand und hochhackige Schuhe anhatte. Sie sagte, solche schönen langen Beine möchte sie auch gern haben. Wir lachten. Beim Bezahlen konnte ich ja nicht in die Handtasche greifen, ich hatte ja keine. Ich hatte ein kleines Portemonnaie im BH unter dem Silikonbusen versteckt. Beim Bezahlen musste ich in mein Dekolleté greifen, um das Portemonnaie herauszuziehen. Dies sorgte bei der Bardame und den umstehenden Damen zur Belustigung. Sie sagte, ganz so elegant war dies aber jetzt nicht. Ich antwortete, ich wusste vorher auch nicht, was sich hier alles verstecken lässt.

Im Laufe des Abend bin ich mehrfach von Frauen angesprochen worden, dass der Busen so echt aussehe und ob sie mal anfassen dürften. Ich antwortete, ja, aber nur, wenn ich auch einmal bei ihnen probieren dürfte. Die meisten Frauen haben dann doch auf die Probe bei mir verzichtet. Aber es hat auch ganz Neugierige gegeben. Als sie dann an meinen Busen gefasst haben, waren sie total verblüfft. Es würde sich so echt anfassen. Eine sagte sogar, ob ich mich hätte operieren lassen? Ich sagte, natürlich nicht, ich bin ja ein Mann. Aber es gibt ja auch Silikon zum Einlegen. Eine Frau hatte ihre Hand nach dem Anfassen gleich verschreckt und verlegen zurückgezogen. Da war es natürlich mit der Gegenprobe vorbei. Aber es gab auch Frauen (wenige), welche ihr Versprechen einhielten. Mit einer Frau fassten wir uns im Spaß einige male zum Scherz hin und her und konnten beide bestätigen, ja es fasst sich gut an. Dies geht aber wirklich nur zum Fasching und im beider seitigem Einvernehmen. Sonst wäre es ja eindeutig sexuelle Belästigung. Es ist ja auch nicht auf der Tanzfläche passiert, sondern etwas abseits.

Ich weiß auch nicht, ob ich in den Augen mancher Frauen ein zu suspekter Typ war und als schwul betrachtet wurde, was ich ja garantiert nicht bin. Ich hatte ja für den Fall, dass mich ein Mann anfassen wollte, eine rote Karte vorbereitet mit der Aufschrift „Das Berühren der Figüren mit den Pfoten ist verboten“. Dies war natürlich keine Arschkarte, da ich keine Tasche am Hintern hatte. Diese Karte hatte ich auch im BH versteckt. Zum Glück brauchte ich diese Karte nicht wegen den Männern. Dies wäre mir dann doch unangenehm gewesen.

Bei einem späteren langsamen Tanz, tanzte ich mit einer Frau eng aneinander. Aber es schmiegte sich nicht Brust an Brust. Da ich um einiges größer war, lag ihr Kopf eher an meiner Brust. Sie sagte noch einmal, dies ist aber schön weich. Später fragte sie, was ich den unter dem Kleid trage? Dass ich Strumpfhosen anhatte, sah man ja. Ich habe die Frage offen gelassen und nur geantwortet, das ist so, wie die Frage, was denn die Schotten unter dem Rock tragen.

An diesem Abend habe ich auch viel getanzt. Ich tanze ja sehr gern. Ausgerechnet als eine schöne Cha-Cha-Cha gespielt wurde, konnte die Tanzpartnerin keine Cha-Cha-Cha. Normal gibt es beim Tanzen nur eins, der Mann führt! Aber mit den hochhackigen Schuhen ist mir etwas die Führungskraft verloren gegangen. Bei rhythmischen Tänzen wippte mein Silikonbusen ganz schön auf. Eine Cup D bringt ja auch einiges an Gewicht mit. Ich habe es an mir bemerkt. Die meisten Frauen haben dies aber nicht bemerkt. Vielleicht darum, dass dies ja bei Frauen etwas ganz normales ist. Bei Männern ist dies natürlich anders. Unser Blick wandert automatisch zum Busen einer Frau. Dies steckt halt in den Genen drin, wir können nicht anders. Dies ist ja keinesfalls eine sexistische Belästigung. Eine Frau sollte sich dadurch nicht belästigt fühlen, sondern es eher positiv sehen, wenn ihre weiblichen Attribute Beachtung finden. Frauen schauen ja auch auf den Po von Männern. Wir merken es bloß nicht, da wir hinten keine Augen haben. Ich hatte nur zwei sitzende Frauen bemerkt, welche mich beim Tanzen beobachteten, lachten, sich etwas zueinander sagten und weiter auf meinem Busen blickten.

Später am Abend wurde Rock’n’Roll gespielt. Und ich Blödmann bin auf die Idee gekommen, mit Rock’n’Roll zu tanzen. Zwei nebenan tanzende Frauen schauten auf meine Füße, eher staunend und sagten etwas zueinander. Meine Tanzpartnerin konnte auch kein Rock’n’Roll. Jedenfalls es kam wie es kommen musste. Ich knickte mit den hochhackigen Schuhen um, ein Schuh flog von meinem Fuß herunter. Jedoch konnte ich nicht den Schuh nehmen und diesen wieder anziehen. Ich hatte ja doppelseitiges Klebeband im Schuh. Aber das Klebeband klebte noch am Fuß der Strumpfhose und zog diese nur etwas länger vom Fuß herunter. Es war eine komische Situation und ich schlurfte mit einem Fuß im Strumpf, den Schuh hinterherziehend, zu meinem Platz. Zwar habe ich in dieser Situation die Frauen nicht besonders beobachtet, aber ich denke, diese waren eher bedauernd als belustigt.

Beim Tanzen bin ich auch tüchtig ins Schwitzen gekommen. Eine Perücke wirkt ja fast wie eine Pelzmütze. Ich musste aufpassen, dass mir der Schweiß nicht ins Gesicht läuft und ich diesen unbedacht abwische. Ich wollte ja mit der Schminke nicht aussehen, wie ein bröckelndes Denkmal.

Der Gang zur Toilette (auf die richtige Männerseite) an diesem Abend war recht unkompliziert. Ans Urinal gestellt, Kleid hoch, Slip und Strumpfhose herunter, und schon war‘s möglich. Andere Männer vom Elferrat sagten belustigt, dies sieht aber nicht gerade damenhaft aus.

An diesem Abend gab es auch noch andere Männer in Frauenkleidung, aber maximal 5 – 10 %.

Als ich dann nach dem Tanz gegangen bin, ging es mir wie dem Erlkönig: „Er erreichte das Auto mit Müh und Not, die Absätze an seinen Schuhen jedoch waren tot“. Zum Glück hat mich in der Nacht niemand auf dem Bürgersteig laufen gesehen. Mir haben die Füße weh‘ getan!! Wie schön es auch aussieht, wenn Frauen Absatzschuhe tragen, jedoch haben mir in diesem Moment die Frauen leidgetan.

Es war ein sehr schöner Abend und ein tolles Erlebnis. Schade nur, dass die Musik sehr laut war und man sich auf der Tanzfläche nur mit Schwierigkeit unterhalten konnte. Weiterhin wurde nicht einmal eine Samba gespielt, wo jedoch zum Karneval Samba gehört. Ebenso waren die meisten Frauen für mich zu jung und hätten meine Töchter sein können. Ich hätte so etwas schon einmal vor 20 Jahren machen sollen.

Jedoch kommt auch wieder Fasching 2018. Wenn es zeitlich passt, dann werde ich wieder als Frau verkleidet zum Fasching gehen. Es wäre aber schön, wenn es dann einmal mit einer Begleitung klappt. Zu zweit macht dies sicherlich noch mehr Spaß. Sollte dies eine interessierte Dame lesen und mit mir 2018 gern gemeinsam zum Fasching gehen wollen, dann schreiben Sie eine Privatnachricht an mich. Einzige Bedingung. Sie sollten zwischen 40 und 55 Jahre alt sein und tanzen können.

Ich bin aus Sachsen.

ZoeKay
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Re: Weiberfasching

Post 2 im Thema

Beitrag von ZoeKay » Sa 16. Dez 2017, 10:25

Vielen, vielen danke fuer diese geschichte! Im 2018 ich will auch nach Weiberfasching gehen!

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